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Dokumentenidentifikation DE60108888T2 12.01.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001320572
Titel ZUSAMMEN HERGESTELLTE GELBE PIGMENTE
Anmelder Engelhard Corp., Iselin, N.J., US
Erfinder VALIN, J., Roland, Cranbury, US
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60108888
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 25.09.2001
EP-Aktenzeichen 019931567
WO-Anmeldetag 25.09.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/US01/42300
WO-Veröffentlichungsnummer 0002055610
WO-Veröffentlichungsdatum 18.07.2002
EP-Offenlegungsdatum 25.06.2003
EP date of grant 09.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.2006
IPC-Hauptklasse C09B 29/32(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf gelbe Pigmentzusammensetzungen. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf gelbe Pigmentzusammensetzungen, die zusammen verarbeitete organische Pigmente und anorganische Pigmente enthalten.

Hintergrund der Erfindung

Zahlreiche herkömmliche organische Pigmentmischungen neigen zum Zersetzen und Verfärben, wenn sie einer Heißschmelz-Wärmeprüfung (Temperaturen von 200°C bis 230°C für eine Zeit von vier Stunden) unterworfen werden. Speziell neigen gelbe Monoazopigmente zu unerwünschtem Ausblühen und Verfärben bei hohen Temperaturen, so dass ihre Verwendung ungünstig ist. Gelbe Disazopigmente (Diarylidpigmente) sind viel stärker färbend und zeigen eine viel niedrigere Neigung zum Ausblühen und zum Verfärben bei hohen Temperaturen. R. Az et al. berichten jedoch in Dyes and Pigments, 15, 1 (1991), dass gelbe Diarylidverbindungen zu möglicherweise karzinogenen Nebenprodukten (z.B. 3,3'-Dichlorbenzidin) abgebaut werden in Kunststoffen, die über 200°C verarbeitet werden, eine Temperatur, die niedriger ist als diejenige, die bei der Verarbeitung der meisten Kunststoffe verwendet wird (zahlreiche Kunststoffe werden bei Temperaturen von 250°C bis 330°C verarbeitet).

Die meisten gelben Pigmente haben eine oder zwei erwünschte Eigenschaften zusätzlich zu einigen unerwünschten Eigenschaften. So sind z.B. einige gelbe Pigmente stark, haben aber geringe Bewitterungseigenschaften, geringe Wärmebeständigkeit, unerwünschte Färbungen und/oder Schattierungen und/oder teure Ausgangsmaterialien. Andere gelbe Pigmente haben gute Bewitterungseigenschaften, haben aber geringe Wärmebeständigkeit, sind schwach, haben unerwünschte Färbungen und/oder Schattierungen und/oder teure Ausgangsmaterialien.

Unter diesen Umständen muss man, wenn gelbe Pigmente verwendet werden, einen Kompromiss bezüglich wenigstens einer erwünschten Eigenschaft annehmen. Es besteht daher ein nicht befriedigtes Bedürfnis in der Technik für gelbe Pigmente mit zahlreichen erwünschten Eigenschaften.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung stellt gelbe Pigmentzusammensetzungen bereit, die zusammen verarbeitete organische Pigmente und anorganische Pigmente enthalten. Die zusammen verarbeiteten hergestellten Pigmente haben sowohl verbesserte Farbeigenschaften als auch verbesserte Wärmestabilität und Bewitterung. Insbesondere umfassen die verbesserten Farbeigenschaften der zusammen verarbeiteten Pigmente erwünschte Chromatizität, hohe Farbstärke und ausgezeichnete Lichtechtheit. Die zusammen verarbeiteten gelben Pigmente der vorliegenden Erfindung sind im Vergleich zu anderen im Handel erhältlichen gelben Pigmentzusammensetzungen billig herzustellen. In einigen Ausführungsformen enthalten die zusammen verarbeiteten gelben Pigmente der vorliegenden Erfindung darüber hinaus kein Chlor und zerfallen daher nicht in möglicherweise schädliche Chlor enthaltende Komponenten.

Ein Aspekt der Erfindung bezieht sich auf eine gelbe Pigmentzusammensetzung, die wenigstens ein gelbes Nickeltitanat und wenigstens ein gelbes organisches Pigment enthält, das eine Benzimidazolonkomponente enthält.

Ein anderer Aspekt der Erfindung bezieht sich auf eine gelbe Pigmentzusammensetzung, die etwa 5 Gew.-% bis etwa 80 Gew.-% wenigstens eines gelben Nickeltitanats und etwa 20 Gew.-% bis etwa 95 Gew.-% wenigstens eines gelben Benzimidazolonpigments enthält.

Ein noch anderer Aspekt der Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen einer gelben Pigmentzusammensetzung, umfassend die Schritte des Vereinigens wenigstens eines gelben Nickeltitanats und wenigstens eines gelben Benzimidazolonpigments zur Bildung einer Mischung und des Vermischens der Mischung, um eine homogene Mischung der gelben Pigmentzusammensetzung zu bilden.

Ausführliche Beschreibung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung stellt gelbe Pigmentzusammensetzungen bereit, die wenigstens zusammen verarbeitete gelbe organische Pigmente und anorganische Pigmente enthalten. Die gelben Pigmentzusammensetzungen können optional zusätzliche Pigmente und/oder Zusätze enthalten. Das gelbe organische Pigment und das gelbe anorganische Pigment werden so zusammen verarbeitet, dass eine innige Mischung gebildet wird. Die gelben Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung enthalten wenigstens ein gelbes Nickeltitanat als anorganisches Pigment und ein gelbes Benzimidazolon als organisches Pigment.

Obwohl eine Bindung durch eine Theorie nicht erwünscht ist, wird angenommen, dass die Bildung einer stabilen Zusammensetzung mit erwünschten Eigenschaften durch Oberfläche-zu-Oberfläche-Wechselwirkungen zwischen dem anorganischen Oxidpigment und der Benzimidazolonkomponente des organischen Pigments erleichtert wird.

Gelbes Nickeltitanatpigment ist ein anorganisches Pigment, das von einer Mischung von Nickeloxid und Titanoxid und optional Antimonoxid abgeleitet ist. Nickeltitanat hat die allgemeine Formel NiTiO3. In einer Ausführungsform ist das gelbe Nickeltitanatpigment Pigment Yellow 53. Pigment Yellow 53 kann durch Kalzinieren einer Mischung von Antimonoxid, Nickeloxid und Titanoxid hergestellt werden. Pigment Yellow 53 ist im Handel aus zahlreichen Quellen erhältlich, einschließlich Cerdec unter der Handelsbezeichnung Irgacolor Yellow 10401. Die gelben Nickeltitanatpigmente sind typischerweise in Pulverform erhältlich.

Gelbe Nickeltitanatpigmente, einschließlich Verfahren zu ihrer Herstellung, finden sind in dem Pigment Handbook, Band 1, Seiten 419 bis 427 (1973), welches hierin durch Bezug eingeschlossen ist. Allgemein können gelbe Nickeltitanatpigmente entweder durch Ausfällen oder durch Kalzinieren hergestellt werden. Das Kalzinierverfahren ist gekennzeichnet durch ein Vermischen der Rohmaterialien, die für das jeweilige Pigment erforderlich sind (das Vermischen kann z.B. durch Trockenmischen oder durch Nassmahlen durchgeführt werden). Die Mischung wird dann bei einer hohen Temperatur kalziniert, wie bei etwa 980°C. Nach dem Brennen wird das Pigment in einer Kugelmühle nassgemahlen. Das gemahlene Produkt wird in eine Filterpresse überführt, wo es gewaschen und dann zum Herstellen eines Filterkuchens entwässert wird. Der Filterkuchen wird dann getrocknet und durch eine Mikropulverisiervorrichtung zum Herstellen eines feinen Pulvers geführt. Der Endschritt des Herstellungsverfahren ist, verschiedene Ansätze zu mischen, um sicherzustellen, dass das Endprodukt die Qualitätskontrollanforderungen für das Pigment erfüllt. Gelbe Nickeltitanate können auch durch ein Ausfällungsverfahren unter Verwendung eines Nickelsalzes mit Titandioxid, das hydratisiert ist, und Antimonoxid hergestellt werden. Die Mischung wird in der gleichen Weise wie für das trocken gemischte Material getrocknet und kalziniert.

In einer Ausführungsform enthalten die gelben Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung etwa 5 Gew.-% bis etwa 80 Gew.-% wenigstens eines gelben anorganischen Nickeltitanatpigments. In einer anderen Ausführungsform enthalten die gelben Pigmentzusammensetzungen etwa 10 Gew.-% bis etwa 70 Gew.-% wenigstens eines gelben anorganischen Nickeltitanatpigments. In einer noch anderen Ausführungsform enthalten die gelben Pigmentzusammensetzungen etwa 15 Gew.-% bis etwa 60 Gew.-% wenigstens eines gelben anorganischen Nickeltitanatpigments.

Gelbe Benzimidazolone sind organische Pigmente, die eine Benzimidazolonkomponente in ihrer chemischen Struktur enthalten. Benzimidazolone sind organische Azopigmente, die allgemein von einem aromatischen Amin und einem Benzimidazolonkuppler abgeleitet sind, worin das aromatische Amin zunächst diazotiert und dann an den Benzimidazolonkuppler gekuppelt wird. Die Kupplungsmischung kann erwärmt werden, wie auf Temperaturen über 100°C. Die gelben Benzimidazolone können organische Monoazopigmente oder organische Disazopigmente sein.

In einer Ausführungsform enthalten die gelben Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung etwa 20 Gew.-% bis etwa 95 Gew.-% wenigstens eines gelben organischen Benzimidazolonpigments. In einer anderen Ausführungsform enthalten die gelben Pigmentzusammensetzungen etwa 30 Gew.-% bis etwa 90 Gew.-% wenigstens eines gelben organischen Benzimidazolonpigments. In einer noch anderen Ausführungsform enthalten die gelben Pigmentzusammensetzungen etwa 40 Gew.-% bis etwa 85 Gew.-% wenigstens eines gelben organischen Benzimidazolonpigments.

Organische Benzimidazolonpigmentzusammensetzungen und Verfahren zu ihrer Herstellung sind allgemein in den US-Patentschriften 4,080,321, 4,392,999, 4,555,568, 4,664,714, 5,352,281 und 5,756,757 beschrieben, die hierdurch in dieser Beziehung durch Bezug eingeschlossen sind.

Organische Benzimidazolonpigmentzusammensetzungen sind im Handel aus einer Anzahl von Quellen erhältlich. Die gelben Benzimidazolonpigmente sind typischerweise in Pulverform erhältlich. Beispiele von organischen Benzimidazolonpigmenten umfassen Pigment Yellow 120, Pigment Yellow 151, Pigment Yellow 154, Pigment Yellow 156 und Pigment Yellow 175.

Die gelben Pigmentzusammensetzungen können optional zusätzliche organische und/oder anorganische Pigmente und/oder Zusätze enthalten. In einer Ausführungsform enthalten die gelben Pigmentzusammensetzungen etwa 0,01 Gew.-% bis etwa 20 Gew.-% zusätzliche organische und/oder anorganische Pigmente und/oder Zusätze. In einer anderen Ausführungsform enthalten die gelben Pigmentzusammensetzungen etwa 0,1 Gew.-% bis etwa 15 Gew.-% zusätzliche organische und/oder anorganische Pigmente und/oder Zusätze. In einer anderen Ausführungsform enthalten die gelben Pigmentzusammensetzungen etwa 0,5 Gew.-% bis etwa 10 Gew.-% zusätzliche organische und/oder anorganische Pigmente und/oder Zusätze.

Beispiele von optionalen anorganischen Pigmenten umfassen Titandioxid, Wismutvanadat, Bleichromat, Cadmiumzinksulfid, Cadmiumbariumsulfid, Cadmiumsulfid, Kaliumcobaltnitrit, Bleiantimonat, Nickelchromverbindungen und Eisenoxid. Spezielle Beispiele von optionalen anorganischen Pigmenten umfassen Pigment Yellow 34, Pigment Yellow 35, Pigment Yellow 37, Pigment Yellow 40, Pigment Yellow 41, Pigment Yellow 42 und Pigment Yellow 184.

Beispiele von optionalen organischen Pigmenten umfassen Isoindolinonpigmente, Arylidpigmente, Diarylidpigmente, Anthrapyrimidinpigmente, Chinophthalonpigmente, Nickelazomethinpigmente und Pyrazolonpigmente. Spezielle Beispiele von optionalen organischen Pigmenten umfassen Pigment Yellow 1, Pigment Yellow 3, Pigment Yellow 55, Pigment Yellow 10, Pigment Yellow 11, Pigment Yellow 13, Pigment Yellow 14, Pigment Yellow 16, Pigment Yellow 17, Pigment Yellow 61, Pigment Yellow 62, Pigment Yellow 65, Pigment Yellow 74, Pigment Yellow 81, Pigment Yellow 83, Pigment Yellow 93, Pigment Yellow 94, Pigment Yellow 95, Pigment Yellow 97, Pigment Yellow 98, Pigment Yellow 108, Pigment Yellow 110, Pigment Yellow 138, Pigment Yellow 139, Pigment Yellow 150, Pigment Yellow 152, Pigment Yellow 183 und Pigment Yellow 191.

Zusätze, die optional in die gelben Pigmentmischungen eingearbeitet sein können, umfassen Glasperlen, Füllstoffe, Weichmacher, Streckmittel, Siliciumdioxid, Tone, wie Kaolin, Calciumcarbonat, Diatomeenerde, oberflächenaktive Stoffe, Dispergiermittel und Lösemittel (allgemein für Anstrichformulierungen).

In einer Ausführungsform enthält weder das gelbe organische Pigment noch das gelbe anorganische Pigment ein Chloratom. Mögliche Abbauprodukte stellen folglich keine Sicherheits- und/oder Umweltprobleme dar. In einer anderen Ausführungsform enthalten die optionalen zusätzlichen organischen und/oder anorganischen Pigmente kein Chloratom.

Die gelben Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung werden hergestellt durch Vereinigen und Vermischen des gelben organischen Pigments und des gelben anorganischen Pigments zur Bildung einer homogenen Mischung in jeder geeigneten Weise. Mit anderen Worten werden die gelben Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung zusammen verarbeitet.

So werden z.B. in einer Ausführungsform die gelben Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung hergestellt durch Vereinigen des gelben organischen Pigments und des gelben anorganischen Pigments (und optional eines oder mehrerer Zusätze), Trockenmischen der Mischung und anschließendes Mahlen oder Trockenmahlen der Mischung. Alternativ werden die gelben Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung hergestellt durch Vereinigen des gelben organischen Pigments und des gelben anorganischen Pigments (und optional eines oder mehrerer Zusätze), Mahlen der Mischung und dann Trockenmischen der Mischung. In beiden Fällen können ein oder mehrere Zusätze optional zugesetzt werden vor oder nach dem Bilden der Mischung, dem Vermischen der Mischung oder dem Mahlen der Mischung.

In einer anderen Ausführungsform werden die gelben Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung hergestellt durch Vereinigen des gelben organischen Pigments und des gelben anorganischen Pigments (und optional eines oder mehrerer Zusätze) mit einer Flüssigkeit, wie Wasser, um eine Aufschlämmung zu bilden, optionales Vermischen der Aufschlämmung (wie Nassmahlen der Aufschlämmung), Sprühtrocknen der Aufschlämmung und dann optionales Mahlen der sprühgetrockneten Mischung. Ein oder mehrere Zusätze können optional zugesetzt werden vor oder nach dem Bilden der Aufschlämmung, dem Vermischen der Aufschlämmung, dem Sprühtrocknen der Aufschlämmung oder dem Mahlen der sprühgetrockneten Mischung.

In einer noch anderen Ausführungsform werden die gelben Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung hergestellt durch Vereinigen des gelben organischen Pigments und des gelben anorganischen Pigments (und optional eines oder mehrerer Zusätze) mit einer Flüssigkeit, wie Wasser, um eine Aufschlämmung zu bilden, optionales Vermischen der Aufschlämmung (wie Nassmahlen der Aufschlämmung), Wirbelschnelltrocknen der Aufschlämmung und dann optionales Mahlen der wirbelschnellgetrockneten Mischung. Ein oder mehrere Zusätze können optional zugesetzt werden vor oder nach dem Bilden der Aufschlämmung, dem Vermischen der Aufschlämmung, dem Wirbelschnelltrocknen der Aufschlämmung oder dem Mahlen der wirbelschnellgetrockneten Mischung.

In einer noch anderen Ausführungsform werden die gelben Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung hergestellt durch einfaches Vereinigen des gelben organischen Pigments und des gelben anorganischen Pigments (und optional eines oder mehrerer Zusätze) und Vermischen der Komponenten in einem oder mehreren Mischern, wie ein Kegelmischer, Mixern (Nass- oder Trockenmixer), Mahlvorrichtungen, Pulverisiervorrichtungen und Ähnlichem.

Die Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung stellen gelbe Pigmente mit verbesserter Farbstärke, Beständigkeit gegenüber polaren Lösemitteln, Lichtechtheit und/oder Wärmestabilität bereit und sind als Färbemittel in Kunststoffen, Beschichtungen und Tinten verwendbar. In einer bevorzugten Ausführungsform stellen die Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung gelbe Pigmente mit sowohl verbesserter Farbstärke als auch verbesserter Wärmestabilität bereit.

In einer Ausführungsform behalten die Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung Wärmestabilität (sie werden im Wesentlichen nicht abgebaut oder thermisch gespalten) bei Temperaturen bis zu und über etwa 275°C. In einer anderen Ausführungsform behalten die Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung Wärmestabilität bei Temperaturen bis zu und über etwa 280°C. In einer noch anderen Ausführungsform behalten die Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung Wärmestabilität bei Temperaturen bis zu und über etwa 285°C. In einer noch anderen Ausführungsform behalten die Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung Wärmestabilität bei Temperaturen bis zu und über etwa 290°C (z.B. von etwa 275°C bis etwa 295°C).

In anderen Ausführungsformen bezieht sich die vorliegende Erfindung daher auf Beschichtungszusammensetzungen, einschließlich Anstrichzusammensetzungen, Tintenzusammensetzungen und Kunststoffzusammensetzungen, die Hauptmengen eines Beschichtungsvehikels, wie eines Anstrichvehikels, eines Tintenvehikels oder eines Kunststoffs, und geringere Mengen der gelben Pigmentzusammensetzungen umfassen. Eine Hauptmenge umfasst wenigstens 50 Gew.-%. Eine geringere Menge umfasst weniger als 50 Gew.-%.

Die Beschichtungs-Tinten- und Kunststoffzusammensetzungen, in welchen die gelben Pigmentzusammensetzungen verwendbar sind, sind dem Durchschnittsfachmann bekannt. Beispiele von Tinten umfassen Drucktinten und Lacke, und Kunststoffe umfassen thermoplastische und wärmehärtende Materialien, natürliche Harze und synthetische Harze, Polystyrol und seine gemischten Polymere, Polyolefine, insbesondere Polyethylen und Polypropylen, Polyacrylverbindungen, Polyvinylverbindungen, z.B. Polyvinylchlorid und Polyvinylacetat, Polyester und Kautschuk und auch Fasern, hergestellt aus Viskose und Celluloseethern und Celluloseestern, wie Ethylcellulose, Nitrocellulose, Celluloseacetat oder Cellulosebutyrat, Aminoplaste, insbesondere Harnstoff- und Melamin-Formaldehyd-Harze, Alkydharze, Acrylharze, Phenoplaste, Polycarbonate, Polyamide, Polyurethane, Casein, Silicon und Siliconharze, Polyester, z.B. Polyglycolterephthalate und Polyacrylnitril. Die gelben Pigmentzusammensetzungen sind ebenfalls für das Pigmentdrucken und für das Pigmentieren von Papier in der Masse verwendbar.

Aufgrund seiner ausgezeichneten Wärmebeständigkeit ist das Pigment insbesondere zum Pigmentieren von Kunststoffen in der Masse verwendbar, wie z.B. Polystyrol und seine gemischten Polymere, Polyolefine, insbesondere Polyethylen und Polypropylen und die entsprechenden gemischten Polymere, Polyvinylchlorid und Polyester, insbesondere Polyethylenglycolterephthalat und Polybutylenterephthalat und die entsprechenden gemischten Kondensationsprodukte auf der Grundlage von Polyestern und Mischungen und Copolymere davon.

Beispiele von Beschichtungszusammensetzungen umfassen Anstrichzusammensetzungen, Klebstoffzusammensetzungen und Pulverzusammensetzungen. Somit umfassen Beschichtungszusammensetzungen Beschichtungszusammensetzungen auf Flüssigkeitsgrundlage und Beschichtungszusammensetzungen auf Pulvergrundlage.

Vergleiche z.B. mit Bezug auf Tinte: R. H. Leach, Hrsg., The Printing Ink Manual, 4. Auflage, Van Nostrand Reinhold (International) Co. Ltd., London (1988), insbesondere Seiten 282 bis 591, mit Bezug auf Beschichtungen und Anstriche: C. H. Hare, Protective Coatings, Technology Publishing Co., Pittsburgh (1994), insbesondere Seiten 63 bis 288, und mit Bezug auf Kunststoffe: T. G. Webber, Coloring of Plastics, John Wiley & Sons, New York (1979), insbesondere Seiten 79 bis 204. Die vorstehenden Veröffentlichungen werden hierdurch durch Bezug bezüglich ihrer Lehren von Beschichtung, Tinte und Kunststoffzusammensetzungen, Formulierungen und Vehikeln einbezogen, in welchen die Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung einschließlich Mengen von Färbemitteln verwendet werden können.

Die folgenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung. Falls in den folgenden Beispielen und sonst in der Beschreibung und den Patentansprüchen nicht anders angegeben, beziehen sich sämtliche Teile und Prozentangaben auf das Gewicht, sämtliche Temperaturen sind °C, und der Druck liegt bei oder nahe Atmosphärendruck.

Beispiel 1

Eine Pigmentzusammensetzung wird hergestellt durch Vereinigen von 20 g Pigment Yellow 53 und 80 g Pigment Yellow 120 und Vermischen in einem Mischer.

Beispiel 2

Eine Pigmentzusammensetzung wird hergestellt durch Vereinigen von 30 g Nickeltitanat und 70 g Pigment Yellow 151 und Vermischen in einem Mischer.

Beispiel 3

Eine Pigmentzusammensetzung wird hergestellt durch Vereinigen von 40 g Pigment Yellow 53 und 60 g Pigment Yellow 154 und Vermischen in einem Mischer.

Beispiel 4

Eine Pigmentzusammensetzung wird hergestellt durch Vereinigen von 35 g Nickeltitanat und 65 g Pigment Yellow 156 in Wasser zur Bildung einer Aufschlämmung, Nassmahlen der Aufschlämmung und Sprühtrocknen der Aufschlämmung.

Beispiel 5

Eine Pigmentzusammensetzung wird hergestellt durch Vereinigen von 45 g Pigment Yellow 53 und 55 g Pigment Yellow 175 in Wasser zur Bildung einer Aufschlämmung, Nassmahlen der Aufschlämmung und Wirbelschnelltrocknen der Aufschlämmung.

Beispiel 6

Eine Pigmentzusammensetzung wird hergestellt durch Vereinigen von 15 g Pigment Yellow 53, 5 g Titandioxid und 80 g Pigment Yellow 120 in Wasser zur Bildung einer Aufschlämmung, Nassmahlen der Aufschlämmung und Wirbelschnelltrocknen der Aufschlämmung.

Beispiel 7

Eine Pigmentzusammensetzung wird hergestellt durch Vereinigen von 30 g Nickeltitanat, 5 g Kaolin und 70 g Pigment Yellow 151 in Wasser zur Bildung einer Aufschlämmung, Nassmahlen der Aufschlämmung und Sprühtrocknen der Aufschlämmung.

Beispiel 8

Eine Pigmentzusammensetzung wird hergestellt durch Vereinigen von 40 g Pigment Yellow 53, 10 g Pigment Yellow 191 und 50 g Pigment Yellow 154 und Vermischen in einem Mischer.

Beispiel 9

Eine Pigmentzusammensetzung wird hergestellt durch Vereinigen von 30 g Nickeltitanat, 40 g Pigment Yellow 151 und 30 g Pigment Yellow 156 in Wasser zur Bildung einer Aufschlämmung, Nassmahlen der Aufschlämmung und Sprühtrocknen der Aufschlämmung.

Beispiel 10

Eine Pigmentzusammensetzung wird hergestellt durch Vereinigen von 20 g Pigment Yellow 34, 25 g Pigment Yellow 53 und 55 g Pigment Yellow 175 in Wasser zur Bildung einer Aufschlämmung, Nassmahlen der Aufschlämmung und Wirbelschnelltrocknen der Aufschlämmung.

Obwohl die Erfindung mit Bezug auf bestimmte Ausführungsformen erläutert worden ist, wird darauf hingewiesen, dass verschiedene Modifikationen davon für den Fachmann beim Lesen der Beschreibung ersichtlich werden. Daher wird darauf hingewiesen, dass die hierin offenbarte Erfindung solche Modifikationen als in den Bereich der beigefügten Patentansprüche fallend umfassen soll. Bezüglich des Umfangs, dass der Ausdruck "enthält" in der ausführlichen Beschreibung verwendet wird, so soll dieser Ausdruck in einer Weise ähnlich zu dem Ausdruck "umfassend" einschließend sein.


Anspruch[de]
  1. Gelbe Pigmentzusammensetzung, umfassend

    wenigstens ein gelbes Nickeltitanat; und

    wenigstens ein gelbes organisches Pigment, das eine Benzimidazolonkomponente enthält.
  2. Gelbe Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die gelbe Pigmentzusammensetzung 10 Gew.-% bis 70 Gew.-% gelbes Nickeltitanat und 30 Gew.-% bis 90 Gew.-% des gelben organischen Pigments, das die Benzimidazolonkomponente enthält, umfasst.
  3. Gelbe Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das gelbe Nickeltitanat Pigment Gelb 53 (Pigment Yellow 53) umfasst.
  4. Gelbe Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das gelbe organische Pigment, das die Benzimidazolonkomponente enthält, wenigstens eines von Pigment Gelb 120 (Pigment Yellow 120), Pigment Gelb 151 (Pigment Yellow 151), Pigment Gelb 154 (Pigment Yellow 154), Pigment Gelb 156 (Pigment Yellow 156) und Pigment Gelb 175 (Pigment Yellow 175) umfasst.
  5. Gelbe Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1, außerdem umfassend wenigstens eines von Titandioxid, Bismutvanadat, Bleichromat, Cadmiumzinksulfid, Cadmiumbariumsulfid, Cadmiumsulfid, Kaliumcobaltnitrit, Bleiantimoniat, Nickelchromverbindungen und Eisenoxid.
  6. Gelbe Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1, außerdem umfassend wenigstens eines von einem Isoindolinonpigment, einem Arylidpigment, einem Diarylidpigment, einem Anthrapyrimidinpigment, einem Chinophthalonpigment, einem Nickelazomethinpigment und einem Pyrazolonpigment.
  7. Gelbe Pigmentzusammensetzung, umfassend

    5 Gew.-% bis 80 Gew.-% von wenigstens einem gelben Nickeltitanat; und

    20 Gew.-% bis 95 Gew.-% von wenigstens einem gelben Benzimidazolonpigment.
  8. Gelbe Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 7, wobei das gelbe Nickeltitanat Pigment Gelb 53 (Pigment Yellow 53) umfasst und das gelbe Benzimidazolonpigment wenigstens eines von Pigment Gelb 120 (Pigment Yellow 120), Pigment Gelb 151 (Pigment Yellow 151), Pigment Gelb 154 (Pigment Yellow 154), Pigment Gelb 156 (Pigment Yellow 156) und Pigment Gelb 175 (Pigment Yellow 175) umfasst.
  9. Gelbe Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 7, wobei die gelbe Pigmentzusammensetzung 15 Gew.-% bis 60 Gew.-% von wenigstens einem gelben Nickeltitanat und 40 Gew.-% bis 85 Gew.-% von wenigstens einem gelben Benzimidazolonpigment umfasst.
  10. Gelbe Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 9, wobei das gelbe Nickeltitanat Pigment Gelb 53 (Pigment Yellow 53) umfasst und das gelbe Benzimidazolonpigment Pigment Gelb 151 (Pigment Yellow 151) umfasst.
  11. Gelbe Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 7, außerdem umfassend wenigstens eines von Glasperlen, einem Füllstoff, einem Weichmacher, einem Streckmittel bzw. Verschnittmittel, Siliciumdioxid, einem Ton, Calciumcarbonat, Diatomeenerde, einem oberflächenaktiven Stoff, einem Dispergiermittel und einem Lösungsmittel.
  12. Gelbe Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 7, wobei die gelbe Pigmentzusammensetzung eine Wärmestabilität bei Temperaturen bis zu und über 275°C aufweist.
  13. Gelbe Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 7, wobei die gelbe Pigmentzusammensetzung eine Wärmestabilität bei Temperaturen bis zu und über 285°C aufweist.
  14. Verfahren zum Herstellen einer gelben Pigmentzusammensetzung, umfassend

    das Vereinigen von wenigstens einem gelben Nickeltitanat und wenigstens einem gelben Benzimidazolonpigment, um ein Gemisch zu bilden; und

    das Vermischen des Gemisches, um ein homogenes Gemisch der gelben Pigmentzusammensetzung zu bilden.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei das gelbe Nickeltitanat Pigment Gelb 53 (Pigment Yellow 53) umfasst und das gelbe Benzimidazolonpigment wenigstens eines von Pigment Gelb 120 (Pigment Yellow 120), Pigment Gelb 151 (Pigment Yellow 151), Pigment Gelb 154 (Pigment Yellow 154), Pigment Gelb 156 (Pigment Yellow 156) und Pigment Gelb 175 (Pigment Yellow 175) umfasst.
  16. Verfahren nach Anspruch 14, wobei das Gemisch eine Aufschlämmung ist, die durch Vereinigen von wenigstens einem gelben Nickeltitanat, wenigstens einem gelben Benzimidazolonpigment und Wasser gebildet wird, außerdem umfassend das Trocknen des Gemisches, um das homogene Gemisch der gelben Pigmentzusammensetzung zu bilden.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, wobei das Trocknen des Gemisches das Sprühtrocknen des Gemisches umfasst.
  18. Verfahren nach Anspruch 16, wobei das Trocknen des Gemisches das Spin-Flash-Trocknen des Gemisches umfasst.
  19. Verfahren nach Anspruch 14, außerdem umfassend das Mahlen des Gemisches, um das homogene Gemisch der gelben Pigmentzusammensetzung zu bilden.
  20. Beschichtungszusammensetzung, umfassend ein Beschichtungsbindemittel und die gelbe Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1.
  21. Beschichtungszusammensetzung nach Anspruch 20, wobei das Beschichtungsbindemittel eine Anstrichfarbe ist.
  22. Beschichtungszusammensetzung, umfassend ein Beschichtungsbindemittel und die durch das Verfahren von Anspruch 14 hergestellte gelbe Pigmentzusammensetzung.
  23. Tinten- bzw. Druckfarbenzusammensetzung, umfassend ein Tinten- bzw. Druckfarbenbindemittel und die gelbe Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1.
  24. Kunststoffzusammensetzung, umfassend ein Kunststoffbindemittel und die gelbe Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1.
  25. Kunststoffzusammensetzung nach Anspruch 24, wobei das Kunststoffbindemittel wenigstens eines von einem Polystyrol, einem Polyolefin, einer Polyacrylverbindung, einer Polyvinylverbindung, einem Polyester, einem Kautschuk, einem Celluloseether, einem Celluloseester, einem Aminoplastharz, einem Alkydharz, einem Acrylharz, einem Phenoplastharz, einem Polycarbonat, einem Polyamid, einem Polyurethan, Casein, einem Siliconharz, einem Polyester und einem Polyacrylnitril umfasst.
  26. Kunststoffzusammensetzung, umfassend ein Kunststoffbindemittel und die gelbe Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 7.
  27. Kunststoffzusammensetzung nach Anspruch 26, wobei das Kunststoffbindemittel wenigstens eines von einem Polystyrol, einem Polyolefin, einer Polyacrylverbindung, einer Polyvinylverbindung, einem Polyester, einem Kautschuk, einem Celluloseether, einem Celluloseester, einem Aminoplastharz, einem Alkydharz, einem Acrylharz, einem Phenoplastharz, einem Polycarbonat, einem Polyamid, einem Polyurethan, Casein, einem Siliconharz, einem Polyester und einem Polyacrylnitril umfasst.
  28. Kunststoffzusammensetzung, umfassend ein Kunststoffbindemittel und die durch das Verfahren von Anspruch 14 hergestellte gelbe Pigmentzusammensetzung.
  29. Kunststoffzusammensetzung nach Anspruch 28, wobei das Kunststoffbindemittel wenigstens eines von einem Polystyrol, einem Polyolefin, einer Polyacrylverbindung, einer Polyvinylverbindung, einem Polyester, einem Kautschuk, einem Celluloseether, einem Celluloseester, einem Aminoplastharz, einem Alkydharz, einem Acrylharz, einem Phenoplastharz, einem Polycarbonat, einem Polyamid, einem Polyurethan, Casein, einem Siliconharz, einem Polyester und einem Polyacrylnitril umfasst.
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