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Träger - Dokument DE102004032979A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004032979A1 26.01.2006
Titel Träger
Anmelder Max Bögl Bauunternehmung GmbH & Co. KG, 92318 Neumarkt, DE
Erfinder Reichel, Dieter, 92318 Neumarkt, DE;
Bögl, Stefan, 92369 Sengenthal, DE;
Waidhauser, Ralf, 92318 Neumarkt, DE
Vertreter Bergmeier, W., Dipl.-Ing.Univ., Pat.-Anw., 85055 Ingolstadt
DE-Anmeldedatum 08.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004032979
Offenlegungstag 26.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.01.2006
IPC-Hauptklasse E01B 25/32(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B61B 13/08(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Ein Träger eines Fahrweges für ein spurgebundenes Fahrzeug, insbesondere eine Magnetschwebebahn, weist eine seitlich aus dem Träger (1) auskragende betonierte Platte (2) auf. An den beiden seitlichen Enden der Platte (2) sind an der Unterseite der Platte (2) Statoren (15, 16), an den Seitenflächen der Platte (2) Seitenführschienen (12) und an der Oberseite der Platte (2) Gleitleisten (8) zum Antrieb und zur Führung des Fahrzeuges angeordnet. An dem Träger (1) sind aushärtbare, insbesondere betonierte, lagerichtige Anlageflächen (5, 6, 7) für die Seitenführschienen (12) und/oder für die Statoren (15, 16) und/oder für die Gleitleisten (8) ausgebildet und die Seitenführschienen (12) und/oder die Statoren (15, 16) und/oder die Gleitleisten (8) sind an den dafür vorgesehenen Anlageflächen (5, 6, 7) lösbar angeordnet, insbesondere angeschraubt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Träger eines Fahrwegs für ein spurgebundenes Fahrzeug, insbesondere eine Magnetschwebebahn, wobei der Träger eine seitlich aus dem Träger auskragende betonierte Platte aufweist und an den beiden seitlichen Enden der Platte an der Unterseite der Platte Statoren, an den Seitenflächen der Platte Seitenführschienen und an der Oberseite der Platte Gleitleisten zum Antrieb und zur Führung des Fahrzeugs angeordnet sind.

Aus der DE 37 16 260 C1 ist ein Verfahren zur Justierung und Befestigung von Funktionsflächen eines Fahrwegs einer elektromagnetischen Schnellbahn bekannt. Hierbei werden Seitenführschienen nach der Justierung und Befestigung von Statoren in eine erforderliche Lage gebracht, gegenüber dem Fahrwegträger positioniert und sodann am Fahrwegträger befestigt. Die Seitenführschienen werden an ihren Enden an vorweg in den Fahrwegträger eingebetteten Verankerungskörpern aus Stahl durch Schweißen befestigt oder über Ankerbolzen durch Vergießen mit erhärtendem Material mit dem Fahrwegträger verbunden. Die Gleitleisten, welche aus einem stark überhöhten Höcker auf der Oberseite des Trägers bestehen, werden auf das erforderliche Maß abgefräst und geschliffen. Nachteilig bei dieser Ausführung ist es, daß zum Positionieren der Seitenführschienen und zum Bearbeiten der Gleitleisten sehr aufwendige Vorrichtungen benötigt werden. Darüber hinaus müssen die Vorrichtungen die Seitenführschienen so lange positionieren, bis das erhärtende Material ausgehärtet ist und die Seitenführschienen fixiert sind. Die Herstellung eines derartigen Fahrwegs ist daher sehr zeit- und damit kostenintensiv.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Träger zu schaffen, welcher besonders schnell und kostengünstig herstellbar und mit Funktionsflächen versehen werden kann.

Die Aufgabe wird gelöst mit einem Träger eines Fahrwegs für ein spurgebundenes Fahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Erfindungsgemäß weist der Träger eines Fahrwegs für ein spurgebundenes Fahrzeug, insbesondere einer Magnetschwebebahn, eine seitlich aus dem Träger auskragende betonierte Platte auf. An den beiden seitlichen Enden der Platte sind an der Unterseite der Platte Statoren, an den Seitenflächen der Platte Seitenführschienen und an der Oberseite der Platte Gleitleisten zum Antrieb und zur Führung des Fahrzeugs angeordnet. An dem Träger befinden sich aushärtbare, insbesondere betonierte Anlageflächen für die Seitenführschienen und/oder für die Statoren und/oder für die Gleitleisten. Die Seitenführschienen und/oder die Statoren und/oder die Gleitleisten sind an den dafür vorgesehenen Anlageflächen vorzugsweise angeschraubt.

Im Gegensatz zum Stand der Technik sind Anlageflächen vorgesehen, welche in den Träger integriert sind. Eine Positionierung der Anbauteile während des Vergießens der Anbauteile mit dem Träger ist hierdurch nicht erforderlich. Nach einer lagerichtigen Herstellung der Anlageflächen, welche sich nach den Erfordernissen der Magnetschwebebahn und der Trasse, in welcher der Träger integriert werden soll, richtet, können die Anbauteile Seitenführschiene, Stator und/oder Gleitleiste unmittelbar angeordnet, insbesondere angeschraubt werden. Es ist somit eine schnelle, kostengünstige und einfache Montage möglich. Die Anbauteile bestehen aus sehr einfach aufgebauten Bauteilen, welche wiederum äußerst kostengünstig hergestellt werden können. Auch die Demontage der Anbauteile, etwa zur Reparatur bzw. zum Austausch beschädigter Anbauteile ist schnell und einfach durchzuführen, da die Anbauteile lösbar an den Anlageflächen angeordnet sind und somit schnell ersetzt werden können. Die Seitenführschienen, Statoren oder Gleitleisten sind vorzugsweise unabhängig voneinander ausgeführt, so daß sie einzeln montiert und demontiert werden können. Die erfindungsgemäße Anlagefläche muß nicht für alle Anbauteile vorgesehen sein. Es genügt wenn beispielsweise lediglich die Seitenführschienen oder die Statoren an den dafür vorgesehen Anlageflächen angeschraubt sind. Die Anlageflächen selbst können bereits die Führungsfunktion des Fahrzeugs übernehmen. So kann es insbesondere für die Gleitleisten ausreichend sein, wenn sie aus den Anlageflächen selbst bestehen. Ein separates Bauteil der Gleitleisten ist damit nicht erforderlich.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Träger ein Betonfertigteil ist. Hierbei muß nicht der komplette Träger als Betonfertigteil ausgebildet sein. Es kann sich auch um eine kombinierte Bauweise handeln, bei welcher beispielsweise die Platte ein Betonfertigteil ist und der Unterbau des Trägers aus Stahl gefertigt ist.

Sind die Anlageflächen weitgehend lagerichtig, insbesondere entsprechend vorbestimmter Varianten des Trägers betoniert, so ist keine oder nur noch eine geringe Bearbeitung der Anlageflächen vor der Montage der Anbauteile erforderlich. Varianten des Trägers, beispielsweise für den Einbau in einer Kurve oder in Geraden der Trasse, können damit bereits bei der Herstellung des Trägers grundsätzlich vorgesehen werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Träger so ausgebildet ist, daß eine der Anlageflächen eine betonierte Gleitleiste bildet. Die Montage eines separaten Anbauteiles für die Gleitleiste wird hierdurch nicht erforderlich. Durch die exakt ausgebildete, entlang des Trägers verlaufende Anlagefläche kann diese direkt als Absetzfläche für das Fahrzeug dienen. Die Festigkeit des Betons ist ausreichend, so daß eine eigens dafür vorgesehene Stahlleiste nicht erforderlich ist.

Um eine Beschädigung des Fahrzeugs oder des Trägers beim Absetzen des Fahrzeugs auf die Gleitleiste zu vermeiden, kann in einer bevorzugten Ausführung der Erfindung vorgesehen sein, daß die betonierte Gleitleiste beschichtet ist. Als Beschichtungsmaterialien können beispielsweise Kunststoffe vorgesehen sein, welche auf die betonierte Gleitleiste aufgebracht werden.

Vorteilhafterweise werden die betonierte Gleitleiste und/oder die Anlageflächen nach einer Lagerzeit der betonierten Platte bearbeitet. Hierdurch werden unvermeidbare Maßveränderungen während der Abbindezeit des Betonträgers abgewartet, um sodann eine bleibende lagerichtige Anlagefläche bzw. betonierte Gleitleiste schaffen zu können. Würde die Bearbeitung zu frühzeitig erfolgen, so würde sich eine zwar ursprünglich exakt bearbeitete Anlagefläche innerhalb weniger Tage zusammen mit dem betonierten Träger hinsichtlich ihres Maßes so verändern, daß die zulässigen Maßtoleranzen für die Anlagefläche überschritten werden würden.

Die aushärtbaren Anlageflächen werden vorteilhafterweise mechanisch bearbeitet, insbesondere gefräst und/oder geschliffen. Hierdurch werden Genauigkeiten erzielt, welche die extrem hohen Anforderungen einer Magnetschwebebahn erfüllen und den Fahrbetrieb des Fahrzeugs gewährleisten. Zur Befestigung der Seitenführschiene sind Spannmittel, insbesondere wenigstens eine Spannlitze oder ein Zuganker vorgesehen, mit welchen die Seitenführschienen mit dem Träger verbunden sind. Eine lagegenaue und weitgehend unveränderliche Befestigung der Seitenführschiene an dem Träger ist hiermit gewährleistet.

Um die Seitenführschienen und/oder die Statoren und/oder die Gleitleisten mit dem Träger zu verbinden, ist in besonders vorteilhafter Weise vorgesehen, daß im Bereich der ausgebildeten Anlageflächen Befestigungsmittel, insbesondere Gewindehülsen und/oder Hülsen-Mutter-Einsätze in den Träger integriert sind. Die Befestigungsmittel können in dem Träger während der Herstellung des Trägers bzw. der Platte einbetoniert werden. Bei Bedarf werden die Stirnseiten der Gewindehülsen und/oder Hülsen-Mutter-Einsätze zusammen mit den Anlageflächen bearbeitet, so daß eine lagegenaue Anlagefläche für die Anbauteile entsteht. Über Schrauben und die integrierten Befestigungsmittel werden sodann die Seitenführschienen, Statoren und/oder Gleitleisten an dem Träger angeschraubt. Um das erforderliche Maß der Anbauteile zueinander zum fehlerfreien Führen und Antreiben des Magnetschwebefahrzeuges zu erhalten, ist es selbstverständlich, daß sowohl die Seitenführschienen als auch die Statoren und ggf. die Gleitleisten ebenfalls auf ein exaktes Maß gefertigt wurden, um im Zusammenwirken mit den lagerichtigen Anlageflächen das vorgeschriebene Zangenmaß zwischen den einzelnen Anbauteilen zu erhalten. Aufgrund der einfachen Gestaltung der Anbauteile, welche durch die in dem Träger integrierten Anlageflächen ermöglicht ist, ist die Einhaltung geringer Maßtoleranzen der Anbauteile sehr einfach zu erhalten.

Beispielsweise um eine mechanische Bearbeitung zu vermeiden oder in einem nur sehr geringen Maß erforderlich zu machen, ist es besonders vorteilhaft, wenn die aushärtbaren Anlageflächen bereits durch das Einstellen der Herstellform beim Betonierender Platte lagerichtig oder weitgehend lagerichtig geformt sind. Hierbei wird die Schalung im Bereich der Anlageflächen variabel und einstellbar ausgeführt, um die Anlageflächen an die Erfordernisse, welche an den Träger für den Einbau in die Trasse gestellt sind, anzupassen. So kann beispielsweise bei einer Verwindung des Trägers der Verlauf der Anlageflächen vom Verlauf des Trägers abweichen, um eine ordnungsgemäße Führung des Fahrzeugs zu gewährleisten.

Je nach Erfordernis ist es vorteilhaft, wenn die aushärtbaren Anlageflächen entweder kontinuierlich oder diskontinuierlich entlang der Platte ausgebildet sind. Eine kontinuierliche Ausbildung der Anlageflächen bietet sich insbesondere für die Gleitleisten und die Statoren an. Besonders vorteilhaft ist die diskontinuierliche Ausführung der Anlageflächen für die Seitenführschienen. Der besondere Vorteil hierbei besteht darin, daß Regen- oder Schmelzwasser, welches sich auf der Oberseite des Trägers sammelt, zwischen dem Träger und der Seitenführschiene durch den Abstand, welcher zwischen den aushärtbaren Anlageflächen entsteht, abfließen kann. Eine eigene Einrichtung zum Abführen des Regen- oder Schmelzwassers von der Oberseite des Trägers ist hierdurch nicht mehr erforderlich. Außerdem werden die Seitenführschienen weitgehend von Wasser freigehalten, wodurch insbesondere im Winter ein Vereisen der Seitenführschienen und damit eine wesentliche Veränderung des Maßes und damit verbunden eine Störung des Fahrbetriebs des Fahrzeugs zuverlässig vermieden wird.

Um eine besonders gute Führung der Statoren zu erhalten, ist es vorteilhaft, wenn die aushärtbaren Anlageflächen einer Seite der Platte jeweils zwei zueinander parallel ausgebildete Höcker bilden. Auf den Höckern werden die Statoren bzw. die Halter der Statoren angeordnet. Hierfür bietet sich insbesondere wiederum ein Anschrauben an, da dies schnell durchführbar ist und insbesondere ein Austausch bei defekten Statoren bzw. Statorenhaltern vorteilhaft ist.

Neu und erfinderisch ist es, wenn die Platte zwischen den beiden parallel verlaufenden Gleitleisten gegenüber den Gleitleisten erhöht ausgebildet ist. Während es bisher üblich war die Gleitleisten als Höcker auf der Oberseite der Platte auszubilden, so ist nunmehr ein stufenförmiger oder nach außen abfallender Verlauf der Oberseite der Platte vorgesehen, wobei die Gleitleisten niedriger als die Oberfläche der Platte zwischen den beiden Gleitleisten der Platte angeordnet ist. Hierdurch wird gewährleistet, daß Regen- und Schmelzwasser, welches sich auf der Oberseite des Trägers bzw. der Platte sammelt, zu den seitlichen Außenseiten der Platte abfließen kann. Ein Stau zwischen den beiden Höckern der Gleitleisten des Standes der Technik erfolgt somit nicht mehr. Eine separate Einrichtung zum Abführen des Regen- und Schmelzwassers ist hierdurch nicht mehr erforderlich, wodurch der Bau des Trägers wiederum deutlich kostengünstiger auszuführen ist.

Besonders vorteilhaft ist natürlich, wenn die Oberseite der Platte ausgehend von ihrer Längsachse über die Gleitleisten bis hin zu den Seitenführschienen gestuft bzw. abfallend ausgebildet ist. So kann auch bei einer kontinuierlichen Befestigung der Seitenführschiene gewährleistet werden, daß das Wasser von der Oberseite der Platte ggf. auch über die Seitenführschienen abfließt. Außerdem wird gewährleistet, daß kein Stau zwischen des Seitenführschienen und den Gleitleisten erfolgt, wodurch wiederum eine Störung des Fahrbetriebs, insbesondere bei starken Regenereignissen oder bei Vereisung des Trägers zu befürchten wären.

Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben. Es zeigt

1 eine perspektivische Draufsicht auf einen Trägerabschnitt,

2 eine perspektivische Unteransicht eines Trägerabschnittes,

3 eine Detailansicht eines seitlichen Plattenendes und

4 einen Querschnitt durch einen schräg gestellten Träger.

1 zeigt einen Träger 1, welcher im wesentlichen aus einer Platte 2 und Stegen 3 besteht, wobei lediglich eine Hälfte des Trägers 1 und damit nur ein Steg 3 aus Übersichtlichkeitsgründen dargestellt ist. Der Träger 1 ist als ein Betonfertigteil ausgeführt und wird in der dargestellten Form in einem Betonfertigteilwerk hergestellt und anschließend an eine Trasse eines Fahrwegs für ein spurgebundenes Fahrzeug, insbesondere Magnetschwebebahn transportiert.

Die Platte 2 ragt in Form eines Kragarmes über den Steg 3 hinaus. Das seitliche Ende der Platte 2 ist zur Führung bzw. zum Anbau von Führungs- und Antriebsteilen des Fahrzeugs vorgesehen. Die Anbauteile, welche zur Führung und zum Antrieb des Magnetschwebefahrzeuges erforderlich sind, bestehen an der Oberseite des Trägers 1 aus mindestens einer, üblicherweise zwei Gleitleisten zum Absetzen des Fahrzeugs, an jedem seitlichen Ende der Platte 2 jeweils einer Seitenführschiene zum seitlichen Führen des Fahrzeugs sowie an der Unterseite der Platte 2 aus Statoren und deren Aufhängung zum Antreiben des Fahrzeugs.

In der vorliegenden Erfindung ist die Platte 2 mit Anlageflächen 5, 6 und 7 versehen. Anlagefläche 5 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel derart ausgeführt, daß sie selbst bereits als Gleitleiste dient. Die Oberfläche der Gleitleiste 5 ist geschliffen, so daß sie das vorbestimmte Maß der Gleitleiste bereits einhält. Darüber hinaus ist die Anlagefläche 5 kontinuierlich ausgebildet, wodurch ein Magnetschwebefahrzeug beim Absetzen auf der Anlagefläche 5 bis zum Stillstand gleiten kann. Die Anlagefläche 5 ist darüber hinaus im Vergleich zur im Bereich einer Mittellinie 10 des Trägers 1 angeordneten Oberfläche der Platte 2 abgestuft angeordnet. Zum Ende der Platte 2 hin ist eine weitere Stufe vorgesehen. Hierdurch wird Regen- oder Schmelzwasser, welches sich auf der Oberseite der Platte 2 sammelt, zum Rand des Kragarmes hin abgeführt und kann dort abfließen. Ein zusätzliches Abflußsystem auf der Platte 2 für Wasser ist hierdurch nicht erforderlich. Die Stufe muß selbstverständlich nicht so ausgeprägt ausgebildet sein wie in 1 dargestellt. Sie kann auch kontinuierlich oder gewölbt sein. Wesentlich ist jedoch, daß ein Abfließen des Oberflächenwassers von dem Träger 1, ohne daß sich eine größere Menge des Wassers auf der Oberfläche des Trägers 1 ansammelt, gewährleistet ist.

Die Anlageflächen 6 sind diskontinuierlich an den äußeren seitlichen Stirnflächen der Platte 2 angeordnet. Im Bereich der Anlageflächen 6 sind Gewindehülsen 11 in dem Beton der Platte 2 eingelassen. An den Gewindehülsen 11 wird nach der Bearbeitung der Anlagefläche 6 eine Seitenführschiene angeschraubt.

Die Bearbeitung der Anlageflächen 6 erfolgt ebenso wie bei den Anlageflächen 5 und 7 durch Fräsen und/oder Schleifen. Hierdurch werden besonders exakte Oberflächen und geringe Toleranzen ermöglicht. Eine maßgenaue Seitenführschiene, welche an die Anlageflächen 6 angeschraubt wird, ermöglicht somit eine exakte Zuordnung zu später beschriebenen Statoren und zu Seitenführschienen, welche auf der gegenüberliegenden Seite der Platte 2 angeordnet sind. Das dabei entstehende Zangenmaß ist maßgebend für eine zuverlässige und exakte Führung des Fahrzeugs auf dem Träger 1.

An der Unterseite des Kragarmes der Platte 2 sind die weiteren Anlageflächen 7 vorgesehen. Die Anlageflächen 7, welche ebenso wie die Anlagefläche 5 kontinuierlich entlang des Trägers 1 verlaufen, dienen zur Befestigung der Statoren. Auch in den Anlageflächen 7 können Gewindehülsen 18 eingelassen sein, an welchen die Statoren bzw. deren Träger angeschraubt werden. Die Schnittstelle der Anlageflächen 7 zu den Trägern der Statoren sind ebenfalls gefräst und/oder geschliffen, um ein exaktes Maß, welches insbesondere in Bezug auf die Anlagefläche 5 eingehalten werden muß, zu erhalten.

Auf der Anlagefläche 5 kann, wenn die Anlagefläche 5 selbst nicht als Gleitleiste verwendet werden soll, eine weitere Leiste, beispielsweise auch über Dübel- und Schraubenverbindungen an der Anlagefläche 5 befestigt werden. Vorteilhafterweise wird auch in diesem Fall die Gleitleiste und die Anlagefläche 5 derart ausgebildet, daß sie niedriger als die mittlere Oberfläche der Platte 2 angeordnet ist und gegenüber dem seitlichen Rand erhöht ausgebildet ist, um das Abfließen von Wasser zum seitlichen Rand der Platte 2 hin zu ermöglichen.

In 2 ist eine perspektivische Ansicht von unten auf einen Träger 1 dargestellt. Der Träger 1 entspricht im wesentlichen dem Träger 1 aus 1. Aus dieser Darstellung wird insbesondere die kontinuierliche Anordnung der Anlageflächen 7 deutlich. Die Erfindung ist allerdings nicht auf die kontinuierliche Anordnung der Anlageflächen 7 beschränkt. Es kann durchaus auch diese Anlagefläche 7 diskontinuierlich ausgeführt werden, indem lediglich an den Stellen, an welchen die Statoren oder die Statoraufhängungen befestigt werden sollen, eine entsprechende Anlagefläche 7 vorgesehen ist. Der Vorteil der diskontinuierlichen Anlagefläche 7 besteht darin, daß weniger Materialbearbeitung erforderlich ist, um die Statoren lagerichtig anordnen zu können. Die Bearbeitung ist hierdurch weniger aufwendig und damit kostengünstiger.

Zur Befestigung der Statoren sind Hülsen-Mutter-Einsätze 18 im Bereich der Anlageflächen 7 einbetoniert. An die Hülsen-Mutter-Einsätze 18 werden die Statoraufhängungen angeschraubt.

Die Anlageflächen 6 sind wiederum diskontinuierlich an den äußeren Stirnseiten der Platte 2 ausgebildet. Hierdurch entstehen nach dem Anbau von Seitenführschienen Zwischenräume zwischen der Seitenführschiene und der Platte 2 zwischen den einzelnen Anlageflächen 6. Diese Zwischenräume eignen sich zum Abfließen des auf der Oberfläche der Platte 2 gesammelten Wassers, ohne daß das Wasser über die Seitenführschienen hinweg strömen muß. Dies ist insbesondere im Winter vorteilhaft, da hierdurch vermieden wird, daß die Seitenführschienen vereisen und somit den Fahrbetrieb des Fahrzeugs einschränken könnten.

3 zeigt eine Detailansicht eines Kragarmes einer Platte 2. An der Anlagefläche 6 ist eine Seitenführschiene 12 über eine Schraube 13 mit der Gewindehülse 11 verbunden. Die Seitenführschiene 12 wird dabei über die Schraube 13 an die bearbeitete Fläche der Anlagefläche 6 angepreßt. Die Gewindehülse 11 ist in dem Beton der Platte 2 eingegossen. Sie ist über einen Spannstab 14 fest in der Platte 2 verankert. Das nicht dargestellte Ende des Spannstabes 14 mündet beispielsweise in eine weitere nicht dargestellte Gewindehülse, welche zur Befestigung der gegenüberliegenden Seitenführschiene 12 dient.

An der Unterseite des Kragarmes der Platte 2 ist ein Stator 15 zum Antrieb des Fahrzeugs befestigt. Der Stator 15 ist in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel an einer Statoraufhängung 16 angeordnet, welche nach dem Prinzip einer Nut-Feder-Verbindung mit dem Stator 15 verbunden ist. Die Statoraufhängung 16 ist mittels Schrauben 17 in dem in dem Beton der Platte 2 eingegossenen Hülsen-Mutter-Einsatz 18 angeschraubt. Die Statoraufhängung 16 wird dabei gegen die bearbeiteten Flächen der Anlageflächen 7 gedrückt und bringt hierdurch den Stator 15 in die vorbestimmte Lage. Selbstverständlich sind auch andere Formen der Statoraufhängung 16 möglich, welche nicht in Form einer Nut-Feder-Verbindung den Stator 15 befestigen, sondern beispielsweise mit Schrauben, Bolzen oder Hülsen den Stator 15 fixieren.

Sind die Hülsen der Hülsen-Mutter-Einsätze 18 leicht konisch zu der Mutter hin ausgebildet, so wird einerseits das Einführen der Schraube 17 in den Hülsen-Mutter-Einsatz 18 erleichtert und andererseits ein Winkelversatz zwischen der Hülsenachse und der Schraubenachse von mehreren Grad für die Montage von Statoren 15 ermöglicht. Eine Anpassung der Statoren 15 an die gewünschte Lage kann hierdurch sehr einfach realisiert werden. Die Verankerung des Hülsen-Mutter-Einsatzes 18 in dem Beton erfolgt mittels einer großen Scheibe im Bereich der Mutter.

Die Oberseite der Platte 2 ist wiederum gestuft ausgebildet. Die Stufen bewirken, daß vom Zentrum der Platte 2 hin zum seitlichen Rand der Platte 2 diese nach unten abgestuft ist. Hierdurch wird das Wasser, welches auf der Oberfläche der Platte 2 gesammelt wird, zur Seite der Platte 2 geführt. Die Abstufung ist auch bei der Anlagefläche 6 mittels einer Schräge vorgesehen, welche hin zur ebenfalls tiefer gesetzten Seitenführschiene 12 fortgesetzt ist. Neben der hier dargestellten Abstufung kann selbstverständlich auch eine andere Form der Schräge erzeugt werden, beispielsweise mit einer leicht gewölbten Oberfläche der Platte 2 oder mit einer schiefen Ebene der Oberfläche der Platte 2, bei welcher die Anlagefläche 5 bzw. die daraus gebildete Gleitleiste als horizontale ebene Fläche eingeschliffen ist.

In 4 ist ein Querschnitt durch einen schräg aufgestellten Träger 1 gezeigt. Durch die Schrägstellung, d.h. eine horizontale Neigung von wenigen Grad, wird bewirkt, daß Wasser von der Oberfläche des Trägers 1 ablaufen kann. Um Wasseransammlungen auf dem Träger 1 zu vermeiden, sind die Erhebungen zur Ausbildung der Anlageflächen 5 derart ausgebildet, daß in Richtung des abgesenkten Endes des Trägers 1 keine oder kaum Erhöhungen, sondern im wesentlichen nur Abstufungen vorgesehen sind. Ein zuverlässiger Fahrbetrieb ist damit auch bei starken Regenereignissen gewährleistet.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispielen beschränkt. Insbesondere Kombinationen der einzelnen Elemente der Erfindung sind selbstverständlich möglich. So kann durchaus nach dem erfindungsgemäßen Prinzip lediglich die Seitenführschiene angeordnet sein, während die Befestigung der Gleitleiste oder der Statoraufhängung nach einem anderen Prinzip erfolgt.


Anspruch[de]
  1. Träger eines Fahrweges für ein spurgebundenes Fahrzeug, insbesondere eine Magnetschwebebahn, wobei der Träger (1) eine seitlich aus dem Träger (1) auskragende betonierte Platte (2) aufweist und an den beiden seitlichen Enden der Platte (2) an der Unterseite der Platte (2) Statoren (15, 16), an den Seitenflächen der Platte (2) Seitenführschienen (12) und an der Oberseite der Platte (2) Gleitleisten (8) zum Antrieb und zur Führung des Fahrzeuges angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Träger (1) aushärtbare, insbesondere betonierte Anlageflächen (5, 6, 7) für die Seitenführschienen (12) und/oder für die Statoren (15, 16) und/oder für die Gleitleisten (8) ausgebildet sind und die Seitenführschienen (12) und/oder die Statoren (15, 16) und/oder die Gleitleisten (8) an den dafür vorgesehenen Anlageflächen (5, 6, 7) lösbar angeordnet, insbesondere angeschraubt sind.
  2. Träger nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1) ein Betonfertigteil ist.
  3. Träger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlageflächen weitgehend lagerichtig, insbesondere entsprechend vorbestimmter Varianten des Trägers (1) betoniert sind.
  4. Träger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Anlageflächen (5) eine betonierte Gleitleiste (8) bildet.
  5. Träger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die betonierte Gleitleiste (8) beschichtet ist.
  6. Träger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die betonierte Gleitleiste (8) und/oder die Anlageflächen (5, 6, 7) nach einer Lagerzeit der betonierten Platte (2) bearbeitet sind.
  7. Träger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die aushärtbaren Anlageflächen (5, 6, 7) mechanisch bearbeitet, insbesondere gefräst und/oder geschliffen sind.
  8. Träger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenführschiene (12) über Spannmittel, insbesondere wenigstens einer Spannlitze oder einem Zuganker (14) mit dem Träger (1) verbunden ist.
  9. Träger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenführschienen (12) und/oder die Statoren (15, 16) und/oder die Gleitleisten (8) mittels in dem Träger (1) im Bereich der ausgebildeten Anlageflächen (5, 6, 7) integrierter Befestigungsmittel, insbesondere Gewindehülsen (11) und/oder Hülsen-Mutter-Einsätze (18), mit der Platte (2) verbunden sind.
  10. Träger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die aushärtbaren Anlageflächen (5, 6, 7) durch Einstellen der Herstellform beim Herstellen der Platte (2) insbesondere weitgehend lagerichtig geformt sind.
  11. Träger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die aushärtbaren Anlageflächen (5, 6, 7) kontinuierlich und/oder diskontinuierlich entlang der Platte (2) ausgebildet sind.
  12. Träger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die aushärtbaren Anlageflächen (7) für die Statoren (15, 16) einer Seite der Platte (2) jeweils zwei zueinander parallel ausgebildete Höcker sind.
  13. Träger, insbesondere nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (2) zwischen den beiden parallel verlaufenden Gleitleisten (8) gegenüber den Gleitleisten (8) erhöht ausgebildet ist.
  14. Träger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite der Platte (2) ausgehend von ihrer Längsachse über die Gleitleisten (8) bis hin zu den Seitenführschienen (12) gestuft und/oder zur Seite des Trägers (1) hin abfallend ausgebildet ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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