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Dokumentenidentifikation DE102004032630A1 26.01.2006
Titel Tür mit einem in einem ortsfesten Rahmen drehbar gelagerten Türflügel
Anmelder DORMA GmbH + Co. KG, 58256 Ennepetal, DE
Erfinder Herth, Holger, 32107 Bad Salzuflen, DE
Vertreter Ginzel, L., Dipl.-Ing., 58256 Ennepetal
DE-Anmeldedatum 05.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004032630
Offenlegungstag 26.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.01.2006
IPC-Hauptklasse E06B 3/02(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse E06B 3/70(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      E06B 3/36(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Tür mit einem in einem ortsfesten Rahmen drehbar gelagerten Türflügel, der von einem unterhalb der Tür angeordneten Bodentürschließer antreibbar ist, wobei der Türflügel mit mindestens zwei parallel angeordneten Glasscheiben, einem zwischen den Glasscheiben umlaufenden Abstandshalter und einem im unteren Bereich des Türflügels zwischen den Glasscheiben angeordneten Tragelement ausgebildet ist und wobei der Bodentürschließer mit einer Welle in das Tragelement eingreift.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Tür mit einem in einem ortsfesten Rahmen drehbar gelagerten Türflügel, der von einem unterhalb der Tür angeordneten Bodentürschließer antreibbar ist, wobei der Türflügel mit mindestens zwei parallel angeordneten Glasscheiben, einem zwischen den Glasscheiben umlaufenden Abstandshalter und einem im unteren Bereich des Türflügels zwischen den Glasscheiben angeordneten Tragelement ausgebildet ist.

Der DE 199 01 738 C2 ist ein rahmenloser, beweglicher Glasflügel zu entnehmen, der aus zwei durch ein Abstandsprofil beabstandeten Scheiben besteht. Dabei befindet sich zum Anschluss eines Bodentürschließers zwischen den Glasscheiben ein Randabschlusselement, das eine Aufnahmenut zur Aufnahme einer Antriebswelle des Bodentürschließers aufweist. Die Aufnahmenut ist dabei mit konischen Querschnitten ausgestattet.

Solche Türen sind hinlänglich bekannt. Üblicherweise ist bei solchen Türen eine der beiden Glasscheiben mit einer Ausnehmung versehen, durch welche Teile des Türantriebes nach außen über die Ebene des Türflügels überstehen. Dies stört den optischen Gesamteindruck der Tür insbesondere dann, wenn die Tür z. B. in einer Glaswand angeordnet ist.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Tür der eingangs erläuterten Art derart weiterzubilden, dass eine optisch vorteilhafte Anordnung des Türantriebes und ein schneller Ein- und Ausbau ermöglicht wird.

Gelöst wird diese Aufgabe bei einer Tür mit einem in einem ortsfesten Rahmen drehbar gelagerten Türflügel, der von einem unterhalb der Tür angeordneten Bodentürschließer antreibbar ist, wobei der Türflügel mit mindestens zwei parallel angeordneten Glasscheiben, einem zwischen den Glasscheiben umlaufenden Abstandshalter und einem im unteren Bereich des Türflügels zwischen den Glasscheiben angeordneten Tragelement ausgebildet ist, und wobei der Bodentürschließer mit einer Welle in das Tragelement eingreift, dadurch, dass das Tragelement von beiden Glasscheiben in Blickrichtung senkrecht auf die Flügelebene vollständig überlappt ist. Das Tragelement ist dabei an einem unteren Profil auswechselbar durch Schraubelemente mit diesem kraft- und formschlüssig befestigt. An dem unteren Profil ist ferner ein senkrechtes Profil befestigt und an diesem ferner ein oberes Profil. An dem oberen Profil ist eine Aufnahme für ein im Rahmen der Tür enthaltenes Zapfenband integriert. Die Aufnahme ist so gestaltet, dass sie auswechselbar ist.

Infolge dieser Anordnung ist das Tragelement und die Aufnahme auf beiden Seiten von den Glasscheiben vollständig überdeckt, so dass der Türantrieb von außen nicht sichtbar ist und daher auch das Gesamterscheinungsbild der Tür nicht beeinträchtigen kann.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Tür ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung ist das Tragelement als Leiste ausgebildet, welche mit einem Profil verbunden ist. Somit wird eine gute Kraftübertragung und eine lagesichere Positionierung des Tragelementes erreicht.

Um die Tür auch im oberen Bereich sicher zu lagern, ist vorzugsweise vorgesehen, dass an dem oberen Schenkel des Tragrahmens eine Aufnahme für ein oberes Zapfenband der Tür angeordnet ist. Da diese Aufnahme ebenfalls auf beiden Seiten von den Glasscheiben überdeckt ist, kann eine nahezu unsichtbare Lagerung der Tür erreicht werden.

Nach einer bevorzugten Anordnung ist der Abstandshalter als Rahmen mit einer Aussparung zur Aufnahme eines seitlichen Türschlosses ausgebildet. Somit ergibt sich nicht nur ein einfacher und leichter Einbau des Abstandshalters, sondern auch eine genaue und lagesichere Positionierung des Türschlosses.

Um einen ausreichenden Schutz der aus zwei Glasscheiben gebildeten Tür im Randbereich zu ermöglichen, sind nach einer vorteilhaften Weiterbildung die beiden Glasscheiben des Türflügels an ihren Randbereichen von einer U-förmigen Leiste eingefasst, welche im Bereich des Antriebsgehäuses und des Türschlosses ausgespart ist. Ferner befindet sich ein zusätzliches Sperrschloss am unteren Ende des Türflügels, für das in dem Abstandshalter keine zusätzliche Aussparung vorhanden ist.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnungen.

Die einzige 1 zeigt die erfindungsgemäße Tür in einer Explosionsansicht.

Die Tür besteht im Wesentlichen aus zwei parallel zueinander angeordneten Glasscheiben 1, 2, zwischen die ein als umlaufender Rahmen ausgebildeter Abstandshalter 3 eingesetzt ist. Der Abstandshalter 3 ist im Bereich des Türschlosses 4 mit einer Aussparung 5 versehen, damit das Türschloss 5 ohne Probleme zwischen die Glasscheiben 1, 2 eingesetzt werden kann.

Außerhalb des Abstandhalters 3 sind zwischen die Glasscheiben 1, 2 weiterhin Profile 6, 6a, 6b eingesetzt. An dem unteren Schenkel 6b ist im hinteren Bereich ein Tragelement 7, vorzugsweise über Schrauben, angebracht, welches eine Aufnahme für die Antriebswelle 8a eines Bodentürschließers 8 aufweist.

An dem oberen Schenkel 6a des Tragrahmens 6 ist im hinteren Bereich eine Aufnahme 9 für ein oberes Zapfenband 10 der Tür vorzugsweise über Schrauben angebracht.

Das Tragelement 7 und die Aufnahme 9 sind so zwischen die beiden Glasscheiben 1, 2 eingesetzt, dass sie von außen unsichtbar zwischen den beiden Glasscheiben 1, 2 verborgen und auswechselbar sind.

Unterhalb des Türschlosses 4, außerhalb des durchgehenden Abstandsprofiles 3, ist in der Nähe der Unterkante der Tür ein zusätzliches Sperrschloss 11 zwischen die beiden Glasscheiben 1, 2 eingesetzt, welches die Tür im Boden verriegeln kann.

Zum Schutz der Stirnkanten der Glasscheiben 1, 2 ist umlaufend um die Tür eine U-förmige Schutzleiste 12 angebracht, welche die beiden Glasscheiben 1, 2 an ihren Randbereichen umgreift. Die Schutzleiste 12 besteht aus einzelnen Abschnitten und ist im Bereich des Türschlosses 4 ausgespart.

1Glasscheibe 2Glasscheibe 3Abstandshalter 4Türschloss 5Aussparung 6Profil 6aoberes Profil 6bunteres Profil 7Tragelement 8Bodentürschließer 8aAntriebswelle 9Aufnahme 10Zapfenband 11Sperrschloss 12Schutzleiste

Anspruch[de]
  1. Tür mit einem in einem ortsfesten Rahmen drehbar gelagerten Türflügel, der von einem unterhalb der Tür angeordneten Bodentürschließer (8) antreibbar ist, wobei der Türflügel mit mindestens zwei parallel angeordneten Glasscheiben (1, 2), einem zwischen den Glasscheiben (1, 2) umlaufenden Abstandshalter (3) und einem im unteren Bereich des Türflügels zwischen den Glasscheiben (1, 2) angeordneten Profil (6b) mit darauf senkrecht verbundenem Profil (6), das im oberen Bereich außerhalb des Abstandshalters (3) mit einem oberen Profil (6a) verbunden ist, wobei an dem Profil (6b) ein auswechselbares Tragelement (7), das von beiden Glasscheiben (1, 2) in Blickrichtung senkrecht auf die Flügelebene vollständig überlappt ist, kraft- und formschlüssig angeschlossen ist und wobei eine Antriebswelle (8a) des Bodentürschließers (8) in das Tragelement (7) kraft und formschlüssig eingreift und dass an dem oberen Profil (6a) eine auswechselbare Aufnahme (9) für einen Eingriff eines verstellbaren Lagerzapfens eines im ortsfesten Rahmen vorhandenen Gegenlagers befestigbar ist.
  2. Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an oder in dem Profil (6b) ein Sperrschloss (11) befestigbar ist.
  3. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (9) und das Tragelement (7) mit den Profilen (6a) und (6b) durch Schraubverbindungen befestigt werden.
  4. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem Sperrschloss (11) ein weiteres Türschloss (4) vorhanden ist.
  5. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandsrahmen (3) im Bereich des Sperrschlosses (11) gerade durchlaufend ist und keinen Rücksprung aufweist.
  6. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandsrahmen (3) im Bereich des Schlosses (11) einen Rücksprung (5) aufweist.
  7. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Glasscheiben (1, 2) des Türflügels an ihren Randbereichen von einer U-förmigen Schutzleiste (12) eingefasst sind, welche im Bereich des Türschlosses (4) ausgespart ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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