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Dokumentenidentifikation DE202005010544U1 12.01.2006
Titel Vorrichtung zur Aktivierung von flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen
Anmelder Holzmann, Arndt, 96364 Marktrodach, DE
Vertreter Maryniok und Kollegen, 96317 Kronach
DE-Aktenzeichen 202005010544
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.01.2006
Registration date 08.12.2005
Application date from patent application 03.07.2005
IPC-Hauptklasse F02M 27/04(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse C10G 33/02(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      B01J 19/08(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aktivierung von flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen, insbesondere von Benzin- und Dieselkraftstoffen, Kerosin, Heizöl, Erdgas oder dergleichen, wobei die Aktivierung den Wirkungsgrad der Brennstoffe erhöht und den Schadstoffausstoß vermindert.

Es ist bekannt, Kraftstoffe durch magnetische Beaufschlagung zu aktivieren. So beschreibt z. B. die DE 43 31 019 A1 eine Kraftstoffaktivierungsvorrichtung, welche einen magnetischen Körper verwendet. Bei dieser Kraftstoffaktivierungsvorrichtung wird ein wendelförmiges Kraftstoffaktivierungselement aus magnetischem Material in das Innere einer Rohrleitung eingefügt, und die Strömung der durch die Rohrleitung fließenden Kraftstoffe folgt dem wendelförmigen Aktivierungselement, wodurch die Fließbewegung im Bereich des Aktivierungselementes etwas verzögert wird und eine gewisse Verwirbelung des Kraftstoffes erfolgt. Ein magnetischer Körper ist an der Außenseite der Rohrleitung angeordnet. Beim Durchströmen durch die Rohrleitung wird der Kraftstoff durch das auf ihn einwirkende Magnetfeld aktiviert.

Diese bekannte Vorrichtung hat den Nachteil, dass die Kraftstoffe die Rohrleitung trotz des im Inneren angeordneten Aktivierungselementes relativ schnell passieren, wodurch nur eine geringe Aktivierung durch den Magneten und nur eine geringe Verbesserung des Wirkungsgrades der Kraftstoffe eintritt.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Aktivierung von flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen zu schaffen, die eine wesentlich höhere Aktivierung der Brennstoffe ermöglicht.

Die Aufgabe wird durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Vorrichtung nach Anspruch 1 gelöst.

Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Vorrichtung sind in den Unteransprüche 2 bis 10, angegeben.

Die Erfindung wird anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen nach den 1a bis c nachfolgend näher beschrieben werden.

1a zeigt einen Längsschnitt durch eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;

1b zeigt einen Querschnitt durch die in 1a dargestellte Vorrichtung, wie er sich entlang einer Schnittlinie b-b in 1a ergibt;

1c zeigt das in der Vorrichtung nach 1a in der Mittelachse der Vorrichtung angeordnete Rohr in Einzeldarstellung;

2 bis 4 Werkstattzeichnungen mit Bemaßungen weiterer Ausführungsformen;

In 1a ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung V zur Aktivierung von flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen B dargestellt, die eine im Wesentlichen zylinderförmige Magnetisierungskammer 1, einen Zuleitungsanschluss 2 für den Brennstoff B mit einem bestimmten Querschnitt und einen Ausleitungsanschluss 3 für den Brennstoff B mit einem dem Zuleitungsanschluss 2 etwa gleichen Querschnitt sowie 12 in der Magnetisierungskammer 1 angeordnete scheibenförmigen Permanentmagnetkörper 4, die mit ihrer Längsachse L parallel und symmetrisch zur Mittelachse M der Magnetisierungskammer 1 befestigt sind, umfasst. In der Magnetisierungskammer 1 sind weiterhin zwei weichmagnetische Ringe 5 wechselweise mit den Permanentmagnetkörpern 4 hintereinander und mit ihren Längsachsen LA parallel und symmetrisch zur Mittelachse M der Magnetisierungskammer 1 angeordnet. Die Permanentmagnetkörper 4 umfassen je drei Ringmagnete 6, die in der Längsachse L des Permanentmagnetkörpers 4 angeordnet sind, wobei jeweils gleiche-Pole N, S der Ringmagnete 6 aufeinander zu weisen. Die zylinderförmige Magnetisierungskammer 1 ist an ihren unteren und oberen Stirnseiten durch eine untere Abdeckung 12 und eine obere Abdeckung 14 verschlossen. Die zwischen den Stirnkanten der zylindrischen Magnetisierungskammer und den auf diesen aufsitzenden Flächen der Abdeckungen 12 und 14 angeordneten Dichtungselemente sowie weitere Dichtungselemente zwischen den Durchführungsöffnungen 16 und 18 der Abdeckungen 12 und 14 und den zylindrischen Außenflächen des durch die Durchführungsöffnungen 16 und 18 hindurchgehenden Rohres R sind in der schematischen Darstellung der 1a nicht erkennbar. Die Vorrichtung V wird durch Gewindestab zusammengehalten, mit Gewinde versehenen Zuleitungs- und Ausleitungsanschlüsse 2 und 3 verschraubt werden, wodurch die Magnetisierungskammer 1 zwischen den Abdeckungen 12 und 14 verspannt und abgedichtet wird.

Der zu aktivierende Brennstoff wird verfahrensgemäß in den Zuleitungsanschluss 2 eingeleitet und fließt nur zum geringen Teil innerhalb des Rohres R direkt zum Ausleitungsanschluss 3 sondern verteilt sich, wie die Pfeile in der 1a andeuten, über die Queröffnungen Q1 des Rohres R. innerhalb der Magnetisierungskammer 1 und fließt an den Permanentmagnetkörpern 4 langsam vorbei zu den Queröffnungen Q2 und weiter zum Ausleitungsanschluss 3. Infolge des im Vergleich zum Querschnitt des Zuleitungsanschlusses 2 wesentlich größeren Durchflussquerschnitts in der Magnetisierungskammer 1 wird die Fließgeschwindigkeit des Brennstoffes im Bereich des Magnetfeldes bei konstantem Brennstoffdurchsatz wesentlich herabgesetzt.

Dadurch verlängert sich die Beaufschlagungsdauer für den Brennstoff im Bereich des Magnetfeldes entscheidend und die Aktivierung des Brennstoffes wird damit im Vergleich zu den bekannten Aktivierungseinrichtungen stark verbessert.

Die Permanentmagnetkörper 4 in den Magnetisierungskammern 1 können auch durch geeignete Elektromagnete ersetzt werden.

Mit den beschriebenen Aktivierungsvorrichtungen kann der Wirkungsgrad der Brennstoffe nachweislich um mehr als 20-30 % erhöht werden, was weit über den mit den bekannten Aktivierungsvorrichtungen erreichten Wirkungsgraderhöhungen liegt.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Aktivierung von flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen (B), insbesondere von Benzin- und Dieselkraftstoffen, Kerosin, Heizöl, Erdgas oder dergleichen, durch Beaufschlagen des Brennstoffes (B) mit einem Magnetfeld während der Zuführung des Brennstoffes (B) über eine Zuführleitung zur Brennkammer oder dergleichen, wobei das Magnetfeld durch einen oder mehrere Permanent- und/oder Elektromagneten erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Magnetfeldes der Durchflussquerschnitt im Vergleich zum Querschnitt des Zuleitungsflusses (2) für den Brennstoff (B) wesentlich erhöht ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoffdurchsatz konstant ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Magnetfeldes die Brennstoffleitung verlängert ist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoff (B) um die Magneten äußerlich herumgeleitet ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine im Wesentlichen zylinderförmige Magnetisierungskammer (1), einen Zuleitungsanschluss (2) für den Brennstoff (B) mit einem bestimmten Querschnitt und einen Ausleitungsanschluss (3) für den Brennstoff (8) mit einem dem Zuleitungsanschluss (2) etwa gleichen Querschnitt sowie mindestens einem in der Magnetisierungskammer (1) angeordneten ringförmigen Permanentmagnetkörper (4), der mit seiner Längsachse (L) in der Mittelachse (M) der Magnetisierungskammer (1) bzw. parallel und symmetrisch zu dieser so befestigt ist dass um ihn Raum zum Vorbeiströmen des Brennstoffes (B) verbleibt.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuleitungs- und der Ausleitungsanschluss (2, 3) jeweils am unteren und oberen Ende eines in der Mittelachse (M) der Magnetisierungskammer (1) angeordneten Rohres (R) ausgebildet ist, wobei jeweils eine oder mehrere in die Magnetisierungskammer (1) führende Queröffnungen (Q) in das Rohr (R) nach dem Zuleitungsanschluss (2) und vor dem Ausleitungsanschluss (3) eingebracht sind.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine ringförmige Permanentmagnetkörper (4) aus mehreren in seiner Längsachse (L) hintereinander angeordneten Ringmagneten (6) gebildet ist, wobei jeweils gleiche Pole (N, S) der Ringmagnete (6) voneinander zu weisen.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein ringförmiger Permanentmagnetkörper (4) mit seiner Längsachse (L) in der Mittelachse (M) der Magnetisierungskammer (1) befestigt ist und im Raum um den ringförmigen Permanentmagnetkörper (4) eine Brennstoffleitung spiralförmig angeordnet ist, die vom Zuleitungsanschluss (2) zum Ausleitungsanschluss (3) führt.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 1, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine gerade Anzahl von ringförmigen Permanentmagnetkörpern (4) in der Magnetisierungskammer (1) mit der Längsachse parallel und symmetrisch zur Mittelachse (M) der Magnetisierungskammer (1) befestigt sind und dass der Querschnitt des um, die ringförmigen Permanentmagnetkörper (4) verbleibenden Raumes in der Magnetisierungskammer (1) erheblich größer ist als der Querschnitt des Zu- und Ableitungsanschlusses (2, 3) für den Brennstoff (B).
  10. Vorrichtung nach Anspruch 1, 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet dass vier ringförmige Permanentmagnetkörper (4) sowie vier weichmagnetische Stäbe (5) wechselweise nebeneinander und mit ihren Längsachsen (LA) parallel und symmetrisch zur Mittelachse (M) in der Magnetisierungskammer (1) befestigt sind.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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