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Dokumentenidentifikation DE60108577T2 12.01.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001188147
Titel VIDEOGERÄT MIT MITTELN ZUR HISTOGRAMMVERÄNDERUNG
Anmelder Koninklijke Philips Electronics N.V., Eindhoven, NL
Erfinder STESSEN, H., Jeroen, NL-5656 AA Eindhoven, NL
Vertreter Volmer, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 52066 Aachen
DE-Aktenzeichen 60108577
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 01.03.2001
EP-Aktenzeichen 019117142
WO-Anmeldetag 01.03.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/EP01/02331
WO-Veröffentlichungsnummer 0001069531
WO-Veröffentlichungsdatum 20.09.2001
EP-Offenlegungsdatum 20.03.2002
EP date of grant 26.01.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.2006
IPC-Hauptklasse G06T 5/40(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Videogerät mit Mitteln zur Histogrammveränderung zum Anpassen von wenigstens Leuchtdichtesignalen (Y) für einzelne Pixel an vorgeschriebene Werte, wobei diese Mittel zur Histogrammveränderung einen (ersten) Speicher mit einer (ersten) Nachschlagtabelle (LUT) aufweisen zum Korrigieren der genannten Video-Leuchtdichtesignale (Y).

Videobildinformation kann aus drei Komponenten aufgebaut sein: Primärfarbsignalen E'G, E'B, E'R oder davon hergeleiteten Signalen, insbesondere einem Leuchtdichtesignal E'y und Farbdifferenzsignalen E'B-Y und E'R-Y. Die Primärfarbsignale E'G, E'B, E'R sind die gammakorrigierten Signale entsprechend der grünen, blauen bzw. roten Information. Eine Gammakorrektur ist eine Kompensation von CRT-Nichtlinearität durch Einführung einer kompensierenden Nichtlinearität in das System. Das Leuchtdichtesignal E'y und die Farbdifferenzsignale E'B-Y und E'R-Y werden von den Primärfarbsignalen hergeleitet, die in PAL-Systemen angewandt werden, angegeben durch E'Y, E'U und E'V oder der Einfachheit halber durch Y, U bzw. V.

US-A-4.450.482 beschreibt ein Videogerät mit Histogrammmodifikationsmitteln. Die Histogrammmodifikation darin ist nur für Leuchtdichtesignale Y verwirklicht. Die Histogrammmodifikationsmittel eine Kontrastverbesserung; dies bedeutet, dass eine nicht lineare Übertragungsfunktion Auf die Videosignale angewandt werden kann, damit eine gleichmäßigere Verteilung von schwarzen, grauen und weißen Pegeln erhalten werden kann. In der genannten bekannten Histogrammmodifikation wird zunächst die Verteilungsfunktion der Helligkeitspegel eines repräsentativen Satzes von Pixeln, d.h. eines Histogramms, gemessen. Wie bereits gesagt, kann dies eine ungleiche Verteilung von dunklen, mittleren oder hellen Pixeln zeigen. Eine Korrekturfunktion wird berechnet, die, wenn auf Videosignale angewandt, ein gleichmäßiger verteiltes Histogramm ergibt, aber nicht unbedingt ein flaches Histogramm. Die Korrektur kann eine 0-dimensionale Korrektur genannt werden, weil jeder neue Pixelwert nur eine nicht lineare Funktion des ungeraden Pixels an der gleichen räumlichen und zeitlichen Stelle ist. Die nicht lineare Korrekturfunktion kann sehr kompliziert sein, so dass dies einen Speicher mit einer Nachschlagtabelle (LUT) erfordert. Mit Hilfe der Nachschlagtabelle wird ein Pixel auf einen Wert Yo korrigiert.

Es ist u. a. eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Histogrammmodifikation zu schaffen. Dazu schafft die vorliegende Erfindung eine Histogrammmodifikation, wie in den Hauptansprüchen definiert. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen definiert.

In der Praxis hat es sich herausgestellt, dass es erwünscht ist, Histogrammmodifikationskorrektur in jedem der drei Videoinformationskanäle für die Leuchtdichte- und Farbdifferenzsignale anzuwenden. Deswegen weist nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung das Videogerät der eingangs beschriebenen Art das Kennzeichen auf, dass ein zweiter Speicher mit einer zweiten Nachschlagtabelle vorgesehen ist, wobei die Werte innerhalb der genannten zweiten Nachschlagtabelle von den Werten in der ersten Nachschlagtabelle hergeleitet und zum Korrigieren der Farbdifferenzsignale (U, V) angewandt werden.

Da die Abtastrate der Leuchtdichtesignale (Y) meistens die doppelte Abtastrate der Farbdifferenzsignale (U und V) ist, ist ein Abtastratenwandler vorgesehen, um die Abtastrate der Leuchtdichtesignale (Y) an die der Farbdifferenzsignale (U und V) anzupassen, wobei die Ausgangssignale des genannten Abtastratenwandlers dem zweiten Speicher zugeführt werden.

Die erste Nachschlagtabelle enthält korrigierten Leuchtdichtewerte entsprechend einer vorbestimmten Korrekturfunktion zum Erhalten korrigierter Farbdifferenzsignale, die zweite Nachschlagtabelle enthält Verstärkungswerte, die von der genannten Korrekturfunktion hergeleitet werden können, beispielsweise gebildet durch Werte der ersten Hergeleiteten der Korrekturfunktion, während das Gerät weiterhin einen Multiplizierer aufweist, in dem die Farbdifferenzsignale (U und V) durch Multiplikation mit den betreffenden Verstärkungswerten korrigiert werden.

Da in der Praxis Farbdifferenzsignalnullwerte durch eine bestimmte Zahl dargestellt wird, und derartige Signale mit Nullwert nicht korrigiert werden müssen, wird jedes Signal der Farbdifferenzsignale vor der Multiplikation um einen Offsetwert verringert und nach der Multiplikation um den genannten Offsetwert vergrößert.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird Fehlerfortpflanzung angewandt: dies bedeutet, dass zum Erhalten einer Verteilung eines Rundungsfehlers über die Nachbarschaft eines Pixels jeder der Kanäle für die Leuchtdichte- (Y) und die Farbdifferenzsignale (U und V) eine geschlossene lsb ("least significant bit") Korrekturschleife mit einem Quantisierer und einem Pixelspeicher enthält, wobei das Eingangssignal der lsb Korrekturschleife durch die korrigierten Leuchtdichte- bzw. Farbdifferenzsignale gebildet wird.

Aus der oben genannten US-A-4.450.482 ist Histogrammmodifikation bekannt. Nebst diesem Dokument sind viele Histogrammalgorithmen entwickelt worden. Die meisten sind ziemlich kompliziert, weil für jeden Helligkeitspegel in dem Histogramm ein korrigierter Wert berechnet wird. Es ist ebenfalls aus EP-A-398268 bekannt, Nachschlagtabelle zu verwenden, d.h. eine erste Nachschlagtabelle zum Umwandeln des RGB Farbeingangssignals in ein Bildsignal, und eine zweite Nachschlagtabelle um das genannte umgewandelte Bildsignal einer vorbestimmten Rauschverarbeitung an dem gewichteten Signal auszusetzen. Nach der vorliegenden Erfindung wird mit Hilfe ein Histogrammmodifikationseinheit geschaffen, mit deren Hilfe aus einem gemessenen Histogramm eine Korrekturfunktion berechnet wird , und zwar auf Basis von nur drei Pegeln, insbesondere schwarzen, grauen und weißen Helligkeitspegeln in dem gemessenen Histogramm mit nur drei Steuergliedern, insbesondere Offset, Verstärkung und Gamma, nach der unten stehenden Beziehung: V0 = [(Vi + Offset)·gain]Gamma Alle korrigierten Werte werden aus dieser Beziehung erhalten.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im vorliegenden Fall näher beschrieben. Die Erfindung ist in dem beiliegenden Hauptanspruch 1 beschrieben. Es zeigen:

1 ein Basisblockschaltbild einer Korrektureinheit für Leuchtdichtesignale und Farbdifferenzsignale,

2 einen Teil dieser Korrektureinheit, erweitert um Fehlerfortpflanzungsmittel,

3 eine Darstellung der Steuerglieder für Histogrammmodifikation nach der vorliegenden Erfindung, und

46 Diagramme zur Erläuterung des Algorithmus für Histogrammmodifikation.

1 zeigt einen Leuchtdichtesignalkanal 1 und einen Farbdifferenzkanal 2. Da die beiden Farbdifferenzkanäle für U- und V-Signale einander gleich sind, ist nur einer dieser Kanäle angegeben. Dennoch kann ein einziger Kanal ausreichen, wenn die U- und die V-Signale auf Multiplexbasis transportiert werden.

Zum Korrigieren des Eingangsleuchtdichtesignals Yi ist ein Speicher 3 mit einer Nachschlagtabelle (LUT) vorgesehen, wobei diese Nachschlagtabelle Leuchtdichteausgangssignale Yo enthält, die mit den Leuchtdichteeingangssignalen Yi entsprechend einer nicht linearen Korrekturfunktion Yo = f(Yi) im Verhältnis stehen. Auf diese Weise basiert der Inhalt der LUT auf einem Histogramm des Eingangsleuchtdichtesignals Yi. Da die Farbdifferenzsignale Ui und Vi mit einem entsprechenden Wert des variablen Verstärkungsfaktors Yo/Yi korrigiert werden muss, ist ein zweiter Speicher 4 mit einer Nachschlagtabelle (LUT) versehen, die Werte entsprechend im Wesentlichen der Verstärkung der oben stehenden Funktion, enthält. Mit Hilfe eines Multiplizierers 5 werden die Eingangssignale Ui und Vi mit den betreffenden Werten aus der Nachschlagtabelle in dem zweiten Speicher 4 multipliziert.

Da die Abtastrate der Leuchtdichteeingangssignale Yi die doppelte Rate der Farbdifferenzsignale Ui und Vi ist, ist ein Abtastratenwandler 6 vorgesehen, der einen Pixelspeicher (MP), eine Abwärtsabtasteinheit 8 für die Signale Yi, eine Abwartsabtasteinheit 9 für die um ein Pixel verzögerte Signale Yi(T), eine Addiereinheit 10 und einen Faktor-2-Teiler 11 aufweist. Durch die Teiler 11 wird dem Speicher 4 ein Signal geliefert, das einen Videosignal entspricht, das für zwei aufeinander folgende Pixel gilt, wodurch die einzelnen Pixelwerte gemittelt werden. Auf Basis dieses Signals liefert der Speicher 4 ein Korrektursignal entsprechend im Wesentlichen einem betreffenden Wert von Yo/Yi, gespeichert in der Nachschlagtabelle des Speichers 4.

Nachstehend wird vorausgesetzt, dass das U- und das V-Signal durch eine 8-Bit-Zahl dargestellt wird, wobei der maximale Wert 225 ist, und zwar entsprechend einer Farbdifferenz "+1". Ein monochromes U- oder V-Signal, d.h. die Farbdifferenz "0", wird dann durch 128 definiert. Dazu ist ein Subtrahierelement 12 vorgesehen zum Verringern des U- und des V-Signals um einen Offset-Farbdifferenzwert 128 und folglich um ein monochromes Signal auf einen Farbdifferenzwert "0" zu bringen, während nach Korrektur in dem Multiplizierer 5 mit Hilfe eines Addierelementes 13 das U- und das V-Signal um einen Offset- oder Differenzwert 128 erhöht wird, so dass einem monochromen Signal wieder der Farbdifferenzwert "0" gegeben werden kann.

In dem vorliegenden Beispiel wird der Ausgang des Speichers 4 durch eine 8-Bit Verstärkung ohne Vorzeichen dargestellt, d.h. der Korrekturfaktor Yo/Yi und der Ausgang des Multiplizierers 13 durch einen 16-Bit U- oder V-Wert, mit 7 Bits hinter dem "binären" Komma. Diese Bits müssen "verworfen" werden bevor die Videosignale Uo und Vo völlig ausgeliefert werden. Dies wird durch Fehlerfortpflanzung verwirklicht; dies bedeutet eine Verteilung eines Rundungsfehlers jeweils über einen Nachbarn des Pixels. Da das Ausgangssignal des Speichers 3 ein 15 Bit Leuchtdichtesignalwert ist und ein 8 Bit Leuchtdichteausgangssignal Yo erhalten werden soll, hat dieser Wert auch 7 Bits hinter dem "binären" Komma, die "verworfen" werden sollen.

Deswegen umfasst in der Ausführungsform nach 2 jeder der Kanäle für die Leuchtdichte- (Y) und Farbdifferenzsignale (U und V) eine geschlossene lsb ("least significant bit") Korrekturschleife 14 bzw. 14' mit einem Quantisierer 15, 15' und einem Pixelspeicher 16, 16', wobei der Eingang der lsb Korrekturschleife 14, 14' durch die korrigierten Leuchtdichtesignale bzw. die korrigierten Farbdifferenzsignale gebildet wird. Dadurch, dass jeweils die 7 lsb's, die einen Quantisierungsfehler darstellen, eines vorhergehenden Pixelwertes zu dem Y-, U- bzw. V-Wert in einem Addierelement 17, 17' addiert werden, wird eine Neuverwertung der 7 lsb's in einer Pixelverzögerung erhalten, was gewährleistet, dass der mittlere Videopegel bis zu den letzten lsb's richtig sein wird, trotz der rückwärtigen Quantisierung zu 8 Bits mit Hilfe des 128-Teilers 18, 18'. Weil die nicht linearen Übertragungsfunktionen in den Nachschlagtabellen eine größere Wortlänge erfordern um eine ausreichend genaue Quantisierung in dem Y-Kanal und eine ausreichende Variation in der differentiellen Verstärkung in dem U- und V-Kanal zu ermöglichen, wird die Information in den addierten lsb's nicht verworfen, sondern über die horizontalen Nachbarn verteilt um die mittlere Genauigkeit beizubehalten. Eine derartige Verteilung bedeutet "Rauschformung". Hauptsächlich durch diese Rauschformung können die Leuchtdichtesignale und die Farbdifferenzsignale den Wert +255 übersteigen. Um derartige nachteilige Effekte zu vermeiden, wird das 8- und 9-Bit Ausgangssignal der Teile 18, 18' Clippern 19 bzw. 19' zugeführt.

Wie bereits angegeben kann der Inhalt der Speicher 3 und 4 jede Frame-Periode erneuert werden. Dies wird als Histogrammmodifikation bezeichnet. Histogrammmodifikation schafft Kontrastverbesserung; dies bedeutet, dass die jeweiligen Helligkeitspegel zwischen schwarz und weiß über die ganze Helligkeitsskala besser verteilt werden. Da es durchaus bekannt ist, ein Histogramm zu bestimmen, wird der Algorithmus an dieser Stelle nicht weiter beschrieben. In den 4A, 5A und 6A ist eine Anzahl vereinfachter Histogramme für 8 Helligkeitspegel dargestellt. 4A zeigt ein flaches Histogramm mit gleichmäßig verteilter Helligkeit. 5A zeigt ein Histogramm einer dunklen Szene mit mehr dunklen Pixeln, 6A zeigt ein Histogramm einer hellen Szene mit einem Aufsatz, d.h. einem positiven Aufsatz, für Schwarz und mit mehr hellen Pixeln. Die 4B, 5B und 6B zeigen die entsprechenden kumulativen Histogramme, berechnet aus den Histogrammen der 4A, 5A bzw. 6A. Unter Anwendung von linearer Interpolation werden die Pegel für "Schwarz", "Grau" und "Weiß" geschätzt, wobei die kumulativen Histogramme die 3%, 37% und 97% kreuzen. Bevor der graue Pegel geschätzt wird, werden zunächst etwaige große schwarze oder weiße Gebiete von dem Histogramm ausgeschlossen; Grau wird dann aus dem reduzierten kumulativen Histogramm geschätzt. Dies vermeidet Probleme durch große schwarze oder weiße Seitenplatten, die sonst die Bildstatistiken gestört werden. Nach der Schätzung des Schwarz-, Grau- und Weißpegels wird eine zeitliche nicht lineare Tiefpassfilterung angewandt zum Glätten der Schwankungen in der Histogrammmodifikation da blinkende Bilder nicht erwünscht sind. Der nicht lineare Charakter des Filterprozesses führt zu einer schnelleren Reaktion auf Bildschwarzpegel der herunter geht (mehr Schwarz) oder einen Weißpegel, der hoch geht (mehr Weiß) und zu einer langsameren Reaktion zu weniger extremen Werten (einen mehr grauen Schwarzwert und einen mehr grauen Weißwert) und als Folge davon zu einer natürlicheren Reaktion auf Szenenänderungen. Danach werden die gefilterten schwarzen, grauen und weißen Pegel in eine neue Nachschlagtabelle verwandelt. In diesem Algorithmus aus den gefilterten schwarzen, grauen und weißen Pegeln werden drei Steuerparameter berechnet, und zwar Offset, Verstärkung und Gamma, welche die Y-Übertragungsfunktion in dem Speicher 3 bestimmen. Die 4C, 5C und 6C zeigen die Übertragungsfunktionen Yo = f(Yi) für die betreffenden Histogramme.

Die Steuerparameter Offset, Verstärkung und Gamma sind in den 3A, 3B und 3C dargestellt. In all diesen Figuren ist die Ausgangshelligkeit in Abhängigkeit von den Eingangshelligkeitspegeln gegeben. In 3A zeigt die Linie 20 einen Offset "0". Die Linien 21 und 22 zeigen Offset-Linien "> 0" bzw. "< 0". Diese Figuren zeigen die Schwankung der Helligkeit für Schwarz. Der Offset-Parameter wird benutzt um "Schwarz auf Schwarz zu setzen". In 3B zeigt die Linie 23 eine Verstärkung "1", während die Linien 24 und 25 Linien mit Verstärkung "> 1" bzw. "< 1" zeigen. Diese Figuren zeigen die Schwankung des Kontrastes für Weiß. Der Verstärkungsparameter wird verwendet um "Weiß auf Weiß zu setzen". In 3C zeigt die Linie 26 eine T (Gamma) "1", während die Kurven 27 und 28 eine T "< 1" bzw. "> 1" zeigen. Der T-Parameter wird verwendet zum Verlagern des Graus, und zwar unabhängig von dem Schwarz und dem Weiß. Wenn eine Szene vorwiegend dunkle Gebiete aufweist, dann ist es vorteilhaft die differentielle Verstärkung in der Nähe von Schwarz zu steigern. Dies kann dadurch gemacht werden, dass die T der Videostrecke verringert wird. Wenn eine Szene vorwiegend helle Gebiete aufweist, dann ist es vorteilhaft, die differentielle Verstärkung in der Nähe von Weiß zu steigern. Dies kann dadurch geschehen, dass die T der Videostrecke gesteigert wird.

Die drei Parameter können zu der nachfolgenden Übertragungsfunktion kombiniert werden: V0 = [(Vi + offset)·gain]Gamma Diese Funktion setzt Signale in einem Bereich von 0,0, ..., +1,0 voraus. Mit Hilfe von nur drei Eingangswerten, und zwar den gefilterten Schwarz-, Gau- und Weißpegeln, werden drei Steuerparameter berechnet, und zwar Offset, Gamma und Verstärkung, welche die Y-Übertragungsfunktion entsprechend der oben stehenden mathematischen Beziehung bestimmen. Diese Beziehung ist eine gute Annäherung, aber in der Nähe des Punktes (Vi, Vo) = (0, 0) ist es notwendig, eine gerade Linie mit einer begrenzten Neigung zu wählen. Da in den U-, V-Kanälen im Wesentlichen die gleiche absolute Verstärkung wie in dem Y-Kanal verwendet wird, bestimmt der Inhalt der Nachschlagtabelle in dem Speicher 3 den Inhalt der zweiten Nachschlagtabelle in dem Speicher 4.

Es dürfte einleuchten, dass die vorliegende Erfindung sich nicht auf die in der Zeichnung dargestellte bevorzugte Ausführungsform beschränkt. Es sind viele Alternativen zum Durchführen der Funktionen der jeweiligen Algorithmen möglich. Insbesondere kann die oben stehende mathematische Beziehung durch andere Beziehungen ersetzt werden: bei der Anwendung von drei gefilterten schwarzen, grauen und weißen Helligkeitspegelwerten sind drei Steuerparameter erforderlich; Die Wahl dieser Parameter ist ziemlich beliebig. Die Begrenzung auf drei Helligkeitspegelwerte und die spezifische Wahl der Steuerparameter Offset, Gamma und Verstärkung führen in der Praxis zu einer ausreichend genauen Ausführungsform. Diese Parameter lassen sich sicher manipulieren, sie werden wahrscheinlich nicht zu unerwarteten Artefakten, wie deutlich sichtbaren Alias-Effekten oder Kontureffekten und ähnlichen Effekten, führen.

Die oben beschriebenen Ausführungsformen werden durch einen Algorithmus verwirklicht, von dem wenigstens ein Teil in Form eines Computerprogramms sein kann, das imstande ist, Signalverarbeitungsmittel in einem Videogerät zu betreiben. Insofern zeigt ein Teil der Figuren Einheiten zum Durchführen bestimmter programmierbarer Funktionen, diese Einheiten müssen als Unterteile des Computerprogramms betrachtet werden. Insbesondere die Nachschlagtabellen können durch einen Teil des Computerspeichers verwirklicht werden.

Es sei bemerkt, dass die oben genannten Ausführungsformen die vorliegende Erfindung illustrieren statt begrenzen und dass der Fachmann imstande sein wird, im Rahmen der beiliegenden Patentansprüche viele alternative Ausführungsformen zu entwerfen. In den Patentansprüchen sollen eingeklammerte Bezugszeichen die Anspruch nicht begrenzen. Das Wort "umfassen" schließt das Vorhandensein von Elementen oder Schritten anders als diejenigen, die in dem Anspruch genannt sind, nicht aus. Das Wort "ein" vor einem Element schließt das Vorhandensein einer Anzahl derartiger Elemente nicht aus. Die vorliegende Erfindung kann mit Hilfe von Hardware mit verschiedenen unterschiedlichen Elementen, sowie mit Hilfe eines auf geeignete Art und Weise programmierten Computers implementiert werden. In dem Vorrichtungsanspruch, worin mehrere Mittel aufgezählt werden, können viele dieser Mittel durch ein und dasselbe Hardware-Item verkörpert werden. Die Tatsache, dass bestimmte Maßnahmen in untereinander verschiedenen Unteransprüchen genannte worden sind, gibt nicht an, dass eine Kombination dieser Maßnahmen nicht mit Vorteil angewandt werden kann.


Anspruch[de]
  1. Videogerät mit Mitteln zur Histogrammveränderung zum Anpassen von wenigstens Leuchtdichtesignalen (Y) für einzelne Pixel an vorgeschriebene Werte, wobei diese Mittel zur Histogrammveränderung einen ersten Speicher (3) mit einer ersten Nachschlagtabelle aufweisen zum Korrigieren der genannten Video-Leuchtdichtesignale (Y), dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Speicher (4) mit einer zweiten Nachschlagtabelle vorgesehen ist, wobei die Werte innerhalb der genannten zweiten Nachschlagtabelle (4) von den Werten in der ersten Nachschlagtabelle (3) hergeleitet und zum Korrigieren der Farbdifferenzsignale (U, V) angewandt werden.
  2. Videogerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abtastratenwandler (6) vorgesehen ist zum Anpassen der Abtastrate der Leuchtdichtesignale (Y) an die der Farbdifferenzsignale (U und V), wobei die Ausgangssignale des genannten Abtastratenwandlers (6) dem zweiten Speicher (4) zugeführt werden.
  3. Videogerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Nachschlagtabelle (3) korrigierte Leuchtdichtewerte enthält entsprechend einer vorbestimmten Korrekturfunktion und dass die zweite Nachschlagtabelle (4) Verstärkungswerte aufweist, die von der Korrekturfunktion hergeleitet werden können, während das Gerät weiterhin einen Multiplizierer (5) aufweist, in dem die Farbdifferenzsignale (U und V) durch Multiplikation mit den betreffenden Verstärkungswerten korrigiert werden.
  4. Videogerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Farbdifferenzsignale (U, V) vor der Multiplikation (5) um einen Offsetwert verringert wird (12) und nach der Multiplikation (5) um den genannten Offsetwert gesteigert wird.
  5. Videogerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Erhalten einer Verteilung eines Rundungsfehlers über einen Nachbarn des Pixels, wobei jeder der Kanäle für die Leuchtdichte- (Y) und die Farbdifferenzsignale (U und V) eine geschlossene lsb ("least significant bit") Korrekturschleife (14, 14') mit einem Quantisierer (15, 15') und einem Pixelspeicher (16, 16') hat, wobei die Eingangssignale der lsb-Korrekturschleife durch die korrigierten Leuchtdichte- bzw. die korrigierten Farbdifferenzsignale gebildet werden.
  6. Videogerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Histogrammmodifikationseinheit vorgesehen ist, mit deren Hilfe von einem gemessenen Histogramm eine Korrekturfunktion auf Basis von drei insbesondere schwarzen, grauen und weißen Helligkeitspegeln in dem gemessenen Histogramm mit nur drei Steueroperators, insbesondere Offset, Verstärkung und Gamma, entsprechend der nachfolgenden Beziehung: V0 = [(Vi + offset)·gain]Gamma berechnet wird.
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