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Dokumentenidentifikation DE202005013849U1 12.01.2006
Titel Radanordnung eines handgeführten, fahrbaren Arbeitsgerätes
Anmelder Viking GmbH, Langkampfen, AT
Vertreter Patentanwalt Dipl.-Ing. Walter Jackisch & Partner, 70192 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202005013849
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.01.2006
Registration date 08.12.2005
Application date from patent application 02.09.2005
IPC-Hauptklasse B60B 27/02(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Radanordnung eines handgeführten, fahrbaren Arbeitsgerätes wie einen Rasenmäher, eine Motorhacke, einen Vertikutierer oder dgl. mit den Merkmalen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Am Beispiel eines Rasenmähers wird deutlich, daß bei derartigen Arbeitsgeräten Laufräder erforderlich sind, die einerseits das Gewicht des Arbeitsgerätes tragen und andererseits einen definierten Abstand zu der zu bearbeitenden Oberfläche herstellen, wodurch die Schnitthöhe des zu mähenden Rasens vorgegeben wird. Für ein einwandfreies Arbeitsergebnis ist es wichtig, daß die Räder unter Arbeitslast leichtgängig auf der zu bearbeitenden Oberfläche abrollen. Es wird angestrebt, daß das Arbeitsgerät auch bei unebenen bzw. weichen Bodenoberflächen mit geringem Kraftaufwand rollend geschoben werden kann. Auch bei motorisch angetriebenen Radanordnungen ist es wichtig, daß die nicht angetriebenen, freilaufenden Räder zur Ausnutzung der verfügbaren Antriebsleistung mit nur geringem Widerstand abrollen.

Bei vorbekannten Radanordnungen werden zur Lagerung der freilaufenden Räder Wälzlager eingesetzt, mit denen sie auf einer Achse frei drehend gelagert sind. Bevorzugt werden Kugellager eingesetzt, die bei einer geeigneten Auslegung sehr leichtgängig sind. Für eine optimale Ausnutzung der Leichtgängigkeit solcher Wälzlager in Verbindung mit einer dauerhaft hohen Belastbarkeit ist eine präzise Montage erforderlich. Ein Lagersitz der Achse ist mit exakten Toleranzen auf den Innendurchmesser des Lagerinnenringes anzupassen. Toleranzbedingtes Spiel schmälert die Leichtgängigkeit und kann zu erhöhtem Verschleiß führen. Der genauigkeitsbedingte Fertigungsaufwand der Achse ist entsprechend hoch. Bei einer doppelten Wälzlagerung mit zwei gegeneinander verspannten Schrägwälzlagern kommt noch das Erfordernis einer exakten Einstellung des axialen Lagerspiels hinzu. Der hierzu erforderliche Montage- und Prüfaufwand ist hoch. Auch können unerwünscht kurze Wartungsintervalle erforderlich werden, in denen das axiale Lagerspiel nachzustellen ist. Eine Vernachlässigung dieses Aspekts kann zu einem schlechteren Laufverhalten und zu einem erhöhten Verschleiß führen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Radanordnung eines gattungsgemäßen Arbeitsgerätes anzugeben, bei der mit verringertem Aufwand eine dauerhaft zuverlässige Laufqualität sichergestellt ist.

Die Aufgabe wird durch eine Radanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Es wird eine Radanordnung vorgeschlagen, bei der in radialer Richtung zwischen der Achse und dem Innenring des Wälzlagers ein konisches, in radialer Richtung elastisch aufweitbares Klemmteil angeordnet ist. Es kann zweckmäßig sein, das Klemmteil mit einem Außenkonus zu versehen, der mit einem Innenkonus des Wälzlagers zusammenwirkt. Bevorzugt weist die Achse im Bereich des Wälzlagers einen Außenkonus auf, während das Klemmteil mit einem auf den Außenkonus abgestimmten Innenkonus versehen ist. Die Achse braucht insbesondere am Außenkonus mit nur groben Fertigungstoleranzen bearbeitet werden. Eine exakte Zentrierung des Innenringes vom Lager erfolgt durch axiales Aufschieben des Klemmteiles. Die aufgleitenden Konusflächen bewirken eine radiale Ausdehnung des Klemmteiles, welches sich von innen unter Ausgleich der Fertigungstoleranzen an den Innenring des Lagers anschmiegt und eine lagegenaue radiale Fixierung herbeiführt. Eine exakte Justierung des Lagers ist nicht erforderlich. Vielmehr wird das Klemmteil einfach nur mit der erforderlichen axialen Anpreßkraft zwischen Achse und. Lager eingedrückt, bis dieses stramm zwischen beiden Bauteilen sitzt. Einstell-, Meß- und Prüfaufwand erübrigen sich. Das Lager ist exakt koaxial zur Achse ausgerichtet und stellt mit geringem Aufwand eine spielfreie, laufruhige Lagerung sicher.

Bevorzugt ist das Klemmteil radial außenseitig zylindrisch ausgeführt und in seinem Durchmesser auf eine zylindrische Innenfläche des Innenrings abgestimmt. Die axiale Positionierung des Lagers kann damit unabhängig von der axialen Klemmpositionierung des Klemmstückes erfolgen. Es können Standardwälzlager verwendet werden, die in genormter Bauweise eine zylindrische Innenfläche aufweisen.

In bevorzugter Weiterbildung weist das Klemmteil einen in radialer und axialer Richtung verlaufenden, insbesondere durchgehenden Schlitz auf. Zu der Elastizität des Klemmteilmaterials beispielsweise aus Kunststoff kommt noch eine durch den Schlitz hervorgerufene Formelastizität, die ein radiales Aufweiten bei nur geringen axialen Anpreßkräften begünstigt.

Die Achse trägt zweckmäßig an einer freien Stirnfläche eine insbesondere koaxial angeordnete Radschraube, die zum axialen Verspannen des Klemmteils vorgesehen ist. Die Radschraube in Form einer Gewindeschraube mit Kopf oder eines Gewindezapfens mit einer darauf aufzuschraubenden Mutter ermöglicht ein einfaches, ggf. automatisiertes axiales Verspannen des Klemmteiles bis zum gewünschten Punkt der radialen Aufweitung bzw. zentrierenden Verspannung.

In einer bevorzugten Ausführung ist das Klemmteil auf seiner zur freien Stirnfläche der Achse hin weisenden Seite mit einem radial vorstehenden Flansch zum axialen Verspannen des Innenrings vom Wälzlager versehen. Neben der radialen Fixierung des Innenrings durch die vorstehend beschriebene radiale Aufweitung führt der axiale Verspannweg des Klemmteiles in Doppelfunktion auch zu einer axialen Verspannung bzw. Fixierung des Innenrings. Durch Anziehen der vorgenannten Radschraube wird das Lager in einem Arbeitsgang radial und axial ausgerichtet.

Der Flansch ist zweckmäßig in axialer Richtung elastisch federnd ausgebildet. Vorteilhaft weist er mindestens eine, insbesondere mehrere und bevorzugt gleichmäßig über den Umfang verteilte, in axialer Richtung elastisch nachgiebige Federzungen auf, die zur axialen Anlage am Innenring des Wälzlagers vorgesehen sind. Die elastische Nachgiebigkeit bewirkt auch in axialer Richtung einen Toleranzausgleich, demnach die Achse kostengünstig mit groben Toleranzmaßen gefertigt werden kann. Ein axiales Überspannen der Lageranordnung ist vermieden. Die über den Umfang verteilte Anordnung der Federzungen bewirkt eine gleichmäßige, verteilte und verkantungsfreie Krafteinleitung in den Lagerinnenring.

In vorteilhafter Weiterbildung verläuft eine Längsachse der Federzunge zumindest näherungsweise in Umfangsrichtung zum Klemmteil, wobei eine Wurzel der Federzunge an einem radial hervorstehenden, im wesentlichen starren Kragarm gehalten ist. Das freie Ende der auf diese Weise ausgebildeten Federzunge kann durch die Länge der Federzunge einen vergleichsweise großen Federweg ausführen, ohne dabei einen zu großen radialen Abstand zur Mittelachse aufzuweisen. Innenringe mit geringem Durchmesser können bei kompakter Bauweise des Klemmteils mit großem elastischem Federweg axial vorgespannt und in ihrer Lagetoleranz ausgeglichen werden. Der starre Kragarm erzeugt definierte Einspannbedingungen für die Wurzel der Federzunge und damit für eine konstruktiv präzise vorgebbare Federcharakteristik.

In bevorzugter Ausbildung sind insgesamt zwei Wälzlager in Form von Schrägwälzlagern, insbesondere Schrägkugellagern vorgesehen, deren Innenringe unter Zwischenlage von Wälzkörpern und Außenringen der Wälzlager mittels des Klemmteils in axialer Richtung gegeneinander verspannt sind. Es entsteht eine verkantungsfreie Lagerung des Rades, die eine hohe Tragfähigkeit gegen seitliche Belastungen bzw. Kippmomente aufweist. Die axiale Verspannung der gesamten Lageranordnung unter Herausnahme des Lagerspiels erfolgt in einem einzigen Arbeitsschritt durch axiales Festziehen des Klemmteils. In Verbindung mit den elastischen Federzungen wird eine derartige axiale Verspannung der Lageranordnung bewirkt, daß gleichzeitig eine Eliminierung des axialen Lagerspiels und eine Verhinderung einer axialen Überspannung sichergestellt ist. Leichtgängigkeit und Tragfähigkeit der Lagerung können mit geringem Aufwand herbeigeführt werden. Die elastische Verspannung vermeidet die Notwendigkeit von Nachstellarbeiten. Die beim Montagevorgang selbsttätig herbeigeführte Lagerjustierung bleibt dauerhaft erhalten.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:

1 in einer perspektivischen Ansicht ein handgeführtes, fahrbares Arbeitsgerät am Beispiel eines Rasenmähers, dessen Radanordnung drei freilaufende Räder umfaßt;

2 eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Klemmteiles zur Verspannung der Radlager des Arbeitsgerätes nach 1;

3 eine Draufsicht des Klemmteils nach 2 mit Einzelheiten zur geometrischen Ausbildung von Federzungen und einer mit einem Schlitz versehenen Nabe;

4 eine Längsschnittdarstellung des Klemmteils nach den 2 und 3 mit einer Darstellung des in der Nabe des Klemmteils eingeformten Innenkonus;

5 eine perspektivische Längsschnittdarstellung der Radlagerung eines der Räder nach 1 mit Einzelheiten des axial verspannten und radial aufgeweiteten Klemmteils nach den 2 bis 4;

6 eine weitere perspektivische Schnittdarstellung der Anordnung nach 5 mit Details der axialen Verspannung des Lagerinnenringes durch die Federzungen des Klemmteils.

1 zeigt in einer perspektivischen Übersichtsdarstellung ein fahrbares Arbeitsgerät am Beispiel eines dreirädrigen Rasenmähers. Es kann auch ein Mulchgerät, eine Motorhacke, ein Vertikutierer oder dgl. vorgesehen sein. Der Rasenmäher weist einen Rahmen 19 auf, der im gezeigten Ausführungsbeispiel aus Rahmenrohren 20 gebildet ist. Mit dem Rahmen 19 ist ein Mähwerk 21 sowie ein Antriebsmotor 22 für das Mähwerk 1 fest verbunden. Am Rahmen 19 sind des weiteren zwei hintere Räder 2 sowie ein vorderes Rad 2 befestigt, mittels derer der Rasenmäher über die zu bearbeitende Grünfläche fahrbar ist. Zumindest ein Teil der Räder 2 ist freilaufend auf einer zugeordneten, in den 5 und 6 gezeigten Achse 1 gelagert. Eines oder mehrere Räder 2 können auch motorisch angetrieben ausgeführt sein. Zum Schieben bzw. Führen des Rasenmähers ist am Rahmen 19 ein Handgriff 23 befestigt.

Das vordere Rad 2 ist mit einem bezogen auf die gewöhnliche Arbeitsposition des Rasenmähers im wesentlichen vertikal ausgerichteten Achsbolzen 24 verbunden. Die Baugruppe aus dem vorderen Rad 2 und dem Achsbolzen 24 ist in einem Kopfstück 25 des Rahmens 1 um eine Schwenkachse 26 schwenkbar gelagert. Bei freigegebener Verschwenkbarkeit des Achsbolzens 24 ist das vordere Rad 2 entsprechend einem Doppelpfeil 27 frei um 360° um die Schwenkachse 26 verschwenkbar. Es können auch Schwenkanschläge zur Einschränkung der Schwenkbewegung vorgesehen sein. Des weiteren ist die Baueinheit aus dem vorderen Rad 2 und dem Achsbolzen 24 in einer durch die Längsachse des Achsbolzens 24 vorgegebenen und durch einen Doppelpfeil 28 angedeuteten Achsrichtung höhenverstellbar. Durch eine Höhenverstellung des Achsbolzens 24 zusammen mit dem vorderen Rad 2 relativ zum Kopfstück 25 bzw. zum Rahmen 19 ist der vertikale Abstand des Mähwerks 21 zum Boden einstellbar, wodurch die gewünschte Schnitthöhe einstellbar ist. Anstelle der gezeigten Ausführung mit nur einem höhenverstellbaren Rad 2 können auch zwei oder auch mehr höhenverstellbare Räder 2 sowie eine Ausführung ohne Schwenklagerung vorteilhaft sein. Es kann auch eine abweichende Gesamtzahl von Rädern 2 zweckmäßig sein.

In 2 ist ein Klemmteil 5 perspektivisch dargestellt, welches zur Verspannung der Lagerung der Räder 2 des Arbeitsgerätes nach 1 vorgesehen ist. Einzelheiten zur Radanordnung und der Wirkungsweise des hier dargestellten Klemmteils 5 sind weiter unten im Zusammenhang mit den 5 und 6 beschrieben. Das Klemmteil 5 umfaßt eine mittige, etwa zylindrische Nabe 33 in Form einer Hülse, in die innenseitig ein Innenkonus 7 eingeformt ist. Die Nabe 33 ist mit einem Schlitz 9 versehen. Radial außenseitig an die Nabe 33 ist ein Flansch 12 einteilig angeformt, der im gezeigten Ausführungsbeispiel zwei diametral sich gegenüberliegende, radial hervorstehende Kragarme 16 mit jeweils zwei daran angeformten Federzungen 13 umfaßt. Das Klemmteil 5 ist aus einem elastisch nachgiebigen Kunststoffmaterial einteilig spritzgegossen. Bedingt durch die elastischen Materialeigenschaften und unterstützt durch den Schlitz 9 kann die Nabe 33 sich radial auf weiten. Die insgesamt vier Federzungen 13 sind in axialer Richtung flach ausgeführt und dadurch in axialer Richtung elastisch nachgiebig. Die Kragarme 16 sind vergleichsweise dick ausgeführt und damit relativ zu den Federzungen 13 im wesentlichen starr. Der Flansch 12 ist damit im wesentlichen im Bereich der Federzungen 13 elastisch nachgiebig.

3 zeigt eine Draufsicht des Klemmteils 5 nach 2, demnach der Schlitz 9 in der Nabe 33 in radialer und axialer Richtung durchgängig ausgebildet ist. Es kann auch zweckmäßig sein, den Schlitz 9 zumindest in axialer Richtung nur über einen Teilbereich der Nabe 33 durchgehend auszuführen. Auch kann es vorteilhaft sein, auf den Schlitz 9 zu verzichten, wobei die radiale Nachgiebigkeit bzw. radiale Aufweitbarkeit des Klemmteils 5 allein durch die elastischen Materialeigenschaften des Klemmteils 5 bestimmt ist. Der Draufsicht nach 3 ist zu entnehmen, daß die vier beispielhaft gezeigten Federzungen 13 in Umfangsrichtung etwa gleichmäßig verteilt um die Nabe 33 angeordnet sind. Es kann auch eine abweichende Anzahl von Federzungen 13 zweckmäßig sein. Die Federzungen 13 sind mit ihren Wurzeln 15 an den zugeordneten Kragarmen 16 derart angeformt, daß ihre Längsachsen 14 zumindest näherungsweise in Umfangsrichtung zum Klemmteil 5 bzw. zur Nabe 33 verlaufen. Freie Enden der Federzungen 13 decken in radialer Richtung einen Bereich von der unmittelbaren Nähe zur Nabe 33 bis zum äußeren Umfang des Klemmteils 5 ab. Die freien, in axialer Richtung nachgiebigen Enden der Federzungen 13 sind zur Anlage an einem Wälzlager 3 entsprechend der Darstellung nach 6 vorgesehen. Es kann auch zweckmäßig sein, eine oder mehrere Federzungen 13 derart anzuordnen, daß ihre Längsachsen 14 in radialer Richtung verlaufen.

Der Längsschnittdarstellung des Klemmteils 5 nach 4 ist noch zu entnehmen, daß der Flansch 12 mit den Federzungen 13 in axialer Richtung an einem Endbereich der Nabe 33 angeordnet ist, der im montierten Zustand auf der Seite einer in 5 gezeigten freien Stirnfläche 10 der Achse 1 liegt. Dem hier gezeigten schraffierten Schnittbereich der Nabe 33 ist zu entnehmen, daß der Innenkonus 7 sich in Gegenrichtung öffnet. Es ist hier beispielhaft ein halber Öffnungswinkel von etwa 10° gewählt. Der in radialer Richtung gegenüberliegende, unschraffierte Bereich zeigt den Schlitz 9, der in radialer und axialer Richtung durchgängig ist.

5 zeigt eine perspektivische, geschnittene Ausschnittsdarstellung eines der Räder 2 nach 1, welches mittels einer Nabe 28 auf einer Achse 1 frei drehend gelagert ist. Hierzu sind zwischen der Nabe 28 und der Achse 1 zwei Wälzlager 3, 3' vorgesehen, die im gezeigten Ausführungsbeispiel als in axialer Richtung gegeneinander verspannte Schrägkugellager ausgeführt sind. Es können auch andere Wälzlagerformen wie Radialkugellager, Kegelrollager oder dergleichen zweckmäßig sein.

In die Nabe 28 des Rades 2 sind zwei jeweils in axialer Richtung nach außen und in radialer Richtung nach innen offene Außenringe 18, 18' spiegelsymmetrisch zueinander unter Zwischenlage einer zylindrischen Distanzhülse 30 eingesetzt. Zwei Innenringe 4, 4' der Wälzlager 3, 3' sind jeweils in axialer Richtung einander zugewandt und in radialer Richtung nach außen offen. Zwischen ihnen und den zugeordneten Außenringen 18, 18' sind Wälzkörper 17 in Form von Kugeln eingeschlossen, die in Umfangsrichtung durch jeweils einen Käfig 29 auf Distanz gehalten sind. Der Innenring 4 im Bereich einer freien Stirnfläche 10 der Achse 1 sitzt mit radialem und axialem Spiel auf einem Lagersitz 31 der Achse 1. Der in axialer Richtung gegenüberliegende Innenring 4' liegt mit einem Schiebesitz auf dem Lagersitz 31 und ist in axialer Richtung gegen einen Bund 32 der Achse 1 abgestützt.

Zwischen dem Lagersitz 31 und der freien Stirnfläche 10 der Achse 1 ist diese mit einem Außenkonus 6 versehen, dessen Radius in Richtung der Stirnfläche 10 linear abnimmt. In radialer Richtung zwischen dem Außenkonus 6 und einer Innenfläche 8 des Innenrings 4 ist das Klemmteil 5 nach den 2 bis 4 angeordnet, dessen Innenkonus 7 auf den Außenkonus 6 der Achse 1 abgestimmt ist. Dabei ist das Klemmteil 5 radial außenseitig zylindrisch ausgeführt und in seinem Durchmesser auf die zylindrische Innenfläche 8 des Innenrings 4 abgestimmt. In die Stirnfläche 10 ist koaxial zur Achse 1 eine Radschraube 11 eingedreht, mit der das Klemmteil 5 in axialer Richtung verspannt ist. Die axiale Verspannung bewirkt im Zusammenspiel des Außenkonus 6 mit dem Innenkonus 7 und der zuvor beschriebenen elastischen Ausbildung des Klemmteils 5 eine elastische, radiale Aufweitung, die den Innenring 4 des Wälzlagers 3 gegenüber dem Außenkonus 6 der Achse 1 zentriert und klemmend festlegt.

Der weiteren perspektivischen Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Radanordnung nach 6 ist noch zu entnehmen, daß durch die axiale Verspannung des Klemmteiles 5 mittels der koaxialen Radschraube 11 die Federzungen 13 in axialer Richtung gegen den Innenring 4 des stirnseitigen Wälzlagers 3 gedrückt werden. Die elastisch nachgiebige, federnde axiale Anpreßkraft an den Innenring 4 überträgt sich von dort mittels der Wälzkörper 17 (5) auf den zugeordneten Außenring 18, von dort mittels der Distanzhülse 30 auf den in axialer Richtung gegenüberliegenden Außenring 18', der seinerseits die axiale Anpreßkraft über die in 5 gezeigten Wälzkörper 17 auf den Innenring 4' des Lagers 3' überträgt und damit den Innenring 4' gegen den Bund 32 der Achse 1 drückt. Allein durch axiales Festziehen des Klemmteiles 5 wird neben einer radialen Verspannung des Innenrings 4 vom Wälzlager 3 auch eine elastisch nachgiebige axiale Verspannung der kompletten Lagereinheit mit den beiden Wälzlagern 3, 3' hergestellt.

Unter Umkehrung des Wirkprinzips kann es auch zweckmäßig sein, die beiden Außenringe 18, 18' in vergleichbarer Weise unter Zwischenlage der Innenringe 4, 4' gegeneinander zu verspannen. Ebenso kann es zweckmäßig sein, auch das weitere Wälzlager 3' mit einem vergleichbaren Klemmteil auszurichten und zu fixieren. Die hier vorgeschlagene, mittels des Klemmteiles 5 zentrierte und/oder verspannte Lagereinheit ist für Radanordnungen eines Arbeitsgerätes mit freilaufend auf einer Achse 1 gelagerten Rädern 2 vorgesehen. Der hier gewählte Begriff freilaufend bedeutet, daß sich das Rad 2 um die Achse 1 dreht, ohne von ihr angetrieben zu sein. Gleichwohl kann es auch zweckmäßig sein, bei der erfindungsgemäßen Anordnung einen Antrieb des Rades 2 beispielsweise durch einen externen Riementrieb oder dgl. vorzusehen.


Anspruch[de]
  1. Radanordnung eines handgeführten, fahrbaren Arbeitsgerätes, wie ein Rasenmäher, eine Motorhacke, ein Vertikutierer oder dgl., mit einem um eine Achse (1) frei drehbaren Rad (2), wobei das Rad (2) mittels mindestens einem Wälzlager (3) auf der Achse (1) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß in radialer Richtung zwischen der Achse (1) und einem Innenring (4) des Wälzlagers (3) ein konisches, in radialer Richtung elastisch aufweitbares Klemmteil (5) angeordnet ist.
  2. Radanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (1) im Bereich des Wälzlagers (3) einen Außenkonus (6) aufweist, und daß das Klemmteil (5) mit einem auf den Außenkonus (6) abgestimmten Innenkonus (7) versehen ist.
  3. Radanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmteil (5) radial außenseitig zylindrisch ausgeführt und in seinem Durchmesser auf eine zylindrische Innenfläche (8) des Innenrings (4) abgestimmt ist.
  4. Radanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmteil (5) einen in radialer und axialer Richtung verlaufenden, insbesondere durchgehenden Schlitz (9) aufweist.
  5. Radanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (1) an einer freien Stirnfläche (10) eine insbesondere koaxial angeordnete Radschraube (11) trägt, die zum axialen Verspannen des Klemmteils (5) vorgesehen ist.
  6. Radanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmteil (5) auf seiner zur freien Stirnfläche (10) der Achse (1) hin weisenden Seite mit einem radial vorstehenden Flansch (12) zum axialen Verspannen des Innenrings (4) versehen ist.
  7. Radanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (12) in axialer Richtung elastisch federnd ausgebildet ist.
  8. Radanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (12) mindestens eine, insbesondere mehrere, bevorzugt gleichmäßig über den Umfang verteilte, in axialer Richtung elastisch nachgiebige Federzungen (13) aufweist, die zur axialen Anlage am Innenring (4) des Wälzlagers (3) vorgesehen sind.
  9. Radanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Längsachse (14) der Federzunge (13) zumindest näherungsweise in Umfangsrichtung zum Klemmteil (5) verläuft, wobei eine Wurzel (15) der Federzunge (13) an einem radial hervorstehenden, im wesentlichen starren Kragarm (16) gehalten ist.
  10. Radanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß insgesamt zwei Wälzlager (3, 3') in Form von Schrägwälzlagern, insbesondere Schrägkugellagern vorgesehen sind, deren Innenringe (4, 4') unter Zwischenlage von Wälzkörpern (17) und Außenringen (18, 18') der Wälzlager (3, 3') mittels des Klemmteils (5) in axialer Richtung gegeneinander verspannt sind.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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