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Dokumentenidentifikation EP1604932 19.01.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001604932
Titel Kabelwickelautomat-Schnittstelle und Verfahren zum Betreiben der Schnittstelle
Anmelder Kabelmat GmbH, 72160 Horb, DE
Erfinder Chatzikiriakos, Leonidas, 72116 Mössingen, DE
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 09.06.2004
EP-Aktenzeichen 040135477
EP-Offenlegungsdatum 14.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.01.2006
IPC-Hauptklasse B65H 51/20(2000.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse H01R 43/28(2000.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kabelwickelautomat-Schnittstelle für die Verbindung eines Kabelwickelautomaten mit einem Ablängautomaten sowie ein Verfahren zum Betreiben eines Kabelwickelautomaten zum Konfektionieren von Kabelringen zusammen mit einem Ablängautomaten mit einer dazwischen angeordneten Schnittstelle zur Anpassung eines beliebigen Ablängautomaten an einen Kabelwickelautomaten.

Vorrichtungen zum automatischen Ablängen und unter Umständen auch Abisolieren von Kabeln sind allgemein bekannt und auf dem Markt erhältlich. Derartige, im Nachfolgenden als Ablängautomaten bezeichnete Vorrichtungen beinhalten zumindest eine Schneideinrichtung und einen Vorschub zum Weitertransport des Kabels. Typischerweise handelt es sich dabei um einen sogenannten Raupenvorschub. Über eine entsprechende Steuereinrichtung läuft der Vorgang automatisch ab. Des weiteren sind auf dem Markt automatische Vorrichtungen bekannt, die Kabel konfektionieren und zu einem Kabelring mit einer ganz bestimmten Länge aufwickeln. Auch diese weisen entsprechende Antriebe und Greifeinrichtungen sowie eine Steuereinrichtung auf, um den Vorgang automatisch ablaufen zu lassen. Derartige Vorrichtungen werden im Nachfolgenden als Kabelwickelautomaten bezeichnet. Für das vollständige Konfektionieren eines Kabels sind somit sowohl ein Ablängautomat als auch ein Kabelwickelautomat erforderlich. Da mitunter für eine gesamte Anlage die Ablängautomaten von einem anderen Hersteller stammen als die Kabelwickelautomaten, ist eine Schnittstelle erforderlich, die eine Anpassung der beiden Automaten aufeinander ermöglicht. Bisher war es üblich, für diese Schnittstelle individuelle Lösungen zu konzipieren.

DE 196 14 585 A offenbart eine Kabelwickelautomat-Schnittstelle für die Verbindung eines Kabelwickelautomaten mit einer kontinuierlich arbeitenden Extrudiermaschine wobei die Schnittstelle einen Kabelspeicher mit mindestens einer beweglichen Tänzerrolle und mindestens zwei Umlenkrollen aufweist. Der Kabel wird dabei in dem Kabelwickelautomat abgelängt.

Aus dem Stand der Technik JP8197131 A und FR2443412 A ist weiter ein Kabelspeicher bekannt mit mindestens einer beweglichen Tänzerrolle und mindestens zwei Umlenkrollen wobei die stationären Umlenkrollen auf der einen Seite eines Kabeldurchschusskanals angeordnet sind, und die Tänzerrolle zumindest zum automatischen Einschießen auf der den Umlenkrollen gegenüber liegenden Seite des Durchschusskanals bewegbar ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Möglichkeit vorzuschlagen, mit der eine universelle Schnittstelle für einen Kabelwickelautomaten realisiert werden kann, die an beliebige Ablängautomaten verschiedener Hersteller anschließbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kabelwickelautomat-Schnittstelle mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Verfahren zum Betreiben eines Kabelwickelautomaten zusammen mit einem Ablängautomaten und der dazwischen angeordneten Schnittstelle gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den jeweiligen rückbezogenen Unteransprüchen zu entnehmen.

Gemäß der Erfindung weist die Kabelwickelautomat-Schnittstelle einen Kabelspeicher mit einem Gehäuse, in dem mindestens eine bewegliche Tänzerrolle und mindestens zwei Umlenkrollen angeordnet sind, auf. Derartige Kabelspeicher werden auch als Tänzer bezeichnet und dienen dazu, ein einlaufendes Kabel bei davon abweichenden Auslaufgeschwindigkeiten durch Bildung einer Schlaufe zu puffern. Je nach Anwendungsfall können mehrere Tänzerrollen und entsprechende Umlenkrollen vorgesehen sein. Seitlich an dem Gehäuse befindet sich eine Einlauf- und eine Auslauföffnung für das automatische Durchschießen eines Kabels, wobei die stationären Umlenkrollen in jeweils einem Rollengehäuse gelagert sind und die Rollennut zur Aufnahme des Kabels mit dem Rollengehäuse ein Durchgangsloch bildet. Durch die spezielle Ausgestaltung der Umlenkrollen in dem Rollengehäuse erfolgt eine enge und genaue Führung des eingeführten Kabels, das tangential an den Umlenkrollen vorbei bewegt wird. Die Durchgangslöcher der Umlenkrollen fluchten mit den Einlauf- und Auslauföffnungen und bilden dadurch einen geraden Durchschusskanal für das in den Kabelwickelautomaten einzuschießende Kabel. Während die stationären Umlenkrollen auf der einen Seite des Durchschusskanals angeordnet sind, ist die Tänzerrolle zumindest zum -automatischen Einschießen auf der den Umlenkrollen gegenüber liegenden Seite des Durchschusskanals bewegbar. Damit kann die Tänzerrolle nach dem Durchschießen des Kabels das Kabel quer zur Bewegungsrichtung des Kabels mitnehmen und die für die weitere Funktion der Schnittstelle und deren Zusammenwirken mit dem Kabelautomat und dem Ablängautomaten erforderliche Schlaufe bilden.

Gemäß einer weiteren Ausbildung der Schnittstelle ist an dem Gehäuse ein Wegsensor zum Detektieren der Position der Tänzerrolle, vorzugsweise ein induktiver Wegsensor, angeordnet. Entsprechend der Position der Tänzerrolle wird die Drehzahl des Kabelwickelautomaten geregelt.

Des weiteren ist vorteilhafterweise an der Auslauföffnung ein Kabelsensor, vorzugsweise Ringsensor, zum Detektieren des Vorhandenseins eines Kabels vorgesehen. Dieser Kabelsensor dient insbesondere der Erkennung des Kabelanfangs und des Kabelendes, so dass die Steuerung des Kabelautomaten entsprechend den Aufwickelvorgang regelt.

Nach dem Einschießen des Kabels ist die Tänzerrolle auf eine Grundstellung auf der Seite der Durchführungsstrecke bewegbar, auf der sich auch die Umlenkrollen befinden. Damit wird die Schlaufe gebildet, wobei das Kabel dann über die beiden Umlenkrollen und die Tänzerrolle geführt wird. Die Grundstellung, die entsprechend den Erfordernissen des jeweiligen Ablängautomaten gewählt werden kann, entspricht dem Stillstand der Aufwickelvorrichtung in dem Kabelwickelautomaten, und eine Endstellung am anderen Ende des Gehäuses der maximalen Drehzahl der Aufwickeleinrichtung in dem Kabelwickelautomaten. Zwischen dieser Grundstellung und dieser entfernten Endstellung ist die Tänzerrolle im Betrieb bewegbar, wobei der Wegsensor entsprechend der Entfernung von der Grundstellung ein elektrisches Signal abgibt. Die Tänzerrolle wird mit einer vorgegeben Kraft aus der Grundstellung bewegt sobald das Kabel transportiert wird, so dass der Kabelspeicher befüllt wird. Abhängig von der Differenz zwischen der Vorschubgeschwindigkeit das Ablängautomaten und der Aufwickelgeschwindigkeit des Kabelwickelautomaten bewegt sich die Tänzerrolle aus der Grundstellung. Die Kabelspannung bildet die Gegenkraft zu der die Tänzerrolle aus der Grundstellung bewegenden Kraft. Folglich versucht die Aufwickelvorrichtung die Tänzerrolle auf die Grundstellung zu bewegen.

Vorteilhafterweise steuert die Steuereinrichtung des Kabelwickelautomaten auch entsprechend der Signale des Wegsensors und des Kabelsensors die Aufwickelvorrichtung im Kabelwickelautomaten.

Das Verfahren zum Betreiben der Schnittstelle im Zusammenhang mit dem Kabelwickelautomaten und dem Ablängautomaten wird mit einer Steuereinrichtung in dem Kabelwickelautomaten gesteuert und geregelt. Die Steuereinrichtung empfängt Signale sowohl von dem Ablängautomaten als auch von Sensoren in der Schnittstelle und steuert die Aufwickelvorrichtung mit den folgenden Schritten:

Einstellen der Grundstellung in der Schnittstelle mit der Tänzerrolle in einer Einschussstellung, bei der in der Schnittstelle ein Durchschusskanal für das Kabel gebildet wird;

Einschießen des Kabels durch den Ablängautomaten bis zum Wickelautomaten und Festhalten des Kabelendes in dem Kabelwickelautomaten;

Bewegen der Tänzerrolle in der Schnittstelle quer zur Bewegungsrichtung des Kabels zur Speicherung des von dem Ablängautomaten gelieferten Kabels;

Aufwickeln des Kabels durch den Kabelwickelautomaten mit einer von der Position der Tänzerrolle abhängigen Geschwindigkeit;

Anhalten des Kabelwickelautomaten bei einer vorgebbaren Minimalbefüllung der Schnittstelle nachdem der Ablängautomat das Kabelende erkannt und den Weitertransport des Kabels beendet hat;

Aufwickeln des restlichen Kabels durch den Kabelwickelautomat nach dem Abtrennen des Kabels durch den Ablängautomaten.

Nach dem Anhalten des Kabelwickelautomaten wird vorteilhafterweise die Tänzerrolle in die Einschussstellung bewegt, das Kabelende von dem Kabelsensor beim Aufwickeln des restlichen Kabels erkannt und ein Signal an die Steuereinrichtung des Kabelwickelautomaten gesendet.

Die erfindungsgemäße Schnittstelle und das Verfahren zeichnen sich durch einen einfachen Aufbau aus, der es ermöglicht, lediglich unter Verwendung von geringen Informationen von dem Ablängautomaten den Kabelwickelautomaten über die Schnittstelle an den Ablängautomaten anzupassen. Für die Steuerung der Schnittstelle in Zusammenhang mit der Aufwickeleinrichtung des Kabelwickelautomaten wird seitens des Ablängautomaten lediglich die Transportgeschwindigkeit des Kabels und ein Signal benötigt, das den Schnitt des Kabels in den Ablängautomaten und die Freigabe des Kabelendes, beispielsweise durch einen Raupenvorschub, meldet. Alles Weitere wird durch die Steuerung des Ablängautomaten in Verbindung mit der Schnittstelle erledigt.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen näher erläutert. Es stellen dar:

Figur 1
eine schematische Blockbilddarstellung (Figur 1 a) einer Anordnung mit einem Ablängautomaten, einer Schnittstelle und einem Kabelwickelautomaten mit zugehörigem Blockschaltbild (Figur 1b);
Figur 2
die perspektivische Darstellung eines Kabelwickelautomaten mit integrierter Schnittstelle;
Figur 3
die Vorderansicht der Schnittstelle;
Figur 4
die Rückansicht der Schnittstelle;
Figur 5
die vergrößerte Darstellung X gemäß Figur 3;
Figur 6
Schnitt C-C gemäß Figur 3;
Figur 7
den Schnitt A-A in vergrößerter Darstellung gemäß Figur 3;
Figur 8
den Schnitt B-B in vergrößerter Darstellung gemäß Figur 4.

Figur 1 zeigt als Blockbilddarstellung einen Kabelwickelautomaten 1 und einen Ablängautomaten 2, zwischen denen sich die Schnittstelle 3 befindet. Sowohl der Ablängautomat 2 als auch der Kabelwickelautomat 1 sind allgemein bekannte und auf dem Markt erhältliche Maschinen. Der Ablängautomat 2 kann je nach Ausführung auch gleichzeitig noch eine Abisolierung des Kabelendes vornehmen. Der verfahrensmäßige Ablauf wird im Nachfolgenden im Zusammenhang mit einem derartigen Abläng- und Abisolierautomaten (kurz: Ablängautomat) beschrieben. Der Ablängautomat 2 enthält einen hier nicht dargestellten Raupenvorschub zum Weitertransport des Kabels sowie entsprechende Schneid- und Abisoliereinrichtungen. Der Kabelwickelautomat 1 enthält eine Aufwickeleinrichtung 7 mit entsprechenden, ebenfalls nicht dargestellten Greifern für das Ende des Kabels 4 sowie eine Steuereinrichtung 1'. Diese Steuereinrichtung 1' benötigt für den ordnungsgemäßen Ablauf gemäß der Erfindung unter Verwendung der Schnittstelle 3 für das Aufwickeln des Kabels 4 von dem Ablängautomaten 2 Informationen über den Zeitpunkt der Ablängung, der Öffnung des Raupenvorschubes und während des Weitertransports über die Geschwindigkeit des transportierten Kabels.

Die Figur 1a zeigt in der Blockbilddarstellung die mechanischen Komponenten und die Figur 1b ein vereinfachtes Blockschaltbild hinsichtlich der Signalabläufe. Die Steuereinrichtung 1' des Kabelwickelautomaten 1 steuert die Aufwickelvorrichtung 7 mit allen dazu gehörigen und hier nicht näher erläuterten, bekannten und üblichen Elementen. Die Steuereinrichtung 2' des Ablängautomaten 2 erhält von der Schneideinrichtung 8 und dem Raupenvorschub 9 entsprechende Signale und liefert diese zusammen mit der Geschwindigkeit des Raupenvorschubes an die Steuereinrichtung 1'. Der Wegsensor 5 und der Kabelsensor 6 liefern entsprechende Signale an die Steuereinrichtung 1', die in Abhängigkeit davon die Aufwickeleinrichtung 7 regelt. Mit der Steuereinrichtung 1' ist auch der Antrieb 10 für die Tänzerrolle verbunden, der über die Steuereinrichtung 1' die Tänzerrolle 15 aus der Grundstellung bewegt.

Figur 2 zeigt in einer perspektivischen Ansicht den Kabelwickelautomaten 1 mit einer Schnittstelle 3, die über ein übliches Einschussrohr 11 mit dem Kabelwickelautomat 1 verbunden ist. In dem Kabelwickelautomat 1 befindet sich schematisch angedeutet und nicht weiter erläutert, da allgemein bekannt, die Aufwickelvorrichtung 7 sowie die Steuereinrichtung 1'.

In der vergrößerten Frontansicht der Schnittstelle 3 in der Figur 3 ist das Gehäuse 12 der Schnittstelle dargestellt, welches in diesem Ausführungsbeispiel zwei stationäre Umlenkrollen 13 und 14 beherbergt. Zwischen den beiden Umlenkrollen 13, 14 ist in der Figur die Rückseite des Gehäuses 16 der Tänzerrolle 15 erkennbar, die entlang der Führungsstange 17 bewegbar ist. Seitlich der Führungsstange 17 befindet sich Wegsensor 5 mit dem Signalgeber 19, der induktiv die Position der Tänzerrolle 15 entlang der Führungsstange 17 erkennt und ein entsprechendes Signal abgibt.

In dem Gehäuse befinden sich eine Einlauföffnung 20 (Figur 2) und eine Auslauföffnung 21 am Ende eines an dem Gehäuse befindlichen Auslaufrohres 22. In der in der Figur 3 dargestellten Position der Tänzerrolle 15 entsteht von der Einlauföffnung 20 bis zur Auslauföffnung 21 ein Durchschusskanal für das einzuführende Kabel.

Figur 4 zeigt die Rückseite des Gehäuses 12 mit entfernter Rückwand 23 (Figur 3).

In der vergrößerten Darstellung der Einzelheit X in Figur 5 sind die Rollen 13 bis 15 noch einmal dargestellt.

Die vergrößerte Schnittdarstellung C-C in Figur 6 zeigt das Gehäuse 16 der Tänzerrolle 15 und die Ausbildung des Durchschusskanals 25 unterhalb der Umlenkrolle 13 und oberhalb der Tänzerrolle 15. Die Tänzerrolle 15 wird über den Schlitten 6 entlang der Führungsstange 17 bewegt. Hierfür sorgt ein Pneumatikzylinder 24 in der Schnittdarstellung A-A in Figur 7. Diese Figur zeigt den Durchschusskanal 25 in seiner gesamten Länge, beginnend bei der Einlauföffnung 20 bis zur Auslauföffnung 21 am Auslaufrohr 22. Der Durchschusskanal 25 verläuft unter den beiden Umlenkrollen 13 und 14 und über der Tänzerrolle 15. Zwischen der Umlenkrolle 14 und dem Anfang des Auslaufrohres 22 befindet sich ein Kabelsensor 6, der als Ringsensor ausgebildet ist und induktiv den Anfang bzw. das Ende des Kabels 4 detektiert.

Figur 7 zeigt eine Schnittdarstellung durch die Umlenkrolle 13 mit dem Gehäuse 27, das derart ausgebildet ist, dass durch eine entsprechende Nut 28 in dem Gehäuse 27 und eine Nut 29 in der Umlenkrolle 13 (bzw. 14) ein Durchgangsloch 30 entsteht, das ein Teil des Durchschusskanals 25 bildet.

Der Ablauf des Aufwickelvorgangs erfolgt nun derart, dass in der Startstellung die Tänzerrolle 15 sich in der in den Figuren 3 bis 5 dargestellten Position befindet. Sobald der Ablängautomat 2 das Kabel 4 durch den Durchschusskanal 25 bewegt und der Kabelsensor 6 den Kabelanfang detektiert, wird die Aufwickeleinrichtung 7 positioniert und das Ende des Kabels 4 in bekannter Art und Weise eingefangen. Auf Grund des Aufbaues ist die Entfernung zwischen dem Kabelsensor 6 und der Aufwickelvorrichtung 7 bekannt. Der Ablängautomat 2 liefert der Steuereinrichtung 1' die Einschussgeschwindigkeit des Kabels 4. Sobald das Kabel 4 von der Aufwickelvorrichtung gefangen wurde, wird die Tänzerrolle 15 über den Pneumatikzylinder 24 nach oben bewegt, wobei die Gegenkraft durch die Spannung des Kabels 4 erzeugt wird. Die Aufwickeldrehzahl der Aufwickelvorrichtung 7 wird jetzt über die Position der Tänzerrolle 15 gesteuert, wobei bei diesem Ausführungsbeispiel ca. 10 Prozent der Befüllung des Gehäuses die Drehzahl der Aufwickelvorrichtung Null beträgt. Übersteigt die Befüllung 10 Prozent, so beginnt die Aufwickelvorrichtung 7 mit dem Aufwickeln, wobei die Drehzahl mit der Befüllung des Gehäuses 12 zunimmt. Die Steuerung 1' regelt die Drehgeschwindigkeit der Aufwickelvorrichtung 7 entsprechend der Position der Tänzerrolle 15, so dass ein Stillstand der Aufwickelvorrichtung 7 erst bei einer Befüllung des Gehäuses 12 von 10 Prozent erreicht wird.

Sobald der Ablängautomat 2 die gewünschte Länge in üblicher Art und Weise erkannt hat, hält er das Kabel 4 an, um abzuisolieren. Durch das Anhalten wickelt der Kabelwickelautomat 1 so lange, bis die 10 Prozent erreicht sind. Dann befindet sich die Tänzerrolle 15 in der Grundstellung und die Aufwickelvorrichtung steht still. Nach dem Schneiden des Kabels durch den Ablängautomat 2 gibt dieser ein entsprechendes Signal an die Steuerung 1', die die Tänzerrolle wieder in die in den Figuren 2 bis 4 gezeigte Stellung fährt. Nach der Freigabe des Endes des Kabels 4 durch den Ablängautomat 2 (Öffnen des Raupenvorschubs) gibt dieser ein entsprechendes Signal an die Steuerung 1', welche die Aufwickelvorrichtung 7 veranlasst, mit einer festen Drehzahl den Rest des Kabels 4 aufzuwickeln. Da das Ende des Kabels 4 auch durch den Kabelsensor 6 erkannt wird, kann das Kabel definiert aufgewickelt werden. Die daran anschließenden Vorgänge wie Freigeben des aufgewickelten Kabelringes und Abbinden sind dem Fachmann geläufig und nicht Gegenstand der Erfindung.

Die vorstehend erwähnte Mindestbefüllung des Gehäuses 12 mit 10 Prozent ist wählbar und abhängig von den Komponenten des gesamten Systems, insbesondere jedoch des jeweiligen Ablängautomaten 2. In dem Ausführungsbeispiel wird ein Ablängautomat 2 verwendet, der gleichzeitig noch abisoliert. Beim Abisolieren wird durch den Automaten Kabel zurück gezogen, so dass deshalb bei diesem Ausführungsbeispiel eine Minimalbefüllung sichergestellt sein muss.

Die erfindungsgemäße Schnittstelle zeichnet sich, wie aus der Beschreibung offensichtlich wird, durch einfache konstruktive und steuerungstechnische Maßnahmen aus.


Anspruch[de]
Kabelwickelautomat-Schnittstelle für die Verbindung eines Kabelwickelautomaten (1) mit einem Ablängautomaten (2), dadurch gekennzeichnet, dass

ein Kabelspeicher mit einem Gehäuse (12), in dem mindestens eine bewegliche Tänzerrolle (15) und mindestens zwei Umlenkrollen (13, 14) angeordnet sind, vorgesehen ist, wobei die stationären Umlenkrollen (13, 14) in jeweils einem Rollengehäuse (27) gelagert sind und die Rollennut (29) zur Aufnahme des Kabels (4) mit dem Rollengehäuse (27) ein Durchgangsloch (30) bildet,

seitlich an dem Gehäuse (12) Einlauf- und Auslauföffnungen (20, 21) für das automatische Durchschießen eines Kabels (4) angeordnet sind, die Durchgangslöcher (30) de Umlenkrollen (13, 14) mit den Einlauf- und Auslauföffnungen (20, 21) fluchten und einen geraden Durchschusskanal (25) für das in den Kabelwickelautomaten (1) einzuschießende Kabel (4) bilden,

die stationären Umlenkrollen (13, 14) auf der einen Seite des Durchschusskanals (25) angeordnet sind,

und die Tänzerrolle (15) zumindest zum automatischen Einschießen auf der den Umlenkrollen (13, 14) gegenüber liegenden Seite des Durchschusskanals (25) bewegbar ist.
Schnittstelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (12) ein Wegsensor (5) zum Detektieren der Position der Tänzerrolle (15), vorzugsweise ein induktiver Wegsensor, angeordnet ist. Schnittstelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Auslauföffnung (21) ein Kabelsensor (6), vorzugsweise Ringsensor, zum Detektieren des Vorhandenseins eines Kabels (4) vorgesehen ist. Schnittstelle nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tänzerrolle (15) nach dem Einschießen auf eine Grundstellung auf der Seite des Durchschusskanals (25) bewegbar ist, auf der sich auch die stationären Umlenkrollen (13, 14) befinden. Schnittstelle nach einem der vorangegangenen Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Tänzerrolle (15) im Betrieb zwischen der Grundstellung und einer von dieser entfernten Endstellung bewegbar ist, wobei der Wegsensor (5) entsprechend der Entfernung von der Grundstellung ein elektrisches Signal abgibt. Verfahren zum Betreiben eines Kabelwickelautomaten (1) zum Konfektionieren von Kabelringen zusammen mit einem Ablängautomaten (2) mit einer dazwischen angeordneten Schnittstelle (3) zur Anpassung eines beliebigen Ablängautomaten (2) an einen Kabelwickelautomaten (1) mit einer Steuereinrichtung (1'), die Signale sowohl von dem Ablängautomaten (2) als auch von Sensoren (5, 6) in der Schnittstelle (3) empfängt und eine Tänzerrolle (15) in der Schnittstelle sowie die Aufwickelvorrichtung (7) in dem Kabelwickelautomaten (1) steuert, mit den folgenden Schritten: Einstellen der Grundstellung in der Schnittstelle (3) mit der Tänzerrolle (15) in einer Einschussstellung, bei der in der Schnittstelle (3) ein Durchschusskanal (25) für das Kabel (4) gebildet wird; Einschießen des Kabels (4) durch den Ablängautomaten (2) bis zum Kabelwickelautomaten (1) und Festhalten des Endes des Kabels (4) in dem Kabelwickelautomaten (1); Bewegen der Tänzerrolle (15) in der Schnittstelle (3) quer zur Bewegungsrichtung des Kabels (4) zur Speicherung des von dem Ablängautomaten (2) gelieferten Kabels (4); Aufwickeln des Kabels (4) durch den Kabelwickelautomaten (1) mit einer von der Position der Tänzerrolle (15) abhängigen Geschwindigkeit; Anhalten des Kabelwickelautomaten (1) bei einer vorgebbaren Minimalbefüllung der Schnittstelle (3), nachdem der Ablängautomat (2) das Ende des Kabels (4) erkannt und den Weitertransport des Kabels (4) beendet hat; Aufwickeln des restlichen Kabels (4) durch den Kabelwickelautomat (1) nach dem Abtrennen des Kabels (4) durch den Ablängautomaten (2). Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass beim Einschießen des Kabels (4) der Anfang des Kabels (4) von einem Kabelsensor (6) erkannt und ein Signal an die Steuereinrichtung (1') gesendet wird. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass beim Aufwickeln des Kabels (4) die Drehzahl zwischen Stillstand und maximaler Drehzahl variiert wird, wobei der Stillstand des Kabelwickelautomaten (1) bei einer von der Einschussstellung abweichenden Grundstellung der Tänzerrolle (15) festgelegt wird. Verfahren nach einem der voran gegangenen Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Anhalten des Kabelwickelautomaten (1) die Tänzerrolle (15) in die Einschussstellung bewegt wird, beim Aufwickeln des restlichen Kabels (4) von dem Kabelsensor (6) das Ende des Kabels (4) erkannt und ein Signal an die Steuereinrichtung (1') des Kabelwickelautomaten (1) gesendet wird.
Anspruch[en]
An interface for a cable winder, for connecting a cable winder (1) to a cropping device (2), characterised in that a cable store with housing (12) is provided, in which at least one movable dancer roll (15) and at least two deflection rollers (13, 14) are arranged, and the stationary deflection rollers (13, 14) are each accommodated in a roller stand (27), and the cable groove (29) and the roller stand (27) together form a feed-through hole (30) for accommodating a cable (4), infeed and outfeed apertures (20, 21) are situated on the side of the housing (12) to enable a cable (4) to be fed through automatically, the feed-through holes (30) of the deflection rollers (13, 14) are flush with the infeed and outfeed apertures (20, 21) and form a straight feed-through channel (25) for the cable (4) that is to be fed into the cable winding device (1), the stationary deflection rollers (13, 14) are situated on one side of the feed-through channel (25), and the dancer roll (15) is movable on the side of the feed-through channel (25) opposite the deflection rollers (13, 14) at least for automatic infeeding. The interface as recited in claim 1, characterised in that a travel sensor (5), preferably an inductive travel sensor, is situated in the housing (12) to detect the position of the dancer roll (15). The interface as recited in claim 1 or 2, characterised in that a cable sensor (6), preferably a ring sensor, is provided in the area of the outfeed aperture (21) to detect the presence of a cable (4). The interface as recited in any of the preceding claims, characterised in that after the cable is fed in, the dancer roll (15) is movable to a starting position on the side of the feed-through channel (25) on which the stationary deflection rollers (13, 14) are also located. The interface as recited in any of the preceding claims 2 to 4, characterised in that during operation the dancer roll (15) is movable between the starting position and an ending position at a distance from therefrom, and the travel sensor (5) emits an electrical signal corresponding to the distance from the starting position. A method for operating a cable winder (1) to produce cable rings together with a cropping device (2) with an interface (3) arranged therebetween for adapting any cropping device (2) to a cable winder (1), with a controller (1') that receives signals from both the cropping device (2) and sensors (5, 6) in the interface (3), and controls both a dancer roll (15) in the interface and the wind-up device (7) in the cable winder (1), consisting of the following steps: setting the starting position in the interface (3) with the dancer roll (15) in an infeed position, in which a feed-through channel (25) is formed in the interface (3) for the cable (4); feeding the cable (4) in through the cropping device (2) as far as the cable winder (1) and securing the end of the cable (4) in the cable winder (1); moving the dancer roll (15) in the interface (3) transversely to the direction of movement of the cable (4) for storing the cable (4) output from the cropping device (2); winding up the cable (4) via the cable winder (1) at a speed that is determined by the position of the dancer roll (15); stopping the cable winder (1) when a specifiable minimum level is reached in the interface (3), after the cropping device (2) has detected the end of the cable (4) and stopped forwarding the cable (4); winding up the remainder of the cable (4) via the cable winder (1) after the cable (4) has been cut off by the cropping device (2). The method as recited in claim 6, characterised in that the start of the cable (4) is detected by a cable sensor (6) and a signal is sent to the controller (1') as the cable (4) is fed in. The method as recited in claim 6 or 7, characterised in that the rotating speed is varied between stopped and maximum speed as the cable (4) is wound up, wherein the stationary state of the cable winder (1) is defined for a starting position of the dancer roll (15) that differs from the infeed position. The method as recited in any of the preceding claims 6 to 8, characterised in that after the cable winder (1) is stopped, the dancer roll (15) is moved into the infeed position, the end of the cable (4) is detected by the cable sensor (6) as the remainder of the cable (4) is wound up, and a signal is sent to the controller (1') of the cable winder (1).
Anspruch[fr]
Interface pour un dispositif d'enroulement de câble destinée à la liaison d'un dispositif d'enroulement de câble (1) avec un dispositif de tronçonnage (2),

caractérisée en ce que

un logement de câble comportant une armoire (12), dans laquelle au moins un rouleau danseur (15) mobile et au moins deux rouleaux de renvoi (13,14) sont disposés, est prévu, moyennant quoi les rouleaux de renvoi (13,14) fixes sont positionnés dans un logement de rouleau (27) respectif et la rainure des rouleaux (29) forme pour la réception du câble (4) un alésage traversant (30) avec le logement de rouleaux (27),

des ouvertures d'entrée et de sortie (20,21) sont disposées latéralement sur l'armoire (12) afin d'intercaler automatiquement un câble (4),

les alésages traversants (30) des rouleaux de renvoi (13,14) s'alignent avec les ouvertures d'entrée et de sortie (20,21) et forment un canal intercalaire (25) droit destiné au câble (4) à introduire dans le dispositif d'enroulement de câble (1),

les rouleaux de renvoi (13,14) fixes sont disposés sur un des côtés du canal intercalaire (25),

et le rouleau danseur (15) peut être déplacé sur le côté du canal intercalaire (25) situé en vis-à-vis des rouleaux de renvoi (13,14) au moins pour l'introduction automatique.
Interface selon la revendication 1, caractérisée en ce que dans l'armoire (12), un capteur de trajet (5) pour détecter la position du rouleau danseur (15), de préférence un capteur de trajet inductif, est disposé. Interface selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que au niveau de l'ouverture de sortie (21), un capteur de câble (6), de préférence un capteur annulaire, pour détecter la présence d'un câble (4) est prévu. Interface selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le rouleau danseur (15) peut être déplacé après l'introduction à une position fondamentale sur le côté du canal intercalaire (25), sur lequel se trouvent aussi les rouleaux de renvoi (13,14) fixes. Interface selon une des revendications précédentes 2 à 4, caractérisée en ce que le rouleau danseur (15) en fonctionnement peut être déplacé de la position fondamentale à une position finale s'éloignant de celle-ci, moyennant quoi le capteur de trajet (5) délivre un signal électrique correspondant à l'éloignement par rapport à la position fondamentale. Procédé d'utilisation d'un dispositif d'enroulement de câble (1) pour fabriquer des anneaux de câble conjointement à un dispositif de tronçonnage (2), une interface (3) étant interposée entre ceux-ci afin d'adapter un quelconque dispositif de tronçonnage (2) à un dispositif d'enroulement de câble (1) avec un dispositif de commande (1'), qui reçoit les signaux provenant tant du dispositif de tronçonnage (2) que des capteurs (5,6) dans l'interface (3) et commande un rouleau danseur (15) dans l'interface ainsi que le dispositif d'enroulement (7) dans le dispositif d'enroulement de câble (1), comportant les étapes suivantes : régler la position fondamentale dans l'interface (3) avec le rouleau danseur (15) à une position d'introduction, à laquelle un canal intercalaire (25) destiné au câble (4) est formé dans l'interface (3) ; introduire le câble (4) à travers le dispositif de tronçonnage (2) jusqu'au dispositif d'enroulement de câble (1) et immobiliser l'extrémité du câble (4) dans le dispositif d'enroulement de câble (1) ; déplacer le rouleau danseur (15) dans l'interface (3) transversalement à la direction de déplacement du câble (4) afin de loger le câble (4) fourni par le dispositif de tronçonnage (2) ; enrouler le câble (4) par l'intermédiaire du dispositif d'enroulement de câble (1) à une vitesse dépendant de la position du rouleau danseur (15) ; arrêter le dispositif d'enroulement de câble (1) en présence d'un chargement minimal prescrit de l'interface (3), après que le dispositif de tronçonnage (2) a reconnu l'extrémité du câble (4) et mis fin au transport ultérieur du câble (4) ; enrouler le câble (4) restant par l'intermédiaire du dispositif d'enroulement de câble (1) après que le dispositif de tronçonnage (2) a sectionné le câble (4). Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que, lors de l'introduction du câble (4), le début du câble (4) est reconnu par un capteur de câble (6) et un signal est envoyé au dispositif de commande (1'). Procédé selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que, lors de l'enroulement du câble (4), la vitesse de rotation varie de l'arrêt à la vitesse de rotation maximale, moyennant quoi l'arrêt du dispositif d'enroulement de câble (1) est déterminé à une position fondamentale du rouleau danseur (15) différant de la position d'introduction. Procédé selon une des revendications 6 à 8 précédentes, caractérisé en ce que, après l'arrêt du dispositif d'enroulement de câble (1), le rouleau danseur (15) est déplacé à la position d'introduction, lors de l'enroulement du câble (4) restant l'extrémité du câble (4) est reconnue par le capteur de câble (6) et un signal est envoyé au dispositif de commande (1') du dispositif d'enroulement de câble (1).






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