PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202005013133U1 12.01.2006
Titel Tragvorrichtung für den Empfangsteil einer Satellitenantenne
Anmelder Multimedia Elektronik GmbH, 66636 Tholey, DE
Vertreter Schneiders & Behrendt Rechts- und Patentanwälte, 44787 Bochum
DE-Aktenzeichen 202005013133
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.01.2006
Registration date 08.12.2005
Application date from patent application 17.08.2005
IPC-Hauptklasse H01Q 1/12(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Tragvorrichtung für einen mit zwei Empfangsköpfen versehenen Empfangsteil einer Satellitenantenne, mit einer Halterung für die beiden Empfangsköpfe in einer fest vorbestimmten, auf zwei bestimmte geostationäre Satelliten ausgerichteten räumlichen Relativlage.

Nach dem Stande der Technik (vgl. DE 299 11 132 U1) sind Tragvorrichtungen für die Empfangsteile von Satellitenantennen mit zwei Empfangsköpfen bekannt, bei denen die Halterung für die beiden Empfangsköpfe zwei Klemmschellen aufweist, die durch ein Verstellgelenk miteinander verbunden sind. Hier müssen die beiden Empfangsköpfen separat auf die beiden zu empfangenden Satelliten ausgerichtet werden, was viel Geduld und große Erfahrung voraussetzt. Solche Satellitenantennen sind deshalb für den Laien, der die Antennenanlage beispielsweise im Baumarkt kauft und selbst montieren will, schlecht geeignet.

Um diesem Nachteil abzuhelfen, sind nach dem Stande der Technik auch Satellitenantennen mit Tragvorrichtungen für den Empfangsteil bekannt geworden, deren Halterung die beiden Empfangsköpfe in einer fest vorbestimmten, auf zwei bestimmte geostationäre Satelliten ausgerichteten Relativlage festlegt. Solche Satellitenantennen werden beispielsweise in der DE 44 46 084 als Stand der Technik diskutiert. Bei diesen bekannten Tragvorrichtungen ist als Halterung eine Adapterplatte vorgesehen, die mit vorgegebenen einrastbaren Markierungen versehen ist, an denen die Empfangsköpfe in der richtigen Relativstellung zueinander fixiert werden. Dieser bekannte, sogenannte Multi-Feed-Adapter ist indessen verhältnismäßig kompliziert aufgebaut und dementsprechend kostspielig.

Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Tragvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche eine besonders einfache Bauform hat und kostengünstig herstellbar ist. Insbesondere soll sie einfach zu montieren und zu verwenden sein, damit auch ein Laie keine Probleme bei der Einrichtung oder Umrüstung seiner Satellitenantennenanlage hat.

Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ausgehend von der Tragvorrichtung der eingangs genannten Art vor, dass die Halterung zwei starre, gegeneinander verspannbare Klemmelemente aufweist, die an den einander zugewandten Seiten mit Ausnehmungen zur Aufnahme und zum Festklemmen der beiden Empfangsköpfe versehen sind, wobei die Ausrichtung der beiden Empfangsköpfe relativ zueinander durch den Verlauf der einander zugewandten Wandungen der Ausnehmungen bestimmt ist.

Bei der Tragvorrichtung gemäß der Erfindung ist die aus den gegeneinander verspannbaren Klemmelementen bestehende Halterung der beiden Empfangsköpfe zugleich auf die Ausrichtvorrichtung und legt die beiden Empfangsköpfe bei der Montage sofort in der richtigen Relativstellung zueinander fest, ohne dass sie verschoben und eingerastet werden müssen. Somit können die beiden Empfangsköpfe nur in der richtigen Lage zueinander montiert werden. Andere Möglichkeiten zur Montage bestehen gar nicht. Für die Ausrichtung auf zwei fest vorbestimmte, geostationäre Satelliten reicht es aus, die Tragvorrichtung insgesamt so zu verstellen, dass einer der beiden Empfangsköpfe auf den ihm zugeordneten Satelliten ausgerichtet ist. Sobald dies geschehen ist, ist der andere Empfangskopf automatisch auf den zweiten geostationären Satelliten vorbestimmt eingestellt. Aus den genannten Gründen eignet sich die Tragvorrichtung gemäß der Erfindung insbesondere für Satellitenantannen, die von Laien montiert und ausgerichtet werden sollen.

Die beiden Klemmelementen sind zweckmäßig als rechteckige Platten ausgebildet, deren aneinander zugewandte Längskanten mit den Ausnehmungen für die Aufnahme der Empfangsköpfe versehen sind. Solche rechteckigen Platte, beispielsweise aus Aluminium, sind leicht herzustellen und im Bereich der Ausnehmungen auf einfache Weise so zu bearbeiten, dass die Wandungen der Ausnehmungen die für die Ausrichtung der beiden Empfangsköpfe richtige räumliche Lage haben.

Zweckmäßig haben die Empfangsköpfe im Festklemmbereich eine zylindrische Außenkontur, die mit der Kontur der Ausnehmungen in den Klemmelementen korrespondiert. Diese Ausnehmungen haben ebenfalls eine zylindrische Außenkontur, die der Außenkontur der Empfangsköpfe im Klemmbereich entspricht.

Aufgrund der beschriebenen Konturen verlaufen die einander zugewandten Wandungen der Ausnehmungen in den Klemmelementen bei Klemmstellung der beiden Klemmelemente entlang den Wandungen von zwei gedachten Zylindern, deren Achsen auf die beiden vorbestimmten Satelliten ausgerichtet ist und sich im Brennpunkt der Satellitenantenne (Satellitenschüssel) schneiden. Mit diesen Vorgaben lassen sich die Klemmelemente bildenden Platte auf einfache Weise beispielsweise lasergestützt zuschneiden, so dass eine kostengünstige Fertigung trotz der komplizierten räumlichen Konturen möglich ist.

Die beiden Klemmelemente sind zweckmäßig durch Klemmschrauben gegeneinander verspannbar, die in den Mittenebenen der beiden Platten verlaufen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1: Schematisch eine Draufsicht auf die Halterung mit eingesetzten Empfangsköpfen;

2: eine Draufsicht auf die Schmalseite der als Klemmelemente dienenden Platten;

3: schematisch eine perspektivische Ansicht der fertig montierten Empfangsköpfe.

In der Zeichnung sind die beiden als Klemmelemente dienenden rechteckigen Platten mit den Bezugszeichen 1 und 2 bezeichnet. Die Platten 1 und 2 sind etwa 10 cm dick, bestehen aus Aluminium und sind an den einander zugewandten Längsseiten mit jeweils gegenüberliegenden bogenförmigen Ausnehmungen 3 und 4 sowie 5 und 6 versehen. Weiterhin sind in der Platte 2 drei Bohrungen 7,8 und 9 vorgesehen, die in deren Mittenebene verlaufen und durch die Spannschrauben 10, 11 und 12 hindurchgeführt sind, die in gegenüberliegende Einschrauböffnungen 13, 14 und 15 in der Platte 1 einschraubbar sind. Mittels dieser Spannschrauben 10, 11 und 12 sind die beiden Platten 1 und 2 gegeneinander verspannbar.

In die jeweils einander gegenüberliegenden Ausnehmungen 3 und 4 bzw. 5 und 6 der Platten 1 und 2 sind Empfangsköpfe 16 und 17 eingesetzt, die dort, wo sie mit den Platten 1 und 2 in Berührung kommen, jeweils eine zylindrische Außenkontur haben, die mit der Kontur der Wandungen der Ausnehmungen 3 und 4 bzw. 5 und 6 übereinstimmt.

Wenn die beiden Empfangsköpfe 16 und 17 in den Ausnehmungen 3 und 4 bzw. 5 und 6 eingeklemmt sind, verlaufen die Wandungen der Ausnehmungen 3 und 4 bzw. 5 und 6 und die zylindrischen Abschnitte der Empfangsköpfe 16 und 17 entlang von zwei gedachten Zylindern, deren Achsen auf die beiden vorbestimmten Satelliten ausgerichtet sind und sich im Brennpunkt der Satellitenantenne (Satellitenschüssel) schneiden. Die Achsen dieser gedachten Zylinder verlaufen also nicht parallel zueinander, sondern in einem spitzen Winkel, dessen Spitze im Brennpunkt der Satellitenschüssel liegt und dessen Schenkel auf die beiden geostationären Satelliten ausgerichtet sind. Dieser Winkel wird beim Ausschneiden der Ausnehmungen 3 und 4 bzw. 5 und 6 in den Platten 1 und 2 berücksichtigt, so dass die zwischen den Platten 1 und 2 eingespannten, in die Ausnehmungen 3 und 4 bzw. 5 und 6 eingesetzten Empfangsköpfe 16 und 17 automatisch die richtige, vorgegebene Lage einnehmen.

Nachdem die beiden Empfangsköpfe 16 und 17 mit Hilfe der Spannschrauben 10, 11 und 12 in den Ausnehmungen 3 und 4 bzw. 5 und 6 festgeklemmt worden sind, reicht es aus, einen der beiden Empfangsköpfe auf einen der beiden geostationären Satelliten auszurichten. Der andere Empfangskopf ist dann automatisch auf den zweiten geostationären Satelliten richtig ausgerichtet.


Anspruch[de]
  1. Tragvorrichtung für einen mit zwei Empfangsköpfen (16, 17) versehenen Empfangsteil einer Satellitenantenne, mit einer Halterung für die beiden Empfangsköpfe (16, 17) in einer fest vorherbestimmten, auf zwei bestimmte geostationäre Satelliten ausgerichteten räumlichen Relativlage, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung zwei starre, gegeneinander verspannbare Klemmelemente (1, 2) aufweist, die an den einander zugewandten Seiten mit Ausnehmungen (3, 4; 5, 6) zur Aufnahme und zum Festklemmen der beiden Empfangsköpfe (16, 17) versehen sind, wobei die Ausrichtung der beiden Empfangsköpfe (16, 17) relativ zueinander durch den Verlauf der einander zugewandten Wandungen der Ausnehmungen (3, 4; 5, 6) bestimmt ist.
  2. Tragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Klemmelemente (1, 2) als rechteckige Platten ausgebildet sind, deren einander zugewandten Längskanten mit den Ausnehmungen (3, 4; 5, 6) für die Aufnahme der Empfangsköpfe (16, 17) versehen sind.
  3. Tragvorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangsköpfe (16, 17) im Festklemmbereich eine zylindrische Außenkontur haben und dass die Ausnehmungen (3, 4; 5, 6) in den Klemmelementen (1, 2) eine dieser zylindrischen Außenkontur angepasste Kontur haben.
  4. Tragvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die einander zugewandten Wandungen der Ausnehmungen (3, 4; 5, 6) in den Klemmelementen (1, 2) bei Klemmstellung der beiden Klemmelemente (1, 2) entlang den Wandungen von zwei gedachten Zylindern verlaufen, deren Achsen auf die beiden vorbestimmten geostationären Satelliten ausgerichtet sind und sich im Brennpunkt der Satellitenantenne schneiden.
  5. Tragvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Klemmelemente (1, 2) durch Klemmschrauben (10, 11, 12) gegeneinander verspannbar sind, die in der Mittenebene der Platten (1, 2) verlaufen.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com