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Dokumentenidentifikation DE202005014957U1 12.01.2006
Titel Befestigungsvorrichtung für einen Dachschneefänger
Anmelder Haushammer, Karl-Heinz, 64743 Beerfelden, DE
Vertreter Meyer-Roedern, G., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 69115 Heidelberg
DE-Aktenzeichen 202005014957
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.01.2006
Registration date 08.12.2005
Application date from patent application 22.09.2005
IPC-Hauptklasse E04D 13/10(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für einen Dachschneefänger.

Dachschneefänger werden in der Praxis mit hakenförmigen Flacheisen am Gebälk des Dachs befestigt. Die Flacheisen untergreifen dabei die Dachziegel. Damit geht einiger Platzbedarf einher, der oft dazu nötigt, ein Stück Dachziegel abzuschlagen, um das Flacheisen unterzubringen. Wo die Flacheisen auf den Dachziegeln aufliegen, wirkt durch das Eigengewicht des Dachschneefängers und die Schneelast ein hoher Preßdruck. Es besteht die Gefahr, den Dachziegel hier zu spalten.

Aus der Praxis sind auch Metalldachplatten mit aufgenieteten Haltern für Dachschneefänger bekannt. Von Nachteil ist dabei der hohe Gestehungsaufwand.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine unaufwendige, langlebige Befestigungsvorrichtung für einen Dachschneefänger zu schaffen, die wenig Platz braucht, beschädigungslos unter herkömmlichen Dachziegeln aus Ton oder Beton verlegt werden kann und den Preßdruck darauf zu begrenzen ermöglicht.

Die diese Aufgabe lösende Befestigungsvorrichtung besteht aus einem Stück Drahtseil mit Schlaufen an beiden Enden.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform hat das Drahtseil eine große Schlaufe an dem einen Ende und eine kleine Schlaufe an dem anderen Ende. In die große Schlaufe wird der Dachschneefänger in Form eines Balkens, Rohrs o. ä. eingelegt. Die kleine Schlaufe dient zur Aufhängung des Drahtseils am Gebälk.

Die Drahtseile zur Befestigung eines Dachschneefängers können ohne großen baulichen Aufwand eng gesetzt werden, beispielsweise in regelmäßiger Aufeinanderfolge von ein bis zwei Drahtseilen pro Dachsparren. Das Eigengewicht des Dachschneefängers und die Schneelast werden so gleichmäßig auf das Gebälk abgetragen und hohe Preßdruckspitzen auf die Dachziegel vermieden.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das Drahtseil zur Bildung einer jeden Schlaufe mittels wenigstens einer Preßklemme mit sich selbst verbunden. An sich genügt eine Preßklemme pro Schlaufe. Bevorzugt sind aber zwei Preßklemmen pro Schlaufe, die Redundanz und dadurch zusätzliche Sicherheit bieten. Vorzugsweise befindet sich eine der Preßklemmen am Seilende, so daß letzteres in der Preßklemme verschwindet. Das Seilende kann so nicht ausfasern, und es wird der Verletzungsgefahr daran entgegengewirkt.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die kleine Schlaufe des Drahtseils durch eine tropfenförmige Kausche verstärkt.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform besteht das Drahtseil aus Edelstahl. Wegen seiner Korrosionsbeständigkeit empfiehlt sich dieses Material auch für die Preßklemmen und die Kausche.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Gezeigt ist mit ca. 70 %iger Verkleinerung ein Stück Drahtseil 10, das an seinem einen Ende eine große Schlaufe und an seinem anderen Ende eine kleine Schlaufe bildet. Die Länge des nur ansatzweise dargestellten Seilstücks dazwischen beträgt ca. 35 cm.

Zur Bildung einer jeden der beiden Schlaufen ist das Drahtseil 10 mittels zweier Preßklemmen 12, 14 mit sich selbst verbunden. Eine davon befindet sich am Seilende, so daß letzteres in der Preßklemme 12 verschwindet.

Die kleine Schlaufe ist durch eine tropfenförmige Kausche 16 verstärkt. Es ist dies ein Ring mit einem rinnenförmigen, nach außen weisenden Rand, in den das Drahtseil 10 paßt. Die die kleine Schlaufe zusammenhaltende Preßklemme 14 sitzt unmittelbar hinter der Kausche 16.

10Drahtseil 12Preßklemme am Seilende 14Preßklemme 16Kausche

Anspruch[de]
  1. Befestigungsvorrichtung für einen Dachschneefänger, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Stück Drahtseil (10) mit Schlaufen an beiden Enden besteht.
  2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine große Schlaufe an dem einen Ende und eine kleine Schlaufe an dem anderen Ende des Drahtseils (10).
  3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Drahtseil (10) zur Bildung einer jeden Schlaufe mittels wenigstens einer Preßklemme (12, 14) mit sich selbst verbunden ist.
  4. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch zwei Preßklemmen (12, 14) pro Schlaufe, von denen sich eine (12) am Seilende befindet, so daß letzteres darin verschwindet.
  5. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch eine tropfenförmige Kausche (16) an der kleinen Schlaufe.
  6. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Drahtseil (10) aus Edelstahl besteht.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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