PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60110877T2 12.01.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001199000
Titel Schutzhelm, insbesondere für Kampfsportarten
Anmelder Lotito, Patrizia, Venaria, IT
Erfinder Lotito, Patrizia, 10078 Venaria, IT
Vertreter Canzler & Bergmeier, Patentanwälte, 85055 Ingolstadt
DE-Aktenzeichen 60110877
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.09.2001
EP-Aktenzeichen 011234945
EP-Offenlegungsdatum 24.04.2002
EP date of grant 18.05.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.2006
IPC-Hauptklasse A42B 3/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A63B 71/10(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich auf einen Schutzhelm, der besonders für Kampfsport wie Boxkämpfe und/oder martialische Künste verwendet werden kann. Siehe Dokument DE-A-36 32 525.

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezugnahme auf einen Fall für Kampfsport wie Boxkämpfe, Kickboxing, Taekwondo u. ä. dargestellt, aber natürlich sind die folgenden Beispiele nicht nur auf das Schutzfeld der Erfindung, das in den Patentansprüchen in der Anlage dargestellt wird, begrenzt.

In der Technik sind verschiedene Schutzhelmtypen sowohl für Boxkämpfe als auch für martialische Künste bekannt, deren Ziel es ist, den Kopf der Athleten vor Faustschlägen und Fußtritten zu schützen, die ihn ernsthaft verletzen könnten.

Diese Helme müssen gemäß den sportlichen Bestimmungen einigen Konfigurationsvorschriften entsprechen. Zum Beispiel besteht für diese Helme das Verbot, einen Schutz für die Backenknochen der Athleten zu bieten. Die Helme haben ein gemeinsames Merkmal. Sie lassen das Gesicht des Athleten frei und schützen nur die Stirn, Schläfen und Ohren. Auf der Rückseite haben sie ein langes vertikales Band zum Schutz des Kleinhirns. Gerade die Rückseite dieser Helme ist dafür bekannt, dass sie „offen" realisiert wird, um sich den unterschiedlichen Größen der Köpfe anpassen zu können. Sie ist mit einem vertikalen Schutzband ausgestattet, das eine Brücke zwischen den beiden offenen Endstücken auf der Rückseite des Helms bildet. Es ergibt sich aber das Problem, dass dieses Band nur durch ein Gummiband auf der Rückseite zum Verschluss des Helms gegen den Kopf des Athleten gedrückt wird. Während den Bewegungen und heftigen Schlägen, denen der Helm beim Kampf ausgesetzt wird, neigt dieses Band dazu, sich aus der Befestigung mit dem Gummiband zu lösen und stellt daher sowohl für den Athleten, der den Helm trägt, als auch für den Athleten, der auf ihn einschlägt, eine Gefahr dar.

Außerdem sind die gegenwärtig bekannten Helme für einen größeren Schutz des Kopfes sehr schwer und auf lange Zeit gesehen für die Verwendung im Kampfsport unbequem.

Ziel dieser Erfindung ist es, die o. g. Probleme der vorhergehenden Technik zu lösen und einen Schutzhelm zu liefern, der verhindert, dass sich das hintere Schutzband während des Gebrauchs löst, eine perfekte Halterung mit elastischen Befestigungsmitteln garantiert, sich jeder Kopfform anpasst, einen sicheren Gebrauch für die Athleten gewährleistet und leicht zu befestigen ist.

Ein weiteres Ziel dieser Erfindung besteht darin, einen Schutzhelm des o. g. Typs zu liefern, der nicht nur einen perfekten Schutz für den Kopf des Athleten garantiert, sondern auch leicht und daher bequem zu tragen ist, da er mit einer Reihe von Merkmalen für die Gewichtsverminderung ausgestattet ist, die dort angebracht sind, wo der Kopf keinen Schaden erleidet und deutlich das Gewicht des Helms reduzieren.

Die oben genannten und andere Zwecke und Vorteile der Erfindung, die aus der folgenden Beschreibung hervorgehen, werden mit einem Schutzhelm wie dem im Patentanspruch 1 beschriebenen erhalten. Vorgezogene Realisierungsformen und nicht banale Varianten der vorliegenden Erfindung bilden den Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.

Die vorliegende Erfindung wird am besten durch einige vorgezogene Realisierungsformen beschrieben, die mit Bezugnahme auf die Zeichnungen in der Anlage als Beispiel und nicht zur Einschränkung geliefert werden, in denen:

die 1 eine Seitenansicht für eine Realisierung des Schutzhelms gemäß der vorliegenden Erfindung von außen ist;

die 2 eine Außenansicht des Helms der 1 von oben ist;

die 3 eine Seitenansicht des Helms der 1 von innen ist;

die 4 eine Vorderansicht des Helms der 1 von außen ist;

die 5 eine Vorderansicht des Helms der 1 von innen ist;

die 6 eine Hinteransicht des Helms der 1 von außen ist.

In Bezug auf die Abbildungen wird eine vorgezogene und nicht einschränkende Realisierungsform des Schutzhelms 1 gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt.

Dieser Schutzhelm 1 ist besonders für die Verwendung im Kampfsport wie zum Beispiel Boxkämpfe oder martialische Künste wie Kickboxing oder Taekwondo oder andere Wettkämpfe geeignet, in denen der Kopf eines Athleten (nicht dargestellt) vor Schlägen verschiedener Art geschützt werden muss. Der Schutzhelm 1 besteht grundlegend aus einer Schutzstruktur 3, die mit seitlichen Verlängerungen 5 zum Schutz der Backen ausgestattet und auf der Rückseite 7 offen ist, um den Helm 1 an die verschiedenen Kopfgrößen anzupassen. Die Struktur 3 enthält in ihrem hinteren offenen Teil 7 mindestens ein langes vertikales Band 9 für den Schutz des Hinterkopfes. Dieses Band 9 befindet sich zur Deckung des offenen Teils auf der Rückseite 7 des Helms 1. Das Band 9 wird normalerweise für die Halterung des Helms 1 in seiner Position auf dem Kopf mit elastischen Mitteln (nicht dargestellt, zum Beispiel ein normales Gummiband, das in den entsprechenden Schlitzen 10 enthalten ist), befestigt. Das lange vertikale Band 9 (es können auch mehrere Bänder vorhanden sein) ist auf erfinderische Weise mit Befestigungsmitteln 11 ausgestattet, die eine Lösung des Bandes 9 aus der Befestigung mit den elastischen Mitteln während des Gebrauchs des Helms 1 verhindern sollen.

Im Besonderen bestehen diese Befestigungsmittel 11 aus einem Rippenpaar 13, 15 (mit verschiedenen Formen und Abmessungen), das als Anschlag gegen die entsprechenden Aussparungen 16, 18 des Helms 1 dient, um die Lösung des Bandes 9 zu verhindern. Der Helm 1 nimmt daher, wenn er getragen wird, eine kompakte Konfiguration an, die der Kopfgröße des Athleten angepasst wird. Diese Konfiguration bleibt auch während der Kämpfe (zum Schutz des Kopfes) unverändert, und garantiert daher den vollständigen Schutz sowohl des Athleten, der den Helm 1 trägt, als auch desjenigen, der auf diesen Helm 1 einschlägt, da sich das Band 9 nicht mehr aus den elastischen Mitteln löst.

Um einerseits den Schutz einiger kritischer Punkte des Kopfes zu verbessern und andererseits das Gesamtgewicht des Helms 1 zu vermindern, sind eine Reihe von Kunstgriffen vorgesehen, die nachfolgend beschrieben werden. Zunächst ist der Schutzhelm 1 der Erfindung mit mindestens einem Schutzelement 20 für jede Schläfe auf der entsprechenden Seite des Helms 1 ausgestattet.

Außerdem ist der Schutzhelm 1 mit mindestens einem Stützband 22 für jedes Ohr ausgestattet: Dieses Stützband 22 befindet sich für jedes Ohr innerhalb einer Öffnung 24, und da es in einem ganzen Teil mit der Struktur 3 und mit der gleichen Dicke realisiert ist, stellt es eine Verbesserung der bekannten Helme dar, für die einfache dünne Bänder zur Deckung vorgesehen sind, die nach einer langen Verwendung des Helms 1 leicht zerreißen.

Um den Schutz weiterhin zu verbessern, ist der Helm 1 mit mindestens einem Stützband 23 für die Stirn ausgestattet, das sich auf der Vorderseite befindet.

Um dagegen das Gesamtgewicht zu reduzieren, ist der Schutzhelm 1 der Erfindung zunächst mit mindestens einem Merkmal hinten seitlich 26 zur Entlastung des Gewichts auf jeder Seite des Helms ausgestattet: Dieses Merkmal 26, das nur in der 3 intern im Helm 1 zu sehen ist, wird praktisch realisiert, indem in Positionen, die wenigen Gefahren ausgesetzt oder schon natürlich geschützt sind, eine Aussparung erhalten wird (d. h. indem ein Teil des Materials des Helms 1 „ausgeschnitten" und entfernt wird). Die gleiche Ausführung gilt für ein anderes Merkmal zur Entlastung des Gewichts, das sich in mittlerer Position auf jeder Seite des Helms 1 befindet und die Bezugsnummer 28 hat.

Ein anderer Weg für die Gewichtsverminderung des Helms 1 besteht darin, jeweils in nicht gefährlichen Positionen für den Kopf des Athleten entsprechende Öffnungen zu erhalten. Zu diesem Zweck ist der Helm 1 der Erfindung mit mindestens einer seitlichen Öffnung unten 30 zur Entlastung des Gewichts ausgestattet, die sich auf jeder seitlichen Verlängerung 5 zum Schutz der Backen befindet. Diese Öffnungen sind vorzugsweise zwei verschiedene mit den Bezugsnummern 30 und 31.

Außerdem ist mindestens eine 34 (vorzugsweise zwei 34, 35) seitliche Öffnung oben zur Entlastung des Gewichts vorgesehen, die sich auf jedem seitlichen oberen Teil 36 zum Schutz des Kopfes befindet. Diese Öffnungen sind gegenüber den anderen sehr groß, da dieser Teil des Kopfes den Schlägen weniger ausgesetzt ist als die anderen Teile.

Schließlich ist der Schutzhelm 1 der Erfindung mit einer Reihe von Öffnungen auf jedem Vorderteil oben 50 des Kopfes ausgestattet. Auch dieses ist den Gefahren weniger ausgesetzt. Die Öffnungen können eine oder mehrere sein (in der dargestellten Realisierungsform sind vier Öffnungen vorhanden, die sich durch die Bezugsnummern 40, 42, 44, 46 unterscheiden. 46 ist die einzige Öffnung, die auf beiden Vorderteilen oben 50 vorhanden ist) und haben normalerweise Abmessungen, die allmählich von der Vorderseite des Kopfes ausgehend kleiner und zur Rückseite hin größer werden.


Anspruch[de]
  1. Schutzhelm (1), insbesondere für Sportkämpfe, einschließlich einer Schutzstruktur (3) mit seitlichen Verlängerungen (5) als Ohrenschutz und hinten offen (7), um den Helm (1) verschiedenen Kopfgrößen anzupassen, mit wenigstens einem verlängerten, vertikalen Streifen (9) zum Schutz des Hinterkopfes, wobei dieser Streifen (9) den offenen Teil (7) hinten am Helm (1) abdeckt. Der besagte Streifen (9) wird durch elastische Elemente befestigt, die den Helm (1) in Position auf dem Kopf halten, und ist dadurch charakterisiert, dass wenigstens ein verlängerter, vertikaler Streifen (9) mit Rückhalteelementen (11) ausgerüstet ist, die ein Herausfallen des betreffenden Streifens (9) aus der Befestigung mit den besagten, elastischen Elementen bei Benutzung des Helms (1) verhindern.
  2. Schutzhelm (1) nach der Beanspruchung 1, charakterisiert durch die Tatsache, dass die betreffenden Rückhalteelemente (11) aus wenigstens einem Paar Flügeln (13, 15) bestehen, die gegen die betreffenden Aufnahmen (16, 18) des Helms (1) anschlagen und somit das Herausfallen des Streifens (9) aus seiner Halterung verhindern.
  3. Schutzhelm (1) nach der Beanspruchung 1, charakterisiert durch die Tatsache, dass er weiterhin wenigstens ein Schutzelement (20) pro Schläfe auf jeder Helmseite (1) enthält.
  4. Schutzheim (1) nach der Beanspruchung 1, charakterisiert durch die Tatsache, dass er wenigstens mit einem Verstärkungsstreifen (22) für jedes Ohr versehen ist. Diese Verstärkung (22) befindet sich innen in der Öffnung (24) für jedes Ohr.
  5. Schutzhelm (1) nach der Beanspruchung 1, charakterisiert durch die Tatsache, dass er weiterhin wenigstens mit einem Verstärkungsstreifen (23) für die Stirn versehen ist, der sich vorn im Helm befindet (1).
  6. Schutzhelm (1) nach der Beanspruchung 1, charakterisiert durch die Tatsache, dass er wenigstens mit einer seitlich-hinteren (26) Gewichtsabstützung auf jeder Seite des Helms (1) versehen ist.
  7. Schutzhelm (1) nach der Beanspruchung 1, charakterisiert durch die Tatsache, dass er weiterhin mit wenigstens einer seitlich-mittleren (28) Gewichtsabstützung auf jeder Seite des Helms (1) versehen ist.
  8. Schutzhelm (1) nach der Beanspruchung 1, charakterisiert durch die Tatsache, dass er wenigstens mit einer unteren Öffnung (30) für die Gewichtsentladung auf jeder seitlichen Verlängerung (5) des Wangenschutzes versehen ist.
  9. Schutzhelm (1) nach der Beanspruchung 8, charakterisiert durch die Tatsache, dass zwei Öffnungen (30, 31) auf jeder seitlichen Verlängerung (5) vorhanden sind.
  10. Schutzhelm (1) nach der Beanspruchung 1, charakterisiert durch die Tatsache, dass er weiterhin mit wenigstens einer oberen Öffnung (34) für die Gewichtsentladung auf jeder seitlichen, oberen Verlängerung (36) des Kopfschutzes versehen ist.
  11. Schutzhelm (1) nach der Beanspruchung 10, charakterisiert durch die Tatsache, dass zwei Öffnungen (34, 35) auf jedem seitlichen oberen Teil (36) vorhanden sind.
  12. Schutzhelm (1) nach der Beanspruchung 1, charakterisiert durch die Tatsache, dass er mit wenigstens einer oberen, frontalen Öffnung (40) für die Gewichtsentladung auf jedem frontalen oberen Teil (50) des Kopfschutzes versehen ist.
  13. Schutzhelm (1) nach der Beanspruchung 12, charakterisiert durch die Tatsache, dass vier Öffnungen (40, 42, 44, 46) auf jedem frontalen oberen Teil (50) vorhanden sind.
  14. Schutzhelm (1) nach jeder beliebigen, vorherigen Beanspruchung, charakterisiert durch die Tatsache, dass der betreffende Helm (1) bei Boxkämpfen verwendet werden kann.
  15. Schutzhelm (1) nach jeder beliebigen, vorherigen Beanspruchung 1–13, charakterisiert durch die Tatsache, dass der betreffende Helm (1) bei allen Kriegskampfarten verwendet werden kann, insbesondere bei Kick-boxing und Taek-won-do.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com