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Dokumentenidentifikation DE202005014435U1 12.01.2006
Titel Dreidimensionales Kinderbuch
Anmelder Albrecht, Urs-Vito, Dr.med., 31832 Springe, DE
DE-Aktenzeichen 202005014435
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.01.2006
Registration date 08.12.2005
Application date from patent application 13.09.2005
IPC-Hauptklasse B42D 1/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A63H 33/38(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Kinderbücher stellen ein wichtiges Medium zur Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit da. Die Bücher fokussieren die Aufmerksamkeit der Erwachsenen auf sie. Durch Vorlesen wird die Konzentration auf das Kind gelenkt, welches dieses natürlich sehr schätzt. Über diese Brücke können sowohl Prosa und Lyrik vermittelt werden als auch lehrender Inhalt, der auf die Bedürfnisse des Kindes zugeschnitten ist. Angesprochen wird dabei aber immer die kindliche Phantasie.

Das wird mit verschiedenen Hilfsmitteln bewerkstelligt. Neben dem Text, der im Idealfall eingängig, intelligent und witzig sein sollte, stehen Grafiken im Vordergrund. Gerade der visuelle Kanal ist für Kinder, die noch nicht lesen können sehr wichtig und unterstreicht die vorgelesen Worte und füllt sie mit mehr Inhalt.

Sogenannte Pop-Up Bücher (beim Aufklappen der Seiten entwickeln sich pseudo-dreidimensionale Objekte durch Hervortreten einzelner bedruckter Papierstreifen) machen das Betrachten der Bilder noch interessanter.

Ein wesentliches Bedürfnis des Kindes, nämlich seinem Spieltrieb ausleben zu können, decken wenige Bücher ab. So gibt es elektronische Bücher mit Tastern und kleineren Leuchtelementen oder Bücher, die ganz aus Stoff bestehen und die sich gefahrlos werfen lassen. Diese Bücher beschränken sich aber auf eine zweidimensionale Form oder lassen nicht einen Wechsel von einer Fläche zu einem Körper (oder umgekehrt) zu.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein zweidimensionales Buch mit dreieckigen Seiten zu schaffen, das mit seinen verbundenen Seiten durch eine einfache Faltung ermöglicht, einen dreidimensionalen Körper in Form einer freistehenden Pyramide entstehen zu lassen, die dann in andere Spiele, z.B. mit Bausteinen etc. integriert werden kann. Weiter soll es möglich sein, einzelne Seiten buchähnlich umzuklappen, was ein Lesen und Vorlesen in gewohnter Weise ermöglicht. Ergänzend soll ein vollständiges Aufklappen der Erfindung ihre gesamte Fläche preisgeben, die dann einem Spielplan entspricht.

Die Ausarbeitung der Erfindung ermöglicht eben diese Kombinationen seiner einzelnen Seiten unter Einbeziehung der Vorder- und Rückseiten, ohne dass die einzelnen Seiten voneinander getrennt werden.

Mit der Erfindung wird die Aufmerksamkeit, räumliche Vorstellungskraft und manuelle Geschicklichkeit beim Spielen gefördert. Weiter kann der allgemeinbildende Lerneffekt durch eine interessante Gestaltung der Oberfläche (ansprechende Motive, z.B. Hieroglyphen und Gegenstände aus Ägypten ) potenziert werden. Durch die mannigfachen Möglichkeiten wird das Kind zum Spielen motiviert.

Ausführungsbeispiele:

1. Abbildung der Bestandteile des Kinderbuches. A zeigt exemplarisch die notwendigen Einzelteile: zwei gleichseitige Dreiecke (A 1 und 2), eine Gewebebrücke (A 4) und einen reversiblen Adhäsionsmechanismus, Klettverschluss oder Magnet (A 3). B zeigt die Anordnung von sechs Dreiecken der Außenseite. Die Dreiecke sind gegen den Uhrzeigersinn nummeriert. 1 ist die Titelseite des Buches, 2 die Rückseite des Buches. 3 – 6 bilden die vier Seiten des Pyramidenkörpers, die nach Faltung sichtbar werden . Die Dreiecke werden so bedruckt, dass die Basis der Grafiken jeweils unten steht (zur Basis des Dreiecks gerichtet). C zeigt die Anordnung der inneren Dreiecke (7–12) , die als eigentliche Buchseiten dienen. Sie sind als Träger der Inhalte wie Texte oder eines Spielplans.

2. Konstruktion. D beschreibt die einzelnen Schritte zur Fertigstellung der Konstruktion. Mit dem Dreieck 1 wird begonnen, an ihm wird eine Gewebebrücke an der linken Dreiecksseite fixiert, daran wird die rechte Dreiecksseite des nächsten Dreiecks (D 6) befestigt. Ein genügender Zwischenraum muss zwischen den Dreiecken bestehen, damit eine Klappbewegung möglich ist. Nach diesem Rhythmus werden die ersten sechs Dreiecke fixiert mit der Ausnahme, dass Dreieck 1 und 2 nicht miteinander verbunden werden. Aus dem Zusammenfügen entsteht ein Hexagon (D 8). Nach Umdrehen dieses Hexagons wird die andere Seite des Konstrukts mit den verbleibenden sechs Dreiecken versehen (D 9).

3. Faltungen: Buchform. E beschreibt die Faltung, die als Basis für alle weiterführende Faltungen, z.B. zum Buch, zum Seitenumschlagen, zum Spielplan oder zur Pyramide gilt. Entscheidend sind die wechselseitigen Aufwärtsfaltungen (E 12) und Abwärtsfaltungen (E 13), die im Uhrzeigersinn mit einer Aufwärtsfaltung (E 13) zwischen Dreieck 1 und 6 beginnt. Das Endprodukt der Faltung ergibt die Buchform, die als Ausgangsform für die folgenden Faltungen angenommen wird.

4. Faltung: Seiten. Die in F angegeben Sequenz zeigt, wie die Seiten einzeln umgeschlagen werden können (F 14). Die Titelseite (Dreieck 1) liegt zuoberst. Ihre Rückseite (Dreieck 7, die erste Seite der Innenseite) kommt nach dem Umklappen zum Vorschein, danach Dreieck 8 usw.

5. Faltung: Hexagon (Spielplan). In G beschreibt die Sequenz, dass nach Umblättern der ersten Seite und dem anschließendem Ziehen an dieser Seite im Uhrzeigersinn, sich die miteinanderverbundenen Seiten, respektive Dreiecke, zu einem Hexagon aufklappen fassen und den Inhalt der Innenseiten auf einen Blick preisgibt.

6. Faltung: Pyramidenkörper. Der Ablauf in H zeigt, wie aus der Buchform des Konstrukts eine selbststehende Pyramide gefaltet wird. Entscheidend ist, dass sämtliche Seiten (respektive Dreiecke) von hinten nach vorn geklappt werden (eine Bewegung nach links in der Achse) (H 17). Die Titelseite (sichtbares Dreieck 1) und die Rückseite (sichtbares Dreieck 2) werden mit einem reversiblen Adhäsionsmechanismus, z.B. einem Klettverschluss, fixiert, was der späteren Pyramide mehr Stabilität gibt (H 18). Nach Aufklappen der unteren Spitzen der Raute (H 19) formiert sich automatisch die Pyramide.


Anspruch[de]
  1. Dreidimensionales Kinderbuch Dadurch gekennzeichnet, dass es von seiner zweidimensionalen Grundstruktur aus vornehmlich gleichseitigen Dreiecken (1 A: 1, 2) in einen dreidimensionalen Körper in Form einer selbststehenden Pyramide überführt werden kann (6 H: 20).
  2. Dreidimensionales Kinderbuch nach Anspruch 1 Dadurch gekennzeichnet, dass sowohl ein normales Lesen des Inhaltes des Kinderbuches , mit Umschlagen von einzelnen Seiten (4 F: 14), die von gleichseitigen Dreiecken (1 A: 1, 2) gestellt werden, möglich ist, als auch das Auseinanderfalten des Konstruktes zu einem Spielplan in Form eines Hexagons (5 G) und ein Falten zu einer selbststehenden Pyramide (6 H) gestattet wird.
  3. Dreidimensionales Kinderbuch nach Anspruch 1 Dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Außenseiten der sechs innenliegende gleichseitigen Dreiecke 712 (1 C) als auch die Außenseiten der außenliegenden gleichseitigen Dreiecke 16 (1 D) bedruckt werden.
  4. Dreidimensionales Kinderbuch nach einem der vorherigen Ansprüche Dadurch gekennzeichnet, dass es aus mindestens sechs gleichseitigen Dreiecken (1 A: 1, 2) der selben Größe besteht, die jeweils um 60° versetzt an den Dreiecksseiten über eine Gewebsbrücke (1 A: 4) miteinander verbunden sind (2 D: 5 und 2 D: 6), wobei ein genügender Zwischenraum zwischen den Dreiecken bestehen muss, so dass sie sich um die Gewebsbrücke als Gelenk, mit der Dreiecksseite als Achse, bewegen können.
  5. Dreidimensionales Kinderbuch nach einem der vorherigen Ansprüche Dadurch gekennzeichnet, dass die unter 4 genannten Gewebsbrücken stabil widerstandsfähig genug sind, ständige Klapp- und Faltbewegungen ohne zu reißen auszuhalten und dabei so elastisch ist, dass diese Bewegungen ohne große Mühe durchzuführen sind.
  6. Dreidimensionales Kinderbuch nach einem der vorherigen Ansprüche Dadurch gekennzeichnet, dass die unter 4 genannten Verbindung an einer Stelle unterbrochen ist, am Besten bei Dreieck 1 und 2 (2 D), um Klappbewegungen aller Dreiecke gegeneinander zu ermöglichen.
  7. Dreidimensionales Kinderbuch nach einem der vorherigen Ansprüche Dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verbinden nach den Punkten 4 und 5 von sechs gleichseitigen Dreiecken mit den Gewebsbrücken auf der Rückseite des Konstruktes (2 D: 10) weitere sechs Dreiecke aufgebracht werden um einerseits die Gewebsbrücken exakt in der Mitte zu halten und um andererseits die Dreiecke, die als Buchseiten fungieren, zu verstärken (2 D: 9 und 11).
  8. Dreidimensionales Kinderbuch nach einem der vorherigen Ansprüche Dadurch gekennzeichnet, dass die Faltung zur Buchform (3 E) über abwechselnde Aufwärtsfaltungen (3 E: 13) und Abwärtsfaltungen (3 E:12) der einzelnen Gewebsbrücken (Gelenke) im Uhrzeigersinn erfolgt, wobei mit dem Dreieck begonnen werden sollte, was zu seiner rechten Dreiecksseite nicht mit einem anderen Dreieck verbunden ist (in der Darstellung ist es das Dreieck mit der Nr.1)
  9. Dreidimensionales Kinderbuch nach einem der vorherigen Ansprüche Dadurch gekennzeichnet, dass das Blättern der Seiten (4 F: 14) von links nach rechts durch die Faltung nach Punkt 8 ermöglicht wird, da die Konstruktion das Umschlagen von zwei aufeinaderliegenden Dreiecken in die Wunschrichtung erlaubt.
  10. Dreidimensionales Kinderbuch nach einem der vorherigen Ansprüche Dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnen eines Spielplans in Form eines Hexagons (5 G) von links nach rechts durch die Faltung nach Punkt 8 ermöglicht wird, wenn nach dem Aufschlagen der ersten Seite, diese im Uhrzeigersinn aufgezogen wird (5 G: 15), bis die Dreiecke eben liegen.
  11. Dreidimensionales Kinderbuch nach einem der vorherigen Ansprüche Dadurch gekennzeichnet, dass das Falten eines Pyramidenkörpers durch die Konstruktion nach den vorhergehenden Punkten als Basis ermöglicht.
  12. Dreidimensionales Kinderbuch nach einem der vorherigen Ansprüche Dadurch gekennzeichnet, dass das Falten (6 H) eines Pyramidenkörpers exemplarisch für mehrere Methoden, mit dem Umklappen der letzten vier (respektive acht) Dreiecken von hinten nach vorn über das Gelenk der Dreiecke 6 und 5 (Außenseite), respektive 8 und 9 (Innenseite) begonnen wird, wobei die Seiten 1 und 2 an den an ihren Vorderseiten angebrachten reversiblen Adhäsionsmechanismen (2 D:6), wie z.B. Klettverschluss oder Magneten, verbunden werden (6 H: 18) und anschließend das Aufziehen der Ecken zwischen Dreieck 3 und 4 und Dreieck 9 und 10 zum ausbilden einer selbststehenden Pyramide führt.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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