PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004020954B3 09.02.2006
Titel System bestehend aus einem elektrischen Rasierapparat und wenigstens einem Zubehörteil
Anmelder Braun GmbH, 61476 Kronberg, DE
Erfinder Dietzel, Daniel, 65779 Kelkheim, DE;
Wetzel, Matthias, 61137 Schöneck, DE;
Kreutz, Norbert, 61273 Wehrheim, DE;
Matern, Matthias, 61449 Steinbach, DE;
Stenger, Volker, 63768 Hösbach, DE;
Höser, Jürgen, 61267 Neu-Anspach, DE
DE-Anmeldedatum 28.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004020954
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.02.2006
IPC-Hauptklasse B26B 19/48(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B26B 19/04(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      B26B 19/38(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein System, bestehend aus einem elektrischen Rasierapparat (1) und wenigstens einem am Rasierapparat (1) abnehmbar anordenbaren Zubehörteil (2, 18). Der Rasierapparat (1) weist einen Scherkopf (4) mit einer Kurzhaarschneidvorrichtung (5) auf, die über wenigstens ein perforiertes Obermesser (6) und wenigstens ein mit dem Obermesser (6) zusammenwirkendes Untermesser verfügt. Das Zubehörteil (2, 18) weist zwei einander gegenüberliegend angeordnete Haltearme (12) auf, die am Rasierapparat (1) einrastbar sind. Das erfindungsgemäße System zeichnet sich dadurch aus, daß das Zubehörteil (2, 18) so am Scherkopf (4) des Rasierapparats (1) anlegbar ist, daß es im Bereich seiner Haltearme (12) vom Rasierapparat (1) absteht und die Haltearme (12) durch eine Schwenkbewegung des Zubehörteils (2, 18), bei der das Zubehörteil (2, 18) weiterhin am Scherkopf (4) anliegt, am Rasierapparat (1) einrastbar sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein System bestehend aus einem elektrischen Rasierapparat und wenigstens einem Zubehörteil gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Anbringen eines Zubehörteils an einem elektrischen Rasierapparat.

Es ist bereits bekannt, an einem elektrischen Rasierapparat im Bereich seines Scherkopfes eine Schutzkappe anzubringen, um das Schersystem, insbesondere eine oder mehrere Scherfolien, vor Beschädigung zu schützen. Zum Rasieren wird die Schutzkappe abgenommen und nach Beendigung des Rasiervorgangs und Reinigen des Rasierapparats wird die Schutzkappe wieder am Rasierapparat angebracht. Ebenso ist es auch bekannt, auf den Scherkopf eines Rasierapparats einen Distanzkamm aufzustecken, mit dessen Hilfe die Barthaare auf eine definierte Länge geschnitten werden können. So offenbart die DE 195 38 730 C2 einen Trockenrasierapparat oder eine Haarschneidemaschine mit einem Langhaarschneidsystem und einem dem Langhaarschneidsystem zugeordneten Distanzkamm. Der Distanzkamm ist gleichzeitig in zwei unterschiedlichen Richtungen verschiebbar angeordnet und wird beim Verschieben des Langhaarschneidsystems in seine Arbeitsposition am Gehäuse des Trockenrasierapparats bzw. der Haarschneidemaschine gesichert.

Bei bekannten Rasierapparaten wird die Schutzkappe bzw. der Distanzkamm in der Regel parallel zur Längsachse des Rasierapparats auf den Rasierapparat aufgeschoben. Dies erfordert Einschränkungen bezüglich der Formgebung des Scherkopfes bzw. des an den Scherkopf angrenzenden Gehäusebereichs. Außerdem ist ein gewisser Aufwand für die Führung der Schutzkappe bzw. des Distanzkamms während des Aufschiebens und für die Fixierung am Rasierapparat erforderlich.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einem geringen Aufwand eine zuverlässige Fixierung eines Zubehörteils an einem elektrischen Rasierapparat sowie ein einfaches Anbringen und Abnehmen des Zubehörteils zu ermöglichen.

Diese Aufgabe wird durch ein System mit der Merkmalskombination des Anspruchs 1 gelöst.

Das erfindungsgemäße System besteht aus einem elektrischen Rasierapparat und wenigstens einem am Rasierapparat abnehmbar anordenbaren Zubehörteil. Der Rasierapparat weist einen Scherkopf mit einer Kurzhaarschneidvorrichtung auf, die über wenigstens ein perforiertes Obermesser und wenigstens ein mit dem Obermesser zusammenwirkendes Untermesser verfügt. Das Zubehörteil weist zwei einander gegenüberliegend angeordnete Haltearme auf, die am Rasierapparat einrastbar sind. Die Besonderheit des erfindungsgemäßen Systems besteht darin, daß das Zubehörteil so an den Scherkopf des Rasierapparats anlegbar ist, daß es im Bereich seiner Haltearme vom Rasierapparat absteht und die Haltearme durch eine Schwenkbewegung des Zubehörteils, bei der das Zubehörteil weiterhin am Scherkopf anliegt, am Rasierapparat einrastbar sind.

Die Erfindung hat den Vorteil, daß das Zubehörteil auf sehr einfache Weise am Rasierapparat angebracht und wieder vom Rasierapparat abgenommen werden kann und nach dem Anbringen dennoch zuverlässig fixiert ist. Besonders vorteilhaft ist es, daß der diesbezügliche Fertigungsaufwand sowohl beim Rasierapparat als auch beim Zubehörteil vergleichsweise gering ist.

Die zuverlässige Fixierung des Zubehörteils am Rasierapparat kann dadurch sichergestellt werden, daß der Rasierapparat und das Zubehörteil ineinandergreifende Rastelemente aufweisen. Dabei sind die Rastelemente des Rasierapparats vorzugsweise als feststehende Vorsprünge und die Rastelemente des Zubehörteils vorzugsweise als korrespondierende Bohrungen oder Vertiefungen ausgebildet. Dies hat den Vorteil, daß keine aufwendigen und störungsanfälligen Rastmechanismen mit Federn, Kugeln usw. erforderlich sind.

Die Haltearme des Zubehörteils sind vorzugsweise an den Schmalseiten des Rasierapparats einrastbar, so daß die üblicherweise abgerundet ausgebildete Stirnfläche des Scherkopfes die Schwenkbewegung des Zubehörteils erleichtert. Insbesondere sind die Haltearme des Zubehörteils außerhalb des Scherkopfes am Rasierapparat einrastbar. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Haltearme des Zubehörteils elastisch nachgebend ausgebildet sind, so daß auf zusätzliche elastische Elemente für das Einrasten der Haltearme am Rasierapparat verzichtet werden kann. Ebenso ist es vorteilhaft, wenn die Haltearme des Zubehörteils so gekrümmt sind, daß sich ihre freien Enden einander annähern. Dadurch wird eine formschlüssige Umklammerung des Rasierapparats durch die Haltearme ermöglicht.

Das Zubehörteil kann ein Abdeckelement zum wenigstens partiellen Abdecken der Kurzhaarschneidvorrichtung des Rasierapparats aufweisen. Dabei können die Haltearme des Zubehörteils durch je eine kurvenförmig begrenzte, insbesondere ovale, Ausnehmung vom Abdeckelement abgesetzt sein. Weiterhin können sich die Haltearme des Zubehörteils mit zunehmender Entfernung vom Abdeckelement wenigstens bereichsweise einander annähern. Auf diese Weise kann eine parallel zur Längsachse des Rasierapparats formschlüssige Verbindung zwischen dem Zubehörteil und dem Rasierapparat ausgebildet werden. Insgesamt kann das Zubehörteil im am Rasierapparat eingerasteten Zustand den Rasierapparat auf einer durch den Scherkopf gebildeten Stirnseite, einer Breitseite und zwei Schmalseiten schalenförmig umgreifen.

Bei einem ersten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems ist das Zubehörteil als ein Distanzkamm ausgebildet. In diesem Fall ist es von Vorteil, wenn das Abdeckelement des Zubehörteils geschlossen ausgebildet ist. Dadurch können Bartstoppeln zurückgehalten werden, die sich in der Kurzhaarschneidvorrichtung angesammelt haben. Das Zubehörteil kann insbesondere ein verschiebbares Kammelement aufweisen. Dadurch ist eine Einstellung der Schnittlänge einer Langhaarschneidvorrichtung des Rasierapparats möglich.

Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems ist das Zubehörteil als eine Schutzkappe für die Kurzhaarschneidvorrichtung ausgebildet. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist es von Vorteil, wenn das Abdeckelement des Zubehörteils Schlitze aufweist, um ein Trocknen der Kurzhaarschneidvorrichtung zu beschleunigen. Diese Schlitze können auch dem Rasieren sogenannter Drei-Tagebärten dienen, wobei die verbleibende Bartlänge durch den Abstand der zwischen den Schlitzen vorhandenen Stege zur Kurzhaarschneidvorrichtung vorgegeben ist. Weiterhin kann das Zubehörteil eine Schalterabdeckung zum Abdecken eines Schalters des Rasierapparats aufweisen. Dadurch kann ein unerwünschtes Betätigen des Schalters verhindert werden.

Das erfindungsgemäße System kann auch so ausgebildet sein, daß es mehrere Zubehörteile mit unterschiedlichen Funktionen aufweist, die wahlweise am Rasierapparat anbringbar sind. Beispielsweise kann sowohl der Distanzkamm als auch die Schutzkappe vorgesehen sein. Dadurch können die Anwendungsmöglichkeiten des Rasierapparats erweitert werden.

Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf ein Verfahren zum Anbringen eines Zubehörteils, das zwei einander gegenüberliegend angeordnete Haltearme aufweist, an einem elektrischen Rasierapparat, der einen Scherkopf mit einer Kurzhaarschneidvorrichtung aufweist, die über wenigstens ein perforiertes Obermesser und wenigstens ein mit dem Obermesser zusammenwirkendes Untermesser verfügt. Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß das Zubehörteil so an den Scherkopf des Rasierapparats angelegt wird, daß es im Bereich seiner Haltearme vom Rasierapparat absteht und die Haltearme durch eine Schwenkbewegung des Zubehörteils, bei der das Zubehörteil weiterhin am Scherkopf anliegt, am Rasierapparat eingerastet werden.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.

Es zeigen:

1 ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems in perspektivischer Darstellung,

2, 3, 4 das erste Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems in verschiedenen Seitenansichten und

5 ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems in perspektivischer Darstellung.

1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems in perspektivischer Darstellung. Verschiedene Seitenansichten des ersten Ausführungsbeispiels sind in den 2, 3 und 4 dargestellt. Gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel weist das erfindungsgemäße System einen elektrischen Rasierapparat 1 und einen als ein separates Teil ausgebildeten Distanzkamm 2 auf. In 1 ist der Distanzkamm 2 vom Rasierapparat 1 abgenommen dargestellt. In den 2, 3 und 4 ist der Distanzkamm 2 jeweils am Rasierapparat 1 angeordnet dargestellt.

Der Rasierapparat 1 weist ein Gehäuse 3 auf, an dem ein Scherkopf 4 mit einer Kurzhaarscheidvorrichtung 5 angeordnet ist. Die Kurzhaarschneidvorrichtung 5 besteht aus einer perforierten Scherfolie 6 und einem Messerblock, der durch die Scherfolie 6 verdeckt und daher nicht figürlich dargestellt ist. Mittels eines Schalters 7, der wasserdicht ausgebildet ist, kann die Kurzhaarschneidvorrichtung 5 ein- und ausgeschaltet werden. Ein für den Betrieb der Kurzhaarschneidvorrichtung 5 erforderlicher Elektromotor sowie dessen Stromversorgung sind innerhalb des Gehäuses 3 des Rasierapparats 1 angeordnet und daher nicht figürlich dargestellt. Wie aus den 3 und 4 hervorgeht, weist der Rasierapparat 1 weiterhin eine Langhaarschneidvorrichtung 8 mit einem ersten Langhaarschneider 9 und einem zweiten Langhaarschneider 10 auf, der schmaler als der erste Langhaarschneider 9 ausgebildet ist. Wahlweise der erste Langhaarschneider 9 oder der zweite Langhaarschneider 10 kann in eine Bereitschaftsposition geschwenkt und von dort aus in eine Betriebsposition verschoben werden.

Der Distanzkamm 2 weist ein schalenförmiges Abdeckelement 11 auf, das im Bereich der Kurzhaarschneidvorrichtung 5 bereichsweise am Scherkopf 4 des Rasierapparats 1 anliegt, wenn der Distanzkamm 2 am Rasierapparat 1 angeordnet ist. Dabei deckt das Abdeckelement 11 die Scherfolie 6 ab und hält gegebenenfalls aus der Perforation der Scherfolie 6 austretende Bartstoppeln zurück. Einteilig mit dem Abdeckelement 11 sind zwei einwärts gekrümmte Haltearme 12 ausgebildet, die an gegenüberliegenden Schmalseiten des Distanzkamms 2 angeordnet sind und an einer Breitseite des Distanzkamms 2 ineinander und in das Abdeckelement 11 übergehen. Die Haltearme 12 sind durch je eine ovale Ausnehmung 13 vom Abdeckelement 11 abgesetzt. Zusammengenommen weisen die beiden Haltearme 12 im Querschnitt die Form einer Klammer auf und umklammern das Gehäuse 3 des Rasierapparats 1, wenn der Distanzkamm 2 am Rasierapparat 1 angeordnet ist. In der Nähe ihrer freien Enden weisen die Haltearme 12 jeweils eine Bohrung 14 auf. Die Bohrungen 14 dienen der Aufnahme je eines zylindrischen Vorsprungs 15 an den Schmalseiten des Rasierapparats 1. Statt der Bohrungen 14 können die Haltearme 12 auch Vertiefungen zur Aufnahme der Vorsprünge 15 aufweisen, die sich lediglich über einen Teilbereich der Dicke der Haltearme 12 erstrecken.

Der Distanzkamm 2 weist weiterhin ein Kammelement 16 auf, das relativ zu den Haltearmen 12 verschiebbar ist. Das Kammelement 16 kann parallel zur Längsachse des Rasierapparats 1 verschoben werden, wenn der Distanzkamm 2 am Rasierapparat 1 angeordnet ist. Dadurch kann beim Einsatz der Langhaarschneidvorrichtung 8 der Abstand zwischen dem Kammelement 16 und dem ersten Langhaarschneider 9 bzw. dem zweiten Langhaarschneider 10 und somit die Schnittlänge variiert werden. Um eine reproduzierbare Einstellung der Schnittlänge zu ermöglichen, ist am Distanzkamm 2 eine Skala 17 vorgesehen, an der die jeweilige Verschiebung des Kammelements 16 abgelesen werden kann.

Zum Anbringen des Distanzkamms 2 am Rasierapparat 1 wird der Distanzkamm 2 im Bereich des Abdeckelements 11 so am Scherkopf 4, insbesondere an der Kurzhaarschneidvorrichtung 5, zur Anlage gebracht, daß der Distanzkamm 2 in einem spitzen Winkel von der Breitseite des Rasierapparats 1 abgespreizt ist. Der Distanzkamm 2 steht somit im Bereich der Haltearme 12 vom Rasierapparat 1 ab, wobei die freien Enden der Haltearme 12 je nach Größe des Winkels zwischen dem Distanzkamm 2 und dem Rasierapparat 1 das Gehäuse 3 des Rasierapparats 1 berühren oder davon beabstandet sind. Wie aus 3 hervorgeht, wird diese Anordnung dadurch ermöglicht, daß das Kammelement 16 so ausgebildet ist, daß es auf einer Seite des Distanzkamms 2 schräg vom Distanzkamm 2 absteht. Anschließend wird der Distanzkamm 2 zum Rasierapparat 1 hin geschwenkt, wobei das Abdeckelement 11 weiterhin am Scherkopf 4 anliegt. Im Rahmen der Schwenkbewegung gleiten die freien Enden der Haltearme 12 über die Schmalseiten des Rasierapparats 1 und insbesondere auch über die dort ausgebildeten Vorsprünge 15 und werden dabei elastisch aufgeweitet.

Wenn die Haltearme 12 ihre Endpositionen erreicht haben, kommen die Bohrungen 14 mit den Vorsprüngen 15 zur Deckung. Bedingt durch die elastische Vorspannung der Haltearme 12 rasten die Vorsprünge 15 in die Bohrungen 14 der Haltearme 12 ein und fixieren den Distanzkamm 2 formschlüssig am Rasierapparat 1. Außerdem umgreifen die Haltearme 12 den Rasierapparat 1 partiell und bilden dadurch eine das Rückschwenken des Distanzkamms 2 hemmende Formschluß-Verbindung aus. Da die Haltearme 12 des Distanzkamms 2 jeweils in dem Bereich, in dem sie an den Schmalseiten des Rasierapparats 1 anliegen, entsprechend der Außenkontur des Gehäuses 3 des Rasierapparats 1 leicht konisch geformt sind und zudem das Abdeckelement 11 am Scherkopf 4 anliegt, besteht auch in Längsrichtung des Rasierapparats 1 zusätzlich zum Eingriff der Vorsprünge 15 in die Bohrungen 14 eine Formschluß-Verbindung zwischen dem Distanzkamm 2 und dem Rasierapparat 1. Der Distanzkamm 2 ist somit zuverlässig am Rasierapparat 1 verankert, so daß das Kammelement 16 in eine gewünschte Position verschoben und die Langhaarschneidvorrichtung 8 des Rasierapparats 1 in Betrieb genommen werden kann.

Zum Abnehmen des Distanzkamms 2 vom Rasierapparat 1 wird der Distanzkamm 2 unter Überwindung der im Bereich der Haltearme 12 wirkenden elastischen Kräfte vom Rasierapparat 1 weg geschwenkt, liegt dabei aber weiterhin mit dem Abdeckelement 11 am Scherkopf 4 an. Dadurch wird der Eingriff zwischen den Vorsprüngen 15 des Rasierapparats 1 und den korrespondierenden Bohrungen 14 der Haltearme 12 aufgehoben und auch die Umklammerung des Rasierapparats 1 durch die Haltearme 12 gelöst. Anschließend wird der Distanzkamm 2 vollständig, d. h. auch im Bereich des Abdeckelements 11 vom Rasierapparat 1 entfernt.

Bei einer Abwandlung des ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Systems sind die Vorsprünge 15 des Rasierapparats 1 federbelastet ausgebildet und werden beim Anbringen des Distanzkamms 2 am Rasierapparat 1 durch die Haltearme 12 wenigstens teilweise versenkt. Sobald die Endposition des Distanzkamms 2 erreicht ist, werden die Vorsprünge 15 durch die Federwirkung wieder ausgefahren und rasten in die Bohrungen 14 der Haltearme 12 ein. Bei dieser Abwandlung muß der Distanzkamm 2 nicht elastisch nachgebend ausgebildet sein.

5 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems in perspektivischer Darstellung. Beim zweiten Ausführungsbeispiel ist der Rasierapparat 1 in identischer Weise ausgebildet wie beim ersten Ausführungsbeispiel. Anstelle des Distanzkamms 2 wird allerdings eine Schutzkappe 18 am Rasierapparat 1 angebracht. Die Schutzkappe 18 weist eine ähnliche Grundform wie der Distanzkamm 2 ohne das Kammelement 16 auf. Allerdings weist das Abdeckelement 11 der Schutzkappe 18 im Gegensatz zum Distanzkamm 2 eine Reihe von Schlitzen 19 auf. Die Schlitze 19 ermöglichen eine rasche Trocknung der Kurzhaarschneidvorrichtung 5, die während des Betriebs oder zur Reinigung mit einer Flüssigkeit benetzt wird. Als eine weitere Besonderheit verfügt die Schutzkappe 18 über eine Schalterabdeckung 20, die den Schalter 7 des Rasierapparats 1 überdeckt, wenn die Schutzkappe 18 am Rasierapparat 1 angebracht ist. Dadurch kann ein ungewolltes Einschalten des Rasierapparats 1 bei angebrachter Schutzkappe 18 verhindert werden.

Das Anbringen der Schutzkappe 18 am Rasierapparat 1 und das Abnehmen der Schutzkappe 18 vom Rasierapparat 1 erfolgt in analoger Weise wie für den Distanzkamm 2 beschrieben.

In weiteren Ausführungsbeispielen des erfindungsgemäßen Systems sind anstelle des Distanzkamms 2 bzw. der Schutzkappe 18 andere Zubehörteile vorgesehen, die am Rasierapparat 1 angebracht werden können. Ebenso ist es auch möglich, das erfindungsgemäße System so auszubilden, daß sowohl der Distanzkamm 2 als auch die Schutzkappe 18 und ggf. weitere Zubehörteile vorgesehen sind, die wahlweise am Rasierapparat 1 angebracht werden können.


Anspruch[de]
  1. System bestehend aus einem elektrischen Rasierapparat (1) und wenigstens einem am Rasierapparat (1) abnehmbar anordenbaren Zubehörteil (2, 18), wobei der Rasierapparat (1) einen Scherkopf (4) mit einer Kurzhaarschneidvorrichtung (5) aufweist, die über wenigstens ein perforiertes Obermesser und wenigstens ein mit dem Obermesser zusammenwirkendes Untermesser verfügt und wobei das Zubehörteil (2, 18) zwei einander gegenüberliegend angeordnete Haltearme (12) aufweist, die am Rasierapparat (1) einrastbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Zubehörteil (2, 18) so an den Scherkopf (4) des Rasierapparats (1) anlegbar ist, daß es im Bereich seiner Haltearme (12) vom Rasierapparat (1) absteht und die Haltearme (12) durch eine Schwenkbewegung des Zubehörteils (2, 18), bei der das Zubehörteil (2, 18) weiterhin am Scherkopf (4) anliegt, am Rasierapparat (1) einrastbar sind.
  2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rasierapparat (1) und das Zubehörteil (2, 18) ineinandergreifende Rastelemente (14, 15) aufweisen.
  3. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastelemente (15) des Rasierapparats (1) als feststehende Vorsprünge (15) und die Rastelemente (14) des Zubehörteils (2, 18) als korrespondierende Bohrungen (14) oder Vertiefungen ausgebildet sind.
  4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltearme (12) des Zubehörteils (2, 18) an den Schmalseiten des Rasierapparats (1) einrastbar sind.
  5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltearme (12) des Zubehörteils (2, 18) außerhalb des Scherkopfes (4) am Rasierapparat (1) einrastbar sind.
  6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltearme (12) des Zubehörteils (2, 18) elastisch nachgebend ausgebildet sind.
  7. System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltearme (12) des Zubehörteils (2, 18) so gekrümmt sind, daß sich ihre freien Enden einander annähern.
  8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Zubehörteil (2, 18) ein Abdeckelement (11) zum wenigstens partiellen Abdecken der Kurzhaarschneidvorrichtung (5) des Rasierapparats (1) aufweist.
  9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltearme (12) des Zubehörteils (2, 18) durch je eine kurvenförmig begrenzte, insbesondere ovale, Ausnehmung (13) vom Abdeckelement (11) abgesetzt sind.
  10. System nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Haltearme (12) des Zubehörteils (2, 18) mit zunehmender Entfernung vom Abdeckelement (11) wenigstens bereichsweise einander annähern.
  11. System nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Zubehörteil (2, 18) im am Rasierapparat (1) eingerasteten Zustand den Rasierapparat (1) auf einer durch den Scherkopf (4) gebildeten Stirnseite, einer Breitseite und zwei Schmalseiten schalenförmig umgreift.
  12. System nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Zubehörteil (2) als ein Distanzkamm (2) ausgebildet ist.
  13. System nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (11) des Zubehörteils (2) geschlossen ausgebildet ist.
  14. System nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Zubehörteil (2) ein verschiebbares Kammelement (16) aufweist.
  15. System nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Zubehörteil (18) als eine Schutzkappe (18) für die Kurzhaarschneidvorrichtung (5) ausgebildet ist.
  16. System nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (11) des Zubehörteils (18) Schlitze (19) aufweist.
  17. System nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Zubehörteil (18) eine Schalterabdeckung (20) zum Abdecken eines Schalters (7) des Rasierapparats (1) aufweist.
  18. System nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß es mehrere Zubehörteile (2, 18) mit unterschiedlichen Funktionen aufweist, die wahlweise am Rasierapparat (1) anbringbar sind.
  19. Verfahren zum Anbringen eines Zubehörteils (2, 18), das zwei einander gegenüberliegend angeordnete Haltearme (12) aufweist, an einem elektrischen Rasierapparat (1), der einen Scherkopf (4) mit einer Kurzhaarschneidvorrichtung (5) aufweist, die über wenigstens ein perforiertes Obermesser und wenigstens ein mit dem Obermesser zusammenwirkendes Untermesser verfügt, dadurch gekennzeichnet, daß das Zubehörteil (2, 18) so an den Scherkopf (4) des Rasierapparats (1) angelegt wird, daß es im Bereich seiner Haltearme (12) vom Rasierapparat (1) absteht und die Haltearme (12) durch eine Schwenkbewegung des Zubehörteils (2, 18), bei der das Zubehörteil (2, 18) weiterhin am Scherkopf (4) anliegt, am Rasierapparat (1) eingerastet werden.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com