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Dokumentenidentifikation DE202005012306U1 12.01.2006
Titel Vorrichtung zur Lastabtragung von Kanaldeckeln oder Straßenkappen
Anmelder Stehr, Jürgen, 36318 Schwalmtal, DE
DE-Aktenzeichen 202005012306
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.01.2006
Registration date 08.12.2005
Application date from patent application 02.08.2005
IPC-Hauptklasse E02D 29/12(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]

Gemäß dem Stand der Technik werden bei der Sanierung von Kanaldeckeln (7) die Schachtdeckelauflagen (1) freigefräst oder gebohrt, derart, dass ein zylindrisch aufgebauter Fräs- oder Bohrkopf den Schachtdeckel und die Schachtdeckelauflage (1) frei fräst oder bohrt. Es werden senkrechte Fräskanten (8) im Asphalt (9) oder Beton (10) erzeugt, und die Schachtdeckelauflage (1) mit dem Schachtdeckel (7) wird herausgehoben.

Die bei der Sanierung gemäß dem Stand der Technik eingebauten Schachtdeckel sind heutzutage für größere Lasten, beispielsweise bis 40 Tonnen ausgelegt. Der gesamte Unterbau des Schachtes (3) ist für diese hohen Lasten, insbesondere bei älteren Schächten, nicht ausgelegt. Das bedeutet, dass entweder der gesamte Schachtunterbau (3) mit ausgetauscht werden muss, was sehr kostenintensiv ist, oder der Unterbau (3) wird nicht mit ausgebaut, wobei dann häufig Setzungsschäden auftreten.

Das der Erfindung zugrunde liegende technische Problem wurde dadurch gelöst, dass die Lastabtragung einer Schachtdeckelauflage (1) so gestaltet wird, dass die genannten Nachteile nicht auftreten.

Mit der Vorrichtung (5), nachfolgend auch Zuganker (5) genannt, ist es möglich, den größten Teil der Last von der Vertikalen in die Diagonale und somit in das Umfeld und den Asphalt (9) zu verlegen.

Mit einer Kanaldeckelfräse wie aus der DE 10041247 bekannt, wird eine sich nach unten verjüngende Öffnung mit einer schrägen Fräskante (2) um die Schachtdeckelauflage (1) gefräst.

Der Schachtdeckel (7) und die Schachtdeckelauflage (1) werden anschließend entfernt. Danach werden zwischen Schachtdeckelauflage (1) und Schachtkonus (3) mehrere sogenannte Zuganker (5) in gleichem Abstand kreismäßig eingebracht und die Schachtdeckelauflage (1) wieder auf den Konus (3) aufgelegt. Diese Zuganker (5) sind so ausgelegt, dass sie zur Schachtdeckelauflage (1) und Schacht (3) im Betonbau bekannte Abstandshalter (7) aufweisen. Dadurch wird eine totale Umschließung mit dem einzubringenden Beton (4) ermöglicht. Die Zuganker (5) ragen mit einem gekröpften Ende in die sich nach unten verjüngende (2) freigefräste Öffnung.(10) Diese Öffnung (10) wird mit einem schnellaushärtenden Beton (4) vergossen. Die ausbetonierte Öffnung (10) hilft so in erheblichem Maße die Krafteinleitung in das Umfeld der Schachtdeckelauflage (9) abzuleiten und den Schachtunterbau (3) erheblich zu entlasten. Auch bei einem Neubau eines Schachtes lässt sich die Vorrichtung (5) sehr vorteilhaft einsetzen Gemäß der Erfindung lassen sich somit alle herkömmlichen Schachtdeckelauflagen (1) verschiedener Durchmesser verwenden.

Weitere Einzelheiten der Erfindung können den Unteransprüchen entnommen werden.

Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen:

1 eine eingebaute herkömmliche Schachtdeckelauflage (1) mit Schachtdeckel (7) im Schnitt;

2 ein erfindungsgemäßes geändertes Ausführungsbeispiel mit Zuganker (5) und sich nach unten verjüngende Öffnung (10) mit schräger Fräskante (2) im Schnitt.

1Schachtdeckelauflage 2schräge Fräskante 3Schachtunterbau (Konus) 4Beton 5Zuganker 6Kröpfung 7Kanaldeckel/Schachtdeckel 8Senkrechte Kante 9Asphalt/Beton 10Öffnung 11Abstandhalter

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung (5) zur Lastabtragung einer Schachtdeckelauflage (1) zur Verwendung in Sanierungsverfahren oder Straßenneubau, bei dem zwischen Schachtunterbau (3) (Konus) und Schachtdeckelauflage (1) sogenannte Zuganker (5) die kreismäßig eingebracht und in einer sich nach unten verjüngenden Öffnung (10) um die Schachtdeckelauflage (1) einbetoniert (4) werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuganker (5) so ausgelegt sind, um die vertikal einwirkende Last nach dem Betonieren in eine diagonal einwirkende Last umzuleiten
  2. Zuganker (5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese mindestens einen Abstandhalter (7) aufweisen.
  3. Zuganker (5) nach Ansprüchen 1 und zwei, die aus Stahl, Gusseisen oder aus Kunststoff bestehen können.
  4. Zuganker (5) nach den Ansprüchen 1–3 die auf beiden Seiten mit einer Kröpfung (6) versehen sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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