Hintergrund der Erfindung
Die Herstellung von verflüssigtem Erdgas (liquefied natural gas =
LNG) wird durch Kühlen und Kondensieren eines Beschickungsgasstroms gegen mehrere
Kältemittelströme, die durch umlaufende Kälteerzeugungssysteme bereitgestellt werden;
erreicht. Das Kühlen der Erdgasbeschickung erfolgt durch verschiedene Kühlzyklen
wie den bekannten Kaskadenzyklus, in dem die Kälte durch drei unterschiedliche Kälteerzeugungskreise
erzeugt wird. Ein solcher Kaskadenzyklus verwendet Methan-, Ethylen- und Propanzyklen
nacheinander, um auf drei unterschiedlichen Temperaturniveaus Kälte zu erzeugen.
Ein anderer bekannter Kälteerzeugungszyklus verwendet einen mit Propan vorgekühlten
Zyklus mit gemischten Kältemitteln, in dem ein Multikomponentengemisch aus Kältemitteln
Kälte über einen ausgewählten Temperaturbereich erzeugt. Das gemischte Kältemittel
kann Kohlenwasserstoffe wie Methan, Ethan, Propan und andere leichte Kohlenwasserstoffe
sowie auch Stickstoff enthalten. Versionen dieses effizienten Kälteerzeugungssystems
werden in vielen LNG-Anlagen auf der ganzen Welt verwendet.
Bei einem anderen Kältezeugungsverfahren zur Verflüssigung von Erdgas
wird ein Stickstoffexpanderzyklus verwendet; bei dem Stickstoffgas zuerst komprimiert,
mit Luft- oder Wasserkühlung auf Umgebungswerte gekühlt und dann durch gegenläufigen
Austausch mit kaltem Stickstoffgas mit niedrigem Druck weiter gekühlt wird. Der
gekühlte Stickstoffstrome wird dann durch einen Turboexpander kalt entspannnt, um
einen kalten Strom von geringem Druck herzustellen. Das kalte Stickstoffgas wird
dazu verwendet, die Erdgasbeschickung und den Stickstoffstrom mit hohem Druck zu
kühlen. Die durch die Stickstoffexpansion erzeugte Energie kann dazu verwendet werden,
eine Stickstoffexpansionsmaschine mit Kompressor, der mit ihrem Schaft verbunden
ist, anzutreiben. In diesem Verfahren wird der kalt entspannte Stickstoff dazu verwendet,
das Erdgas zu verflüssigen sowie das komprimierte Stickstoffgas im gleichen Wärmetauscher
zu kühlen. Der gekühlte unter Druck gesetzte Stickstoff wird im Kaltexpansionsschritt
weiter gekühlt, um das kalte Stickstoffkältemittel zur Verfügung zu stellen.
Kälteerzeugungssysteme, bei denen man die Expansion stickstoffhaltiger
Kältemittelgasströme nutzt, wurden in der Vergangenheit für kleine LNG-Anlagen benutzt,
die typischerweise zum Peakshaving eingesetzt werden. Solche Systeme sind in Veröffentlichungen
von K. Müller et al. mit dem Titel "Natural Gas Liquefaction by an Expansion Turbine
Mixture Cycle" in Chemical Economy & Engineering Review, Band 8, Nr. 10 (Nr. 99),
Oktober 1976, und "The Liquefaction of Natural Gas in the Refrigeration Cycle with
Expansion Turbine" in Erdöl und Kohle – Erdgas – Petrochemie Brennst-Chem,
Band 27, Nr. 7, S. 379 bis 380 (Juli 1974) beschrieben. Ein weiteres solches System
ist in einem Artikel mit dem Titel "SDG&E: Experience Pays Off for Peak Shaving
Pioneer" in Cryogenics & Industrial Gases, September/Oktober 1971, S. 25 bis 28
beschrieben.
US-A-3,511,058 beschreibt ein LNG-Produktionssystem unter Verwendung
einer Stickstoffkälteerzeugungsmaschine mit geschlossenem Kreislauf und einem Gasexpander
oder einem Umkehrzyklus vom Brayton-Typ. Bei diesem Verfahren wird flüssiger Stickstoff
durch einen Stickstoffkälteerzeugungskreislauf unter Einsatz von zwei Turboexpandern
erzeugt. Der hergestellte flüssige Stickstoff wird durch einen dichten Fluidexpander
zusätzlich gekühlt. Zum Schluss wird das Erdgas dadurch gekühlt, dass man den aus
dem Stickstoffverflüssiger erzeugten flüssigen Stickstoff siedet. Die erste Kühlung
des Erdgases wird durch einen Teil des kalten gasförmigen Stickstoffs bereitgestellt,
der aus dem wärmeren der beiden Expander abgelassen wird, um die Kühlkurven am warmen
Ende des Wärmetauschers besser aneinander anzupassen. Dieses Verfahren ist auf Erdgasströme
bei subkritischen Drücken anwendbar, da das Gas in einem frei ablaufenden Kondensator,
der an eine Phasentrenntrommel angeschlossen ist, verflüssigt wird.
US-A-5,768,912 (entspricht der Internationalen Patentschrift WO 95/27179)
offenbart ein Verfahren zur Verflüssigung von Erdgas, das Stickstoff in einem geschlossenen
Kälteerzeugungskreislauf vom Brayton-Typ verwendet. Die Beschickung und der unter
Hochdruck stehende Stickstoff können mit einem kleinen herkömmlichen Kälteerzeugungspaket,
das Propan-, Freon- oder Ammoniakabsorptionszyklen verwendet, vorgekühlt werden.
Dieses Kälteerzeugungssystem mit Vorkühlung verwendet etwa 4 % der gesamten durch
das Stickstöffkälteerzeugungssystem verbrauchten Energie. Das Erdgas wird dann verflüssigt
und auf –149°C unterkühlt. Dazu verwendet man einen Brayton- oder Turboexpanderumkehrkreislauf
der zwei oder drei bezüglich des abkühlenden Erdgases in Reihe angeordnete Expander
aufweist.
Ein gemischtes Kältemittelsystem für die Verflüssigung von Erdgas
ist in der Internationalen Patentschrift WO 96/11370 beschrieben, in dem das gemischte
Kältemittel komprimiert, durch eine externe Kühlflüssigkeit teilweise kondensiert
und in Flüssig- und Dampfphasen getrennt wird. Der resultierende Dampf wird kalt
expandiert, um am kalten Ende des Verfahrens Kälte zu erzeugen, und die Flüssigkeit
wird unterkühlt und verdampft, um für zusätzliche Kälteerzeugung zu sorgen.
Die Internationale Patentschrift WO 97/13109 offenbart
ein Verfahren zur Verflüssigung von Erdgas, das Stickstoff in einem geschlossenen
Kälteerzeugungsumkehrkreislauf vom Brayton-Typ, erzeugt. Das Erdgas wird bei superkritischem
Druck gegen das Stickstoffkältemittel gekühlt, isentropisch expandiert und in einer
Fraktioniersäule abgetrieben, um leichte Komponenten zu entfernen.
Das deutsche Patent DE 24 40 215
offenbart ein Verfahren zur Verflüssigung von Stickstoffgas. Dieses verwendet ein
erstes Kälteerzeugungssystem, umfassend einen umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf
und ein zweites Kälteerzeugungssystem, das die Kälte durch Kaltexpandieren eines
unter Druck gesetzten gasförmigen Stroms erzeugt. Das erste Kälteerzeugungssystem
verwendet ein Kältemittel, das komprimiert, gekühlt und in eine erste Dampfkomponente
und eine zweite Dampfkomponente getrennt wird, welche beide beim gleichen Druck
expandiert werden, um Kälte in einem ersten Temperaturbereich zu erzeugen.
Die Verflüssigung von Erdgas erfordert hohen Energieaufwand. Es besteht
große Nachfrage nach einer verbesserten Effizienz von Gasverflüssigungsverfahren.
Das ist auch das Hauptziel neuer Kreisläufe, die in der Technik der Gasverflüssigung
entwickelt werden. Wie nachstehend beschrieben und in den beiliegenden Ansprüchen
definiert, ist es Ziel der vorliegenden Erfindung, die Verflüssigungseffizienz dadurch
zu verbessern, dass zwei integrierte Kälteerzeugungssysteme zur Verfügung gestellt
werden. Eines davon verwendet einen oder mehrere verdampfende Kältemittelkreisläufe,
um Kälte bis zu etwa –100°C zu erzeugen. Ein Gasexpansionskreislauf wird
dazu eingesetzt, Kälte unter etwa –100°C zu erzeugen. Es werden verschiedene
Ausführungsformen für die Anwendung dieses verbesserten Kälteerzeugungssystems beschrieben,
die die Verflüssigungseffizienz noch zusätzlich verbessern.
Kurze Zusammenfassung der Erfindung
Bei der Erfindung geht es um ein Verfahren zur Verflüssigung eines
Beschickungsgases. Dieses Verfahren umfasst die Erzeugung mindestens eines Teils
der gesamten zum Kühlen und Kondensieren des Beschickungsgases erforderlichen Kälte
durch Einsatz eines ersten Kälteerzeugungssystems, das mindestens einen umlaufenden
Kälteerzeugungskreislauf umfasst, wobei das erste Kälteerzeugungssystem zwei oder
mehrere Kälteerzeugungskomponenten verwendet und die Kälte in einem ersten Temperaturbereich
erzeugt; und eines zweiten Kälteerzeugungssystems, das die Kälte in einem zweiten
Temperaturbereich durch Kaltexpandieren eines unter Druck gesetzten gasförmigen
Kälteerzeugungsstroms erzeugt, wie in den Ansprüchen definiert.
Die niedrigste Temperatur im zweiten Temperaturbereich liegt vorzugsweise
unter der niedrigsten Temperatur im ersten Temperaturbereich. Typischerweise werden
mindestens 5 % der gesamten Kälteerzeugungsenergie, die erforderlich ist, um das
Beschickungsgas zu verflüssigen, im ersten Kälteerzeugungssystem verbraucht. Unter
vielen Betriebsbedingungen können mindestens 10 % der gesamten zur Verflüssigung
des Gases erforderlichen Kälteerzeugungsenergie im ersten umlaufenden Kälteerzeugungssystem
verbraucht werden. Vorzugsweise ist das Beschickungsgas Erdgas.
Das Kältemittel im ersten umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf kann
zwei oder mehrere Komponenten umfassen, die aus der aus Stickstoff, Kohlenwasserstoffen
mit einem oder mehreren Kohlenstoffatomen und Halogenkohlenwasserstoffen mit einem
oder mehreren Kohlenstoffatomen bestehenden Gruppe ausgewählt werden. Das Prozesskältemittel
im zweiten umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf kann Stickstoff umfassen.
Mindestens ein Teil des ersten Temperaturbereichs liegt zwischen etwa
–40°C und etwa –100°C, und bevorzugt liegt mindestens ein Teil
des ersten Temperaturbereichs zwischen etwa –60°C und etwa –100°C.
Mindestens ein Teil des zweiten Temperaturbereichs liegt unter etwa –100°C.
Das erste Kälteerzeugungssystem wird betrieben durch:
- (1) Verdichten eines ersten gasförmigen Kältemittels;
- (2) Kühlen, teilweises Kondensieren und Trennen des resultierenden komprimierten
Kältemittels, um eine dampfförmige Kältemittelfraktion und eine flüssige Kältemittelfraktion
herzustellen;
- (3) zusätzliches Abkühlen und Verringern des Drucks der flüssigen Kältemittelfraktion
und Verdampfender resultierenden flüssigen Kältemittelfraktion, um im ersten Temperaturbereich
Kälte zu erzeugen und ein erstes verdampftes Kältemittel herzustellen;
- (4) Abkühlen und Kondensieren der dampfförmigen Kältemittelfraktion, Verringern
des Drucks mindestens eines Teils der resultierenden Flüssigkeit und Verdampfen
der resultierenden flüssigen Kältemittelfraktion, um zusätzliche Kälte im ersten
Temperaturbereich zu erzeugen und ein zweites verdampftes Kältemittel herzustellen,
und
- (5) Kombinieren des ersten und des zweiten verdampften Kältemittels, um das
erste gasförmige Kältemittel von (1) zur Verfügung zu stellen.
Die Verdampfung der resultierende Flüssigkeit in (4) kann bei einem
geringeren Druck als die Verdampfung der resultierenden flüssigen Kältemittelfraktion
in (3) erfolgen, wobei das zweite verdampfte Kältemittel vor der Zusammenführung
mit dem ersten verdampften Kältemittel komprimiert würde. Die Energie
aus dem Kaltexpandieren des gekühlten gasförmigen Kältemittels in (3) kann einen
Teil der Energie zur Verfügung stellen, die zum Verdichten des zweiten gasförmigen
Kältemittels in (1) erforderlich ist.
Das Beschickungsgas kann Erdgas sein. In diesem Fall kann der resultierende
verflüssigte Erdgasgasstrom zu einem geringeren Druck expandiert werden, um einen
ersten Entspannungsdampf und ein endgültiges flüssiges Produkt zu ergeben. Der leichte
Entspannungsdampf kann dazu verwendet werden, im zweiten Kälteerzeugungskreislauf
das zweite gasförmige Kältemittel zur Verfügung zu stellen.
Kurze Beschreibung verschiedener Ansichten der
Zeichnungen
1 ist ein schematisches Fließdiagramm
eines beispielhaften Verfahrens.
2 ist ein schematisches Fließdiagramm
einer anderen Ausführungsform der Erfindung. Sie verwendet einen zusätzlichen flüssigen
gemischten Kältemittelstrom im Dampfrekompressions-Kälteerzeugungkreislauf.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
In den meisten Anlagen zur Herstellung von LNG wird heutzutage Kälte
verwendet, die durch Komprimieren eines Gases auf hohen Druck, Verflüssigen des
Gases gegen eine Kühlquelle, Expandieren der resultierenden Flüssigkeit auf einen
geringen Druck und Verdampfen der resultierenden Flüssigkeit, um die Kälte zu erzeugen,
erzeugt wird. Das verdampfte Kältemittel wird erneut komprimiert und wieder im umlaufenden
Kälteerzeugungskreislauf verwendet. In dieser Art von Kälteerzeugungsverfahren kann
man ein gemischtes Multikomponenten-Kältemittel oder einen Einkomponenten-Kälteerzeugungskreislauf
in Kaskadenform zum Kühlen verwenden. Es wird hier generisch als verdampfender Kälteerzeugungskreislauf
oder als Dampfrekompressionskreislauf definiert. Diese Art Kreislauf ist sehr effizient
darin, Kühlung bei Temperaturen nahe der Umgebungstemperatur zur Verfügung zu stellen.
In diesem Fall stehen kälteerzeugende Fluids zur Verfügung, die bei einem Druck
weit unterhalb des kritischen Drucks des Kältemittels kondensieren, während sie
Wärme an ein Wärmeabführungselement bei Umgebungstemperatur abweisen, und auch bei
einem Druck oberhalb des atmosphärischen Wertes sieden, während sie Wärme aus der
Kälteerzeugungsbeladung absorbieren.
Da die erforderliche Kälteerzeugungstemperatur in einem Einkomponenten-Kälteerzeugungssystem
durch Dampfkompression sinkt, ist ein spezielles Kältemittel, das oberhalb atmosphärischen
Drucks bei einer ausreichend niedrigen Temperatur, um die erforderliche Kälte zu
erzeugen, siedet, zu flüchtig, um gegen ein Wärmeabführungselement bei Umgebungstemperatur
zu kondensieren, weil die kritische Temperatur des Kältemittels unter der Umgebungstemperatur
liegt. In dieser Situation kann man Kaskadenkreisläufe verwenden. Beispielsweise
kann man eine Zwei-Fluid-Kaskade verwenden, in der ein schwereres Fluid die wärmere
Kälteerzeugung zur Verfügung stellt, während ein leichteres Fluid für die kältere
Kälteerzeugung sorgt. Anstatt Wärme bis zur Umgebungstemperatur abzuweisen, weist
das leichte Fluid jedoch die Wärme an das siedende schwerere Fluid ab, während es
selbst kondensiert. Indem man mehrere Fluids auf diese Weise in einer Kaskade einsetzt,
kann man sehr niedrige Temperaturen erreichen.
Ein Multikomponenten-Kälteerzeugungskreislauf (MCR-Kreislauf) kann
als ein Typ Kaskadenkreislauf gelten, in dem die schwersten Komponenten des Kältemittelgemischs
gegen die Wärmeableitungsvorrichtung bei Umgebungstemperatur kondensieren und bei
geringem Druck sieden, während sie die nächstleichtere Komponente kondensieren,
die selbst siedet, um eine noch leichtere Komponente zu kondensieren, und so weiter,
bis die erwünschte Temperatur erreicht ist. Der Hauptvorteil eines Multikomponentensystems
gegenüber einem Kaskadensystem besteht darin, dass die Kompressions- und Wärmetauscheranlagen
stark vereinfacht sind. Das Multikomponentensystem erfordert einen einzigen Kompressor
und Wärmetauscher, während beim Kaskadensystem mehrere Kompressoren und Wärmetauscher
erforderlich sind.
Beide diese Kreisläufe büßen an Effizienz ein, wenn die Temperatur
der Kälteerzeugungsbeladung abnimmt, weil mehrere Fluids über die Kaskade geführt
werden müssen. Um die für die LNG-Erzeugung erforderlichen Temperaturen (typischerweise
–220°F bis –270°F) zur Verfügung zu stellen, werden mehrere
Schritte eingesetzt, an denen mehrere Komponenten beteiligt sind. In jedem Schritt
treten thermodynamische Verluste auf, die mit der Wärmeübertragung durch Sieden/Kondensieren
über eine endliche Temperaturdifferenz zusammenhängen, und mit jedem zusätzlichen
Schritt werden diese Verluste größer.
Ein weiterer, industriell wichtiger Kälteerzeugungskreislauf ist der
Gasexpanderkreislauf. Bei diesem Kreislauf wird das Arbeitsfluid komprimiert, auf
vernünftige Weise (ohne Phasenveränderung) gekühlt, als Dampf in einer Turbine kalt
entspannt und erwärmt, während die Kälteerzeugungsbeladung gekühlt wird. Dieser
Kreislauf wird auch als Gasexpanderkreislauf definiert. Man kann mit diesem Typ
Kreislauf, in dem eine einzige umlaufende Kühlschlange verwendet
wird, relativ effizient sehr niedrige Temperaturen erreichen. Bei dieser Art Kreislauf
durchläuft das Arbeitsfluid typischerweise keine Phasenveränderung. Daher wird Wärme
absorbiert, wenn das Fluid auf vernünftige Weise erwärmt wird. In einigen Fällen
kann das Arbeitsfluid während der Kaltexpansion jedoch einen geringen Grad der Phasenveränderung
durchlaufen.
Der Gasexpanderkreislauf stellt effiziente Kälteerzeugung bei Fluids
zur Verfügung, die auch über einen Temperaturbereich kühlen, und ist besonders brauchbar
bei der Erzeugung von Kälte auf sehr niedrige Temperaturen, wie z.B. bei der Erzeugung
von flüssigem Stickstoff und Wasserstoff erforderlich ist.
Ein Nachteil des Gaspexander-Kälteerzeugungskreislaufs liegt jedoch
darin, dass er relativ ineffizient dabei ist, "warme" Kälte zu erzeugen. Der Nettoaufwand,
der für eine Gasexpanderkreislauf-Kälteerzeugungsvorrichtung erforderlich ist, entspricht
der Differenz zwischen der Kompressorarbeit und der Expanderarbeit, während der
Aufwand bei einem Kaskaden- oder Einkomponenten-Kälteerzeugungskreislauf einfach
die Kompressorarbeit ist. Im Gasexpanderkreislauf kann der Expansionsaufwand leicht
50 % oder mehr der Kompressorarbeit betragen, wenn man "warme" Kälte erzeugt. Das
Problem bei der Erzeugung "warmer" Kälte durch einen Gasexpanderkreislauf besteht
darin, dass jede Ineffizienz im Kompressorsystem vervielfacht wird.
Die Aufgabe der Erfindung liegt darin, die Vorteile des Gasexpanderkreislaufs
bei der Erzeugung "kalter" Kälte besser zu nutzen, sich dabei aber auch der Vorteile
von reinen oder Multikomponenten-Kälteerzeugungkreisläufen mit Dampfrekompression
bei der Erzeugung "warmer" Kälte bedienen, und diese Kombination von Kälteerzeugungskreisläufen
auf die Gasverflüssigung anzuwenden. Dieser kombinierte Kälteerzeugungskreislauf
eignet sich besonders gut für die Verflüssigung von Erdgas.
Erfindungsgemäß werden Dampfrekompressions-Kälteerzeugungssysteme
mit gemischten Komponenten, reinen Komponenten und/oder in Form einer Kaskade dazu
verwendet, einen Teil der für die Gasverflüssigung erforderlichen Kälte bei Temperaturen
unter etwa –40°C und bis hinab zu –100°C zu erzeugen. Die restliche
Kälte im kältesten Temperaturbereich unter etwa –100°C wird durch Kaltexpandieren
eines kälteerzeugenden Gases erzeugt. Der umlaufende Kreislauf des zum Kaltexpandieren
verwendeten kälteerzeugenden Gasstroms ist physikalisch unabhängig von dem oder
den Kreisläufen der reinen oder Mischkomponenten-Dampfrekompressionszyklen, aber
thermisch in diese integriert. Mehr als 5 % und üblicherweise mehr als 10 % der
gesamten Kälteerzeugungsenergie, die für die Verflüssigung des Beschickungsgases
erforderlich ist, kann durch den oder die reinen oder Mischkomponenten-Dampfrekompressionszyklen
verbraucht werden. Die Erfindung kann in die Bauweise einer neuen Verflüssigungsanlage
integriert oder bei der Nachrüstung oder Erweiterung einer existierenden Anlage
eingesetzt werden, indem man den Gasexpander-Kühl-Kreislauf in das bestehende Kälteerzeugungssystem
einbaut.
Das oder die reinen oder Mischkomponenten-Dampfrekompressionsfluids
umfassen im Allgemeinen eine oder mehrere Komponenten, die aus Stickstoff, Kohlenwasserstoffen
mit einem oder mehreren Kohlenstoffatomen und Halogenkohlenwasserstoffen mit einem
oder mehreren Kohlenstoffatomen ausgewählt sind. Typische Kältemittel aus Kohlenwasserstoff
umfassen Methan, Ethan, Propan, i-Butan, Butan und i-Pentan. Beispielhafte Kältemittel
aus Halogenkohlenwasserstoff umfassen R22, R23, R32, R134a und R410a. Der Gasstrom,
der im Gasexpanderzyklus kalt expandiert werden soll, kann eine reine Komponente
oder ein Gemisch aus Komponenten sein; Beispiele umfassen einen reinen Stickstoffstrom
oder ein Gemisch aus Stickstoff mit anderen Gasen wie Methan.
Das Verfahren, mit dem unter Verwendung eines Mischkomponentenkreislaufs
Kälte erzeugt werden soll, umfasst das Verdichten eines Mischkomponentenstroms und
das Kühlen des komprimierten Stroms unter Verwendung eines externen Kühlfluids wie
Luft, Kühlwasser oder eines anderen Prozessstroms. Ein Teil des komprimierten gemischten
Kältemittelstroms wird nach externer Kühlung verflüssigt. Mindestens ein Teil des
komprimierten und gekühlten gemischten Kältemittelstroms wird in einem Wärmetauscher
zusätzlich gekühlt und sein Druck verringert. Dann wird er durch Wärmeaustausch
mit dem Gasstrom, der verflüssigt wird, verdampft. Der verdampfte und erwärmte gemischte
Kühlmittelstrom wird dann zurückgeleitet und wie vorstehend beschrieben komprimiert.
Das Verfahren zur Kälteerzeugung unter Verwendung eines Kreislaufs
mit reinen Komponenten besteht aus dem Verdichten eines Stroms aus reinen Komponenten
und dessen Abkühlen unter Verwendung eines externen Kühlfluids wie Luft, Kühlwasser
oder eines anderen Stroms aus reinen Komponenten. Ein Teil des Kältemittelstroms
wird nach externer Kühlung verflüssigt. Bei mindestens einem Teil des verdichteten
und verflüssigten Kältemittels wird dann der Druck reduziert. Anschließend wird
er durch Wärmeaustausch mit dem Gasstrom, der verflüssigt wird, oder einem anderen
Kältemittelstrom, der gekühlt wird, verdampft. Der resultierende verdampfte Kältemittelstrom
wird dann verdichtet und wie vorstehend beschrieben wieder in den Kreislauf eingeleitet.
Erfindungsgemäß erzeugen der bzw. die Dampfrekompressionskreisläufe
mit reinen oder gemischten Komponenten vorzugsweise eine Kälte bis zu Temperaturniveaus
unter etwa –40°C, vorzugsweise unter etwa –60°C und bis zu etwa
–100°C, erzeugen aber nicht die gesamte zur Verflüssigung des Beschickungsgases
erforderliche Kälte. Diese Kreisläufe können typischerweise mehr als 5 % und üblicherweise
mehr als 10 % der gesamten für die Verflüssigung des Beschickungsgases erforderlichen
Kälteerzeugungsenergie verbrauchen. Bei der Verflüssigung von Erdgas kann der bzw.
können die reinen oder Multikomponenten-Dampfrekompressionskreisläufe typischerweise
mehr als 30 % des gesamten zur Verflüssigung des Beschickungsgases erforderliche
Energieaufwandes verbrauchen. Bei dieser Anwendung wird das bevorzugte Erdgas durch
den oder die reinen oder Mischkomponenten-Dampfrekompressionskreisläufe auf Temperaturen
weit unter –40°C und vorzugsweise unter –60°C gekühlt.
Das Verfahren zur Erzeugung von Kälte im Gasexpanderkreislauf umfasst
das Komprimieren des Gasstroms, das Kühlen des komprimierten Gasstroms unter Verwendung
eines externen Kühlfluids, das zusätzliche Kühlen mindestens eines Teils des gekühlten
komprimierten Gasstroms, das Expandieren mindestens eines Teils des zusätzlich gekühlten
Stroms in einem Expander, um Energie zu erzeugen, das Erwärmen des expandierten
Stroms durch Wärmeaustausch mit dem Strom, der verflüssigt werden soll, und das
Rückführen des erwärmten Gasstroms zur weiteren Kompression. Dieser Zyklus erzeugt
Kälte auf Temperaturniveaus, die unterhalb der Temperaturniveaus der Kälte liegen,
die durch den Dampfrekompressionszyklus mit reinen oder gemischten Kältemitteln
erzeugt wird.
In einem bevorzugten Modus stellt der bzw. stellen die reinen oder
Mischkomponenten-Dampfrekompressionskreisläufe einen Teil der Kühlung des komprimierten
Gasstroms vor seiner Expansion in einem Expander zur Verfügung. In einem alternativem
Modus kann der Gasstrom in mehr als einem Expander expandiert werden. Dazu kann
man alle bekannten Expanderanordnungen zur Verflüssigung eines Gasstroms verwenden.
Die Erfindung kann viele verschiedene Wärmetauschervorrichtungen in den Kälteerzeugungskreisläufen
verwenden, darunter Wärmetauscher vom Typ Platte-Lamellen, gewundene Spiralen sowie
Gehäuse-und-Röhren oder Kombinationen davon, je nach der speziellen Anwendung. Die
Erfindung ist unabhängig von der Anzahl und Anordnung der im beanspruchten Verfahren
verwendeten Wärmetauscher.
1 zeigt zur Veranschaulichung ein Verfahren,
das nicht beansprucht wird. Das Verfahren kann dazu eingesetzt werden, jeden beliebigen
Gasbeschickungsstrom zu verflüssigen. Bevorzugt wird es dazu verwendet, Erdgas wie
nachstehend beschrieben zu verflüssigen, um das Verfahren zu erläutern. Erdgas wird
zuerst gereinigt und dann im Vorbehandlungsabschnitt 172 getrocknet, um
saure Gase wie CO2 und H2S zusammen mit anderen Verunreinigungen
wie Quecksilber zu entfernen. Der vorbehandelte Gasstrom 100 tritt in den
Wärmetauscher 106 ein und wird auf eine typische Zwischentemperatur von
etwa –30°C gekühlt. Der gekühlte Strom 102 fließt dann in die
Gaswäschersäule 108. Die Kühlung im Wärmetauscher 106 erfolgt
durch Erwärmen des gemischten Kältemittelstroms 125 im Inneren
109 des Wärmetauschers 106. Das gemischte Kältemittel umfasst
typischerweise einen oder mehrere aus Methan, Ethan, Propan, i-Butan, Butan und
möglicherweise i-Pentan ausgewählte Kohlenwasserstoffe. Außerdem kann das Kältemittel
auch andere Komponenten wie Stickstoff enthalten. In der Gaswäschersäule
108 werden die schwereren Komponenten der Erdgasbeschickung, wie z.B. Pentan
und schwerere Komponenten, entfernt. Im vorliegenden Beispiel wird die Gaswäschersäule
mit nur einem Strippabschnitt gezeigt. In anderen Fällen kann ein Rektifizierabschnitt
mit einem Kondensator verwendet werden, um die schweren Verunreinigungen wie Benzol
bis zu sehr geringen Mengen zu entfernen. Wenn im fertigen LNG-Produkt sehr geringe
Mengen an schweren Komponenten erforderlich sind, kann an der Gaswäschersäule
110 jede beliebige Modifizierung vorgenommen werden. Beispielsweise kann
eine schwerere Komponente wie Butan als Waschflüssigkeit verwendet werden.
Das Bodenprodukt 110 aus der Gaswäschersäule tritt dann in
den Fraktionierabschnitt 112 ein, wo die schweren Komponenten als Strom
114 zurückgewonnen werden. Das Propan und die leichteren Komponenten im
Strom 118 fließen durch den Wärmetauscher 106, wo der Strom auf
etwa –30°C gekühlt wird, und werden wieder mit dem Destillatprodukt aus
der Gaswäschersäule kombiniert, um den gereinigten Beschickungsstrom 120
zu bilden. Der Strom 120 wird dann im Wärmetauscher 122 weiter
auf eine typische Temperatur von etwa –100°C gekühlt, indem der gemischte
Kühlmittelstrom 124 erwärmt wird. Der resultierende gekühlte Strom
126 wird dann im Wärmetauscher 128 weiter auf eine Temperatur
von etwa –166°C gekühlt. Die Kälte zum Kühlen im Wärmetauscher
128 wird durch einen kalten Kältemittelfluidstrom 130 aus dem
Turboexpander 166 erzeugt. Dieses Fluid, vorzugsweise Stickstoff, besteht
überwiegend aus Dampf, der weniger als 20 % Flüssigkeit enthält, und hat typischerweise
einen Druck von etwa 11 bara (alle hier angegebenen Drücke sind absolut Drücke)
und eine typische Temperatur von etwa –168°C. Der weiter gekühlte Strom
132 kann über das Drosselventil 134 adiabatisch auf einen Druck
von etwa 1,05 bara entspannt werden. Alternativ könnte der Druck des weiter gekühlten
Stroms 132 über einen Kaltexpander verringert werden.
Das verflüssigte Gas fließt dann in eine Abscheidevorrichtung oder einen Lagertank
136, und das fertige LNG-Produkt wird als Strom 142 abgezogen.
In einigen Fällen entsteht abhängig von der Erdgaszusammensetzung und der Temperatur
am Ausgang des Wärmetauschers 128 eine signifikante Menge an leichtem Gas
als Strom 138 nach der Entspannung über das Ventil 134. Das Gas
kann in den Wärmetauschern 128 und 150 erwärmt und auf einen Druck
komprimiert werden, der für die Verwendung als Treibstoffgas in der LNG-Anlage ausreicht.
Die Kälte, die zum Kühlen des Erdgases von Umgebungstemperatur auf
eine Temperatur von etwa –100°C erforderlich ist, wird durch einen Multikomponenten-Kälteerzeugungskreislauf
der vorstehend beschriebenen Art erzeugt. Der Strom 146 ist das gemischte
Kältemittel mit hohem Druck, das bei Umgebungstemperatur und einem typischen Druck
von etwa 38 bara in den Wärmetauscher 106 eintritt. Das Kältemittel wird
in den Wärmetauschern 106 und 122 auf eine Temperatur von etwa
–100°C gekühlt und tritt als Strom 148 aus. Der Strom
148 wird in dieser Ausführungsform in zwei Teile geteilt. Bei einem kleinerer
Teil, typischerweise etwa 4 %, wird der Druck adiabatisch auf etwa 100 bara verringert.
Dann wird er als Strom 149 in den Wärmetauscher 150 eingeleitet,
um wie nachstehend beschrieben zusätzliche Kühlung zur Verfügung zu stellen. Auch
beim größeren Teil des Kältemittels, dem Strom 124, wird der Druck adiabatisch
auf einen typischen Wert von etwa 10 bara verringert. Dann wird er in das kalte
Ende des Wärmetauschers 106 eingeleitet. Das Kältemittel fließt nach unten
und verdampft im Inneren 109 des Wärmetauscher 106 und tritt mit
etwas weniger als Umgebungstemperatur als Strom 152 aus. Der Strom
152 wird dann wieder mit dem kleineren Strom 154 kombiniert, der
im Wärmetauscher 150 verdampft und auf nahezu Umgebungstemperatur erwärmt
wurde. Der kombinierte Strom 156 mit niedrigem Druck wird dann im zwischengekühlten
Mehrstufenkompressor 158 wieder auf den Enddruck von etwa 38 bara komprimiert.
Im Zwischenkühler des Kompressors kann sich Flüssigkeit bilden, und diese Flüssigkeit
wird abgetrennt und wieder mit dem Hauptstrom 160 kombiniert, der an der
Endstufe der Kompression austritt. Dann wird der kombinierte Strom wieder auf Umgebungstmperatur
gekühlt, um den Strom 146 zu ergeben.
Die letzte Kühlung des Erdgases von etwa –100°C auf etwa
–166°C erfolgt mit einem Gasexpanderkreislauf, in dem Stickstoff als Arbeitsfluid
verwendet wird. Ein unter Hochdruck stehender Stickstoffstrom 162 tritt
typischerweise bei Umgebungstemperatur und einem Druck von etwa 67 bara in den Wärmetauscher
150 ein und wird dann im Wärmetauscher 150 auf eine Temperatur
von etwa –100°C gekühlt. Der gekühlte Dampfstrom 164 wird im
Turboexpander 132 im Wesentlichen isentropisch kalt expandiert und tritt
typischerweise bei einem Druck von etwa 11 bara und einer Temperatur von etwa –168°C
wieder aus. Idealerweise liegt der Druck am Ausgang auf dem oder etwas unter dem
Taupunktdruck des Stickstoffs bei einer Temperatur, die kalt genug ist, um das Kühlen
des LNG auf die erwünschte Temperatur zu bewirken. Der expandierte Stickstoffstrom
130 wird dann in den Wärmetauschern 128 und 150 auf einen
Wert nahe der Umgebungstemperatur erwärmt. Zusätzliche Kälte wird dem Wärmetauscher
150 durch einen kleinen Strom 149 des gemischten Kältemittels
wie vorstehend beschrieben zugeführt. Dies erfolgt, um die Unumkehrbarkeit des Verfahrens
zu verringern, indem die Kühlkurven im Wärmetauscher 150 genauer aufeinander
abgestimmt werden. Aus dem Wärmetauscher 150 wird ein erwärmter Stickstoffstrom
170 mit niedrigem Druck im Mehrstufenkompressor 168 wieder auf
einen hohen Druck von etwa 67 bara komprimiert.
Wie vorstehend erwähnt, kann der Gasexpanderkreislauf nachgerüstet
oder im Rahmen der Erweiterung einer bereits bestehenden LNG-Anlage mit gemischten
Kältemitteln eingebaut werden.
2 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung,
in der der gemischte Hochdruck-Kältemittelstrom 146 in die flüssigen und
dampfförmigen Unterströme 500 und 501 getrennt wird.
Der dampfförmige Strom 501 wird auf etwa –100°C
gekühlt, im Wesentlichen verflüssigt und sein Druck auf einen niedrigen Wert von
etwa 3 bara verringert. Dann wird er als Strom 503 verwendet, um Kälte
zu erzeugen. Der flüssige Strom 500 wird auf etwa 30°C gekühlt, auf
einen Zwischendruck von etwa 9 bara entspannt und als Strom 502 verwendet,
um Kälte zu erzeugen. Ein kleinerer Teil des gekühlten Dampfstroms 505
wird als Strom 504 verwendet, um, wie bereits beschrieben, zusätzliche
Kälte für die Wärmetauscher 150 zu erzeugen.
Die beiden verdampften gemischten Niederdruck-Kältemittelströme werden
kombiniert, um den Strom 506 zu bilden, der dann bei einer Temperatur von
etwa –30°C kalt auf einen Zwischendruck von etwa 9 bara komprimiert und
mit dem verdampften Strom 507 mit mittlerem Druck kombiniert wird. Das
resultierende Gemisch wird dann weiter auf einen Enddruck von etwa 50 bara komprimiert.
In dieser Ausführungsform wird Flüssigkeit im Zwischenkühler des Kompressors gebildet,
und diese Flüssigkeit wird wieder mit dem Hauptstrom kombiniert, der aus der endgültigen
Kompressionsstufe austritt.
Gegebenenfalls könnte der gemischte Stickstoffstrom 510 gekühlt
werden, ehe er in den Wärmetauscher 150 eintritt, indem man den unterkühlten
flüssigen Kältemittelstrom 511 (nicht gezeigt) einsetzt. Der Druck eines
Teils des Stroms 511 könnte verringert und dieser verdampft
werden, um den Strom 510 durch indirekten Wärmeaustausch zu kühlen. Alternativ
könnte der Strom 510 mit anderen Prozessströmen im Wärmetauscher gekühlt
werden, der durch den verdampfenden Kältemittelstrom 502 gekühlt wird.
Die vorstehend anhand einer Ausführungsform beschriebene und in
2 veranschaulichte Erfindung kann viele verschiedene
Wärmetauschervorrichtungen in den Kälteerzeugungskreisläufen verwenden, darunter
Wärmetauscher vom Typ gewundene Spiralen, Platten-Lamellen, Gehäuse und Röhre, sowie
der Kesseltyp. Je nach der spezifischen Anwendung können auch Kombinationen dieser
Wärmetauschertypen verwendet werden. Beispielsweise können in 1
alle vier Wärmetauscher 106, 122, 128 und 150
Wärmetauscher in Form einer gewundenen Spirale sein. Alternativ können die Wärmetauscher
106, 122 und 128 Wärmetauscher in Form einer gewundenen
Spirale und der Wärmetauscher 150 ein Wärmetauscher in Platten-Lamellenform
gemäß 1 sein.
In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der Großteil
der Kälte im Temperaturbereich von etwa –40°C bis etwa –100°C
durch indirekten Wärmeaustausch mit mindestens einem verdampfenden Kältemittel in
einem umlaufenden Kälteerzeugungskreislauf erzeugt. Ein Teil der Kälte in diesem
Temperaturbereich kann auch durch die Kaltexpansion eines unter Druck gesetzten
gasförmigen Kältemittels erzeugt werden.
Die wesentlichen Eigenschaften der Erfindung sind in der vorstehenden
Offenbarung vollständig beschrieben. Ein Fachmann wird die Erfindung verstehen und
verschiedene Abwandlungen daran vornehmen können, ohne den Rahmen und die Äquivalente
der folgenden Ansprüche zu verlassen.