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Dokumentenidentifikation DE102004031504A1 26.01.2006
Titel Farbkasten für eine Druckmaschine
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Bormann, Gunar, 01737 Oberhermsdorf, DE
DE-Anmeldedatum 30.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004031504
Offenlegungstag 26.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.01.2006
IPC-Hauptklasse B41F 31/02(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B41F 31/04(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      B41F 31/18(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Farbkasten für eine Druckmaschine mit einer Farbkastenwalze, einem zur Farbkastenwalze hin geneigten Farbkastenboden, an die Farbkastenwalze anstellbaren, dem Farbkastenboden zugeordneten Farbzonenschrauben und mindestens einem in den Farbkasten einsetzbaren Farbtrenner zum Verdrucken von mindestens zwei Farben, wobei die der Farbkastenwalze zugeordnete Kontur des Farbtrenners dem Radius der Farbkastenwalze angepasst ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Farbkasten für eine Druckmaschine zu entwickeln, der durch schnelles Umrüsten das Verdrucken mehrerer Farben aus einem Farbkasten ermöglicht und der eine wirksame Abdichtung zwischen den einzelnen Farbreservoiren im Farbkasten aufweist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Farbtrenner (55) in radial angeordnete Rillen (21) der Farbkastenwalze (2) eingreifen und dem Farbkastenboden (11) nebeneinander angeordnete, sich bis in den Bereich der Farbzonenschrauben (4) erstreckende Federzungen (51) zugeordnet sind, wobei die Federzungen (51) derart angeordnet sind, dass sich zwischen den Federzungen (51) Schlitze (56) bilden, in welche die Farbtrenner (55) eingreifen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Farbkasten für eine Druckmaschine mit einer Farbkastenwalze, einem zur Farbkastenwalze hin geneigten Farbkastenboden, an die Farbkastenwalze anstellbare, dem Farbkastenboden zugeordnete Farbzonenschrauben und mindestens ein in den Farbkasten einsetzbarer Farbtrenner zum Verdrucken von mindestens zwei Farben, wobei die der Farbkastenwalze zugeordnete Kontur des Farbtrenners dem Radius der Farbkastenwalze angepasst ist.

Aus der DE 40 04 597 A1 ist eine Druckmaschine bekannt, die einen Farbkasten mit einer diesem zugeordneten Farbkastenwalze und einem zur Farbkastenwalze hin geneigten Farbkastenboden aufweist. Durch zwei zwischen der Farbkastenwalze und dem Farbkastenboden angeordneten Seitenplatten wird eine Farbkammer gebildet. Als Farbdosiereinrichtung sind in Axialrichtung der Farbkastenwalze nebeneinander angeordnete, mit Hilfe einer Einstellvorrichtung gegen die Farbkastenwalze hin einzeln einstellbaren Farbschieber vorgesehen. In der Farbkammer ist parallel zu den Seitenplatten mindestens ein Farbteiler aus einer im wesentlichen dreieckförmigen Platte aus biegeelastischem Kunststoff angeordnet. Die Unterkante liegt plan auf dem Farbkastenboden auf, die Vorderkante ist dem Radius der Farbkastenwalze angepasst und liegt an dieser dichtend an. Die Farbteiler sind mittels einer oberhalb der Farbkammer angeordneten Führungsstange mittels paarweise auf dieser angeordneter Begrenzungsscheiben lagepositioniert.

Für das Nebeneinanderdrucken von mehreren Farben zum Erzielen eines Iris-Effektes ist ein derartiger Farbkasten geeignet. Ist jedoch eine wirksame Trennung zwischen den zu verdruckenden Farben erforderlich, treten Undichtheiten insbesondere zwischen den Farbteilern und der Farbkastenwalze auf.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Farbkasten für eine Druckmaschine zu entwickeln, der durch schnelles Umrüsten das Verdrucken mehrerer Farben aus einem Farbkasten ermöglicht und der eine wirksame Abdichtung zwischen den einzelnen Farbreservoiren im Farbkasten aufweist.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des 1. Anspruchs gelöst.

Die Erfindung hat den Vorteil, dass das Umrüsten von einer konventionellen Farbführung auf Vielfarbdruck und umgekehrt sehr einfach ist. Die Bedienung und Wartung ist wenig aufwendig. Die vorhandene Farbzonenverstellung ist uneingeschränkt weiter nutzbar.

Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die dazugehörigen Zeichnungen haben folgende Bedeutung:

1 Schematische Darstellung eines Farbkastens (Schnitt)

2 Draufsicht in Richtung A (Pfeil)

Wie aus der 1 ersichtlich, besteht der Farbkasten 1 aus einem Farbkastenkörper 12, der nach oben durch einen zur Farbkastenwalze 2 hin geneigten Farbkastenboden 11 begrenzt ist (siehe hierzu 1). Über eine Farbkastenwalzen-Aufhängung 13 (dargestellt in 2) ist eine Farbkastenwalze 2 dem Farbkasten 1 zugeordnet.

Axial zur Farbkastenwalze 2 ist über einen hier nicht näher dargestellten Mechanismus je eine Farbzonenschraube 4 pro Farbzone im Farbkastenboden 11 angeordnet.

Um aufgabengemäß eine Vielzahl von Farben drucken zu können, wird in diesen oben beschriebenen konventionellen Farbkasten 1 ein Farbkasteneinsatz 5 eingebracht. Dieser weist eine sich axial zur Farbkastenwalze 2 erstreckenden Trägerleiste 52 auf, die mit dem Farbkastenboden 11 verschraubt oder auf eine andere Art lösbar verbunden ist. Auf der Trägerleiste 52 sind Federzungen 51 angeordnet, die sich bis in den Bereich der Farbzonenschrauben 4 hinein erstrecken. Je Farbzone ist eine Federzunge 51 vorgesehen.

In einer anderen hier nicht dargestellten Ausführungsform ist ein durchgehendes Federblech vorgesehen, das einzelne Federzungen 51 aufweist. Dabei kann dieses Federblech mit der Trägerleiste 52 verbunden sein oder es wird direkt mit dem Farbkastenboden 11 verschraubt.

Die Federzungen 51 sind so angeordnet, dass sich zwischen diesen Schlitze 56 (siehe 2) für die Aufnahme von Farbtrennern 55 bilden. Diese Farbtrenner 55 haben eine im wesentlichen dreieckförmige Form, wobei die der Farbkastenwalze 2 zugewandte Kontur dem Radius der Farbkastenwalze 2 angepasst ist. Diese Kontur greift in radial angeordnete Rillen 21 der Farbkastenwalze 2 ein. Im Bereich dieser Eingriffszone ist am Farbtrenner 55 je eine Farbabstreifnut 551 angeordnet, um einen Übertritt der Farbe zu verhindern. An den Außenseiten befinden sich Anschlussleisten 57, denen je ein Entnahmegriff 58 zugeordnet ist.

Mit der Trägerleiste 52 ist eine Anschlagleiste 53 verbunden. Auf dieser Anschlagleiste 53 sind einstellbare, den einzelnen Farbtrennern 55 zugeordnete Anschläge 54 angeordnet. Diese Anschläge 54 sind federnd ausgeführt, können aber auch mechanisch verstellbar sein.

Je eine in der Nähe der Abschlussleiste 57 angeordnete handbetätigbare Fixierschraube 6 verbindet den Farbkasteneinsatz 5 mit dem Farbkastenboden 11. Die Verbindung zwischen dem Farbkasteneinsatz 5 und dem Farbkastenboden 11 kann auch durch eine andere lösbare Verbindung erfolgen.

Zwischen dem in den Farbkastenboden 11 eingebrachten Farbkasteneinsatz 5 und der Farbkastenwalze 2 befindet sich ein Farbreservoir 7 mit der zu verdruckenden Farbe.

Zur Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung:

Die vorhandene konventionelle Farbkastenwalze wird durch die mit Rillen 21 versehene Farbkastenwalze 2 ausgetauscht. Jede gummierte Farbwalze des hier nicht näher beschriebenen Farbwerkes der Druckmaschine wird gegen eine nach Art der Farbkastenwalze gerillte Farbwalzen ausgetauscht. Der Farbheber wird ebenfalls gegen einen gerillten Farbheber ausgetauscht, wobei der gerillte Farbheber bezüglich seines Durchmesser an die gerillte Farbkastenwalze 2 angepasst ist.

Der Farbkasteneinsatz 5 wird in den Farbkasten 1 eingelegt und mit Hilfe von der Fixierschraube 6 mit dem Farbkastenboden 11 verschraubt. Die der Farbkastenwalze 2 zugeordnete Kontur der Farbtrenner 55 greift dabei in die Rillen 21 der Farbkastenwalze 2 ein. Über die Anschläge 54 kann bei Bedarf der Andruck der Farbtrenner 55 in die Rillen 21 der Farbkastenwalze 2 feinjustiert werden.

Die Federzunge 51 reicht bis in den Bereich der Farbzonenschrauben 4. Zur Einstellung der Farbschichtdicke wird über die Farbzonenschrauben 4 der Spalt zwischen den Federzungen 51 und der Farbkastenwalze 2 eingestellt.

1Farbkasten 11Farbkastenboden 12Farbkastenkörper 13Farbkastenwalzen-Aufhängung 2Farbkastenwalze 21Rillen 4Farbzonenschraube 5Farbkasteneinsatz 51Federzunge 52Trägerleiste 53Anschlagleiste 54Anschlag 55Farbtrenner 551Farbabstreifnut 56Schlitze 57Abschlussleiste 58Entnahmegriff 6Fixierschraube 7Farbreservoir

Anspruch[de]
  1. Farbkasten für eine Druckmaschine

    – mit einer Farbkastenwalze (2),

    – einem zur Farbkastenwalze (2) hin geneigten Farbkastenboden (11),

    – an die Farbkastenwalze (2) anstellbare, dem Farbkastenboden (11) zugeordnete Farbzonenschrauben (4) und

    – in den Farbkasten (1) einsetzbare Farbtrenner (55) zum Verdrucken von mindestens zwei Farben,

    – wobei die der Farbkastenwalze (2) zugeordnete Konturen der Farbtrenner (55) dem Radius der Farbkastenwalze (2) angepasst sind,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    – die Farbtrenner (55) in radial angeordnete Rillen (21) der Farbkastenwalze (2) eingreifen und

    – dem Farbkastenboden (11) nebeneinander angeordnete, sich bis in den Bereich der Farbzonenschrauben (4) erstreckende Federzungen (51) zugeordnet sind, wobei die Federzungen (51) derart angeordnet sind, dass

    – sich zwischen den Federzungen (51) Schlitze (56) bilden,

    – in welche die Farbtrenner (55) eingreifen.
  2. Farbkasten für eine Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass pro Farbzone eine Federzunge (51) vorgesehen ist.
  3. Farbkasten für eine Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federzungen (51) mit dem Farbkastenboden (11) verbindbar sind.
  4. Farbkasten für eine Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federzungen (51) einer sich axial zur Farbkastenwalze (2) erstreckenden und mit dem Farbkastenboden (11) verbindbaren Trägerleiste (52) zugeordnet sind.
  5. Farbkasten für eine Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den Farbtrennern (55) einstellbare Anschläge (54) zugeordnet sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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