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Dokumentenidentifikation DE60110065T2 12.01.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001289359
Titel KARUSSELLMELKANLAGE
Anmelder DeLaval Holding AB, Tumba, SE
Erfinder ERIKSSON, Mattias, SE-857 42 Sundsvall, SE
Vertreter Patentanwalt Hans E. Ruschke & Kollegen, 81679 München
DE-Aktenzeichen 60110065
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 31.05.2001
EP-Aktenzeichen 019370980
WO-Anmeldetag 31.05.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/SE01/01224
WO-Veröffentlichungsnummer 0001091545
WO-Veröffentlichungsdatum 06.12.2001
EP-Offenlegungsdatum 12.03.2003
EP date of grant 13.04.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.2006
IPC-Hauptklasse A01K 1/12(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG UND STAND DER TECHNIK

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Karussellmelkstand zum Melken von Tieren, wobei der Stand eine Drehplattform umfasst, die eine Tragefläche für die Tiere darstellt, sowie eine Standeinrichtung, die die Plattform in Stände zum Aufnehmen von einzelnen Tieren unterteilt, eine Antriebseinrichtung zum Drehen der Plattform und eine Melkeinrichtung, die an die Tiere angesetzt wird.

Karussellmelkstände werden prinzipiell zum Melken von Kühen verwendet und zum Verringern der Arbeitszeit des Bedienpersonals. Die Stände haben einen automatischen Ausgang für die Kühe, wodurch sich die Arbeitszeit des Bedienpersonals bei der Kontrolle der Bewegung der Kühe zu den Ständen hin und von dort weg entfällt. Es gibt zwei Typen von Karussellmelkständen, interne Karussellmelkstände, wo die Kühe nach außen gewandt sind und das Bedienpersonal von der Innenseite der Plattform her arbeitet, und externe Karussellmelkstände, wo die Kühe nach innen gewandt sind und das Bedienpersonal von der Außenseite der Plattform her arbeitet.

Konstruktion und Größe der Karussellmelkstände müssen den Anforderungen der einzelnen Landwirte angepasst sein. Die Größe der Drehplattform muss z.B. an den beim Bauern verfügbaren Raum und die Anzahl der Kühe angepasst sein. Ein Karussellmelkstand zum Aufnehmen von 20 bis 40 Kühen ist für einen Transport zu groß. Dementsprechend ist ein Zusammenbau der Stände vor Ort erforderlich. Um die Herstellungskosten für Karussellmelkstände zu verringern, ist es wichtig, die Anzahl der erforderlichen Teile und die Zeit für den Zusammenbau zu verringern.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Karussellmelkstand zum Melken von Tieren der eingangs genannten Art vorzusehen, der in unterschiedlichen Größen auf einfache Weise und bei relativ geringen Kosten konstruiert werden kann.

Dieses Ziel wird erreicht durch den eingangs definierten Karussellmelkstand, der dadurch gekennzeichnet ist, dass die Plattform eine Anzahl von Plattformmodulen umfasst, von denen jedes eine Vorderkante aufweist, die mit einer Hinterkante eines anderen Plattformmoduls in einem bestimmten Winkel von mindestens zwei möglichen Winkeln in Bezug aufeinander auf eine solche Weise verbunden ist, dass die Plattform eine ringförmige Ausdehnung aufweist, deren Größe auf den bestimmten Winkel bezogen ist. Mit Vorder- und Hinterkanten des Plattformmoduls sind die jeweiligen vorderen und hinteren Kanten des Plattformmoduls in Bezug auf die Drehrichtung der Plattform gemeint. Die Plattformmodule können untereinander in einer großen Anzahl von Winkeln und vorzugsweise in kontinuierlicher Art und Weise verbunden sein. Durch die Verwendung solcher Plattformmodule ist es möglich, kreisförmige Plattformen von im wesentlichen beliebiger Größe zu konstruieren. Vorteilhafterweise sind die Plattformmodule identisch und können daher in großer Menge bei geringen Kosten hergestellt werden. Die Plattformmodule haben eine Tragefläche mit einer angemessenen Reibung, um Unfälle zu vermeiden, und weisen eine Festigkeit auf, die ein stabiles Tragen der Tiere ermöglicht. Die Plattformmodule können aus einem geeigneten Material, wie z.B. Kunststoff, Stahl oder Zement, hergestellt sein.

Nach einer Ausführungsform der Erfindung haben die Vorder- und Hinterkanten der Plattformmodule sich jeweils ergänzende Formen. Durch solche Formen ist es möglich, eine im wesentlichen glatte Trageoberfläche entlang der gesamten Ausdehnung der ringförmigen Plattform zu erreichen. Dementsprechend werden Unebenheiten und Lücken zwischen den Vorder- und Hinterkanten benachbarter Plattformmodule vermieden. Eine Plattform mit einer im wesentlichen glatten Tragefläche hat keine Hindernisse, über die die Tiere stolpern könnten. Eine glatte Oberfläche ist weiterhin einfach zu reinigen. Vorzugsweise ist eine der Kanten im wesentlichen halbkreisförmig konvex und die andere Kante ist im wesentlichen halbkreisförmig konkav. Kanten mit solchen Formen ergänzen einander unabhängig vom tatsächlichen Winkel zwischen den Plattformmodulen. Durch die Verwendung solcher Plattformmodule können Plattformen beliebiger Größe mit einer im wesentlichen glatten Oberfläche hergestellt werden.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird der bestimmte Verbindungswinkel zwischen den Vorder- und Hinterkanten nebeneinander liegender Plattformmodule durch mindestens ein Kopplungselement begründet, das sich zwischen den Plattformmodulen erstreckt. Ein solches Kopplungselement kann eine längliche Verbindung sein, deren Enden starr am jeweils benachbarten Plattformmodul befestigt sind. Vorzugsweise hat jedes Plattformmodul an einer der Vorder- oder Hinterkanten mindestens ein Loch, das ein erstes Ende des Kopplungselementes in einer festen Position aufnimmt, und an der anderen Kante eine gekrümmte längliche Öffnung, die ein zweites Ende des Kopplungselementes in einer variablen Position entlang der Ausdehnung der Öffnung aufnimmt.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist jedes der Plattformmodule eine darunter liegende Gerüsteinheit auf. Solche Gerüsteinheiten werden verwendet, um Karussellmelkstände unterschiedlicher Größen herzustellen. Der Zweck der Gerüsteinheiten besteht darin, die vom Gewicht der Tiere abhängige Verformung der Plattform zu minimieren. Vorteilhafterweise verwendet das Gerüst standardisierte Träger, wie etwa U-Träger oder L-Träger, die miteinander verschweißt oder verschraubt sind. Vorzugsweise erstreckt sich eine Kopplungsvorrichtung zwischen den Gerüsteinheiten, wodurch der Verbindungswinkel zwischen den Vorder- und Hinterkanten nebeneinander liegender Plattformmodule begründet wird. Die Kopplungsvorrichtung kann z.B. die Keile zum Verbinden benachbarter Gerüsteinheiten in unterschiedlichem Winkel in Bezug aufeinander und dadurch benachbarter Plattformmodule umfassen. Vorteilhafterweise umfasst das unten liegende Gerüst eine Schienenvorrichtung, die auf einer Anzahl von Rollen getragen wird, die sich unter der Plattform befinden. Die Rollen können drehbar in Ständen auf dem Untergrund unterhalb der Plattform angeordnet sein. Dementsprechend dreht sich die Plattform auf den Rollen bei geringer Reibung und geringer Lautstärke.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die innere Umfangskante der ringförmigen Plattform höher liegen als ihre äußere Umfangskante. Vorzugsweise hat die ringförmige Plattform eine ebene Oberfläche, die um ungefähr 3° in Bezug auf eine horizontale Ebene geneigt ist. Dies vereinfacht das Reinigen der Plattform, da Wasser und Schmutz leicht ablaufen. Durch eine solche Neigung der Plattform gibt es einen kleinen Höhenunterschied zwischen den verbundenen Vorder- und Hinterkanten der Plattformmodule. Die Größe des Höhenunterschiedes variiert in Abhängigkeit vom Winkel zwischen den Plattformmodulen. Wenn die Form der Oberfläche der Plattformmodule z.B. so gestaltet ist, dass sie keinen Höhenunterschied zwischen den Plattformmodulen einer aus 23 Plattformmodulen hergestellten Plattform aufweist, ist der Höhenunterschied für eine aus 16 oder 40 solcher Plattformmodule hergestellte Plattform geringer als 2,5 mm.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die Antriebseinrichtung mindestens ein Antriebsrad umfassen, das sich unterhalb der Plattform befindet und die Plattform durch den Kontakt mit einer Reibungsplatte antreibt, die fest an der Unterseite der Plattform befestigt ist. Ein geeigneter Antriebsmotor treibt das Antriebsrad an, das eine geeignete Oberfläche aufweist, die in die Reibungsplatte eingreift. Durch die Verwendung einer solchen Antriebseinrichtung vollführt die Plattform eine einfache und verlässliche Drehbewegung.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die Standeinrichtung eine Stangenanordnung umfassen, die auf jedem der Plattformmodule vorgesehen ist. Der Zweck der Stangenanordnung besteht darin, ein gutes Positionieren des Tieres während des Melkvorganges zu gewährleisten. Vorzugsweise ist jede Plattform mit einer identischen Stangenanordnung versehen. Auf diese Weise kann eine solche Stangenanordnung gelenkig mit einer Stangenanordnung auf den danebenliegenden Plattformmodulen verbunden werden. Die Standeinrichtung kann so angeordnet sein, dass die Tiere in einem Fischgrätenmuster entlang der ringförmigen Plattform angeordnet sind. In diesem Fall können die Tiere eng aneinander auf der Plattform angeordnet werden. Andere Typen eines Standmusters für die Tiere sind natürlich auch denkbar.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann jedes der Plattformmodule eine Melkeinrichtung und einen Futtertrog umfassen. Dadurch wird ein einfaches Ansetzen der Melkeinrichtung, wie ein Sammelstück, an das Tier erreicht. Ein Futtertrog lockt das Tier an und ermöglicht das Positionieren des Tieres im Stand. Die Melkperiode ist auch eine geeignete Gelegenheit, die Tiere zu füttern, da diese durch das Füttern während des Melkbetriebes entspannter sind.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfasst der Karussellmelkstand einen Eingang für die Tiere zur ringförmigen Plattform an seinem äußeren Umfang und einen Ausgang für die Tiere von der ringförmigen Plattform an seinem äußeren Umfang, wobei der Ausgang neben dem Eingang angeordnet ist. Dementsprechend drehen sich die Tiere während des Melkbetriebes um fast 360°. Der Eingang kann ein Tor haben, das sich periodisch in Reaktion auf die Position der Plattform öffnet und schließt, nachdem ein Tier die Plattform betreten und sich in einen Stall bewegt hat.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

sDie vorliegende Erfindung wird nun anhand bevorzugter Ausführungsformen, die beispielartigen Charakter haben, und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.

1 zeigt einen Karussellmelkstand zum Melken von Kühen.

2 zeigt einen Karussellmelkstand zum Melken von Kühen nach der Erfindung.

3 zeigt einen Teil eines Karussellmelkstandes nach der Erfindung mit einer im Stand positionierten Kuh.

4 zeigt eine Schrägansicht eines Teiles des Karussellmelkstandes.

5 zeigt eine erste Ausführungsform eines Kopplungselementes zwischen zwei Plattformmodulen.

6 zeigt eine zweite Ausführungsform eines Kopplungselementes zwischen zwei Plattformmodulen.

7 zeigt eine Draufsicht auf Gerüsteinheiten unterhalb der Plattformmodule.

8 zeigt eine Schrägansicht einer Kopplungsvorrichtung, die zwischen zwei Gerüsteinheiten wirkt.

9 zeigt eine Schrägansicht eines mit Tragerollen versehenen Standes.

KURZE BESCHREIBUNG BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG

1 zeigt einen Karussellmelkstand zum Melken von Kühen 1. Die Kühe 1 laufen durch einen Eingang 2, um die Plattform 3 zu betreten. Die Plattform 3 ist ringförmig und umfasst eine Standeinrichtung, um die Kühe 1 in Ständen 4 in einem Fischgrätenmuster anzuordnen. Jeder Stand 4 hat eine Melkeinheit, nicht gezeigt, die an die Kuh 1 angesetzt wird. In 1 zeigen die Kühe von den Ständen 4 nach außen und, das Bedienpersonal 5 arbeitet vom Inneren der ringförmigen Plattform 3 her. Die Kühe drehen sich während des Melkbetriebes um fast 360° auf der Plattform 3. Dann verlässt die Kuh 1 den Stand 4 und die Plattform 3 durch den Ausgang 6, nachdem sie gemolken und während des Melkbetriebes gefüttert worden ist.

In 2 ist ein Karussellmelkstand nach der Erfindung gezeigt. Der Karussellmelkstand umfasst eine Grube 7, die die Plattform 3 aufnimmt. Die Grube 7 ist gegossen und hat eine innere kreisförmige Wand, die eine glatte Oberfläche haben muss, um die Plattform 3 in der Grube 7 in einer geeigneten Position zu halten. Die Plattform 3 umfasst eine Anzahl von Plattformmodulen 8 mit einer Vorderkante 9, die mit einer Hinterkante 10 eines anderen Plattformmoduls verbunden ist. Die Plattformmodule 8 können miteinander in einem bestimmten Winkel aus einer Vielzahl möglicher Winkel auf eine solche Weise verbunden sein, dass die Plattform 3 eine ringförmige Ausdehnung bei einer Größe hat, die der Anzahl der Plattformmodule 8 und dem bestimmten Winkel zwischen den Plattformmodulen 8 entspricht. Jedes der Plattformmodule 8 umfasst eine Standeinrichtung in Form einer Stangenanordnung. Die Stangenanordnung dient dazu, die Plattform 3 in Stände 4 zum Aufnehmen einer Kuh zu unterteilen. Die Stangenanordnungen positionieren die Kühe in einem Fischgrätenmuster entlang der ringförmigen Plattform 3 während des Melkbetriebes. Jedes der Plattformmodule 8 umfasst eine Melkeinrichtung, umfassend ein Sammelstück 11. Das Sammelstück 11 wird vom Bedienpersonal 5 an die Kuh angesetzt, nachdem die Kuh den Stand betreten hat. Das Sammelstück 11 wird automatisch von der Kuh entfernt, bevor die Kuh den Ausgang 6 erreicht. Jedes der Plattformmodule 8 umfasst einen Futtertrog 12. Die Futtertröge 12 dienen dazu, die Kühe anzulocken und somit das Positionieren der Kühe 1 im Stand 4 zu ermöglichen. Die Melkperiode ist eine geeignete Gelegenheit, um die Tiere 1 zu füttern, da die Kühe beim Füttern ruhiger werden.

3 zeigt eine Kuh 1 in einer Melkposition. Die Stangenanordnung umfasst eine Stange 13 für das Hinterteil, mit der die Kuh korrekt im Stand 4 positioniert wird. Die Stange 13 für das Hinterteil dient auch zum Schutz für das Bedienpersonal 5 und verhindert, dass die Kuh versehentlich fällt oder in das Zentrum des Standes läuft. Die Stange 13 für das Hinterteil umfasst zwei ausdehnbare Teile, die eine Längenanpassung der Stange für das Hinterteil bei unterschiedlichen Verbindungswinkeln zwischen den Plattformmodulen 8 ermöglichen. Die Stangen 13 für das Hinterteil sind an ihren Enden mit Pfosten 14 verbunden, die fest an den Plattformen 8 befestigt sind. Die Stangenanordnung umfasst weiterhin Stangen 15, 16, die zum Versteifen der Stangen 13 für das Hinterteil dienen. Eine Stange 15 wird am Plattformmodul 8 durch zwei Stangen 16 und einen Pfosten 14 befestigt. Die Stangen 15 sind im Zentrum der Plattform 3 oberhalb der Kühe gelenkig miteinander verbunden. Jeder der Futtertröge 12 wird auf den Plattformmodulen 8 mittels eines Pfostens 17 und einer Halteeinrichtung 18 unterhalb der Vorderseite des Futtertrogs 12 getragen.

In 5 ist eine Anordnung zum Verbinden der Plattformmodule 8 in einem variablen Winkel in Bezug aufeinander gezeigt. Das Plattformmodul 8 hat eine Vorderkante 9, die halbkreisförmig konvex ist, und eine Hinterkante 10, die halbkreisförmig konkav ist. Auf diese Weise haben die Vorderkanten 8 und die Hinterkanten 9 sich ergänzende Formen, auch wenn zwei benachbarte Plattformmodule 8 in unterschiedlichen Winkeln relativ zueinander gedreht werden. Ein oberer halbkreisförmiger Teil der Vorderkante 9 der Plattformmodule 8 wird als ein halbkreisförmiger unterer ergänzender Teil der Hinterkante 10 entfernt. Um die Plattformmodule 8 in einer gewünschten Position zu fixieren, haben die Plattformmodule 8 eine längliche gekrümmte Öffnung 20 an der Vorderkante und eine Mehrzahl von Löchern 19 an der Hinterkante 10. Die Kopplungselemente 21 werden in die Löcher 19 eines Plattformmodules 8 und in die Öffnung 20 eines benachbarten Plattformmodules 8 eingesetzt, um die Plattformmodule 8 steif in einer gewünschten Position in Bezug aufeinander zu verbinden. Solche Kopplungselemente 21 können einen Bolzen und eine Mutter umfassen.

In 6 ist eine alternative Anordnung zum Verbinden der Plattformmodule 8 in einem variablen Winkel in Bezug aufeinander gezeigt. Das Plattformmodul 8 umfasst an seiner Vorderkante eine Mehrzahl von Löchern 19, die sich abwärts in das Plattformmodul 8 erstrecken. Jedes der Löcher 19 hat einen Durchgang, der nach außen durch die Seitenfläche der Vorderkante 9 verläuft. Das Plattformmodul 8 umfasst an seiner Hinterkante 10 eine längliche Öffnung 20 durch die Seitenfläche der Hinterkanten 10. Ein Kopplungselement 21 dient zum Einsetzen in die Löcher 19 eines Plattformmoduls 8 und in die Öffnung 20 eines benachbarten Plattformmoduls 8. Auf diese Weise erstreckt sich das Kopplungselement 21 zwischen den Plattformmodulen 8 und verbindet sie steif in einer gewünschten Winkelposition in Bezug aufeinander.

In 7 sind zwei miteinander verbundene Gerüsteinheiten 22 gezeigt. Die Gerüsteinheiten 22 dienen zum Tragen der Plattformmodule 8 von der Unterseite. Jedes der Plattformmodule 8 ist lose auf einer darunter liegenden Gerüsteinheit 22 angeordnet. Die Gerüsteinheiten 22 sind aus einer Anzahl von miteinander verschweißten Trägern 23 konstruiert. Die Gerüsteinheiten 22 umfassen weiterhin zwei Schienenelemente 24, die parallel zueinander angeordnet sind. Eine Kopplungsvorrichtung 25 wird verwendet, um die Schienenelemente 24 benachbarter Gerüsteinheiten 22 miteinander zu verbinden. Durch die Verwendung einer solchen Kopplungsvorrichtung 25 zwischen benachbarten Gerüsteinheiten 22 müssen die Plattformmodule 8 nicht, wie in 5 und 6 beschrieben, miteinander verbunden werden.

Die Kopplungsvorrichtung 25 ist in 8 im Detail gezeigt. An der Oberseite der Kopplungsvorrichtung 25 sind zwei gebogene Bleche 26 vorgesehen, die auf eine horizontale Platte 27 geschweißt sind. Die horizontale Platte 27 umfasst eine Mehrzahl von länglichen Löchern 28. Die gebogenen Bleche 26 dienen zum Tragen der Plattformmodule 8, sie verhindern aber auch, dass die Kopplungsvorrichtung 25 deformiert wird. Eine vertikale Platte 29 umfasst Löcher 30 zum Verbinden der horizontalen oberen Platte 27 mit einer horizontal angeordneten unteren Platte 31. Die untere Platte 31 hat eine Bodenfläche, die eine Ausdehnung zwischen den Schienenelementen 24 bildet, um eine durchgehende Schienenfläche an der Unterseite der Gerüsteinheiten 22 zu bilden. Um die Gerüsteinheiten 22 in einem Verbindungswinkel in Bezug aufeinander anzuordnen, werden Keile 32 verwendet, die zwischen der vertikalen Platte 29 der Kopplungsvorrichtung 25 und den Schienenelementen 24 angeordnet werden. Die Keile 32 haben an jeder Seite Löcher, die zu den Löchern 30 der Platte 29 der Kopplungsvorrichtung 25 und den Schienenelementen 24 passen. In den Löchern sind Bolzen vorgesehen, die zwei benachbarte Schienenelemente 24 in einem Verbindungswinkel in Bezug aufeinander verbinden. Um verschiedene Verbindungswinkel zwischen den Gerüsteinheiten 22 vorzusehen, werden Keile 32 unterschiedlicher Größe verwendet.

Die Schienenelemente 24 und die Bodenfläche des Kopplungselementes 25 bilden eine durchgehende Schienenfläche, die im wesentlichen glatt ist. Die Schienenfläche wird von einer Anzahl von Rollen 33 getragen, die drehbar an den Ständen 34 vorgesehen sind, die fest an einem Boden unterhalb der Plattform 3 befestigt sind. Durch die Verwendung solcher Rollen 33 kann sich die Plattform 3 leise und bei minimaler Reibung drehen.

Jede der Gerüsteinheiten 22 umfasst weiterhin eine Reibungsplatte 35. Die Reibungsplatten 35 benachbarter Gerüsteinheiten 22 sind miteinander durch einen Transversalträger 36 verbunden, der einen Frontabschnitt einer Reibungsplatte 35 mit einem Rückabschnitt der benachbarten Reibungsplatte 35 versperrt. Auf diese Weise bilden die Reibungsplatten 35 eine durchgehende Oberfläche auf dem Boden. Um die Plattform 3 zu drehen, treibt ein Antriebsmotor ein Antriebsrad an, das die Reibungsplatten 35 berührt. Das Antriebsrad kann somit die Plattform bei einer gewünschten Drehgeschwindigkeit antreiben. Die Gerüsteinheiten 22 umfassen weiterhin ein Grubenkantenrad 37.

Das Grubenkantenrad 37 folgt der inneren Seitenfläche der Grube 7 und hält die Plattform auch nach einem kräftigen Schub durch eine Kuh an seinem Platz.

Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen in den Figuren beschränkt, sondern kann frei innerhalb des Rahmens der Ansprüche variiert werden.


Anspruch[de]
  1. Karussellmelkstand zum Melken von Tieren, wobei der Stand eine Drehplattform (3) umfasst, die eine Tragefläche für die Tiere darstellt, sowie eine Standeinrichtung, die die Plattform (3) in Stände zum Aufnehmen von einzelnen Tieren (1) unterteilt, eine Antriebseinrichtung zum Drehen der Plattform (3) und eine Melkeinrichtung (11), die an die Tiere (1) angesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattform (3) eine Anzahl von Plattformmodulen (8) umfasst, von denen jedes eine Vorderkante (9) aufweist, die mit einer Hinterkante (10) eines anderen Plattformmoduls (8) in einem bestimmten Winkel von mindestens zwei möglichen Winkeln in Bezug aufeinander auf eine solche Weise verbunden ist, dass die Plattform (3) eine ringförmige Ausdehnung aufweist, deren Größe auf den bestimmten Winkel bezogen ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vorderen (9) und hinteren (10) Kanten der Plattformmodule (8) sich ergänzende Formen haben.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Kanten (9, 10) im wesentlichen halbkreisförmig konvex und die andere der Kanten (9, 10) im wesentlichen halbkreisförmig konkav ist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der bestimmte Verbindungswinkel zwischen den vorderen (9) und den hinteren Kanten nebeneinanderliegender Plattformmodule (8) durch mindestens ein Kopplungselement (21) begründet wird, das sich zwischen den Plattformmodulen (8) erstreckt.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Plattformmodul (8) an einer der vorderen (9) oder hinteren (10) Kanten mindestens ein Loch (19) aufweist, das ein erstes Ende des Kopplungselementes in einer festen Position aufnimmt, und an der anderen Kante (9, 10) eine gekrümmte längliche Öffnung (20), die ein zweites Ende des Kopplungselementes (21) in einer variablen Position entlang der Ausdehnung der Öffnung (20) aufnimmt.
  6. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Plattformmodule (8) eine darunterliegende Gerüsteinheit (22) aufweist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kopplungsvorrichtung (25), die sich zwischen den Gerüsteinheiten (22) erstreckt, den Verbindungswinkel zwischen den vorderen (9) und hinteren (10) Kanten nebeneinanderliegender Plattformmodule (8) begründet.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die untenliegenden Gerüsteinheiten (22) eine Schienenvorrichtung (24) umfassen, die auf einer Anzahl von Rollen (33) getragen wird, die sich unter der Plattform (3) befinden.
  9. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Umfangskante der ringförmigen Plattform (3) höher liegt als deren äußere Umfangskante.
  10. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung mindestens ein Antriebsrad umfasst, das sich unterhalb der Plattform (3) befindet und die Plattform (3) durch den Kontakt mit einer Reibungsplatte (35) antreibt, die fest an der Unterseite der Plattform (3) befestigt ist.
  11. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Standeinrichtung einen Stangenanordnung umfasst, die auf jedem der Plattformmodule vorgesehen ist.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass jede Stangenanordnung gelenkig mit einer Stangenanordnung auf den danebenliegenden Plattformmodulen (8) verbunden ist.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Standeinrichtung so angeordnet ist, dass die Tiere (1) in einem Fischgrätenmuster entlang der ringförmigen Plattform (3) angeordnet sind.
  14. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Plattformmodule (8) eine Melkeinheit umfasst.
  15. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Plattformmodule (8) einen Futtertrog (12) umfasst.
  16. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Karussellmelkstand einen Eingang (2) für die Tiere (1) zur ringförmigen Plattform (3) umfasst.
  17. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Karussellmelkstand einen Ausgang (6) für die Tiere (1) von der ringförmigen Plattform (3) umfasst.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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