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Dokumentenidentifikation DE202005014361U1 12.01.2006
Titel Blechschrank
Anmelder Hwan Yih Enterprise Co., Ltd., Hsichih, Taipeh, TW
Vertreter Kador & Partner, 80469 München
DE-Aktenzeichen 202005014361
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.01.2006
Registration date 08.12.2005
Application date from patent application 12.09.2005
IPC-Hauptklasse A47B 55/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]
[Technisches Gebiet]

Die Erfindung betrifft einen Blechschrank, umfassend einen nach vorne offenen Kasten mit einer Deckplatte, einer Bodenplatte, zwei Seitenplatten, von denen jede Seitenplatte ggf. jeweils an ihrer Innenseite mindestens eine daran angebrachten Führungsschiene für mindestens ein in den Schrank einzuführtes Schrankfach aufweist, einer Rückplatte, und einem Vorderrahmen mit einer sich über die wesentliche Fläche der Vorderseite des Schranks erstreckende Öffnung, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

[Stand der Technik]

6 stellt einen typischen Blechschrank dar, der einen nach vorne offenen Kasten 7 umfaßt, der eine Deckplatte 79, einer Bodenplatte 71, zwei Seitenplatten 74 , von denen jede Seitenplatte 74 an ihrer Innenseite mit einer Anzahl von daran angebrachten (z.B. durch Schweißung, Vernietung oder Verschraubung befestigten) Führungsschienen 75 für eine entsprechende Anzahl von in den Schrank einzuführenden Schrankfächern (nicht gezeigt) versehen ist, einer Rückplatte 76, und vier Querbalken 72, 73, 77, 78 aufweist. Die allen Bauteile 71 bis 78 sind jeweils aus einem Blech umgeformt (z.B. durch verschiedenen Bearbeitungen wie Ausstanzen, Biegung, Lochung) und zu einem Kasten 7 zusammengebaut. Dabei sind eine Anzahl von genauen Anpassungen der Bauteile aneinander und eine Vielzahl von präzisen Übereinstimmungen ihrer Abmessungen miteinander erforderlich. Die Zusammenführung der vielen Bauteilen ist arbeitsintensiv und aufwendig. Darüber hinaus ist bei Blechbearbeitung bekannt, daß ein flaches Bauteil aus einem sehr dünnen Blech (Feinblech) oft wegen einer verbleibenden eigenen inneren Beanspruchung oder einer äußeren Kraft zu einer unflachen Verformung neigt. Infolgedessen liegt eine Platte aus einem Blech nicht genau in einer Ebene und weist infolge der Verformung einen von Rechteck abweichenden Umriß auf. Die Unflachheit der Platten führt zur Schwierigkeit ihrer Zusammenführung.

Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Blechschrank bereitzustellen, mit dem die vorbeschriebenen Nachteile vermieden werden.

Die Aufgabe wird bei einem Blechschrank nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, umfassend einen nach vorne offenen Kasten mit einer Deckplatte, einer Bodenplatte, zwei Seitenplatten, von denen jede Seitenplatte ggf. jeweils an ihrer Innenseite mindestens eine daran angebrachten Führungsschiene für mindestens ein in den Schrank einzuführendes Schrankfach aufweist, einer Rückplatte, und einem Vorderrahmen mit einer sich über die wesentliche Fläche der Vorderseite des Schranks erstreckende Öffnung, erfindungsgemäß durch die kennzeichenden Merkmale des Anspruchsa 1 gelöst, indem die vier die Umwandung bildenden Bauteile, nämlich der Vorderrahmen, die Rückplatte, und die beiden Seitenplatten aus einem einzigen Blech einstückig hergestellt sind und jeweils innen an ihren oberen und unteren Rand eine Bördelung aufweisen, während die Deckplatte und die Bodenplatte innen an ihrem Unfang eine Anzahl von federnden Rastzungen aufweisen, die jeweils beim zusammengebauten Schrank einen Bördel hintergreifen können. Da die Bauteile und damit ihre Anpassungen aneinander nun auf die drei Teile, nämlich die Deck- und Bodenplatten und die Umwandung, beschränkt werden, wird der Zusammenbau erheblich vereinfacht und erleichtert. Die Bedienungsperson braucht nur die Deck- bzw. die Bodenplatten in das obere/untere Ende der Umwandung einzuschieben. Die Einschiebung der Deck- bzw. Bodenplatte in die Umwandung ist sehr viel leichter als die Zusammenhaltung zweier oder mehrerer nebeneinander liegenden Teile beim Stand der Technik. Hier wird die Einrastung der Deck- oder Bodenplatte in die Umwandung nicht durch ihre Unebenheit und eine herstellungsbedingte Toleranz erschwert.

Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen näher erläutert. Es zeigen:

[Zeichnung]

1 in perspektivischer Explosionsansicht einen erfindungsgemäßen Blechschrank,

2 eine geschnitte Vorderansicht des Blechschranks in 1,

3 eine erfindungsgemäßen Schrank mit Schrankfächern,

4 eine Variante des erfindungsgemäßen Schranks mit einem erfindungsgemäßen inneren Schrankfächerkasten,

5 einen erfindungsgemäßen Blechschrank mit einer Tür, und

6 in perspektivischer Explosionsansicht einen Blechschrank nach dem Stand der Technik.

[Erläuterung der bevorzugten Ausführungsformen]

1 zeigt einen erfindungsgemäßen Blechschrank, der einen nach vorne offenen Kasten umfaßt, mit einer Deckplatte 2, einer Bodenplatte 3, und einem einstückig ausgebildeten Grundkörper in Form einer Umwandung 1 aus zwei Seitenplatten, einer Rückplatte, und einem Vorderrahmen mit einer sich über die wesentliche Fläche der Vorderseite des Schranks erstreckende Öffnung 13 für den Zugriff von außen. Die Besonderheiten der Erfindung bestehen darin, daß die Umwandung 1 aus einem einzigen Blech einstückig hergestellt ist und innen an ihren oberen und inneren Rändern jeweils einen nach innen eingebördelten Bördelung 11 bzw. 12 aufweist, und daß die Deckplatte 2 und die Bodenplatte 3 dementsprechend innen an ihrem Umfang jeweils eine Anzahl von federnden Rastzungen 21 bzw. 31 aufweisen, die beim zusammengebauten Schrank jeweils eine Bördelung 11 bzw. 21 federnd hintergreifen, wodurch die Deck- bzw, Bodenplatte in der Umwandung 1 festgehalten werden.

Die Herstellung der Umwandung kann wie folgt erfolgen: Zuerst wird ein Blechrohling ausgeschnitt, dessen Breite der Höhe und dessen Länge etwa dem Umfang der Umwandung 1 entspricht. Dann wird an einer geeigneten Stelle des Blechrohlings eine Öffnung ausgestanzt, die der Öffnung 13 entspricht. Anschließend wird der flache Blechrohling an seinen oberen und unteren Rändern gebördelt. Demnach wird der Blechrohling zu einer Umwandung 1 umgebogen, derart, daß seine beiden Bördelungen 11, 12 nach erfolgter Umbiegung jeweils innen am oberen und unteren Rand liegen. Schließlich werden die beiden ursprünglich gegenüberliegenden Enden des Blechrohlings, die durch die Umbiegung zur engen Berührung miteinander gebracht werden, miteinander verschweißt, wodurch die Umwandung 1 gefertigt. Parallel hierzu können die Deckplatte 2 und die Bodenplatte 3 zusammen mit den daran angeformten Rastzungen 21 bzw. 31 jeweils aus einem Blech umgeformt. Dann werden die beiden Endplatten 2, 3 jeweils in das offene obere bzw. untere Ende der Umwandung 1 federnd eingeschoben, wodurch ein Schrank fertig hergestellt wird. Im Bedarfsfall können der Blechrohling vor oder nach seiner Umbiegung an geeigneten Stellen seiner Seitenplatten mit Löchern für die Führungsschienen der einzuführenden Schrankenfächer versehen sein. Nach erfolgter Herstellung der Umwandung 1 lassen sich die Führungsschienen über die Löcher in bekannter Weise z.B. durch eine Verschraubung oder eine Vernietung an der inneren Seite der beiden Seitenplatten anbringen.

Nach erfolgtem Einbau der Führungsschienen können die Schrankenfächer 4 auf bekannte Weise in den Schrank eingeführt werden siehe 3).

4 zeigt eine Variante, in der der Schrank 5, der die Schrankenfächer 51 unmittelbar aufnimmt, als einen Innenschrank oder -kasten 5 dient und in einem geringfügig größeren Außenschrank aufgenommen ist. Beide Schränke lassen sich erfindungsgemäß ausbilden und herstellen.

5 illustriert eine andere Ausführungsform der Erfindung, in der eine Schranktür 6 zum Verschluß der Öffnung 13 vorgesehen ist.


Anspruch[de]
  1. Ein Blechschrank, umfassend einen nach vorne offenen Kasten mit einer Deckplatte 2, einer Bodenplatte 3, zwei Seitenplatten, von denen jede Seitenplatte ggf. jeweils an ihrer Innenseite mindestens eine daran angebrachten Führungsschiene für mindestens ein in den Schrank einzuführendes Schrankfach aufweist, einer Rückplatte, und einem Vorderrahmen mit einer sich über die wesentliche Fläche der Vorderseite des Schranks erstreckende Öffnung 13, dadurch gekennzeichnet, daß die vier die Umwandung 1 bildenden Bauteile, nämlich der Vorderrahmen, die Rückplatte, und die beiden Seitenplatten aus einem einzigen Blech einstückig hergestellt sind und jeweils innen an ihrem oberen und unteren Rand eine Bördelung 11 bzw. 12 aufweisen, während die Deckplatte 2 und die Bodenplatte 3 innen an ihrem Unfang eine Anzahl von federnden Rastzungen 21, 31 aufweisen, die jeweils beim zusammengebauten Schrank eine Bördelung 11 bzw. 12 hintergreifen können.
  2. Blechschrank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß innen an den Seitenplatten Führungsschienen für die in den Schrank einzuführenden Schrankfächer 4 angebracht sein.
  3. Blechschrank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er als Außenschrank zur Aufnahme einen Innenschrank 5 dient, der die Schrankfächer 51 unmittelbar aufnimmt.
  4. Blechschrank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schranktür 6 zum Verschluß der Öffnung 13 vorgesehen ist.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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