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Dokumentenidentifikation DE202005013025U1 12.01.2006
Titel Fußgängerbrücke für hochwassergefährdete Bereiche
Anmelder Müller & Baum GmbH & Co. KG, 59846 Sundern, DE
Vertreter FRITZ Patent- und Rechtsanwälte, 59757 Arnsberg
DE-Aktenzeichen 202005013025
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.01.2006
Registration date 08.12.2005
Application date from patent application 16.08.2005
IPC-Hauptklasse E01D 15/12(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse E01D 1/00(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fußgängerbrücke für hochwassergefährdete Bereiche gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine Fußgängerbrücke der vorgenannten Art ist beispielsweise aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE 93 11 447 U1 bekannt. Als nachteilig bei einer derartigen Fußgängerbrücke erweist sich die geringe Variabilität und die kostenintensive Herstellung der Fußgängerbrücke.

Das der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Problem ist die Schaffung einer Fußgängerbrücke der eingangs genannten Art, die variabel einsetzbar und/oder kostengünstig herstellbar ist.

Dies wird erfindungsgemäß durch eine Fußgängerbrücke der eingangs genannten Art mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Die Unteransprüche betreffen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.

Die Fußgängerbrücke ist insbesondere aus einzelnen höhenverstellbaren Segmenten zusammengesetzt. Die Stützmittel können dabei als höhenverstellbare Kurbelböcke ausgebildet sein. Die Kurbelböcke können handelsübliche aus dem Baubereich bekannte und in großen Stückzahlen zur Verfügung stehende und damit kostengünstige Teile sein. Die Plattformteile können eine Plattform, ein seitliches Geländerteil und/oder ein stirnseitiges Geländerteil aufweisen, durch die die Plattformteile gesichert werden.

Erfindungsgemäß können die Plattformteile einen Rahmen aus stirnseitigen Querstreben und Längsstreben umfassen.

In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Plattformteile einen trapezförmigen Grundriss aufweisen können, wodurch Richtungsänderungen bis zu 15° gewährleistet werden.

Weiterhin sind Verbindungsmittel zwischen den Stützmitteln und den Plattformteilen vorgesehen. Diese Verbindungsmittel können insbesondere als U-förmige Aufnahmeschiene ausgebildet sein, und Laschen umfassen, durch die eine sichere und variable Verbindung zwischen den Plattformteilen und den Kurbelböcken ermöglicht wird.

Vorteilhaft können die Laschen des Verbindungsmittels abgewinkelt sein, wodurch eine individuelle Anpassung an den Stand des Stützbockes ermöglicht wird und Stolperkanten zwischen zwei Plattformteilen vermieden werden.

Es ist vorgesehen, dass die U-förmige Aufnahmeschiene jeweils an einem der Stützböcke anbringbar ist. Erfindungsgemäß sind die stirnseitigen Querstreben zweier Plattformteile und/oder die Längsstrebe eines ersten Plattformteils und die stirnseitige Querstrebe eines zweiten Plattformteils in die oben offene U-förmige Aufnahmeschiene im Bereich eines der Stützböcke einbringbar. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass die erfindungsgemäße Fußgängerbrücke in der jeweils gewünschten Länge errichtet werden kann. Durch die Möglichkeit an jedem Plattformteil eine 90°-Abzweigungen anzubringen wird eine hohe Flexibilität erreicht, die gewährleistet, dass fast jeder beliebige Punkt mittels einer erfindungsgemäßen Fußgängerbrücke erreicht werden kann.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Fußgängerbrücke Sicherungen umfassen, die die Verbindung zwischen Plattformteilen und Stützmitteln sichern kann. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Sicherungen als an den Plattformteilen angeordnete Schwenkhaken ausgebildet sind, die insbesondere die Verbindungsmittel von oben umgreifen können.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen

1 eine perspektivische Ansicht eines Segmentes einer erfindungsgemäßen Fußgängerbrücke;

2 eine perspektivische Ansicht eines Verbindungsmittels einer erfindungsgemäßen Fußgängerbrücke;

3 eine perspektivische Ansicht eines Teils einer erfindungsgemäßen Fußgängerbrücke;

4 eine Aufsicht des in 3 abgebildeten Teils einer erfindungsgemäßen Fußgängerbrücke;

Aus 1 ist ein Segment einer Fußgängerbrücke ersichtlich. Eine erfindungsgemäße Fußgängerbrücke ist aus einer Mehrzahl von Plattformteilen 1 und Stützmitteln 2, 3 zusammengesetzt, die zusammen jeweils ein Segment bilden. Die Plattformteile 1 sind insbesondere als sogenannte Grabenbrücken ausgeführt, die einen Rahmen 8, eine Plattform 6, ein seitliches und/oder stirnseitiges Geländer 7 aufweisen. Der Rahmen 8 umfasst stirnseitige Querstreben 9 und sich zwischen diesen erstreckende Längsstreben 10, die in Längsrichtung oder in Gehrichtung der Fußgängerbrücke angeordnet sind (nicht abgebildet). Die Stützmittel 2, 3 sind dabei als Stützböcke ausgeführt, insbesondere als sogenannte Kurbelböcke 2, die mittels einer Kurbel in ihrer Höhe verändert werden können. Des Weiteren sind auch kleinere Stützböcke 3 vorgesehen, die beispielsweise durch herausschraubbare Gewindestangen oder dergleichen ebenfalls in ihrer Höhe verändert werden können (3). Weiterhin umfassen die Plattformteile 1 Verbindungsmittel 11, die im Nachfolgenden noch weiter beschrieben werden.

An den Plattformteilen 1 ist eine als Schwenkhaken 14 ausgebildete Sicherung vorgesehen. Dieser Schwenkhaken 14 ist in 1 unter das Verbindungsmittel 11 geschwenkt und verhindert somit das Abheben des Plattformteils 1 von dem Stützmittel 2. In der Ansicht gemäß 3 ist der rechte Schwenkhaken 14 des links abbiegenden Segments nach oben geschwenkt. Wenn beide Schwenkhaken 14 nach oben geschwenkt sind, kann das Plattformteil 1 nach oben abgenommen werden.

2 stellt ein Verbindungsmittel 11 dar, das zur Verbindung zwischen den Stützmitteln 2, 3 und den Plattformteilen 1 dient. Das Verbindungsmittel 11 ist im Wesentlichen als U-förmige Aufnahmeschiene ausgebildet. Für die Verbindung von Verbindungsmittel 11 und Stützbock weist das Verbindungsmittel 11 jeweils an seinen Endseiten Laschen 12 auf. Die Laschen 12 sind leicht abgewinkelt, wodurch das Verbindungsmittel 11 jeweils an den Stand des Stützbockes und die Lage des Plattformteils angepasst werden kann und Stolperkanten vermieden werden. Weiterhin weist das Verbindungsmittel 11 in den U-Schenkeln Ausnehmungen 13 auf, durch die hindurch sich in Längsrichtung der Fußgängerbrücke die Längsstreben 10 des Rahmens 8 eines Plattformteiles 1 erstrecken können. Dieses Hindurcherstrecken der Längsstreben 10 durch die Ausnehmungen 13 des Verbindungsmittels 11 ist auch in 1 angedeutet.

In 3 sind sechs Segmente zu einem Teil einer Fußgängerbrücke zusammengefasst. Die linken Segmente weisen dabei eine Höhe der Plattform 6 von beispielsweise 95 cm auf, wohingegen das rechts außen befindliche Segment an seinem rechten äußeren Rand auf Erdniveau angeordnet ist. Dazwischen erstrecken sich Segmente, die von rechts nach links schräg nach oben verlaufen, bis die Höhe der ganz links abgebildeten Segmente erreicht ist. Der in 3 abgebildete Höhenverlauf kann durch entsprechende Einstellung der Stützmittel 2, 3, das heißt der Höheneinstellung der Kurbelböcke und der kleineren Stützböcke erreicht werden. Es besteht die Möglichkeit, dass einzelne Segmente eine größere Höhe aufweisen, beispielsweise eine Plattformhöhe von 145 cm.

Des Weiteren ist zu erkennen, dass die beiden Segmente ganz links außen derart miteinander verbunden sind, dass sie eine 90° Abzweigung bilden. Die Segmente weisen jeweils eigene Tragrahmen 8 auf, die wiederum durch separate Stützmittel 2, 3 höhenverstellbar aufgebockt sind, um zu große Stufen zwischen den einzelnen Plattformen 6 zu vermeiden.

Die Fußgängerbrücke ist derart zusammengesetzt, dass jeweils zwei Plattformteile 1 im Bereich eines Stützmittels 2, 3 zusammentreffen. Dabei kann ein derartiges Verbindungsmittel 11 oben quer verlaufend auf einem Stützmittel 2, 3, mittels der Laschen 12 angebracht werden. Die stirnseitigen Querstreben 9 der zusammentreffenden Plattformteile 1 liegen zusammen in dem als U-förmige Aufnahmeschiene ausgebildeten Verbindungsmittel 11 auf. Der Abstand zwischen den beiden U-Schenkeln des Verbindungsmittels 11 ist in Brückenlängsrichtung dabei größer als die Dicke der beiden Querstreben 9 in Brückenlängsrichtung, so dass die Querstreben 9 in dem Verbindungsmittel 11 Spiel haben. Auf diese Weise können Plattformeinheiten 1 unter einem leichten Winkel &agr; zueinander angeordnet werden. Weiterhin kann aufgrund der spielbehafteten Aufnahme der Querstreben 9 in dem Verbindungsmittel 11 der Winkel der Plattformteile 1 zur Horizontalen im Bereich der Verbindungsmittel 11 größer als 0° sein.

Bei der in 3 abgebildeten 90°-Abzweigung ist die Querstrebe 9 des abzweigenden Plattformteils 1 und die seitliche Längsstrebe 10 des linken Plattformteils 1 zusammen zwischen den beiden U-Schenkeln des Verbindungsmittels 11 aufgenommen. Das seitliche Geländerteil 7 wird bei einer derartigen Abzweigung durch zwei kürzere Geländerteile 15, die beidseitig zum jeweils abzweigenden Segment hin angebracht sind, ersetzt. Des Weiteren ist ein Anbringen von stirnseitigen Geländerteilen vorgesehen, durch die die Fußgängerbrücke an den Endstücken begrenzt, beziehungsweise gesichert werden kann (nicht abgebildet).

Weiterhin ist in 3 und 4 deutlich zu erkennen, dass das dritte Segment von rechts einen trapezförmigen Grundriss aufweist. Derartig geformte Plattformteile 1 gewährleisten Richtungsänderungen der Fußgängerbrücke von bis zu 15°.

1Plattformteile 2, 3Stützmittel 6Plattform 7Geländerteil 8Rahmen 9Querstreben 10Längsstreben 11Verbindungsmittel 12Laschen 13Ausnehmung 14Schwenkhaken 15kurze Geländerteile

Anspruch[de]
  1. Fußgängerbrücke für hochwassergefährdete Bereiche umfassend

    – eine Mehrzahl begehbarer Plattformteile (1);

    – Stützmittel (2, 3) zur Abstützung der Plattformteile (1);

    dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Stützmittel (2, 3) höhenverstellbar ist.
  2. Fußgängerbrücke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützmittel (2, 3) als Stützbock ausgebildet sind.
  3. Fußgängerbrücke nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützbock mit einer Kurbel zum Höhenverstellen der Auflagefläche des Stützbockes versehen ist.
  4. Fußgängerbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützmittel (2) als handelsübliche Stützböcke für den Baubereich ausgebildet sind.
  5. Fußgängerbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattformteile (1) eine Plattform (6) ein seitliches und/oder stirnseitiges Geländerteil (7) aufweisen.
  6. Fußgängerbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattformteile (1) einen Rahmen (8) aus stirnseitigen Querstreben (9) und Längsstreben (10) umfassen.
  7. Fußgängerbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattformteile einen trapezförmigen Grundriss aufweisen.
  8. Fußgängerbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fußgängerbrücke Verbindungsmittel (11) für die Verbindung von Plattformteilen (1) und Stützmittel (2, 3) umfasst.
  9. Fußgängerbrücke nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel (11) Laschen (12) für die Verbindung von Verbindungsmittel (11) und Stützmittel (2, 3) umfasst.
  10. Fußgängerbrücke nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (12) abgewinkelt sind.
  11. Fußgängerbrücke nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel (11) als sich in Querrichtung und/oder Längsrichtung der Fußgängerbrücke erstreckende U-förmige Aufnahmeschiene ausgebildet sind.
  12. Fußgängerbrücke nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die U-förmige Aufnahmeschiene jeweils an einem der Stützböcke angebracht ist.
  13. Fußgängerbrücke nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die stirnseitigen Querstreben (9) zweier Plattformteile (1) in die oben offene U-förmige Aufnahmeschiene im Bereich eines der Stützböcke einbringbar sind.
  14. Fußgängerbrücke nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsstreben (10) eines ersten Plattformteils (1) und die stirnseitige Querstrebe eines zweiten Plattformteils (1) in die oben offene U-förmige Aufnahmeschiene einbringbar sind.
  15. Fußgängerbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Fußgängerbrücke Sicherungen umfasst, die die Verbindung zwischen Plattformteilen (1) und Stützmitteln (2, 3) sichern kann.
  16. Fußgängerbrücke nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungen als an den Plattformteilen (1) angeordnete Schwenkhaken (14) ausgebildet sind, die insbesondere die Verbindungsmittel (11) von oben umgreifen können.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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