PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60203593T2 19.01.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001329408
Titel Falzklappenzylinder mit einer Einstellung der zeitlichen Steuerung in der Falzvorrichtung einer Rollenrotationsdruckmaschine
Anmelder Kabushiki Kaisha Tokyo Kikai Seisakusho, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder FUJINUMA, Hiroyuki, JP
Vertreter Schoppe, Zimmermann, Stöckeler & Zinkler, 82049 Pullach
DE-Aktenzeichen 60203593
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 16.12.2002
EP-Aktenzeichen 021027610
EP-Offenlegungsdatum 23.07.2003
EP date of grant 06.04.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.01.2006
IPC-Hauptklasse B65H 45/16(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Diese Erfindung betrifft einen Falzklappenzylinder, der normalerweise zur Verwendung im Falzwerk einer Rollenrotationsdruckmaschine geeignet ist, um aufeinander folgende Bogen bedruckten Papiers zu Signaturen zu falzen, wie in der US 2 381 094 A offenbart wird. Die Erfindung betrifft insbesondere einen solchen Falzklappenzylinder mit zwei oder mehr Gruppen fester und beweglicher Falzklappen, die in Abständen entlang dem Umfang des Falzklappenzylinders angeordnet sind, um die bedruckten Bogen zu falzen, während diese durch Falzmesser des auch im Falzmechanismus enthaltenen Falzzylinders in die Falzklappenhohlräume hineingeschoben werden. Die Erfindung zielt ganz besonders darauf ab, wie die Gruppe oder die Gruppen von Falzklappen des Falzklappenzylinders im zeitlichen Verhältnis zu der Bewegung geöffnet und geschlossen werden, bei der die Falzmesser die aufeinander folgenden Bogen von der Oberfläche des Falzzylinders fortschieben.

Beschreibung des Stands der Technik

Der Falzmechanismus einer Rollenrotationsdruckmaschine umfasst normalerweise außer dem genannten Falzzylinder und Falzklappenzylinder einen Schneidzylinder. Die bedruckte Papierbahn wird zuerst um einen Teil des während des Druckens konstant rotierenden Falzzylinders gewickelt und dabei mit Schneidmessern des Schneidzylinders, der über die Bahn gegen den Falzzylinder gehalten wird, in aufeinander folgende Bogen zerschnitten. Der Falzzylinder ist mit länglichen Falzmessern versehen, die in Abständen entlang dem Umfang an seiner Oberfläche angeordnet sind und von denen sich jedes parallel zur Achse des Falzzylinders erstreckt. Jedes Falzmesser kann radial zum Falzzylinder bewegt werden.

Der teilweise durch eines der Falzmesser von der Oberfläche des Falzzylinders fortgeschobene Bogen wird zusammen mit dem Falzmesser in einen der Falzklappenhohlräume eingeschoben, die in der Oberfläche des Falzklappenzylinders in Abständen entlang dem Umfang ausgebildet sind, wobei der Falzklappenzylinder in Rolleingriff mit dem Falzzylinder ist. Der so in den Falzklappenhohlraum eingeschobene Bogen wird darin zwischen der festen Falzklappe und der beweglichen Falzklappe in Eingriff gebracht, während die bewegliche Falzklappe schließend gegen die bewegliche Falzklappe gedrückt wird, und dadurch in der Mitte gefalzt. Der nun gefalzte Bogen wird anschließend durch den Falzklappenzylinder von der Oberfläche des Falzzylinders fortgetragen.

Daraus geht hervor, dass jede bewegliche Falzklappe des Falzklappenzylinders schließend gegen die feste Falzklappe gedrückt werden muss, damit der Bogen dazwischen in auf Sekundenbruchteile genauer zeitlicher Abstimmung auf die Bewegung ergriffen wird, bei der dieser Bogen durch ein zugeordnetes Falzmesser des Falzzylinders in den Hohlraum zwischen den Falzklappen eingeschoben wird. Sollte diese zeitliche Abstimmung ungenau sein, würden die Bogen nicht von den Falzklappen erfasst, sondern durch Reiben an den Falzmessern oder Falzklappen beschädigt oder verschmiert, was zu einer Abnahme der Produktionsrate oder der Druckqualität führt. Die Falzmesser und Falzklappen könnten außerdem außer Funktion gesetzt werden oder vorzeitig verschleißen.

Zur Schwenkbewegung in und außer Bogenfalzeingriff mit der festen Falzklappe ist die bewegliche Falzklappe an einer Falzklappen-Tragwelle befestigt, die wiederum am Falzklappenzylinder in parallelem Abstandsverhältnis zur Achse des Falzklappenzylinders fixiert ist. Die Falzklappen-Tragwelle hat an einem ihrer Enden Nockenstößelmittel für den Eingriff mit einem ring- oder scheibenförmigen Falzklappen-Antriebsnocken an den Rahmenmitteln. Während der Drehung des Falzklappenzylinders rotiert die Falzklappen-Tragwelle mit den Nockenstößelmitteln in konstantem Eingriff mit dem Falzklappen-Antriebsnocken, wodurch sie bidirektional um ihre eigene Achse gedreht wird und demzufolge die bewegliche Falzklappe dazu gezwungen wird, in und außer Bogenfalzeingriff mit der festen Falzklappe zu schwenken.

Der Falzklappen-Antriebsnocken muss sich also in exakter Winkelposition relativ zum Falzklappenzylinder befinden, um die Schwenkbewegung der beweglichen Falzklappe in passender zeitlicher Abstimmung auf die Schubbewegung des zugeordneten Falzmessers des Falzzylinders zu bewirken. Sogar wenn der Falzklappen-Antriebsnocken anfangs korrekt relativ zum Falzklappenzylinder positioniert wurde, kann darüber hinaus im Laufe der Zeit eine Nachstellung erforderlich werden, da sich infolge des Verschleißes der Falzklappen und Falzmesser die zeitliche Abstimmung ändert.

Das Konzept, die Falzklappen des Falzklappenzylinders zeitlich auf die Falzmesser des Falzzylinders abzustimmen, ist selbst nicht neu in der Technik. Hiermit werden die ungeprüften japanischen Gebrauchsmusterschriften Nr. 4-22463 und 5-26949 zitiert, die Falzklappenzylinder lehren, die komplett mit Zeitabstimmmechanismen für die Falzklappen versehen sind.

Der Falzklappenzylinder gemäß dem erstzitierten Referenzdokument hat zwei Gruppen fester und beweglicher Falzklappen, die in beabstandeten Positionen entlang dem Falzzylinderumfang angeordnet sind. Jeweils eine der beweglichen Falzklappen der beiden Falzklappengruppen ist schwenkbar an jeder der zwei Falzklappen-Tragwellen befestigt, die wiederum drehbar in diametral gegenüberliegenden Positionen am Falzklappenzylinder befestigt sind und sich parallel zur Achse des Falzklappenzylinders erstrecken. Diese zwei Falzklappen-Tragwellen sind an einem Ende mit jeweils einem Nockenstößelmittel für den konstanten Eingriff mit den Rändern von zwei ring- oder scheibenförmigen Falzklappen-Antriebsnocken versehen, die an den Rahmenmitteln befestigt sind. Die beiden Falzklappen-Antriebsnocken sind axial zum Falzklappenzylinder voneinander beabstandet. Einer von ihnen ist relativ zu den Rahmenmitteln rings um die Achse des Falzklappenzylinders im Winkel verschiebbar. Die Winkelposition dieses einen Nockens kann von außerhalb der Rahmenmittel variabel eingestellt werden, indem ein Antriebsritzel, das in Eingriff mit einem angetriebenen, mit dem Nocken drehbaren Zahnrad steht, gedreht wird, um das Öffnen und Schließen einer zugeordneten Falzklappengruppe auf die Schubbewegung eines zugeordneten Falzmessers des Falzzylinders einzustellen.

Im zweitgenannten Referenzdokument, der ungeprüften japanischen Gebrauchsmusterschrift Nr. 5-26949, wird ein Falzklappenzylinder vorgeschlagen, der dem der ersten Zitierung darin ähnelt, dass er mit zwei Gruppen fester und beweglicher Falzklappen versehen ist, wobei die bewegliche Falzklappe jeder Gruppe schwenkbar an einer der zwei Falzklappen-Tragwellen befestigt ist. Diese Falzklappen-Tragwellen haben Nockenstößelmittel, die jeweils in konstantem Eingriff mit den Rändern zweier Falzklappen-Antriebsnocken stehen, die an den zwei gegenüberliegenden Rahmenwänden befestigt sind, zwischen denen der Falzklappenzylinder gehalten wird. Auch hier ist nur einer der Falzklappen-Antriebsnocken rings um die Achse des Falzklappenzylinders mittels eines Zahnradantriebs, der dem des erstgenannten Stands der Technik ähnelt, im Winkel verschiebbar.

Die beiden vorstehend zitierten japanischen Gebrauchsmusterschriften sind darin gleich, dass nur eine der zwei Falzklappengruppen nachstellbar ist, indem die Winkelposition eines zugeordneten Falzklappen-Antriebsnockens verändert wird. Der andere, nicht nachstellbare Falzklappen-Antriebsnocken muss in einer Winkelposition befestigt werden, die als Ergebnis einer sorgsamen Beobachtung der zeitlichen Abstimmung des Öffnens und Schließens der Falzklappengruppe auf die Schubbewegung eines zugeordneten Falzmessers des Falzzylinders bestimmt wurde. Fachkräfte und ein nicht zu vertretender hoher Zeitaufwand waren demzufolge erforderlich, um den nicht nachstellbaren Falzklappen-Antriebsnocken bei der Montage, Wartung und Reparatur zu befestigen, wodurch die Einbau- und Betriebskosten der Druckmaschine wesentlich erhöht wurden. Außerdem war während des Druckprozesses nicht einmal die geringste Nachstellung möglich, ohne die gesamte Anlage außer Betrieb zu nehmen.

Der Zahnradantrieb, der bei beiden dem Stand der Technik entsprechenden Vorrichtungen zur Nachstellung einer Falzklappengruppe verwendet wird, ist von sich aus abzulehnen. In der Praxis ergibt es sich, dass der Falzklappen-Antriebsnocken um einen sehr kleinen Winkel wie beispielsweise 1/10 Grad gedreht werden muss, um die Falzklappen zeitlich präzise auf die Falzmesser abzustimmen. Zum Drehen des Falzklappen-Antriebsnockens um einen derart kleinen Winkel ist eine übermäßig feine Drehung des Antriebsritzels notwendig. Die Schwierigkeit einer solchen feinen Nachstellung wird durch das der Verzahnung eigene Spiel noch verschlimmert, das im Vergleich zum erforderlichen Winkel der Drehung des Antriebsritzels zu groß ist. Eine solche Nachstellung war eigentlich nur durch hochqualifiziertes Personal realisierbar, und das nach der Trial-and-error-Methode.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, irgendeine gewünschte Anzahl von Falzklappengruppen eines Falzklappenzylinders gemeinsam auf die Falzmesser eines Falzzylinders zeitlich abzustimmen, und zwar unabhängig davon, ob die Maschine in oder außer Betrieb ist.

Ein anderes Ziel der Erfindung besteht darin, sogar un- oder angelerntem Personal die feine Nachstellung der zeitlichen Abstimmung zu ermöglichen.

Noch ein anderes Ziel der Erfindung besteht darin, die Montage der Falzklappenzylinder-Vorrichtung zu beschleunigen, in die das erfindungsgemäße Zeitabstimmmittel integriert ist.

Kurz gesagt: Die vorliegende Erfindung betrifft bei einem Falzmechanismus, der normalerweise für eine Rotationsdruckmaschine zum Falzen bedruckter Bogen anzuwenden ist, eine zeitlich abstimmbare Falzklappenzylinder-Vorrichtung, die einen Falzklappenzylinder umfasst, der zur Drehung um seine eigene Achse an Rahmenmitteln befestigt ist. Mehrere bewegliche Falzklappen sind an jeweiligen Falzklappen-Tragwellen befestigt, die wiederum am Falzklappenzylinder in Abständen entlang dem Umfang angebracht sind, um bidirektional um ihre eigenen Achsen gedreht zu werden, die sich parallel zur Achse des Falzklappenzylinders erstrecken. Bei der bidirektionalen Drehung der Falzklappen-Tragwellen relativ zum Falzklappenzylinder sind die beweglichen Falzklappen also in und außer Eingriff mit festen Falzklappen am Falzklappenzylinder schwenkbar.

Für eine solche Schwenkbewegung der beweglichen Falzklappen ist ein ringförmiger Falzklappen-Antriebsnocken vorgesehen, der an Rahmenmitteln befestigt ist, um so im Winkel relativ zu den Rahmenmitteln rings um die Achse des Falzklappenzylinders verschiebbar zu sein und fest an den Rahmenmitteln in einer gewünschten Winkelposition relativ zum Falzklappenzylinder gehalten zu werden. Alle Falzklappen-Tragwellen sind an jeweilige Falzklappen-Antriebsnockenstößelmittel gekoppelt, die betreibbar mit dem Falzklappen-Antriebsnocken in Eingriff gebracht werden, um die beweglichen Falzklappen dazu zu zwingen, bei Drehung des Falzklappenzylinders nacheinander in und außer Eingriff mit den jeweiligen festen Falzklappen zu schwenken.

Es ist auch ein Zeitabstimmmittel zwischen den Rahmenmitteln und dem Falzklappen-Antriebsnocken vorgesehen, um die Winkelposition des Letzteren relativ zu den Ersteren zu verändern. Eine Änderung der Winkelposition des Falzklappen-Antriebsnockens der Rahmenmittel kommt einer Änderung des Phasenverhältnisses zwischen dem Falzklappen-Antriebsnocken und den Falzklappengruppen des Falzklappenzylinders gleich und bedeutet demzufolge eine Änderung des Zeitverhältnisses zwischen der Schwenkbewegung der beweglichen Falzklappen und der Bewegung, bei der die aufeinander folgenden bedruckten Bogen von der Oberfläche des Falzzylinders fortgeschoben werden.

Es ist anzumerken, dass alte Falzklappen-Tragwellen angetrieben werden, während sich ihre Nockenstößelmittel in Eingriff mit ein und demselben Falzklappen-Antriebsnocken bewegen. Alle beweglichen Falzklappen können daher durch das Zeitabstimmmittel zeitlich fein nachgestellt werden, wenn die Druckmaschine in oder außer Betrieb ist. Zur Montage der Falzklappenzylinder-Vorrichtung und zur Ein- und Nachstellung der zeitlichen Abstimmung sind weder Fachkräfte noch ein solch längerer Zeitaufwand wie früher erforderlich. Bedruckte Bogen werden über einen wesentlich größeren Zeitraum korrekt gefalzt als im Allgemeinen möglich war.

Das Zeitabstimmmittel hat in einer bevorzugten Ausführung die Form einer Führungsschraube, die zwischen den Rahmenmitteln und dem Falzklappen-Antriebsnocken gekoppelt ist und wirkt. Die Führungsschraube muss manuell gedreht werden, um die Winkelposition des Falzklappen-Antriebsnockens an den Rahmenmitteln zu verändern. Die Führungsschraube wird gegenüber einem herkömmlichen Zahnradantrieb bevorzugt, da mit ihr eine feine schrittweise Bewegung des Falzklappen-Antriebsnockens erreichbar ist. Das Spiel der Führungsschraube ist erheblich geringer als das eines Zahnradantriebs und beeinträchtigt kaum die Feinpositionierung des Falzklappen-Antriebsnockens. Obwohl die Führungsschraube eine Linearbewegung statt einer Drehung für die erforderliche Winkelverschiebung des Falzklappen-Antriebsnockens bereitstellt, ergeben sich daraus keinerlei Schwierigkeiten, da der Falzklappen-Antriebsnocken nicht um irgendeinen Winkel gedreht werden muss, der über die Fähigkeit der Führungsschraube hinausgeht, um die erfindungsgemäße Zeitabstimmung nachzustellen.

Ein weiteres Merkmal der vorliegenden Erfindung ist die spezifische Konstruktion der Falzklappen-Antriebsnockenstößelmittel, durch die jede Falzklappen-Tragwelle in Eingriff mit dem Falzklappen-Antriebsnocken gebracht wird. Die Nockenstößelmittel umfassen einen Kurbelarm, der am nahen Ende an jeder Falzklappen-Tragwelle befestigt ist und einen Kurbelzapfen aufweist, der sich von seinem fernen Ende aus erstreckt. Ein Paar Nockenstößelrollen ist drehbar Seite an Seite an diesem Kurbelzapfen für den Rolleingriff mit zwei ringförmigen, konzentrischen Nockenflächen des Falzklappen-Antriebsnockens befestigt, die radial und axial zum Falzklappen-Antriebsnocken voneinander beabstandet sind.

Die zwei Nockenstößelrollen am Kurbelzapfen werden also durch die beiden konzentrischen Nockenflächen dazu gezwungen, den Konturen des Falzklappen-Antriebsnockens zu folgen, so dass die bewegliche Falzklappe formschlüssiger in und außer Eingriff mit der festen Falzklappe schwingt, ohne dass dabei das Risiko einer falschen Handhabung, Verschmierung oder anderweitigen Beschädigung der bedruckten Bogen besteht. Darüber hinaus können die zwei Nockenstößelrollen, von denen jeder mit nur einer Nockenfläche in Rollkontakt steht, gleichmäßig bei minimalem Abrieb über die Nockenflächen rollen.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Kurbelzapfen jedes Falzklappen-Antriebsnockenstößelmittels gegenüber dem Kurbelarm versetzt und daran gekoppelt, um um eine Achse gedreht zu werden, die in parallelem Abstandsverhältnis zur Achse der beiden Nockenstößelrollen ist. Es ist eine Gruppe von Schrauben oder dergleichen vorgesehen, um den Kurbelzapfen am Kurbelarm gegen Drehung in einer daran befindlichen gewünschten Winkelposition zu arretieren. Mit solchen versetzten Kurbelzapfen kann die Falzklappenzylinder-Vorrichtung trotz einiger Abmessungsfehler zusammengebaut werden, die bei der Herstellung des Falzklappen-Antriebsnockens und des Nockenstößelmittels toleriert werden müssen.

Noch ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass der Falzklappen-Antriebsnocken, der in einem eng eingegrenzten Raum zwischen einem Ende des Falzklappenzylinders und einem der zwei gegenüberliegenden Rahmenwände eingebaut werden muss, diametral in ein Paar Hälften getrennt ist, die nach ihrer Positionierung zu verbinden sind. Der getrennte Falzklappen-Antriebsnocken kann montiert und demontiert werden, während der Falzklappenzylinder montiert zwischen den Rahmenwänden gehalten wird. Auf diese Weise ist nicht nur die Erstmontage der Falzklappenzylinder-Vorrichtung, sondern auch die Reparatur oder der Austausch des Nockens wesentlich leichter als bei einer einstückigen Konstruktion.

Die obigen und anderen Ziele, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung werden offensichtlicher – und die Erfindung selbst wird am besten verständlich – durch die folgende Beschreibung und die angehängten Patentansprüche, wobei Bezug auf die begleitenden Zeichnungen genommen wird, die die bevorzugte Ausführung der Erfindung darstellen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Es zeigen:

1: einen Axialschnitt, teilweise abgewickelt dargestellt, des Falzklappenzylinders zusammen mit Falzklappengruppen und Mitteln zum Öffnen und Schließen der Falzklappen in zeitlichem Funktionsverhältnis zum Falzzylinder, der in dieser Figur nicht dargestellt ist;

2: einen Aufriss der rechten Seite der Darstellung von 1, wobei die Ansicht in gestrichelter Umrisslinie den Falzklappenzylinder und die daran befestigten Falzklappengruppen zusammen mit einem Teil des Falzzylinders in Rolleingriff mit dem Falzklappenzylinder darstellt;

3: eine Schnittdarstellung entlang der Linie III-III von 1, die insbesondere den Falzklappen-Antriebsnocken zeigt, der bewirkt, dass die Falzklappengruppen bei Drehung des Falzklappenzylinders öffnen und schließen; und

4: eine vergrößerte, unvollständige Schnittdarstellung, teilweise im Aufriss, des Zeitabstimmmittels, das an den Falzklappen-Antriebsnocken gekoppelt ist, um dessen Winkelposition relativ zum Falzklappenzylinder einstellbar zu verändern, damit der Betrieb der Falzklappengruppen zeitlich auf den Betrieb der Falzmesser (nicht dargestellt) des Falzzylinders abgestimmt werden kann.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNG Allgemeines

Es wird davon ausgegangen, dass die Grundsätze dieser Erfindung gegenwärtig am besten auf einen Falzmechanismus einer Rollenrotationsdruckmaschine anwendbar sind, bei der die bedruckte Papierbahn in einzelne Bogen zerschnitten wird und jeder Bogen anschließend zu einer Signatur gefalzt wird. Der Falzmechanismus umfasst einen Falzklappenzylinder JC, der in 1 im Axialschnitt und in 2 in Endansicht mit gestrichelter Linie dargestellt ist, und einen gegen den Falzklappenzylinder gehaltenen Falzzylinder FC wie in 2. Der Falzklappenzylinder JC und der Falzzylinder FC sind drehbar zwischen einem Paar gegenüberliegender Wände Fa und Fb befestigt. Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere den Falzklappenzylinder JC und Mittel, die diesem mehr oder weniger direkt zugeordnet sind. Der Falzklappenzylinder JC ist in 2 mit fünf Gruppen von Falzklappen J dargestellt, die in gleichen Abständen entlang seinem Umfang angeordnet sind. Jede Falzklappengruppe J umfasst eine feste Falzklappe U und eine bewegliche Falzklappe M, wobei Letztere als eine Reihe beabstandeter Falzklappenteile dargestellt ist. Alle diese Teile der beweglichen Falzklappe M können gemeinsam in und außer Eingriff mit der festen Falzklappe U bewegt werden.

Bei 20 in 1 und 2 ist ein ringförmiger Falzklappen-Antriebsnocken dargestellt, der an der rechten Rahmenwand Fa befestigt ist (in 1 dargestellt) und relativ zu dieser im Winkel rings um die Achse des Falzklappenzylinders JC begrenzt verschiebbar ist. Die beweglichen Falzklappen M aller Gruppen von Falzklappen J werden über Falzklappen-Antriebsnockenstößelmittel 10 (in 1 und 3 dargestellt) mit dem Falzklappen-Antriebsnocken 20 in Eingriff gebracht. Der Falzklappen-Antriebsnocken 20 wirkt mit den Nockenstößelmitteln 10 zusammen, um die beweglichen Falzklappen M dazu zu bringen, bei der Rotation des Falzklappenzylinders JC nacheinander in und außer Eingriff mit den zugeordneten festen Falzklappen U zu schwenken.

Die Winkelposition des Falzklappen-Antriebsnockens 20 an der Rahmenwand Fa kann gemäß den neuartigen Konzepten dieser Erfindung fein nachgestellt werden, um den Eingriff der Falzklappengruppen J zeitlich auf das durch die Falzmesser (nicht dargestellt) des Falzzylinders FC bewirkte Einschieben der aufeinander folgenden Druckbogen in die Falzklappenhohlräume abzustimmen. Für eine solche feine Nachstellung der Winkelposition des Falzklappen-Antriebsnockens 20 relativ zur Rahmenwand Fa oder zu den Falzklappen-Antriebsnockenstößelmitteln 10 wird ein Zeitabstimmmittel verwendet, das bei 30 in 1 und vergrößert in 4 dargestellt ist.

Nachstehend folgen in dieser Beschreibung detailliertere Ausführungen über die vorstehend genannten Komponenten Falzklappenzylinder JC, Falzklappengruppen J, Falzklappen-Antriebsnocken 20, Falzklappen-Antriebsnockenstößelmittel 10 und Zeitabstimmmittel 30 in dieser Reihenfolge und unter einzelnen Überschriften. Nach der Beschreibung der aufgelisteten Komponenten folgt eine umfassende Beschreibung des Betriebs sowie eine kurze Erläuterung des Montageverfahrens.

Falzklappenzylinder

Bezug nehmend auf 1, ist der Falzklappenzylinder JC mit einem Paar Zylinderendplatten 50 und einem Paar Innenplatten 60 versehen, die einzeln an gegenüberliegenden Enden eines hohlen Kerns 70 in im Winkel verschiebbarem Verhältnis zu diesem befestigt sind. An einem Ende des Kerns 70 ist auch eine Halteplatte 73 befestigt, um die Zylinderendplatten 50 und 60 gegen axiale Verschiebung zu sperren. Zwischen den Rändern der beiden Zylinderendplatten 60 erstrecken sich in gleichen Abständen entlang dem Umfang mehrere Stützen 62 (2).

Der Kern 70 des Falzklappenzylinders hat zwei Lagerzapfen 72a und 72b, die sich gleichachsig in entgegengesetzte Richtungen davon erstrecken und drehbar von dem Paar Rahmenwänden Fa und Fb getragen werden. Der rechte Lagerzapfen 72a (in 1 dargestellt) ist in einem Lager 74 untergebracht, das über eine Lagerbuchse 75 an der Rahmenwand Fa befestigt ist. Der linke Lagerzapfen 72b wird drehbar von den Lagern 76 gehalten, die in einer Buchse 80 untergebracht sind, die wiederum über ein anderes Lager 77 drehbar an der Rahmenwand Fb befestigt ist. Die Buchse 80 macht einen Teil einer herkömmlichen Zwischenraum-Einstellvorrichtung G aus, mit der sich der Zwischenraum zwischen den beweglichen und festen Falzklappen jeder Falzklappengruppe auf die Dicke des oder der dazwischen ergriffenen bedruckten Bogen einstellen lässt. Der aus der Rahmenwand Fb herausragende Lagerzapfen 72b ist mit einem angetriebenen Zahnrad 79 versehen, das nicht-drehbar an ihm befestigt ist. Der gesamte Falzklappenzylinder JC wird also zahnradbetrieben, um relativ zu den zwei Rahmenwänden Fa und Fb gedreht zu werden.

Die Zwischenraum-Einstellvorrichtung G umfasst ferner die Zahnräder G1 und G2, die an gegenüberliegenden Enden der Buchse 80 befestigt sind, um gemeinsam damit gedreht zu werden. Das Zahnrad G1 ist über Drehphasenänderungsmittel (nicht dargestellt) an dasselbe Antriebsmittel gekoppelt wie der Falzklappenzylinder JC, um das Winkelverhältnis zwischen dem Zahnrad G1 und dem angetriebenen Zahnrad 79 einstellbar zu verändern. Die so eingestellten Winkelpositionen der Zahnräder G1 und G2 werden zu den Zylinderendplatten 50 und 60 übertragen, um deren Winkelpositionen am Zylinderkern 70 individuell zu variieren und folglich die Zwischenräume zwischen den beweglichen und festen Falzklappen der Falzklappengruppen J zu verändern. Andere Zwischenraum-Einstellmittel als die Zahnräder G1 und G2 sind nicht dargestellt, da sie für die vorliegende Erfindung belanglos sind.

Falzklappengruppen

2 zeigt fünf Gruppen von Falzklappen J, die in gleichen Abständen entlang dem Umfang am Falzklappenzylinder JC angeordnet sind. Jede Falzklappengruppe J umfasst eine feste Falzklappe U, die an einer der Stützen 62 zwischen dem Paar Endplatten 60 des Falzklappenzylinders JC befestigt ist, und eine Reihe beabstandeter beweglicher Falzklappen M, die fest an einer Falzklappen-Tragwelle 11 angebracht sind. Jede Falzklappen-Tragwelle 11 wird an ihren gegenüberliegenden Enden von den zwei Endplatten 50 des Falzklappenzylinders gehalten, um relativ zu denselben bidirektional gedreht zu werden. Jede Reihe beweglicher Falzklappenteile M muss in und außer Eingriff mit einer zugeordneten festen Falzklappe U schwenken, während die Falzklappen-Tragwelle 11 bidirektional vom Falzklappen-Antriebsnocken 20 über die Falzklappen-Antriebsnockenstößelmittel 10 angetrieben wird.

Falzklappen-Antriebsnocken

Der Falzklappen-Antriebsnocken 20 ist in 1 im Durchmesserquerschnitt und in 3 im Aufriss dargestellt, während ihn 2 auch in gestrichelter Umrisslinie zeigt. Der ringförmige Falzklappen-Antriebsnocken 20 ist dadurch an der rechten Rahmenwand Fa befestigt, dass eine in die Innenfläche der Rahmenwand eingefräste ringförmige Führungsnut 22 seinen Rand 20c aufnimmt. Der Rand 20c steht in verschiebbarem Eingriff mit der Führungsfläche 21 der Nut 22, die rings um die Drehachse des Falzklappenzylinders JC zentriert ist.

Aus der Betrachtung von 1 und 2 ergibt sich, dass sich mehrere (sechs in dieser besonderen Ausführung) Sechskantschrauben 24 mit Spiel durch bogenförmige Schlitze 23 in der Rahmenwand Fa in Gewindeeingriff mit dem Rand 20c des Falzklappen-Antriebsnockens 20 erstrecken. Die Schlitze 23 sind ringförmig um die Achse des Falzklappenzylinders herum angeordnet. Der Falzklappen-Antriebsnocken 20 als Ganzer ist demnach rings um die Achse des Falzklappenzylinders in beiden Richtungen begrenzt im Winkel relativ zur Rahmenwand Fa verschiebbar und kann in einer gewünschten Winkelposition arretiert werden, indem die Schrauben 24 von außerhalb der Rahmenwand Fa festgedreht werden.

1 und 3 zeigen, dass der Falzklappen-Antriebsnocken 20 mit zwei ringförmigen, konzentrischen Nockenflächen 20a und 20b versehen ist. Obwohl der Falzklappen-Antriebsnocken selbst rings um die Achse des Falzklappenzylinders zentriert ist, gilt dies nicht für die Nockenflächen 20a und 20b, damit bewirkt werden kann, dass die beweglichen Falzklappen M der Falzklappengruppen J in einer Weise, die im Verlauf der Beschreibung offensichtlich wird, zu und fort von den festen Falzklappen U geschwenkt werden können. Aus der Betrachtung von 1 geht ferner hervor, dass die zwei Nockenflächen 20a und 20b nicht nur radial, sondern auch axial zum Falzklappenzylinder JC voneinander beabstandet sind.

Zur leichteren Montage und Demontage wird empfohlen, dass der Falzklappen-Antriebsnocken 20 wie in 3 diametral in ein Paar Hälften getrennt ist. Die getrennten Hälften des Falzklappen-Antriebsnockens 20 können nach der Positionierung an der Rahmenwand Fa durch mehrere (vier sind dargestellt) Sechskantschrauben 25 verbunden werden.

Falzklappen-Antriebsnockenstößelmittel

Die den beweglichen Falzklappen zugeordneten Tragwellen 11 aller Falzklappengruppen J stehen über jeweilige Antriebsnockenstößelmittel (in 1 und 3 mit 10 gekennzeichnet) mit dem Falzklappen-Antriebsnocken 20 in Eingriff. Das Antriebsnockenstößelmittel 10 umfasst einen Kurbelarm 12, der am nahen Ende mit jeder Falzklappen-Tragwelle 11 gekoppelt ist, um gemeinsam damit gedreht zu werden, und einen versetzten Kurbelzapfen 13, der mit dem fernen Ende des Kurbelarms gekoppelt ist, um um die Achse der Falzklappen-Tragwelle 11 gedreht zu werden. Der versetzte Kurbelzapfen 13 selbst ist relativ zum Kurbelarm 12 um eine Achse drehbar, die parallel zur Achse der Falzklappen-Tragwelle ist, und kann durch eine Stellschraube 13a gegen Drehung in irgendeiner gewünschten Winkelposition am Kurbelarm arretiert werden. Am versetzten Kurbelzapfen 13 sind zwei Nockenstößelrollen 14a und 14b drehbar Seite an Seite für den Rolleingriff mit den zwei konzentrischen Nockenflächen 20a und 20b des Falzklappen-Antriebsnockens 20 befestigt. Die über die Falzklappen-Antriebsnockenfläche 20a und 20b rollenden Nockenstößelrollen 14a und 14b drehen sich um ihre gemeinsame Achse, die gegenüber der Rotationsachse des Kurbelzapfens 13 relativ zum Kurbelarm 12 versetzt ist.

Bei der Drehung des Falzklappenzylinders JC rollen die Nockenstößelrollen 14a und 14b jedes Nockenstößelmittels 10 also über die Nockenflächen 20a und 20b des Falzklappen-Antriebsnockens 20. Da diese ringförmigen Nockenflächen 20a und 20b nicht axial auf den Falzklappenzylinder JC ausgerichtet sind, dreht sich jeder Kurbelarm 12 bidirektional mit einer zugeordneten Falzklappen-Tragwelle 11 um deren Achse relativ zum Falzklappenzylinder, wodurch bewirkt wird, dass die bewegliche Falzklappe M bei jeder vollständigen Umdrehung des Falzklappenzylinders in und außer Eingriff mit der festen Falzklappe U schwenkt.

Zeitabstimmmittel

Die Winkelposition des Falzklappen-Antriebsnockens 20 kann durch das Zeitabstimmmittel (mit 30 in 1 und 2 gekennzeichnet und in 4 vergrößert dargestellt) einstellbar entlang der ringförmigen Führungsnut 22 in der Rahmenwand Fa verändert werden. In der Rahmenwand Fa ist ein Schlitz 39 ausgebildet, der um die Achse des Falzklappenzylinders JC herum gekrümmt ist. Durch diesen bogenförmigen Schlitz 39 erstreckt sich ein Stift 31 mit wesentlichem Spiel, der fest an einem Ende des Falzklappen-Antriebsnockens 20 verankert ist und eine Bohrung 31a aufweist, die axial in seinem anderen Ende ausgebildet ist, um einen Schaft 32a aufzunehmen, der in einem Stück mit einem Ansatz 32 ausgebildet ist. Der Schaft 32a ist relativ zum Stift 31 drehbar, wird jedoch durch einen Längskeil 38, der verschiebbar in einer in die Oberfläche des Schafts 32a eingefrästen ringförmigen Keilnut 32b untergebracht ist, an einer Längsverschiebung relativ zum Stift gehindert.

An der Außenfläche der Rahmenwand Fa ist ein zweiter Ansatz 34 befestigt, der dem erstgenannten Ansatz 32 ähnelt. Dieser zweite Ansatz ist ebenfalls in einem Stück mit einem Schaft 34a komplett mit einem Flansch 37 ausgebildet. Der geflanschte Schaft 34a ist drehbar in einer gestuften Bohrung 33a in einer Haltevorrichtung 33 untergebracht, die an der Rahmenwand Fa angeschraubt oder anderweitig befestigt ist, und dadurch gegen Längsverschiebung relativ zur Rahmenwand arretiert.

Die Vorsprünge 32 und 34 können also beide um Achsen gedreht werden, die parallel zur Achse des Falzklappenzylinders JC sind, sind aber jeweils an den Falzklappen-Antriebsnocken 20 und der Rahmenwand Fa gegen Verschiebung entlang ihren Drehachsen gekoppelt. Der erste Ansatz 32 ist mit einem Auge bzw. einer gewindelosen Bohrung 32c versehen, die sich rechtwinklig zu dessen Drehachse durch ihn hindurch erstreckt. Der zweite Ansatz 34 hat eine Gewindebohrung 34b, die durch ihn hindurch ausgebildet ist, um so eine axiale Ausrichtung mit der gewindelosen Bohrung 32c im ersten Ansatz 32 zu ermöglichen.

Durch die Bohrungen 32c und 34b in den Ansätzen 32 bzw. 34 erstreckt sich eine nachfolgend als Abstimmschraube bezeichnete Führungsschraube 35, die das Hauptfunktionsstück des Zeitabstimmmittels 30 darstellt. Die Abstimmschraube 35 ist so ausgebildet, dass sie einen Mittelteil 35a mit sechskantigen Querschnitt, einen Endteil 35b mit reduziertem Durchmesser an einer Seite des Mittelteils und einen Gewindeschaft 35 an der anderen Seite des Mittelteils umfasst. Der Endteil 35b mit reduziertem Durchmesser ist drehbar in der gewindelosen Bohrung 32c des ersten Ansatzes 32 untergebracht, während sich der Schaft 35c in Gewindeeingriff durch die Gewindebohrung 34b des zweiten Ansatzes 34 erstreckt. Am Ende des Endteils 35b der Abstimmschraube 35 ist ein Bund 36 ausgebildet, um zu verhindern, dass sich die Schraube aus der gewindelosen Bohrung 32c des ersten Ansatzes 32 herauslöst.

Montage und Betrieb

Der Falzklappen-Antriebsnocken 20, die Falzklappen-Antriebsnockenstößelmittel 10 und das Zeitabstimmmittel 30, die alle die Merkmale dieser Erfindung bilden, sind für die einfache Montage der vollständigen Falzklappenzylinder-Vorrichtung ausgelegt und außerdem gut dimensioniert, damit sie die für sie beabsichtigten Hauptfunktionen durchführen. Der Falzklappenzylinder JC kann zuerst montiert werden, indem man die Paare der Endplatten 50 und 60 zusammen mit den Falzklappengruppen J und der Zwischenraum-Einstellvorrichtung G am Zylinderkern 70 befestigt. Anschließend kann der zusammengesetzte Falzklappenzylinder JC im vorgeschriebenen Phasenverhältnis zum Falzzylinder FC zwischen den zwei Rahmenwänden Fa und Fb angebracht werden.

Dann können die beiden Hälften des Falzklappen-Antriebsnockens 20 zwischen dem Falzklappenzylinder JC und der Rahmenwand Fa positioniert werden, indem man ihren Rand 20c in die ringförmige Führungsnut 22 in der Innenfläche dieser Rahmenwand einsetzt. Die Paar Hälften des Falzklappen-Antriebsnockens können danach durch Festdrehen der Schrauben 25 (3) verbunden werden. Der Falzklappen-Antriebsnocken 20 kann nun mit den Schrauben 24 (1 und 2), die sich durch die bogenförmigen Schlitze 23 der Rahmenwand erstrecken, an der Rahmenwand Fa fixiert werden. Damit ist das Befestigen des Falzklappen-Antriebsnockens 20 an der Rahmenwand Fa abgeschlossen. Die Falzklappen-Antriebsnockenstößelmittel 10 können mit dem Falzklappen-Antriebsnocken 20 in Eingriff gebracht werden, indem man die Nockenstößelrollen 14a und 14b an den zwei Nockenflächen 20a und 20b des Falzklappen-Antriebsnockens platziert.

Als Nächstes folgt der Schritt der Einstellung der Zwischenräume zwischen den beweglichen Falzklappen M und den festen Falzklappen U aller Falzklappengruppen J in Bezug auf die Winkelposition des Falzklappenzylinders JC relativ zum Falzklappen-Antriebsnocken 20. Alle Gruppen von Falzklappen J am Falzklappenzylinder JC können eine nach der anderen in die gleiche Winkelposition relativ zum Falzklappen-Antriebsnocken 20 gebracht werden, indem man den Falzklappenzylinder dreht. Wenn der versetzte Kurbelzapfen 13 vom Kurbelarm 12 gelöst ist, kann dieser Kurbelarm mit der Falzklappen-Tragwelle 11 gedreht werden, um zwischen den festen und beweglichen Falzklappen den Zwischenraum herzustellen, der in dieser jetzt betrachteten speziellen Winkelposition der Falzklappengruppe J erforderlich ist. Der versetzte Kurbelzapfen 13 kann dann gegen Drehung relativ zum Kurbelarm 12 arretiert werden, indem man die Stellschraube 13a festdreht. Die gleiche Methode kann bei jeder Falzklappengruppe J wiederholt werden, um das erforderliche Phasenverhältnis zwischen der Winkelposition des Falzklappenzylinders JC und den Zwischenräumen zwischen den festen und beweglichen Falzklappen aller Falzklappengruppen herzustellen.

Beim Betrieb wird der gesamte Falzklappenzylinder JC zusammen mit den an ihm angeordneten Falzklappengruppen J in Drehung versetzt, während sein Kern 70 über das Zahnrad 79 angetrieben wird und seine Endplatten 50 und 60 über die Zahnräder G1 und G2 und die nicht dargestellte Zwischenraum-Einstellvorrichtung G angetrieben werden. Die Nockenstößelrollen 14a und 14b aller Falzklappengruppen J rollen bei einer solchen Rotation des Falzklappenzylinders JC über die beiden konzentrischen Oberflächen 20a und 20b des Falzklappen-Antriebsnockens 20, was dazu führt, dass die Kurbelarme 12 wegen der Exzentrizität der Oberflächen der Falzklappen-Antriebsnocken relativ zum Falzklappenzylinder um die Achsen der Falzklappen-Tragwellen 11 schwingen. Bei einer solchen Schwingbewegung der Kurbelarme 12 drehen sich die Falzklappen-Tragwellen 11 bidirektional relativ zum Falzklappenzylinder JC. Die an den Falzklappen-Tragwellen 11 befestigten beweglichen Falzklappen M aller Falzklappengruppen J schwenken nacheinander in und außer Eingriff mit den festen Falzklappen U. Jede Falzklappengruppe J schließt einmal bei jeder vollständigen Umdrehung des Falzklappenzylinders JC, um den oder die Bogen in Eingriff zu bringen und zu falzen, die von der Oberfläche des Falzzylinders FC fortgeschoben wurden.

Es versteht sich, dass jedes Falzklappen-Antriebsnockenstößelmittel 10 zwei Nockenstößelrollen 14a und 14b für den Eingriff mit den konzentrischen Oberflächen 20a und 20b des Falzklappen-Antriebsnockens 20 aufweist. Obwohl jede Nockenstößelrolle nur eine der Falzklappen-Antriebsnockenflächen 20a und 20b berührt, wird der Kurbelzapfen 13, an dem beide Nockenstößelrollen befestigt sind, durch beide Nockenflächen bei minimalem Spiel zwangsläufig geführt, so dass das gleichmäßige, unentwegte Schwingen der beweglichen Falzklappen M in und außer Eingriff mit den festen Falzklappen U sichergestellt ist.

Das Schwingen der beweglichen Falzklappen M kann möglicherweise zeitlich nicht präzise auf das Einschieben der Bogen in die Falzklappenhohlräume abgestimmt werden. In diesem Fall kann das Zeitabstimmmittel 30 (1, 2 und 4) auf folgende Weise nachgestellt werden. Zuerst kann man die Schrauben 24 (1 und 2) so weit lösen, dass der Falzklappen-Antriebsnocken 20 entlang der ringförmigen Führungsnut 22 in der Rahmenwand Fa verschiebbar ist. Anschließend kann man die Abstimmschraube 35 an ihrem sechskantigen Teil 35a in die erforderliche Richtung drehen. Da die Abstimmschraube 35 in Gewindeeingriff mit dem Ansatz 34 an der Rahmenwand Fa steht, bewegt sie sich dann axial mit dem anderen Ansatz 32, der über den Stift 31 am Falzklappen-Antriebsnocken 20 verankert ist, wodurch eine Kraft auf den Falzklappen-Antriebsnocken ausgeübt wird, die senkrecht zur Radialrichtung des Nockens ausgerichtet ist. Der Falzklappen-Antriebsnocken 20 dreht sich danach um die Achse des Falzklappenzylinders JC, indem er entlang der Führungsnut 22 in der Rahmenwand Fa gleitet. Die Schrauben 24 können alle wieder festgedreht werden, nachdem der Falzklappen-Antriebsnocken 20 in die erforderliche Winkelposition gedreht wurde, in der die Schwenkbewegung der beweglichen Falzklappen M zeitlich korrekt auf das Fortschieben der Bogen von der Oberfläche des Falzzylinders FC abgestimmt wurde.

Trotz der vorangehenden detaillierten Offenbarung besteht nicht die Absicht, die vorliegende Erfindung durch die exakte Darstellung der Zeichnungen oder durch ihre Beschreibung einzuschränken. Es können verschiedene Modifikationen, Änderungen und Anpassungen der dargestellten Ausführung in einer Weise vorgenommen werden, die nur durch eine richtige Auslegung der folgenden Patentansprüche eingeschränkt wird.


Anspruch[de]
  1. Falzklappenzylinder-Vorrichtung mit einstellbarer zeitlicher Abstimmung zur Verwendung in einem Falzwerk einer Rollenrotationsdruckmaschine zum Falzen von, unter anderem, bedruckten Bogen, umfassend

    einen Falzklappenzylinder (JC), der an Rahmenmitteln (Fa und Fb) befestigt ist, um um seine eigene Achse gedreht zu werden;

    mehrere feste Falzklappen (U), die am Falzklappenzylinder in Abständen entlang dem Umfang befestigt sind;

    mehrere Falzklappen-Tragwellen (11), die am Falzklappenzylinder in Abständen entlang dem Umfang befestigt sind, um bidirektional um ihre eigenen Achsen relativ zum Falzklappenzylinder gedreht zu werden, wobei die Achsen der Falzklappen-Tragwellen parallel zur Achse des Falzklappenzylinders sind; und

    mehrere bewegliche Falzklappen (M), die fest an den Falzklappen-Tragwellen angebracht sind, um bei der bidirektionalen Drehung der Falzklappen-Tragwellen relativ zum Falzklappenzylinder in und außer Eingriff mit den jeweiligen festen Falzklappen geschwenkt zu werden;

    dadurch gekennzeichnet, dass

    ein ringförmiger Falzklappen-Antriebsnocken (20) an den Rahmenmitteln (Fa und Fb) befestigt ist, um so im Winkel relativ zu denselben rings um die Achse des Falzklappenzylinders (JC) verschiebbar zu sein und in festem Verhältnis zu den Rahmenmitteln in einer gewünschten Winkelposition relativ zum Falzklappenzylinder gehalten zu werden;

    ein Falzklappen-Antriebsnockenstößelmittel (10) an jede Falzklappen-Tragwelle (11) gekoppelt ist und betreibbar in Eingriff mit dem Falzklappen-Antriebsnocken ist, um die beweglichen Falzklappen (M) dazu zu bringen, bei Drehung des Falzklappenzylinders nacheinander in und außer Eingriff mit den jeweiligen festen Falzklappen (U) zu schwenken; und

    ein Zeitabstimmmittel (30) zwischen den Rahmenmitteln und dem Falzklappen-Antriebsnocken wirkt, um die Winkelposition des Letzteren relativ zum Falzklappenzylinder einstellbar zu verändern,

    wodurch die Schwenkbewegung aller beweglichen Falzklappen (M) in und außer Eingriff mit den festen Falzklappen (U) zeitlich auf den Betrieb eines in dem Falzmechanismus enthaltenen Falzzylinders (FC) abgestimmt werden kann, indem die Winkelposition des Falzklappen-Antriebsnockens (20) relativ zum Falzklappenzylinder (JC) durch das Zeitabstimmmittel (30) verändert wird.
  2. Falzklappenzylinder-Vorrichtung mit einstellbarer zeitlicher Abstimmung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Falzklappen-Antriebsnockenstößelmittel (10) einen Kurbelarm (12), der an jeder Falzklappen-Tragwelle (11) befestigt ist, um gemeinsam damit gedreht zu werden, und einen Kurbelzapfen (13) umfasst, der an den Kurbelarm gekoppelt ist, um gemeinsam damit um die Achse der Falzklappen-Tragwelle gedreht zu werden, wobei sich der Kurbelzapfen vom Kurbelarm aus in betreibbaren Eingriff mit dem Falzklappen-Antriebsnocken (20) erstreckt.
  3. Falzklappenzylinder-Vorrichtung mit einstellbarer zeitlicher Abstimmung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Falzklappen-Antriebsnocken (20) so ausgebildet ist, dass er ein Paar ringförmiger, konzentrischer Nockenflächen (20a und 20b) umfasst, die radial und axial zum Falzklappen-Antriebsnocken voneinander beabstandet sind; und dass das Falzklappen-Antriebsnockenstößelmittel (10) ferner zwei Nockenstößelrollen (14a und 14b) umfasst, die Seite an Seite am Kurbelzapfen (13) befestigt sind, um um eine gemeinsame Achse parallel zur Achse der Falzklappen-Tragwelle gedreht zu werden, wobei die Nockenstößelrollen in Rolleingriff mit jeder Nockenfläche des Falzklappen-Antriebsnockens sind.
  4. Falzklappenzylinder-Vorrichtung mit einstellbarer zeitlicher Abstimmung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kurbelzapfen (13) gegenüber dem Kurbelarm (12) versetzt und daran befestigt ist, um relativ zu demselben um eine Achse gedreht zu werden, die in parallelem Abstandsverhältnis zur gemeinsamen Achse der Nockenstößelrollen (14a und 14b) ist; und dass ein Mittel (13a) vorgesehen ist, um den versetzten Kurbelzapfen gegen Drehung relativ zum Kurbelarm in einer daran befindlichen gewünschten Winkelposition zu arretieren.
  5. Falzklappenzylinder-Vorrichtung mit einstellbarer zeitlicher Abstimmung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeitabstimmmittel (30) manuell zu drehende Stellschraubenmittel (32, 34, 35 usw.) umfasst, um eine Winkelverschiebung des Falzklappen-Antriebsnockens (20) relativ zum Rahmenmittel (Fa) zu bewirken.
  6. Falzklappenzylinder-Vorrichtung mit einstellbarer zeitlicher Abstimmung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Falzklappen-Antriebsnocken (20) diametral in ein Paar Hälften getrennt ist; und dass Mittel (25) vorgesehen sind, um das Paar Hälften des Falzklappen-Antriebsnockens zu verbinden.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com