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Dokumentenidentifikation DE202005014401U1 12.01.2006
Titel Flügelüberschlagslüfter
Anmelder Becks, Heinz, 47608 Geldern, DE
Vertreter Kanzlei Kreuzkamp & Partner, 40629 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 202005014401
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.01.2006
Registration date 08.12.2005
Application date from patent application 13.09.2005
IPC-Hauptklasse E06B 7/02(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse E06B 7/16(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf ein Fenster- oder Lüftungselement mit einer im Bereich der Flügelüberschlagsdichtung zwischen Fenster- oder Türflügelüberschlag zumindest bereichsweise eingreifenden Grundplatte mit seitlichen Führungsstegen und/oder seitlichen Begrenzungsflächen oder -wänden und mindestens einem daran den Belüftungsvolumenstrom im Fenster- oder Türfalz beeinflussenden Belüftungselement, wobei die Grundplatte an ihrer Längsseite mindestens zwei hervorstehende Begrenzungsstege aufweist, die in den Dichtungsbereich der Flügelüberschlagsdichtung zwischen Fenster- oder Türflügel und Fenster- und Türblendrahmen unter Ausbildung eines Luftströmungsweges eingreifbar positionierbar sind, so dass das Fenster- oder Lüftungselement an dem Fenster- oder Türflügelüberschlag oder an dem daran angrenzenden Bereich von Fenster- oder Türblendrahmen in einer den Fenster- oder Türfalz belüftenden Gebrauchsposition anbringbar ist. Weiterhin richtet sich die Erfindung auf ein Fenster- oder Türlüftungssystem, umfassend ein vorzugsweise im Fenster- oder Türfalz anzuordnendes erstes Fenster- oder Türlüftungselement mit einem Belüftungsvolumenstrombegrenzer in Form einer luftdruck- und/oder belüftungsvolumenstromabhängig selbsttätig öffnenden und schließenden Pendelklappe. Schließlich richtet sich die Erfindung auch auf ein Fenster oder eine Türe mit einem Fenster- oder Türlüftungselement und/oder einem Fenster- oder Türlüftungssystem.

Um für eine ausreichende Frischluft zu sorgen, müssen Wohnungen regelmäßig gelüftet werden. Bei den lüftungstechnischen Maßnahmen unterscheidet der Fachmann gemäß der Lüftungsnorm DIN 1946-6 bei einer freien Lüftung über Außenwandluftdurchlässe (ALD) zwischen Mindestlüftung, Grundlüftung und Bedarfslüftung. Die Mindestlüftung ist dabei der Luftaustausch der notwendig ist, damit es nicht zu Feuchteschäden, insbesondere Schimmelpilzbefall, kommt. Zur Vermeidung von Schimmelpilz-Wachstum geht man von einem Mindestluftwechsel von 0,15 bis 0,4 pro Stunde aus, d.h. 15% bis 40% des Wohnungsluftvolumens sollte pro Stunde ausgetauscht werden. Bei der Grund- und Bedarfslüftung wird ein Luftaustausch verlangt, der bei 0,5 pro Stunde, d.h. einem Luftaustausch von 50% des Luftvolumens, angesetzt wird. Die Mindestlüftung soll bewohnerunabhängig und möglichst sich selbsttätig regelnd funktionieren und dies insbesondere auch dann, wenn Fenster geschlossen bleiben. Die Außenwandluftdurchlässe müssen dabei so ausgelegt sein, dass damit sowohl Mindest- als auch Grund-/Bedarfslüftung abgedeckt werden können.

Es sind daher Fenster- oder Türlüftungselemente geschaffen worden, die in den Fenster- oder Türfalz eingebaut werden oder die nachträglich außen am Fenster- oder Türflügel befestigt werden oder die am Fenster- oder Türrahmen befestigt werden und die einen durch den Fensterfalz führenden Luftströmungsweg von innen nach außen bzw. von außen nach innen ausbilden und somit einen Luftaustausch ermöglichen. Viele dieser Systeme sind als nachrüstbare Elemente vorgesehen und sind so ausgelegt, dass mit ihnen die Mindestlüftung selbsttätig erfolgen kann. Hierzu sind diese Lüftungselemente in der Regel mit einer Pendelklappe ausgestattet. Um nun zusätzlich zu der Mindestlüftung auch eine Grund- und/oder Bedarfslüftung an vorhandenen Fenstern nachträglich ausbilden zu können, müssten daher eine Vielzahl solcher Elemente an einem Fensterrahmen vorgesehen sein, wobei die Bedarfslüftung dann in der Regel nicht gezielt eingestellt werden kann, da eine selbsttätig regelnde Pendelklappe zur Volumenstrombegrenzung vorgesehen ist. Auch weisen diese bekannten, nachträglich anzubringenden Lüftungselemente eine Bauform und Baugröße auf, die es nur zulässt, diese bei Anbringung auf dem Blendrahmen oder dem Flügel eines Fensters oder einer Türe im oberen Querbereich des Fensters oder der Türe anzubringen. Würde man diese beispielsweise im unteren Querbereich oder auf der Seite, auf der die Schwenkscharniere angeordnet sind, anbringen, ließe sich das Fenster bzw. die Türe nicht mehr in ihre Öffnungsstellung kippen bzw. verschwenken, da das Lüftungselement aufgrund seiner Baugröße dies behindern würde.

Ein solches Fenster- oder Türlüftungselement, das diese Nachteile aufweist, wird beispielsweise von der Firma Gealan unter der Produktbezeichnung „Gecco3" vertrieben.

Ein gattungsgemäßes Fenster- oder Türlüftungselement, das im Falz zwischen Flügel und Blendrahmen angeordnet wird, ist aus der DE 199 29 133 A1 bekannt. Dieses bekannte Lüftungselement ist aufgrund seiner Anordnung im Falz aber nur geeignet, die notwendige Mindestlüftung sicherzustellen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zuschaffen, die ein problemloses Nachrüsten üblicher Außenwanddurchlässe verschließender Fenster und/oder Türen mit einem Wohnungsbelüftungselement ermöglicht, wobei das Lüftungselement ohne die Beweglichkeit des jeweiligen Fensters oder der jeweiligen Türe zu beeinträchtigen an jeder Seite eines Fenster- oder Türflügels oder eines Fenster- oder Türblendrahmens angebracht werden kann.

Bei einem Fenster- oder Türlüftungselement der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass auf der Grundplatte ein Dichtungsschieber in den, den Luftströmungsweg bestreichenden Belüftungsvolumenstrom beeinflussbarer Weise verstellbar angeordnet ist und das Fenster- oder Türlüftungselement, insbesondere die Grundplatte und der Dichtungsschieber, zumindest im an der Flügelüberschlagsdichtung anliegenden Bereich der Breitenerstreckung des Fenster- oder Türflügels eine solche Breiten- und Höhenerstreckung aufweist/aufweisen, dass in der Einbau- und Gebrauchsposition des Fenster- oder Türlüftungselementes der Fenster- oder Türflügel schwenk- und/oder kippbar ist.

Hierdurch wird ein Lüftungselement geschaffen, das an jeder Seite eines Fenster- oder Türflügels oder -rahmens nachträglich anzubringen ist, ohne dass dadurch die Funktion des Fensters, insbesondere vorgesehene Kipp- oder Schwenkbewegungen behindert werden. Dies wird insbesondere dadurch erzielt, dass die Breiten- und Höhenerstreckung des Lüftungselementes so gering ist, dass ohne Veränderungen an üblichen, vorhandenen Beschlägen vorzunehmen, die Verschwenkung des jeweiligen Kantenbereiches von Fenster- oder Türflügeln, an welchen das Lüftungselement angebracht ist, weiterhin gewährleistet bleibt. Weiterhin kann mittels des verstellbaren Dichtungsschiebers der Luftströmungsweg zum Fenster- oder Türfalz geöffnet, geschlossen oder auch eingestellt werden, so dass mittels des Lüftungselementes ein Luftaustausch zu der an den Außenwanddurchlass angrenzenden Wohnung ermöglicht wird, der zumindest in Kombination mit einem die Mindestlüftung gewährleistenden weiteren Lüftungselementes auch die Erfordernisse einer Grund- und/oder Bedarfslüftung erfüllt. Es handelt sich um ein Lüftungselement, das nachträglich an einem Fenster- oder Türe befestigt werden kann und insbesondere dadurch, dass zu seiner Befestigung lediglich ein Abschnitt der Fenster- oder Türflügelüberschlagsdichtung in dem Bereich, in welchem das Lüftungselement eingesetzt werden soll, entfernt werden muss, auch rückbaubar wieder vom Fenster entfernt werden kann. In diesem Fall muss die Dichtung dann stückweise bzw. abschnittsweise oder auf der gesamten, jeweils betroffenen Längsseite ersetzt werden. Ansonsten ist die Türe oder das Fenster dann wieder ohne Lüftungselement verwendbar. Insbesondere müssen zu seiner Befestigung keine Ausschnitte in Fenster- oder Türflügel oder Fenster- oder Türblendrahmen eingearbeitet werden.

Eine besonders flach und niedrig bauende Ausführungsform des Fenster- oder Türlüftungselementes, das Dreh- und/oder Kippbewegungen des damit ausgerüsteten Fensters oder der damit ausgerüsteten Türe nicht behindert, lässt sich dann erzielen, wenn flache, plattenförmige Elemente verwendet werden. Die Erfindung sieht in Ausgestaltung daher vor, dass der Dichtungsschieber insbesondere plattenförmig ausgebildet ist sowie zwischen der Grundplatte und einer oberen Führungsplatte gleitbeweglich gelagert ist. Hierdurch lässt sich auf einfach Art und Weise ein flachbauendes, verstellbares Lüftungselement realisieren.

Für die Aufrechterhaltung der Dreh- und/oder Kippbeweglichkeit des mit dem Fenster- oder Türlüftungselement zusammenwirkenden Fenster- oder Türflügels ist es gemäß weiterer Ausgestaltung der Erfindung von Vorteil, wenn die obere Führungsplatte nicht über die fenster- oder türflügelrahmeninnenseitige Fenster- oder Türflügelüberschlagsanlagefläche übersteht.

Eine besonders zweckmäßige Führung des Dichtungsschiebers auf der Grundplatte lässt sich dadurch erreichen, dass die Grundplatte Schraub- und Führungsdome aufweist, welche in Langlochöffnungen des Dichtungsschiebers eingreifen.

Um im geschlossenen Zustand des Dichtungsschiebers bzw. des Fenster- oder Türlüftungselementes eine gute Abdichtfunktion des Dichtungsschiebers zu erreichen, sieht die Erfindung weiterhin vor, dass der Dichtungsschieber an seiner Längskante eine Dichtnase, vorzugsweise aus angespritztem, weichem Kunststoff aufweist.

Um den Dichtungsschieber seitlich vor Schmutzeintrag zu schützen und ihm auch ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild zu geben, kann das Lüftungselement an der Grundplatte seitliche Begrenzungsflächen oder -wände aufweisen. Damit auch in diesem Fall die Dreh- und/oder Kippbeweglichkeit des mit dem Fenster- oder Türflügelelement zusammenwirkenden Fenster- oder Türflügels nicht beeinträchtigt wird, zeichnet sich die Erfindung weiterhin dadurch aus, dass die seitlichen Begrenzungswände in dem in ihrer Einbau oder Gebrauchsposition dem Fenster- oder Türblendrahmen zugewandten Bereich Abschrägungen aufweisen, die derart dimensioniert sind, dass sie bei einem Kippen oder Schwenken des in der Einbau- oder Gebrauchsposition des Fenster- oder Türlüftungselementes angrenzenden Fenster- oder Türflügels in seine Öffnungsstellung nicht oder allenfalls in der maximalen Öffnungsposition des Fenster- oder Türflügels in Anlage an den Fenster- oder Türblendrahmen gelangen.

In besonders günstiger Weise wirkt das erfindungsgemäße, mittels des Dichtungsschiebers manuell betätigbare Fenster- oder Türlüftungselement mit einem weiteren, vorzugsweise selbsttätig regelnden und insbesondere im Fenster- und Türfalz positionierten Fenster- oder Türlüftungselement zusammen. Die Erfindung sieht daher zur Lösung der oben stehenden Aufgabe weiterhin ein Fenster- oder Türlüftungssystem vor, das umfasst ein vorzugsweise im Fenster- oder Türfalz anzuordnendes, erstes Fenster- oder Türlüftungselement mit einem Belüftungsvolumenstrombegrenzer in Form einer luftdruck- und/oder belüftungsvolumenstromabhängig selbsttätig öffnenden und schließenden Pendelklappe, das sich dadurch auszeichnet, dass das Fenster- oder Türlüftungssystem ein zweites Fenster- oder Türlüftungselement umfasst, das nach einem der Ansprüche 1 bis 6 ausgebildet ist.

Hierdurch wird ein fensterintegriertes, manuell regelbares Lüftungssystem geschaffen, bei welchem der selbsttätig regelnde Falzlüfter beispielsweise ein unter dem Begriff Regel-air® vertriebener Fensterfalzlüfter für die Erfüllung der Anforderungen einer Mindestlüftung sorgt und das manuell betätigbare, erfindungsgemäße Fenster- oder Türlüftungselement, vorzugsweise als Flügelüberschlagslüfter auf einer Seitenkante eines Fenster- oder Türflügels angeordnet, die Forderungen einer Grund- bzw. Bedarfslüftung erfüllt, ohne dass dazu ein Öffnen des Fensterflügels zu Lüftungszwecken notwendig ist.

Die Erfindung sieht daher in Ausgestaltung und Weiterbildung vor, dass das erste Fenster- oder Türlüftungselement die für freie Lüftung nach DIN 1946-6 erforderlichen Luftaustauschmengen pro Zeiteinheit für eine nutzerunabhängige Mindestlüftung über Außenwanddurchlässe bereitstellt und das zweite- Fenster- oder Türlüftungselement den darüber hinaus für eine Grund- und/oder Bedarfslüftung erforderlichen Volumenstrom bewirkt.

Für das Zusammenwirken von erstem und zweitem Fenster- oder Türlüftungselement hat sich als effektivste und effizienteste Anordnung herausgestellt, das für die Mindestlüftung sorgende erste Fenster- oder Türlüftungselement oben am Fenster oder der Türe einzusetzen und das zweite Fenster- oder Türlüftungselement unten am Fenster oder der Türe anzusetzen. Die Erfindung sieht daher weiterhin vor, dass das erste Fenster- oder Türlüftungselement oben an einem Fenster oder einer Türe angeordnet ist und das zweite Fenster- oder Türelement unten an dem Fenster oder der Türe angeordnet ist.

Schließlich sieht die Erfindung zur Lösung der oben stehenden Aufgabe ein Fenster oder eine Türe vor, die sich dadurch auszeichnet, dass daran ein Fenster- oder Türlüftungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6 angeordnet ist und/oder das Fenster oder die Türe ein Fenster- oder Türlüftungssystem nach einem der Ansprüche 7 bis 10 umfasst.

Die Erfindung ist nachstehend beispielhaft anhand einer Zeichnung näher erläutert.

Diese zeigt in

1 in schematischer Darstellung ein Fenster mit einem erfindungsgemäßen Fenster- oder Türlüftungssystem;

2 in schematischer Schnittdarstellung durch ein Fenster die Anordnung von erstem und zweitem Fenster- oder Türlüftungselement;

3a3c in schematischer Draufsicht die Elemente eines erfindungsgemäßen Fenster- oder Türlüftungselementes und in

4a4c in schematischer, teilweise geschnittener Seitenansicht die Positionierung eines erfindungsgemäßen Fenster- oder Türlüftungssystems an einem Fenster- oder Türflügel.

Die 1 zeigt in perspektivischer Darstellung einen Außenwanddurchlass in Form eines Fensters. Das Fenster umfasst einen Blendrahmen 1 und einen schwenk- und kippbeweglich gelagerten Fensterflügel 2. Zur Belüftung des an dem Fenster anliegenden Wohnraumes ist in dem Fensterfalz ein Belüftungsweg ausgebildet, der dadurch Ein- und Ausgänge von außen nach innen umfasst, dass die umlaufend zwischen Fensterflügel 2 und Blendrahmen 1 ausgebildete Fensterdichtung auf der Außenseite und auf der Innenseite teilweise unterbrochen oder perforiert ausgebildet ist. Das Fenster- oder Türlüftungssystem umfasst ein erstes Fenster- oder Türlüftungselement 3, das im Bereich des oberen Querholmes des Blendrahmens 1 im Fensterfalz 30 angeordnet ist. Weiterhin umfasst das Fenster- oder Türlüftungssystem ein (zweites) Fenster- oder Türlüftungselement 4, das am unteren Flügelüberschlag 25 des Fensterflügels 2, also auf der zum ersten Fenster- oder Türlüftungselement 3 entgegengesetzten Seite des Fensters angeordnet ist. Durch in der außenseitigen, umlaufenden Dichtung zwischen Fensterflügel 2 und Blendrahmen 1 ausgebildete Durchbrechungen strömt von außen, durch die Pfeile 5a und 5b angedeutet, Frischluft in den Fensterfalzbereich zwischen Blendrahmen 1 und Fensterflügel 2 ein. Längs des Fensterfalzes gelangt die Frischluft dann sowohl zum ersten Fenster- oder Türlüftungselement 3 und strömt dort, durch Pfeile 6a angedeutet, als Zuluft in den Wohnungsinnenraum als auch zu dem (zweiten) Fenster- oder Türlüftungselement 4 und strömt dort, durch Pfeile 6b angedeutet, als Zuluft in den angrenzenden Wohnungsinnenraum.

Wie insbesondere aus den 3a bis 3c ersichtlich ist, besteht das zweite Fenster- oder Türlüftungselement 4 aus einer Grundplatte 7, einem Dichtungsschieber 8 und einer oberen Führungsplatte 9, wobei der Dichtungsschieber 8 zwischen der unteren Grundplatte 7 und der oberen Führungsplatte 9 angeordnet ist. Die Grundplatte 7 weist an einer Längskante hervorstehende und sich rechtwinklig abgewinkelt aus der Grundfläche der Grundplatte 7 erstreckende Begrenzungsstege 10a bis 10e auf, die in der in den 2 und 4a bis 4c dargestellten Einbau- oder Gebrauchsposition des zweiten Fenster- oder Türlüftungselementes 4 zwischen sich eine oder mehrere schlitzförmige Öffnungen 11a bis 11d ausbilden, die Bestandteil des Lüftungsströmungsweges 6b sind. Seitlich, mit dem äußeren Ende der beiden äußeren Bewegungsstege 10a und 10e außenseitig abschließend, sind auf der Grundfläche der Grundplatte 7 seitliche Führungsstege 12 und 13 ausgebildet. Weiterhin sind die äußeren Begrenzungsstege 10a und 10e mit einer weichen Dichtungsfläche 14, 15 versehen. Insgesamt sind die äußeren Begrenzungsstege 10a und 10e dann in einer solchen Stärke ausgebildet, dass die in der Einbau- und Gebrauchsposition des zweiten Fenster- oder Türflügelelementes 4 dann unmittelbar daran seitlich anliegende Türflügelüberschlagsdichtung 16 in diesem Bereich dieselbe Dickenerstreckung wie der angrenzende Steg 10a, 10e aufweist. Auf diese Weise fügt sich dann, wie dies in 3c durch unterbrochene Darstellung angedeutet ist, das zweite Fenster- oder Türlüftungselement 4 mit seinen Begrenzungsstegen 10a und 10e nahtlos an die an dieser Stelle unterbrochene, ansonsten umlaufende Türflügelüberschlagsdichtung 16 ein, so dass der durch die schlitzförmigen Öffnungen 11a bis 11d geführte Lüftströmungsweg 6b seitlich abgedichtet ist. In Flucht zu den inneren drei Begrenzungsstegen 10b, 10c und 10d sind in der Grundfläche der Grundplatte 7 Schraub- und Führungsdome 17a bis 17c ausgebildet. Die Schraub- und Führungsdome 17a bis 17c stehen aus der Grundfläche der Grundplatte 7 hervor und weisen zentral eine Öffnung zur Aufnahme eines Schraubgewindes einer Schraube 21 auf, mittels welcher das Fensterlüftungselement 4 an dem Fensterflügelüberschlag 25 festgelegt ist. Der Dichtungsschieber 8 liegt auf der Grundfläche der Grundplatte 7 mit seinen seitlichen Kantenbereichen zwischen den seitlichen Führungsstegen 12, 13 geführt verschiebbar auf. Dabei greifen die Schraub- und Führungsdome 17a bis 17c in Langlochöffnungen 18a bis 18c des Dichtungsschiebers 8 ein, so dass sich hierdurch eine weitere Führung des Dichtungsschiebers 8 auf der Grundplatte 7 ergibt. Auf der den Begrenzungsstegen 10a bis 10e zugewandten Längsseite des Dichtungsschiebers 8 ist eine Dichtkante oder Dichtnase 19 angeordnet, die aus einem angespritzten, weichen Kunststoff besteht. In der Einbau- und Gebrauchsposition des zweiten Fenster- oder Türlüftungselementes 4 liegt bei geschlossener Stellung des Dichtungsschiebers 8 diese Dichtnase 19 an dem angrenzenden Bereich des Blendrahmens 1 plan und dichtend an, wie es in der 8c angedeutet ist. Auf der der Dichtnase 19 gegenüberliegenden Längsseite des Dichtungsschiebers 8 ist rechtwinklig aus der Grundfläche des Dichtungsschiebers 8 hervorstehend eine Griffleiste 20 ausgebildet, die sich über die gesamte Länge des Dichtungsschiebers 8 erstreckt. An dieser Griffleiste 20 ist der verschiebbar auf der Grundplatte 7 gelagerte Dichtungsschieber 8 manuell erfassbar und in seine verschiedenen Öffnungspositionen bewegbar. Hierbei besteht die eine maximale Position des Dichtungsschiebers in der Verschlussposition, wie sie in der 4c dargestellt ist, und die andere in der maximalen Öffnungsposition, in welcher die Dichtnase 19 hinter die die schlitzförmigen Öffnungen 11a bis 11d begrenzende Längsseitenkante der Grundplatte 7 zurückgezogen ist. In dieser Position liegt dann die der Dichtnase 19 zugewandte Begrenzungsfläche der Langlochöffnungen 18a bis 18c an der äußeren Begrenzungsfläche des jeweiligen Schraub- und Führungsdomes 17a bis 17c an, wie dies in 4b schematisch dargestellt ist. Auf der Grundfläche 7 wird der Dichtungsschieber 8 mit Hilfe der oberen Führungsplatte 9 gehalten, die mittels Schrauben 21, die durch Bohröffnungen 22a bis 22c in der oberen Führungsplatte 9 und die Lochöffnungen 18a bis 18c hindurch in die zentralen Öffnungen der Schraub- und Führungsdome 17a bis 17c eingreifen und damit die obere Führungsplatte 9 an der Grundplatte 7 festlegen, wobei der Dichtungsschieber 8 dann gleitbeweglich zwischen der oberen Führungsplatte 9 und der Grundplatte 7 gelagert ist. Außen ist seitlich an der Grundplatte 7 jeweils an die seitlichen Führungsstege 12, 13 angrenzend eine seitliche Begrenzungswand 23, 24 ausgebildet. Während die seitlichen Führungsstege 12, 13 relativ flach ausgebildet sind und in etwa eine Stärke aufweisen, die in etwa der Stärke der Grundplatte 7, der Stärke des Dichtungsschiebers 8 und der Stärke der oberen Führungsplatte 9 entspricht, die jeweils 1 mm bis 5 mm betragen, weisen die seitlichen Begrenzungswände 23, 24 eine deutlich größere Erstreckung auf, die bündig mit der Höhe und Erstreckung der Griffleiste 20 abschließt.

Das zweite Fenster- oder Türlüftungselement 4 weist eine solche Breitenerstreckung B und eine solche Höhenerstreckung H auf, dass in der Gebrauchsposition des Fenster- oder Türlüftungselements 4 der angrenzende Fenster- oder Türflügel 2 schwenk- und/oder kippbar ist bzw. bei nachgerüstetem Fenster- oder Türlüftungselement 4 bleibt. Insbesondere ist das zweite Fenster- oder Türlüftungselement 4 so dimensioniert, dass bei Befestigung des Fenster- oder Türelementes 4 auf dem Fensterflügelüberschlag 25 auf dem dem angrenzenden Fenster- oder Türblendrahmen 1 zugewandten Bereich und bei Befestigung auf dem Blendrahmen 1 in dem dem angrenzenden Fenster- oder Türflügel 2 zugewandten Bereich über einen im wesentlichen der Breite B2 des Fenster- oder Türüberschlags entsprechenden Bereich der Breitenerstreckung B des Fenster- oder Türlüftungselementes 4 eine Höhenerstreckung H ausgebildet ist, die ein Verschwenken und/oder Verkippen des Fenster- oder Türflügels 2 ermöglicht und nicht verhindert. In dem Ausführungsbeispiel wird dieses dadurch erreicht, dass in der auf dem Fensterflügelüberschlag 25 montierten Einbau- und Gebrauchsposition des Fenster- oder Türlüftungselementes 4 die seitlichen Begrenzungswände 23, 24 eine Abschrägung 26 aufweisen, die ein Öffnen des Fensterflügels 2 in Kippstellung ermöglichen. Außerdem ist die durch die Stärke der aufeinanderliegenden Elemente Grundplatte 7, Dichtungsschieber 8 und obere Führungsplatte 9 und den Schraubenkopf gebildete Höhenerstreckung H, des Fenster- oder Türenelementes in diesem Bereich ebenfalls so niedrig ausgebildet, dass, beispielsweise wenn keine Begrenzungswände 23 und 24 vorhanden wären, auch in diesem Falle ein Verschwenken und/oder Verkippen des Fensterflügels 2 auf die angrenzende Blendrahmenfläche 27 des Blendrahmens 1 zu möglich ist und nicht behindert wird.

Diese geometrische Ausgestaltung und Größenausprägung des Fenster- oder Türlüftungselementes 4 macht es möglich, dieses allseits an der Seitenfläche eines Fensterflügels 2 anzuordnen. Auch an den Längsseiten, an denen Beschläge angeordnet sind, die ein Aufschwenken des Fensterflügels ermöglichen, kann das Fenster- oder Türlüftungselement 4 angeordnet werden, da es die Schwenkbewegung des Fensterflügels 2 nicht behindert. Zu der Ausgestaltung des Ausführungsbeispieles gehört es weiterhin, dass in der an dem Fensterflügelüberschlag 25 angeordneten Gebrauchsposition des Fenster- oder Türlüftungselementes 4 die dem Blendrahmen 1 zugewandte Längskante der oberen Führungsplatte 9 nicht über die türflügelrahmeninnenseitige Türflügelüberschlagsanlagefläche 28, in Verlängerung dargestellt durch die Strichlinie 28a, übersteht. Ebenso steht auch die die schlitzförmigen Öffnungen 11a bis 11d begrenzende Längskante der Grundplatte 7 nicht über die Türflügelüberschlagsanlagefläche 28 über.

In der in den 2 und 4a bis 4c dargestellten Einbau- und Gebrauchsposition des Fenster- oder Türlüftungselementes 4 ist dieses mit seinen rechtwinklig nach oben weisenden, an der Grundplatte 7 angeordneten Begrenzungsstegen 10a bis 10e in den Bereich der Flügelüberschlagsdichtung 16 hineinreichend mittels der Schrauben 21 an der Unterseite des Fensterflügelüberschlags 25 befestigt. In dieser Position lässt sich durch manuelles Betätigen des Dichtungsschiebers 8 der zwischen den schlitzförmigen Öffnungen 11a bis 11d gebildete Luftströmungsweg 6b öffnen oder verschließen und damit der den Luftströmungsweg 6b bestreichende Belüftungsvolumenstrom beeinflussen. In der in der 4c dargestellten Verschlussposition liegt die Dichtnase 19 plan und dichtend an der Blendrahmenfläche 27 an und verschließt den Luftströmungsweg 6b. Hierbei sind die Langlochöffnungen 16a bis 16c in dem Dichtungsschieber 8 dermaßen ausgebildet, dass sie in dieser Verschlussposition von der Grundfläche der Grundplatte 7 vollständig abgedeckt sind, so dass sich durch die Langlochöffnungen 18a bis 18c hindurch kein Luftströmungsweg ausbilden kann. In der, in der 4b dargestellten, vollständigen Öffnungsposition des Fenster- oder Türlüftungselementes 4 befindet sich der Dichtungsschieber 8 in seiner vollständig ausgezogenen Position, wobei dann die Langlöcher 18a bis 18c an den blendrahmenseitigen Rändern der Schraub- und Führungsdomen 17a bis 17c anliegen.

Während sich der Luftstömungsweg 6b im unteren Fensterfalz 29 zu den Frischlufteinlässen 5a, 5b fortsetzt, setzt sich im oberen Fensterfalz 30 der Luftströmungsweg 6a fort. Im oberen Fensterfalz 30 ist das erste Fenster- oder Türlüftungselement 3 angeordnet, das eine die Luftzu- und -abführung selbsttätig regelnde Pendelklappe 31 aufweist. Dieses erste Fenster- oder Türlüftungselementen 3 ist als Regel-air© bekannt und beispielsweise in der DE 199 29 133 A1 beschrieben. Dieses erste Fenster- oder Türlüftungselement 3 stellt die für eine freie Lüftung nach DIN 1946-6 erforderliche Luftaustauschmenge pro Zeiteinheit für eine nutzerunabhängige Mindestlüftung über Außenwanddurchlässe bereit. Das mit dem am Blendrahmen 1 angeordneten ersten Fenster- oder Türlüftungselement 3 zusammenwirkende zweite, erfinderische Fenster- oder Türlüftungselement 4 stellt darüber hinaus die für eine Grund- und/oder Bedarfslüftung erforderliche Luftaustauschmenge zur Verfügung.

Die anstehende Überarbeitung der Lüftungsnorm DIN 1946-6 sieht für die freie Lüftung (Querlüftung) eine nutzerunabhängige, schimmelpilzvermeidende Mindestbelüftung über Außenwand-Luftdurchlässe (ALD) vor, wobei das Öffnen der Fenster zu Lüftungszwecken für die Mindestlüftung unberücksichtigt bleibt. Bei der darüber hinaus erforderlichen Grund- bzw. Bedarfslüftung ist ein höherer Luftdurchgang bzw. Luftaustausch vorgesehen als bei der Mindestlüftung. Außenwandluftdurchlässe (ALD) müssen zukünftig diese Forderungen erfüllen. Während fensterintegrierte Lüftungssysteme, wie z.B. der Regel-air® Fensterfalzlüfter, die Bedingungen der Mindestlüftung erfüllen, ist der durch sie erfolgende Luftaustausch für die zusätzliche Erfüllung der Grund- bzw. Bedarfslüftung zu gering. Mit dem aus erstem und zweiten Fenster- oder Türlüftungselement 3, 4 bestehenden Fenster- oder Türlüftungssystem lassen sich nun auch die zusätzlichen Bedingungen der Grund- bzw. Bedarfslüftung erfüllen. Hierzu wurde das zusätzliche, weitere, zweite Fenster- oder Türlüftungselement 4 entwickelt. Dieses insbesondere auf dem Fensterflügelüberschlag 25 zu positionierende Fenster- oder Türlüftungssystem 4 erfordert keine baulichen Veränderungen, insbesondere keine Einfräsungen an dem Fensterflügel 2. Im Bereich der Einbauposition des Fenster- oder Türlüftungselementes 4 wird lediglich die Flügelüberschlagsdichtung 16 entfernt und durch das mit ihren Begrenzungsstegen 10a bis 10e in diesen Bereich eingreifende Fenster- oder Türlüftungselement ersetzt, welches auf dem Fensterflügelüberschlag 25 befestigt wird. In der geschlossenen Position des Dichtungsschiebers 8 übernimmt der dann im Bereich der ausgesparten Türflügelüberschlagsdichtung 16 mit seiner Dichtungsnase 19 plan an dem Blendrahmen 1 bzw. der Blendrahmenfläche 27 anliegende Dichtungsschieber 8 die Dichtfunktion der Türflügelüberschlagsdichtung 16. In seiner Öffnungsposition wird der weitere Luftströmungsweg 6b geöffnet, so dass bei dem erfindungsgemäßen Fenster- oder Türlüftungssystem mithilfe des zweite Fenster- oder Türlüftungselementes 4 dann auch die Forderungen und Bedingungen der Grund- bzw. Bedarfslüftung erfüllt werden, ohne dass ein Fensterflügel zu Lüftungszwecken betätigt werden muss. Allerdings kann der Fensterflügel 2 jederzeit bewegt werden, da aufgrund der geometrischen Abmessungen und Ausbildung des zweiten Fenster- oder Türlüftungselementes 4 dessen Dreh- und Kippfunktion durch das als Flügelüberschlagslüfter ausgebildete Fenster- oder Türlüftungselement 4 nicht behindert wird. Die selbsttätig öffnende und schließende Pendelklappe 31 des ersten Fenster- oder Türlüftungselementes 3 ermöglicht die Erfüllung der nach der DIN 1946-6 aufgeführten Bedingungen einer Mindestlüftung. Dadurch, dass das erste Fenster- oder Türlüftungselement 3 oben im Bereich des Querholmes von Blendrahmen 1 und Fensterflügel 2 im oberen Fensterfalz 30 angeordnet ist und das zweite Fenster- oder Türlüftungselement 4 auf der entgegengesetzten Seite am Fensterflügelüberschlag 25 befestigt ist, ergibt sich eine besonders effiziente und effektive Zusammenwirkung der beiden Fenster- oder Türlüftungselemente 3, 4. Insbesondere während der Heizperiode wird aufgrund der Temperaturunterschiede zwischen innen und außen die Abluft oben am Fenster abgeführt 6a und strömt die dem Innenraum zugeführte Frischluft unten über den Überschlagslüfter bzw. das zweite Fenster- oder Türlüftungselement 4 (6b) in den Innenraum. Auch wenn in den Figuren der Lüftungsweg von außen 5a, 5b nach innen 6a, 6b dargestellt ist, kann die Luftströmung auch umgekehrt von innen nach außen erfolgen.

Insgesamt handelt es sich um ein Fenster- oder Türlüftungssystem, das nachrüstbar an vorhandene Fenster oder Türen anzubringen ist und das keine Fräsungen in Flügel oder Rahmen erfordert, sondern wobei lediglich ein Stück der innen und außen umlaufenden Gummidichtung entfernt werden muss. Auch ist es wieder problemlos entfernbar. Bei einem Rückbau muss lediglich zumindest stellenweise die Gummidichtung zwischen Blendrahmen und Tür- bzw. Fensterflügel ersetzt werden. Ansonsten können sowohl erstes als auch zweites Fenster- oder Türlüftungselement 3, 4 problemlos wieder entfernt werden.

Die Fenster- oder Türlüftungselemente, insbesondere das zweite Fenster- oder Türlüftungselement 4 ist vorzugsweise aus Kunststoffspritzguss technisch hergestellt. Es ist aber auch möglich, die Grundplatte 7, den Dichtungsschieber 8 und die obere Führungsplatte 9 beispielsweise aus Metall herzustellen.


Anspruch[de]
  1. Fenster- oder Türlüftungselement (4) mit einer im Bereich der Flügelüberschlagsdichtung (16) zwischen Fenster- oder Türflügelüberschlag (25) zumindest bereichsweise eingreifenden Grundplatte (7) mit seitlichen Führungsstegen (12, 13) und/oder seitlichen Begrenzungsflächen oder -wänden (23, 24) und mindestens einem daran den Belüftungsvolumenstrom im Fenster- oder Türfalz (29, 30) beeinflussenden Belüftungselement, wobei die Grundplatte (7) an ihrer Längsseite mindestens zwei hervorstehenden Begrenzungsstege (10a10e) aufweist, die in den Dichtungsbereich der Flügelüberschlagsdichtung (16) zwischen Fenster- oder Türflügel (2) und Fenster- oder Türblendrahmen (1) unter Ausbildung eines Luftstömungsweges (6b) eingreifbar positionierbar sind, so dass das Fenster- oder Türlüftungselement (4) an dem Fenster- oder Türflügelüberschlag (25) oder an dem daran angrenzenden Bereich von Fenster- oder Türblendrahmen (1) in einer den Fenster- oder Türfalz (29) belüftenden Gebrauchsposition anbringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Grundplatte (7) ein Dichtungsschieber (8) in den, den Luftströmungsweg (6b) bestreichenden Belüftungsvolumenstrom beeinflussbarer Weise verstellbar angeordnet ist und das Fenster- oder Türlüftungselement (4), insbesondere die Grundplatte (7) und der Dichtungsschieber (8), zumindest im an der Flügelüberschlagsdichtung (16) anliegenden Bereich der Breitenerstreckung (B2) des Fenster- oder Türflügels (2) eine solche Breitenerstreckung (B) und Höhenerstreckung (H) aufweist/aufweisen, dass in der Einbau- und Gebrauchsposition des Fenster- oder Türlüftungselementes (4) der Fenster- oder Türflügel (2) schwenk- und/oder kippbar ist.
  2. Lüftungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungsschieber (8) insbesondere plattenförmig ausgebildet ist sowie zwischen der Grundplatte (7) und einer oberen Führungsplatte (9) gleitbeweglich gelagert ist.
  3. Lüftungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Führungsplatte (9) nicht über die fenster- oder türflügelrahmeninnenseitige Fenster- oder Türflügelüberschlagsanlagefläche (28) übersteht.
  4. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (7) Schraub- und Führungsdome (17a, 17b, 17c) aufweist, welche in Langlochöffnungen (18a, 18b, 18c) des Dichtungsschiebers (8) eingreifen.
  5. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungsschieber (8) an seiner Längskante eine Dichtnase (19), vorzugsweise aus angespritztem, weichem Kunststoff aufweist.
  6. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Begrenzungswände (23, 24) in dem in ihrer Einbau- oder Gebrauchsposition dem Fenster- oder Türblendrahmen (1) zugewandten Bereich Abschrägungen (26) aufweisen, die derart dimensioniert sind, dass sie bei einem Kippen oder Schwenken des in der Einbau oder Gebrauchsposition des Fenster- oder Türlüftungselementes (4) angrenzenden Fenster- oder Türflügels (2) in seiner Öffnungsstellung nicht oder allenfalls in der maximalen Öffnungsposition des Fenster- oder Türflügels (2) in Anlage an den Fenster- oder Türblendrahmen (1) gelangen.
  7. Fenster- oder Türlüftungssystem, umfassend ein, vorzugsweise im Fenster- oder Türfalz (30) anzuordnendes erstes Fenster- oder Türlüftungselement (3) mit einem Belüftungsvolumenstrombegrenzer in Form einer luftdruck- und/oder belüftungsvolumenstromabhängig selbsttätig öffnenden und schließenden Pendelklappe (31), dadurch gekennzeichnet, dass das Fenster- oder Türlüftungssystem ein zweites Fenster- oder Türlüftungselement (4) umfasst, das nach einem der Ansprüche 1 bis 6 ausgebildet ist.
  8. Fenster- oder Türlüftungssystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Fenster- oder Türlüftungselement (3) die für freie Lüftung nach DIN 1946-6 erforderlichen Luftaustauschmengen pro Zeiteinheit für eine nutzerunabhängige Mindestlüftung über Außenwanddurchlässe bereitstellt und das zweite Fenster- oder Türlüftungselement (4) den darüber hinaus für eine Grund- und/oder Bedarfslüftung erforderlichen Volumenstrom bewirkt.
  9. Fenster- oder Türlüftungssystem nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Fenster- oder Türlüftungselement (3) oben an einem Fenster oder einer Türe angeordnet ist und das zweite Fenster- oder Türlüftungselement unten an dem Fenster oder der Türe angeordnet ist.
  10. Fenster- oder Tür, dadurch gekennzeichnet, dass daran ein Fenster- oder Türlüftungselement (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 angebracht ist und/oder das Fenster oder die Türe ein Fenster- oder Türlüftungssystem nach einem der Ansprüche 7 bis 10 umfasst.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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