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Dokumentenidentifikation DE60021434T2 12.01.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001340951
Titel Hybridkreislauf zur Verflüssigung von Erdgas
Anmelder Air Products and Chemicals, Inc., Allentown, Pa., US
Erfinder Roberts, Mark Julian, Kempton, US;
Agrawal, Rakesh, Emmaus, US
Vertreter Schwabe, Sandmair, Marx, 81677 München
DE-Aktenzeichen 60021434
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.10.2000
EP-Aktenzeichen 030111413
EP-Offenlegungsdatum 03.09.2003
EP date of grant 20.07.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.2006
IPC-Hauptklasse F25J 1/02(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die Herstellung von verflüssigtem Erdgas (liquefied natural gas = LNG) wird durch Kühlen und Kondensieren eines Beschickungsgasstroms gegen mehrere Kältemittelströme, die durch umlaufende Kälteerzeugungssysteme bereitgestellt werden, erreicht. Das Kühlen der Erdgasbeschickung erfolgt durch verschiedene Kühlzyklen wie den bekannten Kaskadenzyklus, in dem die Kälte durch drei unterschiedliche Kälteerzeugungskreise erzeugt wird. Ein solcher Kaskadenzyklus verwendet Methan-, Ethylen- und Propanzyklen nacheinander, um auf drei unterschiedlichen Temperaturniveaus Kälte zu erzeugen. Ein anderer bekannter Kälteerzeugungszyklus verwendet einen mit Propan vorgekühlten Zyklus mit gemischten Kältemitteln, in dem ein Multikomponentengemisch aus Kältemitteln Kälte über einen ausgewählten Temperaturbereich erzeugt. Das gemischte Kältemittel kann Kohlenwasserstoffe wie Methan, Ethan, Propan und andere leichte Kohlenwasserstoffe sowie auch Stickstoff enthalten. Versionen dieses effizienten Kälteerzeugungssystems werden in vielen LNG-Anlagen auf der ganzen Welt verwendet.

Bei einem anderen Kältezeugungsverfahren zur Verflüssigung von Erdgas wird ein Stickstoffexpanderzyklus verwendet, bei dem Stickstoffgas zuerst komprimiert, mit Luft- oder Wasserkühlung auf Umgebungswerte gekühlt und dann durch gegenläufigen Austausch mit kaltem Stickstoffgas mit niedrigem Druck weiter gekühlt wird. Der gekühlte Stickstoffstrom wird dann durch einen Turboexpander kalt entspannt, um einen kalten Strom von geringem Druck herzustellen. Das kalte Stickstoffgas wird dazu verwendet, die Erdgasbeschickung und den Stickstoffstrom mit hohem Druck zu kühlen. Die durch die Stickstoffexpansion erzeugte Energie kann dazu verwendet werden, eine Stickstoffexpansionsmaschine mit Kompressor, der mit ihrem Schaft verbunden ist, anzutreiben. In diesem Verfahren wird der kalt entspannte Stickstoff dazu verwendet, das Erdgas zu verflüssigen sowie das komprimierte Stickstoffgas im gleichen Wärmetauscher zu kühlen. Der gekühlte unter Druck gesetzte Stickstoff wird im Kaltexpansionsschritt weiter gekühlt, um das kalte Stickstoffkältemittel zur Verfügung zu stellen.

Kälteerzeugungssysteme, bei denen man die Expansion stickstoffhaltiger Kältemittelgasströme nutzt, wurden in der Vergangenheit für kleine LNG-Anlagen benutzt, die typischerweise zum Peakshaving eingesetzt werden. Solche Systeme sind in Veröffentlichungen von K. Müller et al. mit dem Titel "Natural Gas Liquefaction by an Expansion Turbine Mixture Cycle" in Chemical Economy & Engineering Review, Band 8, Nr. 10 (Nr. 99), Oktober 1976, und "The Liquefaction of Natural Gas in the Refrigeration Cycle with Expansion Turbine" in Erdöl und Kohle – Erdgas – Petrochemie Brennst-Chem, Band 27, Nr. 7, S. 379 bis 380 (Juli 1974) beschrieben. Ein weiteres solches System ist in einem Artikel mit dem Titel "SDG&E: Experience Pays Off for Peak Shaving Pioneer" in Cryogenics & Industrial Gases, September/Oktober 1971, S. 25 bis 28 beschrieben.

US-A-3,511,058 beschreibt ein LNG-Produktionssystem unter Verwendung einer Stickstoffkälteerzeugungsmaschine mit geschlossenem Kreislauf und einem Gasexpander oder einem Umkehrzyklus vom Brayton-Typ. Bei diesem Verfahren wird flüssiger Stickstoff durch einen Stickstoffkälteerzeugungskreislauf unter Einsatz von zwei Turboexpandern erzeugt. Der hergestellte flüssige Stickstoff wird durch einen dichten Fluidexpander zusätzlich gekühlt. Zum Schluss wird das Erdgas dadurch gekühlt, dass man den aus dem Stickstoffverflüssiger erzeugten flüssigen Stickstoff siedet. Die erste Kühlung des Erdgases wird durch einen Teil des kalten gasförmigen Stickstoffs bereitgestellt, der aus dem wärmeren der beiden Expander abgelassen wird, um die Kühlkurven am warmen Ende des Wärmetauschers besser aneinander anzupassen. Dieses Verfahren ist auf Erdgasströme bei subkritischen Drücken anwendbar, da das Gas in einem frei ablaufenden Kondensator, der an eine Phasentrenntrommel angeschlossen ist, verflüssigt wird.

US-A-5,768,912 (entspricht der Internationalen Patentschrift WO 95/27179) offenbart ein Verfahren zur Verflüssigung von Erdgas, das Stickstoff in einem geschlossenen Kälteerzeugungskreislauf vom Brayton-Typ verwendet. Die Beschickung und der unter Hochdruck stehende Stickstoff können mit einem kleinen herkömmlichen Kälteerzeugungspaket, das Propan-, Freon- oder Ammoniakabsorptionszyklen verwendet, vorgekühlt werden. Dieses Kälteerzeugungssystem mit Vorkühlung verwendet etwa 4% der gesamten durch das Stickstoffkälteerzeugungssystem verbrauchten Energie. Das Erdgas wird dann verflüssigt und auf –149°C unterkühlt. Dazu verwendet man einen Brayton- oder Turboexpanderumkehrkreislauf, der zwei oder drei bezüglich des abkühlenden Erdgases in Reihe angeordnete Expander aufweist.

Ein gemischtes Kältemittelsystem für die Verflüssigung von Erdgas ist in der Internationalen Patentschrift WO 96/11370 beschrieben, in dem das gemischte Kältemittel komprimiert, durch eine externe Kühlflüssigkeit teilweise kondensiert und in Flüssig- und Dampfphasen getrennt wird. Der resultierende Dampf wird kalt expandiert, um am kalten Ende des Verfahrens Kälte zu erzeugen, und die Flüssigkeit wird unterkühlt und verdampft, um für zusätzliche Kälteerzeugung zu sorgen.

Die Internationale Patentschrift WO 97/13109 offenbart ein Verfahren zur Verflüssigung von Erdgas, das Stickstoff in einem geschlossenen Kälteerzeugungsumkehrkreislauf vom Brayton-Typ, erzeugt. Das Erdgas wird bei superkritischem Druck gegen das Stickstoffkältemittel gekühlt, isentropisch expandiert und in einer Fraktioniersäule abgetrieben, um leichte Komponenten zu entfernen.

Die Verflüssigung von Erdgas erfordert hohen Energieaufwand. Es besteht große Nachfrage nach einer verbesserten Effizienz von Gasverflüssigungsverfahren. Das ist auch das Hauptziel neuer Kreisläufe, die in der Technik der Gasverflüssigung entwickelt werden. Wie nachstehend beschrieben und in den beiliegenden Ansprüchen definiert, ist es Ziel der vorliegenden Erfindung, die Verflüssigungseffizienz dadurch zu verbessern, dass zwei integrierte Kälteerzeugungssysteme zur Verfügung gestellt werden. Eines davon verwendet einen oder mehrere verdampfende Kältemittelkreisläufe, um Kälte bis zu etwa –100°C zu erzeugen. Ein Gasexpansionskreislauf wird dazu eingesetzt, Kälte unter etwa –100°C zu erzeugen. Es werden verschiedene Ausführungsformen für die Anwendung dieses verbesserten Kälteerzeugungssystems beschrieben, die die Verflüssigungseffizienz noch zusätzlich verbessern.

Kurze Zusammenfassung der Erfindung

Bei der Erfindung geht es um ein Verfahren zur Verflüssigung eines Beschickungsgases, wie in den Ansprüchen ausgeführt. Dieses Verfahren umfasst die Erzeugung mindestens eines Teils der gesamten zum Kühlen und Kondensieren des Beschickungsgases erforderlichen Kälte durch Einsatz eines ersten Kälteerzeugungssystems, das mindestens einen umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf umfasst, wobei das erste Kälteerzeugungssystem zwei oder mehrere Kälteerzeugungskomponenten verwendet und die Kälte in einem ersten Temperaturbereich erzeugt; und eines zweiten Kälteerzeugungssystems, das die Kälte in einem zweiten Temperaturbereich durch Kaltexpandieren eines unter Druck gesetzten gasförmigen Kälteerzeugungsstroms erzeugt.

Die niedrigste Temperatur im zweiten Temperaturbereich liegt vorzugsweise unter der niedrigsten Temperatur im ersten Temperaturbereich. Typischerweise werden mindestens 5% der gesamten Kälteerzeugungsenergie, die erforderlich ist, um das Beschickungsgas zu verflüssigen, im ersten Kälteerzeugungssystem verbraucht. Unter vielen Betriebsbedingungen können mindestens 10% der gesamten zur Verflüssigung des Gases erforderlichen Kälteerzeugungsenergie im ersten umlaufenden Kälteerzeugungssystem verbraucht werden. Vorzugsweise ist das Beschickungsgas Erdgas.

Das Kältemittel im ersten umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf kann zwei oder mehrere Komponenten umfassen, die aus der aus Stickstoff, Kohlenwasserstoffen mit einem oder mehreren Kohlenstoffatomen und Halogenkohlenstoffen mit einem oder mehreren Kohlenstoffatomen bestehenden Gruppe ausgewählt werden. Das Prozesskältemittel im zweiten umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf kann Stickstoff umfassen.

Mindestens ein Teil des ersten Temperaturbereichs liegt zwischen etwa –40°C und etwa –100°C, und bevorzugt liegt mindestens ein Teil des ersten Temperaturbereichs zwischen etwa –60°C und etwa –100°C. Mindestens ein Teil des zweiten Temperaturbereichs liegt unter etwa –100°C.

Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird das erste umlaufende Kälteerzeugungssystem betrieben durch:

  • (1) Komprimieren eines ersten gasförmigen Kältemittels;
  • (2) Kühlen und zumindest teilweises Kondensieren des resultierenden komprimierten Kältemittels;
  • (3) Verringern des Drucks des resultierenden zumindest teilweise kondensierten komprimierten Kältemittels;
  • (4) Verdampfen des resultierenden Kältemittels mit verringertem Druck, um Kälte im ersten Temperaturbereich zu erzeugen und ein verdampftes Kältemittel herzustellen, und
  • (5) Zurückführen des verdampften Kältemittels in den Kreislauf um das erste gasförmige Kältemittel aus (1) bereitzustellen.

Zumindest ein Teil der Kühlung des resultierenden komprimierten Kältemittels in (2) kann durch indirekten Wärmeaustausch mit einem verdampfenden Kältemittel mit verringertem Druck in (4) erzeugt werden. Zumindest ein Teil der Kühlung in (2) kann durch indirekten Wärmeaustausch mit einem oder mehreren zusätzlichen verdampfende Kältemittelströmen erzeugt werden, die durch einen dritten umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf zur Verfügung gestellt werden. Der dritte umlaufende Kälteerzeugungskreislauf verwendet ein Kältemittel mit einer einzigen Komponente. Der dritte umlaufende Kälteerzeugungskreislauf kann auch ein gemischtes Kältemittel mit zwei oder mehr Komponenten verwenden.

Das zweite umlaufende Kälteerzeugungssystem wird betrieben durch:

  • (1) Komprimieren eines zweiten gasförmigen Kältemittels, um das unter Druck gesetzte gasförmige Kältemittel in (b) bereitzustellen;
  • (2) Kühlen des unter Druck gesetzten gasförmigen Kältemittels, um ein gekühltes gasförmiges Kältemittel bereitzustellen;
  • (3) Kaltexpandieren des gekühlten gasförmigen Kältemittels, um das kalte Kältemittel in (b) bereitzustellen;
  • (4) Erwärmen des kalten Kältemittels, um Kälte im zweiten Temperaturbereich zu erzeugen, und
  • (5) Zurückleiten des resultierenden erwärmten Kältemittels in den Kreislauf, um das zweite gasförmige Kältemittel von (1) bereitzustellen.

Zumindest ein Teil der Kühlung in (2) kann durch indirekten Wärmeaustausch durch Erwärmen des kalten Kältemittelstroms in (4) bereitgestellt werden. Außerdem kann zumindest ein Teil der Kühlung in (2) durch indirekten Wärmeaustausch mit dem verdampfenden Kältemittel von (a) bereitgestellt werden. Zumindest ein Teil der Kühlung in (2) kann durch indirekten Wärmeaustausch mit einem oder mehreren zusätzlichen verdampfende Kältemitteln erzeugt werden, die durch einen dritten umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf zur Verfügung gestellt werden. Dieser kann ein Einkomponentenkältemittel verwenden. Alternativ kann der dritte umlaufende Kälteerzeugungskreislauf ein gemischtes Kältemittel verwenden, das zwei oder mehrere Komponenten umfasst.

Der erste umlaufende Kälteerzeugungskreislauf und der zweite umlaufende Kälteerzeugungskreislauf können in einem einzigen Wärmetauscher einen Teil der gesamten zur Verflüssigung des Beschickungsgases erforderlichen Kälte erzeugen.

In einer Ausführungsform der Erfindung kann das erste Kältemittelsystem betrieben werden durch:

  • (1) Komprimieren eines ersten gasförmigen Kältemittels;
  • (2) Kühlen und zumindest teilweises Kondensieren des resultierenden komprimierten Kältemittels, um eine dampfförmige Kältemittelfraktion und eine flüssige Kältemittelfraktion zur Verfügung zu stellen;
  • (3) Weiteres Kühlen und Verringern des Drucks der flüssigen Kältemittelfraktion, und Verdampfen der resultierenden flüssigen Kältemittelfraktion, um Kälte im ersten Temperaturbereich zu erzeugen und ein erstes verdampftes Kältemittel zu ergeben;
  • (4) Kühlen und Kondensieren der dampfförmigen Kältemittelfraktion, Verringern des Drucks mindestens eines Teils der resultierenden Flüssigkeit und Verdampfen der resultierenden flüssigen Kältemittelfraktion, um zusätzliche Kälte im ersten Temperaturbereich zu erzeugen und ein zweites verdampftes Kältemittel zu erzeugen; und
  • (5) Kombinieren des ersten und zweiten verdampften Kältemittels, um das erste gasförmige Kältemittel von (1) zur Verfügung zu stellen.

Die Verdampfung der resultierende Flüssigkeit in (4) kann bei einem geringeren Druck als die Verdampfung der resultierenden flüssigen Kältemittelfraktion in (3) erfolgen, wobei das zweite verdampfte Kältemittel vor der Zusammenführung mit dem ersten verdampften Kältemittel komprimiert würde. Die Energie aus dem Kaltexpandieren des gekühlten gasförmigen Kältemittels in (3) kann einen Teil der Energie zur Verfügung stellen, die zum Verdichten des zweiten gasförmigen Kältemittels in (1) erforderlich ist.

Das Beschickungsgas kann Erdgas sein. In diesem Fall kann der resultierende verflüssigte Erdgasgasstrom zu einem geringeren Druck expandiert werden, um einen ersten Entspannungsdampf und ein endgültiges flüssiges Produkt zu ergeben. Der leichte Entspannungsdampf kann dazu verwendet werden, im zweiten Kälteerzeugungskreislauf das zweite gasförmige Kältemittel zur Verfügung zu stellen.

Kurze Beschreibung verschiedener Ansichten der Zeichnungen

1 ist ein schematisches Fließdiagramm einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.

2 ist ein schematisches Fließdiagramm einer anderen Ausführungsform der Erfindung, die ein anderes Verfahren zur Vorkühlung des umlaufenden Kältemittels im Gasexpander-Kälteerzeugungskreislauf verwendet.

3 ist ein schematisches Fließdiagramm einer anderen Ausführungsform der Erfindung, die als Produkt erhaltenes Entspannungsgas als Kältemittel im Gasexpander-Kälteerzeugungskreislauf verwendet.

4 ist ein schematisches Fließdiagramm einer anderen Ausführungsform der Erfindung, die ein zusätzliches Kälteerzeugungssystem einsetzt, um das Beschickungsgas, das komprimierte Kältemittel im Dampfrekompressions-Kälteerzeugungskreislauf und das komprimierte Kältemittel im Gasexpander-Kälteerzeugungskreislauf vorzukühlen.

5 ist ein schematisches Fließdiagramm einer anderen Ausführungsform der Erfindung, die einen zusätzlichen flüssigen gemischten Kältemittelstrom im Dampfrekompressions-Kälteerzeugungskreislauf verwendet.

6 ist ein schematisches Fließdiagramm einer anderen Ausführungsform der Erfindung, die einen kaskadenförmigen Kälteerzeugungskreislauf zum Vorkühlen des Beschickungsgases verwendet.

7 ist ein schematisches Fließdiagramm einer anderen Ausführungsform der Erfindung, die Expanderenergie dazu verwendet, einen Teil der Kompressionsenergie im Gasexpander-Kälteerzeugungskreislauf zur Verfügung zu stellen.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

In den meisten Anlagen zur Herstellung von LNG wird heutzutage Kälte verwendet, die durch Komprimieren eines Gases auf hohen Druck, Verflüssigen des Gases gegen eine Kühlquelle, Expandieren der resultierenden Flüssigkeit auf einen geringen Druck und Verdampfen der resultierenden Flüssigkeit, um die Kälte zu erzeugen, erzeugt wird. Das verdampfte Kältemittel wird erneut komprimiert und wieder im umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf verwendet. In dieser Art von Kälteerzeugungsverfahren kann man ein gemischtes Multikomponenten-Kältemittel oder einen Einkomponenten-Kälteerzeugungskreislauf in Kaskadenform zum Kühlen verwenden. Es wird hier generisch als verdampfender Kälteerzeugungskreislauf oder als Dampfrekompressionskreislauf definiert. Diese Art Kreislauf ist sehr effizient darin, Kühlung bei Temperaturen nahe der Umgebungstemperatur zur Verfügung zu stellen. In diesem Fall stehen kälteerzeugende Fluids zur Verfügung, die bei einem Druck weit unterhalb des kritischen Drucks des Kältemittels kondensieren, während sie Wärme an ein Wärmeabführungselement bei Umgebungstemperatur abweisen, und auch bei einem Druck oberhalb des atmosphärischen Wertes sieden, während sie Wärme aus der Kälteerzeugungsbeladung absorbieren.

Da die erforderliche Kälteerzeugungstemperatur in einem Einkomponenten-Kälteerzeugungssystem durch Dampfkompression sinkt, ist ein spezielles Kältemittel, das oberhalb atmosphärischen Drucks bei einer ausreichend niedrigen Temperatur, um die erforderliche Kälte zu erzeugen, siedet, zu flüchtig, um gegen ein Wärmeabführungselement bei Umgebungstemperatur zu kondensieren, weil die kritische Temperatur des Kältemittels unter der Umgebungstemperatur liegt. In dieser Situation kann man Kaskadenkreisläufe verwenden. Beispielsweise kann man eine Zwei-Fluid-Kaskade verwenden, in der ein schwereres Fluid die wärmere Kälteerzeugung zur Verfügung stellt, während ein leichteres Fluid für die kältere Kälteerzeugung sorgt. Anstatt Wärme bis zur Umgebungstemperatur abzuweisen, weist das leichte Fluid jedoch die Wärme an das siedende schwerere Fluid ab, während es selbst kondensiert. Indem man mehrere Fluids auf diese Weise in einer Kaskade einsetzt, kann man sehr niedrige Temperaturen erreichen.

Ein Multikomponenten-Kälteerzeugungskreislauf (MCR-Kreislauf) kann als ein Typ Kaskadenkreislauf gelten, in dem die schwersten Komponenten des Kältemittelgemischs gegen die Wärmeableitungsvorrichtung bei Umgebungstemperatur kondensieren und bei geringem Druck sieden, während sie die nächstleichtere Komponente kondensieren, die selbst siedet, um eine noch leichtere Komponente zu kondensieren, und so weiter, bis die erwünschte Temperatur erreicht ist. Der Hauptvorteil eines Multikomponentensystems gegenüber einem Kaskadensystem besteht darin, dass die Kompressions- und Wärmetauscheranlagen stark vereinfacht sind. Das Multikomponentensystem erfordert einen einzigen Kompressor und Wärmetauscher, während beim Kaskadensystem mehrere Kompressoren und Wärmetauscher erforderlich sind.

Beide diese Kreisläufe büßen an Effizienz ein, wenn die Temperatur der Kälteerzeugungsbeladung abnimmt, weil mehrere Fluids über die Kaskade geführt werden müssen. Um die für die LNG-Erzeugung erforderlichen Temperaturen (typischerweise –220°F bis –270°F) zur Verfügung zu stellen, werden mehrere Schritte eingesetzt, an denen mehrere Komponenten beteiligt sind. In jedem Schritt treten thermodynamische Verluste auf, die mit der Wärmeübertragung durch Sieden/Kondensieren über eine endliche Temperaturdifferenz zusammenhängen, und mit jedem zusätzlichen Schritt werden diese Verluste größer.

Ein weiterer, industriell wichtiger Kälteerzeugungskreislauf ist der Gasexpanderkreislauf. Bei diesem Kreislauf wird das Arbeitsfluid komprimiert, auf vernünftige Weise (ohne Phasenveränderung) gekühlt, als Dampf in einer Turbine kalt entspannt und erwärmt, während die Kälteerzeugungsbeladung gekühlt wird. Dieser Kreislauf wird auch als Gasexpanderkreislauf definiert. Man kann mit diesem Typ Kreislauf, in dem eine einzige umlaufende Kühlschlange verwendet wird, relativ effizient sehr niedrige Temperaturen erreichen. Bei dieser Art Kreislauf durchläuft das Arbeitsfluid typischerweise keine Phasenveränderung. Daher wird Wärme absorbiert, wenn das Fluid auf vernünftige Weise erwärmt wird. In einigen Fällen kann das Arbeitsfluid während der Kaltexpansion jedoch einen geringen Grad der Phasenveränderung durchlaufen.

Der Gasexpanderkreislauf stellt effiziente Kälteerzeugung bei Fluids zur Verfügung, die auch über einen Temperaturbereich kühlen, und ist besonders brauchbar bei der Erzeugung von Kälte auf sehr niedrige Temperaturen, wie z.B. bei der Erzeugung von flüssigem Stickstoff und Wasserstoff erforderlich ist.

Ein Nachteil des Gaspexander-Kälteerzeugungskreislaufs liegt jedoch darin, dass er relativ ineffizient dabei ist, "warme" Kälte zu erzeugen. Der Nettoaufwand, der für eine Gasexpanderkreislauf-Kälteerzeugungsvorrichtung erforderlich ist, entspricht der Differenz zwischen der Kompressorarbeit und der Expanderarbeit, während der Aufwand bei einem Kaskaden- oder Einkomponenten-Kälteerzeugungskreislauf einfach die Kompressorarbeit ist. Im Gasexpanderkreislauf kann der Expansionsaufwand leicht 50% oder mehr der Kompressorarbeit betragen, wenn man "warme" Kälte erzeugt. Das Problem bei der Erzeugung "warmer" Kälte durch einen Gasexpanderkreislauf besteht darin, dass jede Ineffizienz im Kompressorsystem vervielfacht wird.

Die Aufgabe der Erfindung liegt darin, die Vorteile des Gasexpanderkreislaufs bei der Erzeugung "kalter" Kälte besser zu nutzen, sich dabei aber auch der Vorteile von reinen oder Multikomponenten-Kälteerzeugungkreisläufen mit Dampfrekompression bei der Erzeugung "warmer" Kälte bedienen, und diese Kombination von Kälteerzeugungskreisläufen auf die Gasverflüssigung anzuwenden. Dieser kombinierte Kälteerzeugungskreislauf eignet sich besonders gut für die Verflüssigung von Erdgas.

Erfindungsgemäß werden Dampfrekompressions-Kälteerzeugungssysteme mit gemischten Komponenten, reinen Komponenten und/oder in Form einer Kaskade dazu verwendet, einen Teil der für die Gasverflüssigung erforderlichen Kälte bei Temperaturen unter etwa –40°C und bis hinab zu –100°C zu erzeugen. Die restliche Kälte im kältesten Temperaturbereich unter etwa –100°C wird durch Kaltexpandieren eines kälteerzeugenden Gases erzeugt. Der umlaufende Kreislauf des zum Kaltexpandieren verwendeten kälteerzeugenden Gasstroms ist physikalisch unabhängig von dem oder den Kreisläufen der reinen oder Mischkomponenten-Dampfrekompressionszyklen, aber thermisch in diese integriert. Mehr als 5% und üblicherweise mehr als 10% der gesamten Kälteerzeugungsenergie, die für die Verflüssigung des Beschickungsgases erforderlich ist, kann durch den oder die reinen oder Mischkomponenten-Dampfrekompressionszyklen verbraucht werden. Die Erfindung kann in die Bauweise einer neuen Verflüssigungsanlage integriert oder bei der Nachrüstung oder Erweiterung einer existierenden Anlage eingesetzt werden, indem man den Gasexpander-Kühl-Kreislauf in das bestehende Kälteerzeugungssystem einbaut.

Das oder die reinen oder Mischkomponenten-Dampfrekompressionsfluids umfassen im Allgemeinen eine oder mehrere Komponenten, die aus Stickstoff, Kohlenwasserstoffen mit einem oder mehreren Kohlenstoffatomen und Halogenkohlenwasserstoffen mit einem oder mehreren Kohlenstoffatomen ausgewählt sind. Typische Kältemittel aus Kohlenwasserstoff umfassen Methan, Ethan, Propan, i-Butan, Butan und i-Pentan. Beispielhafte Kältemittel aus Halogenkohlenwasserstoff umfassen R22, R23, R32, R134a und R410a. Der Gasstrom, der im Gasexpanderzyklus kalt expandiert werden soll, kann eine reine Komponente oder ein Gemisch aus Komponenten sein; Beispiele umfassen einen reinen Stickstoffstrom oder ein Gemisch aus Stickstoff mit anderen Gasen wie Methan.

Das Verfahren, mit dem unter Verwendung eines Mischkomponentenkreislaufs Kälte erzeugt werden soll, umfasst das Verdichten eines Mischkomponentenstroms und das Kühlen des komprimierten Stroms unter Verwendung eines externen Kühlfluids wie Luft, Kühlwasser oder eines anderen Prozessstroms. Ein Teil des komprimierten gemischten Kältemittelstroms wird nach externer Kühlung verflüssigt. Mindestens ein Teil des komprimierten und gekühlten gemischten Kältemittelstroms wird in einem Wärmetauscher zusätzlich gekühlt und sein Druck verringert. Dann wird er durch Wärmeaustausch mit dem Gasstrom, der verflüssigt wird, verdampft. Der verdampfte und erwärmte gemischte Kühlmittelstrom wird dann zurückgeleitet und wie vorstehend beschrieben komprimiert.

Das Verfahren zur Kälteerzeugung unter Verwendung eines Kreislaufs mit reinen Komponenten besteht aus dem Verdichten eines Stroms aus reinen Komponenten und dessen Abkühlen unter Verwendung eines externen Kühlfluids wie Luft, Kühlwasser oder eines anderen Stroms aus reinen Komponenten. Ein Teil des Kältemittelstroms wird nach externer Kühlung verflüssigt. Bei mindestens einem Teil des verdichteten und verflüssigten Kältemittels wird dann der Druck reduziert. Anschließend wird er durch Wärmeaustausch mit dem Gasstrom, der verflüssigt wird, oder einem anderen Kältemittelstrom, der gekühlt wird, verdampft.

Der resultierende verdampfte Kältemittelstrom wird dann verdichtet und wie vorstehend beschrieben wieder in den Kreislauf eingeleitet.

Erfindungsgemäß erzeugen der bzw. die Dampfrekompressionskreisläufe mit reinen oder gemischten Komponenten vorzugsweise eine Kälte bis zu Temperaturniveaus unter etwa –40°C, vorzugsweise unter etwa –60°C und bis zu etwa –100°C, erzeugen aber nicht die gesamte zur Verflüssigung des Beschickungsgases erforderliche Kälte. Diese Kreisläufe können typischerweise mehr als 5% und üblicherweise mehr als 10% der gesamten für die Verflüssigung des Beschickungsgases erforderlichen Kälteerzeugungsenergie verbrauchen. Bei der Verflüssigung von Erdgas kann der bzw. können die reinen oder Multikomponenten-Dampfrekompressionskreisläufe typischerweise mehr als 30% des gesamten zur Verflüssigung des Beschickungsgases erforderliche Energieaufwandes verbrauchen. Bei dieser Anwendung wird das bevorzugte Erdgas durch den oder die reinen oder Mischkomponenten-Dampfrekompressionskreisläufe auf Temperaturen weit unter –40°C und vorzugsweise unter –60°C gekühlt.

Das Verfahren zur Erzeugung von Kälte im Gasexpanderkreislauf umfasst das Komprimieren eines Gasstroms, das Kühlen des komprimierten Gasstroms unter Verwendung eines externen Kühlfluids, das zusätzliche Kühlen mindestens eines Teils des gekühlten komprimierten Gasstroms, das Expandieren mindestens eines Teils des zusätzlich gekühlten Stroms in einem Expander, um Energie zu erzeugen, das Erwärmen des expandierten Stroms durch Wärmeaustausch mit dem Strom, der verflüssigt werden soll, und das Rückführen des erwärmten Gasstroms zur weiteren Kompression. Dieser Zyklus erzeugt Kälte auf Temperaturniveaus, die unterhalb der Temperaturniveaus der Kälte liegen, die durch den Dampfrekompressionszyklus mit reinen oder gemischten Kältemitteln erzeugt wird.

In einem bevorzugten Modus stellt der bzw. stellen die reinen oder Mischkomponenten-Dampfrekompressionskreisläufe einen Teil der Kühlung des komprimierten Gasstroms vor seiner Expansion in einem Expander zur Verfügung. In einem alternativem Modus kann der Gasstrom in mehr als einem Expander expandiert werden. Dazu kann man alle bekannten Expanderanordnungen zur Verflüssigung eines Gasstroms verwenden. Die Erfindung kann viele verschiedene Wärmetauschervorrichtungen in den Kälteerzeugungskreisläufen verwenden, darunter Wärmetauscher vom Typ Platte-Lamellen, gewundene Spiralen sowie Gehäuse-und-Röhren oder Kombinationen davon, je nach der speziellen Anwendung. Die Erfindung ist unabhängig von der Anzahl und Anordnung der im beanspruchten Verfahren verwendeten Wärmetauscher.

1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung. Das Verfahren kann dazu eingesetzt werden, jeden beliebigen Gasbeschickungsstrom zu verflüssigen, und wird bevorzugt zur Verflüssigung von Erdgas eingesetzt, wie nachstehend zur Veranschaulichung des Verfahrens beschrieben. Erdgas wird zuerst gereinigt und dann im Vorbehandlungsabschnitt 172 getrocknet, um saure Gase wie CO2 und H2S zusammen mit anderen Verunreinigungen wie Quecksilber zu entfernen. Der vorbehandelte Gasstrom 100 tritt in den Wärmetauscher 106 ein und wird auf eine typische Zwischentemperatur von etwa –30°C gekühlt. Der gekühlte Strom 102 fließt dann in die Gaswäschersäule 108. Die Kühlung im Wärmetauscher 106 erfolgt durch Erwärmen des gemischten Kältemittelstroms 125 im Inneren 109 des Wärmetauschers 106. Das gemischte Kältemittel umfasst typischerweise einen oder mehrere aus Methan, Ethan, Propan, i-Butan, Butan und möglicherweise i-Pentan ausgewählte Kohlenwasserstoffe. Außerdem kann das Kältemittel auch andere Komponenten wie Stickstoff enthalten. In der Gaswäschersäule 108 werden die schwereren Komponenten der Erdgasbeschickung, wie z.B. Pentan und schwerere Komponenten, entfernt. Im vorliegenden Beispiel wird die Gaswäschersäule mit nur einem Strippabschnitt gezeigt. In anderen Fällen kann ein Rektifizierabschnitt mit einem Kondensator verwendet werden, um die schweren Verunreinigungen wie Benzol bis zu sehr geringen Mengen zu entfernen. Wenn im fertigen LNG-Produkt sehr geringe Mengen an schweren Komponenten erforderlich sind, kann an der Gaswäschersäule 110 jede beliebige Modifizierung vorgenommen werden. Beispielsweise kann eine schwerere Komponente wie Butan als Waschflüssigkeit verwendet werden.

Das Bodenprodukt 110 aus der Gaswäschersäule tritt dann in den Fraktionierabschnitt 112 ein, wo die schweren Komponenten als Strom 114 zurückgewonnen werden. Das Propan und die leichteren Komponenten im Strom 118 fließen durch den Wärmetauscher 106, wo der Strom auf etwa –30°C gekühlt wird, und werden wieder mit dem Destillatprodukt aus der Gaswäschersäule kombiniert, um den gereinigten Beschickungsstrom 120 zu bilden. Der Strom 120 wird dann im Wärmetauscher 122 weiter auf eine typische Temperatur von etwa –100°C gekühlt, indem der gemischte Kühlmittelstrom 124 erwärmt wird. Der resultierende gekühlte Strom 126 wird dann im Wärmetauscher 128 weiter auf eine Temperatur von etwa –166°C gekühlt. Die Kälte zum Kühlen im Wärmetauscher 128 wird durch einen kalten Kältemittelfluidstrom 130 aus dem Turboexpander 166 erzeugt. Dieses Fluid, vorzugsweise Stickstoff, besteht überwiegend aus Dampf, der weniger als 20% Flüssigkeit enthält, und hat typischerweise einen Druck von etwa 11 bara (alle hier angegebenen Drücke sind absolut Drücke) und eine typische Temperatur von etwa –168°C. Der weiter gekühlte Strom 132 kann über das Drosselventil 134 adiabatisch auf einen Druck von etwa 1,05 bara entspannt werden. Alternativ könnte der Druck des weiter gekühlten Stroms 132 über einen Kaltexpander verringert werden. Das verflüssigte Gas fließt dann in eine Abscheidevorrichtung oder einen Lagertank 136, und das fertige LNG-Produkt wird als Strom 142 abgezogen. In einigen Fällen entsteht abhängig von der Erdgaszusammensetzung und der Temperatur am Ausgang des Wärmetauschers 128 eine signifikante Menge an leichtem Gas als Strom 138 nach der Entspannung über das Ventil 134. Das Gas kann in den Wärmetauschern 128 und 150 erwärmt und auf einen Druck komprimiert werden, der für die Verwendung als Treibstoffgas in der LNG-Anlage ausreicht.

Die Kälte, die zum Kühlen des Erdgases von Umgebungstemperatur auf eine Temperatur von etwa –100°C erforderlich ist, wird durch einen Multikomponenten-Kälteerzeugungskreislauf der vorstehend beschriebenen Art erzeugt. Der Strom 146 ist das gemischte Kältemittel mit hohem Druck, das bei Umgebungstemperatur und einem typischen Druck von etwa 38 bara in den Wärmetauscher 106 eintritt. Das Kältemittel wird in den Wärmetauschern 106 und 122 auf eine Temperatur von etwa –100°C gekühlt und tritt als Strom 148 aus. Der Strom 148 wird in dieser Ausführungsform in zwei Teile geteilt. Bei einem kleinerer Teil, typischerweise etwa 4%, wird der Druck adiabatisch auf etwa 10 bara verringert. Dann wird er als Strom 149 in den Wärmetauscher 150 eingeleitet, um wie nachstehend beschrieben zusätzliche Kühlung zur Verfügung zu stellen. Auch beim größeren Teil des Kältemittels, dem Strom 124, wird der Druck adiabatisch auf einen typischen Wert von etwa 10 bara verringert. Dann wird er in das kalte Ende des Wärmetauschers 106 eingeleitet. Das Kältemittel fließt nach unten und verdampft im Inneren 109 des Wärmetauschers 106 und tritt mit etwas weniger als Umgebungstemperatur als Strom 152 aus. Der Strom 152 wird dann wieder mit dem kleineren Strom 154 kombiniert, der im Wärmetauscher 150 verdampft und auf nahezu Umgebungstemperatur erwärmt wurde. Der kombinierte Strom 156 mit niedrigem Druck wird dann im zwischengekühlten Mehrstufenkompressor 158 wieder auf den Enddruck von etwa 38 bara komprimiert. Im Zwischenkühler des Kompressors kann sich Flüssigkeit bilden, und diese Flüssigkeit wird abgetrennt und wieder mit dem Hauptstrom 160 kombiniert, der an der Endstufe der Kompression austritt. Dann wird der kombinierte Strom wieder auf Umgebungstemperatur gekühlt, um den Strom 146 zu ergeben.

Die letzte Kühlung des Erdgases von etwa –100°C auf etwa –166°C erfolgt mit einem Gasexpanderkreislauf in dem Stickstoff als Arbeitsfluid verwendet wird. Ein unter Hochdruck stehender Stickstoffstrom 162 tritt typischerweise bei Umgebungstemperatur und einem Druck von etwa 67 bara in den Wärmetauscher 150 ein und wird dann im Wärmetauscher 150 auf eine Temperatur von etwa –100°C gekühlt. Der gekühlte Dampfstrom 164 wird im Turboexpander 132 im Wesentlichen isentropisch kalt expandiert und tritt typischerweise bei einem Druck von etwa 11 bara und einer Temperatur von etwa –168°C wieder aus. Idealerweise liegt der Druck am Ausgang auf dem oder etwas unter dem Taupunktdruck des Stickstoffs bei einer Temperatur, die kalt genug ist, um das Kühlen des LNG auf die erwünschte Temperatur zu bewirken. Der expandierte Stickstoffstrom 130 wird dann in den Wärmetauschern 128 und 150 auf einen Wert nahe der Umgebungstemperatur erwärmt. Zusätzliche Kälte wird dem Wärmetauscher 150 durch einen kleinen Strom 149 des gemischten Kältemittels wie vorstehend beschrieben zugeführt. Dies erfolgt, um die Unumkehrbarkeit des Verfahrens zu verringern, indem die Kühlkurven im Wärmetauscher 150 genauer aufeinander abgestimmt werden. Aus dem Wärmetauscher 150 wird ein erwärmter Stickstoffstrom 170 mit niedrigem Druck im Mehrstufenkompressor 168 wieder auf einen hohen Druck von etwa 67 bara komprimiert.

Wie vorstehend erwähnt, kann der Gasexpanderkreislauf nachgerüstet oder im Rahmen der Erweiterung einer bereits bestehenden LNG-Anlage mit gemischten Kältemitteln eingebaut werden.

Eine alternative Ausführungsform ist in 2 zu sehen. Anstelle der in 1 gezeigten Wärmetauscher 106 und 128 in Form einer gewundenen Spirale verwendet diese Alternative die Wärmetauscher 206, 222 und 228 in Form von Platten und Lamellen zusammen mit dem Wärmetauscher 250 in Platten- und Lamellenform. In dieser Ausführungsform ist die Unumkehrbarkeit im warmen Stickstoffwärmetauscher 250 dadurch verringert, dass der Strom der Kühlströme verringert und nicht der Fluss der wärmenden Ströme gesteigert wird. In beiden Fällen ist die Wirkung ähnlich, und der Wärmetauscher 250 mit den kühlenden Windungen wird stärker angepasst. In der Ausführungsform von 2 wird ein kleiner Teil des warmen, unter hohem Druck stehenden Stickstoffs als Strom 262 in den Wärmetauscher 206 und 222 auf eine Temperatur von etwa –100°C gekühlt und tritt als Strom 202 aus. Der Strom 202 wird dann wieder mit dem unter hohem Druck stehenden Stickstoffhauptstrom kombiniert und im Kaltexpander 232 expandiert.

3 zeigt eine alternative Ausführungsform der Erfindung. In dieser Ausführungsform ist das Arbeitsfluid für den Gasexpander-Kälteerzeugungskreislauf ein Kohlenwasserstoff-Stickstoff-Gemisch aus dem leichten dampfförmigen Strom 300, der durch Entspannen des verflüssigten Gases aus dem Wärmetauscher 128 über das Ventil 134 entstanden ist. Dieser Dampf wird dann mit dem Fluid kombiniert, das aus dem Turboexpander 132 austritt, in den Wärmetauschern 128 und 150 erwärmt und im Kompressor 368 komprimiert. Das aus dem Kompressor 368 austretende Gas wird dann im Wärmetauscher 308 gekühlt. Der Großteil des austretenden Gases 308 wird in den Wärmetauscher 150 geleitet und der kleinere Teil 304, dessen Strom mit dem des entspannten Gasstroms 300 identisch ist, wird als Treibstoffgas für die LNG-Anlage aus dem Kreislauf abgezogen. In dieser Ausführungsform werden die Funktionen des Treibstoffgaskompressors 140 und des Rückführkompressors 168 von 1 im Kompressor 368 kombiniert. Es ist auch möglich, den Strom 304 an einer Zwischenposition des Rückführkompressors 368 abzuziehen.

Eine alternative Ausführungsform ist in 4 zu sehen, wo ein anderes Kältemittel (z.B. Propan) dazu verwendet wird, die Beschickung, Stickstoff und die gemischten Kältemittelströme vor der Einleitung in die Wärmetauscher 106 und 150 in den Wärmetauschern 402, 401 bzw. 400 zu kühlen. In dieser Ausführungsform werden drei Stufen der Vorkühlung in den Wärmetauschern 402, 401 und 400 eingesetzt, obwohl man bei Bedarf eine beliebige Anzahl von Stufen verwenden kann. In diesem Fall werden die zurückfließenden Kältemittelfluids 156 und 170 kalt verdichtet, und zwar bei einer Einlasstemperatur, die etwas unter der liegt, die durch das Vorkühlungskältemittel zur Verfügung gestellt wird. Diese Anordnung könnte als Nachrüstung oder Erweiterung einer bereits bestehenden, mit Propan vorgekühlten LNG-Anlage mit gemischten Kältemitteln eingebaut werden.

5 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung, in der der unter hohem Druck stehende gemischte Kältemittelstrom 146 in einen flüssigen und einen dampfförmigen Unterstrom 500 und 501 getrennt wird. Der dampfförmige Strom 501 wird auf etwa –100°C gekühlt, im Wesentlichen verflüssigt und sein Druck auf einen geringen Wert von etwa 3 bara gesenkt. Dann wird er als Strom 503 eingesetzt, um Kälte zu erzeugen. Der flüssige Strom 500 wird auf etwa –30°C gekühlt und sein Druck auf einen Zwischenwert von etwa 9 bara verringert. Dann wird er als Strom 502 verwendet, um Kälte zu erzeugen. Ein kleinerer Teil des gekühlten Dampfstroms 505 wird als Strom 504 verwendet, um den Wärmetauschern 150 zusätzliche Kälte zuzuführen, wie vorstehend beschrieben.

Die beiden verdampften rücklaufenden gemischten Kältemittelströme werden kombiniert und bilden den Strom 506. Dieser wird dann bei einer Temperatur von etwa –30°C kalt auf einen Zwischendruck von etwa 9 bara komprimiert und mit dem verdampften Strom 507 mit einem Zwischendruck kombiniert. Das resultierende Gemisch wird dann weiter auf einen Enddruck von etwa 50 bara komprimiert. In dieser Ausführungsform wird Flüssigkeit im Zwischenkühler des Kompressors gebildet, und diese Flüssigkeit wird mit dem aus der letzten Kompressionsstufe austretenden Hauptstrom 160 kombiniert.

Gegebenenfalls könnte der komprimierte Stickstoffstrom 510 vor dem Eintreten in den Wärmetauscher 150 dadurch gekühlt werden, dass man den unterkühlten flüssigen Kältemittelstrom 511 (nicht gezeigt) einsetzt. Der Druck eines Teils des Stroms 511 könnte verringert und dieser Strom verdampft werden, um den Strom 510 durch indirekten Wärmeaustausch zu kühlen. Der resultierende Dampf würde dann wieder zum Kältemittelkompressor zurückgeleitet. Alternativ könnte der Strom 510 mit anderen Prozessströmen im durch den verdampfenden Kältemittelstrom gekühlten Wärmetauscher gekühlt werden.

6 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung, in der ein Kaskadenzyklus mit zwei Fluids dazu verwendet wird, vor dem endgültigen Kühlen durch den Gasexpander-Kälteerzeugungskreislauf für eine Vorkühlung zu sorgen.

7 zeigt die Verwendung des Expanders 800, um die letzte Kompressorstufe des Kompressors für den Gasexpander-Kälteerzeugungskreislauf anzutreiben. Alternativ könnte die durch den Expander 800 erzeugte Energie dazu verwendet werden, andere Prozessströme zu komprimieren. Beispielsweise könnte ein Teil oder die Gesamtheit dieser Energie dazu verwendet werden, das Beschickungsgas in der Leitung 900 zu komprimieren. Bei einer anderen Alternative könnte ein Teil oder die Gesamtheit der Energie aus dem Expander 800 für einen Teil der Energie eingesetzt werden, die der Kompressor 958 für das gemischte Kältemittel benötigt.

Die vorstehend anhand der Ausführungsform von 1 bis 7 beschriebene Erfindung kann in einer Vielzahl von Wärmetauschervorrichtungen in den Kälteerzeugungskreisläufen verwendet werden, darunter Wärmetauscher vom Typ gewundene Spiralen, Platten-Lamellen, Gehäuse und Röhre, sowie der Kesseltyp. Je nach der spezifischen Anwendung können auch Kombinationen dieser Wärmetauschertypen verwendet werden. Beispielsweise können in 2 alle vier Wärmetauscher 106, 122, 128 und 150 Wärmetauscher in Form einer gewundenen Spirale sein. Alternativ können die Wärmetauscher 106, 122 und 128 Wärmetauscher in Form einer gewundenen Spirale und der Wärmetauscher 150 vom Platten-/Lamellentyp sein, wie in 1 eingesetzt.

In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der Großteil der Kälte im Temperaturbereich von etwa –40°C bis etwa –100°C durch indirekten Wärmeaustausch mit mindestens einem verdampfenden Kältemittel in einem umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf erzeugt. Ein Teil der Kälte in diesem Temperaturbereich kann auch durch die Kaltexpansion eines unter Druck gesetzten gasförmigen Kältemittels erzeugt werden.

Beispiel

Unter Bezugnahme auf 1 wird Erdgas im Vorbehandlungsabschnitt 172 gereinigt und getrocknet, um saure Gase wie CO2 und H2S zusammen mit anderen Verunreinigungen wie Quecksilber zu entfernen. Das vorbehandelte Beschickungsgas 100 hat eine Fließgeschwindigkeit von 24.431 kg-Mol/h, einen Druck von 66,5 bara und eine Temperatur von 32°C. Die Molzusammensetzung des Stroms ist wie folgt:

Tabelle 1

Zusammensetzung des Beschickungsgases

Das vorbehandelte Gas 100 tritt in den ersten Wärmetauscher 106 ein und wird auf eine Temperatur von –31°C gekühlt, ehe es als Strom 102 in die Gaswäschersäule 108 eintritt. Die Kühlung erfolgt durch die Erwärmung des gemischten Kältemittelstroms 109, der mit 554.425 kg-Mol/h fließt und folgende Zusammensetzung hat:

Tabelle 2

Zusammensetzung des gemischten Kältemittels

In der Gaswäschersäule 108 werden Pentan und die schwereren Komponenten der Beschickung entfernt. Das Bodenprodukt 110 aus der Gaswäschersäule tritt in den Fraktionierabschnitt 112 ein, wo die schweren Komponenten als Strom 114 zurückgewonnen und das Propan und die leichteren Komponenten im Strom 118 zum Wärmetauscher 106 zurückgeführt, auf –31°C gekühlt und wieder mit dem Destillatprodukt aus der Gaswäschersäule kombiniert werden, um den Strom 120 zu bilden. Der Strom 120 fließt mit einer Geschwindigkeit von 24.339 kg-Mol/h.

Der Strom 120 wird im Wärmetauscher 122 zusätzlich auf eine Temperatur von –102,4°C gekühlt, indem der gemischte Kältemittelstrom 124, der bei einer Temperatur von –104,0°C in den Wärmetauscher 122 eintritt, erwärmt wird. Der resultierende Strom 128 [AdÜ: falsche Bezugszahl] wird dann im Wärmetauscher 128 weiter auf eine Temperatur von –165,7°C gekühlt. Die Kälte zum Kühlen im Wärmetauscher 128 wird durch einen reinen Stickstoffstrom 130 erzeugt, der bei –168,0°C mit einer flüssigen Fraktion von 2,0% aus dem Turboexpander 166 austritt. Der resultierende LNG-Strom 132 wird dann über das Ventil 134 adiabatisch bis zum Blasenbildungspunktdruck von 1,5 bara entspannt. Anschließend tritt das LNG in die Abscheidevorrichtung 136 ein, aus der das fertige LNG-Produkt als Strom 142 austritt. In diesem Beispiel entsteht nach der Entspannung über das Ventil 134 kein leichtes Gas 138, und der Kompressor 140 zur Rückgewinnung des Entspannungsgases ist nicht erforderlich.

Die Kälte, um das Erdgas von der Umgebungstemperatur auf eine Temperatur von –102,4°C zu kühlen, wird durch einen Mehrkomponentenkälteerzeugungskreislauf der vorstehend erwähnten Art erzeugt. Der Strom 146 ist der gemischte Kältemittelstrom unter hohem Druck, der bei einer Temperatur von 32°C und einem Druck von 38,6 bara in den Wärmetauscher 106 eintritt. Dann wird er in den Wärmetauschern 106 und 122 auf eine Temperatur von –102,4°C gekühlt und tritt als Strom 148 bei einem Druck von 34,5 bara aus. Der Strom 148 wird dann in zwei Teile geteilt. Bei einem kleineren Teil, 4,1%, wird der Druck adiabatisch auf 9,8 bara verringert. Dann wird er als Strom 149 in den Wärmetauscher 150 geleitet, um dort zusätzliche Kälte zu erzeugen. Auch der größere Teil 124 des gemischten Kältemittels wird adiabatisch auf einen Druck von 9,8 bara entspannt und als Strom 124 in das kalte Ende des Wärmetauschers 122 geleitet. Der Strom 124 wird in den Wärmetauschern 122 und 106 erwärmt und verdampft und tritt schließlich als Strom 152 mit 29°C und 9,3 bara aus dem Wärmetauscher 106 aus. Der Strom 152 wird dann wieder mit dem kleineren Teil des gemischten Kühlmittels als Strom 154 kombiniert, der im Wärmetauscher 150 verdampft und auf 29°C erwärmt wurde. Der kombinierte Strom 156 mit dem niedrigen Druck wird dann im zwischengekühlten Zweistufenkompressor 158 auf den Enddruck von 34,5 bara komprimiert. Im Zwischenkühler des Kompressors bildet sich Flüssigkeit, und diese Flüssigkeit wird wieder mit dem Hauptstrom 160, der aus der letzten Kompressorstufe ausstritt, kombiniert. Die Flüssigkeit fließt mit 4.440 kg-Mol/h.

Die letzte Kühlung des Erdgases von –102,4°C auf –165,7°C erfolgt durch einen geschlossenen Kreislauf vom Expandertyp, bei dem Stickstoff als Arbeitsflüssigkeit verwendet wird. Der unter Hochdruck stehende Stickstoffstrom 162 tritt bei 32°C und einem Druck von etwa 67,1 bara sowie einer Fließgeschwindigkeit von 40.352 kg-Mol/h in den Wärmetauscher 150 ein und wird dann im Wärmetauscher 150 auf eine Temperatur von –102,4°C gekühlt. Der Dampfstrom 164 wird dann im Turboexpander 166 im Wesentlichen isentropisch kalt expandiert und tritt bei –168,0°C mit einer flüssigen Fraktion von 2,0% aus. Der expandierte Stickstoff wird dann in den Wärmetauschern 128 und 150 auf 29°C erwärmt. Zusätzliche Kälte wird dem Wärmetauscher 150 durch den Strom 149 zugeführt. Aus dem Wärmetauscher 150 wird der erwärmte Stickstoff mit niedrigem Druck in einem dreistufigen Zentrifugenkompressor 168 von 10,5 bara wieder auf 67,1 bara komprimiert. In diesem Beispiel werden 65% der gesamten Kühlenergie, die zur Verflüssigung des vorbehandelten Beschickungsgases 100 erforderlich ist, durch den umlaufenden Kälteerzeugungskreis verbraucht, in dem der Kältemittelstrom 146 in den Wärmetauschern 106 und 150 verdampft und der resultierende verdampfte Kältemittelstrom 156 im Kompressor 158 komprimiert wird.

Somit bietet die Erfindung ein verbessertes Kälteerzeugungsverfahren zur Verflüssigung von Gas, das einen oder mehrere verdampfende Kälteerzeugungskreisläufe verwendet, um Kälte bis unter etwa –40°C und bis zu etwa –100°C zu erzeugen, und einen Gasexpanderkreislauf verwendet, um Kälte unter etwa –100°C zu erzeugen. Der Gasexpanderkreislauf kann auch einen Teil der Kälte im Bereich von etwa –40°C bis etwa –100°C erzeugen. Jeder dieser beiden Typen von Kälteerzeugungssystemen wird in einem optimalen Temperaturbereich eingesetzt, der die Effizienz des jeweiligen Systems maximiert. Typischerweise kann ein signifikanter Teil der gesamten Kälteerzeugungsenergie, die zur Verflüssigung des Beschickungsgases erforderlich ist (mehr als 5% und meistens mehr als 10% der Gesamtmenge) durch den oder die verdampfenden Kälteerzeugungskreisläufe verbraucht werden. Die Erfindung kann in eine neue Verflüssigungsanlage eingebaut oder für die Nachrüstung bzw. Erweiterung einer bereits existierenden Anlage verwendet werden, indem man das existierende Kälteerzeugungssystem der Anlage um einen Gasexpanderkälteerzeugungskreislauf ergänzt.

Die wesentlichen Eigenschaften der Erfindung sind in der vorstehenden Offenbarung vollständig beschrieben. Ein Fachmann wird die Erfindung verstehen und einige Veränderungen daran vornehmen können, ohne ihren Rahmen oder den Rahmen und die Äquivalente der folgenden Ansprüche zu verlassen.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Verflüssigung eines Beschickungsgases (100), umfassend die Erzeugung mindestens eines Teils der gesamten zum Kühlen und Kondensieren des Beschickungsgases (100) erforderlichen Kälte durch Einsatz

    (a) eines ersten Kälteerzeugungssystems, umfassend mindestens einen umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf (152, 156, 158, 160, 146, 109, 148, 125), wobei das erste Kälteerzeugungssystem zwei oder mehrere Kältemittelkomponenten verwendet und die Kälte in einem ersten Temperaturbereich erzeugt, und

    (b) eines zweiten Kälteerzeugungssystems, das die Kälte in einem zweiten Temperaturbereich erzeugt, dessen niedrigste Temperatur unter der niedrigsten Temperatur im ersten Temperaturbereich liegt, durch

    (1) Komprimieren (168) eines zweiten gasförmigen Kältemittels, um ein unter Druck gesetztes gasförmiges Kältemittel (162) bereitzustellen;

    (2) Kühlen (150) des unter Druck gesetzten gasförmigen Kältemittels (162), um ein gekühltes gasförmiges Kältemittel (164) bereitzustellen;

    (3) Kaltexpandieren (166) des gekühlten gasförmigen Kältemittels, um ein kaltes Kältemittel (130) bereitzustellen;

    (4) Erwärmen (128) des kalten Kältemittels (130), um Kälte im zweiten Temperaturbereich zu erzeugen, und

    (5) Zurückleiten des resultierenden erwärmten Kältemittels (170) in den Kreislauf, um das zweite gasförmige Kältemittel von (1) bereitzustellen,

    dadurch gekennzeichnet, dass das gesamte unter Druck gesetzte gasförmige Kältemittel (162) völlig getrennt vom Kühlen des Beschickungsgases gekühlt wird (150) durch das kalte Kältemittel (130) in Schritt (2), um das gekühlte gasförmige Kältemittel (164) zu ergeben, und ggfs. durch einen Teil des verdampften Kältemittels des ersten Kälteerzeugungssystems und/oder durch leichten Entspannungsdampf des Beschickungsgases.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das gesamte unter Druck gesetzte gasförmige Kältemittel (162) völlig getrennt vom Kühlen des Beschickungsgases durch das kalte Kältemittel (130) und ein verdampftes Kältemittel des ersten Kälteerzeugungssystems sowie durch den leichten Entspannungsdampf des Beschickungsgases gekühlt wird.
  3. Verfahren zur Verflüssigung eines Beschickungsgases (100), umfassend die Erzeugung mindestens eines Teils der gesamten zum Kühlen und Kondensieren des Beschickungsgases (100) erforderlichen Kälte durch Einsatz

    (a) eines ersten Kälteerzeugungssystems, umfassend mindestens einen umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf (152, 156, 158, 160, 146, 109, 148, 125), wobei das erste Kälteerzeugungssystem zwei oder mehrere Kältemittelkomponenten verwendet und die Kälte in einem ersten Temperaturbereich erzeugt, und

    (b) eines zweiten Kälteerzeugungssystems, das die Kälte in einem zweiten Temperaturbereich erzeugt, dessen niedrigste Temperatur unter der niedrigsten Temperatur im ersten Temperaturbereich liegt, durch

    (1) Komprimieren (168) eines zweiten gasförmigen Kältemittels, um ein unter Druck gesetztes gasförmiges Kältemittel (162) bereitzustellen;

    (2) Kühlen (150) des unter Druck gesetzten gasförmigen Kältemittels (162), um ein gekühltes gasförmiges Kältemittel (164) bereitzustellen;

    (3) Kaltexpandieren (166) des gekühlten gasförmigen Kältemittels, um ein kaltes Kältemittel (130) bereitzustellen;

    (4) Erwärmen (128) des kalten Kältemittels (130), um Kälte im zweiten Temperaturbereich zu erzeugen, und

    (5) Zurückleiten des resultierenden erwärmten Kältemittels (170) in den Kreislauf, um das zweite gasförmige Kältemittel von (1) bereitzustellen,

    dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Teil des unter Druck gesetzten gasförmigen Kältemittels (162) völlig getrennt vom Kühlen des Beschickungsgases gekühlt wird (150) durch das kalte Kältemittel (130) in Schritt (2), um das gekühlte gasförmige Kältemittel (164) zu ergeben, und ggfs. durch leichten Entspannungsdampf des Beschickungsgases (138), und dass ein kleiner zweiter Teil des unter Druck gesetzten gasförmigen Kältemittels (162) durch indirekten Wärmeaustausch (206, 222) mit dem verdampfenden Kältemittel (125) des ersten Kälteerzeugungssystems gekühlt und vor Schritt (3) mit dem ersten Teil des gekühlten unter Druck gesetzten gasförmigen Kältemittels kombiniert wird.
  4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das erste Kälteerzeugungssystem (a) ein Dampfrekompressions-Kälteerzeugungssystem mit gemischten Komponenten, reinen Komponenten und/oder in Kaskadenform verwendet.
  5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem mindestens 5% der gesamten zur Verflüssigung des Beschickungsgases erforderlichen Kälteerzeugungsenergie durch das erste Kälteerzeugungssystem verbraucht werden.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem mindestens 10% der gesamten zur Verflüssigung des Beschickungsgases erforderlichen Kälteerzeugungsenergie durch das erste Kälteerzeugungssystem verbraucht werden.
  7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Beschickungsgas Erdgas ist.
  8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Kältemittel im ersten umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf zwei oder mehrere aus Stickstoff, Kohlenwasserstoffen mit einem oder mehreren Kohlenstoffatomen und Halogenkohlenstoffen mit einem oder mehreren Kohlenstoffatomen ausgewählte Komponenten umfasst.
  9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Kältemittel im zweiten umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf Stickstoff umfasst.
  10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem mindestens ein Teil des ersten Temperaturbereichs zwischen –40 und –100°C liegt.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, bei dem bei dem mindestens ein Teil des ersten Temperaturbereichs zwischen –60 und –100°C liegt.
  12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem mindestens ein Teil des zweiten Temperaturbereichs unter –100°C liegt.
  13. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das erste umlaufende Kälteerzeugungssystem betrieben wird durch

    (A) Komprimieren eines ersten gasförmigen Kältemittels (158);

    (B) Kühlen (109) und zumindest teilweises Kondensieren des resultierenden komprimierten Kältemittels (146);

    (C) Verringern des Drucks des resultierenden zumindest teilweise kondensierten komprimierten Kältemittels (148);

    (D) Verdampfen des resultierenden Kältemittels mit verringertem Druck (125), um Kälte in einem ersten Temperaturbereich zu erzeugen und ein verdampftes Kältemittel (152) zur Verfügung zu stellen; und

    (E) Zurückleiten (156) des verdampften Kältemittels, um das erste gasförmiges Kältemittel von (A) zur Verfügung zu stellen.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, bei dem mindestens ein Teil des Kühlens (109) des resultierenden komprimierten Kältemittels (146) in (B) durch indirekten Wärmeaustausch (106) mit dem verdampfenden Kältemittel mit verringertem Druck (125) in (D) zur Verfügung gestellt wird.
  15. Verfahren nach Anspruch 13, bei dem mindestens ein Teil des Kühlens in (B) durch indirekten Wärmeaustausch (400) mit einem oder mehreren zusätzlichen verdampfenden Kältemittelströmen, die durch einen dritten umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf zur Verfügung gestellt werden, bereitgestellt wird.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, bei dem der dritte umlaufende Kälteerzeugungskreislauf ein Kältemittel mit einer einzigen Komponente verwendet.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, bei dem der dritte umlaufende Kälteerzeugungskreislauf ein Kältemittel mit zwei oder mehreren Komponenten verwendet.
  18. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem mindestens ein Teil der Kühlung in (2) vor dem Kühlen durch das kalte Kältemittel durch indirekten Wärmeaustausch (401) mit einem oder mehreren zusätzlichen, durch einen dritten umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf zur Verfügung gestellten verdampfenden Kältemitteln bereitgestellt wird.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, bei dem der dritte umlaufende Kälteerzeugungskreislauf ein Kältemittel mit einer einzigen Komponente verwendet.
  20. Verfahren nach Anspruch 18, bei dem der dritte umlaufende Kälteerzeugungskreislauf ein gemischtes Kältemittel mit zwei oder mehreren Komponenten verwendet.
  21. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das erste Kälteerzeugungssystem betrieben wird durch:

    (i) Komprimieren eines zweiten gasförmigen Kältemittels (506, 507);

    (ii) Kühlen und teilweises Kondensieren des resultierenden unter Druck gesetzten Kältemittels, um eine dampfförmige Kältemittelfraktion (501) und eine flüssige Kältemittelfraktion (500) bereitzustellen;

    (iii) zusätzliches Kühlen und Verringern des Drucks der flüssigen Kältemittelfraktion (500) und Verdampfen der resultierenden flüssigen Kältemittelfraktion (502), um Kälte im ersten Temperaturbereich zu erzeugen und ein erstes verdampftes Kältemittel (507) zur Verfügung zu stellen;

    (iv) Kühlen und Kondensieren der dampfförmigen Kältemittelfraktion (501), Verringern des Drucks mindestens eines Teils der resultierenden Flüssigkeit und Verdampfen der resultierenden flüssigen Kältemittelfraktion (503), um zusätzliche Kälte im ersten Temperaturbereich zu erzeugen und ein zweites verdampftes Kältemittel (506) bereitzustellen, und

    (v) Kombinieren des ersten und des zweiten verdampften Kältemittels, um das erste gasförmige Kältemittel von (i) zur Verfügung zu stellen.
  22. Verfahren nach Anspruch 21, bei dem die Verdampfung der resultierenden Flüssigkeit (503) in (iv) bei einem niedrigeren Druck erfolgt als die Verdampfung der resultierenden flüssigen Kältemittelfraktion (502) in (iii) und bei dem das zweite verdampfte Kältemittel (506) vor dem Kombinieren mit dem ersten verdampften Kältemittel (507) komprimiert wird.
  23. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Energie aus dem Kaltexpandieren (166) des gekühlten gasförmigen Kältemittels (164) in (3) einen Teil der zum Komprimieren (168) des zweiten gasförmigen Kältemittels (170) in (1) benötigten Energie zur Verfügung stellt.
  24. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Beschickungsgas (100) Erdgas ist, der resultierende verflüssigte Erdgasstrom (132) einer Flashdestillation (134) unterzogen wird, um den Druck zu senken und einen leichten Entspannungsdampf (138) und ein endgültiges flüssiges Produkt (142) zur Verfügung zu stellen, und der leichte Entspannungsdampf (138) verwendet wird, um das zweite gasförmige Kältemittel (170) im zweiten Kältemittelkreislauf zur Verfügung zu stellen.
  25. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das erste Kältemittelsystem mindestens zwei reine oder gemischte Dampfrekompressionszyklen (2, 152, 156, 158, 400, 146, 106, 148, 125 und 402; 4, 802 und 803) umfasst.
  26. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem mindestens eines des ersten und zweiten Kälteerzeugungssystems einen Wärmetauscher in Form einer Spirale umfasst.
  27. Apparat zur Verflüssigung eines Beschickungsgases durch das Verfahren von Beispiel 1, umfassend

    a) ein erstes Kälteerzeugungssystem, umfassend mindestens einen umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf (152, 156, 158, 160, 146, 109, 148, 125), das zwei oder mehrere Kältemittelkomponenten verwendet und die Kälte in einem ersten Temperaturbereich erzeugt,

    (b) ein zweites Kälteerzeugungssystem, das die Kälte in einem zweiten Temperaturbereich erzeugt, dessen niedrigste Temperatur niedriger ist als die niedrigste Temperatur im ersten Temperaturbereich, wobei das zweite Kälteerzeugungssystem umfasst:

    (1) Kompressionsmittel (168) zum Komprimieren des zweiten gasförmigen Kältemittels, um das unter Druck gesetzte gasförmige Kältemittel (162) bereitzustellen;

    (2) Wärmetauschermittel (150) zum Kühlen des gesamten unter Druck gesetzten gasförmigen Kältemittels (162), vollständig getrennt vom Kühlen des Beschickungsgases, um das gekühlte gasförmige Kältemittel (164) zu ergeben, durch das kalte Kältemittel (130) und ggfs. ein verdampftes Kältemittel des ersten Kälteerzeugungssystems und/oder durch leichte Flashdämpfe des Beschickungsgases;

    (3) Expansionsmittel (166) zum Kaltexpandieren des gekühlten gasförmigen Kältemittels, um das kalte Kältemittel (130) bereitzustellen;

    (4) Wärmetauschermittel (128) zum Erwärmen des kalten Kältemittels (130), um die Kälte im zweiten Temperaturbereich zu erzeugen, und

    (5) Mittel zum Zurückleiten des resultierenden erwärmten Kältemittels (170) in den Kreislauf, um das zweite gasförmige Kältemittel von (1) bereitzustellen.
  28. Apparat nach Anspruch 27, bei dem das Wärmetauschermittel von (2) das gesamte unter Druck gesetzte gasförmige Kältemittel (162) vollständig getrennt vom Kühlen des Beschickungsgases durch das kalte Kältemittel (130) und ein verdampften Kältemittel des ersten Kälteerzeugungssystems und den leichten Flashdampf des Beschickungsgases kühlt.
  29. Apparat zur Verflüssigung eines Beschickungsgases (100) durch das Verfahren von Beispiel 3, umfassend

    a) ein erstes Kälteerzeugungssystem, umfassend mindestens einen umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf (152, 156, 158, 160, 146, 109, 148, 125, 206, 222), das zwei oder mehrere Kältemittelkomponenten verwendet und die Kälte in einem ersten Temperaturbereich erzeugt; und

    (b) ein zweites Kälteerzeugungssystem, das die Kälte in einem zweiten Temperaturbereich erzeugt, dessen niedrigste Temperatur niedriger ist als die niedrigste Temperatur im ersten Temperaturbereich, wobei das zweite Kälteerzeugungssystem umfasst:

    (1) Kompressionsmittel (168) zum Komprimieren des zweiten gasförmigen Kältemittels, um das unter Druck gesetzte gasförmige Kältemittel (162) bereitzustellen;

    (2) Wärmetauschermittel (150) zum Kühlen eines ersten Teils des unter Druck gesetzten gasförmigen Kältemittels (162), vollständig getrennt vom Kühlen des Beschickungsgases, um das gekühlte gasförmige Kältemittel (164) zu ergeben, durch das kalte Kältemittel (130) und ggfs. durch die leichten Flashdämpfe des Beschickungsgases (138); Leitungen (262) zum Abziehen eines zweiten kleinen Teils des unter Druck gesetzten gasförmigen Kältemittels (162) vor dem Kühlen in der Wärmetauschervorrichtung (150) und außerdem Wärmetauschermittel (206, 222) zum Kühlen des zweiten Teils (262) des unter Druck gesetzten gasförmigen Kältemittels (162) durch indirekten Wärmeaustausch mit dem verdampfenden Kältemittel (125) von (a) und Leitungen (202) zum erneuten Kombinieren des gekühlten zweiten Teils mit dem gekühlten ersten Teil;

    (3) Expansionsmittel (232) zum Kaltexpandieren des kombinierten gekühlten gasförmigen Kältemittels, um das kalte Kältemittel (130) bereitzustellen;

    (4) Wärmetauschermittel (228) zum Erwärmen des kalten Kältemittels (130), um die Kälte im zweiten Temperaturbereich zu erzeugen, und

    (5) Mittel zum Zurückleiten des resultierenden erwärmten Kältemittels (170) in den Kreislauf, um das zweite gasförmige Kältemittel von (1) bereitzustellen.
  30. Apparat nach einem der Ansprüche 27 bis 29, bei dem das erste Kälteerzeugungssystem (a) ein Dampfrekompressions-Kälteerzeugungssystem mit gemischten Komponenten, reinen Komponenten und/oder in Kaskadenform verwendet.
  31. Apparat nach einem der Ansprüche 27 bis 30, bei dem das erste umlaufende Kälteerzeugungssystem umfasst:

    (A) Kompressionsmittel (158) zum Komprimieren eines ersten gasförmigen Kältemittels;

    (B) Wärmetauschermittel (109) zum Kühlen und zumindest teilweisen Kondensieren des resultierenden komprimierten Kältemittels (146);

    (C) Mittel zum Verringern des Drucks des resultierenden zumindest teilweise kondensierten komprimierten Kältemittels (148);

    (D) Wärmetauschermittel (109) zum Verdampfen des resultierenden Kältemittels mit verringertem Druck (125), um Kälte in einem ersten Temperaturbereich zu erzeugen und das verdampfte Kältemittel (152) zur Verfügung zu stellen; und

    (E) Mittel (156) zum Zurückleiten des verdampften Kältemittels, um das erste gasförmiges Kältemittel von (A) zur Verfügung zu stellen.
  32. Apparat nach Anspruch 27, bei dem das erste Kälteerzeugungssystem umfasst;

    (i) Kompressionsmittel zum Komprimieren des ersten gasförmigen Kältemittels (506, 507);

    (ii) Wärmetauschermittel zum Kühlen und teilweisen Kondensieren des resultierenden komprimierten Kältemittels, um eine dampfförmige Kältemittelfraktion (501) und eine flüssige Kältemittelfraktion (500) bereitzustellen;

    (iii) Mittel zum zusätzlichen Kühlen und Verringern des Drucks der flüssigen Kältemittelfraktion (500) und Verdampfen der resultierenden flüssigen Kältemittelfraktion (502), um Kälte im ersten Temperaturbereich zu erzeugen und ein erstes verdampftes Kältemittel (507) zur Verfügung zu stellen;

    (iv) Mittel zum Kühlen und Kondensieren der dampfförmigen Kältemittelfraktion (501), Verringern des Drucks mindestens eines Teils der resultierenden Flüssigkeit und Verdampfen der resultierenden flüssigen Kältemittelfraktion (503), um zusätzliche Kälte im ersten Temperaturbereich zu erzeugen und ein zweites verdampftes Kältemittel (506) bereitzustellen, und

    (v) Mittel zum Kombinieren des ersten und des zweiten verdampften Kältemittels, um das erste gasförmige Kältemittel von (i) zur Verfügung zu stellen.
  33. Apparat nach Anspruch 32, bei dem die Verdampfung der resultierenden Flüssigkeit (503) in (iv) bei einem niedrigeren Druck erfolgt als die Verdampfung der resultierenden flüssigen Kältemittelfraktion (502) in (3) und bei dem das zweite verdampfte Kältemittel (506) vor dem Kombinieren mit dem ersten verdampften Kältemittel (507) komprimiert wird.
  34. Apparat nach Anspruch 27, bei dem das Expansionsmittel (166) in (3) einen Teil der für das Kompressionsmittel (168) in (1) erforderlichen Energie zur Verfügung stellt.
  35. Apparat nach Anspruch 27, umfassend eine Vorrichtung (134) zum Flashverdampfen des resultierenden verflüssigten Erdgasstroms (132) auf einen niedrigeren Druck, um einen leichten Flashdampf (138) und ein flüssiges Endprodukt (142) zu ergeben, und eine Vorrichtung zur Bereitstellung des leichten Flashdampfes zur Verwendung als zweites gasförmiges Kältemittel (170) im zweiten Kältemittelkreislauf.
  36. Apparat nach Anspruch 27, bei dem das erste Kälteerzeugungssystem mindestens zwei reine oder gemischte Dampfrekompressionszyklen (2, 152, 156, 158, 400, 146, 106, 148, 125 und 402; 4, 802 und 803) umfasst.
  37. Apparat nach Anspruch 27, bei dem mindestens einer der Wärmetauscher des ersten und zweiten Kälteerzeugungssystems einen Wärmetauscher in Form einer Spirale umfasst.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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