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Dokumentenidentifikation DE202005012425U1 02.02.2006
Titel Vereinfachte Vorrichtung für die Aufzugsnotbremsung
Anmelder Paley, Anatoly, Prof. dRF, 80804 München, DE
DE-Aktenzeichen 202005012425
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 02.02.2006
Registration date 29.12.2005
Application date from patent application 08.08.2005
IPC-Hauptklasse B66B 5/16(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B66B 5/22(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Aufzugsnotbremsung nach dem Oberbegriff des Anspruchs.

Fast alle existierenden Vorrichtungen für die Notbremsung von Aufzügen im Fall des Abreißens der Tragseile funktionieren nach dem bekannten Prinzip des Watt'schen Fliehkraftreglers: Bei der Geschwindigkeitszunahme über die kritische Geschwindigkeit wird die Keilfangvorrichtung, die die fallende Kabine, stoppt, durch den Fliehkraftregler ausgelöst. Eine solche Keilfangvorrichtung besteht aus einem unmittelbar an dem Gehäuse befestigten Keil und einem beweglichen Keil, und der Fliehkraftregler bringt beweglichen Keil mittels des Hebelantriebs in Kontakt mit der Leitschiene.

Unzweifelhafte Vorzüge gegenüber solchen Systeme haben die Keilfangvorrichtungen, die unmittelbar auf das Abreißen der Tragseile reagieren. Dies wird durch die Nutzung des in Moment des Seilabrisses beim freien Fall auftretenden Zustandes der Schwerelosigkeit der Aufzugskabine erreicht. (Z.B. die Vorrichtungen nach DE 3739654 A1, DE 469475 A1, FR 541611).

Die modernste der solchen Vorrichtungen ist „Vorrichtung für die Aufzugsnotbremsung" nach DE 10154578 B4, die an Hand der 1, 2a und 2b näher erläutert wird. Vorrichtung besteht aus zwei gleichen Teilen (rechts und links an der Kabine oder rechts und links an der Leitschiene angebracht). Jedes Teil besteht aus einem unbeweglichen Keil (1), der mit der Kabine mittels des Gehäuses (2) fest verbunden wird, und einem an einer Feder (6) aufgehängten beweglichen Keil (3) mit dem zusätzlichen Beschleunigungsgewicht (4). Die Federaufhängung (Konsole (5)) wird fest mit der Kabine (oder mit dem unbeweglichen Keil) verbunden.

Im Fall des Tragseilabrisses wird die statische Komponente der Gegenkraft der Federaufhängung auf das Beschleunigungsgewicht augenblicklich gleich Null. Dabei kehrt die Feder in einen neuen Gleichgewichtszustand zurück und löst dann die Keilfangvorrichtung (1, 3) aus (bringt beweglichen Keil (3) in Kontakt mit der Leitschiene (7)).

Im Fall des Ausfalls der Vorrichtung erfolgt ebenfalls eine Notabschaltung. Unter dem Beschleunigungsgewicht (4) befindet sich die Konsole (8) mit den elektrischen Kontakten (9). Beim Abreißen der Federaufhängung (5) oder beim Bruch der Feder (6) fällt das Beschleunigungsgewicht (4) nach unten und schließt einen Stromkreis, der ein Steuersignal auslöst, um den Aufzug in nächsten Etage zu stoppen und die weitere Aufzugsbewegung zu blockieren.

Praktisch wird in dieser Vorrichtung im Fall des Tragseilabrisses nur eines der zwei Teile (entweder linkes oder rechtes) ausgelöst. Zweites Teil wird nicht ausgelöst, weil der Aufzug schon gestoppt ist.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung für die Notbremsung von Aufzügen vorzuschlagen, die einfacher (und billiger) und damit genauso sicher zum Vergleich gegen Vorrichtung nach DE 10154578 B4 ist. Die Aufgabe wird durch die Merkmalen des Schutzanspruchs gelöst.

Vereinfachte Vorrichtung für die Aufzugsnotbremsung unterscheidet sich von der Vorrichtung nach DE 10154578 nur darin, dass die nur aus einem Teil besteht, das entweder links oder rechts an der Leitschiene angebracht wird (3). Die andere Seite des Gehäuses gleitet die Leitschiene entlang (mittels der Rollen oder unmittelbar).

1unbeweglicher Keil 2Gehäuse der Keilfangvorrichtung 3beweglicher Keil 4zusätzliches (Beschleunigungs-)Gewicht 5Konsole 6Feder 7Leitschiene 8KOnsole 9Schließkontakte

Anspruch[de]
  1. Vereinfachte Vorrichtung für die Aufzugsnotbremsung, die die bei der Schwerelosigkeit des Gewichts beim Abriss der Tragseile auftretende reversible elastische Dehnverformung der Feder nutzt, bestehend aus einem unmittelbar an einem Gehäuse (2) befestigten Keil (1) und einem beweglichen Keil (3), gekennzeichnet dadurch, dass der bewegliche Keil (3) mit dem direkt mit ihm verbundenen Beschleunigungsgewicht (4) an der Feder (6) aufgehängt wird, und die Verformungsbelastung auf die Feder (6) bei normalen Betrieb des Aufzugs mittels dieses Gewichtes (4) erzeigt wird, wobei ein fester Keil (1) und ein beweglicher Keil (3) rechts oder links einer Führungsschiene (7) angeordnet sind, und dass unter dem Beschleunigungsgewicht (4) elektrische Kontakte (9) vorgesehen sind, auf welche beim Bruch der Feder (6) oder der Federaufhängung (5) der bewegliche Keil (3) zusammen mit dem Beschleunigungsgewicht (4) fällt und einen Stromkreis schließt, um den Aufzug an der nächsten Etage zu stoppen und die weitere Aufzugsbewegung zu blockieren.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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