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Dokumentenidentifikation DE10336757A1 09.02.2006
Titel Taschenfalzverfahren
Anmelder Gabriel, Dirk, 72119 Ammerbuch, DE
Erfinder Gabriel, Dirk, 72119 Ammerbuch, DE
Vertreter Schuster, Müller & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 08.08.2003
DE-Aktenzeichen 10336757
Offenlegungstag 09.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.02.2006
IPC-Hauptklasse B65H 45/16(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Leistungs- und/oder Qualitätssteigerung an einem Taschenfalzwerk, indem die Falzspaltweite der einziehenden Falzwalzen in Teilphasen eines kontinuierlichen Falzvorgangs falzzyklusabhängig vergrößert bzw. verkleinert wird sowie eine entsprechende Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens. Das Verfahren eignet sich nicht nur zum Falzen von konventionell nacheinander zugeführten Falzbogen, sondern insbesondere auch zum Falzen von sich schuppenstromartig überlappend zugeführten Bogen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindunq bezieht sich auf ein Verfahren zur Leistungs- und/oder Qualitätssteigerung an einem Taschenfalzwerk, indem die Falzspaltweite der einziehenden Falzwalzen 1+2 in Teilphasen eines kontinuierlichen Falzvorgangs falzzyklusabhängig vergrößert bzw. verkleinert wird, sowie eine entsprechende Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens. Das Verfahren eignet sich nicht nur zum Falzen von konventionell nacheinander zugeführten Bogen 13 (z.B. Papierbogen), sondern insbesondere auch auch zum Falzen von schuppenstromartig überlappend zugeführten Bogen 13.

Bei einem in verschiedene Teilphasen unterteilbaren kontinuierlichen Falzzyklus in einem Taschenfalzwerk herkömmlicher Bauart, wird der Bogen 13 mit auf die Papierbeschaffenheit abgestimmter Laufgeschwindigkeit in die Tasche 7 befördert. Beim Anstoßen der vorderen Bogenkante am Taschenanschlag 12 (Beginn der Stauchphase) und bei gleichzeitiger Weiterbeförderung des Bogens 13 bildet sich zwischen den drei Falzwalzen 1+2+3 (wobei die Stauchphase mit dem Eintritt des Bogens 13 in den Falzspalt der Walzen 2+3 endet) der Falz. Der Bogen 13 verläßt die Falztasche 7 und der nächste Bogen wird in die Falztasche 7 geführt.

In den letzten Jahren sind Taschenfalzwerke immer leistungsfähiger geworden. Dies betrifft sowohl die reine Falzgeschwindigkeit, als auch die Handhabung, die in bezug auf die Fehlerüberwachung und Steuerung zu einer geringern Störungsanfälligkeit und höheren Kontinuität hin verbessert wurde.

Es gibt aber nach wie vor störende Einflüsse, die sich leistungsbegrenzend auswirken.

Selbst wenn die Bogen 13 noch so gut ausgerichtet zugeführt werden, unterliegen sie beim Einlaufen in die Falztasche durch Toleranzschankungen unterschiedlichen Reibungskräften und Schlupf, worin der Grund für das von der Ausrichtung schwankende Abdriften zu sehen ist.

Zum Beispiel haben die einziehenden Falzwalzen 1+2 während des Transports des Bogens 13 zum Taschenanschlag 12 (insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten) insofern einen ungünstigen Einfluß, als daß der Bogen von einem idealen Einlaufwinkel abzudriften neigt, weil dieser durch Toleranzschwankungen der Papierstärke und Toleranzschwankungen der Falzspaltweite aufgrund von Falzwalzenradiustoleranzen der einziehenden Falzwalzen 1+2 nicht unbeeinflußt in die Falztasche 7 einläuft.

Es ist ferner zu beobachten, daß ideal ausgerichtete Bogen 13 (Einstellwinkel des Ausrichtelineals im 90° Winkel zu den einziehenden Falzwalzen 1+2) von den einziehenden den Falzwalzen 1+2 durch seitliches Wegdriften weniger beeinflußt werden, als weniger präzise ausgerichtete Bogen 13. Ist der einstellbare Winkel dagegen größer als 90° gewählt, so ergibt sich zwar günstigerweise, daß der in die Falztasche 7 einlaufende Bogen 13 von den einziehenden Falzwalzen 13 gegen das Anlagegelineal gedrückt wird und somit (sich gegen das Anlagelineal abstützend) weniger seitlich "tanzt", aber es kommt auch zu einem (zumindest minimal) schiefen Falzergebnis.

Noch schlechter ist es allerdings, wenn der Winkel kleiner als 90° ist, weil der Bogen 13 dann von den einziehenden Falzwalzen 1+2 von dem Anlagelineal wegggezogen wird, was gerade deshalb so schlecht ist, weil dieser (Bogen 13) dann gar keinen seitlichen Halt mehr hat und die zuvor genannten Schwankungen von Materialstärke, sowie minimale Falzspaltweitenschwankungen zu einem sehr ungleichmäßigen Falzergebnis führen, da diese Schwankungen vom Anlagelinal nicht mehr abgefangen werden.

Eine weitere Beobachtung in der täglichen Falzpraxis ist, daß die Gleichmäßigkeit der Falzspaltweite der einziehenden Falzwalzen 1+2, die zumindest theoretisch über die gesamte Breite gleich weit sein sollte, auch von großer Bedeutung für ein gleichmäßiges Einlaufen des Bogens 13 in die Falztasche 7 und somit für ein gleichmäßig winkelgenaues Falzergebnis ist.

Tatsächlich ist auch hier zu beobachten, daß ein theoretisch ideales Einstellen zu einem ordentlichen Ergebnis führt. Ist der Falzwalzenspalt der einziehenden Falzwalzen 1+2 aber auf der Seite mit dem Anlagelineal etwas enger eingestellt, als auf der gegenüberliegenden Seite, kommt es zu noch stabileren (in bezug auf die Gleichmäßigkeit des Falzergebnisses) Ergebnisen, als bei gleichmäßiger Falzspaltweite, da der einlaufende Bogen 13 durch den größeren Schlupf auf der, dem Anlagelineal gegenüberliegenden Seite und den intensiveren Kraftschluß auf der Seite mit dem Anlagelineal, grundsätzlich stärker gegen das Anlagelineal gedrückt wird. Dies führt dann dazu, daß die, sich durch Material und Falzspaltschwankungen ergebenden Schwankungen in bezug auf seitliches Wegdriften, aufgrund der erhöhten Anpreßkraft gegen das Anlagelineal nicht mehr so sehr in Erscheinung treten, wie bei gleichmäßig eingestellter Falzspaltweite der einziehenden Falzwalzen 1+2. Das Falzergebnis ist stabiler.

Entsprechend unbefriedigend sind die Falzergebnisse, wenn die Falzspaltweite der einziehenden Falzwalzen 1+2 insofern nicht gleichmäßig ist, als daß der Falzspalt auf der Seite mit dem Anlagelineal weiter eingestellt ist als auf der gegenüberliegenden Seite. Der einlaufende Bogen 13 wird weniger gegen das Anlagelineal gedrückt und kann leichter seitlich von dem Anlagelineal wegdriften, was genau so auch zu beobachten ist und zu ungleichmäßigen Falzergebnissen führt.

Folglich achten erfahrene Maschinenbediener möglichst darauf, daß im Sinne gleichmäßiger Falzergebnisse, insbesondere bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten, der Einlaufwinkel möglichst niemals unter 90° eingestellt ist und daß die Falzspaltweite zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 möglichst nie auf der dem Anlagelineal gegenüberliegenden Seite enger eingestellt ist, als auf der Seite mit dem Anlagelineal.

Erfahrene Fachleute neigen deshalb im Sinne höchstmöglicher Gleichmäßigkeit allgemein dazu, den Einlaufwinkel grundsätzlich immer etwas über 90° einzustellen und die Falzspaltweite zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 auf der Seite mit dem Anlagelineal etwas enger einzustellen, damit der in der Gefahr abzudriften stehende Bogen 13 grundsätzlich etwas fester gegen das Anlagelineal gedrückt wird und somit gleichmäßiger einläuft und gleichmäßigere Falzergebnisse ergibt. Die sich daraus ergebenden Winkelfehler im Falzergebnis werden dann nach dem Motto "lieber gleichmäßig etwas schief, als ungleichmäßiger und manchmal auch ein gerader darunter" hingenommen, oder es wird der Taschenaschlag 7 zum Zweck der Kompensation des Winkelfehlers entgegengesetzt schief gestellt, was im falztechnischen Sinne gleichermaßen wenig ideal, aber tägliche Praxis und unbefriedigend ist.

Ferner ist zu beobachten, das es im Rahmen der Leistungsoptimierung gelungen ist, die Abstände zwischen den zu falzenden Bogen 13 mit großem Technikaufwand immer weiter zu verkürzen.

Noch besser wäre es allerdings, wenn man die Falzbogen 13 zeitlich noch enger zuführen könnte, ohne dabei die Laufgeschwindigkeit des Taschenfalzwerkes zu erhöhen. Noch engere Taktfolge hieße aber dann, daß sich die Bogen 13 beim Einlaufen berühren oder gar überlappen, was zu Störungen führt, weil die Falzspaltweite (Falzwalzenabstand) der einziehenden Falzwalzen 1+2, auf die einfache Stärke eines einlaufenden Bogens und nicht auf die sich durch die Überlappung ergebende doppelte Produktstärke eingestellt ist.

Die einziehenden Falzwalzen 1+2 müssen theoretisch genau auf die Stärke des einzuziehenden Bogens 13 eingestellt werden (bei Folgefalzwerken auf die Stärke des zugeführten, bereits zum teil gefalzen Bogens) da sie den Bogen 13 in der ganzen Breite gleichmäßig mit leichtem Druck erfassen und fördern sollen. Sie können aber gegen Federdruck ausweichen, damit keine Störungen auftreten wenn der Spalt etwas zu eng eingestellt ist. Die richtige Falzwalzeneinstellung und damit der gleichmäßige, federnde Andruck sind zur Erzielung eines geraden Bogentransportes und einer exakten Falzung sehr wichtig.

Der Grund hierfür liegt darin, daß Papier in gewissem Grade nachgiebig ist und daß zwischen zwei Falzwalzen (so z.B. auch den einziehenden Falzwalzen 1+2) je nach dem Andruck ein mehr oder weniger großer Schlupf gegenüber der Umfangsgeschwindigkeit der Falzwalzen auftritt. Ist dieser unterschiedlich über die Breite des Bogens 13, so läuft er (von den zuvor erwähnten, umständehalber, weil gewollten, minimalen, den Bogen gegen das Anlagelineal drückenden Fehleinstellungen abgesehen) zwangsweise schief ein und wird dann schief gefalzt.

Würde man den Falzwalzenspalt z.B. auf doppelte oder gar noch größere Papierstärke einstellen, so würde der einlaufende Bogen 13 zwar vom Transportband des Ausrichtetisches 11 (oder z.B. einem Schrägrollenfördertisch) bis an den Anschlag 12 der Falztasche 7 transportiert, der Reibungsschluß zur Stauchbildung würde aber fehlen, so daß sich keine wunschgemäße Falzung ergibt.

Bei dieser Einstellung würde der Bogen 13 beim Einlaufen in die Falztasche 7 in bezug auf den Einlaufwinkel aber weniger, bzw. gar nicht verzogen, da die vorab beschriebenen Einflüsse, die zum seitlichen Abdriften des Bogens 13 führen können, aufgrund des geringen oder idealerweise ausbleibenden Reibungskraftschlusses zwischen entsprechend weit eingestellten einziehenden Falzwalzen 1+2 und dem Falzbogen 13 gar nicht erst aufkommen und ungünstig auf diesen wirken können.

Dies gilt bei entsprechend weiter Einstellung des Falzwalzenspaltes zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 auch für sich überlappende Bogen 13, falls der Zufördertakt so eng gewählt wird, daß die Bogen einen Schuppenstrom bilden.

Es gibt zwar Vielfgältiqe, auch automatisierte Einstellungssysteme zur Einstellung des Walzenabstands (Falzspaltweite), ihnen ist jedoch allesamt gemeinsam, daß sie von dem Verdrängen des durchlaufenden Papiers abgesehen, mit einem festen Abstand und einer ungeregelten Anpreßkraft, weil einer festen Einstellung, arbeiten.

Wäre diese feste Einstellung viel zu fest, weil sich z.B. bei Einstellung auf einfache Blattstärke zwei überlappende Bogen durch diesen engen Falzspalt zwängen müssen, ist mit entsprechend noch größeren Schwankungen bzw. Störungen zu rechnen, weshalb bisher eine sich überlappende, schuppenstromartige Zuführung keinen Sinn machte.

Der Erfindung liegen nun die beiden Aufgaben zugrunde, ein Verfahren und eine entsprechende Vorrichtung zu schaffen, die in einem kontinuierlichen (nicht, z.B. zum Zweck des Bogensammelns etc. unterbrochenen) Falzvorgang sowohl zu geringeren Störkräften in bezug auf das seitliche Wegdriften des einlaufenden Bogens führt, als auch das störungsfreie Einlaufen sich überlappender Falzbogen (bei erweitertem Falzwalzenspalt) ermöglicht, ohne in der stauchenden Phase des ununterbrochenen Falzvorgangs zu wenig Reibungskraft für die Falzbildung zu haben.

Die beiden voneinander unabhängigen Teilaspekte der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe werden durch das Verfahren von Patentanspruch 1 erfindungsgemäß beide, durch falzzyklussynchrones Weiter- und Engerstellen des Falzwalzenabstandes der einziehenden Falzwalzen 1+2 mittels mindestens einer falzzyklusabhängigen Steuerung, die die Falzspaltweite in nicht stauchenden Phasen (oder zumindest in Teilphasen der nichtstauchenden Phasen) eines kontinuierlichen Falzvorgangs mittels mindestens einer Öffnungsvorrichtung öffnet und (zumindest) in der stauchenden Phase mittels von mindestens einer Steuerung betätigten Schließvorrichtung auf z.B. das übliche Maß (z.B. einfache Blattstärke bei bisher ungefalztem Falzbogen 13 bzw. einfache Produktstärke bei vorgefalzen Bogen 13 in einem Folgefalzwerk) zusammenstellt, gelöst.

Aufgrung von z.B. Trägheit von z.B. der Steuerung/Regelung, der Trägheit des Falzgutes etc. kann, auch wenn in dieser Anmeldung grundsätzlich immer nur von "der stauchenden Phase" die Rede ist erfindungsgemäß auch schon wärend der stauchenden Phase der Falzspalt wieder geöffnet werden, bzw. die falzkrafterhöhenden Mittel deaktiviert werden, wenn aufgrund der Materialbeschaffenheit etc. bereits ein kürzeres Schließen des Falzspaltes, bzw. Erhöhen der Antriebskraft zur Falzbildung reicht.

Das Maß, in dem der Falzwalzenabstand (Falzspaltweite) vergrößert werden sollte, muß erfindungsgemäß gar nicht groß sein. Sinnvoll sind z.B. schon wenige hundertstel Millimeter mehr als ein einfacher Falzbogen, um die ungünstigen Einflüsse der einziehenden Falzwalzen 1+2 während des Einlaufens des Bogens 13 in die Falztasche 7 zu verringern. Werden Bogen 13 überlappend zugeführt, reicht z.B. schon ein Vergrößern auf z.B. die doppelte Stärke des einlaufenden Falzgutes.

Sinnvoll ist aber durchaus auch eine dreifache oder noch weitere Falzspaltweite, damit selbst sich überlappende Bogen 13 in den nicht stauchenden Phasen des Falzvorgangs möglichst nicht in Reibschluß mit den einziehenden Falzwalzen 1+2 geraten.

Wichtig ist aber, den Falzspalt vorzugsweise präzise parallel (d.H. gleichmäßig über die Breite gleichweit) zu öffnen und den Schließvorgang präzise gleichzeitig und auf beiden Seiten gleich abzusenken, auch wenn darauf in den Ausführungsbeispielen nicht noch speziell hingewiesen wird, damit der Kraftschluß gleichmäßig über die Breite des Bogens 13 erfolgt und dieser insbesondere beim Schließvorgang nicht verzogen wird.

Die etwaige Sorge, daß der Falzbogen 13 ohne enge Einstellung der einziehenden Falzwalzen 1+2 nicht bis zum Taschenanschlag 12 vordringt, ist insofern unbegründet, als daß die dazu nötige Kraft durchaus vom Ausrichtetisch 11 (bzw. Zuführtisch, Schrägrollfördertisch etc.) ausgeht.

Hierzu kann in diesem Zusammenhang ggf. auch die Antiebskraft des Ausrichtetisches 11 oder einer sonstigen Zuführungseinrichtung (z.B. Schrägrollenfördertisch in einem Folgefalzwerk) erhöht werden, z.B. in dem der zuzuführende Bogen 13 durch zusätzliche und/oder schwerere Kugeln, z.B. auch auf der, dem Anlagelineal gegenüberliegenden Seite, (bzw. zusätzliche alternative-, ggf. verstärkte alternative Antriebsquellen, z.B. auch auf der dem Anlagelineal gegenüberliegenden Seite) auf ein z.B. Transportband oder Walzen oder z.B. au eine zusätzlich anzubringende Transportrolle etc. auf der dem Anlagelineal gegenüberliegenden Seite gedrückt wird, oder z.B. die Vakuumleistung eines zuführenden Vakuumriemens erhöht wird und/oder ein breiterer Vakuumriemen Verwendung findet, bzw/und/oder ein weiterer, (z.B. schräg oder nicht schräg ausgerichteter) Vakuumriemen auf der dem Anlagelineal gegenüberliegenden Seite angebracht wird.

Das Vergrößern der Falzspaltweite (Abstand der Walzen) sollte natürlich vorzugsweise über die gesamte Breite der Walzen gleichmäßig erfolgen, weshalb diese z.B. in beiden seitlichen Lagerungen (z.B. mittels der, die Walzen lagernden Hebel) gleichmäßig angehoben bzw. abgesenkt werden sollten.

Ebenfalls denkbar (wenngleich weniger sinnvoll) erscheint auch die Möglichkeit, die Walzenachsen nicht in der Höhe sondern seitlich (z.B. horizontal achsabstandvergrößernd) zu verschieben.

Bei verringerten Ansprüchen z.B. dann, wenn auf überlappendes Zuführen verzichtet wird und die Maßnahme dem besseren Einlaufen in die Tasche 7 dienen soll, (aber auch, wenn auch nicht idealerweise, ggf. bei überlappender Zuführung) könnte man auch "zur Not" auf nur einer Seite der Walzenaufnahme (Hebel etc.) anheben und senken, vorzugsweise dann auf der dem Anlagelineal gegenüberliegenden Seite und dann z.B. mit größerem Hub.

Eine synchrone Verknüpfung einer Falzspaltweitenregelung (oder, bzw. ggf. auch und falzkraftverstärkender Mittel) kann erfindungsgemäß durch Steuerungen unterschiedlichster Bauart, wie sie z.B. in den Patentansprüchen aufgeführt sind, erfolgen.

Durch Verwendung einer elektronischen Steuerung läßt sich z.B. recht einfach, z.B. durch Lichtschranken (z.B. an der Falztasche 7, z.B. unterhalb des Taschenanschlages 12 angebracht) oder elektronische Wegstreckenzähler (z.B. Inkrementalgeber und Rechner. etc.) eine falzzyklusabhängige Verknüpfung von Falzphase und den erfingunsgemäßen Öffnungs- und Schließvorrichtungen bzw. Falzkrafterhöhender Mittel erreichen.

Z.B. dadurch, daß eine an der Falztasche 7 unterhalb des Taschenanschlages 12 angebrachte Lichtschranke, die den einlaufenden Bogen 13 erkennt, mittels einer einfachen Schaltung (ggf. auch nur ein einfaches Relais, daß solange anzieht, wie die Lichtschranke "Papier sieht") so lange, wie ein Reibschluß erfolgen muß eine sonst aktivierte Öffnungsvorrichtung ausschaltet, z.B. einen oder mehrere Elektromagneten (oder z.B. andere Öffnungsvorrichtungen), die z.B. an zweiarmigen, die Falzwalze dreh/schwenkbeweglich lagernden Hebelarmen angebracht ist/sind, (vorzugsweise auf der Seite, an der die Andruck/Rückstellfeder üblicherweise angebracht ist und vorzugsweise jetzt mit einem verlängerten Hebelarm. Bei solch einer denkbar einfachen Ausführung, (bei der die Rückstell/Anpreßfedern in nicht aktiviertem Zustand der Öffnungsvorrichtung zugleich die Zustellvorrichtung sind, wird also mit sehr wenig Aufwand in den Phasen, wo kein Reibschluß mit den einziehenden Fakzwalzen 1+2 nötig ist, mittels einfacher Elektromagnete an (jeweils) einem Hebelarm ein geringer Hub auf den Falzspalt zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 ausgeübt (und dieser somit über die Normaleinstellung hinaus vergrößert), aber in dem Moment, wo der Reibschluß nötig wird (die Lichschranke erkennt den Bogen 13 unterhalb des Taschenanschlages 12), wird die Öffnungsvorrichtung deaktiviert (so lange bis der Bogen 13 für die Lichtschranke "wieder weg ist") und es kommt zu einem regulären Kraftschluß der einziehenden Falzwalzen 1+2 mit dem Bogen 13 in dem entscheidenden Moment der Falzbildung. Benötigt man, warum auch immer, vorrübergehend ein konventionell arbeitendes Taschenfalzwerk, braucht man diese Öffnungsvorrichtung einfach nur abzuschalten. Selbstverständlich kann eine solchermaßen gestaltete Vorrichtung auch eine reguläre Falzspaltweiteneinstellung (z.B. herkömmlicher Bauart, z.B. mit Materialmusterklemmvorrichtung) haben.

Aber es ist ebenso möglich, daß z.B. die obere einziehende Falzwalze 1 starr zwischen "Offen" und "Zu" wechselt, während die untere einziehende Falzwalze 2 eine (vorzugsweise, wie üblich auf jeder Seite der Walze eine) Falzspaltweiteneinstellvorrichtung (z.B. herkömmlicher Bauart) aufweist, oder entsprechende umgekehrt, d.H. die obere einziehende Falzwalze 1 wird auf das gewünschte Falzspaltweitenmaß eingestellt und die untere einziehende Falzwalze 2 öffnet und schließt falzzyklusabhängig.

Besonders interessant erscheint aber auch eine mechanische, (idealerweise selbstregelnde) Steuerung/Mechanik, wo z.B. die untere einziehende Falzwalze 2 durch entsprechende Lagerung/Aufhängung (wie z.B. in 3 schematisch dargestellt) zugleich die Steuerung und Falzspalterweiternde und unter dem Einfluß von z.B mindestens einer entgegengesetzt wirken-Rückstellfeder 15 auch falzspaltreduzierende Öffnungs- und Schließeinrichtung ist. Die Steuerung/Regelung erfolgt, indem die untere einziehende Falzwalze 2 durch das Verdrängen des zwischen den Falzwalzen 2+3 eintretenden Falzbogen 13 zeitweilig vorzugsweise diagonal (zugleich nach rechts, als auch nach unten) ausweicht (solange der Falzbogen 13 zwischen den Falzwalzen 2+3 ist), woraus eine Vergrößerung der Falzspaltweite zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 resultiert.

Ebenso kann auch das Öffnen und Schließen des Falzspaltes auf unterschiedlichste Art und Weise erfolgen, sowohl was die Art des Antriebs von Öffnungs- und Schließeinrichtungen anbetrifft, als auch, wo diese angreifen, ob an der unteren einziehenden Falzwalze 1 oder der oberen einziehenden Falzwalze 2 oder beiden einziehenden Falzalzen 1+2.

Das entscheident Wichtige dieser Erfindung ist in der synchronen Verknüpfung von Falzzyklus und Falzspaltweitenweitenregelung mittels einer Steuerung zu sehen!

Die beiden, der Erfindung zu grundeliegenden Teilaufgaben werden durch das gezielte Zusammenstellen der Falzspaltweite auf ein Maß mit für die Stauch- und Falzbildung ausreichender Reibkraft in (zumindest) der stauchenden Phase und Öffnen der Falzspaltweite in nicht stauchenden Phasen (zumindest in Teilphasen der nichtstauchenden Phasen), in denen der Falzbogen 13 ungehinderter (sogar dann, wenn sich nachfolgende Falzbogen bereits überlappen) in die Falztasche 7 einlaufen kann, gelöst.

Dies ist mit Maschinen herkömmlicher Bauart nicht möglich! Es gibt zwar nach dem Stand der Technik Taschenfalzwerke, die zum Zwecke der Unterbrechung des Falzvorgangs (zum Sammeln von Falzbogen) die Falzspaltweite zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 vergrößern und dann zum Zwecke des Wiederingangsetzens des Falzvorgangs diese Falzpaltweite wieder verringern, was aber ganz und gar nicht der Intention des Taschenfalzverfahrens meiner Anmeldung entspricht, denn ganz im Gegensatz dazu sieht mein Taschenfalzverfahren vor, den Falzvorgang (Falzzyklus) möglichst nicht zu unterbrechen, obwohl der Falzspalt der einziehenden Falzwalzen 1+2 in Teilphasen des Falzvorgangs in denen er nicht zusammengestellt sein muß, auch nicht mehr zwingend zusammengestellt ist, sondern eben genau ohne den Falzvorgang zu unterbrechen geöffnet sein kann, was eine präzisere und ggf. sogar überlappende Zuführung der Falzbogen 13 ermöglicht.

Ein erfindungsgemäßes Falzverfahren, sowie eine entsprechende Vorrichtung zur Anwendung dieses Verfahrens (gemäß Patentansprüchen 1+2) ist nach dem Stand der Technik noch nicht bekannt, obwohl es inzwischen auch Taschenfalzwerke mit z.B. elektrisch, pneumatisch etc. einstellbaren Falzspaltweiteneinstellvorrichtungen gibt, die (z.B. mittels kaskadierter Pneumatikzylinder etc.) auch schnelle Regelzeiten ermöglichen, aber bisher noch nicht im Sinne meines hiermit angemeldeten Taschenfalzverfahrens falzzyklusabhängig dergestalt gesteuert sind, daß sie, wie beschrieben, die Falzspaltweite innerhalb und während eines ununterbrochenen Falzyklusses zur Verengung des Falzspaltes zur Falzbildung schließen, andererseits aber innerhalb desselben Falzzyklusses zur Verringerung ungewollter, bisher akzeptierter Störeinflüsse, (die z.B. ferner bisher ein störungsfrei überlappendes Zuführen verhinderten) die Falzspaltweite vergrößern.

Für die unterschiedlichsten Falzaufgaben ergeben sich je nach Einstellung bzw. Auslegung der Steuerung vielfältige weitere Verbesserungsmöglichkeiten gegenüber herkömmlichem Falzen mit fest eingestellter Falzspaltweite, von denen hier einige nachfolgend genannt sein sollen.

So ist es z.B. (wie bereits zuvor erwähnt) unter Verzicht auf überlappendes Zuführen mittels falzzyklisch synchronem Öffnen und Schließen der einziehenden Falzwalzen 1+2 möglich, einzelne Falzbogen in der Form zuzuführen, daß die Störkräfte in bezug auf seitliches Wegdriften, wie es bei fester Walzeneinstellung zu beobachten ist, fast vollständig wegfallen, indem der Bogen 13 bei geöffnetem Falzwalzenspalt zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 in die Falztasche 7 transportiert wird und der Kraftschluß zwischen dem Bogen 13 und den einziehenden Falzwalzen 1+2 durch Engerstellen der Falzspaltweite der einziehenden Falzwalzen 1+2 erst später, z.B. dann erfolgt, wenn der Bogen 13 schon weitgehend in die Falztasche 7 eingebracht ist.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergibt sich unter Verzicht auf den ersten der beiden der Erfindung zugrundeliegenden Teilaspekte, dem Reduzieren der Störkräfte in bezug auf das seitliche Wegdriften des einlaufenden Bogens. So ist es ebenfalls erfindungsgemäß möglich, die Falzspaltweite zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 mittels entsprechend ausgelegter Steuerung nur in der Phase des Falzvorgangs zu vergrößern, in der sich die beiden überlappenden Bogenteile der überlappend zugeführten Bogen 13 gemeinsam zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 befinden.

Dies ist z.B. bei nur geringfügiger Überlappung und/oder wenn der Bogen z.B. ganz bewußt so lange und/oder so intensiv wie möglich geführt werden soll, sinnnvoll, z.B. wenn der Bogen 13 bewußt nicht nur in der stauchenden Phase unter Kraftschluß mit den einziehenden Falzwalzen 1+2, sondern über eine größere Fläche/Strecke im Kraftschluß mit den einziehenden Falzwalzen 1+2 stehen soll.

Z.B. indem vor den einziehenden Falzwalzen 1+2 eine Opazitätskontrolllichtschranke angebracht ist, die den Bogen 13 durchleuchtet. Stellt diese aufgrund schlechterer Durchsicht fest, daß sich zwei Bogen (Bogenanfang des Folgebogen liegt auf dem Bogenende des einlaufenden Bogens 13) teilweise überlappen, löst diese Lichtschranke mittels einer Steuerung (z.B. Relais, ggf. mit Verzögerungsschaltung etc.) vorrübergehend die falzzyklusabhängige Falzspaltöffnungsvorrichtung aus, die den Falzspalt zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 öffnet und diesen anschließend z.B. mittels entsprechend entgegengesetzt wirkender Rückstellfedern, oder z.B. mittels einer Zustellvorrichtung wieder auf Normalmaß (z.B. einfache Materialstärke) schließt.

Als alternative Lösung zur Steuerung/Regelung der Walzenspaltweite der einziehenden Falzwalzen 1+2 (oder gegebenenfalls als Ergänzung zur Steuerung/Regelung der Walzenspaltweite der einziehenden Falzwalzen 1+2) kann der Falzwalzenspalt auch insgesamt weiter als üblich eingestellt werden bzw. der Schlupf z.B. durch Reduzierung des Anpreßdrucks der einziehenden Falzwalzen 1+2 vergrößert und somit der Reibschluß der einziehen Falzwalzen 1+2 mit dem Bogen 13 verringert werden.

Um dann aber für die Stauchung und Falzbildung (weil die aus der Falzspaltweite resultierende Reibungskraft Für die Falzbildung nicht mehr ausreicht) genügend Antriebskraft auf den Bogen 13 wirken zu lassen wird hier mittels falzzyklusabhängiger Steuerung zusätzliche Falzkraft z.B. mittels zusätzlicher falzzyklisch aktivierter Transportmittel (z.B. reibende Transporteinrichtungen) auf den Falzbogen 13 gebracht.

Die Vorteile der Erfindung gemäß den Patentansprüchen 1 bis 67 liegen zum einen darin, daß ein Falzbogen 13 ungehinderter in bezug auf seitliches Abdriften in die Falztasche 7 einlaufen kann (denn dieser steht dann eher unter dem richtungsmäßig hochwertigeren Antriebseinfluß des Ausrichtetisches 11 als unter dem schwankenden Einfluß der einziehenden Falzwalzen 1+2) und zum anderen darin, daß sich überlappend einlaufende (weil nach bisherigem Verfahren zu eng zugeführte) Bogen 13 nicht zu Störungen führen, sondern gemäß 2a bis 2f (der Einfachheit halber nur mit drei Walzen dargestellt) idealerweise schon in die Falztasche 7 einlaufen, während der vorhergehende diese noch verläßt!

Während das Öffnen und Schließen des Walzenabstandes (Falzwalzenspalt) ein geraderes Einlaufen des Bogens 13 und somit eine höhere Falzpräzision ermöglicht, erhöht das überlappende Zuführen der Falzbogen 13 bei gleicher Maschinengeschwindigkeit die Leistung.

Es läßt sich somit bei erhöhter Leistung gleichzeitig eine bessere Qualität erzielen!

Ferner wird das präzise Ausrichten des zugeführten Bogens 13 nicht wie bisher, durch eine starre Einstellung und das daraus resultierende Wegdriften, verschlechtert.

Es ist deshalb ebenso möglich, allein im Sinne erhöhter Qualität (Ausbleiben der störenden Einflüsse der einziehenden Falzwalzen 1+2) mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung regulär Falzbogen 13 nacheineinder und nicht überlappend zuzuführen. Die höhere Qualität ergibt sich dann, wenn z.B. ein ungefalzter Bogen 13 gemäß dem in Anspruch 6 dargelegten Schema mit vergrößerter Falzspaltweite in die Falztasche 7 einläuft und erst später, spätestens mit Beginn der Stauchenden Phase, in Reibschluß mit den einziehenden Falzwalzen 1+2 kommt.

Folglich ist das Anlagelineal in bezug auf den Einlaufwinkel auch erstmalig tatsächlich völlig frei (und vorzugsweise nach den tatsächlichen Anforderungen, wie Ausgleich eines schiefen Druckbildes etc.) einstellbar und kann dann fast beliebig kleiner oder größer als 90° eingestellt werden, da der Bogen 13 weder vom Anlagelineal weggezogen, noch zu stark dagegengepreßt wird, so daß es zu unerwünschter Faltenbildung kommen könnte, da der Kraftschluß der einziehenden Falzwalzen 1+2 zu dem einlaufenden Bogen 13 z.B. erst in dem Moment erfolgt, in dem dieser, nach störungsfreier Zuführung vorzugsweise bis zum Taschenanschlag 12 (bzw. knapp davor) vorgedrungen ist und erst jetzt die einziehenden Falzwalzen 1+2, wenn sie in bezug auf seitliches Wegdriften "kein Unheil" mehr anrichten können, zur Falzbildung zusammengestellt werden.

Somit muß die Falzspaltweite der einziehenden Falzwalzen 1+2 auch nicht mehr zwingend so präzise eingestellt sein, wie dies bisher vonnöten ist, insbesondere, wenn der Bogen 13 vollständig bzw. fast vollständig bis zum Taschenanschlag 12 transportiert wird, bevor er in Kraftschluß mit den einziehenden Falzwalzen 1+2 kommt. Eine weniger präzise eingestellte Falzspaltweite ist dann, sofern im entscheidenden falzbildenden Moment genug Kraft für eine Falzbildung auf den Bogen 13 wirkt, weniger störend, da der Bogen in der für ihn in bezug auf seitliches Wegdriften so sensiblen Phase des Hineintransportiertwerdens in die Falztasche 7 vorzugsweise nicht in Kraftschluß mit den einziehenden Falzwalzen 1+2 gerät.

Deshalb eignet sich dieses Verfahren auch besonders für automatisierte Falzspaltweiteneinstellvorrichtungen, die dann ggf. auch nicht zwingend so präzise und aufwendig sein müssen, wie bisher.

Andererseits ist es nunmehr viel eher möglich, den Falzspalt zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 tatsächlich parallel einzustellen, da auf den durch ungleiches Einstellen erhaschten Effekt des sich besser an das Anlagelineal anlegens verzichtet werden kann, da der Bogen 13, solange er nicht im Kraftschluß mit den einziehenden Falzwalzen 1+2 ist, auch nicht von diesen seitlich verzogen werden kann.

Angesichts dessen, daß sich die Falzspaltweite vorzugsweise während eines ununterbrochenen Falzvorgangs zur Falzbildung schließt, ist ferner zu erwarten, daß es zu weniger Walzenabdrücken auf dem zu verarbeitenden Papier kommt und daß auch der Walzenverschleiß an den besonders verschleißsensiblen einziehenden Falzwalzen 1+2 geringer ist, da ja ein Teil (bzw. ein Großteil) des Bogens 13 gar nicht in Kraftschluß mit den einziehenden Falzwalzen 1+2 kommt und sich somit weniger Schlupf- und Reibungsverschleiß ergibt.

Aufgrund dessen, daß die Walzeneinstellung erfindungsgemäß eher in der stauchenden Phase von Bedeutung ist, ist damit zu rechnen daß sich das Taschenfalzwerk insgesmt gutmütiger (z.B. auch gegenüber geringen Fehleinstellungen etc.) verhält.

Ebenso ist deshalb auch zu erwarten, daß selbst Falzwalzen, die einen gewissen Walzenverschleiß haben, aus den vorgenannten Gründen noch ordentliche und auf jeden Fall deutlich bessere Falzergebnisse erwirken, als ohne falzzyklusabhängiges Öffnen und Schließen der Falzspaltweite.

Falls als Steuerung eine elektronische Steuerung gewählt wird, können auch ggf. vorhandene Bogensensoren mit einbezogen werden, was Kosten spart.

Kommt es ungewollt zu Abstandsschwankungen bei der Zuführung von Falzbogen 13, so führen ungewollt zu früh kommende Bogen 13 nur zu einer stärkeren Überlappung und nicht gleich zwingend zu einer Störung bzw. Maschinenabschaltung, wie dies bei bisherigen Maschinen zu beobachten ist.

Erfindungsgemäß können und dürfen die besonderen Merkmale der Erfindung aber gerne auch abschaltbar sein, oder sonst wie funktionell eingeschränkt, um z.B. für bestimmte Anwendung(en) auf ein Taschenfalzwerk herkömmlicher Bauart und entsprechend herkömmliche Falzverfahren zurückgreifen zu können.

Überhaupt eignet sich die Technologie mit sich durch Steuerung verringerter Reibungskräfte in nicht stauchenden Phasen ausgezeichnet zur Anwendung in herkömmlich zuführenden Maschinen, da die Falzpräzision aufgrund dessen, daß winkelverschlechternde Einflüsse bei Nutzung der erfindungsgemäßen Steuerung/Regelung reduziert sind wesentlich höher ist.

Für extreme Verarbeitungsgeschwindigkeiten (z.B. bei sehr kleinem Falzgut), die die Stellvorrichtung überfordern würden, sollte diese ggf. abgestellt sein, damit in solchen Fällen ungeregelt und konventionell gefalzt wird, Gegebenenfalls auch mittels einer Automatik, bei der z.B. ein Rechner bei Erreichen der Ihm bekannten maximalen Öffnungs- und Schließfrequenz der Öffnungs- und Schließeinrichtunge(en) z.B. den Bogenabstand vergrößert und/oder die Maschinengeschwindigkeit begrenzt und/oder auf konventionelle Zuführung, d.H. Zuführung von Bogen 13 nicht überlappend, sondern nacheinander umschaltet.

Das Maß der Überlappung und die Wahl des Steuerdiagramms (wie viel oder wenig der Falzspalt in den Teilphasen der nichtstauchen Phase geöffnet oder geschlossen ist), ist erfindungsgemäß völlig frei und nach Ermessen des Maschineneinrichters z.B. an die konkreten Erfordernissse oder Gegebenheiten eines Falzauftrages anpassbar. Es sind demzufolge sowohl sehr geringe Überlappungen mit entsprechender Freiheit bei der Wahl des Steuerdiagrammes (z.B. gemäß den Patentansprüchen 3 bis 7) möglich, als auch beliebige mittelmäßige Überlappungsweiten, bis hin zu einer sehr extremen Überlappung (von z.B. bis annähernd 50%), wo nur noch der Teil eines Bogens 13 von dem nachfolgenden Bogen unbedeckt bleibt, in dem dann tatsächlich der Reibungsschluß zur Stauchbildung erfolgen muß, weshalb sich in diesem Fall dann das Diagramm nach Patentanspruch 3 empfiehlt, wonach die Falzspaltweite zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 vorzugsweise nur in der stauchenden Phase zusammengestellt ist.

Bei normalgroßen Bogen und konsequenter Anwendung der Erfindung in vollem Umfang, lassen sich normalerweise problemlos Überlappungen von z.B 35% und mehr zwischen jedem einzelnen Bogen 13 und dem jeweiligen Folgebogen erreichen, woraus eine ganz erhebliche Leistungssteigerung resultiert.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß der Bogen 13 bei der Zuführung in ein im 90°-Winkel angeordnetes Folgefalzwerk ruhiger "um die Ecke geht", da der bei diesem Vorgang schnell abgebremste Bogen, der unverzüglich seitlich beschleunigt wird, bei gleicher Falzleistung des Folgelaufwerks überlappend mit wesentlich geringerer Geschwindigkeit seitlich beschleunigt werden muß.

Folglich können aber auch bei unverändert hoher seitlicher Beschleunigung wesentlich mehr Bogen 13, sich überlappend zugeführt werden, ohne daß dafür eine ggf. kritische Beschleunigung/Geschwindigikeit weiter erhöht werden müßte.

Außerdem kann der Winkel zwischen dem verstellbaren Taschenanschlag 12 und dem verstellbaren Anlagelinealwinkel jetzt konsequent immer 90° betragen, da hier keine Falscheinstellungen mehr kompensiert werden müssen und andereseit ein Einlaufwinkel zwischen dem Anlagelineal und den Falzwalzen erstmals problemlos weniger als 90° haben kann.

Vermutlich ergeben sich aber noch weitere Vorteile durch eine falzzyklusabhängig gesteuerte Falzspaltöffnungs- und Schließvorrichtung.

Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Daraus und aus den 2 und 3 ergeben sich weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile.

Die Zeichnungen zeigen:

1 Seitenansicht eines herkömmlichen Taschenfalzwerks mit Bezugszeichen.

2 Falzschema sehr stark (zur Veranschaulichung evtl. übertrieben stark) überlappend zugeführter Falzbogen in einem, der Einfacheit halber mit nur drei Falzwalzen dargestelltem Taschfalzwerk, in der Reihenfolge: 2a, 2b, 2c. 2d.

2a zeigt einen in die Falztasche 7 einlaufenden Falzbogen 13 dessen vorhergehender Bogen das Falzwerk gerade verlässt und dessen nachfolgender Bogen von den einziehenden Falzwalzen 1+2 noch nicht erfaßt ist. Der Falzspalt zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 kann offen sein.

2b zeigt den Beginn der stauchenden Phase, mit am Taschenanschlag 12 anliegendem Falzbogen 13, der vorhergehende Bogen hat das Falzwerk bereits verlassen. Der Falzspalt zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 muß zusammengestellt sein, (z.B. einfache Produktstärke).

2c zeigt den Falzbogen 13 in der Phase, in der er von den Falzwalzen 2+3 erfaßt ist und dessen Bogenende sich gemeinsam mit dem daraufliegenden Anfang des Nachfolgebogens zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 befindet. Der Falzspalt zwischen den einziehenden Falzwalzen sollte göffnet sein (z.B. mindestens zweifache, noch besser ca. dreifache Produktstärke).

2d zeigt den Falzbogen 13, dessen Bogenanfang die Falztasche 7 verläßt, während der nachfolgende Bogen schon in die Falztasche 7 einläuft, wenngleich das Bogenende des Falzbogens 13 noch zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 ist. Der Falzspalt zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 sollte vorzugsweise noch geöffnet (z.B. zwei- bis dreifache Produktstärke) sein.

3 Schematische Seitenansicht eines Taschenfalzwerkes als Ausführungsbeispiel gemäß Anspruch 11.

Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren nach Patentanspruch 1 sind vielfältigste Ausführungsmöglichkeiten möglich. Wichtig ist, die Vorrichtung, wie in Patentanspruch 2 dargelegt, mittels einer Steuerung mit dem Falzzyklus synchron zu verkoppeln, damit in stauchenden Phasen eine engere Falzspaltweite eingestellt ist, als in nichtstauchenden Phasen. Wie bereits zuvor beschrieben, ist die Art der Steuerung, sowie die Art der technischen Umsetzung erfindungsgemäß auf vielfältige Weise umsetzbar.

Ebenso gibt es erfindungsgemäß auch verschiedene Möglichkeiten, den Steuerzyklus der falzzyklusabhängigen Falspaltöffnungs- und Schließvorrichtung mit dem Falzzzyklus zu verknüpfen.

So ist z.B. gemäß Patentanspruch 3 vorgesehen, den Steuerzyklus der Falzspaltöffnungs- und Schließvorrichtung mittels eigenständiger Steuerung an den tatsächlichen Bogenlauf z.B. mittels falzzykluserkennender Meßmittel anzupassen.

Ebenso ist es gemäß Patentanspruch 4 möglich, (z.B. unter Verzicht auf Bogenlauf- und/oder Falzzykluserkennender Meßmittel) z.B. mittels einer gemeinsamen (vorzugsweise den Zeitversatz bzw. Zeit/Streckenversatz berücksichtigender und/oder z.B. durch den Bogenstart/Bogenabstandsrythmus mit dem Steuerrythmus der Falzspaltsteuerung sinnvoll verkoppelnder) Steuerung sowohl den Bogenstart, als auch die Falzspaltöffnungs- bzw. Schließvorrichtung gemeinsam zu steuern.

Gemäß Patentanspruch 5 ist vorgesehen die falzzyklusabhängige Steuerung (wie beim Seilchenspringen wo zwei Personen ein Seil schwingen, und eine dritte Person, sich an dem Schwingungsrythmus des Seils orientierend vorausschauend im richtigen Moment hineinspringt) so zu realisieren, daß die Falzspaltöffnungs- und Schließvorrichtung von einer eigenständigen Steuerung z.B. permanent auf- und zugeht, und der Bogen 13 mittels einer Steuerung, die sich an dem Steuerzyklus der Falzspaltöffnungs- und Schießvorrichtungssteuerung orientiert, den Bogen 13 entsprechend vorausschauend startet, so wie dies z.B. früher mit den Schwertfalzwerken bei mechanisch gesteuerten Kombifalzmaschinen gehandhabt wurde.

Je nach Einsatzzweck, Falzart etc. und ob, bzw wie stark sich Bogenteile überlappen, ob der Bogen 13 möglichst "locker" angefaßt oder möglichst intensiv geführt werden und z.B. nur in überlappenden Teilbereichen nicht in Reibschluß geraten soll, sowie ggf. in Abhängigkeit unterschiedlicher Steuerungsvorrichtungen und Steuerungsarten ergeben sich gemäß den Patentansprüchen 6 bis 10 diverse erfindungsgemäß sinnvolle Steuerungsmöglichkeiten bzw. Steuerdiagramme, Bei Auslegung der Steuerung gemäß Patentanspruch 6 ist z.B. eine sehr starke Überlappung des Bogens möglich. Ferner wird der zuvor sorgfältig ausgerichtete Bogen 13 vor dem Falz so nur so viel wie unbedingt nötig "angefaßt" und folglich auch kaum aus seiner idealen Ausrichtung "herausschwanken" können. Nach erfolgtem Falzbruch in der ersten Falztasche 7 braucht der Bogen keine Führung (und erst recht keinen Antrieb mehr) durch die einziehenden Falzwalzen 1+2.

Bei Auslegung der Steuerung gemäß Patentanspruch 7 verhält sich das Taschenfalzwerk z.B. ähnlich wie ein Taschenfalzwerk herkömmlicher Bauart, ohne daß es bei überlappender Zuführung zu Störungen durch zu dickes Material wegen einer für diesen überlappenden Moment zu eng gestellten Falzspaltweite der einziehenden Falzwwalzen 1+2 kommt, da in diesem Moment der Falzspalt erweitert ist.

Bei Auslegung der Steuerung gemäß Patentanspruch 8 verhält sich das Taschenfalzwerk so, daß die Falzspaltweite zwischen den einziehen Falzwalzen 1+2 nach erfolgtem Falz in der ersten Falztasche 7 (z.B. durch Verwendung einer Steuerung gemäß Patentanspruch 11) bis zum vollständigen Einlauf des Bogens 13 in die einziehenden Falzwalzen 1+2 geöffnet bleibt. Unabhängig davon, wie stark nun ein Folgebogen überlappt, ergibt sich aber automatisch (bei nicht übertrieben weiter Überlappung, also z.B. bis ca. 45% Überlappung), daß der Folgebogen rechtzeitig zur Falzbildung in Reibschluß mit den einziehenden Falzwalzen 1+2 gerät.

Bei Auslegung der Steuerung gemäß Patentanspruch 9 verhält sich das Taschenfalzwerk so, daß ein Bogen 13 möglichst unbeeinflußt von seiner vorherigen Ausrichtung in die Falztasche 7 einläuft. Dieses recht einfache Steuerverhalten/Steuerdiagramm, dessen Vorteil z.B. in einer relativ ruhigen Regelung der Falzspaltweite zu sehen ist, eignet sich unter anderem z.B. auch für eine nicht überlappende, aber qualitativ höherwertige Zuführung des Bogens 13 in die Falztasche 7 z.B. einer Kombifalzmaschine.

Zur Erzielung der erfindungsgemäßen Wirkung/Vorteile müssen die vorgenannten Steuerungsarten/Steuerdiagramme nicht zwingend in Reinform angewendetet werden.

Ferner sind gemäß Patentanspruch 10 auch andere, nicht näher genannte Steuerungsarten/Steuerdiagramme erfindungsgemäß sinnvoll, die z.B. auch Kombinationen der in den Patentansprüchen 6 bis 9 genannnten Steuerungsarten/Steuerdiagramme sein können.

Wie bereits erwähnt, (z.B. in den Patentansprüchen 1+2) reicht es erfindungsgemäß bereits aus, die Falzspaltweite allein in der stauchenden Phase zusammenzustellen.

Patentanspruch 11 sieht deshalb vor, das Zusammenstellen der Falzspaltweite exakt zu Beginn der stauchenden Phase auszulösen.

Da jedoch z.B. je nach Art der Steuerung/Regelung der Falzspaltweite mit (z.B. trägheitsbedingten) Verzögerungen der tatsächlich erfolgten Falzspaltweitenverengung zu rechnen ist (verzögerte Reaktionszeit), ist es gemäß Patentanspruch 12 vorgesehen, daß das Zusammenstellen der Falzspaltweite bereits vor Beginn der stauchenden Phase ausgelöst wird, um ein z.B. trägheitsbedingt verzögertes Ausführen der Regelung zu kompensieren. Dies könnte z.B. dadurch geschehen, daß eine Lichtschranke, die eine falzspaltweitenverengende Schließvorrichtung auslöst, nicht direkt am Taschenanschlag 12, sondern entsprechend etwas tiefer angebracht wird.

Alternativ sieht Patentanspruch 13 vor, die Auslösung der falzspaltweitenverengenden Schließvorrichtung absichtlich zu verzögern. Dies hat zur Folge daß sich innerhalb eines (nicht abgebrochenen und erneut inganggesetztem, sondern trotzdem durchlaufenden) kontinuierlichen Falzzyklusses durch die minimal verzögerte Reaktionszeit eine sehr kurze (minimale Sekundenbruchteile!) Ausrichtephase ergibt, in der der Bogen 13 mit dem aus der Zuförderung resultierenden Schwung gegen den Taschenanschlag 12 stößt und sich, noch bevor der Kraftschluß mit den einziehenden Falzwalzen 1+2 erfolgt, ungehindert ausrichtet bevor durch den Reibschluß mit den einziehenden Falzwalzen 1+2 der Falzbruch erfolgt.

Als Empfehlung für das Maß der Falzspaltweite (Walzenabstand) der einziehenden Falzwalzen 1+2 in der stauchenden Phase kann z.B. die Materialstärke des zu falzenden Bogens 13 gelten, damit ein ausreichender Kraftschluß (durch Reibschluß mit den einziehenden Falzwalzen 1+2) zustandekommt. Ist das Falzwerk ein Folgefalzwerk, an dem also schon gefalzte Bogen zugeführt werden, gilt das Maß der Stärke (Materialdicke) des zugeführten Bogens als ungefähre Empfehlung für das Maß der Falzspaltweite zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2.

Das Falzspaltmaß für den mittels falzzyklusabhängig gesteuerter Öffnungsvorrichtung geöffneten Falzspalt zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 kann (in geöffnetem Zustand), wie in der Beschreibung bereits erwähnt, unterschiedlich und z.B. wie bereits zuvor beschrieben gewählt sein.

Gemäß den in Patentanspruch 14 genannten Maßnahmen/Merkmalen, ist vorgesehen, den Bogen 13 ggf. mit erhöhter Kraft zu transportieren, so daß dieser auch ohne Reibschluß mit den einziehenden Falzwalzen 1+2 problemlos bis zum Taschenanschlag 12 gelangen kann, bevor dieser mit den einziehenden Falzwalzen 1+2 in Kraftschluß gerät.

Ein Ausführungsbeispiel einer mechanischen Vorrichtung zur Anwendung des erfindungsgemäßen Falzverfahrens, ist gemäß Patenranspruch 15 in 3 schematisch dargestellt.

Die mechanische Steuerung funktioniert über die Art der (vorzugsweise auf beiden Seiten der Falzwalze/Maschine gleichen) Aufhängung der unteren einziehenden Falzwalze 2, an einem im Lager 10 drehbeweglichen Schwenkarm 9, der in einem Winkel &agr;, (z.B. zwischen 20 Grad und 70 Grad) am Maschinenkörper 8 angebracht ist.

(Alternativ zu dieser Aufhängung könnte aber bezogen auf die Lage in der Zeichnung, wo der Schwenkarm rechts oben angeschlagen ist, dieser auch in einem ähnlichen Winkel unten links angeschlagen sein und würde dann auch den Falzwalzenspalt zwischen den einziehenden Walzen 1+2 öffnen, wenn der gefalzte Bogen 13 den Falzwalzenspalt zwischen den Falzwalzen 2+3 passiert und auseinanderdrückt.) Ferner sind erfindungsgemäß auch andere Ausführungsformen und Aufhängungen/Lagerung der unteren einziehenden Falzwalze 2 denkbar und sinnvoll, bei denen diese aufgrund ihrer Lagerung/Aufhängung durch die Verdrängung durch den Bogen 13 zwischen den Falzwalzen 2+3 so ausweicht (z.B. diagonal) daß sich somit gleichzeitig die Falzwalzenspaltweite zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 vergrößert.

Der zwischen den Falzwalzen 2+3 einlaufende soeben gefalzte Bogen 13 drückt nun die untere einziehende Falzwalze 2 von der Falzwalze 3 weg und vergrößert somit (durch die Art der Aufhängung bedingt) die Falzspaltweite zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 solange, wie sich der Bogen 13 zwischen den Falzwalzen 2+3 befindet. Unter dem Einfluß der in entgegengesetzter Richtung wirkenden Rückstell/Andruckfeder 15 (bzw. vorzugsweise auf jeder der beiden Seiten der Maschine, d.h. an jedem der beiden Schwenkarme angebrachten Rückstell/Andruckfedern 15) weicht die untere einziehende Falzwalze 2 nach dem Austreten des gefalzten Bogens 13 aus dem Falzwalzenspalt zwischen den Falzwalzen 2+3 wieder in die obere Lage zurück, was dazu führt, das die Falzspaltweite der einziehenden Falzwalzen 1+2 wieder verringert ist und den nächsten, idealerweise schon einlaufenden oder eingelaufenen nächsten Bogen falzt.

In dieser Ausführungsvariante, ist die untere einziehende Falzwalze 2 zugleich Steuerung und auch Öffnungs- und Schließeinrichtung.

Die Falzwalze 3 sollte gemäß Patentanspruch 19 nur über recht starke Federn (stärker, als die der unteren einziehenden Falzwalze 2) ausweichen können oder vorzugsweise gemäß Patentanspruch 18 ortsfest gelagert sein, (aber auch z.B. in Verbindung mit Falzspaltweitenregulierung zur Einstellung auf die verwendete Papiersorte) in dem die Walzenlagerung (z.B. drehbeweglicher Schwenkarm) z.B. mittels aktivierbarer Klemmvorrichtung etc. ortsfest arritiert wird.

Oder z.B., daß die Falzwalze 3 grundsätzlich ortsfest und nur in Ihrem Lager sich um die eigene Achse drehen könnend angebracht ist.

Je nach Winkel &agr; ergibt sich ein anderes Verhältnis von Verdrängung zwischen den Falzwalzen 2+3 und der Falzspaltweite zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2.

Dieser Winkela &agr; könnte zwecks Anpassung der Steuerverhältnisse/Regelverhältnisse z.B. für unterschiedliches Papier, Falzschemen etc. gemäß Anspruch 16 auch variabel einstellbar sein, z.B. mittels schwenkbarer und in verschiedenen Stellungen arretierbarer Haltearme/Schwenkarme 9.

Bei Falzarten, bei denen der erste Bruch nicht mittig, sondern unsymmetrisch erfolgt, (z.B. der erste Bruch eines Wickelfalzes, oder der erste Bruch eines Zickzackfalzes etc.) und der Falzzspalt üblicherweise zwischen den Falzwalzen 2+3 für mindestens einen weiteren Folgefalz mit einfacher Materialstärke eingestellt wird, empfiehlt sich ein besonders kleiner Winkel &agr;. Bei kleinem Winkel &agr; (woraus eine ausreichend große Öffnung des Falzspaltes zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 bei verhältnismäßig geringer Verdrängung im Falzspalt zwischen den Falzwalzen 2+3 resultiert) empfiehlt sich insbesondere auch eine Kombination (z.B. gemäß Patentanspruch 42) mit einer zusätzlichen elektronischen Steuerung/Regelung.

Zwecks guter Steuerungseigenschaften könnten (oder sollten vorzugsweise) die (im Allgemeinen an schwenkbeweglichen Lagerarmen gelagerten) Walzen (zum Funktionieren nach Patentanspruch 15) so angebracht und an so gewählten Drehpunkten gelagert sein, daß sie unter dem Einfluß der Verdrängung von hindurchgeführtem Papier bezogen auf die 3 (minimal) in folgende Richtungen ausweichen:

Die obere einziehende Falzwalze 1 weicht nach oben aus.

Die untere einziehende Falzwalze 2 weicht gleichzeitig nach rechts und nach unten aus (resultiert aus dem Winkel &agr;).

Die Falzwalze 3 ist vorzugsweise ortsfest und weicht nicht (oder ggf. gering, bzw. z.B. geringer als die untere einziehende Falzwalze 2) aus.

Die Falzwalze 4 weicht nach unten aus.

Die Falzwalze 5 weicht nach links aus.

Die Falzwalze 6 weicht nach unten aus.

Etwaige weitere Falzwalzen z.B. nach diesem Schema.

Es empfiehlt sich aber, je nach Einsatz und Art der Ausführung des Falzwerkes, gemäß Patentanspruch 21 eine (vorzugsweise justierbare) Begrenzung des Öffnungshubes anzubringen, um den geöffneten Walzenspalt z.B auf zweifache oder dreifache Materialstärke zu begrenzen. Diese Begrenzung (z.B. Begrenzungsanschlag 18, ggf. mittels Stellvorrichtung, z.B. Gewindeschraube etc. 16 justierbar, gemäß Patentanspruch 17) ermöglicht bis zum Erreichen des Begrenzungsanschlags 18 ein leichtes Öffnen des Schwenkarms 9.

Der Schwenkarm 9 stößt beim Anschlagen an den Begrenzungsanschlag 18 auf einen mechanischen, begrenzenden Widerstand, der von der Feder 17 ausgeht, an deren einen Ende der Begrenzungsanschlag 18 angebracht ist und deren anderes Ende z.B. mit Befestigungsmaterial (Schraubschelle, Montagewinkel, Gußteil etc.) z.B. am Maschinenkörper 8 befestigt ist. Mit Hilfe einer Justierschraube 16 die sich z.B. am Maschinenkörper oder an der Feder 17 z.B. in dem Bereich, in dem sie aufgehängt ist "abstützt" und deren Gewinde vorzugsweise in den mit einem entsprechenden Innengewinde versehenen Begrenzungsanschlag greift, wird die Feder 17 so weit gespannt, wie dies in Abhängikeit des gewünschten Falzspaltes zwischen den Falzwalzen 2+3 sinnvoll ist.

Somit ist dies auch eine Falzspaltweiteneinstelleinrichtung für den Falzspalt zwischen den Falzwalzen 2+3, da sich der Schwenkarm 9, der ja bei Verzicht auf weitere (z.B. elektrische etc.) Hilfsmittel/Stelleinrichtungen allein durch die Materialverdrängung zwischen den Falzwalzen 2+3 gegen die Rückstellfeder 15 bewegt wird, bis zu einem gewissen, von der Einstellung der Justierschraube 16 abhängigen Maß sehr leicht und dann, abhängig von der Härte der Feder, diese stauchend nur sehr schwer weiterbewegt. Selbstverständlich sollte diese Anordnungen auf beiden Seiten der Maschine/Walze gleichermaßen angebracht sein.

Patentanspruch 22 sieht eine weite Ausführungsform (unter erfindungsgemäß sehr vielen weiteren möglichen Ausführungsformen vor.

Um zu vermeiden, daß sich die Falzwalzen 2+3 in Zeiten/Falzphasen, wo sich in dem zwischen den Falzwalzen 2+3 ergebenden Falzspalt kein Bogen 13 ist, zu nahe kommen und deshalb unnötig aneinander reiben und folglich unnötig verschleißen, sollte gemäß Anspruch 23 mindestens ein Begrenzungsanschlag, besser mindestens ein Begrenzungsanschlag auf jeder Seite der Maschine (z.B. gemäß 3) angebracht sein, der z.B. mittels einer Justierschraube 21, die sich z.B. an deren oberen Ende z.B. mittels eines Montagewinkels 22 am Maschinenkörper abstützt und deren unteres Ende mit dem Gewinde in einen mit einem entsprechenden Innengewinde versehenen Begrenzungsanschlag 19 eingreift, der entsprechend justiert, eine unnötige Berührung der Falzwalzen 2+3 verhindert.

Damit die Steuerung gemäß Patentanspruch 15 möglichst universell einsetzbar ist, ist es gemäß Patentanspruch 24 sinnvoll, daß die Anpreßkraft der am Schwenkarm 9 gemäß 3 angebrachten unteren einziehenden Falzwalze 2 gegen die Falzwalze 3 regelbar ist. Diese Regelung kann z.B. dadurch erfolgen, daß die Rückstellfeder 15 gegen härtere oder weichere Federn getauscht werden. Oder z.B. dadurch, daß an beiden Schwenkarmen 9 jeweils mehrere Halterungen für Rückstellfedern 15 angebracht sind, von denen je nach gewünschter Anpreßkraft/Rückstellkraft entsprechend mehr oder weniger (ggf. sogar unterschiedlich starke) Rückstellfedern eingesetzt sind.

Insbesondere bei einer rein manuellen Steuerung/Regelung ist das Anpassen der Anpreßkraft der Rückstellfeder an das Falzgut zum Erzielen höchster Leistung deshalb sinnvoll, weil unterschiedliche Papiere, insbesondere aber unterschiedliche Einlaufbreiten des Falzgutes bei stärkerem oder schwächeren Anpreßkräften zu unterschiedlichem Regelverhalten der Steuerung/Regelung führen.

So ist es z.B. bei schmalem Falzgut ratsam, die Anpreßkraft zu verringern, damit der Schwenkarm leichter ausweichen kann. Beim Verarbeiten von breitem Falzgut kann die Anpreßkraft dagegen hoch sein, da ein breiter Bogen 13 auch mehr Verdängungskraft aufbringt und andererseits auch zur Vermeidung unnötigen Schlupfes auch mehr Anpreßkraft braucht. Ensprechend ergeben sich je nach Einlaufbreite, aber auch nach Materialbeschaffenheit variabel unterschiedlich ideale Anpreßkräfte.

Gemäß Patentanspruch 25 ist vorgesehen, die Regulierung des Anpreßdrucks der Rückstellfeder 15 über eine Regulierung der Federvorspannung der Rückstellfeder 15 vorzunehmen.

An einer solchen Vorrichtung könnte z.B. eine Skala angebracht sein, die z.B. so beschriftet ist, daß zwecks Vereinfachung der Einstellung, bei richtiger Einstellung in Abhängigkeit von der Einlaufbreite, die entsprechende Einlaufbreite abzulesen ist.

Man stellt also die Federvorspannung einfach mit Hilfe der Skala auf die Einlaufbreite des Bogens.

Patentanspruch 26 sieht vor, die Federvorspannung mittels automatisierter Stellvorrichtung vorzunehmen.

Eine solche automatisierte Stellvorrichtung ist gemäß Patentanspruch 27 idealerweise von einem Rechner (z.B. programmierter Prozeßrechner etc.) gesteuert, der z.B. mittels einer manuell eingegebenen oder z.B. meßtechnisch (z.B. über die Entfernung des Anlagelineals von der Mitte des Ausrichtetisches) erfaßten Größe für die Einlaufbreite (und ggf. einer z.B. materialabhängigen zusätzlichen Korrekturregelung z.B. über ein manuell einzustellendes Potentiometer z.B. an der Bedientafel etc.) automatisch eine Einstellung (oder zumindest grobe Voreinstellung) der Federvorspannung der Rückstellfeder(n) 15 vornimmt.

Will man das Taschenfalzwerk mal wie ein Taschenfalzwerk herkömmlicher Bauart benutzen, braucht man einfach nur den Schwenkarm 9 festzustellen (z.B. auch, indem man, sofern vorhanden, die regelbare Federvorspannung fest zustellt) und die Arrretierung der Falzwalze 3 (siehe Patentanspruch 19) lösen, damit diese nicht mehr ortsfest ist.

Um die Reibung im Bereich der oberen Taschenlippe 14 am Taschenmund der Falztasche 7 bei gleichzeitigem Einlaufen und Auslaufen der Bogen 13 zu verringern, können dort gemäß Patentanspruch 28 Bohrungen angebracht sein, die mit Druckluft (zur Vermeidung elektrostatischer Effekte gerne auch ionisierter Druckluft) beaufschlagt sein können.

Die weiteren, nicht näher dargestellten Ausführungsbeispiele zur Falspaltweitenregelung sehen die Verwendung zumindest einer elektronischen Steuerung vor, die je nach Ausführung noch schnellere Regelungen (und entsprechend höhere Falzfrequenz) ermöglicht.

Zur elektronischen Steuerung reicht bereits eine einfache Lichtschranke (gemäß Patentanspruch 29), die z.B. unterhalb des Anschlages an der Falztasche 7 angebracht ist und bei Einlaufen eines Bogens 13 zur Stauchbildung eine Falzspaltverringernde Zustellvorrichtung auslöst.

Beim Verlassen der Falztasche entfällt dieses Signal, was z.B. durch Rückstellfedern zum Zusammenstellen des Falzspaltes führt. Erreicht der nächste Bogen 13 diesen Anschlag, wiederholt sich der gewünschte Steuervorgang. Durch die Verwendung mehrerer Lichtschranken (oder Bogensensoren etc.) lassen sich die Steuerzeiten noch besser an die Falzphasen des Falzzyklusses anpassen und präzisieren.

Unter Verwendung eines Rechners (z.B. Prozeßrechners, programmierten Prozeßrechners, Mikroprozessor etc.) kann die Steuerung der Falzspaltweite (gemäß Patentanspruch 30) auch ohne weitere Sensoren, z.B. dadurch erfolgen, daß der Rechner unter Einbeziehung einer (vorzugsweise einstellbaren) Zeitverzögerung oder gemäß Patentanspruch 32 unter Einbeziehung eines elektronischen Wegstreckenzählers, (z.B. Inkrementalwegstreckenzähler, der mit mit einem Antriebselement, Falzwalze etc. der Falzmaschine verbunden ist) und dem, dem Rechner bekannten Zeitpunkt des Bogenstarts, (sei es, daß dieser vom Rechner veranlasst ist, oder z.B. ein Anleger meldet, daß soeben ein Bogen freigegeben wird) eine Zeitverzögerung oder besser eine Streckenverzögerung bis zur stauchenden Phase errechnet, und die Falzspaltweitenregelung präzise verzögert aktiviert und somit Falzphasensynchron ansteuert, da der Wegstreckenzähler (z.B. Inkrementalgeber mit Rechner) dem Rechner Impulssignale übergibt, denen jeweils ein bestimmter Weg des Bogens zugeordnet ist, da die Impulse des Wegfühlers aus Einheitsdrehwinkeln resultieren die jeweils einer konkreten Strecke entsprechen.

Ein wesentlicher Vorteil einer rechnergestützten Steuerung ist auch darin zu sehen, daß durch entsprechende Programmierung des Rechners technisch bedingte Verzögerungen des Ansprechverhaltens der Öffnung- und Schließvorrichtungen kompensiert werden können.

Ferner könnte gemäß Patentanspruch 31 z.B. in einer einfachen Ausführung eine elektronische Steuerung z.B. alleine von einem Sensorsignal (z.B. Dehnmeßstreifen an der Unterlippe des Taschenmundes der Falztasche 7) bzw. unterhalb der Falztasche 7 angebrachten Sensors, oder allein schon durch das Auseinanderdrücken der Falzwalzen 2+3 (ggf. sogar nur durch einen einfachen Schaltkontakt wahrgenommen) die Falzspaltweitenregelung ansteuern.

Gemäß Patentanspruch 33 bezieht ein Rechner weitere Sensoren mit ein. Dies können z.B. Sensoren sein, die im Zulauf (Ausrichtetisch etc.) Bogenanfänge und/oder Bogenenden, sich überlappende Bogen (z.B. durch Opazität, Druckbildauslesen etc.) usw. erkennen und diese zur Synchronisation des Rechners mit dem Falzzyklus an den Rechner melden.

Dies könnte aber ebenso z.B. auch ein Sensor sein, der das Einlaufen des Bogens zwischen die Falzwalzen 2+3 meldet, was ein noch schnelleres Auslösen der Falzspalterweiterung zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 ermöglicht, da ein solches Signal das Ende der stauchenden Phase signalisiert. Dies könnte Z.B. ein an der unteren Taschenlippe der Falztasche 7 angebrachter Dehnmeßstreifen sein, oder z.B. eine Laserlichtschranke die den Raum zwischen den Walzen unterhalb der der Falztasche 7 erfaßt.

Gemäß Patentanspruch 34 wird die Öffnungseinrichtung (dies könnte z.B. ein an einem schwenkbeweglichen Hebelarm angegebrachter, die Falzwalze 1 anhebender Elektromagnet sein) angesteuert, während die Rückstellbewegung bei Ausbleiben der Ansteuerung z.B. durch eine Rückstellfeder erfolgt.

Patentanspruch 35 sieht eine umgekehrt funktionierende Vorrichtung vor, wonach die Schließung angesteuert wird und eine Öffnung über Rückstellmittel erfolgt.

Besonders schnelle Regelzeiten sind zu erwarten, wenn gemäß Patentanspruch 36 sowohl eine Öffnungseinrichtung, als auch eine Schließeinrichtung aktiv im Wechsel angesteuert sind.

Mittels entsprechender Programmierung und ggf. unter Einbeziehung weiterer Sensoren ist gemäß Patentanspruch 37 die Einbeziehung eines Rechenalgorithmus zur selbstständigen Abstandsregelung, wie sie bereits in herkömmlichen Maschinen eingesetzt sind, vorgesehen.

Diese automatische Abstandsregelung könnte z.B. so eingestellt sein, daß sich immer nur so viel Überlappung ergibt (z.B. ein zwischen 5cm und 10cm eingestellter Wert) so daß sich die Papierflächen innerhalb der Falztasche 7 nur kaum oder nicht flächig aneinander reiben, sondern nur Bogenende und Bogenanfang kurz aneinander "vorbeihuschen".

Oder diese automatische Abstandsregelung könnte so eingestellt sein, daß sich das Maß der Überlappung automatisch so groß wie möglich hochregelt, so daß der Falzbetrieb bei möglichst hoher Leistung noch so gerade störungsfrei bleibt.

Selbstverstänlich ergeben sich aber auch weitere sinnvolle Vorgaben für eine solche Abstandsautomatik.

Patentanspruch 38 sieht vor, die obere einziehende Falzwalze 1 oder die untere einziehende Falzwalze 2 mittels einer Exzentervorrichtung falzspalterweiternd oder falzspaltveröringernd auszulenken. Eine solche Vorrichtung, die z.B. wie einfache, in der Buchbinderei gebräuchliche Rillmaschinen funktionieren könnte, ist z.B. wie folgt realisierbar.

Die entsprechende einziehende Falzwalze ist z.B. an schwenkbeweglich gelagerten Hebelarmen gelagert, an dessen jeweils einem Ende die Walze angebracht ist und an dessen anderem Ende z.B. ein Kurbeltrieb angreift, der über eine z.B. elektomagnetische Kupplung jeweils für eine Umdrehung ausgelöst wird und somit die Falzwalze hebt bzw. senkt. Selbstverständlich sollte die Vorrichtung jeweils auf den beiden Walzenenden einer Falzwalze angebracht und z.B. starr verkoppelt sein, so daß sich die entsprechende Falzwalze gleichmäßig hebt oder senkt.

Gemäß Patentanspruch 39 könnte eine solche Vorrichtung auch gleichzeitig auf beide einziehenden Falzwalzen wirken bzw. daran angebracht sein, so daß sie sich gemeinsam voneinander weg bzw. aufeinander zu bewegen.

In Anspruch 40 ist alternativ zu aktiven Öffnungs- und Schließvorgängen vorgeschlagen, mittels Steuerung den üblicherweise durch Druckfedern erzeugten Anpreßdruck der z.B. über schwenkbewegliche Hebelarme auf die Falzwalzen wirkt, mittels Steuerung zu Verringern, so daß sich z.B. durch die Gewichtskraft (bei der unteren einziehenden Falzwalze 2) und/oder durch die Verdrängung des durch die Falzwalzenspalte drängenden Papiers eine Öffnung der Falzspaltweite ergibt. Zum Schließen des Falzspaltes wird dann der Anpreßdruck wieder erhöht. Dies könnte zum Beispiel mittels Pneumatikzylindern oder Elektromagneten etc. erfolgen.

Aber es würde gemäß Patentanspruch 40, (z.B. bei geringeren Ansprüchen/Aufwand) z.B. auch schon ausreichen, ohne daß sich zwingend gleich ein größer Falzspalt ergeben muß, mittels falzzyklusabhängiger Steuerung in der nichtstauchenden Phase, oder Teilphasen der nichtstauchenden Phase, über das Reduzieren der Federvorspannung der Anpreß/Rückstellfedern den Kraftschluß zwischen dem Bogen 13 und den einziehenden Falzwalzen 1+2 zu schwächen und somit einen größeren Schlupf zu erzeugen.

Gemäß Patentanspruch 41 ist vorgesehen, die obere Taschenlippe 14 des Taschenmundes der Falztasche 7 verschiebbar anzubringen, um diese mittels Steuerung ab dem Ende der Stauchenden Phase z.B. mittels elektromagnetischem Antrieb z.B. 1.5cm in Richtung Taschenanschlag 12 anzuheben, damit der nächste Bogen besser in die Falztasche 7 einlaufen kann, während der im Falz befindliche Bogen 13 noch die Falztasche 7 verläßt. Z.B. mittels Rückstellfeder etc, und entsprechender Steuerung, muß dafür gesorgt sein, daß die obere Taschenlippe 14 rechtzeitig zu Beginn der nächsten stauchenden Phase wieder in der abgesenkten, regulären Stellung ist.

Patentanspruch 42 sieht eine Kombination einer gemäß Patentanspruch 15 in 3 dargestellten mechanischen Steuerung mit einer elektronischen Steuerung vor.

Hierzu sollte zumindest eines oder besser mehrere der vorgenannten elektrischen/elektronischen Ausgestaltungsmerkmale mit der an sich schon selbstregelnden Vorrichtung kombiniert werden, woraus sich noch kürzere Steuerzeiten und eine entsprechend höhere Leistung ergeben, Z.B. in Kombination mit Patentanspruch 36, was zu einem Wegfall der Rückstellfeder führen könnte. Das Öffnen könnte mittels zusätzlicher Stellkraft (von z.B. mindestens einem Elektromagneten) und entsprechend "Vorausschauend" agierender Rechnersteuerung wesentlich schneller erfolgen, während der Schließvorgang auch aktiv gesteuert (z.B. ebenfalls von mindestens einem Elektromagneten) erfolgt.

Eine weitere, gegenüber der vorgenannten Ausführungsform vereinfachte Ausführungsvariante könnte z.B. so sein, daß an einer Vorrichtung gemäß Patentanspruch 15 anstatt der (oder z.B. zusätzlich zur) Rückstellfeder 15 an jedem der beiden Schwenkarme 9 eine schaltbare (im aktivierten Zustand falzspaltverengende) Kraftquelle (z.B. Elektromagnet, elektromotorisch angetriebener Exzenter, Pneumatikzylinder etc.) angebracht ist, die z.B. mittels elektronischer Steuerung (z.B. von einer Lichtschranke unterhalb des Taschenanschlags 12 ausgelöst) den Anpreßdruck der unteren einziehenden Falzwalze 2 gegen die Falzwalze 3 zu Beginn (oder z.B. knapp davor) der stauchenden Phase reduziert (Kraftquelle in diesem Moment deaktiviert), was zu einem besseren Wegklappen der Schwenkarme 9 führt. Selbst dann, wenn sich bei sehr einfacher Steuerung durch z.B. nur eine Lichtschranke am Taschenanschlag 12 der Anpreßdruck wieder aufbaut, während der Bogen 13 noch im Falzspalt zwischen den Falzwalzen 2+3 befindet, ist dies erfindungsgemäß sehr wohl in Ordnung, da sich daraus entsprechend schnelle Schließzeiten der Falzspaltweite nach Austreten des Bogens 13 aus dem Falzspalt zwischen den Falzwalzen 2+3 ergeben.

Zu diesem Zweck könnte die schaltbare Ktaftquelle z.B. ein am Begrenzungsanschlag 19 angebrachter, den Schwenkarm in aktiviertem Zustand anziehender Elektromagnet sein, oder es könnte z.B. der Begrenzungsanschlag 19 selbst ein entsprechnder Elektromagnet sein.

Weitere sinnvolle Ausführungsbeispiele ergeben sich gemäß den Patentansprüchen 17 und/oder 18.

So ist vorgesehen z.B. unterhab oder an dem Schwenkarm 9 Meßmittel, z.B. einen Schalter anzubringen.

Mit Hilfe z.B. eines Schalters, z.B. angebracht an oder in der Nähe des Begrenzungsanschlags 18, der z.B. einen Elektromagnet, der z.B. zugleich der Begrenzungsanschlag 19 ist, bei Berührung durch den Schwenkarm 9 einschaltet, ergibt sich, daß sich der Schwenkarm 9 relativ leicht nach unten drücken läßt und sich entsprechend schnell und leicht durch einen zwischen den Falzwalzen 2+3 dringenden Bogen 13 auslenken läßt, sich aber unverzüglich, (z.B. bei Verzicht auf eine Verzögerungsschaltung oder entsprechend knapp eingestellter Verzögerungschaltung) z.B. noch während sich der Bogen im Falzspalt zwischen den Falzwalzen 2+3 befindet, eine Rückstellkraft aufbaut, so daß der Schwenkarm 9 nach Verlassen des Bogens 13 aus dem Falzspalt zwischen den Falzwalzen 2+3 schnell und mit mehr Kraft, als alleine von der Andruck/Rückstellfeder 15 wieder in die Stellung bewegt, in der sich zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 der zusammengestellte Falzspalt ergibt.

Aufgrund dessen, daß in mehreren vorgenannten Ausführungsbeispielen die untere einziehende Falzwalze 2 zwecks Vergrößerung der Falzspaltweite nach unten ausweicht, ist es insbesondere bei Folgefalzwerken (mit entsprechend dicken Produkten und entsprechend großer Auslenkung der unteren einziehenden Falzwalze 2) sinnvoll, gemäß Patentanspruch 43 bei der Konstruktion/Fertigung eines solchen Taschenfalzwerkes einen Höhenversatz zwischen den Falzwalzen 2+3 vorzusehen.

Dadurch ergeben sich dann auch bei (ggf. recht stark) abgesenkter unterer einziehender Falzwalze 2 geometrische Verhältnisse, die mit den bisheringen geometrischen Verhältnissen annähernd vergleichbar sind. Hierzu ist, je nach dem an welcher Stelle einer aus mehreren Taschenfalzwerken bestehenden Maschinenkonfiguration ein Taschenfalzwerk eingesetzt ist, ein entsprechend kleiner oder größerer Versatz (z.B. einige zehntel mm oder z.B. 1, 2 oder 3mm) sinnvoll

Angesichts dessen, daß es vorzugsweise anzustreben ist, den Falzspalt erfindungsgemäß möglichst gleichmäßig, also auf beiden Seiten zeitgleich und gleich weit zu schließen, ist in Patentanspruch 44 vorgesehen, die beiden Hebelarme, die eine erfindungsgemäß falzzyklusabhängig gesteuerte Falzwalze lagern und in bezug auf die Falzspaltweite auslenken, möglichst starr miteinander zu verbinden. Dies ist z.B. mittes Stangen, Traversen, Rahmen etc. möglich und sinnvoll.

Gemäß Patentanspruch 45 ist es möglich, eine Falzwalze mit nur einer falzzyklusabhängig gesteuerten Falzspaltöffnungs- und Falzspaltschließvorrichtung zu regeln. Diese sollte dann vorzugsweise in der Mitte einer solchen Traverse/Verbindungsstange etc. angreifen, um die Falzwalze möglichst gleichmäßig auszulenken.

Werden mehrere (dann z.B. vorzugsweise zwei), Falzspaltöffnugs- und Falzspaltschließvorrichtungen an einer solchen, die Walzenlagerhebel verbindenden Mechanik angebracht, so ist es gemäß Patentanspruch 46 sinnvoll, deren Angriffspunkte möglichst gleichmäßig auf diese verbindende Mechanik zu verteilen.

Im Sinne möglicht schneller Regelzeiten ist eserfindungsgemäß unbedingt sinnvoll, die bewegte Masse und insbesondere auch die Masse der zu regelnden Falzwalze gemäß Patentanspruch 47 so gering wie möglich zu halten, wenngleich sich natürlich bei entsprechend großzügig dimensionierter Regelung auch eine reguläre Falzwalze erfindungsgemäß regeln läßt.

Eine Reduzierung der Masse der zu regelnden Falzwalze ist gemäß dem Stand der Technik natürlich auf unterschiedlichste Weise möglich.

Sei es, daß man z.B. die Walze mit möglichst vielen Bohrungen durchlöchert, die Walze aus anderem, leichterem Material herstellt, oder gar aus verschiedenen Materialien zusammensetzt, möglichst viele Hohlkörper schafft, oder z.B. einen Walzenmantel über ein möglichst massearmes Walzengerüst stülpt etc.

Ebenso erscheint es sinnvoll, den Walzendurchmesser der erfindungsgemäß zu regelnden Falzwalze zu verringern. Besonders interessant erscheint dies, wenn die geregelte Falzwalze die obere einziehende Falzwalze 1 ist.

Patentanspruch 49 sieht vor, mittels mindestens einem, vorzugsweise aber zwei (auf beiden Seiten der Maschine angebrachten, z.B. an jedem der beiden, die entsprechende Falzwalze lagernden Hebel je einen) angebrachten einstellbaren Begrenzungsanschlägen, die den Schließhub und somit das Schließmaß begrenzt auf eine zusätzliche Falzspaltweiteneinstelleinrichtung (z.B. herkömmlicher Bauart) für den Falzspalt zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 zu verzichten, da es zur Einstellung des Falzspaltmaßes bei geschlossenem/zusammengestelltem Falzspalt mittels der falzzyklusabhängigen Falzspaltschließeinrichtung reicht, einen, oder besser beide Begrenzungsanschläge entsprechend einzusetellen. So könnte dann auch ein entsprechender Begrenzungsanschlag als Falzspaltzweiteneinstelleinrichtung ausgestaltet sein. Das heißt, daß der Begrenzungsanschlag (besser mindestens zwei Begrenzungsanschläge) die jeweilige Falzspaltweiteneinstelleinrichtung (z.B. herkömmlicher Bauart) ersetzt und somit der Begrenzungsanschlag die Falzspaltweiteneinstelleinrichtung ist.

Selbstverständlich ist es unabhängig von dem Begrenzungsanschlag (vorzugsweise zwei Begrenzungsanschlägen) für das zusammengestellte Maß sinnvoll und empfohlen, z.B. für die Einstellung des Öffnungsmaßes weitere einstellbare Begrenzungsanschläge anzubringen.

Patentanspruch 50 sieht vor, daß eine falzzyklusabhängig gesteuerte Falzspaltöffnungsvorrichtung und/oder falzzyklusabhängig gesteuerte Falzspaltschließvorrichtung zusammen mit einer Falzspaltweiteneinstelleinrichtung (z.B. herkömmlicher Bauart) gemeinsam an einem (z.B. zweiarmigen, in der Mitte dreh/schwenkbeweglich gelagertem) Hebel (z.B. herkömmlicher Bauart), der die Falzwalze (z.B. die obere einziehende Falzwalze 1 und/oder die untere einziehende Falzwalze 2) lagert, angebracht ist, z.B. indem die zusätzliche falzyklusabhängig gesteuerte Öffnungs/Schließvorrichtung (z.B. Pneumatikzylinder, kaskadierte Pneumatikzylinder, Elektromagnet, Exzentervorrichtung, Getriebemotor mit Eintourenkupplung etc.) an dem üblichen Angriffspunkt der Falzspaltweiteneinstelleinrichtung, zwischen der Falzspaltweiteneinstelleinrichtung und diesem Angriffspunkt angebracht ist.

Gemäß Patentanspruch 51 ist vorgesehen, ausreichend schnelle Falzspaltweiteneinstelleinrichtungen herkömmlicher Bauart (z.B. kaskadierte Pneumatikzylinder) mittels zusätzlicher falzyklusabhängiger Steuerung erfindungsgemäß gleichzeitig sowohl zur Einstellung des geschlossenen (Normalmaß) als auch des geöffneten Falzspaltes und entsprechend falzyklusabhängig hin- und herregelnd einzusetzen.

Gemäß Patentanspruch 52 ist vorgesehen, die falzspalterweiternde- bzw. falzspaltverengende Stellvorrichtung in oder an dem die Falzwalze haltenden Hebelarm (z.B. schwenkbeweglicher Hebelarm) anzubringen, bzw, daß der Hebelarm selbst eine Öffnung- bzw. Schließvorrichtung ist. Dies könnte z.B. ein sich öffnender und/oder teilbarer Hebelarm sein, in den die Öffnungs- bzw. Schließvorrichtung integriert ist.

Patentanspruch 53 sieht vor, daß an der oberen einziehenden Falzwalze 1 falzzyklusabhängige Falzspaltöffnungs- und falzzyklusabhängige Falzspaltschließvorrichtung angebracht sind und an der unteren einziehenden Falzwalze 2 Falzspaltweiteneinstelleinrichtungen (z.B. herkömmlicher Bauart) zur Einstellung der regulären Falzspaltweite (die z.B. bei geschlossener falzzyklusabhängig gesteuerter Falzspaltschließvorrichtung eingestellt/wirksam ist) angebracht sind.

Patentanspruch 54 sieht vor, daß an der unteren einziehenden Falzwalze 2 falzzyklusabhängige Falzspaltöffnungs- und falzzyklusabhängige Falzspaltschließvorrichtung angebracht sind und an der oberen einziehenden Falzwalze 1 Falzspaltweiteneinstelleinrichtungen (z.B. herkömmlicher Bauart) zur Einstellung der regulären Falzspaltweite (die z.B. bei geschlossener falzzyklusabhängig gesteuerter Falzspaltschließvorrichtung eingestellt/wirksam ist) angebracht sind.

Patentanspruch 55 sieht vor, daß eine Falzspaltweitenregelnde Öffnungs- bzw. Schließvorrichtung mittels zusätzlicher Hebelarme direkt auf den die Falzwalze haltenden Hebelarm (z.B. schwenkbeweglicher Hebelarm) wirkt.

Patentanspruch 56 sieht eine Ausführungsvariante vor, in der mittels einer Umlenkvorrichtung (z.B. ein oder mehrere Umlenkhebel etc.) die obere einziehende Falzwalze 1 mittels der Verdrängungskraft des (vorzugsweise gefalzten) Bogens 13 zwischen den Falzwalzen 2+3 angehoben und somit die Falzspaltweite vergrößert wird.

Gemäß Patentanspruch 57 sind unterschiedliche Geschwindigkeitsrelationen zwischen den Zufördersystemen (Schrägband, Rollenzuförderung etc.) und der Umfangsgeschwindigkeit der Falzwalzen sinnvoll.

Gemäß Patentanspruch 58 ist vorgesehen, den verstellbaren Anlagelinealwinkel (Winkel zwischen den Falzwalzen und dem Anlagelineal, der Vorzugsweise auf 90° eingestellt ist, z.B. mittels eines Bowdenzugs mit der Winkelkorrektur des Taschenanschlags 12 zu verkoppeln (indem dieser nachgestellt/nachgeschoben wird), so daß sich bei einer abweichenden Einstellung des Anlagelinalwinkels (z. 87° oder 93° zu den Falzwalzen) der Taschenanschlag 12 automatisch nachstellt, so daß der Winkel zwischen dem Anlagelineal und dem Taschenanschlag immer 90° beträgt, unabhängig davon wie der Winkel zwischen dem Anlagelinel und den Falzwalzen eingestellt ist.

Gemäß Patentanspruch 59 ist vorgesehen, anstelle einer breiten (ggf. geregelten) Falzwalze mehrere vorzugsweise geregelte schmale Falzwalzen anzubringen. So ergibt sich zum Einen eine geringere Einzelmasse der zu regelnden schmalen Walzen. Zum Anderen ist es (bei alternativer Verwendung von zumindest zwei geregelten schmalen Falzwalzen nebeneinander, anstelle einer) so möglich, auch bei Doppelstromfalzanlagen für die nicht zeitgleich nebeneinander einlaufenden Falzbogen 13, diese erfindungsgemäß zu verarbeiten. Bei den nun folgenden, nicht näher (zeichnerisch) dargestellten Ausführungsbeispielen handelt es sich um Varianten, die nicht falzspalterweiternd bzw. falzspaltverringernd funktionieren, sondern als Ergänzung dazu oder als Alternative dazu durch andere Mittel die für die Stauch- und Falzbildung benötigte Kraft (insbesondere dann, wenn aufgrund einer vergrößerten Falzspaltweite zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 die von diesen Walzen ausgehende Reibungskraft nicht ausreich) aufbringen.

Bei der Verwendung des Begriffes "Stauchende Phase" in den nun folgenden Ausführungsbeispielen, ergibt sich natürlich der Umstand, daß es bei zu weit gestellter Falzspaltweite an den einzieheneden Falzwalzen 1+2 ohne entsprechende Hilfsmittel gar nicht (oder unbefriedigend) zu einer Stauchbildung kommt. Deshalb gilt für die nachfolgenden Beschreibungen, bei der Verwendung des Begriffes "stauchende Phase", daß diese ggf. auch erst durch die Verwendung der jeweils empfohlenen Mittel zustandekommt.

Bei Verwendung solcher Ausführungen kann dann die Falzpaltweite idealerweise so groß eingestellt werden, daß auch sich überlappende Bogen 13 ungestört und ohne (bzw. ohne zu große) seitlich verziehende Störkräfte in die Falztasche 7 einlaufen können.

Patentanspruch 60 sieht vor, daß der Bogen 13 zu diesem Zweck mittels einer Steuerung von kleinen anpressenden Transportmitteln, wie z.B. kleinen Transportröllchen, an die untere einziehende Falzwalze 2 angedrückt wird.

Gemäß Patentanspspruch 61 ergibt sich der Kraftschluß dadurch, daß eine oder mehrere der Falzwalzen 1+2+3 eine Saugwalze ist.

Gemäß Patentanspruch 62 ist vorgesehen, vor den einziehenden Falzwalzen 1+2 mechanische Systeme, z.B. Rollen oder Wellen oder Walzen oder Kugeln etc. anzubringen, die mittels Steuerung zumindest in der stauchenden Phase eine erhöhte Antriebskraft auf den Bogen 13 richten. Dies könnten z.B. auch, gemäß Patentanspruch 63, vorgelagerte Messerwellen sein, wie sie an einigen Taschenfalzwerken herkömmlicher Bauart angebracht sind, die aber mittels Steuerung, (z.B. exzentrisch, wie in Patentanspruch 16) nur in bestimmten Phasen eines Falzzyklusses einen Kraftschluß mit dem Bogen 13 aufbauen.

Patentanspruch 64 sieht vor, mittels mindestens einer angetriebenen oder unangetriebene Transportrolle (kann aber z.B. auch eine Scheibe etc. sein), (vorzugsweise mehrerer solcher Transportrollen, die vor den einziehenden Falzwalzen 1+2 vorzugsweise nebeneinander angeordnet sind) die den Bogen 13 in der stauchenden Phase gegen ein gegenüber der Rolle angebrachtes Gegenstück (z.B. angetriebene Transportwalze etc.) drücken, falzzyklusabhängig gesteuert den Bogen mit der nötigen Transportkraft zur Bildung des Stauchfalzes zu versehen, den die entsprechend auseinandergestellten einziehenden Falzwalzen 1+2 eben nicht aufbringen. Z.B. indem an diesen beweglich gelagerten Transportrollen z.B. elektromagnetische oder pneumatische Antriebe die Bewegung ausführen.

Patentanspruch 65 sieht vor, solche Transportrollen gegen den Bogenantrieb (z.B. Schrägband, Schrägrollenantriebswalze etc.), der den Bogen 13 über die Ausrichtestrecke zur Falztasche fördert (mit dem Bogen 13 dazwischen) zu stellen.

Patentanspruch 66 sieht vor, daß den einziehenden Falzwalzen 1+2 Vakuumsysteme (z.B. Vakuumwalzen, Saugräder etc.) vorgelagert sind, die mittels Steuerung zumindest in der Stauchenden Phase mit Vakuum beaufschlagt sind und somit eine erhöhte Antriebs- und Falzkraft auf den Bogen 13 bringen.

Gemäß Patentanspruch 67 sind falzkrafterhöhende Mittel an der Falztasche 7 angebracht. Diese können je nach Ausgestaltung auch die geometrischen Größen wie z.B. lichte Weite, Stellung der Taschenober- 14 oder Taschenunterlippe mit in Regelungsvorgänge einbeziehen und entsprechen falzzyklisch z.B. verschieben/verstellen.

Gemäß Patentanspruch 68 ist vorgesehen, daß der Bogen 13 mittels eines von einer Steuerung ausgelösten Blasluftstoßes (von z.B. mehereren hundert Bar) z.B. ausgehend von mindestens einer der Aufgabe entsprechenden, an der oberen Taschenlippe 14 des Taschenmundes der Falztasche 7 angbrachten Blasluftvorrichtung (z.B. Blasluftdüsen, die auf den Falzspalt zwischen den Walze 2+3 gerichtet sind), in der stauchenden Phase in die Falzwalzen 2+3 gestoßen wird.

Diese Ausführung nach Patentanspruch 68 ist z.B. gut kombinierbar mit einer Ausführung nach Patentanspruch 64.

Gemäß Patentanspruch 69 ist vorgesehen, mittels Steuerung Schieber oder pressender Mittel, z.B. am Ausrichtetisch 11 auf den Bogen 13 wirken zu lassen, damit der zur Stauchbildung nötige Bogenantrieb zustandekommt.

Patentanspruch 70 sieht vor, an einer der beiden einziehenden Falzwalzen 1+2 oder beiden einziehenden Falzwalzen 1+2 ballonartige Vorrichtungen, die mittels Steuerung in zumindest der stauchenden Phase mit Druckluft beaufschlagt werden und somit den Walzendurchmesser vorrübergehend vergrößern, anzubringen, um somit bei sonst zu großer Falzspaltweite einen Kraftschluß (Reibschluß) zum Bogen herzustellen. Dies könnten z.B. an vereinzelten (vorzugsweise, die Walze umlaufend ausgehobenen) Stellen der Walze angebrachte Gummiüberzüge sein, die z.B über entsprechende Bohrungen und z.B. seitlich in die Walze gebrachte Druckluft falzphasenabhängig "aufgeblasen" werden.

Patentanspruch 71 sieht die umgekehrte Wirkweise von Patentanspruch 70 vor. Demzufolge sind an einer der beiden einziehenden Falzwalzen 1+2 oder beiden einziehenden Falzwalzen 1+2 ballonartige Vorrichtungen angebracht, die in nicht stauchenden Phasen mit Vakuum beaufschlagt werden und somit vorrübergehend den Walzendurchmesser verringern, damit sich somit eine Vergrößerung der Falzspaltweite ergibt. Dies könnten z.B. an vereinzelten (vorzugsweise, die Walze umlaufend ausgehobenen) Stellen der Walze angebrachte Gummiüberzüge sein, die z.B. über entsprechende Bohrungen und z.B. seitlich auf die Walze aufgebrachtes Vakuum falzphasenabhängig angesaugt werden und somit den Wirkdurchmesser dieser Stellen der Walze verringert.

Gemäß Patentanspruch 72 könnte eine Vorrichtung wie in Patentanspruch 70 natürlich auch hydraulisch funktionieren.

Patentanspruch 73 sieht eine Vorrichtung wie nach Patentanspruch 71 vor, die hydraulisch betrieben ist.

Die Patentansprüche 74 und 75 sehen weitere Walzendurchmesserregelungen vor, die z.B. von seitlich von außen auf die Walzen ausgübtem, z.B. pulsierenden Druck, der mittels einer in der Walze installierten Mechanik eine Änderung des Walzendurchmessers bewirkt, oder mittels z.B. elektroagnetischer Kraft, die die Walze im Durchmesser zusammenzieht oder ausdehnt vor

Gemäß Patentanspruch 76 ist vorgesehen, mittels von einer Steuerung ausgelöstem schnellen impulsarigen Antrieb (z.B elektromagnetisch, pneumatische etc), an dem der Taschenanschlag 12 angebracht ist, den Bogen in der stauchenden Phase nach unten zu schlagen, so daß dieser von den Falzwalzen 2+3 erfaßt wird.

Patentanspruch 77 sieht vor, daß die Taschenoberlippe 14 des Taschenmundes der Falztasche 7 beweglich angebracht ist und den Bogen in der stauchenden Phase mittels von der Steuerung aktivierten Antriebs nach unten schlägt, was den Stauchraum zwischen den Falzwalzen 1+2+3 verkleinert und somit zu einem Erfassen des Bogens 13 von den Falzwalzen 2+3 führt. Sinnvoll ist z.B. auch eine technische Kombination der Merkmale des Patentanspruchs 77 mit den Merkmalen des Patentanspruchs 41, was auch ein optimales Einlaufen sich überlappender Bogen in die Tasche ermöglicht.

Gemäß Patentanspruch 78 ist vorgesehen, an der Falztasche 7 z.B. im Bereich der (ggf. durch Steuerung wegschiebenden oder wegklappenden) Taschenoberlippe 14 am Taschenmund der Falztasche 7 ein Falzschwert (z.B. mit Antrieb und Steuerung herkömmlicher Bauart) anzubringen, das den Bogen 13 aufgrund eines Steuesignals der Steuerung in den Falzspalt der Walzen 2+3 schlägt.

Patentanspruch 79 sieht eine Ausführungsvariante vor, in der eine der beiden einziehenden Falzwalzen 1+2 oder beide einziehenden Falzwalzen 1+2 unrund sind und/oder exzentrisch gelagert sind, so daß sich nur mittels Steuerung aktiviert in bestimmten Abrollzuständen ein Kraftschluß mit dem Bogen 13 ergibt.

Patentanspruch 80 sieht vor, zumindest eine vorzugsweise unrunde (z.B. an einer Stelle ausgesparte) oder exzentrisch gelagerte Falzwalze (vorzugsweise die obere einziehende Falzwalze 1) in Abhängigkeit von der Falzphase (bei sonst weiterlaufendem Falzwerk) bei möglichst weitem Falzspalt zu stoppen, und mittels Steuerung zur Stauchbildung in einem ununterbrochenen Falzvorgang falzphasenabhängig wieder zu aktivieren. Dadurch gleitet der Bogen ungestört in die Falztasche 7 und bekommt im entscheidenden Moment der Falzbildung den dazu notwendigen Antrieb durch Reibungskraftschluß.

Patentanspruch 81 sieht vor, daß die obere einziehende Falzwalze 1 oder die untere einziehende Falzwalze 2 oder vorzugsweise beide einziehenden Falzwalzen 1+2 aus weicherem Material als üblich gefertigt sind und über die Breite der Walze bzw. Walzen gesehen härtere Zonen (z.B. aus härterem Material, oder z.B. mit härterem Material unterlegt etc.) haben, die mittels Steuerung zwecks Erhöhung der Reibungskraft auf den Bogen 13 nur in bestimmten Falzphasen zusammenkommen, bzw. daß z.B. mittels Rechner der Bogenstart so gesteuert ist, daß der Bogen 13 in der falzbildenden Phase von dem härteren Teil der einziehenden Falzwalzen 1+2 erfaßt wird.

Patentanspruch 82 sieht vor, daß auch andere Falzspaltweiten, als die Falzspaltweite zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2, mittels Steuerung geöffnet bzw. geschlossen werden.

Patentanspruch 83 sieht vor, daß eine oder mehrere der vorhergehenden Merkmale z.B. zu Einstellungszwecken (ggf. vorrübergehend) deaktivierbar sind.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Falzen von (sich vorzugsweise in der Zuführung überlappenden) Bogen (aber auch regulär nacheinander zugeführter Bogen) in einem Taschenfalzwerk,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Falzspaltweite zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 durch mindestens eine von mindestens einer Steuerung ausgelösten Öffnungsvorrichtung in nichtstauchenden Phasen (oder zumindest Teilphasen der nichtstauchenden Phasen) während eines kontinuierlichen Falzvorgangs erweitert wird. Die sich vorzugsweise überlappenden Bogen 13 (wobei möglichst der Bogenanfang eines nachfolgenden Bogens auf dem Bogenende des vorhergehenden Bogens 13 aufliegt) werden z.B. mit normalem (z.B. weil zwei sich überlappende Bogenteile ggf. gemeinsam so dick sind wie die geöffnete Falzspaltweite), geringem oder ohne Reibungsschluß der einziehenden Falzwalzen 1+2 zum Bogen 13 in die Falztasche 7 und an deren Anschlag 12 transportiert. Spätestens jetzt (Beginn der stauchenden Phase) und ohne den Falzvorgang zu verzögern oder gar zu unterbrechen, verringert sich durch Steuerung die Falzspaltweite zwischen den Falzwalzen 1+2 (z.B auf einfache Produktstärke). Es ergibt sich folglich in dieser stauchenden Phase des Falzvorgangs ein Reibungsschluß zwischen den Falzwalzen 1+2 und dem Falzbogen 13, sodaß dieser gefalzt und weitertransportiert wird,

    oder,

    beziehungsweise gegebenenfalls auch und

    daß der Falzbogen 13 bei (z.B. grundsätzlich) erweiterter Falzspaltweite zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 und/oder verringertem Anpressdruck der einziehenden Falzwalzen 1+2 und entsprechend vergrößertem Schlupf und deshalb entsprechend verringertem (oder gar ausbleibendem) Reibschluß zwischen dem Falzbogen und den Falzwalzen 1+2 in die Tasche 7 und zum Anschlag 12 transportiert wird. Spätestens jetzt (Beginn der stauchenden Phase) und vorzugsweise ohne Unterbrechung des Falzvorgangs werden durch Steuerung, die Falzkraft erhöhende Mittel (z.B. Transporteinrichtungen, reibende Transporteinrichtungen, Vakuumwalzen, Schieber, etc.) aktiviert, so daß es trotz geringerem Reibschluß zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 und dem Falzbogen 13 zu einer Stauchbildung und zu einem Falz kommt (was ohne entsprechenden Forwärtstrieb nicht geschähe).
  2. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens

    Falzmaschine mit mindestens einem Taschenfalzwerk mit einer regulär nacheinander zufördernden Fördereinrichtung (z.B. herkömmlicher Bauart) oder vorzugsweise einer schuppenstromartig zufördernden Fördereinrichtung z.B. beim ersten Falzwerk einer Falzmaschine ein Schuppenanleger, oder einem Anleger mit Saugfördereinrichtung, die zumindest phasenweise schneller transportiert, als der Ausrichtetisch 11, oder ein aufschuppender, ggf. mehrstufiger Ausrichtetisch 11 mit sich evtl. unterschiedlich schnellen, z.B. verlangsamenden und deshalb aufschuppenden Fördergeschwindigkeiten, deren Bogenanfänge überlappend vorzugsweise auf den Bogenenden der vorausgehenden Bogen liegen, oder z.B. bei Verwendung mehrerer Falzwerke einem Folgefalzwerk, das so viel langsamer eingestellt ist als das zufördernde Falzwerk oder die zufördernde Maschine, daß die auf den Fördertisch 11 auflaufenden Falzbogen 13 einen sich überlappenden Schuppenstrom bilden, dessen Bogenanfänge vorzugsweise überlappend auf den Bogenenden der vorausgehenden Bogen liegen

    dadurch gekennzeichnet,

    das die Vorrichtung aus einem Taschenfalzwerk (herkömmlicher Bauart) besteht, an dem mindestens eine falzzyklusabhängige Steuerung bzw. Regelung (z.B. mechanische, mechanisch selbstregelnde, elektromechanische, elektrische, elektronische, optische, optoelektronische, pneumatische, hydraulische, etc. Steuerung) zur Steuerung/Regelung der Falzspaltweite (Walzenabstand), die in nicht stauchenden Phasen (zumindest in Teilphasen der nichtstauchenden Phasen)

    eines kontinuierlichen Falzvorgangs an der unteren Einzugswalze 2, oder der oberen Einzugswalze 1, oder beiden Einzugswalzen 1+2 mindestens eine z.B. ektromagnetisch, mit Federkraft, elektromotorisch, pneumatisch, hydraulisch, etc. angetriebene falzspalterweiternde Öffnungsvorrichtung (z.B an schwenkbeweglich gelagertem Hebel etc.) auslöst (betätigt), sowie zumindest in der stauchenden Phase mindestens eine entsprechend umgekehrt wirkende (z.B. elektromagnetisch, mit Federkraft elektromotorisch, pneumatisch, hydraulisch etc. angetriebene) falzspaltweitenverringernde Schließvorrichtung (z.B. schwenkbeweglich gelagerter Hebel etc.) auslöst, angebracht ist,

    oder, beziehungsweise gegebenenfalls auch und

    daß die Vorrichtung aus einem Taschenfalzwerk (herkömmlicher Bauart) besteht, an dem bei gegenüber herkömmlicher Einstellung vergrößerter Falzspaltweite, und/oder verringertem Anpressdruck der einziehenden Falzwalzen 1+2 und entsprechend vergrößertem Schlupf und deshalb entsprechend verringertem (oder gar ausbleibendem) Reibschluß zwischen dem Falzbogen 13 und den einziehenden Falzwalzen 1+2, mindestens eine falzzyklusabhängige Steuerung bzw. Regelung (z.B. mechanische, mechanisch selbstregelnde, elektromechanische, elektrische, elektronische, optische, optoelektronische, hydraulische etc. Steuerung) zur falzzyklusabhängigen Aktivierung, von (ggf. zusätzlich angebrachten) die Falzkraft erhöhenden Mitteln (z.B. zeitweilig aktivierbare Transporteinrichtungen wie z.B. zeitweilig zusammengestellte, den einziehenden Falzwalzen 1+2 vorgelagerte, angetriebene Messerwellen und/oder mindestens eine, vorzugsweise mehrere zeitweilig zusammengestelle, den einziehenden Falzwalzen vorgelagerte, angetriebene Transportrollen, die sich z.B. mittels jeweils eigenem Stellantrieb wie z.B. Elektromagnet, Pneumatikzylinder etc. oder z.B. mittels gemeinsamem Antrieb z.B. auf diesen Transportrollen gegenüberliegende Transportrollen oder z.B. eine Walze drükken/schließen, etc.), die von der Steuerung/Regelung zumindest in der stauchenden Phase eines ununterbrochenen Falzvorgangs aktiviert sind (bzw. durch Ihr Zusammenstellen/Aktivieren etc. zumindest die stauchende Phase eines ununterbrochenen Falzvorgangs einleiten), angebracht ist.
  3. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die falzzyklussynchrone Verknüpfung von tatsächlichem Falzzyklus/Falzphase und Steuerung/Regelung der falzspalterweiternden Öffnung- bzw. falzspaltweitenverengenden Schließvorrichtung in bezug auf den Lageort eines Bogens in der Maschine und/oder Zeit/Streckenverhältnis des Bogens zum Falzzeitpunkt/Falzort (z.B. Taschenanschlag 12), und/oder Zeitpunkt und/oder Weg des Bogens bis zum Erreichen des Taschenanschlags 12 etc. mittels mindestens einem Meßmittel (z.B. Lichtschranke und/oder sonstige, z.B. mechanische, mechanisch selbstregelnde, elektromechanische, elektrische, elektronische, optische, optoelektronische, pneumatische, hydraulische etc. Meßmittel) erfolgt, das den Bogen 13 erfasst/erkennt etc. und damit eine Steuerung/Regelung (z.B. mechanischen, mechanisch selbstregelnden, elektromechanischen, elektrischen, elektronischen. optischen, optoelektronischen, pneumatischen, hydraulischen etc. Steuerung/Regelung) zur Steuerung/Regelung einer falzspalterweiternden Öffnungsvorrichtung bzw. falzspaltweitenverringernden Schließvorrichtung mit dem Istzustand der Bogenlage/Falzphase verknüpft.
  4. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die falzzyklussynchone Verknüpfung von tatsächlichem Falzzyklus/Falzphase und Steuerung/Regelung der falzspalterweiternden Öffnungsvorrichtung bzw. falzspaltweitenverengenden Schließvorrichtung z.B. mittels Wegstreckenzählers (z.B. Inkrementalwegstreckenzähler etc.) und/oder Zeitverzögrungseinrichtung etc., z.B. durch Verknüpfung eines, den Bogenstart auslösenden elektrisch/elektromechanisch etc. gesteuerten Saugrades/Bogenanlegers etc. mit der streckenverzögerten und/oder zeitverzögerten Ansteuerung der Steuerung/Regelung für die erfindungsgemäße Falzspaltweitenöffnungs- bzw Falzspaltweitenschließvorrichtung mittels z.B. einer entsprechenden, z.B. mechanischen, mechanisch selbsregelnden, elektromechanischen, elektrischen, elektronischen, optischen, optoelktronischen, pneumatischen, hydraulischen etc. streckenversatzberücksichtigenden (z.B. streckenabhängige Zeitverzögerung z.B. mittels Inkrementalwegstreckenzählers und Rechner etc.) und/oder zeitverzögerung Steuerung/Regelung z.B. mittels eines Rechners, z.B. ohne weitere Sensoren/Meßmittel erfolgt.
  5. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    das die falzzyklussynchrone Verknüpfung von tatsächlichem Falzzyklus/Falzphase und Steuerung/Regelung der falzspalterweiternden Öffnungsvorrichtung bzw. falzspaltverengenden Schließvorrichtung z.B. dadurch erfolgt, daß die falzspalterweiternde Öffnungsvorrichtung bzw. falzspaltweitenverringernde Schließvorrichtung eine eigene, falzzyklusunabhängige, vorzugsweise in der Taktfrequenz (z.B. auch mittels Wegstreckenzählers etc. an den Transport der Falzmaschine/Taschenfalzwerkes gekoppelt) und in dem Verhältnis von Öffnungs- und Schließzeiten/Zuständen einstellbare Steuerung/Regelung hat,

    und der Bogenstart/Bogentransport/Bogenführung (z.B. mittels elektrisch/elektromechanisch gesteuertem Saugrad/Bogenanleger etc.) von einer separaten, z.B. von der, die falzspalterweiternde Öffnungs- und falzspaltweitenverringerndene Schließeinrichtung steuernden/regelnden Steuerung/Regelung über den jeweiligen Istzustand der Falzspaltweite zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 und z.B. über die Steuerdaten/Steuerrythmus etc. (oder aber z.B. mittels Sensoren, Meßmittel, die z.B. an den die einziehenden Falzwalzen 1+2 lagernden Hebelarmen angebracht sind etc.) informierten Steuerung (z.B. mechanische, mechanisch selbstregelnde, elektromechanische, elektrische, elektronische, optische, optoelektronische, pneumatische, hydraulische etc. Steuerung, vorzugsweise einem Rechner) und z.B. unter Berücksichtigung des Weges/der Zeit bis zum Taschenanschlag 12 (bzw. Beginn der stauchenden Phase) mit dem somit vorgegebenen Steuerzyklus der Falzspaltöffnungs- bzw- Schließvorrichtung verknüpft präzise (vorrausschauend) ausgelöst wird.
  6. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung vorzugsweise so ausgelegt ist, daß die falzspaltweitenvergrößernde Öffnungsvorrichtung vor und nach der stauchenden Phase so lange wie möglich zum Öffnen betätigt ist und die falzspaltweitenverringernde Schließvorrichtung so kurz wie möglich (idealerweise nur während der stauchenden Phase bzw. z.B. bereits kurz davor) zum Schließen betätigt ist.
  7. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung vorzugsweise so ausgelegt ist, daß die Falzspaltweitenverringernde Schließvorrichtung vor und nach der Phase, in der sich überlappende Bogenenden/Bogenanfänge sich überlappend zugeführter Bogen gemeinsam zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 befinden, so lange wie möglich zum Schließen betätigt ist und die falzspaltweitenvergrößernde Öffnungsvorrichtung so kurz wie möglich (vorzugsweise nur während der Phase, in der sich überlappende Bogenenden/Bogenanfänge sich überlappend zugeführter Bogen gemeinsam zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 befinden) zum Öffnen betätigt ist.
  8. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung vorzugsweise so ausgelegt ist, daß die falzspaltweitenvergrößernde Öffnungsvorrichtung nach der stauchenden Phase zum Öffnen betätigt ist und zumindest bis zum vollständigen Einlaufen des Bogens 13 in die einziehenden Falzwalzen 1+2 zur Öffnung betätigt (geöffnet) bleibt.
  9. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung vorzugsweise so ausgelegt ist, daß die falzspaltweitenvergrößernde Öffnungsvorrichtung bis zur stauchenden Phase (bzw. z.B. kurz davor) betätigt (und somit offen) ist und daß mit der stauchenden Phase (bzw. z.B. kurz davor) die falzspaltweitenverringernde Schließvorrichtung betätigt ist und z.B. bis zum vollständigen Einziehen des Bogens in die einziehenden Falzwalzen 1+2 betätigt (geschlossen) bleibt.
  10. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung zum Betätigen der Öffnungs- bzw. Schließvorrichtungen andere, weitere und ggf. individuelle (z.B. auftragsbezogen wechselnde) Öffnungs- und Schließregelungen (bzw. Öffnungs- und Schließdiagramme), z.B. mittels Einbeziehens von über (ggf. beweglich) angebrachte Sensoren (z.B. Lichtschranken etc.) gewonnene Informationen z.B. über Bogenanfang, Bogenende, Bogenposition, Falzzeitpunkt etc. hat, woraus sich individuelle Falzzyklussynchrone Öffnung- und Schließvorgänge ergeben, die z.B. auch Mischformen der vorgenannten Ansprüche sind.
  11. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusammenstellen der Falzspaltweite exakt zu Beginn der stauchenden Phase ausgelöst wird.
  12. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusammenstellen der Falzspaltweite vor Beginn der stauchenden Phase ausgelöst wird.
  13. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusammenstellen der Falzspaltweite minimal verzögert (z.B. einige zehntel Sekunden oder einige hundertstel Sekunden) nach Anschlag des Bogens 13 an den Taschenanschlag 12 ausgelöst wird, woraus sich eine sehr kurzzeitige Ausrichtephase vor der eigentlichen stauchenden Phase ergibt.
  14. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß zur Erhöhung der Antriebkraft des Ausrichtetisches 11 und/oder einer sonstigen Zuführungseinrichtung wie z.B. Schrägrollenfördertisch etc. (z.B. ergänzend zu den Maßnahmen bei Taschenfalzwerken herkömmlicher Bauart), eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen angewandt sind:

    – zusätzliche und/oder schwerere, den Bogen 13 auf ein z.B. in Bogentransportrichtung ausgerichtetes oder z.B. schräggestelltes (z.B. herkömmliche Bauart) Ausrichte/Antriebsband und/oder Schrägrollenfördertisch etc. andrückende Kugeln, Rollen etc.,

    – ein (oder mehrere) zusätzliches Antriebsband/Antriebsriemen/Antriebsrollen etc, z.B. auch auf der dem Anlagelineal gegenüberliegenden Seite und z.B. mit, den Bogen darauf andrückenden Kugeln etc.,

    – zusätzliche Antriebsquellen, wie Vakuumriemen etc. die, wie herkömmlicherweise schräggestellt sind, oder geradegestellt sind, d.H. in Richtung der Bogentransportrichtung fördernd.
  15. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die untere einziehende Falzwalze 2 durch die Art der Aufhängung, (z.B wie in 3 schematisch dargestellt, an einem drehbeweglichen Schwenkarm 9, in einem Winkel &agr; z.B. zwischen 20 Grad und 60 Grad an einem Lagerpunkt 10 z.B. am Maschinenkörper 8 angebracht), eine mechanische Steuerung/Regelung zur Falzspaltweite ist, die durch das Verdrängen des zwischen den Falzwalzen 2+3 eintretenden Falzbogen 13 zeitweilig vorzugsweise diagonal ausweicht und somit den Falzwalzenspalt zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 vergrößert.
  16. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm 9 verstellbar angebracht (z.B. mittels arritierbarer Steckvorrichtung, Schwenkvorrichtung etc.) und somit der Winkel &agr; veränderbar ist.
  17. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schwenkarm 9 ein Meßmittel (z.B. Schalter, Schaltkontakt etc.) angebracht ist, (z.B. an der Unterseite des Schwenkarms 9) das bei Öffnung des Falzspaltes ausgelöst ist.
  18. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Schwenkarms 9 (und von diesem bei geöffnetem Falzspalt ausgelöst) ein Meßmittel (Schalter, Schaltkontakt, Induktivtaster Lichtschranke etc.) angebracht ist (z.B. am Begrenzungsanschlag 18, oder daß z.B. der Begrenzungsanschlag 18 das Meßmittel ist).
  19. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die neben der unteren einziehenden Falzwalze 2 liegende Falzwalze 3 durch eine Feststelleinrichtung nicht mehr schwenkbeweglich (bzw. abstellbar nicht mehr schwenkbeweglich), sondern gegen seitliches Ausweichen (Wegdrücken etc.) ortsfest feststellbar ist, oder daß diese Falzwalze grundsätzlich ortsfest angebracht ist.
  20. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die neben der unteren einziehenden Falzwalze 2 liegende Falzwalze 3 mittels entsprechend härterer Federn und/oder kürzerem Federweg etc. härter gegen Ausweichen gefedert ist (und somit einen höheren Anpreßdruck hat) als die (vorzugsweise) diagonal (im Winkel) aufgehängte untere einziehende Falzwalze 2.
  21. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß (wie z.B. schematisch in 3 dargestellt) mindestens ein (vorzugsweise justierbarer) Begrenzungsanschlag 18, vorzugsweise jedoch mindestens zwei (vorzugsweise justierbare) Begrenzungsanschläge 18 (an jedem der beiden Schwenkarme 9 mindestens einer) an einer Druckfeder 17 (die z.B. an deren anderem Ende am Maschinenkörper 8 angebracht ist) angebracht ist, der mittels einer Justierschraube 16 (die durch die Druckfeder hindurchreicht und in ein Innengewinde am Begrenzunsanschlag 18 eingreift) in der Entfernung zum Schwenkarm einstellbar ist und somit eine Falzspaltweiteneinstellvorrichtung für den Falzwalzenspalt zwischen den Falzwalzen 2+3 ist.
  22. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, durch gekennzeichnet, daß mindestens ein (vorzugsweise justierbarer) Begrenzungsanschlag, vorzugsweise jedoch mindestens zwei (vorzugsweise justierbare) Begrenzungsanschläge (an jedem eine Walze lagerden Hebels, der durch eine Öffnungs- und Schließeinrichtung bewegt wird eine) zur Begrenzung des Öffnungshubs angebracht sind, die z.B. auch federnd sind (z.B. durch Anbringung von Gummiblöcken etc.).
  23. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß (wie z.B. in 3 schematisch dargestellt) mindestens ein (vorzugsweise justierbarer) Begrenzungsanschlag 19, vorzugsweise jedoch mindestens zwei (vorzugsweise justierbare) Begrenzungsanschläge 19 (an jedem Walzenlagerhebel bzw. Schwenkarm 9 der durch eine Öffnungs- und Schließeinrichtung bewegt wird einer) zur Begrenzung des Schließhubs z.B. mittels eines Befestigungsteils 20 z.B. am Maschinenkörper 8 angebracht ist, der z.B. auch durch Anbringung (z.B. zwischen dem Begrenzungsanschlag 19 und dem Schwenkarm 9) von Gummiblöcken etc. federnd ist und vorzugsweise mittels einer Justierschraube 21 (die z.B. in einem Innengewinde im Befestigungsblock 20 eingreift und auf dessen aus dem Befestigungsblock 20 herausragendem Schraubenende der Begrenzungsanschlag übergestülpt ist) einstellbar ist, angebracht ist.
  24. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpreßkraft der am Schwenkarm 9 gemäß 3 angebrachten unteren einziehenden Falzwalze 2 gegen die Falzwalze 3 regelbar, z.B. durch Entfernen oder Hinzufügen weiterer Rückstellfedern 15 an entsprechend angebrachten Halterungen und/oder durch Auswechseln gegen härtere bzw. weichere Rückstellfedern 15, ist.
  25. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Rückstellfeder 15 zur Anpressung der am Schwenkarm 9 gemäß 3 befestigten unteren einziehenden Falzwalze 2 gegen die Falzwalze 3 mindestens eine Vorrichtung zur Regulierung der Federvorspannung und somit des Anpreßdrucks (z.B. Gewindeschraube, die die Feder 15 stärker oder schwächer vorspannt/staucht) angebracht ist.
  26. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Regulierung der Federvorspannung und somit die Rückstellkraft der Rückstellfeder 15 mittels mindestens einer automatisierten Stellvorrichtung (z.B. Stellmotor, Pneumatikzylinder, kaskadierte Pneumatikzylinder etc.) erfolgt.
  27. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die automatisierte Stellvorrichtung zur Regulierung der Rückstellkraft der Rückstellfeder 15 über eine Steuerung (z.B. programmierter Rechner etc.) geregelt wird, die die Anpreßkraft z.B. abhängig von der Einlauf breite der einlaufenden Bogen 13 regelt.
  28. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der oberen Taschenlippe 14 des Taschenmundes der Falztasche 7 Blasluftdüsen angebracht sind, die z.B. senkrecht auf den einlaufenden Falzbogen 13 gerichtet sind.
  29. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung zur Regelung der Falzspaltweite eine einfache elektrische bzw. elektronische Steuerung ohne Rechner (z.B. Prozeßrecher, programmierter Prozeßrechner etc.) ist.
  30. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung zur Regelung der Falzspaltweite eine elektrische bzw. elektronische Steuerung ist, die mindestens einen Rechner (z.B. Prozeßrechner, programmierter Prozeßrechner, Mikroprozessor etc.) aufweist.
  31. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung zur Regelung der Falzspaltweite eine elektrische bzw. elektronische Steuerung ist, die mittels mindestens einem Sensor (z.B. Lichtschranke, Laserlichtschranke, Dehnmeßstreifen, etc.) mit dem Falzzyklus bzw. der Falzphase synchronisiert ist.
  32. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung zur Regelung der Falzspaltweite eine elektrische bzw. elektronische Steuerung ist, die mittels elektronischem Wegstreckenzähler (z.B. Inkrementalwegstreckenzähler) mit dem Falzzyklus bzw. der Falzphase synchronisiert ist.
  33. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung zur Regelung der Falzspaltweite eine elektrische bzw. elektronische Steuerung ist, die mittels elektronischem Wegstreckenzähler (z.B. Inkrementalwegstreckenzähler) und mindestens einem Sensor (z.B. Lichtschranke, Laserlichtschranke, Dehnmeßstreifen etc) mit dem Falzzyklus bzw. der Falzphase synchronisiert ist.
  34. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung in nicht stauchenden Phasen eine Öffnungseinrichtung (z.B. Elektromagnet an einem schwenkbeweglichen Lagerarm einer einziehenden Falzwalze etc.) auslöst und daß die entsprechend entgegengesetzte Schließeinrichtung ein selbsständiges Rückstellmittel (z.B. Rückstellfeder etc.) ist.
  35. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung mindestens in der stauchenden Phase eine Schließeinrichtung (z.B. Elektromagnet an einem schwenkbeweglichen Lagerarm einer einziehenden Falzwalze etc.) auslöst und daß die entsprechend entgegengesetzt wirkende Öffnungseinrichtung ein selbstständiges Rückstellmittel (z.B. Rückstellfeder etc.) ist.
  36. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung sowohl eine Öffnungseinrichtung mit mintestens einem Antrieb (z.B. Elektromagnet, Pneumatikzylinder, motorisch betriebener Exzenter etc.) als auch eine Schließeinrichtung mit mindestens einem Antrieb (z.B. Elektromagnet, Pneumatikzylinder, motorisch betriebener Exzenter etc.) im Wechsel ansteuert.
  37. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an die Steuerung ein Rechner angegliedert ist (oder die Steuerung z.B. selbst ein Rechner ist), der mittels entsprechender Algorithmen eine selbstständige Abstandsregelung der Falzbogen vornimmt.
  38. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungseinrichtung und/oder Schließeinrichtung eine Exzentervorrichtung (z.B. mittels elektrisch schaltbarer Kupplung aktivierbarer Exzenterscheibe, z.B. mit exzentrisch angebrachtem Hubzapfen, Kurbeltrieb etc.) ist, die (z.B. mittels Stangen, Hebeln etc.) die obere einziehende Falzwalze 1 hebt bzw. senkt oder die untere einziehende Falzwalze 2 hebt oder senkt und somit die Falzspaltweite reguliert.
  39. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungseinrichtung und/oder Schließeinrichtung eine Exzentervorrichtung (z.B. mittels elektrisch schaltbarer Kupplung aktivierbarer Exzenterscheibe, z.B. mit exzentrisch angebrachtem Hubzapfen, Kurbeltrieb etc.) ist, die (z.B. mittels Stangen, Hebeln etc.) die beiden einziehenden Falzwalzen 1+2 auseinander stellt bzw. zusammen stellt und somit die Falzspaltweite reguliert.
  40. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mittels Steuerung (z.B. durch falzzyklusabhängige zeitweilige Verringerung der Federvorspannung der Anpreß/Rückstellfedern z.B. Elektromagnet, Pneumatikzylinder, kaskadiertem Pneumatikzylinder, Stellmotoren mit Gewindeeingriff etc.) der Anpreßdruck der Schwenkbeweglichen Lagerarme der oberen einziehenden Falzwalze 1 oder der unteren einziehenden Falzwalze 2 oder beiden einziehenden Falzwalzen 1+2 zum Öffnen der Falzspaltweite reduziert wird, so daß sich diese unter dem Einfluß eines durchlaufenden Bogens 13 und ggf. Gewichtskraft (z.B. bei der unteren einziehenden Falzwalze) falzspaltweitend (z.B. minimal, oder auch nur reibungsverringernd bzw. schlupfvergrößernd) öffnet und z.B. durch Erhöhen des Anpreßdrucks zumindest in der stauchenden Phase wieder schließt (bzw. wieder schlupfverringernd den vollen Reibschluß herstellt).
  41. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Taschenlippe 14 des Taschenmundes der Falztasche 7 verschiebbar angebracht wird und mittels Steuerung ab Ende der stauchenden Phase (dem Moment, wenn die Falzwalzen 2+3 den Bogen 13 aufnehmen) z.B. mittels Selenoidantiebs in Richtung Taschenanschlag 12 geschoben wird und bevor der nächste Bogen 13 den Taschenanschlag 12 erreicht, wieder in die reguläre Lage (z.B. unter dem Einfluß einer Rückstellfeder) zurückgeschoben wird.
  42. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung eine Kombination aus einer mechanischen Steuerung (z.B. gemäß Anspruch 11) und einer elektrischen bzw. elektronischen Steuerung/Regelung ist.
  43. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzwalze 3 insbesondere bei Taschenfalzwerken, die Folgefalzwerke sind, etwas tiefer als die einziehende Falzwalze 2 angebracht ist (z.B. 2mm Höhenversatz).
  44. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die auf beiden Seiten der Walze/Maschine an der (oberen einziehenden Falzwalze 1 oder unteren einziehenden Falzwalze 2 oder beiden einziehenden Falzwalzen 1+2) mit einer falzzyklusabhängigen Falzspaltweitenregelung (Öffnungs- und Schließvorrichtung) ausgestatteten Walze angebrachten schwenkbeweglichen/drehbeweglichen Lagerhebel mit einer, beide Lagerhebel in ihrer falzspaltweitenrelevanten Auslenkung verbindenden Mechanik (z.B. einer Traverse, Verbindungsstange, Verbindungsgestänge, Zahnstangengestänge, ggf. auch Seilzüge etc.) verbunden ist, so daß sich (aufgrund dieser Verbindung) beide Lagerhebel möglichst zeitgleich und gleich weit auslenken, damit sich der Falzspalt gleichmäßig öffnet.
  45. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die auf beiden Seiten der Falzwalze/Maschine an der (oberen einziehenden Falzwalze 1 oder unteren einziehenden Falzwalze 2 oder ggf. beiden einziehenden Falzwalzen 1+2, wobei die im Folgenden sich nur auf eine Falzwalze beziehenden Ansprüche und Beschreibung dann sowohl für die obere Falzwalze 1 als auch für die untere Falzwalze 2 gelten) mit einer falzzyklusabhängigen Falzspaltweitenregelung (Öffnungs- und Schließvorrichtung) ausgestatteten Falzwalze angebrachten schwenkbeweglichen/drehbeweglichen Lagerhebel mit einer, beide Lagerhebel einer Falzwalze in bezug auf ihre falzspaltweitenrelevante Auslenkung verbindenden Mechanik (z.B. einer Traverse, Verbindungsstange, Verbindungsgestänge, Zahnstangengestänge, ggf. auch Seilzüge etc.) verbunden ist, so daß sich diese beiden Lagerhebel (aufgrund dieser Verbindung) möglichst zeitgleich und gleich weit auslenken, damit sich der Falzspalt gleichmäßig öffnet und daß beide drehbeweglich/schwenkbeweglich gelagerten, die Falzwalze Lagerhebel/Hebelarme, mittels einer gemeinsamen (einer gemeinsamen pro Falzwalze) die Falzwalze auslenkenden falzzyklusabhängige Falzspaltweitenregelung (Öffnungsvorrichtung und Schließvorrichtung) ausgestattet ist, die vorzugsweise in der Mitte der die Falzwalze lagernden beiden Lagerhebel/Hebelarme verbindenden Mechanik (z.B. Traverse, Verbindungsstange etc.) angreift.
  46. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die auf beiden Seiten der Falzwalze/Maschine an der (oberen einziehenden Falzwalze 1 oder unteren einziehenden Falzwalze 2 oder ggf. beiden einziehenden Falzwalzen 1+2, wobei die im Folgenden sich nur auf eine Falzwalze beziehenden Ansprüche und Beschreibung dann sowohl für die obere Falzwalze 1 als auch für die untere Falzwalze 2 gelten) mit einer falzzyklusabhängigen Falzspaltweitenregelung (Öffnungs- und Schließvorrichtung) ausgestatteten Falzwalze angebrachten schwenkbeweglichen/drehbeweglichen Lagerhebel mit einer, beide Lagerhebel einer Falzwalze in bezug auf ihre falzspaltweitenrelevante Auslenkung verbindenden Mechanik (z.B. einer Traverse, Verbindungsstange, Verbindungsgestänge, Zahnstangengestänge, ggf. auch Seilzüge etc.) verbunden ist, so daß sich diese beiden Lagerhebel (aufgrund dieser Verbindung) möglichst zeitgleich und gleich weit auslenken, damit sich der Falzspalt gleichmäßig öffnet und daß beide drehbeweglich/schwenkbeweglich gelagerten, die Falzwalze Lagerhebel/Hebelarme, mittels mehrerer, (vorzugsweise zwei pro Falzwalze) die Falzwalze auslenkenden falzzyklusabhängigen Falzspaltweitenregelungn (Öffnungsvorrichtungen und Schließvorrichtungen) ausgestattet sind, die vorzugsweise gleichmäßig an der die Falzwalze lagernden beiden Lagerhebel/Hebelarme verbindenden Mechanik (z.B. Traverse, Verbindungsstange etc.) angreifen (z.B. jeweils an den Außenseiten einer Verbindungsstange).
  47. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einer falzzyklusabhängigen Falzspaltweitenregelung (Öffnungs- und Schließvorrichtung) versehene Falzwalze (die obere einziehende Falzwalze 1 oder die untere einziehende Falzwalze 2 oder ggf. auch beide einziehende Falzwalzen 1+2) in Leichtbauweise (z.B. leichteres Material, unterschiedliche Materialien, mit Hohlkörpern, mit diversen materialaushebenden Bohrungen versehen etc.) hergestellt und somit leichter als eine Falzwalze herkömmlicher Bauart ist.
  48. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einer falzzyklusabhängigen Falzspaltweitenregelung (Öffnungs- und Schließvorrichtung) versehene Falzwalze (die obere einziehende Falzwalze 1 oder die untere einziehende Falzwalze 2 oder ggf. auch beide einziehende Falzwalzen 1+2) einen kleineren Durchmesser (als Falzwalzen herkömmlicher Bauart) hat (z.B. daß die obere einziehende Falzwalze 1 mit einer falzzyklusabhängigen Falzspaltweitenregelung versehen ist und einen kleineren Durchmesser als die übrigen Falzwalzen des Taschenfalzwerkes hat.
  49. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die falzzyklusabhängige Falzspaltöffnungsvorrichtung und falzzyklusabhängige Falzspaltschließvorrichtung zugleich auch eine Falzspaltweiteneinstelleinrichtung (zumindest für das zusammengestalte Maß der Falzspaltweite) ist, z.B. indem an einem, der Falzwalze gegenüberliegenden Hebelarm eines eine Falzwalze haltenden schwenkbeweglichen, z.B. in der Mitte gelagerrten Hebels (z.B. zweiarmiger, in der Mitte dreh/schwenkbeweglich gelagerter Hebelarm) eine falzzyklusabhängig gesteuerte Falzspaltöffnungsvorrichtung bzw. falzzyklusabhängig gesteuerte Falzspaltschließvorrichtung (z.B. Pneumatikzylinder, kaskadierte Pneumatikzylinder, Elektromagnet, Exzentervorrichtung, Getriebemotor mit Eintourenkupplung etc.) angebracht ist, deren Falzspaltschließvorrichtung mit mindestens einem (vorzugsweise auf beiden Seiten der Maschine/Walze, d.H. für jeden der beiden, die Walze lagernden Hebelarme je mindestens einen) einstellbaren Begrenzungsanschlag versehen ist, der das Schließmaß einstellbar begrenzt und somit eine Falzspaltweiteneinstellung für die zusammengestellte Falzspaltweite (z.B. in der Stauchenden Phase) ist.
  50. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzzyklusabhängige Öffnungs- und Schließvorrichtung (zusätzlich) an einer Falzspaltweiteneinstellvorrichtung (herkömmlicher Bauart) angebracht ist, z.B. indem die Falzspaltweiteneinstelleinrichtung (z.B. herkömmlicher Bauart) nicht direkt an einem, der Falzwalze gegenüberliegenden Hebelarm eines eine Falzwalze haltenden schwenkbeweglichen, z.B. in der Mitte gelagerrten Hebels (z.B. zweiarmiger, in der Mitte dreh/schwenkbeweglich gelagerter Hebelarm) angebracht ist, sondern indem zwischen diesem Angriffspunkt, auf den die Falzspalzeinstelleinrichtung Z.B. mittels Schubstange, Verlängerungen oder direktem Kraftschluß etc, wirkt, und der Falzspaltweiteneinstelleinrichtung, also z.B. zwischen einer entsprechend getrennten Schubstange oder z.B. einfach zwischen der Falzspaltweiteneinstelleinrichtung und dem Hebel, etc. eine zusätzliche, sich in ihrer Wirkung zu der Falzspaltweiteneinstelleinrichtung vorzugsweise hinzuaddierende (oder bei anderer Auslegung subtrahierende) Falzspaltöffnungsvorrichtung (z.B. Pneumatikzylinder, kaskadierte Pneumatikzylinder, Elektromagnet, Exzentervorrichtung, Getriebemotor mit Eintourenkupplung etc.) die in deaktiviertem Zustand dann z.B. die falzzykluaabhängig gesteuerte Zustellvorrichtung ist, angebracht ist.
  51. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ausreichend schnell einstellbare Falzspaltweiteneinstelleinrichtungen herkömmlicher Bauart (z.B. Falzspaltweiteneinstelleinrichtungen, die die Falzspaltweite mittels unterschiedlich angesteuerter kaskadierter Pneumatikzylinder vornehmen etc.) die falzzyklusabhängige Öffnung und Schließung des Falzspaltes zwischen den einziehenden Falzwalzen 1+2 mittels einer zusätzlichen Steuerung (z.B. Rechner, programmierter Prozeßrechner etc.), vornehmen, indem zu dem regulären Einstellwert kurzfristig ein weiter Öffnungswert hinzuaddiert und entsprechend eingestellt wird.
  52. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die falzspalterweiternde Öffnungsvorrichtung und die falzspaltverengende Schließvorrichtung in (oder an) dem die Falzwalze haltenden Hebelarm (z.B. schwenkbeweglicher Hebelarm) angebracht ist, bzw. daß der Hebelarm (z.B. durch Anbringen Kraft/Bewegung erzeugender Antriebe wie z.B. Elektromagneten, Exzentergetriebemotoren, Pneumatikzylinder etc.) selbst eine Öffnungs- bzw Schließvorrichtung ist.
  53. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß (vorzugsweise für beide Seiten der Maschine/Walzelagerung geltend) die obere einziehende Falzwalze 1 an einem dreh/Schwenkbeweglichen Hebelarm (vorzugsweise mit verlängertem Hebel auf der Seite, an dem nicht die Walze angebracht ist) angebracht ist, an dem auch zugleich, vorzugsweise an dem, der Walze gegenüberliegenden, vorzugsweise verlängertem Hebelarm eine falzzyklusabhängig gesteuerte Falzspaltöffnungs- und Falzspaltschließvorrichtung (z.B. Pneumatikzylinder, kaskadierte Pneumatikzylinder, Elektromagnet, Exzenetantrieb, Getriebemotor mit Exzenter und Eintourenkupplung etc.) angebracht ist und daß an der unteren einziehenden Falzwalze 2 eine Falzspaltweiteneinstelleinorrichtung (z.B. herkömmlicher Bauart) angebracht ist.
  54. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß (vorzugsweise für beide Seiten der Maschine/Walzelagerung geltend) die untere einziehende Falzwalze 2 an einem dreh/Schwenkbeweglichen Hebelarm (vorzugsweise mit verlängertem Hebel auf der Seite, an dem nicht die Walze angebracht ist) angebracht ist, an dem auch zugleich, vorzugsweise an dem, der Walze gegenüberliegenden, vorzugsweise verlängertem Hebelarm eine falzzyklusabhängig gesteuerte Falzspaltöffnungs- und Falzspaltschließvorrichtung (z.B. Pneumatikzylinder, kaskadierte Pneumatikzylinder, Elektromagnet, Exzenetantrieb, Getriebemotor mit Exzenter und Eintourenkupplung etc.) angebracht ist und daß an der oberen einziehenden Falzwalze 1 eine Falzspaltweiteneinstelleinorrichtung (z.B. herkömmlicher Bauart) angebracht ist.
  55. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens, nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die falzspaltvergrößernde Öffnungsvorrichtung und die Falzspalverringernde Schließvorrichtung mittels zusätzlicher Hebelarme falzspaltvergrößernde bzw. falzspaltverringernde Kraft/Bewegung auf den die Falzwalze haltenden Hebelarm (z.B. schwenkbeweglicher Hebelarm) ausüben.
  56. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens, nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mittels einer Umlenkvorrichtung (z.B. ein oder mehrere Umlenkhebel etc.) die obere einziehende Falzwalze 1, mittels der Verdrängungskraft des (vorzugsweise gefalzten) Bogens 13 zwischen den Falzwalzen 2+3, angehoben und somit die Falzspaltweite vergrößert wird.
  57. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahren, nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die den Bogen 13 zur Falztasche 7 transportierende Transporteinrichtung (z.B. Schrägband mit Kugeln, vakuumbeaufschlagtes Schrägband, Schrägrollenfördertisch etc.) eine relativ ähnliche (z.B. etwas geringere, geringere, etwas höhere, höhere oder die gleiche) Transportgeschwindigkeit, wie die Umfangsgeschwindigkeit der einziehenden Falzwalzen 1+2 hat und ggf. in der Geschwindigkeit (relativ zur Umfangsgeschwindigkeit der einziehenden Falzwalzen) z.B. mittels eines zwischengeschalteten stufenlos regelbaren Getriebes einstellbar ist.
  58. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens, nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelkorrektur (z.B. herkömmlicher Bauart) des Taschenanschlages 12 (z.B. elektrisch, z.B. mittels Stellmotor, Getriebemotor, servomotorisch etc. und/oder mechanisch, z.B. mittels Bowdenzug etc.) in einem festen (vorzugsweise 90°, ggf aber auch abweichend einstellbaren) Winkel mit dem Anlagelineal verbunden ist, so daß der Winkel zwischen dem Anlagelineal und dem Taschenanschlag 12 immer der fest zugegeordnete Winkel (vorzugsweise 90°) bleibt und sich somit der Taschenanschlag bei Verstellen des Anlagelinealwinkels (Winkel zwischen dem Anlagelineal und den einziehenden Falzwalzen) bzw. der Anlagelinealwinkel bei Verstellen des Taschenanschlages und/oder beide gemeinsam z.B. mittels einer gemeinsamen (z.B. elektrischen, mechanischen, elektromechanischen etc.) Steuerung nachstellt, so daß sich der Winkel zwischen dem Anlagelineal und dem Taschenanschlag 12 immer automatisch auf vorzugsweise 90° nachstellt/nachregelt.
  59. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens, nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die untere einziehende Falzwalze 2 oder beide einziehenden Falzwalzen 1+2, oder vorzugweise die obere einziehende Falzwalze mehrteilig (zumindest zweiteilig) ist, sodaß anstelle einer breiten Falzwalze mehrere entsprechend schmalere Falzwalzen nebeneinander angebracht sind.
  60. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mittels Steuerung zumindest in der stauchenden Phase falzkraftverstärkende Mittel (z.B. Transportmittel wie kleine Röllchen etc) den Bogen 13 an die obere einziehende Falzwalze 1 und/oder vorzugsweise an die untere einziehende Falzwalze 2 andrücken.
  61. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine (oder zwei oder drei) der Falzwalzen 1+2+3 eine Saugwalze ist, die idealerweise (z.B. weil sie ein Walzenmantel ist, der sich über einer Trägerkonstruktion abrollt) einen richtbaren bzw. begrenzbaren Saugbereich hat.
  62. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den einziehenden Falzwalzen 1+2 mechanische Systeme (z.B. Rollen, Wellen oder Walzen oder Kugeln etc.) vorgelagert angebracht sind, die mittels Steuerung zumindest in der stauchenden Phase die Antriebs- und somit Falzkraft auf den Bogen 13 erhöhen.
  63. Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den einziehenden Falzwalzen 1+2 mittels entsprechender Öffnungs- und Schließvorrichtung zusammenstellbare angetrieben Messerwellen (z.B. herkömmlicher Bauart), an denen eine oder mehrere Transportrollen angebracht sind, vorgelagert sind, die zumindest in der stauchenden Phase mittels falzzyklusabhängiger Steuerung zusammengestellt sind.
  64. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß den einziehenden Falzwalzen 1+2 mittels entsprechender Öffnungs- und Schließvorrichtung einzeln oder gemeinsam zusammenstellbare Transportvorrichtungen, z.B. mindestens eine, vorzugsweise mehrere angetriebene oder nicht angetriebene Transportrollen, die zusammengestellt den Bogen 13 z.B. gegen eine vorzugsweise angetriebene Gegenrolle/Gegenwelle/Gegenwalze drücken (wobei es gleichgültig ist, ob die Gegenrolle/Gegenwelle/Gegenwalze unterhalb des Bogens 13 und die Transportrollen oberhalb des Bogens 13, oder die Transportrollen unterhalb des Bogens 13 und die Gegenrolle/Gegenwelle/Gegenwalze oberhalb des Bogens 13 angebracht sind)

    vorgelagert sind, die vorzugsweise (zumindest) in der stauchenden Phase mittels falzzyklusabhängiger Steuerung z.B. mittels einzelner Öffnungs- und Schließvorrichtung (jede Transportrolle wird einzeln z.B. gegen die Gegenwalze gedrückt) oder mittels gemeinsamer Öffnungs- und Schließvorrichtung (mehrere Transportrollen haben eine gemeinsame Öffnungs- und Schließvorrichtung, die die Rollen gemeinsam z.B. gegen die Gegenwalze drückt), zusammengestellt werden, wobei die Öffnungs- und Schließvorrichtung z.B. mittels Elektromagnet, Pneumatikzylinder, Rückstellfeder etc. (z.B. gemäß einem oder mehreren der diversen Ausführungsbeispiele) angetrieben ist.
  65. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß den einziehenden Falzwalzen 1+2 mittels entsprechender Öffnungs- und Schließvorrichtung einzeln oder gemeinsam zusammenstellbare Transportvorrichtungen, z.B. mindestens eine, vorzugsweise mehrere angetriebene oder nicht angetriebene Transportrollen, die zusammengestellt den Bogen 13 z.B. gegen den Bogentransport (z.B. herkömmlicher Bauart)

    wie z.B. ein Schrägrollenband und/oder ein oder mehrere zusätzliche, ggf. gerade ausgerichtete Transportbänder etc., und/oder Schrägrollenzuförderungen, Schrägrollentische etc., und/oder sonstige Zuführsysteme drücken,

    vorgelagert sind, die vorzugsweise (zumindest) in der stauchenden Phase mittels falzzyklusabhängiger Steuerung z.B. mittels einzelner Öffnungs- und Schließvorrichtung (jede Transportrolle wird einzeln gegen den Bogentransport gedrückt) oder mittels gemeinsamer Öffnungs- und Schließvorrichtung (mehrere Transportrollen haben eine gemeinsame Öffnungs- und Schließvorrichtung, die die Rollen gemeinsam gegen den Bogentransport drückt), zusammengestellt werden, wobei die Öffnungs- und Schließvorrichtung z.B. mittels Elektromagnet, Pneumatikzylinder, Rückstellfeder etc. (z.B. gemäß einem oder mehreren der diversen Ausführungsbeispiele) angetrieben ist.
  66. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den einziehenden Falzwalzen 1+2 Vakuumsysteme (z.B. Vakuumwalzen, Saugräder etc.), vorgelagert angebracht sind, die mittels Steuerung zumindest in der stauchenden Phase mit Vakuum beaufschlagt werden, und somit die Antriebs- und Falzkraft auf den Bogen 13 erhöhen.
  67. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß falzkrafterhöhende Mittel an der Falztasche 7 angebracht sind, die mittels Steuerung zumindest in der stauchenden Phase auf den Bogen 13 wirken.
  68. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der oberen Taschenlippe des Taschenmundes der Falztasche 7 eine Blasluftvorrichtung (z.B. auf den Falzspalt der Falzwalzen 2+3 gerichtete Blasluftdüsen) angebracht ist, die mittels von der Steuerung in der stauchenden Phase ausgelösten Blasluftstoßes (z.B. einige hundert Bar) den Bogen 13 in den Falzspalt der Falzwalzen 2+3 schlägt.
  69. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß von der Steuerung in der stauchenden Phase Schieber oder pressende Mittel (z.B. am Ausrichtetisch 11 angebracht) aktiviert sind.
  70. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ballonartige (den Walzendurchmesser temporär vergrößernde) Vorrichtungen (vorzugsweise an einer der beiden einziehenden Falzwalzen 1+2 oder beiden einziehenden Falzwalzen 1+2 angebracht) mittels Steuerung zumindest in der stauchenden Phase mit Druckluft beaufschlagt sind.
  71. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ballonartige Vorrichtungen (vorzugsweise an einer der beiden einziehenden Falzwalzen 1+2, oder an beiden angebracht) mittels Steuerung in nicht stauchenden Phasen (zwecks Verringerung des Durchmessers und somit Verringerung des Reibschlusses mit dem Bogen 13) mit Vakuum beaufschlagt sind.
  72. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ballonartige (den Walzendurchmesser temporär vergrößernde) Vorrichtungen (vorzugsweise an einer der beiden einziehenden Falzwalzen 1+2 oder beiden einziehenden Falzwalzen 1+2 angebracht) mittels Steuerung zumindest in der stauchenden Phase (z.B. als Bestandteil eines hydraulischen Systems) mit Druck beaufschlagt sind.
  73. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ballonartige Vorrichtungen (vorzugsweise an einer der beiden einziehenden Falzwalzen 1+2, oder an beiden angebracht) mittels Steuerung in nicht stauchenden Phasen (zwecks Verringerung des Durchmessers und somit Verringerung des Reibschlusses mit dem Bogen 13) z.B. als Bestanteil eines hydraulischen Systems vorrübergehend mit vermindertem/ausbleibendem/ansaugendem Druck/Unterdruck beaufschlagt sind.
  74. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den Walzendurchmesser temporär vergrößernde Vorrichtungen (z.B. mechanisch, elektromechanisch, elektromagnetisch etc. betätigte Vorrichtungen) vorzugsweise an der oberen einziehenden Falzwalze 1, oder der unteren einziehneden Falzwalze 2 oder beiden einziehenden Falzwalzen 1+2 mittels Steuerung zumindest in der stauchenden Phase aktiviert werden.
  75. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den Walzendurchmesser temporär (z.B. mechanisch, elektromagnetisch etc.) verringernde Vorrichtungen, die vorzugsweise an der oberen der beiden einziehenden Falzwalzen 1, oder der unteren einziehenden Falzwalze 2, oder an beiden einziehenden Falzwalzen 1+2 mittels Steuerung in nicht stauchenden Phasen (zwecks Verringerung des Durchmessers und somit Verringerung des Reibschlusses mit dem Bogen 13) aktiviert sind (z.B. indem magnetische Walzenmäntel zeitweilig zum Inneren der Walze angezogen werden und/oder mindestens eine Mechanik einen Walzenmantel Walzendurchmesserverringernd ins Innere der Walze zieht).
  76. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Taschenanschlag 12 in der Falztasche 7 an einem (vorzugsweise schnellen, impulsartigen) Antrieb (z.B Elektromagnet, Pneumatikzylinder etc.) angebracht ist, der den Bogen 13 mittels Steuerung in der stauchenden Phase nach unten in Richtung Falzspalt der Falzwalzen 2+3 schlägt (schiebt).
  77. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Taschenoberlippe 14 am Taschenmund der Tasche 7 beweglich angebracht ist und einen Antrieb (z.B. Elektromagnet, Pneumatikzylinder etc.) hat, der mittels Steuerung in der Stauchenden Phase den Bogen 13 nach unten in den Falzspalt der Falzwalzen 2+3 schlägt.
  78. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Falztasche 7 z.B. im Bereich der (ggf. durch Steuerung wegschiebenden oder wegklappenden) Taschenoberlippe 14 am Taschenmund der Falztasche 7 eine Falzschwertvorrichtung (Falzschwert mit Antrieb und Steuerung herkömmlicher Bauart) angebracht ist, die den Bogen 13 in der stauchenden Phase von der Steuerung ausgelöst zwischen die Falzwalzen 2+3 schlägt.
  79. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die obere einziehende Falzwalze 1 oder die untere einziehende Falzwalze 2 oder beide einziehenden Falzwalzen unrund ist oder exzentrisch gelagert ist, so daß sich nur mittels Steuerung aktiviert in bestimmten Abrollzuständen ein Kraftschluß mit dem Bogen 13 ergibt, bzw. daß z.B. mittels Rechner der Bogenstart so gesteuert ist, daß der Bogen 13 in der Falzbildenden Phase von den sich berührenden Walzenteilen der einziehenden Falzwalzen 1+2 erfaßt wird.
  80. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise die obere einziehende Falzwalze 1 oder die untere einziehende Falzwalze 2 oder beide einziehenden Falzwalzen unrund ist oder exzentrisch gelagert ist, so daß sich nur mittels Steuerung aktiviert, in bestimmten Abrollzuständen ein Kraftschluß mit dem Bogen 13 ergibt, und daß mindestens eine der beiden einziehenden Falzwalzen 1+2, vorzugsweise die obere einziehende Falzwalze 1 bei sonst weiterlaufendem Falzwerk, z.B. mittels einer elektrisch betätigten Kupplung (nach erfolgtem Falz in dem Drehzustand, in dem der Falzspalt geöffnet ist) angehalten und mittels falzzyklusabhängiger Steuerung zur Stauchbildung des nächsten Falzes im entsprechenden Moment eines ununterbrochenen Falzvorgangs rechtzeitig und ohne daß es durch verspätete Auslösung noch zu einem Unterbrechen des Falzvorgangs (abgesehen von einer eventuellen Ausrichtephase im Bereich von Bruchteilen einer Sekunde) kommt, wieder eingekuppelt und somit falzbildend in kurzzeitige Rotation (z.B. eine Umdrehung) versetzt wird.
  81. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die obere einziehende Falzwalze 1 oder die untere einziehende Falzwalze 2 oder vorzugsweise beide einziehenden Falzwalzen 1+2 aus weicherem Material als üblich gefertigt sind und über die Breite der Walze bzw. Walzen gesehen härtere Zonen (z.B. aus härterem Material, oder z.B. mit härterem Material unterlegt etc.) haben, die mittels Steuerung zwecks Erhöhung der Reibungskraft auf den Bogen 13 nur in bestimmten Falzphasen zusammenkommen, bzw. daß z.B. mittels Rechner der Bogenstart so gesteuert ist, daß der Bogen 13 in der Falzbildenden Phase von dem härteren Teil der einziehenden Falzwalzen 1+2 erfaßt wird.
  82. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auch andere Falzspaltweiten, als die Falzspaltweite zwischen den Einziehenden Falzwalzen 1+2, mittels Steuerung geöffnet bzw. geschlossen werden.
  83. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere der vorgenannten, ggf an einem Taschenfalwerk angebrachten Merkmale durch einfache Zusatzvorrichtungen vorrübergehend, z.B. zu Einstellungszwecken deaktivierbar sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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