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Vorrichtung zum Transportieren von Garn mit einem Wickelmast - Dokument DE4412433B4
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4412433B4 19.01.2006
Titel Vorrichtung zum Transportieren von Garn mit einem Wickelmast
Anmelder Michael Hörauf Maschinenfabrik GmbH & Co KG, 73072 Donzdorf, DE
Erfinder Vetter, Gerhard, 73079 Süssen, DE;
Markert, Eberhard, 73098 Rechberghausen, DE
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 12.04.1994
DE-Aktenzeichen 4412433
Offenlegungstag 19.10.1995
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.01.2006
IPC-Hauptklasse B65H 51/20(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transportieren von Garn mit einem Wickelmast, der mit mehreren, um ihn herum im Querschnitt polygonal angeordneten, umlaufenden Transportriemen bestückt ist, um die mittels eines Wickelflügels wenigstens ein Garn in kontrollierten Schlaufen herumgewickelt ist, wobei der Wickelmast an seinem dem Wickelflügel zugewandten Ende in einer Halterung gelagert und im Bereich seines anderen Endes mit Stützrollen versehen ist, die sich auf einer außerhalb der Schlaufen befindlichen, an einen Walzenantrieb angeschlossenen Stützwalze abstützen und deren Umfangsgeschwindigkeiten an die Umfangsgeschwindigkeit der Stützwalze angepaßt sind.

Bei einer Vorrichtung dieser Art (EP 0 047 468 B2) sind am Wickelmast zwei seitliche Reibräder angebracht, die von einer angetriebenen Stützwalze angetrieben werden. Die Reibräder, die als Stützrollen fungieren, sind drehfest und gleichachsig mit Führungsrollen für die Transportriemen verbunden, so daß letztere mit angetrieben werden. Die Führungsrollen sind um etwa 270° jeweils von einem Transportriemen umschlungen, der somit von der Stützwalze über das Reibrad und die Führungsrolle transportiert wird. Zwischen der Stützwalze und den als Stützrollen dienenden Reibrädern werden die Schlaufen des Garnes geklemmt. Da der Durchmesser der Führungsrollen etwas kleiner ist als der Durchmesser der Reibräder, gibt es eine Relativgeschwindigkeit zwischen der Stützwalze und den auf den Transportriemen transportierten Garnschlaufen. Wegen des Antriebes der Reibräder ist eine Mindest-Antriebskraft erforderlich, die unter Umständen größer sein muß als die anteilige Belastung durch den abzustützenden Wickelmast.

In der deutschen Offenlegungsschrift DE 2 040 316 A1 ist eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Behandlung von Garnen mit einem Wickelmast beschrieben, der an einem Ende in einer Halterung gelagert ist, während sein anderes Ende freitragend ohne jegliche Unterstützung ausgeführt ist. Im Bereich der Halterung an dem, einem Wickelflügel zugewandten Ende des Wickelmastes ist unterhalb des Wickelmastes mindestens eine ortsfeste Stützwalze angeordnet. Diese ortsfeste Stützwalze soll eine Drehung des gesamten Wickelmastes um seine Längsachse verhindern. Die Stützwalze wird durch einen sich darauf abstützenden Transportriemen angetrieben. Durch Schlupf zwischen Transportriemen und Stützwalze kann sich eine nachteilige Relativgeschwindigkeit zwischen den die Garnschlaufen klemmenden Oberflächen ergeben.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dafür Sorge zu tragen, daß die Schlaufen der Garne schonender behandelt werden.

Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Transportriemen von einem eigenen Riemenantrieb angetrieben sind, an dessen Riemengeschwindigkeit die Umfangsgeschwindigkeiten der Stützwalze und der Stützrollen angepaßt sind.

Da sich der Riemenantrieb und der Walzenantrieb so aneinander anpassen lassen, daß keine Relativgeschwindigkeit zwischen den Schlaufen einerseits und den Stützrollen sowie der Stützwalze andererseits besteht, werden die Garne bei ihrem Transport schonend behandelt. Da der Antrieb der Transportriemen nicht durch einen die Schlaufen pressenden Reibantrieb erfolgen muß, kann der Anpreßdruck der Stützrollen an die Stützwalze kleiner gehalten werden und braucht nur so groß zu sein, daß das anteilige Gewicht des Wickelmastes aufgenommen wird.

Zweckmäßig enthält der Walzenantrieb ein stufenlos regelbares Getriebe. Dadurch wird eine exakte Anpassung der Umfangsgeschwindigkeiten der Stützrollen und der Stützwalze an die Riemengeschwindigkeit möglich.

Vorteilhaft sind den Stützrollen Führungsrollen für die Transportriemen zugeordnet. Dadurch lassen sich die Schlaufen der Garne im Bereich der Klemmlinie zwischen den Stützrollen und der Stützwalze auch seitlich sehr genau führen.

Die Führungsrollen können auf unterschiedliche Weise ausgebildet sein. Bei einer Ausführung ist vorgesehen, daß die Führungsrollen zugleich die Stützrollen sind. Dadurch ist von vornherein ein exakter Gleichlauf zwischen Stützrollen und Führungsrollen gewährleistet. Bei einer anderen Ausführung sind die Führungsrollen unabhängig von den Stützrollen frei drehbar gelagert. Dies hat den Vorteil, daß das Abstützen des Wickelmastes und die Führung der Transportriemen funktionell voneinander getrennt sind. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die. Führungsrollen relativ zur Stützwalze einstellbar sind, damit die Führungsrollen genau an die Klemmlinie zwischen den Stützrollen und der Stützwalze anpaßbar ist. Schließlich können die Stützrollen mit den Führungsrollen einstückig und koaxial dazu angeordnet sein und vorzugsweise leicht konische Auflageflächen haben. Für hochempfindliche Garne ist dies allerdings weniger empfehlenswert, da konische Friktionsflächen unterschiedliche Umfangsgeschwindigkeiten zur Folge haben. Bei leichteren Auflagedrücken ist diese Version aber eine recht praktikable Lösung, insbesondere wenn die leicht konischen Auflageflächen etwas ballig ausgeführt sind.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Stützwalzen und/oder die Stützrollen mit einem elastischen Belag versehen. Dies hat zunächst den Vorteil, daß die Schlaufen der Garne längs der genannten Klemmlinie weniger gequetscht werden. Als zusätzlicher Vorteil ergibt sich gegebenenfalls eine Koppelung zwischen der Stützwalze und den Stützrollen durch Friktion, wodurch ein Gleichlauf hinsichtlich der Umfangsgeschwindigkeiten erzielt wird. Diese Friktion kann natürlich kleiner sein, als wenn – wie beim Stand der Technik – der Antrieb der Transportriemen ebenfalls über diese Friktion erfolgen müßte.

Zweckmäßig haben die Stützrollen eine Auflagebreite, die einem Mehrfachen der Breite der Transportriemen entspricht. Dadurch wird die Pressung der Schlaufen der Garne vermindert.

Zur Vereinfachung der Lagerung kann vorgesehen sein, daß den zwei Stützrollen eine gemeinsame Achse zugeordnet ist.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Stützwalze im Bereich der Stützrollen einen vergrößerten Durchmesser aufweist. Dies bedeutet, daß der Durchmesser der Stützwalze außerhalb des Bereichs der Stützrollen kleiner ist, so daß außerhalb der eigentlichen Klemmlinie der Schlaufen deren Beeinträchtigung verringert wird. Zweckmäßig weist dabei die Stützwalze für jede Stützrolle zwei Auflageflächen auf, so daß eine definierte Zweipunktauflage entsteht.

In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Stützwalze mit Längsnuten versehen. Dadurch werden die Schlaufen der Garne nur sehr kurzzeitig beim Durchlaufen der Klemmlinie gequetscht, so daß die Beeinträchtigung in zulässigen Grenzen bleibt. Wenn dabei die Längsnuten der zwei Auflageflächen in Umfangsrichtung um wenigstens eine halbe Nutbreite gegeneinander versetzt sind, ist sichergestellt, daß immer an einer der zwei Auflageflächen ein tatsächliches Abstützen des Wickelmastes vorhanden ist.

Weiterhin kann vorgesehen sein, daß den Stützrollen und/oder den Führungsrollen Garnleitelemente zugeordnet sind. Diese dienen dazu, etwaige Unstetigkeitsstellen im Bereich von Stützrollen oder Führungsrollen zu überbrücken und damit weiter zur Schonung der Garne beizutragen.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele.

Es zeigen:

1 eine Seitenansicht auf eine Vorrichtung zum Transportieren von Garn mit einem Wickelmast,

2 in vergrößerter Darstellung eine Teilansicht der 1 im Bereich der Stützrollen und der Stützwalze zur Abstützung des Wickelmastes,

3 einen Querschnitt durch den Wickelmast im Bereich seiner Abstützung,

4 einen Querschnitt ähnlich 3 bei einer anderen Ausgestaltung der Abstützung des Wickelmastes,

5 einen Querschnitt ähnlich 3 bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung.

Die Vorrichtung zum Transportieren von Garn 1 (in 1 von rechts nach links) enthält einen sogenannten Wickelmast 2, der an einem Ende 3 in einer Halterung 4 gelagert ist. Im Bereich seines anderen, frei auskragenden Endes 5 stützt sich der Wickelmast 2 in später noch eingehend zu beschreibender Weise auf einer Abstützung 6 ab.

Der Wickelmast 2 ist mit mehreren, im vorliegenden Falle vier Transportriemen 7, 8, 9 und 10 bestückt. Diese Transportriemen 7 bis 10 sind, wie aus der später zu beschreibenden 3 deutlicher hervorgeht, polygonal um den Wickelmast 2 herum angeordnet. Sie dienen dem Transport des Garnes 1, welches in Form von Schlaufen 11 um den Wickelmast 2 und die Transportriemen 7 bis 10 herumgewickelt sind. Diese Anordnung dient dem Zweck, eine möglichst große Menge von Garn 1 mit vorbestimmter Verweilzeit kontinuierlich durch eine Klimakammer 12 zu transportieren.

Das Ablegen der Schlaufen 11 geschieht mittels eines Wickelflügels 13, der am gehalterten Ende 3 des Wickelmastes 2 angebracht ist. Der Wickelflügel 13 beginnt in einer mit einer Axialbohrung 14 versehenen Welle 15, die in einem Gehäuse 16 koaxial zum Wickelmast 2 gelagert ist. Die Axialbohrung 14 mündet in eine radiale Öffnung 17 der Welle 15 und geht in den kurbelartig ausgebildeten hohlen Wickelflügel 13 über, der zusammen mit der Welle 15 zu Drehbewegungen angetrieben ist. Das zu transportierende Garn 1 (es kann sich auch um mehrere zu einem Mehrfachfaden vereinigte Garne handeln) wird – in 1 von rechts – durch die Axialbohrung 14 zugeführt und tritt aus der Mündung 18 des Wickelflügels 13 aus. Dank der Rotationsbewegung des Wickelflügels 13 wird das Garn 1 um die Transportriemen 7 bis 10 herumgewickelt.

Auf der Welle 15 ist ein Getriebegehäuse 19 gelagert, welches auf Grund nicht näher dargestellter, aber bekannter Mittel die Drehbewegungen der Welle 15 nicht mitmacht und welches den Riemenantrieb für die Transportriemen 7 bis 10 enthält. In diesem Getriebegehäuse 19 ist die bereits erwähnte Halterung 4 für das gelagerte Ende 3 des Wickelmastes 2 vorgesehen.

In Transportrichtung rechts und links sind außen am Getriebegehäuse 19 jeweils angetriebene obere und untere Umlenkrollen 20 und 21 für die Transportriemen 7 bis 10 vorgesehen. Ihnen sind im Bereich des auskragenden Endes 5 des Wickelmastes 2 frei drehbare obere und untere Umlenkrollen 22 und 23 für die Transportriemen 7 bis 10 zugeordnet. Kurz vor Erreichen dieser Umlenkrollen 22 und 23 werden die Schlaufen 11 des Garnes 1 aufgelöst, abgezogen und in nicht dargestellter Weise einer Spulmaschine zugeführt. Die Umlenkrollen 22 und 23 sind mittels einer Spannvorrichtung 24 in ihrem Abstand zueinander einstellbar gehaltert.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß das erwähnte Polygon der Transportriemen 7 bis 10 kurz vor Erreichen der Klimakammer 12 durch Spannrollen oder dergleichen etwas verkleinert wird, damit dem in der Klimakammer 12 erfolgenden Schrumpfen des Garnes 1 Rechnung getragen wird. Aus diesem Grunde ist in 1 angedeutet, daß die Schlaufen 11 im Bereich 25 kurz vor dem Einlauf in die Klimakammer 12 von den unteren Transportriemen 9 und 10 vorübergehend frei herunterhängen und sich erst innerhalb der Klimakammer 12 nach einer Weile derart verkürzen, daß sie wieder an den Transportriemen 7 bis 10 rundherum anliegen.

Die noch zu beschreibende Abstützung 6 für den Wickelmast 2 ist in 1 nur angedeutet. Sie enthält am Wickelmast 2 gehalterte Stützrollen 26 und 27 sowie eine außerhalb der Schlaufen 11 die Stützrollen 26, 27 abstützende Stützwalze 28. Letztere ist über einen Zahnriemen 29 von einem Walzenantrieb 30 angetrieben. Wie bereits erwähnt, ist der im Getriebegehäuse 19 vorgesehene Riemenantrieb für die Transportriemen 7 bis 10 vom Walzenantrieb 30 unabhängig.

Die in 1 nur angedeutete, aber erfindungswesentliche Abstützung 6 wird nachfolgend anhand der 2 und 3 näher beschrieben:

Die Abstützung 6 enthält zwei am Wickelmast 2 angebrachte Stützrollen 26 und 27, welche sich innerhalb der Schlaufen 11 des wenigstens einen Garnes 1 befinden, sowie eine Stützwalze 28, die außerhalb der Schlaufen 11 angeordnet und vom Walzenantrieb 30 über den strichpunktiert dargestelllten Zahnriemen 29 angetrieben ist.

Der Abstützung 6 sind zwei halbschalenartige Halter 31 und 32 zugeordnet, die mittels Befestigungsschrauben 33 mit dem horizontalen rohrförmigen Wickelmast 2 verklemmt sind. Am unteren Halter 32 ist ein Lagerbock 34 angeschraubt, in welchem der mittlere Bereich 35 einer die Stützrollen 26 und 27 aufnehmenden Achse 36 befestigt ist. Die Stützrollen 26 und 27 sind somit jeweils fliegend zu beiden Seiten des Lagerbockes 34 frei drehbar angeordnet.

Die zwei dem Wickelmast 2 zugehörigen Stützrollen 26 und 27 stützen sich auf einer Stützwalze 28 ab, die vorzugsweise quer durch die Maschine hindurchläuft und einer Mehrzahl von Wickelmasten 2 zugeordnet ist. Die Stützwalze 28 enthält eine angetriebene Welle 37, auf welcher drehfest pro Wickelmast 2 vier Scheiben 38, 39, 40 und 41 befestigt sind.

Die Scheiben 38 und 39 sind der Stützrolle 26, die Scheiben 40 und 41 der Stützrolle 27 zugeordnet. Jede Scheibe 38 bis 41 besitzt eine Auflagefläche 42 für die ihr zugeordnete Stützrolle 26, 27. Die Breite der einzelnen Auflageflächen 42 beträgt ein Mehrfaches der Breite eines im Querschnitt runden Transportriemens 9 bzw. 10, damit beim Durchlaufen einer Schlaufe 11 durch die Klemmlinie zwischen den Stützrollen 26, 27 und der Stützwalze 28 die Flächenpressung auf das Garn 1 möglichst klein gehalten wird. Außerdem sind die Scheiben 38 bis 41 im Bereich ihrer Auflageflächen 42 mit Längsnuten 43 versehen, die verhindern sollen, daß das Garn 1 beim Durchlaufen der Klemmlinie zu sehr gequetscht wird. Die Längsnuten 43 sind dabei so angeordnet, daß sie bei den jeweils einer Stützrolle 26, 27 zugeordneten Scheiben 38, 39 bzw. 40, 41 um eine halbe Nutenbreite in Umfangsrichtung gegeneinander versetzt sind, wie dies in 2 mit einer punktierten Linie 44 angedeutet ist. Dadurch wird gewährleistet, daß sich an einer Stützrolle 26 oder 27 niemals zwei Längsnuten 43 benachbarter Scheiben 38, 39 oder 40, 41 zu gleicher Zeit an der Klemmlinie befinden.

Die Stützrollen 26 und 27 sind auf ihren Laufflächen jeweils mit einem elastischen Belag 45 versehen. Damit wird zum einen gewährleistet, daß die Stützrollen 26 und 27 von den angetriebenen Scheiben 38 bis 41 durch Friktion mit gleichen Umfangsgeschwindigkeiten mitgenommen werden, und zum anderen das Garn 1 schonender behandelt, weil der elastische Belag 45 an der Klemmlinie etwas nachgeben kann und dadurch die Schlaufen 11 des Garnes 1 nicht allzusehr quetscht.

Da die Transportriemen 7 bis 10 mit einem eigenen, im Getriebegehäuse 19 untergebrachten Riemenantrieb versehen sind, können die Umfangsgeschwindigkeiten an den Stützrollen 26, 27 und der Stützwalze 28 derart auf die Riemengeschwindigkeit abgestimmt werden, daß im Bereich der Klemmlinie keine Differenzgeschwindigkeit zu den transportierten Schlaufen 11 besteht. Dank des separaten Antriebes der Transportriemen 7 bis 10 braucht auch für die Abstützung 6 kein zu hoher Auflagedruck erzeugt werden, so daß sich die Abstützung 6 auf das Abstützen des anteiligen Gewichtes des Wickelmastes 2 beschränken kann. Für den Walzenantrieb 30 ist vorzugsweise ein stufenlos regelbares Getriebe 46 vorgesehen, dessen Antriebsrad 47 über ein Handrad 48 in der Drehzahl stufenlos einstellbar ist.

Gemäß 3 ist jeder Stützrolle 26, 27 noch eine frei drehbar gelagerte Führungsrolle 49 bzw. 50 zugeordnet, die vom zugehörigen Transportriemen 10 bzw. 9 angetrieben ist. Diese Führungsrollen 49, 50 sind jeweils über einen abgewinkelten Halter 51, 52 am unteren Halter 32 des Wickelmastes 2 angeschraubt. Die Halter 51 und 52 sind entsprechend den Richtungen des jeweiligen Doppelpfeiles verstellbar, so daß der Abstand der Führungsrollen 49, 50 zur Stützwalze 28 einstellbar ist. Vorzugsweise ist die Anordnung so getroffen, daß die zugehörigen Transportriemen 9 und 10 gegenüber der Stützwalze 28 noch etwas Luft aufweisen.

Die zwei bezüglich des Wickelmastes 2 äußeren Scheiben 38 und 41 der Stützwalze 28 sind mit zylindrischen Leitflächen 53 jeweils nach außen verlängert, deren Durchmesser dem unteren Durchmesser der Längsnuten 43 der Scheiben 38 bis 41 entspricht. Im Bereich der Führungsrollen 49 und 50 weisen diese Leitflächen 53 leicht nach außen angeschrägte Führungsflächen 54 auf, die im kritischen Bereich die Schlaufen 11 besser führen sollen. An den Führungsrollen 49, 50 selbst wird das Führen der Schlaufen 11 noch durch außen angeordnete stationäre Garnleitelemente 55 und 56 unterstützt.

Die in 3 noch erkennbaren oberen Umlenkrollen 22 liegen, wie aus 1 hervorgeht, außerhalb der Ebene der Abstützung 6, so daß sie im Abstützbereich das Umschlingen der oberen Transportriemen 7 und 8 nicht behindern. Die Führung der Schlaufen 11 wird zusätzlich vorteilhaft noch dadurch erleichtert, daß die Transportriemen 7 bis 10 im Querschnitt trapezförmig angeordnet sind, wobei sich die längere Seite im Bereich der Führungsrollen 49 und 50 befindet. Letztere sind zur besseren Führung der Schlaufen 11 entsprechend diesem Trapez leicht schräg angeordnet.

Die nachfolgend in 4 beschriebene Variante einer Abstützung 6 des Wickelmastes 2 ist in konstruktiver Hinsicht vereinfacht, sie sollte allerdings auf weniger empfindliche Garne 1 beschränkt werden. Soweit die Bauteile mit der Ausführung nach 2 und 3 übereinstimmen, wurden bei 4 gleiche Bezugszeichen verwendet. Auf eine Wiederholung der Beschreibung wird daher insoweit verzichtet.

Die Variante nach 4 unterscheidet sich von der bisher beschriebenen Ausführungsform im wesentlichen dadurch, daß hier für die Transportriemen 9 und 10 Führungsrollen 57 und 58 vorgesehen sind, welche die Funktion der Stützrollen mit übernehmen und somit zugleich die Stützrollen sind. Diese vereinfachte Konstruktion kann insbesondere dann vorgesehen werden, wenn der Wickelmast 2 im Prinzip vielleicht noch ohne jegliche Abstützung 6 auskäme, aber vorsichtshalber mit einer solchen versehen ist. Die Führungsrollen bzw. Stützrollen 57 und 58 liegen somit hier nur mit sehr leichtem Andruck auf einer Stützwalze 59 auf, die wiederum von einem Walzenantrieb 30 vorzugsweise stufenlos regelbar angetrieben ist und die im vorliegenden Falle mit einer Lauffläche 60 konstanten Durchmessers versehen ist. Auf dieser Lauffläche 60 liegen die Führungsrollen bzw. die Stützrollen 57, 58 nicht direkt, sondern unter Zwischenschaltung der Transportriemen 9 und 10 auf. Von diesen werden die einzelnen Schlaufen 11 gegen die Lauffläche 60 kurzzeitig geklemmt. Dank der Nachgiebigkeit der Transportriemen 9 und 10 ist, insbesondere bei leichtem Auflagedruck, eine solche Klemmung zulässig. Die Führungsrollen bzw. Stützrollen 57 und 58 sind von den zugehörigen Transportriemen 9 und 10 angetrieben, an deren Geschwindigkeit die Umfangsgeschwindigkeit der Stützwalze 59 angepaßt ist. Auch bei der Ausführung nach 4 besteht somit keinerlei Differenzgeschwindigkeit zwischen den Schlaufen 11 und der Lauffläche 60.

Die Ausführung nach 5 unterscheidet sich von der Ausgestaltung nach 4 im wesentlichen nur dadurch, daß nicht der gesamte Auflagedruck von den Transportriemen 9 und 10 aufzunehmen ist. Die Stützrollen 61, 62 sind hier mit den Führungsrollen 64, 66 einstückig und koaxial dazu und weisen besondere, sich auf der Stützwalze 69 abstützende Auflageflächen 63, 65 auf, die leicht konisch und gegebenenfalls zusätzlich leicht ballig ausgeführt sind. Die Stützrollen 61, 62 sind mittels Haltern 67 und 68 am Wickelmast 2 befestigt.

Die Stützwalze 69 enthält eine angetriebene Welle 37, auf der mitrotierend zwei Laufscheiben 70 und 71 befestigt sind, die die eigentlichen Abstützflächen für die Auflageflächen 63, 65 der Stützrollen 61 und 62 bilden.

Die übrigen Bauteile, soweit sie hier nicht beschrieben sind, entsprechen den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Transportieren von Garn (1) mit einem Wickelmast (2), der mit mehreren, um ihn herum im Querschnitt polygonal angeordneten, umlaufenden Transportriemen (7, 8, 9, 10) bestückt ist, um die mittels eines Wickelflügels (13) wenigstens ein Garn (1) in kontrollierten Schlaufen herumgewickelt ist, wobei der Wickelmast (2) an seinem dem Wickelflügel (13) zugewandten Ende in einer Halterung (4) gelagert und im Bereich seines anderen Endes mit Stützrollen (26, 27; 61, 62) versehen ist, die sich auf einer außerhalb der Schlaufen befindlichen, an einen Walzenantrieb (30) angeschlossenen Stützwalze (28; 59; 69) abstützen und wobei die Umfangsgeschwindigkeiten der Stützrollen (26, 27; 61, 62) an die Umfangsgeschwindigkeit der Stützwalze (28; 59; 69) angepasst sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportriemen (7, 8, 9, 10) von einem eigenen Riemenantrieb (18) angetrieben sind, an dessen Riemengeschwindigkeit die Umfangsgeschwindigkeiten der Stützwalze (28; 59; 69) und der Stützrollen (26, 27; 61, 62) angepasst sind.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzenantrieb (30) ein stufenlos regelbares Getriebe (46) enthält.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß den Stützrollen (26, 27; 61, 62) Führungsrollen (49, 50; 57, 58; 64, 65) für die Transportriemen (7, 8, 9, 10) zugeordnet sind.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsrollen (57, 58) zugleich die Stützrollen sind.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsrollen (49, 50) unabhängig von den Stützrollen (26, 27) frei drehbar gelagert sind.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsrollen (64, 65) Bestandteil der Stützrollen (61, 62) sind.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützrollen (61, 62) konische Auflageflächen (63, 65) aufweisen.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsrollen (49, 50) relativ zur Stützwalze (28) einstellbar sind.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützwalze (28) und/oder die Stützrollen (26, 27) mit einem elastischen Belag (45) versehen sind.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützrollen (26, 27) eine Auflagebreite haben, die einem Mehrfachen der Breite der Transportriemen (7, 8, 9, 10) entspricht.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Stützrollen (26, 27) vorgesehen sind, denen eine gemeinsame Achse (36) zugeordnet ist.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützwalze (28; 69) im Bereich der Stützrollen (26, 27; 61, 62) einen vergrößerten Durchmesser aufweist.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützwalze (28) für jede Stützrolle (26, 27) zwei Auflageflächen (42) aufweist.
  14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützwalze (28) mit Längsnuten (43) versehen ist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsnuten (43) der zwei Auflageflächen (42) in Umfangsrichtung um etwa eine halbe Nutbreite gegeneinander versetzt sind.
  16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß den Stützrollen (57, 58) und/oder den Führungsrollen (49, 50; 64, 65) Garnleitelemente (55, 56) zugeordnet sind.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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