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Dokumentenidentifikation DE202005010112U1 12.01.2006
Titel Metallionen Abscheider für Industrie- und Trinkwasser
Anmelder Wallmann, Johann, Dipl.-Ing., 72813 St. Johann, DE;
Wallmann, Milka, 72813 St. Johann, DE
DE-Aktenzeichen 202005010112
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.01.2006
Registration date 08.12.2005
Application date from patent application 21.06.2005
IPC-Hauptklasse C02F 1/70(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse C02F 1/46(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]
1. Beschreibung Metallionen Abscheider (MAB)

Die Erfindung betrifft einen Metallionen Abscheider.

Aus umlaufenden Wässern, Kühl – und Trink – und Abwasser werden Schwermetall -Ionen abgeschieden. Der Metallionenabscheider kann in Leitungssysteme direkt eingebaut oder im indirekten Betrieb, mit mehrfach Durchspülung über Pumpenbetrieb genutzt werden. Die zu verwendenden Bauteile und Werkstoffe und Konstruktion entsprechen dem Stand der Technik.

Es ist grundsätzlich bekannt, dass durch Aggregate mit Elektrolyse oder Ionenaustausch, Edelmetalle zurück gewonnen werden.

Mit der Erfindung werden gering belastete Wässer von Schwermetallionen entlastet.

Das Aggregat kann in Neuinstallationen eingesetzt werden. Auf Grund seiner kompakten Bauweise eignet es sich auch für die Nachrüstung in Bestandsanlagen.

Es wurden zwei Bauformen entwickelt die entsprechend der Wasserbelastung einsetzbar sind.

Durch Abscheidung der Metallionen reduziert sich die Korrosionsgefahr. Ablagerung von Metallen in Rohrleitungen, mit unterschiedlichem Redox-Potential, eine der häufigsten Ursachen für Korrosion, wird weitgehenst vermieden.

Alle Funktionen laufen unter Gleichstrom regelbar von 0 bis 12 Volt ab.

Die regelbare Stromstärke beträgt je nach Leitfähigkeit des Wassers 0,2 bis 5A / dm2 Elektrodenoberfläche. Der Regler stellt die Stromstärke selbsttätig ein.

2. Beschreibung Metallionen Abscheider in rechteckigen Bauweise 1 und 2

Das Gehäuse (1) besteht aus Edelstahl oder Kunststoff, Werkstoff nach Anwendungsfall, Seiten und Rückwand sind 5 mm stark und verschweißt. Frontseite mit angeschweißtem Rahmen für Betriebsdrücke bis 12 bar

Innere Trennstege (3) dienen zur Versteifung und Umlenkung des Wasserstromes. Dadurch werden explizit die Oberflächen der Elektroden zur Metallabscheidung verdoppelt.

Die Frontplatte (8) ist mit Dichtfläche und temperaturfester Dichtung angeschraubt.

Elektrodenpakete (2) sind zur leichten Einbringung mit angeschweißten Halteösen an die Frontplatte angeschraubt.

Die Elektroden bestehen aus folgenden Werkstoffen, Anoden (9) aus Titanblech (Titanmischoxyd) 2 mm stark.

Titanmischoxyd ist als Anode besonders geeignet, weil keine Material-Abtragung erfolgt.

Kathoden (10) gefertigt aus Kupferplatten oder Kupfer-Streckmetall wobei eine eine höhere Wirkung erzielt wird, wenn Teilflächen eine Silberbeschichtung erhalten. Damit sind Kristallisationskeime gelegt.

Die Elektroden (9) sind leitend mittels einem Gewindestab (13) und Abstandshalter aus Edelstahl (11) verbunden. Der elektrische Anschluss nach außen erfolgt druckdicht über eine Spindel (12). Im Gehäuse ist die Spindel ableitfähig beschichtet. Damit wird Materialabtrag durch den Gleichstrom vermieden.

An der, dem elektrischen Anschluss gegen über liegenden Seite, dient ein Abstandshalter (14) aus hochfestem Kunststoff, zur Stabilität des Elektroden-Pakets. In den Stab sind zur Haltung der Distanz für die Elektroden, Nute eingefräst. Der Elektrodenabstand richtet sich nach anderen Wasser-Inhaltsstoffen und der Leitfähigkeit.

Die Anschlussstellen (6) und (15) an der Frontplatte haben eine lösbare Klemme für den Stromanschluss (7) mit Schutzabdeckung.

Über die lösbare Anschlussklemme (15) wird das Gehäuse an den negativen Gleichstrom angeschlossen.

Anschlussstutzen für Wassereintritt (4) und Wasseraustritt (5) sind für Quetsch- und Flanschverbindungen geeignet.

Die Stromversorgung erfolgt über einen extern angeordneten Steuerschrank.

3. Beschreibung Metallionen Abscheider in runder Bauweise 3 und 4

Das Gehäuse, (1) ein Rohrzylinder, besteht aus Kupfer, Werkstoff nach Anwendungsfall, Wandstärke nach DIN 2448, Flanschen nach DIN 2633 bis PN 16. mit Dichtung. Werkstoffe und Bauteile entsprechen dem Stand der Technik.

In den Blindflanschen (9) sind Halteringe für den Lochzylinder eingeschweißt. Mit dem anschrauben der Flanschen, wird der Zylinder arretiert.

Der Lochzylinder (2) mit mindestens 40% freiem Querschnitt, dient der Verteilung des Wasserstromes.

Die Elektroden bestehen aus folgenden Werkstoffen, Anode (2) in zylindrischer Bauweise aus Titan (Titanmischoxid) mindestens 1,5 mm stark.

Kathoden, Gewindestab (3) und Gehäuse (1) sind aus Kupfer, wobei eine geringe Teilfläche versilbert ist, was die Reaktion erhöht. Damit sind Kristallisationskeime gelegt.

Die Elektrode (3) ist über eine Anschlussklemme (6) mit der Steuerung, am negativen Gleichstrom Pol verbunden. Der Elektrodenstab wird im Blindflansch zur Isolierung gegen die Anode (2) in Kunststoffbuchsen gelagert.

Die Elektrode (2) Lochzylinder, wird außen am Blindflansch über eine Spindel und Anschlussklemme (9) mit dem Steuerkabel und dem positiven Gleichstrom Pol verbunden.

Das Gehäuse (1) erhält außen eine Klemme (7) zum Anschluss an das Steuerkabel mit dem Minus Pol.

Wenn im Betrieb die Polaritäten der Elektroden gewechselt werden, benötigt das Gehäuse eine äußere Isolation (8) nach VDE.

Anschlussstutzen für Wasseraustritt (4) und Wassereintritt (5) sind für Quetsch- und Flanschverbindung geeignet.

Die Stromversorgung erfolgt über einen extern angeordneten Steuerschrank.


Anspruch[de]
  1. Metallionen Abscheider in rechteckiger Bauweise, Gehäuse aus Edelstahl oder Kunststoff für den Einsatz in Wasserführende Leitungen, zum abscheiden der Schwermetallionen von Kupfer und Silber in geringer Konzentration aus dem Wasser, dadurch gekennzeichnet dass im Durchflussraum angeordnete Elektroden aus Platten von Titan als Anode und Kupfer als Kathode, zur Abscheidung dienen und über den Gehäusedeckel leicht zu wechseln sind.
  2. Metallionen Abscheider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass das rechteckige Gehäuse (1) mit Stutzen für Wassereintritt (4) und Wasseraustritt (5) mit Trennstegen (3) für die Wasserumlenkung zur Reduzierung der Baulängen und Erhöhung der Steifigkeit des Körpers. dienen.
  3. Metallionen Abscheider nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrodenpakete (2) an der Frontplatte (8) angeschraubt, mit Abstandshaltern gesichert und über äußere Anschlussklemmen mit Spannung versorgt werden.
  4. Metallionen Abscheider nach Anspruch 1 + 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden (9) aus Werkstoffen, Titan und/oder aus Edelstahl bestehen. Die Elektroden (10) bestehen aus Kupfer. Wobei eine Teilfläche der Kathode zur schnelleren Reaktion mit Silber, Kristallisationskeimen, belegt wird.
  5. Metallionen Abscheider nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden in Funktion als Anoden und Kathoden gegeneinander isoliert über Spindeln Plus Pol (6) und Spindel (15) Minus Pol, mit der Stromversorgung verbunden werden.
  6. Metallionen Abscheider nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die runde Bauweise ein Gehäuse aus Kupfer und eine Elektrode (2) aus gelochtem Zylinder, Werkstoff Titan und/oder Edelstahl, hat die über Halteringe am Gehäusedeckel und den Gewindestab automatisch arretiert werden.
  7. Metallionen Abscheider nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Wassereintritt über den Anschluss in den äußeren Zylinderraum und Auslauf über den inneren Lochzylinder, die Wasserführung also radial zum Gehäuse erfolgt.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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