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Dokumentenidentifikation DE202005014997U1 12.01.2006
Titel Vorrichtung zur drehbaren Aufnahme eines Gelenkstativs
Anmelder Hörger und Gäßler oHG, 89567 Sontheim, DE
Vertreter Lorenz und Kollegen, 89522 Heidenheim
DE-Aktenzeichen 202005014997
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.01.2006
Registration date 08.12.2005
Application date from patent application 23.09.2005
IPC-Hauptklasse F16M 11/12(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse F16M 11/14(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur drehbaren Aufnahme eines Gelenkstativs, mit einem Grundkörper und einem gegenüber dem Grundkörper drehbar gelagerten Verbindungselement zur Anbringung des Gelenkstativs.

Gelenkstative sind beispielsweise aus der DE 40 11 178 C2, der DE 40 11 188 C2, der DE 198 12 623 A1 oder der DE 202 00 370 U1 bekannt. Dabei wird meist das Unterteil des Stativs an einem Magneten angebracht und zur gewünschten Positionierung des Stativs wird das Oberteil des Stativs gegenüber dem Unterteil bewegt, wonach die Fixierung bzw. Verspannung des Gelenkstativs erfolgt.

Bei einigen Anwendungen ist es jedoch erforderlich bzw. wünschenswert, das Gelenkstativ auch nach dessen Fixierung noch verdrehen zu können.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur drehbaren Aufnahme eines Gelenkstativs zu schaffen, mit der eine einfache und leicht zu bedienende Verdrehung des Gelenkstativs auch in dessen gespanntem Zustand möglich ist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.

Die erfindungsgemäße Lösung bietet eine sehr einfach zu bedienende und gleichermaßen zuverlässige Möglichkeit, ein Gelenkstativ drehbar mit einem Grundkörper zu verbinden und eine Verriegelung des Gelenkstativs in einer beliebigen Position zu ermöglichen, sodass das Gelenkstativ beispielsweise gegenüber einem Werkstück eingestellt werden kann.

Wenn in einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung vorgesehen ist, dass der Zapfen eine um seinen Umfang umlaufende Nut aufweist, und dass die wenigstens eine Kugel im unverriegelten Zustand des Drehkörpers oberhalb der Mitte der umlaufenden Nut angeordnet ist, so ergibt sich eine sichere Verriegelung des Drehkörpers mit dem Grundkörper, da der Drehkörper bei seiner Verriegelung in axialer Richtung an den Grundkörper herangezogen wird.

Um nicht nur ein Verdrehen sondern auch ein Verkippen des Gelenkstativs gegenüber dem Grundkörper zu ermöglichen, kann in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass das Verbindungselement über eine Kippeinrichtung mit dem Drehkörper verbunden ist.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den restlichen Unteransprüchen. Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung prinzipmäßig dargestellt.

Es zeigt:

1 eine Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung; und

2 einen Schnitt nach der Linie II-II aus 1.

1 zeigt einen Schnitt durch eine Vorrichtung 1 zur drehbaren Aufnahme eines beispielsweise aus der DE 40 11 178 C2 oder der DE 40 11 188 C2 bekannten Gelenkstativs 2, von dem nur ein sehr kurzer, unterer Abschnitt dargestellt ist. Das Gelenkstativ 2 ist an einem Verbindungselement 3 angebracht, welches, wie nachfolgend detaillierter beschrieben, mit einem im vorliegenden Fall als Magnet ausgebildeten Grundkörper 4 verbunden ist. Der Grundkörper 4 weist eine zentrale Bohrung 5 auf, die im dargestellten Ausführungsbeispiel als Gewindebohrung ausgebildet ist. In die Bohrung 5 ist ein Zapfen 6 fest eingeschraubt und kann, um eine unlösbare Verbindung desselben mit dem Grundkörper 4 zu erreichen, auch in die Bohrung 5 eingeklebt sein.

An dem Zapfen 6 ist ein Drehkörper 7 drehbar gelagert. Hierzu weist der Drehkörper 7 eine Bohrung 8 auf, in die der Zapfen 6 eingreift. Vorzugsweise weist der Zapfen 6 gegenüber der Bohrung 8 des Drehkörpers 7 ein Spiel von ca. 0,1 bis 0,3 mm auf. Um den Drehkörper 7 in einer bestimmten Position an dem Zapfen 6 verriegeln zu können, ist eine Verriegelungseinrichtung 9 vorgesehen, die im vorliegenden Fall drei in jeweiligen, als Gewindebohrungen ausgebildeten Bohrungen 10 des Drehkörpers 7 untergebrachte Kugeln 11 aufweist, von denen in der Darstellung gemäß 1 lediglich eine erkennbar ist. Aus dem Schnitt von 2 geht jedoch hervor, dass um den Umfang des Zapfens 6 im vorliegenden Fall insgesamt drei Kugeln 11 vorgesehen sind und dass die Bohrungen 10 vom Außenumfang des Drehkörpers 7 in Richtung zu der zentralen Bohrung 8 verlaufen und dabei gleichmäßig um einen Winkel von jeweils 120° zueinander versetzt sind. Selbstverständlich sind auch andere Anzahlen an Bohrungen 10 und Kugeln 11 möglich.

Zwei der Kugeln 11 sind mittels jeweiliger Gewindestifte 12 gegen ein Herausfallen aus dem Drehkörper 7 gesichert und werden mittels derselben an dem Zapfen 6 angelegt. Die dritte Kugel 11 ist mittels eines auf dieselbe wirkenden Verriegelungselements 13 derart gegen den Zapfen 6 pressbar, dass alle drei Kugeln 11 an dem Zapfen 6 anliegen und den Drehkörper 7 gegenüber dem Zapfen 6 verriegeln. Ähnlich wie die Gewindestifte 12 weist auch das Verriegelungselement 13 ein Gewinde 14 auf, so dass es in den Bohrungen 10 des Drehkörpers 7 in radialer Richtung beweglich ist. Um die Bedienung desselben zu vereinfachen, ist das Verriegelungselement 13 mit einem Hebel 15 versehen.

Wie ebenfalls in 1 dargestellt ist, weist der Zapfen 6 eine um seinen Umfang umlaufende Nut 16 auf, gegen welche die Kugeln 11 gedrückt werden. Hierbei sind die Bohrungen 10 und somit auch die sich in denselben befindlichen Kugeln 11 so angeordnet, dass sie sich im unverriegelten Zustand des Drehkörpers 7 oberhalb der Mitte der umlaufenden Nut 16 befinden. Dadurch findet bei der oben beschriebenen Verriegelung des Drehkörpers 7 gegenüber dem Zapfen 6 mittels des Verriegelungselements 13 eine Axialbewegung zwischen dem Drehkörper 7 und dem Zapfen 6 statt, welche aufgrund der festen Verbindung zwischen dem Zapfen 6 und dem Grundkörper 4 zu einem Anpressen des Drehkörpers 7 gegenüber dem Grundkörper 4 führt. Auf diese Weise wird eine besonders starre Verbindung zwischen dem Drehkörper 7 und dem Grundkörper 4 erreicht.

Zusätzlich zu der beschriebenen Verdrehbarkeit des Verbindungselements 3 gegenüber dem Grundkörper 4 kann dasselbe auch mittels einer Kippeinrichtung 17 gegenüber dem Drehkörper 7 und somit gegenüber dem Grundkörper 4 verkippt werden. Die Kippeinrichtung 17 weist eine Kippplatte 18 auf, welche über zwei Schrauben 19 mit dem Drehkörper 7 verbunden und an einer Drehachse 20 drehbar gegenüber demselben gelagert ist.

Um die Verkippung der Kippplatte 18 gegenüber dem Drehkörper 7 trotz der Verbindung mittels der beiden Schrauben 19 zu ermöglichen, sind zwischen den beiden Schrauben 19 und dem Drehkörper 7 jeweils mehrere Tellerfedern 21 vorgesehen, welche neben dieser Ermöglichung der Kippbewegung um einen bestimmten Winkel außerdem für eine Rückstellung der Kippplatte 18 sorgen. Die Drehachse 20 wird im vorliegenden Fall durch zwei voneinander beabstandete Kugeln 22 gebildet, die zwischen dem Drehkörper 7 und der Kippplatte 18 angeordnet sind und von denen in 1 lediglich eine erkennbar ist.

Um die beschriebene Neigung der Kippplatte 18 gegenüber dem Drehkörper 7 einstellen zu können, ist in einer Gewindebohrung 23 der Kippplatte 18 auf der gegenüberliegenden Seite der Drehachse 20 eine Verstellschraube 24 eingeschraubt, welche über eine Kugel 25 auf den Drehkörper 7 wirkt. Durch entsprechendes Verdrehen der Verstellschraube 24 vergrößert sich in diesem Bereich der Abstand zwischen der Kippplatte 18 und dem Drehkörper 7, wohingegen dieser im Bereich der Drehachse 20 bzw. der Kugeln 22 aufgrund der Verbindung mittels der Schrauben 19 im wesentlichen gleich bleibt. Hierdurch stellt sich ein Winkel zwischen der Kippplatte 18 und dem Drehkörper 7 ein, wodurch das über das Verbindungselement 3 an der Kippplatte 18 angebrachte Gelenkstativ 2 im Winkel verstellt werden kann, beispielsweise um ein an dem Gelenkstativ 2 angebrachtes Messwerkzeug auf ein Werkstück einzustellen.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur drehbaren Aufnahme eines Gelenkstativs, mit einem Grundkörper und einem gegenüber dem Grundkörper drehbar gelagerten Verbindungselement zur Anbringung des Gelenkstativs, dadurch gekennzeichnet , dass das Verbindungselement (3) zumindest mittelbar mit einem Drehkörper (7) verbunden ist, welcher an einem an dem Grundkörper (4) angebrachten Zapfen (6) drehbar gelagert ist, und dass der Drehkörper (7) mittels einer Verriegelungseinrichtung (9) gegenüber dem Zapfen (6) verriegelbar ist, wobei die Verriegelungseinrichtung (9) wenigstens eine in dem Drehkörper (4) untergebrachte Kugel (11) aufweist, welche mittels eines auf dieselbe wirkende Verriegelungselements (13) derart gegen den Zapfen (6) pressbar ist, dass sich eine Verriegelung des Drehkörpers (7) gegenüber dem Zapfen (6) ergibt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (6) eine um seinen Umfang umlaufende Nut (16) aufweist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Kugel (11) im unverriegelten Zustand des Drehkörpers (7) oberhalb der Mitte der umlaufenden Nut (16) angeordnet ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass um den Umfang des Zapfens (6) drei Kugeln (11) angeordnet sind.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei der Kugeln (11) mit Gewindestiften (12) gegen ein Herausfallen aus dem Drehkörper (7) gesichert und an dem Zapfen (6) angelegt sind, und dass die dritte Kugel (11) mittels des Verriegelungselements (13) gegen den Zapfen (6) pressbar ist.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (13) mittels eines Gewindes (14) gegenüber dem Drehkörper (7) verstellbar ist.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (6) mit Spiel in einer Bohrung (10) des Drehkörpers (7) gelagert ist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (3) über eine Kippeinrichtung (17) mit dem Drehkörper (7) verbunden ist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kippeinrichtung (17) eine Kippplatte (18) aufweist, welche mit dem Drehkörper (7) verbunden und um eine Drehachse (20) gegenüber demselben drehbar ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kippplatte (18) mittels wenigstens einer Schraube (19) und zwischen der wenigstens einen Schraube (19) und dem Drehkörper (7) angeordneten Tellerfedern (21) mit dem Drehkörper (7) verbunden ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (20) durch wenigstens zwei zwischen dem Drehkörper (7) und der Kippplatte (18) angeordneten Kugeln (22) gebildet ist.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kippplatte (18) mittels einer zumindest mittelbar auf den Drehkörper (7) wirkenden Verstellschraube (24) gegenüber dem Drehkörper (7) verstellbar ist.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Verstellschraube (24) und dem Drehkörper (7) eine Kugel (25) angeordnet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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