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Dokumentenidentifikation DE60113356T2 12.01.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001197459
Titel Schwertfalzeinrichtung für eine Rotationsdruckmaschine
Anmelder Tokyo Kikai Seisakusho Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Kitai, Mitsuo, Yokohama, JP;
Iiizumi, Yuuji, Kawasaki, JP;
Nanba, Takeo, Yokohama, JP
Vertreter Benedum, U., Dipl.-Chem.Univ.Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 81669 München
DE-Aktenzeichen 60113356
Vertragsstaaten DE, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.09.2001
EP-Aktenzeichen 013079611
EP-Offenlegungsdatum 17.04.2002
EP date of grant 14.09.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.2006
IPC-Hauptklasse B65H 45/18(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B65H 45/22(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Bruchfalzvorrichtung für eine Rotationspresse zum Falzen von Druckbögen, die periodisch aus einer Falzmaschine einer Rotationspresse befördert werden, und insbesondere eine Bruchfalzmaschine, die ein Messer zum Falzen des Druckbogens parallel zur Transportrichtung aufweist.

Bei herkömmlichen Bruchfalzvorrichtungen wurden verschiedene Schemata zur Bewegung eines Bruchfalzmessers eingesetzt; beispielsweise ein Schema, bei dem ein Bruchfalzmesser auf einem gekrümmten Weg bewegt wird, und ein Schema, bei dem ein Bruchfalzmesser auf einem linearen Weg bewegt wird. In den letzten Jahren wurde in vielen Fällen zur Bewältigung der erhöhten Betriebsgeschwindigkeit der Rotationspressen das Linearschubschema eingesetzt, da die Ermüdung der beweglichen Teile der Rotationspresse durch die Verwendung eines solchen Schemas reduziert wird. Techniken, die ein solches Linearschubschema einsetzen, sind beispielsweise offenbart in der japanischen Patentanmeldungs-Offenlegungsschrift (Kokai) Nr. 6-199471, im japanischen Patent Nr. 2983247 und in der japanischen Gebrauchsmusteranmeldungs-Offenlegungsschrift (Kokai) Nr. 5-22446.

In der Vorrichtung (herkömmliche Vorrichtung 1), die in der japanischen Patentanmeldungs-Offenlegungsschrift Nr. 6-199471 offenbart ist, befinden sich zwei Planetengetriebemechanismen nahe beieinander. Einer der Planetengetriebemechanismen hat eine erste Drehwelle, die sich um ihre eigene Achse dreht, während sie eine erste Mittellinie umkreist. Das Fußende eines ersten Arms ist fest mit der ersten Drehwelle verbunden; und das distale Ende des ersten Arms ist drehbar mit einem Endabschnitt eines Bruchfalzmessers verbunden. Der andere Planetengetriebemechanismus hat eine zweite Drehwelle, die sich um ihre eigene Achse dreht, während sie in Richtung entgegen der vorstehenden Umlaufrichtung ein zweites Zentrum umläuft, das parallel zur ersten Mittellinie ist. Das Fußende eines zweiten Arms ist fest an die zweite Drehwelle angeschlossen, und das distale Ende des zweiten Arms ist drehbar an den anderen Endabschnitt des Bruchfalzmessers angeschlossen. Getriebe, die an den äußeren Umfangsabschnitten der jeweiligen Scheiben der beiden Planetengetriebemechanismen ausgebildet sind, greifen ineinander, so dass ein paariger Mechanismus erhalten wird.

Gegenüberliegende längslaufende Enden eines oberen Randes des Bruchfalzmessers, welcher in Bezug auf eine Transportebene, entlang der die Druckbögen befördert werden, der Rand auf der anderen Seite ist, werden mit Hilfe von Wellen an den jeweiligen distalen Enden der ersten und zweiten Arme gelagert gehalten.

Die Planetengetriebemechanismen haben jeweils die folgende Konfiguration. Ein zylindrisches Hauptgetriebe mit Verzahnungen an seinem äußeren Umfangsabschnitt ist an einem Rahmen befestigt und wird zur entsprechenden Mittelachse ausgerichtet. Eine Welle im Drehzentrum wird durch ein Loch in dem zylindrischen Hauptgetriebe geführt. Ein Zwischengetriebe, das in das Hauptgetriebe greift, und ein kleines Getriebe, das in das Zwischengetriebe greift, sind drehbar an der entsprechenden Scheibe befestigt. Das kleine Getriebe ist an der entsprechenden Drehwelle befestigt und bildet mit dem entsprechenden Arm ein Stück.

Wenn die ersten und zweiten Drehwellen gleichzeitig in entgegengesetzten Richtungen um die erste und zweite Mittelachse laufen, wird das Bruchfalzmesser von den ersten und zweiten Armen nach oben und unten bewegt. Zur Aufhebung dynamischer Unwuchtkräfte, die in dem vertikal bewegten Bruchfalzmesser entstehen, und somit zur Erzeugung eines ausgewuchteten Zustands wird ein Gegengewicht an jeder Drehwelle auf der gegenüberliegenden Seite des entsprechenden Arms befestigt. Eine der Drehmittelwellen, die sich um die jeweiligen Mittellinien drehen, wird mittels Antriebsdrehmoment gedreht, welches über einen Riemen aus der Bruchfalzmaschine übertragen wird. Die Scheiben sind fest an den Endabschnitten der Wellen an den Drehzentren befestigt und bilden damit ein Stück. Die Scheiben rotieren und greifen in die Getriebe auf den Außenumfangsabschnitten der Scheiben ein.

Jeder der Planetengetriebemechanismen arbeitet wie folgt. Wenn sich die Welle im Drehzentrum dreht, wird die Scheibe gedreht, so dass das von der Scheibe gehaltene Zwischengetriebe, welches in das Hauptgetriebe eingreift, gedreht wird, und das von der Scheibe gehaltene kleine Getriebe, welches in das Zwischengetriebe eingreift, gedreht wird. Demnach laufen das Zwischengetriebe und das kleine Getriebe um die Mittellinie, so dass der Arm, der fest an dem kleinen Getriebe befestigt ist, sich zusammen mit dem Gegengewicht um die Drehwelle dreht. Somit wird das Bruchfalzmesser vom Arm nach oben und unten bewegt.

In der in der japanischen Patentanmeldung Nr. 2983247 offenbarten Vorrichtung (herkömmliche Vorrichtung 1) sind zwei Linearschub-Kurbelmechanismen an gegenüberliegenden längslaufenden Enden eines Bruchfalzmessers angeschlossen. Jeder Linearschub-Kurbelmechanismus umfasst zwei Kurbelelemente mit der gleichen Armlänge und zwei Verbindungen mit der gleichen Länge. Die Kurbelelemente sind in der Längsrichtung des Bruchfalzmessers angeordnet und drehen sich in entgegengesetzten Richtungen. Die oberen Enden der Verbindungen sind über Stifte mit den jeweiligen Kurbelelementen verbunden. Die unteren Enden der Verbindungen sind über einen Stift koaxial mit den oberen Enden des entsprechenden längslaufenden Endes des Bruchfalzmessers angeschlossen. Die Drehwellen sämtlicher Kurbelelemente der beiden Linearschub-Kurbelmechanismen werden vom Getriebegehäuse gehalten.

Eine der Drehwellen der beiden Linearschub-Kurbelmechanismen wird von einem direkt an die Drehwelle angeschlossenen Motor oder einer Antriebseinheit der Falzmaschine gedreht. Wenn sich daher die Getriebe an den Drehwellen der beiden Linearschub-Kurbelmechanismen, die direkt ineinander eingreifen, drehen, arbeiten die Linearschub-Kurbelmechanismen derart, dass sich das Bruchfalzmesser auf und ab bewegt.

Die in der japanischen Gebrauchsmusteranmeldungs-Offenlegungsschrift Nr. 5-22446 offenbarte Vorrichtung (herkömmliche Vorrichtung 3) umfasst eine Umkehrlinearhubeinheit, die an das Zentrum in Breitenrichtung eines Bruchfalzmesser in Bezug auf die Transportrichtung der Druckbögen angeschlossen ist und die das Bruchfalzmesser linear hin- und her bewegt; und ein Führungsabschnitt zum Führen des Bruchmessers längs der Richtung des Umkehrlinearhubs. Insbesondere ein Kurbelstift eines Planetengetriebegehäuses, der als lineare Umkehrlinearhub-Einheit dient, ist drehbar an die Mitte in Breitenrichtung des Bruchfalzmessers angeschlossen. Zudem sind Führungsstangen fest an gegenüberliegenden Endabschnitten in Breitenrichtung des Planetengetriebegehäuses befestigt; und Lager, die an gegenüberliegenden Enden in Breitenrichtung des Bruchfalzmessers befestigt sind, werden von den Führungsstangen gehalten, so dass das Bruchfalzmesser in vertikaler Richtung beweglich ist.

Der Teilkreisdurchmesser eines kleinen Getriebes in dem Planetengetriebegehäuse ist halb so groß wie der Teilkreisdurchmesser eines an dem Planetengetriebegehäuse befestigten Innengetriebes. Zudem ist der Kurbelradius einer Kurbel, die an der Welle des kleinen Getriebes befestigt ist, halb so groß wie der Teilkreisdurchmesser des kleinen Getriebes.

Wenn sich daher das kleine Getriebe, das in das Innengetriebe eingreift, bewegt, wird es theoretisch erwartet, dass sich der Kurbelstift linear bewegen sollte. In Wirklichkeit bewegt sich jedoch der Kurbelstift vertikal hin und her und schwingt dabei horizontal längs eines lippenförmigen gekrümmten Wegs. Daher wird ein in dem Bruchfalzmesser gebildetes Loch zur Aufnahme des Kurbelstifts in einer Richtung längs der Richtung der Bewegung des Kurbelstiftes verlängert, so dass dadurch verhindert wird, dass eine übermäßige Kraft auf die Bruchfalzplatte in Längsrichtung als Folge der Schwingbewegung des Kurbelstiftes einwirkt.

Die vorstehend beschriebene herkömmliche Vorrichtung 1 hat die folgenden Nachteile.

  • (1) Aufgrund der Verwendung der beiden Planetengetriebemechanismen wird die Struktur komplex, und es müssen viele Getriebe, die eine gewisse Gegenreaktion erfordern, als Strukturkomponenten verwendet werden. Daher ist eine sehr genaue Maschinerie und ein sehr genauer Zusammenbau erforderlich. Zudem vergrößert sich die Gesamtgröße der Vorrichtung wegen des großen Hubs des Bruchfalzmessers, und die Herstellungskosten sind hoch.
  • (2) Die Unwuchtkraft, die entsteht, wenn die Bruchfalzplatte vertikal von den an den kleinen Getrieben befestigten Armen bewegt wird, wird durch die Verwendung von Gegengewichten aufgehoben. Die Massen der Zwischengetriebe und der kleinen Getriebe, die die jeweiligen Mittellinien umlaufen, brechen jedoch den dynamisch ausgewuchteten Zustand des Drehbewegungssystems, so dass Vibration, Resonanz und Lärm als Folge des Spiels, wie der Gegenreaktion der Getriebe, aufkommen, und die Haltbarkeit der Vorrichtung verschlechtert wird.
  • (3) Die vorstehend beschriebene Vibration pflanzt sich über die Arme auf das Bruchfalzmesser fort, so dass das Bruchfalzmesser vibriert, was zum Bruch der Druckbögen und zu einer verminderten Falzgenauigkeit führt. Zudem erschwert die durch die Vibration erzeugte Resonanz usw. die Bewältigung einer erhöhten Betriebsgeschwindigkeit von Rotationspressen.

Die vorstehend genannte herkömmliche Vorrichtung 2 hat die folgenden Nachteile.

  • (1) Die beiden Linearschub-Kurbelmechanismen sind jeweils derart ausgelegt, dass zwei Kurbelelemente mit Hilfe der beiden an die Kurbelelemente angeschlossenen ineinander greifenden Getriebe in entgegengesetzte Richtungen gedreht werden. Die Getriebe auf den Innenseiten der beiden nahe beieinander befindlichen Linearschub-Kurbelmechanismen greifen ineinander, so dass sich vier Getriebe auf einer horizontalen Linie befinden. Daher hat die Vorrichtung eine relativ große Seite. Zudem entstehen als Folge der Gegenreaktion der Getriebe und der Abweichung der auf die Kurbelstiftabschnitte wirkenden Last, Vibration und Lärm, so dass das Bruchfalzmesser vibriert und/oder schwingt.
  • (2) Das Bruchfalzmesser wird von zwei Paar Verbindungen gehalten, so dass die distalen Enden jedes Paars von Verbindungen koaxial über Stifte mit dem entsprechenden Ende des Bruchfalzmessers verbunden sind. Folglich lässt sich die Festigkeit des Bruchfalzmessers schwierig aufrecht erhalten, und es vibriert leicht. Somit bewegt sich das Bruchfalzmesser auf und ab, während es horizontal in der Längsrichtung des Bruchfalzmessers und in der Richtung rechtwinklig dazu vibriert, so dass die Genauigkeit beim Falzen von Druckbögen verschlechtert wird und die Vorrichtung die erhöhte Betriebsgeschwindigkeit von Rotationspressen nicht bewältigen kann.
  • (3) Der Linearschub-Kurbelmechanismus besteht vorwiegend aus einem ziemlich teuren Getriebegehäuse, das eine große Anzahl von Bauteilen enthält. Da zudem die Kurbelelemente durch einen gegenseitigen direkten Eingriff zwischen den Getrieben gedreht werden, die auf den Drehwellen der Kurbelelemente bereitgestellt werden, sammeln sich Gegenreaktionen der Getriebe an, so dass großes Spiel entsteht.
  • (4) Eine hohe Maschinengenauigkeit ist erforderlich, damit ein genauer Abstand zwischen der Mitte der Drehwelle jedes Kurbelelementes und der Mitte des entsprechenden Kurbelstiftes und ein genauer Abstand zwischen den Zentren der Stiftanschlüsse an den gegenüberliegenden Enden jedes Verbindungsgliedes erhalten wird. Daher sind die Herstellungskosten hoch, und die theoretischen und idealen Abmessungen können nicht erhalten werden, so dass die Vibration der Vorrichtung eine komplizierte Bewegung verursacht. Zudem wird wegen der Abmessungsfehler der jeweiligen Elemente leicht überschüssige Kraft erzeugt. Wird der Abstand zwischen den beweglichen Elementen erhöht, so dass die überschüssige Kraft abgeleitet wird, wird die Haltbarkeit verschlechtert.

Die vorstehend beschriebene herkömmliche Vorrichtung 3 hat die folgenden Nachteile.

  • (1) Da die Umkehrlinearhubeinheit zum Auf- und Abbewegen des Bruchfalzmessers durch ein Planetengetriebegehäuse mit einem Innengetriebe und einem kleinen Getriebe verwirklicht wird, hat die Vorrichtung eine komplexe Struktur und wird aus vergleichsweise teuren Bauteilen gebildet. Daher sind die Herstellungskosten hoch.
  • (2) Zur linearen Bewegung des Bruchfalzmessers wird der Teilkreisdurchmesser des kleinen Getriebes auf den halben Teilkreisdurchmesser des Innengetriebes eingestellt, und der Kurbelradius wird auf den halben Teilkreisdurchmesser des kleinen Getriebes eingestellt. Als Folge dieser Abmessungsbeziehungen bewegt sich das Bruchfalzmesser innerhalb eines großen Hubs entsprechend des Teilkreisdurchmessers des Innengetriebes, wodurch die Vorrichtung vergrößert wird.
  • (3) Darüber hinaus steigt als Folge des großen Hubs des Bruchfalzmessers die Geschwindigkeit der Hin- und Herbewegung des Führungsabschnitts zum Führen der Bewegung des Bruchfalzmessers längs der Richtung des Umkehrlinearhubs, so dass die Lager rasch verschleißen und eine überschüssige Kraft auf den in das Bruchfalzmesser eingreifende Kurbelstift wirkt. Somit leidet die Haltbarkeit der Vorrichtung.
  • (4) Zudem ergeben sich wie vorstehend beschrieben Schwierigkeiten bei der Gewinnung der theoretischen oder idealen Abmessungsbeziehung in Bezug auf die Getriebe und den Kurbelradius durch genaues Anpassen und genauen Zusammenbau, sowie bei Betrieb und bei der Wartung der Vorrichtung, damit eine genaue lineare Messerbewegung erhalten wird. In Wirklichkeit weicht der Ort der Kurbelstiftbewegung von einer geraden Linie ab. Daher greift der Kurbelstift in ein längliches Loch, das in dem Bruchfalzmesser ausgebildet ist. Da der Kurbelstift und das längliche Loch verschleißen, ist die Haltbarkeit niedrig. Zudem senken die Vibration und die daraus hervorgehende Resonanz die Falzgenauigkeit und erschweren die Bewältigung des Hochgeschwindigkeitsbetriebs.

Die vorstehend beschriebenen herkömmlichen Vorrichtungen haben folgende gemeinsame Probleme.

Bemerkenswerterweise entsprechen die in Klammern aufgeführten Zahlen nach jedem gemeinsamen Problem unten den oben aufgelisteten mit Zahlen versehenen Nachteilen für die entsprechenden herkömmlichen Vorrichtungen.

  • 1. Erzeugung von Vibration und Lärm (herkömmliche Vorrichtung 1 – (2); herkömmliche Vorrichtung 2 – (1), (3), (4); herkömmliche Vorrichtung 1 – (4)).
  • 2. Niedrige Falzgenauigkeit (herkömmliche Vorrichtung 1 – (3); herkömmliche Vorrichtung 2 – (2); herkömmliche Vorrichtung 3 – (4)).
  • 3. Schwierigkeit bei der Bewältigung des Hochgeschwindigkeitsbetriebs (herkömmliche Vorrichtung 1 – (4); herkömmliche Vorrichtung 2 – (2); herkömmliche Vorrichtung 3 – (4)).
  • 4. Große Vorrichtungsgröße (herkömmliche Vorrichtung 1 – (1); herkömmliche Vorrichtung 2 – (1); herkömmliche Vorrichtung 3 – (2)).
  • 5. Niedrige Haltbarkeit (herkömmliche Vorrichtung 1 – (2); herkömmliche Vorrichtung 2 – (4); herkömmliche Vorrichtung 3 – (3), (4)).
  • 6. Hohe Herstellungskosten (herkömmliche Vorrichtung 1 – (1); herkömmliche Vorrichtung 2 – (4); herkömmliche Vorrichtung 3 – (1).

Folglich möchte man die herkömmlichen Vorrichtungen verbessern.

Man möchte ebenfalls eine kompakte, haltbare, billige Bruchfalzvorrichtung bereitstellen, die eine vergleichbar einfache wartungsfreie Struktur einsetzt, die keine Bauteile enthält, wie Getriebe, was eine genaue Maschinerie und einen genauen Aufbau erfordert, und die gut dynamisch ausgewuchtet ist, wodurch Vibration und Lärm eliminiert werden, so dass eine verbesserte Genauigkeit beim Falzen von Druckbögen erzielt wird und der Hochgeschwindigkeitsbetrieb bewältigt wird.

DE-A-30 27 343 offenbart einen Messerantrieb für eine Falzmaschine, bei der eine lineare Bewegung nur des Messerantriebs mit einer Führungsstange erzielt wird, die in Bezug auf das Gehäuse sicher oder fest ist.

Erfindungsgemäß wird eine Bruchfalzvorrichtung für eine Rotationspresse zum Falzen von Druckbögen bereitgestellt, die bei Gebrauch periodisch in Transportrichtung, und zwar jeweils ein Druckbogen auf einmal, von einer Falzmaschine befördert werden, wobei die Falzvorrichtung umfasst: ein Paar Falzwalzen zum Falzen eines Druckbogens parallel zur Transportrichtung; eine Antriebsvorrichtung; einen Kurbelarm, der an einer Ausgangswelle der Antriebsvorrichtung befestigt ist und der zusammen mit der Ausgangswelle gedreht wird; eine Falzmesserhalterung, die über eine Verbindung an dem Kurbelarm befestigt ist; ein Bruchfalzmesser, das in der Falzmesserhalterung gehalten wird und das so ausgelegt ist, dass es den Druckbogen von seiner oberen Oberfläche so stößt, dass dieser in einen Raum zwischen dem Paar Falzwalzen eintritt; und mindestens eine Führungseinheit zum Einschränken der Bewegung der Falzmesserhalterung, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinheit umfasst Reiter, die sich an gegenüber liegenden Enden der Falzmesserhalterung befinden, und zwei Führungsschienen, die in Transportrichtung in einem Abstand zueinander stehen und die so ausgelegt sind, dass sie die Reiter führen, wobei die Führungsschienen jeweils senkrecht zur Transportebene stehen, entlang der der Druckbogen befördert wird, so dass sich die Falzmesserhalterung nur in einer Richtung senkrecht zur Transportebene hin- und herbewegt.

Eine erfindungsgemäße Bruchfalzvorrichtung kann die folgenden vorteilhaften Wirkungen erzielen.

  • (1) Die Falzmnesserhalterung, die über die Verbindung am Kurbelarm angeschlossen ist, der an der Ausgangswelle der Antriebsvorrichtung befestigt ist, wird von den Führungseinheiten gehalten, damit das Bruchfalzmesser in Richtung senkrecht zur Transportebene des Druckbogens hin- und herbewegt wird. Diese Konfiguration ermöglicht die Verwirklichung eines einfachen und kompakten Antriebstransmissionssystems, das aus einer ziemlich kleinen Zahl von Bauteilen besteht, sie beseitigt die Notwendigkeit von Getrieben, und hat einen sehr kurzen Übertragungsweg. Da aufgrund der Hin- und Herbewegung des Bruchfalzmessers zudem kaum Vibration, Resonanz und Lärm aufkommt, wird ein ruhiger Hochgeschwindigkeitsbetrieb ermöglicht und die Haltbarkeit und die Produktivität verbessert.
  • (2) Das einfache und kompakte Antriebsübertragungssystem wird mit einfach geformten Elementen ohne Verwendung von teuren Bauteilen, wie Getriebeeinheiten, konstruiert. Daher können sowohl die Anzahl der Bauteile als auch die Herstellungskosten reduziert werden.

Die Führungseinheit umfasst Reiter an den gegenüberliegenden Enden der Falzmesserhalterung; und zwei Führungsschienen, die längs der Transportrichtung angeordnet sind und die so angepasst sind, dass sie die Reiter führen. Die Führungsschienen sind derart gehalten, dass ein Abstand größer als die Dicke des Druckbogens zwischen den Führungsschienen und der Transportebene bereitgestellt wird und jede Führungsschiene eine Führungsoberfläche senkrecht zur Transportebene hat. Geführte Abschnitte der Reiter sind beweglich, während ein enger Kontakt mit den Führungsoberflächen der Führungsschiene jederzeit aufrecht erhalten wird.

In diesem Fall kann der folgende zusätzliche Effekt erzielt werden.

(3) Da die geführten Abschnitte der Reiter an den gegenüberliegenden Enden der Falzmesserhalterung immer einen engen Kontakt zu den Führungsoberflächen der Führungsschienen halten, wird das Bruchfalzmesser hin- und herbewegt, während seine Bewegung längs einer Ebene senkrecht zur Oszillationsbewegung unterbunden wird. Daher werden keine Vibration usw. in dem Antriebsübertragungssystem oder dem Bruchfalzmesser erzeugt, so dass der Druckbogen glatt in den Raum zwischen den Falzwalzen gestoßen werden kann. Folglich wird die Falzgenauigkeit verbessert und die Resonanz und der Lärm können ganz behoben werden.

Nun wird beispielsweise auf die beigefügten Zeichnungen verwiesen. Es zeigt:

1 eine Perspektivansicht eines Bruchfalzmessers nach einer erfindungsgemäßen Ausführungsform;

2 eine partiell geschnittene Vorderansicht des in 1 gezeigten Bruchfalzmessers;

3 eine Schnittansicht längs der Linie A-A in 2;

4 eine Schnittansicht längs der Linie B-B in 2; und

5 eine partiell geschnittene Draufsicht des in 1 gezeigten Bruchfalzmessers.

Ein Bruchfalzmesser für eine Rotationspresse gemäß einer erfindungsgemäßen Ausführungsform wird anhand der in den 1 bis 5 gezeigten Zeichnungen beschrieben.

In einer erfindungsgemäßen Bruchfalzvorrichtung nach 1 sind vertikale Rahmen 8, die in einer Transportrichtung von einem Druckbogen 1 ausgehen, parallel angeordnet, wobei dazwischen ein festgelegter Abstand geformt ist, wodurch die Breite einer Transportebene definiert wird, längs der der Druckbogen 1 befördert wird. Gegenüberliegende Seitenränder eines Falzmessertisches 6, der die Transportebene definiert, sind an den oberen Enden der Rahmen 8 befestigt. Eine schlitzförmige Öffnung 11 ist im Mittelbereich des Falzmessertischs 6 in Bezug auf die Transportrichtung des Druckbogens 1 ausgebildet. Die Öffnung 11 befindet sich im Wesentlichen in der Mitte des Falzmessertischs 6 in Bezug auf die Querrichtung oder die Richtung senkrecht zur Transportrichtung und hat eine Länge größer als die Länge des Druckbogens 1 in der Transportrichtung des Druckbogens 1.

Zwei Falzwalzen 4 befinden sich unmittelbar unter dem Falzmessertisch 6 in einer solchen Weise, dass sie parallel zur Längsrichtung der Öffnung 11 verlaufen und einander gegenüberliegen. Wie später beschrieben wird, werden die Falzwalzen 4 mit Hilfe einer nicht gezeigten Antriebseinheit in entgegengesetzte Richtungen gedreht, damit der Druckbogen 1 nach unten befördert wird, während er dazwischen gepresst wird, wenn er durch ein Bruchfalzmesser 3 in die Öffnung 11 gestoßen wird.

Wie in 2 gezeigt, ist die schlitzförmige Öffnung 11 derart geformt, dass längs verlaufende Randabschnitte nach unten gebogen werden, damit sie den Außenflächen der Falzwalzen 4 folgen und der Druckbogen 1 glatt geführt wird, der von dem Bruchfalzmesser 3 in den Raum zwischen den Falzwalzen 4 gestoßen wird.

Wie in den 1 bis 3 gezeigt, ist ein vertikaler Unterrahmen 9 mit geeigneter Breite mittels Bolzen 10 am oberen Bereich eines Rahmens 8 in einer Position befestigt, die zur Transportrichtung des Druckbogens 1 mittig ist.

Zwei plattenförmige Klammern 9a, die vertikal verlaufen, sind an der Vorderseite des Unterrahmens 9 an einer Zwischenposition in vertikaler Richtung befestigt, so dass sie mit einem festgelegten Abstand zwischen ihnen in Transportrichtung zu einem Raum über der Transportebene ragen. Vertikal verlaufende Befestigungssitze 9b sind an den Spitzenenden der Klammern 9a gebildet, und Führungsschienen 19 mit jeweils einer vertikal verlaufenden Führungsoberfläche 19a sind mit den Bolzen 19b an den Befestigungssitzen 9b befestigt. Die unteren Enden der Klammern 9b und die unteren Enden der Führungsschienen 19 sind um einen festgelegten Abstand von der Transportebene getrennt; d.h. sie befinden sich an Stellen, wo sie den Transport des Druckbogens 1 in der Transportebene und die Bewegung der Förderbänder 2b nicht behindern, was später beschrieben wird.

Wie in den 3 und 4 beschrieben wird, ist zur Steigerung der Festigkeit der Befestigungssitze 9b der Klammem 9a eine horizontal verlaufende plattenförmige Rippe 9c zwischen den Klammem 9a in einem Zwischenbereich in vertikaler Richtung angeordnet; und der äußere Rand der Rippe 9c ist an den gegenüberliegenden Innenflächen der Klammern 9a und der Vorderseite des Unterrahmens angeschlossen.

Wie in 2 und 3 gezeigt sind die Reiter 18 auf den Führungsschienen 19 derart befestigt, dass sich die Reiter 18 längs der Führungsoberflächen 19a in vertikaler Richtung bewegen können, welche senkrecht zur Transportebene ist. Die Reiter 18 und die Führungsschienen 19 machen die Führungseinheiten 5 aus.

Speziell wie in 2 und 5 gezeigt sind die Reiter 18 jeweils derart zusammengefügt, dass ein geführter Abschnitt 18a von der Führungsoberfläche 19a der Führungsschiene 19 geführt wird, während jederzeit ein enger Kontakt dazwischen aufrechterhalten wird. Demzufolge ist der geführte Abschnitt 18a jedes Reiters 18 ein rollender geführter Abschnitt, der beispielsweise aus einer Vielzahl von Reihen aus zirkulierenden Stahlkugeln besteht, die sehr genau geformt sind. Der rollende geführte Abschnitt ist mit einer Vorlast zusammengefügt, damit ein korrekter negativer radialer Abstand zwischen dem geführten Abschnitt 18a und der Führungsoberfläche 19a der Führungsschiene 19 erzielt wird, die als rollende Führungsoberfläche für die Stahlkugeln dient, so dass der Reiter 18 glatt von der Führungsschiene 19 geführt wird. Eine kommerziell verfügbare Linearschubführung (beispielsweise LM-Führung Modell SSR, Produkt von THK Co., Ltd), die billig ist, eine hohe Leistung bietet, und wartungsfrei ist, kann als Stahlkugel-Zirkulationsführungsmechanismus verwendet werden.

Längliche Enden einer Falzmesserhalterung 16, die die Form einer länglichen Platte annehmen, sind mit den Bolzen 16c an den Reitern 18 befestigt. Das Bruchfalzmesser 3 ist über eine Halteplatte 3a sowie durch Verwendung von Bolzen 3b an der Vorderseite der Falzmesserhalterung 16 befestigt, die in der Transportrichtung des Druckbogens 1 verläuft.

Das Bruchfalzmesser 3 hat eine geeignete Dicke und eine größere Länge als die Länge des Druckbogens 1 in der Transportrichtung des Druckbogens 1, aber kürzer als die Länge der Öffnung 11 des Falzmessertischs 6 in der Transportrichtung des Druckbogens 1. Das Bruchfalzmesser 3 stößt den Druckbogen 1 durch die Öffnung 11 in einen Falzbereich, der von den gegenüberliegenden Außenbereichen der Falzwalzen 4 definiert ist, die sich unter dem Falzmessertisch 6 befinden und in entgegengesetzte Richtungen gedreht werden.

Wie in 2 gezeigt hat die Spitzenendseite des Bruchfalzmessers gegenüber den Falzwalzen 4 eine derartige Querschnittsform, dass die Dicke allmählich zu dem vorstehend beschriebenen Falzabschnitt sinkt, bei dem die Falzwalzen 4 einander gegenüberliegen. Dadurch wird der Druckbogen 1 leichter in den Falzabschnitt gestoßen.

Das Bruchfalzmesser 3 befindet sich an einer horizontalen Position, die derjenigen der schlitzförmigen Öffnung 11 entspricht. Befindet sich das Bruchfalzmesser 3 an einer gesenkten Stellung, was später beschrieben wird, tritt der untere Rand des Bruchfalzmessers 3 in die Öffnung 11 ein. Befindet sich das Bruchfalzmesser 3 in einer erhöhten Stellung, ist der untere Rand in einer derartigen Stellung, dass das Bruchfalzmesser 3 den Durchtritt von Druckbogen 1 nicht behindert.

Wie in 5 gezeigt, ist ein Elektromotor 7, der als Antriebsvorrichtung dient, am Unterrahmen 9 befestigt. Zur Bewegung des Bruchfalzmessers 3 wird der Motor 7 von einem nicht gezeigten Regler gesteuert, so dass sich der Motor 7 synchron mit dem Betrieb einer nicht gezeigten Falzmaschine dreht, so dass der von der Bruchfalzvorrichtung ausgeübte Falzbetrieb mit der Zeitspanne synchronisiert wird, bei der die Druckbögen aus der Falzmaschine entlassen werden.

Spezifisch ist ein Flansch 7a des Motors 7 mit Hilfe der Bolzen 13 an einem Mittelbereich der Hinterseite des Unterrahmens 9 befestigt, der sich über den Klammern 9a befinden soll. Eine Ausgangswelle 12 des Motors 7 befindet sich an einer Stelle, die dem Längszentrum des Bruchfalzmessers 3 entspricht und zu dem Raum oberhalb des Falzmessertischs 6 ragt, so dass die Ausgangswelle 12 in eine Richtung parallel zum Falzmessertisch 6 und senkrecht zur Transportrichtung des Druckbogens 1 verläuft.

Wie in 4 gezeigt ist eine Nocke 15a eines Kurbelarms 15 auf der Ausgangswelle 12 mit einem dazwischen eingefügten Keil 12a befestigt. Der Kurbelarm 15 ist mit einem Klammerelement 15b (in 3 gezeigt) an der Ausgangswelle 12 befestigt und hat eine Form komplementär zur Form des halbzylindrischen Schnittbereichs 15d an einem Ende der Nocke 15a und ist in den Schnittbereich 15d angepasst, während der Keil 12a bedeckt wird; und Bolzen 15c zum Befestigen des Klammerelementes 15b an die Nocke 15a.

Der Kurbelarm 15, der an der Ausgangswelle 12 befestigt ist, hat einen Kurbelstift 15e und ein Gegengewicht 14 auf der gegenüberliegenden Seite des Kurbelstifts 15e in Bezug auf eine Drehmittellinie 24. Der Kurbelstift 15e des Kurbelarms 15 verläuft in die Richtung senkrecht zur Förderrichtung und befindet sich (wie in 1 gezeigt) zwischen den beiden Reitern 18 in Bezug auf die Transportrichtung.

Der Exzentrizitätsgrad e des Kurbelstifts 15e in Bezug auf die Drehmittellinie 24 des Motors 7 und des Kurbelarms 15 ist ein halber korrekt bestimmter Hub, in dem sich das Bruchfalzmesser 3 vertikal zwischen den oberen und unteren Totpunkten hin- und her bewegt.

Der Exzentrizitätsgrad e kann ohne Einschränkungen der Abmessungen frei eingestellt werden. D.h. es kann gemäß dem Hub des Bruchfalzmessers 3 eingestellt werden, der in den Maßen der Bruchfalzvorrichtung ausgelegt ist.

Wie in der 4 gezeigt ist der Kurbelstift 15e fest am Kurbelarm 15 angebracht. Für den Fall, dass jedoch der Hub des Bruchfalzmessers 3 bei Bedarf geändert werden muss, wird der Kurbelstift 15e beweglich an dem Kurbelarm 15 angebracht, so dass der Exzentrizitätsgrad durch Bewegung des Kurbelstifts 15e eingestellt werden kann.

Der Kurbelarm 15 ist über eine Verbindung 17 an der Falzmesserhalterung 16 angeschlossen. Insbesondere ein Ende der Verbindung 17 ist drehbar am Spitzenende des Kurbelstifts 15e über ein Lager 17a befestigt. Das andere Ende der Verbindung 17 ist drehbar am Spitzenende eines Wellenelementes 16a befestigt, welches am oberen Ende eine Längsmittelteils der Falzmesserhalterung 16 über ein Lager 17b befestigt ist.

Eine Vielzahl von Reihen von oberen und unteren Förderbändern 2a und 2b, die einander überlagern, damit der Druckbogen 1 befördert wird, während er von den oberen und unteren Seiten gehalten wird, sind auf dem Bruchfalztisch 6 in einer erfindungsgemäßen Ausführungsform bereitgestellt; vier solcher Reihen sind in den 1 bis 5 gezeigt. Die Reihen der Förderbänder 2a und 2b sind derart angeordnet, dass sie die Öffnung 11 des Bruchfalztisches 6 nicht überdecken, sie verlaufen parallel zur Förderrichtung und sind voneinander durch einen festgelegten Abstand getrennt. Der Rückkehrweg jedes unteren Förderbandes 2a befindet sich unter dem Bruchfalztisch 6, wohingegen sich der Rückkehrweg jedes oberen Förderbandes 2b über dem Bruchfalztisch 6 befindet. Da sich dort zwei Reihen von Förderbändern 2b befinden, die zwischen der Öffnung 11 und dem Unterrahmen 9 lokalisiert sind, bewirkt dies, dass ein Abschnitt jedes Förderbandes 2b über Spannwalzen 20 und eine Rolle 22 auf eine von dem oberen Abschnitt des Unterrahmens 9 abstehende Klammer 21 in dem Rückkehrweg (wie in 2 gezeigt) wandert.

Zudem wird eine Stoppereinheit 23 bereitgestellt, um den Druckbogen 1, der von den Förderbändern 2a und 2b transportiert wird, zu positionieren, wodurch ermöglicht wird, dass das Bruchfalzmesser 3 den Druckbogen 1 genau in den Raum zwischen den Falzwalzen 4 einführt.

Wie in 4 gezeigt, umfasst die Stoppereinheit 23 vertikale Führungsstangen 23d an den oberen Enden der jeweiligen Rahmen 8; und die oberen Enden der Führungsstangen 23d sind durch ein Verbindungselement 23c angeschlossen, damit eine Portalform erhalten wird.

Die Führungsstangen 23d durchdringen Löcher, die in gegenüberliegenden Endabschnitten einer Klammer 23b geformt sind. Die oberen Ränder der Positionierungselemente 23, die jeweils die Form einer lateral verlängerten Platte annehmen, sind an der Klammer 23b befestigt. Die Klammer 23b wird mit einer nicht gezeigten Hebevorrichtung nach oben und unten bewegt, während sie von den Führungsstangen 23d geführt wird.

Wird die Klammer 23b in eine gesenkte Position bewegt, werden die Positionierungselemente 23e in eine Positionierungsposition bewegt, in der ihre unteren Ränder mit dem Falzmessertisch 6 zusammenkommen. Wird die Klammer 23b in eine erhöhte Position bewegt, werden die Positionierungselemente 23a in eine Rückzugsposition bewegt, in der ihre unteren Ränder den Durchtritt des von den Förderbändern 2a und 2b beförderten Druckbogens 1 nicht behindern.

Abschnitte werden in den unteren Endabschnitten der Positionierungselemente 23a gebildet, um eine Interferenz zwischen den Positionierungselementen 23a und den Förderbändern 2a und 2b zu vermeiden, wobei ansonsten die Interferenz auftritt, wenn die Positionierungselemente 23a in die Positionierungsposition befördert werden.

Vorzugsweise wird ein Mechanismus zum Einstellen der Positionen der Positionselemente 23a entlang der Transportrichtung bereitgestellt. Beispielsweise kann ein Mechanismus zum Einstellen der Positionen der Führungsstangen 23d in Bezug auf die Rahmen 8 längs der Transportrichtung zwischen den Rahmen 8 und den Führungsstangen 23d zwischengefügt werden. Alternativ kann ein Mechanismus zum Einstellen der Positionen der Positionierungselemente 23a in Bezug auf die Klammer 23b längs der Transportrichtung zwischen die Klammer 23b und die Positionierungselemente gefügt werden.

Anschließend wird ein Betrieb der vorstehend beschriebenen Bruchfalzvorrichtung anhand der 1 bis 5 beschrieben.

Wird der Druckbogen 1 von den Transportbändern 2a und 2b zur stromabwärts gelegenen Seite ohne Falzen durch die Bruchfalzvorrichtung befördert, werden die Positionierungselemente 23 durch die nicht gezeigte Hebevorrichtung in die erhöhte Position oder Rückzugsposition angehoben. Wird dagegen der Druckbogen 1 gefalzt, werden die Positionierungselemente 23a in eine gesenkte Position oder Positionierungsposition gesenkt, bei der die unteren Ränder der Positionierungselemente 23a mit dem Falzmessertisch 6 zusammenkommen.

Wird der Motor 7 synchron zu der Zeitspanne betrieben, bei der der Druckbogen 1 von der Falzmaschine entlassen wird, wird der an der Ausgangswelle 12 befestigte Kurbelarm 15 gedreht. Demnach wird die Falzmesserhalterung 16, die über die Verbindung 17 am Kurbelarm 15 befestigt ist, vertikal oder in Richtung senkrecht zur Transportebene bewegt, während er von den Führungseinheiten 5 geführt wird, die mit einer Vorlast zusammengebaut sind.

Folglich wird das an der Falzmesserhalterung 16 befestigte Bruchfalzmesser 3 synchron zu der Zeitspanne, in der der Druckbogen 1 von der Falzmaschine entlassen wird, vertikal hin- und herbewegt.

Der Druckbogen 1 wird positioniert, wenn sein Vorderrand von den Förderbändern 2a und 2b transportiert wird, so dass er an die Positionierungselemente 23a stößt, die sich in der Positionierungsposition befinden. Das Bruchfalzmesser 3 bewegt sich dann nach unten vom oberen Totpunkt zum unteren Totpunkt, wodurch der positionierte Druckbogen 1 in den Raum zwischen den Falzwalzen 4 gestoßen wird.

Die zeitliche Koordinierung, mit der das Bruchfalzmesser 3 den positionierten Druckbogen 1 in den Raum zwischen den Falzwalzen 4 stößt, ist Bestimmungen zufolge unmittelbar nach der zeitlichen Koordinierung, bei der der beförderte Druckbogen 1 an die Positionierungselemente 23a der Stoppereinheit 23 stößt, so dass der Druckbogen vom Bruchfalzmesser 3 glatt in den Raum zwischen den Falzwalzen 4 gestoßen wird, während der Vorderrand des Druckbogens 1 von den Positionierungselementen 23a geführt wird. Anschließend bewegt sich das Bruchfalzmesser 3 nach oben vom unteren Totpunkt zum oberen Totpunkt. Das Bruchfalzmesser 3 wiederholt die vorstehend beschriebene Bewegung, damit es die Druckbögen, die periodisch von der Falzmaschine transportiert werden, jeweils in den Raum zwischen den Falzwalzen 4 stößt.

Ein Endabschnitt der Verbindung 17, der an dem Kurbelstift 15e des Kurbelarms 15 angeschlossen ist, wird um das Wellenelement 16a geschwungen, an dem das vertikal bewegte andere Ende der Verbindung 17 angeschlossen ist, so dass das eine Ende zusammen mit dem Kurbelstift 15e einen Kreis beschreibt, dessen Radius gleich dem Exzentrizitätsgrad e ist. Demnach dienen Dreh- oder Oszillations-Elemente, wie der Kurbelarm 15, der Kurbelstift 15e, die Verbindung 17, das Wellenelement 16a, die Falzmesserhalterung 16, die Reiter 18 und das Bruchfalzmesser 3 als Unwuchtlasten, die auf die Ausgangswelle 12 während ihrer Drehung wirken, was Vibration und Lärm entstehen lässt. Zur Bewältigung dieses Problems wird ein Gegengewicht 14 mit einer Masse äquivalent zur Unwuchtlast auf der Seite gegenüber der Seite, auf die die Unwuchtkraft wirkt, bereitgestellt, so dass durch das Gegengewicht 14 ein ausgewuchteter Zustand herbeigeführt wird.

Außerdem ist die Bruchfalzvorrichtung derart zusammengebaut, dass die Abstände der Lager 17a und 17b in Radialrichtung und die Abstände der rollenden Führungsoberflächen 19a der Führungsschienen 19 in Radialrichtung auf einen korrekten negativen Wert eingestellt werden. Daher halten diese Komponenten immer einen engen Kontakt mit den Gegenstück-Komponenten.

Selbst wenn die Drehpresse bei hoher Geschwindigkeit betrieben wird, stößt folglich das Bruchfalzmesser 3, das von den Führungseinheiten 5 geführt wird, den Druckbogen 1 ohne Vibration in den Raum zwischen den Falzwalzen 4. Somit hat der von den Falzwalzen 4 gefalzte Druckbogen 1 keine Probleme, wie das Problem der in Transportrichtung verlaufenden gekrümmten Mittellinie, und das Problem der beschädigten Oberfläche.

Aus der vorstehenden Beschreibung geht hervor, dass in der erfindungsgemäßen Ausführungsform keine Antriebseinheit verwendet wird, so dass somit Bauteile, wie Getriebe, die eine genaue Maschinerie und einen genauen Zusammenbau erfordern, unnötig sind. Somit lässt sich ein kompaktes billiges Antriebsübertragungssystem, das leicht eine dynamische Auswuchtung erzielen kann und eine sehr einfache Konfiguration aufweist, erhalten werden.

Außerdem haben die Lager 17a und 17b der Verbindung 17 in Radialrichtung kein Spiel, und es gibt kein Spiel zwischen den rollenden geführten Abschnitten 18a der Reiter 18 der Führungseinheiten 5 und den rollenden Führungsoberflächen 19a der Führungsschienen 19. Daher kommt es weder zu Vibration noch zu einer daraus resultierenden Resonanz und Lärm, so dass die Haltbarkeit verbessert wird.

Das an der Falzmesserhalterung 16 befestigte Bruchfalzmesser 3 kann linear in vertikaler Richtung ohne Entstehung jeglicher Unwuchtkraft linear hin- und herbewegt werden. Daher kann die maximale Anzahl von Malen, bei denen das Bruchfalzmesser 3 den Druckbogen 1 in den Raum zwischen den Falzwalzen 4 stößt, verglichen mit den herkömmlichen Vorrichtungen erheblich erhöht werden.

Ein vom Zessionar der Erfindung durchgeführter Test ergab speziell folgendes. Bei den in herkömmlichen Vorrichtungen eingesetzten Mechanismen beträgt die Maximalbetriebsgeschwindigkeit nur 700 Falzvorgänge pro min. Bei einer erfindungsgemäßen Bruchfalzvorrichtung hingegen kann das Bruchfalzmesser 3 sogar 900 Falzvorgänge pro min durchführen, ohne dass die Qualität des Druckbogens 1 darunter leidet.

Wie vorstehend beschrieben muss der Motor 7 vom Regler derart betrieben werden, dass er sich synchron zu einer Zeitspanne dreht, in der der Druckbogen 1 von der Falzmaschine entlassen wird. Die zeitliche Koordination, bei der das Bruchfalzmesser 3 den Druckbogen 1 falzt, muss zudem entsprechend der Transportgeschwindigkeit, Größe, Masse und Anzahl der gefalzten Bögen des Druckbogens 1 geändert werden.

D.h. die zeitliche Koordination des Falzens des Druckbogens 1 wird vom Regler derart eingestellt, dass das Falzen bei der besten zeitlichen Koordination stattfindet, wodurch eine Situation umgangen wird, bei der der Druckbogen 1 in einem instabilen Zustand zu den Falzwalzen 4 gestoßen wird, wobei der Transport des Druckbogens 1 fortgesetzt wird, nachdem er an die Positionierungselemente 23a der Stoppereinheit 23 gestoßen ist, oder der Druckbogen 1 die Positionierungselemente 23a der Stoppereinheit 23 nicht erreicht hat, was zu einer verschlechterten Falzgenauigkeit und einer Beschädigung von Druckbogen 1 führen würde.

Natürlich kann anstelle der manuellen Einstellung, die durchgeführt wird, wenn sich einer der vorstehend beschriebenen Faktoren ändert, die zeitliche Koordination des Betriebs des Bruchfalzmessers 3 automatisch eingestellt werden. Die Position und die Transportgeschwindigkeit des Druckbogens 1 werden speziell durch die Verwendung von Sensoren erfasst, und von den Sensoren ausgegebene Signale werden dem vorstehend beschriebenen Regler übermittelt. Auf der Basis der Signale ändert der Regler korrekt die Beziehung zwischen der Position des Druckbogens 1 und der Drehphase des von Motor 7 gedrehten Kurbelarms 15, so dass das Bruchfalzmesser 3 mit einer optimalen zeitlichen Koordination betrieben wird.

Offensichtlich sind angesichts des vorstehend Beschriebenen zahlreiche Modifikationen und Abwandlungen möglich.

Es versteht sich daher, dass die Erfindung anders als hier speziell beschrieben ausgeübt werden kann.


Anspruch[de]
  1. Bruchfalzvorrichtung für eine Rotationspresse zum Falzen von Druckbögen (1), die bei Gebrauch jeweils einer nach dem anderen von einer Falzmaschine periodisch in einer Transportrichtung befördert werden, wobei die Falzvorrichtung umfasst:

    ein Paar Falzwalzen (4) zum Falzen eines Druckbogens parallel zur Transportrichtung;

    eine Antriebsvorrichtung (7);

    einen Kurbelarm (15), der an einer Ausgangswelle (12) der Antriebsvorrichtung (7) befestigt ist und der zusammen mit der Ausgangswelle gedreht wird;

    eine Falzmesserhalterung (16), die über eine Verbindung an dem Kurbelarm befestigt ist;

    ein Bruchfalzmesser (3), das in der Falzmesserhalterung (16) gehalten wird und das so ausgelegt ist, dass es den Druckbogen (1) von seiner oberen Oberfläche so stößt, dass dieser in einen Raum zwischen dem Paar Falzwalzen (4) eintritt; und

    mindestens eine Führungseinheit (5) zum Einschränken der Bewegung der Falzmesserhalterung, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinheit (5) umfasst Reiter (18), die sich an gegenüber liegenden Enden der Falzmesserhalterung (16) befinden, und zwei Führungsschienen (19), die in Transportrichtung in einem Abstand zueinander stehen und die so ausgelegt sind, dass sie die Reiter (18) führen, wobei die Führungsschienen jeweils senkrecht zur Transportebene stehen, entlang der der Druckbogen befördert wird, so dass sich die Falzmesserhalterung (16) nur in einer Richtung senkrecht zur Transportebene hin- und herbewegt.
  2. Bruchfalzvorrichtung für eine Rotationspresse nach Anspruch 1, wobei die Führungsschienen (19) so gelagert sind, dass ein Abstand zwischen den Führungsschienen (19) und der Transportebene geschaffen wird, der größer ist als die Dicke des Druckbogens (1), die Führungsschienen (19) jeweils eine Führungsoberfläche (19a) haben, die rechtwinklig zu Transportebene steht; und die geführten Abschnitte (18a) der Reiter (18) beweglich sind, während jederzeit ein enger Kontakt mit den Führungsoberflächen (19a) der Führungsschienen (19) aufrechterhalten wird.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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