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Dokumentenidentifikation DE202005013694U1 12.01.2006
Titel Ladeportal für Bearbeitungs- und/oder Handlingsvorrichtungen
Anmelder FMS Förder- und Montage-Systeme Schmalzhofer GmbH, 75031 Eppingen, DE
Vertreter Patentanwälte Dipl.-Ing. Hans Müller, Dr.-Ing. Gerhard Clemens, 74074 Heilbronn
DE-Aktenzeichen 202005013694
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.01.2006
Registration date 08.12.2005
Application date from patent application 30.08.2005
IPC-Hauptklasse B23Q 7/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B23Q 7/04(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ladeportal für Bearbeitungs- und/oder Handlingsvorrichtungen, insbesondere Werkzeugmaschinen, Montagemaschinen oder dergleichen, mit Portalstützen und einem an die Portalstützen angeschlossenen Portalträger, an dem zumindest eine Greifereinheit anschließbar ist, die derart an einer Z-Achse und einer Greiferachse verfahrbar vorhanden ist, dass sie Werkstücke zur Bearbeitung an der Werkzeugmaschine zu- beziehungsweise abführen kann.

STAND DER TECHNIK

Es sind die unterschiedlichsten Ladeportale für Werkzeugmaschinen bekannt. Derartige Ladeportale werden in der Regel als geschweißte Konstruktionen ausgeführt, an der die Greifereinheiten bezüglich ihrer Achsen längsverschieblich antreibbar angelagert sind.

Bei der Aufstellung von derartigen Ladeportalen an Werkzeugmaschinen ergibt sich das Problem der Ausrichtung der Greiferachsen zu den Beladepositionen der Werkzeugmaschine. Da die Portalstützen in der Regel aus Schweißkonstruktionen bestehen und die Maße von der Aufstellfläche zum Anschraubpunkt des Portalträgers sehr groß sind und sich zudem weitere Ungenauigkeiten über die Z-Achsen (Vertikalachsen der Greifereinheiten) ergeben, ist eine genaue Ausrichtung der Ladegreifer zu den Ladevorrichtungen beziehungsweise Werkzeugmaschinen sehr schwierig und kostenintensiv.

Ein weiterer Schwierigkeitsgrad an solchen Bearbeitungsmaschinen beziehungsweise Ladeportalen ist die erforderliche Flexibilität hinsichtlich des Werkstückspektrums. Für unterschiedliche Bearbeitungsvorgänge werden häufig unterschiedliche Bearbeitungswerkzeuge eingesetzt oder die Abmessungen der Werkstücke ändern sich. Greifereinheiten und Vorrichtungen müssen der bezüglichen Ladeachse jeweils genau abgestimmt werden, damit die Funktion der Be- und Entladung in der jeweiligen Station störungsfrei funktioniert. Diese erfordert in der Praxis einen aufwendigen und kostenintensiven Einstellvorgang.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Ausgehend von dem genannten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe beziehungsweise das technische Problem zugrunde, ein Ladeportal der eingangs genannten Art anzugeben, das die im Stand der Technik genannten Nachteile vermeidet, das in einfacher Art und Weise eine exakte Ausrichtung der Greifereinheiten ermöglicht, eine dauerhaft zuverlässige Funktion gewährleistet, bezüglich des Werkstückspektrums der zu verarbeitenden Werkstücke eine hohe Flexibilität ermöglicht, einen konstruktiv einfachen Aufbau aufweist und wirtschaftlich eingesetzt werden kann.

Das erfindungsgemäße Ladeportal der eingangs genannten Art ist durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gegeben. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der von dem unabhängigen Anspruch 1 direkt oder indirekt abhängigen Ansprüche.

Das erfindungsgemäße Ladeportal zeichnet sich demgemäß dadurch aus, dass eine Querhubverstelleinrichtung vorhanden ist, mittels derer die Position des Portalträgers beziehungsweise der Achsen der Greifereinheit einstellbar und lösbar fixierbar ist.

Die Querhubverstelleinrichtung kann hierbei in einer Ausführungsform manuell verschiebbar ausgebildet sein oder zumindest durch ein ansteuerbares Aggregat verschiebbar sein. Durch das Vorsehen einer Querhubverstellvorrichtung läßt sich eine deutlichere Verbesserung der Situation bezüglich der Ausrichtung der Greiferachsen von Ladeportalen erzielen. Durch die Querhubverstellung ist eine einfache Ausrichtung des Ladeportals bezüglich der Lade- und Spannvorrichtungen an der Werkzeugmaschine problemlos möglich.

Bei einem Werkstückwechsel kann in einfacher Art und Weise eine neue exakte Ausrichtung der Achsen der Greifereinheiten erfolgen, die nur relativ geringe Kosten verursacht und dabei gleichzeitig jedoch eine dauerhaft zuverlässige Funktion und eine exakte Einstellung gewährleistet. Dadurch wird eine hohe Flexibilität bezüglich des abdeckbaren Werkstückspektrums erzielt.

Bei einer über ein ansteuerbares Aggregat betätigbaren Querhubverstelleinrichtung zeigt sich ein sehr großer Vorteil des erfindungsgemäßen Ladeportals. Zur Ausrichtung und aktiven Einstellung der Greiferachsen kann bei einem Werkstückwechsel auf die durch das Maschinenprogramm der Werkzeugmaschinen zur Verfügung gestellten Koordinaten zurückgegriffen werden und ausgehend von diesen Koordinaten automatisch die exakte Positionierung der Achsen der Greifereinheiten durch entsprechende Beaufschlagung die Querhubverstelleinrichtung eingestellt werden.

Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform, die ausgehend von einem konstruktiv einfachen Aufbau eine exakte Positionierung problemlos ermöglicht, zeichnet sich dadurch aus, dass die Querhubverstelleinrichtung zumindest eine längsverschiebliche Verstelleinheit aufweist, die zumindest eine Führungseinheit aufweist, die in zumindest einer ortsfesten Gegenführungseinheit längsverschieblich gelagert ist, oder umgekehrt.

Eine besonders vorteilhafte Weiterentwicklung bezüglich der manuellen betätigbaren Querhubverstelleinrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die zumindest eine Verstelleinheit ein Hubprofil besitzt, das entlang seiner Längsachse längsverschieblich gelagert ist, und eine an das Hubprofil angeschlossene Gewindestange mit einem Gewinde vorhanden ist, das in einem Gegengewinde einer drehbaren, in Längsrichtung fixierten Hülsenlagereinheit kämmt.

Eine besonders hohe Positionierungsgenauigkeit lässt sich dadurch erzielen, dass das Gewinde und Gegengewinde als Feingewinde ausgebildet sind.

Das Hubprofil kann beispielsweise als Rundstange ausgebildet sein, das in entsprechenden Führungsbuchsen gelagert ist.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Querhubverstelleinrichtung zwei oder vier Verstelleinheiten aufweist, die bevorzugt in den Ecken eines gedachten Vierecks beziehungsweise einer Anschlussplatteneinrichtung für die Portalträger angeordnet sind.

Bezüglich der Ausführungsvariante der Querhubverstelleinrichtung, die über zumindest ein ansteuerbares Aggregat betätigbar ist, zeichnet sich eine vorteilhafte Ausgestaltung, die eine wirtschaftliche Umsetzung und gleichzeitig eine exakte Positionierung ermöglicht, dadurch aus, dass das Antriebsaggregat als Elektroservomotor ausgebildet ist. In vorteilhafter Weise kann ein numerisch gesteuerter Motor eingesetzt werden.

Bezüglich der "automatischen" Ausrichtung der Greiferachsen bezüglich des jeweils zu bearbeitenden Werkstücks zeichnet sich eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung dadurch aus, dass eine Steuereinrichtung vorhanden ist, die mit dem Antriebsaggregat und den Bearbeitungs- und/oder Handlingsvorrichtungen, zum Beispiel Werkzeugmaschine beziehungsweise Montagemaschine, in Kommunikationsverbindung steht, so dass die Querhubverstelleinrichtung in Abhängigkeit der Signale der Vorrichtung den Portalträger beziehungsweise die Achsen der Greifereinheit in die jeweilige Position bezüglich der jeweiligen Anforderungen der Vorrichtung beziehungsweise des Be- und Entladevorganges bringt.

Die automatische Ausrichtung erlaubt einen schnellen Werkstückwechsel, ohne dass aufwendige Ausrichtungsarbeiten durchgeführt werden müssen. Dadurch wird eine hohe Flexibilität bezüglich des jeweils zu bearbeitenden Werkstücks problemlos gewährleistet. Insgesamt wird dadurch auch ein wirtschaftlicher Einsatz gewährleistet.

Eine konstruktiv besonders einfache Ausgestaltung, die gleichzeitig eine dauerhaft zuverlässige exakte Positionierung ermöglicht, zeichnet sich dadurch aus, dass die längsverschiebliche Verstelleinheit der Querhubverstelleinrichtung eine Konsoleinheit zum Anschluss des Portalträgers aufweist, wobei die Führungseinheit als Führungswagen- oder -schlitten und die ortsfeste Gegenführungseinheit als Linearschiene ausgebildet ist oder umgekehrt.

Eine ebenfalls hinsichtlich ihrer Konstruktion besonders einfache, robuste und eine dauerhaft zuverlässige Funktion bei gleichzeitiger hoher Positionierungsgenauigkeit vorteilhafte Ausführungsvariante zeichnet sich dadurch aus, dass über das Antriebsaggregat zumindest eine drehbare Gewindestange direkt oder indirekt antreibbar ist, die in einem ortsfest an der längsverschieblichen Verstelleinheit vorhandenen Gegengewinde kämmt.

Falls Ladeportale eingesetzt werden, die mehrere Greifereinheiten benötigen und somit zu relativ langen Portalträgern führen, zeichnet sich eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung dadurch aus, dass mehrere Querhubverstelleinrichtungen vorhanden sind, die über Verbindungswellen, Verbindungsprofile und/oder Kupplungseinheiten bewegungsmäßig miteinander gekoppelt sind.

Eine bezüglich des Herstellaufwandes besonders wirtschaftliche Ausführungsvariante bei mehreren Querhubverstelleinrichtungen zeichnet sich dadurch aus, dass ein Aggregat vorhanden ist, das über entsprechende Kupplungs- und Verbindungselemente sämtliche Querhubverstelleinrichtungen beaufschlagt.

Weitere Ausführungsformen und Vorteile der Erfindung ergeben sich durch die in den Ansprüchen ferner aufgeführten Merkmale sowie durch die nachstehend angegebenen Ausführungsbeispiele. Die Merkmale der Ansprüche können in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden, insoweit sie sich nicht offensichtlich gegenseitig ausschließen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG

Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben werden im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Beispiele näher beschrieben und erläutert. Die der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmenden Merkmale können einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt werden. Es zeigen:

1 schematische Vorderansicht eines Ladeportals mit drei Portalstützen, einem Portalträger und drei Greifereinheiten, wobei ein Portalträger über Querhubverstelleinrichtungen an die jeweilige Portalstütze angeschlossen ist,

2 schematisierte Draufsicht auf das Ladeportal gemäß 1,

3 schematisierte Seitenansicht auf das Ladeportal gemäß 1

4 Seitenansicht einer Portalstütze mit oberseitig angeschlossener manueller Querhubverstelleinrichtung gemäß 1 (ohne Darstellung der Greifereinheit),

5 Vorderansicht der Portalstütze mit Querhubverstelleinrichtung gemäß 4,

6a, b, c Anschluss der Querhubverstelleinrichtung im oberen Bereich der Ladeportalstütze gemäß 4 beziehungsweise 5 in verschiedenen Montagezuständen,

7 schematischer Horizontalschnitt durch die Querhubverstelleinrichtung gemäß 4, ohne Darstellung der Portalstütze und des Portalträgers,

8 schematische Detailseitenansicht der Querhubverstelleinrichtung gemäß 4,

9 schematischer Schnitt durch eine Portalstütze mit einer über ein Aggregat betätigbaren Querhubverstelleinrichtung mit einer längsverschieblichen Verstelleinheit mit Konsoleinheit, an der der Portalträger angeschlossen ist (ohne Darstellung der Greifereinheit),

10 schematische Vorderansicht der Verstelleinheit gemäß 9,

11 schematische Untersicht auf die Querhubverstelleinrichtung gemäß 9 (in durchsichtiger Darstellung),

12 schematische Schnittdarstellung des Anschlussbereiches der Querhubverstelleinrichtung an die Portalstütze entlang Schnittführung II-II gemäß 11 (ohne Darstellung der Verstelleinheit) und

13 schematische Schnittdarstellung des Anschlussbereiches der Querhubverstelleinrichtung an die Portalstütze entlang Schnittführung I-I gemäß 11 (ohne Darstellung des Antriebsaggregats).

WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG

In den 1, 2 und 3 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines Ladeportals 10 dargestellt, das drei beabstandet angeordnete Portalstützen 14 aufweist, an deren oberen Endbereich ein Portalträger 16 angeschlossen ist, wobei an dem Portalträger 16 wiederum insgesamt drei Greifereinheiten 18 angeschlossen sind, die um eine vertikale Z-Achse 22 in 1 von oben nach unten oder umgekehrt und um eine Greiferachse 20, die senkrecht zur Z-Achse 22 und in 1 von links nach rechts und umgekehrt längsverschieblich gelagert sind.

Unterhalb des Portalträgers 16 ist in 1 im rechten Endbereich ein Beladebereich 30 vorhanden, an den jeweils nach links zwei Bearbeitungsbereiche 32 anschließen, an denen Werkzeugmaschinen 12 angeordnet sind, wobei in 1 lediglich im linken Bearbeitungsbereich 32 eine Werkzeugmaschine 12 dargestellt ist. Im weiteren Verlauf schließt sich an den linken Bearbeitungsbereich 32 ein Entladebereich 34 an.

Der Bearbeitungsablauf für im Beladebreich 30 zur Verfügung gestellte, nicht näher dargestellte zu bearbeitende Rohwerkstücke läuft prinzipiell wie folgt ab:

Die drei in Richtung ihrer Greiferachse 20 verschieblichen (Doppelpfeil L) Greifereinheiten 18, die untereinander bewegungsmäßig gekoppelt sind, werden in der Darstellung nach 1 nach rechts verfahren. Durch eine Verschiebung (Doppelpfeil Z) der Greifereinheiten 18 entlang ihrer jeweiligen Z-Achse 22 nach unten, kann die rechte Greifereinheit 18 im Beladebereich 30, die dort angeordnete Rohwerkstücke ergreifen. Gleichzeitig werden von der mittleren Greifereinheit 18 und der linken Greifereinheit 18, die in dem Bearbeitungsbereich 32 fertig bearbeiteten Werkstücke ebenfalls ergriffen beziehungsweise abgelegt. Nach dem Verschieben der Greifereinheit 18 entlang der Z-Achse 22 nach oben und dem Verfahren der drei Greifereinheiten 18 nach links, in Richtung der Greiferachse 20 (diese Position ist in 1 dargestellt) und anschließendem Verfahren der drei Greifereinheiten 18 in Richtung der Z-Achse 22 nach unten, können in den beiden Bearbeitungsbereichen 32 die entsprechenden zu bearbeiteten Werkstücke beziehungsweise weiter zu bearbeiteten Werkstücke abgelegt werden und die linke Greifereinheit 18 kann die vollständig bearbeiteten Werkstücke im Entladebereich 34 zum Weitertransport an nicht näher dargestellten Vorrichtungen übergeben. Dieses taktweise Arbeiten wird solange wiederholt, bis sämtliche Werkstücke bearbeitet sind. Die Bearbeitungszeiten der Werkstücke in den beiden Bearbeitungsbereichen 32 sind hierbei aufeinander abgestimmt.

Der Anschluss des Portalträgers 16 an die Portalstützen 14 erfolgt über eine Anschlusskonstruktion 24, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel als plattenförmiges Bauteil ausgebildet ist.

Das erfindungsgemäße Ladeportal 10 zeichnet sich nunmehr dadurch aus, dass zwischen den Portalstützen 14 und der Anschlusskonstruktion 24 für den Portalträger 16 eine in 2 stark schematisierte Querhubverstelleinrichtung 50 angeordnet ist, mittels derer die Lage des Portalträgers 16 beziehungsweise der Greiferachse 20 der Greifereinheiten 18 relativ zu den Portalstützen 14 einstellbar (Doppelpfeil E) ist, das heißt der in einer Draufsicht gesehene senkrechte Abstand der Achsen 20 beziehungsweise 22 ist relativ zu den Stützen 14 einstellbar.

Eine erste konstruktive Ausgestaltung der Querhubverstelleinrichtung 50 ist in den 4 bis 8 dargestellt. Der Querhub (E) kann hierbei über manuell betätigbare Verstelleinheiten 52 eingestellt werden. Gemäß 5 greifen an der Anschlusskonstruktion 24 für den Portalträger 16 vier in den Eckbereichen der plattenförmigen Anschlusskonstruktion 24 angeordnete Verstelleinheiten 52 an, die wiederum im oberen Endbereich der Portalstütze 14 an diese angeschlossen sind.

6a bis c zeigt den prinzipiellen Montageanschluss der Querhubverstelleinrichtung 50. Im oberen Endbereich ist an die Portalstütze 14 eine erste Platteneinheit 36 angeschlossen. Die vier Verstelleinheiten 52 sind konstruktiv über eine zweite Platteneinheit 38 miteinander verbunden, welche zweite Platteneinheit 38 mit der ersten Platteneinheit 36 verbunden wird. Daran anschließend wird auf den rechten Stirnendbereich der Verstelleinheiten 52 die Anschlusskonstruktion 24 angeschlossen, die Anschlussmöglichkeiten für den Portalträger 16 zur Verfügung stellt.

In 7 und 8 ist schematisch eine konstruktive Ausgestaltung der Querhubverstelleinrichtung 50 im Detail näher dargestellt. Jede Verstelleinheit 52 weist ein Hubprofil 54 auf, das als Rundstange ausgebildet ist, die in einer Lagerführungsbuchse 68 entlang ihrer jeweiligen Längsachse 66 längsverschieblich (Pfeil E) gelagert ist.

Im rechten Stirnendbereich des Hubprofils 54 ist die Anschlusskonstruktion 24 für den Portalträger 16 angeschlossen.

Im linken Stirnendbereich des Hubprofils 54 ist eine Gewindestange 56 angeformt, die außenseitig ein Gewinde 58 aufweist. In diesem linken Stirnendbereich ist an die Lagerführungsbuchse 68 außenumfangsmäßig eine ortsfeste Lagereinheit 40 angeschlossen, innerhalb derer eine Hülsenlagereinheit 64 um die Längsachse 66 drehbar gelagert ist. Die Hülsenlagereinheit 64 weist innenseitig ein Gegengewinde 62 auf, das in dem Gewinde 58 der Gewindestange 56 kämmt. Durch Drehung der Hülsenlagereinheit 64 um die Achse 66 kann eine Längsverschiebung (Pfeil E) der Verstelleinheit 52 bewirkt werden.

Zur Lagefixierung der Verstelleinheit 52 ist auf das Gewinde 58 von der linken Außensseite her eine Muttereinheit 60 aufgeschraubt, die sich im fixierten Zustand an der Hülsenlagereinheit 64 abstützt.

In den 10 bis 13 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Querhubverstelleinrichtung 70 dargestellt, die über ein Antriebsaggregat 72 verschiebbar ist bezüglich der Achsen der in den genannten Figuren nicht näher dargestellten Greifereinheit 18.

Die Querhubverstelleinrichtung 70 weist eine längsverschiebliche (Doppelpfeil E) oberseitig auf der Portalstütze 14 angeordnete Verstelleinheit 74 auf, die eine Konsoleinheit 82 zum Anschluss der Anschlusskonstruktion 24 für den Portalträger 16 und unterseitig eine Anschlussplatte 86 besitzt. Die Anschlussplatte 86 ist rechteckförmig ausgebildet und es ist im jeweiligen Eckbereich eine Führungseinheit 78 angeschlossen, die als Führungswagen ausgebildet ist. Je zwei auf der jeweiligen Außenseite der Anschlussplatte 86 angeordnete Führungseinheiten 78 sind an einer Gegenführungseinheit 80 längsverschieblich, das heißt in Pfeilrichtung E gelagert, wobei die Gegenführungseinheit 80 als Linearschiene ausgebildet ist, die oberhalb einer Abschlussplatte 88 angeschlossen sind, die wiederum oberseitig auf der Portalstütze 14 angeschlossen ist. Durch diese konstruktiven Maßnahmen ist eine dauerhaft zuverlässig funktionierende Längsverschiebebewegung (Doppelpfeil E) der Verstelleinheit 74 und somit der der Achsen der Greifereinheiten in einfacher Art und Weise möglich.

Zur Steuerung beziehungsweise Umsetzung der Verschiebebewegung in Pfeilrichtung E wird das Antriebsaggregat 72 eingesetzt, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Elektromotor ausgebildet ist. Das Antriebsaggregat 72 weist eine Drehwelle 42 auf, die über einen Zahnriemen 44 mit zweiten Drehwelle 46 drehgekoppelt ist, wobei die zweite Drehwelle 46 drehbar an der Portalstütze 14 vorhanden ist.

Über ein Kegelradpaar 48 wird die Drehbewegung der zweiten Drehwelle 46 auf eine drehbare unterhalb der Verstelleinheit 74 angeordnete Gewindestange 76 umgesetzt, die mittig unterhalb der Verstelleinheit 74 angeordnet ist und mit ihrem Außengewinde in ein ortsfest an der Verstelleinheit 74 vorhandenen Gegengewinde 84 in Eingriff steht, so dass durch Drehung der Gewindestange 76, das heißt durch Drehung der Drehwelle 42 des Antriebsaggregats 72 eine Verschiebebewegung der Verstelleinheit 74 im Pfeilrichtung E möglich ist.

Es ist auch möglich, das Antriebsaggregat 72 mit seiner Drehwelle 42 direkt an der Gewindestange 76 anzuschließen. Das Antriebsaggregat 72 ist bevorzugt als Servo-Motor ausgebildet.

Wie in 11 schematisch angedeutet kann die zweite Drehwelle 46 über eine Verbindungswelle 28 mit Verstelleinheiten 74 benachbarter Querhubverstelleinrichtungen gekoppelt werden, so dass mehrere an Portalstützen 14 angeordnete Querhubverstelleinrichtungen 50 mit einem Antriebsaggregat 72 hinsichtlich der Lage des Portalträgers 16 eingestellt werden können.

Die dargestellten Querhubverstelleinrichtungen 50, 70 stellen lediglich konstruktive Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen Ladeportals 10 dar. Es sind auch weitere konstruktive Ausgestaltungen denkbar, bei denen grundsätzlich eine Querhubverstellung möglich ist, um das Ladeportal bezüglich der Lade- und Spannvorrichtungen an den jeweiligen Maschinen in einfacher Art und Weise auszurichten.

Die dargestellten Beispiele stellen platzsparende und kostengünstige Ausführungsvarianten dar. Die Gewährleistung einer Flexibilität hinsichtlich des umzusetzenden Werkstückspektrums wird problemlos ermöglicht.


Anspruch[de]
  1. Ladeportal (10) für Bearbeitungs- und/oder Handlingsvorrichtungen, insbesondere Werkzeugmaschinen (12), Montagemaschinen oder dergleichen, mit Portalstützen (14) und einem an die Portalstützen (14) angeschlossenen Portalträger (16), an dem zumindest eine Greifereinheit (18) anschließbar ist, die derart an einer Z-Achse (22) und einer Greiferachse (20) verfahrbar (Z, L) vorhanden ist, dass sie Werkstücke zu Bearbeitung an der Werkzeugmaschine (12) zu- beziehungsweise abführen kann,

    – dadurch gekennzeichnet, dass

    – eine Querhubverstelleinrichtung (50; 70) vorhanden ist, mittels derer die Position des Portalträgers (16) beziehungsweise der Achsen (20, 22) der Greifereinheit (18) einstellbar (E) und lösbar fixierbar ist.
  2. Ladeportal nach Anspruch 1,

    – dadurch gekennzeichnet, dass

    – die Querhubverstelleinrichtung (50) manuell betätigbar ist.
  3. Ladeportal nach Anspruch 1,

    – dadurch gekennzeichnet, dass

    – die Querhubverstelleinrichtung (70) über zumindest ein ansteuerbares Aggregat (72) betätigbar ist.
  4. Ladeportal nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,

    – dadurch gekennzeichnet, dass

    – die Querhubverstelleinrichtung (50; 70) zumindest eine längsverschiebliche Verstelleinheit (52; 74) aufweist, die zumindest eine Führungseinheit (78) aufweist, die in zumindest einer ortsfesten Gegenführungseinheit (80) längsverschieblich gelagert ist, oder umgekehrt.
  5. Ladeportal nach Anspruch 4,

    – dadurch gekennzeichnet, dass

    – die zumindest eine Verstelleinheit (52) ein Hubprofil (54) besitzt, das entlang seiner Längsachse (66) längsverschieblich gelagert ist, und eine an das Hubprofil (54) angeschlossene Gewindestange (56) mit einem Gewinde (58) vorhanden ist, das in einem Gegengewinde (62) einer drehbaren, in Längsrichtung fixierten Hülsenlagereinheit (64) kämmt.
  6. Ladeportal nach Anspruch 5,

    – dadurch gekennzeichnet, dass

    – das Gewinde (58) und Gegengewinde (62) als Feingewinde ausgebildet sind.
  7. Ladeportal nach Anspruch 5,

    – dadurch gekennzeichnet, dass

    – das Hubprofil (54) als Rundstange ausgebildet ist.
  8. Ladeportal nach Anspruch 5,

    – dadurch gekennzeichnet, dass

    – die Querhubverstelleinrichtung (50) zwei oder vier, insbesondere bewegungsmäßig miteinander gekoppelte Verstelleinheiten (52) aufweist.
  9. Ladeportal nach Anspruch 8,

    – dadurch gekennzeichnet, dass

    – die Verstelleinheiten (52) in den Ecken eines gedachten Vierecks an einer Anschlusskonstruktion (24) für den Portalträger (16) angeordnet sind.
  10. Ladeportal nach Anspruch 3,

    – dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsaggregat (72) als Elektromotor, insbesondere numerisch gesteuerter Motor, ausgebildet ist.
  11. Ladeportal nach Anspruch 3 oder 10,

    – dadurch gekennzeichnet, dass

    – eine Steuereinrichtung vorhanden ist, die mit dem Antriebsaggregat (72) und den Bearbeitungs- und/oder Handlingsvorrichtungen in Kommunikationsverbindung steht, so dass die Querhubverstelleinrichtung (70) in Abhängigkeit der Signale der jeweiligen Vorrichtung den Portalträger (16) beziehungsweise die Achsen (20, 22) der Greifereinheit (18) in die jeweilige Position bezüglich der jeweiligen Anforderungen der Vorrichtung bringt.
  12. Ladeportal nach Anspruch 4,

    – dadurch gekennzeichnet, dass

    – die längsverschiebliche Verstelleinheit (74) der Querhubverstelleinrichtung (70) eine Konsoleinheit (82) zum Anschluss des Portalträgers (16) aufweist, wobei die Führungseinheit (78) als Führungswagen- oder -schlitten und die ortsfeste Gegenführungseinheit (80) als Linearschiene ausgebildet ist oder umgekehrt.
  13. Ladeportal nach Anspruch 3 und 4,

    – dadurch gekennzeichnet, dass

    – über das Antriebsaggregat (72) zumindest eine drehbare Gewindestange (76) antreibbar ist, die in einem ortsfest an der längsverschieblichen Verstelleinheit (74) vorhandenen Gegengewinde (84) kämmt.
  14. Ladeportal nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,

    – dadurch gekennzeichnet, dass

    – mehrere Querhubverstelleinrichtungen (50; 70) vorhanden sind, die über Verbindungswellen, Verbindungsprofile und/oder Kupplungseinheiten bewegungsmäßig mit einander gekoppelt sind.
  15. Ladeportal nach Anspruch 14,

    – dadurch gekennzeichnet, dass

    – ein Antriebsaggregat (72) für die mehreren Querhubverstelleinrichtungen (70) vorhanden ist.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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