Technisches Gebiet
Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Bereitstellen von
Kälte gemäß des Oberbegriffs von Anspruch 1. Ein derartiges Verfahren ist aus US-A-6
041 621 und US-A-5 441 658 bekannt.
Stand der Technik
In einem typischen Kühlsystem wird ein Kältemittelfluid wie z.B. R-12,
R-134a oder ein anderes Freonkältemittel komprimiert, zur Erzeugung von Kälte expandiert,
und anschließend erwärmt, wodurch Kälte von dem Kältemittel zu einem Kälteempfänger
geführt wird. Anschließend wird das erwärmte Kältemittel zu dem Kompressor zurückgeführt
und der Kühlzyklus wird wiederholt.
Der in dem Kühlzyklus verwendete Kompressor wird typischerweise mit
Öl geschmiert und ein Teil dieses Schmiermittels tritt mit dem komprimierten Kältemittel
aus dem Kompressor aus. Im Allgemeinen stellt die Verwendung eines Schmieröls wie
z.B. eines Öls auf Polyolester-Basis, das in dem Kältemittel hoch löslich ist, eine
gute Praxis dar. Auf diese Weise wird im wesentlichen das gesamte Schmieröl, das
zusammen mit dem komprimierten Kältemittel aus dem Kompressor austritt, mit dem
umgewälzten erwärmten Kältemittel zu dem Kompressor zurückgeführt. Würde ein signifikanter
Anteil des Schmieröls, das aus dem Kompressor austritt, in dem Kühlkreislauf zurückgehalten
und nicht zu dem Kompressor zurückgeführt werden, könnte sich in dem Kompressor
eine unzureichende Menge an Schmieröl befinden, was zu einem Verlust der Kompressoreffizienz
und möglicherweise sogar zu einem Versagen des Kompressors führen könnte.
Sehr niedrige Temperaturpegel bzw. kryogene Kälte werden zunehmend
wichtiger, beispielsweise in solchen Gebieten wie der Energieerzeugung, Energieübertragung
und in der Elektronik. Jegliche Verbesserung von Kühlsystemen, die das Vermögen
zur Erzeugung und Bereitstellung von Kälte bei einer kryogenen Temperatur verbessern
würde, wäre daher sehr erwünscht.
Dementsprechend besteht eine Aufgabe dieser Erfindung in der Bereitstellung
eines verbesserten Systems für die Erzeugung und Bereitstellung von Kälte bei einer
kryogenen Temperatur.
Zusammenfassung der Erfindung
Die obige Aufgabe ist ein Verfahren zum Bereitstellen von Kälte gemäß
Anspruch 1.
Wie hier verwendet bezeichnet der Begriff "indirekter Wärmeaustausch"
das Verbringen von zwei Fluiden in eine Wärmeaustauschbeziehung ohne jeglichen physikalischen
Kontakt oder ein Vermischen der Fluide miteinander.
Wie hier verwendet bezeichnet der Begriff "Expansion" die Bewirkung
einer Druckreduktion.
Wie hier verwendet bezeichnet der Begriff "Kältemittel mit variabler
Last" ein mehrkomponentiges Kältemittel, d.h. ein Gemisch aus zwei oder mehreren
Komponenten in solchen Anteilen, dass die Flüssigphase dieser Komponenten eine kontinuierliche
und zunehmende Temperaturveränderung zwischen dem Blasenpunkt und dem Taupunkt des
Gemisches durchläuft. Der Blasenpunkt des Gemisches ist diejenige Temperatur bei
einem gegebenen Druck, wo sich das Gemisch vollständig in der Flüssigphase befindet,
eine Zufuhr von Wärme jedoch die Ausbildung einer Dampfphase auslöst, die sich im
Gleichgewicht mit der Flüssigphase befindet. Der Taupunkt des Gemisches ist diejenige
Temperatur bei einem gegebenen Druck, wo sich das Gemisch vollständig in der Dampfphase
befindet, eine Extraktion von Wärme jedoch die Ausbildung einer Flüssigphase auslöst,
die sich im Gleichgewicht mit der Dampfphase befindet. Somit ist der Temperaturbereich
zwischen dem Blasenpunkt und dem Taupunkt des Gemisches derjenige Bereich, in dem
sowohl die Flüssig- wie die Dampfphasen im Gleichgewicht koexistieren. In der Praxis
dieser Erfindung betragen die Temperaturunterschiede zwischen dem Blasenpunkt und
dem Taupunkt für das mehrkomponentige Kältemittelfluid im Allgemeinen mindestens
10°C, vorzugsweise mindestens 20°C und am bevorzugtesten mindestens 50°C.
Wie hier verwendet bezeichnet der Begriff "atmosphärisches Gas" einen
der folgenden Stoffe: Stickstoff (N2), Argon (Ar), Krypton (Kr), Xenon
(Xe), Neon (Ne), Kohlendioxid (CO2), Distickstoffoxid (N2O),
Sauerstoff (O2) und Helium (He).
Wie hier verwendet bezeichnet der Begriff "Kompressor" eine Vorrichtung,
die den Druck eines Gases erhöht.
Wie hier verwendet ist der Begriff "geschmiert" für eine derartige
Vorrichtung charakteristisch, bei der eine Substanz Reibung, Wärme und Verschleiß
verringern kann und als ein Film zwischen festen Oberflächen der Vorrichtung vorgesehen
wird.
Wie hier verwendet bezeichnet der Begriff "Polyalphaolefin" ein lineares
Alphaolefin mit sechs oder mehr Kohlenstoffatomen.
Wie hier verwendet bezeichnet der Begriff "Öl auf Polyalphaolefin-Basis"
einen Ölansatz unter Verwendung von einem oder mehreren Polyalphaolefinspezies
in seinem Trägermaterial.
Wie hier verwendet bezeichnet der Begriff "mischbar" löslich, wenn
auf die Interaktion von Dampf- und Flüssigphasen Bezug genommen wird, und er bedeutet
mischbar, wenn auf die Interaktion von zwei Flüssigkeiten Bezug genommen wird.
Wie hier verwendet bezeichnet der Begriff "Mischbarkeit" Löslichkeit,
wenn auf die Interaktion von Dampf- und Flüssigphasen Bezug genommen wird, und er
bedeutet Mischbarkeit, wenn auf die Interaktion von zwei Flüssigkeiten Bezug genommen
wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
Die einzige Figur ist eine vereinfachte schematische Darstellung einer
bevorzugten Anordnung, in der die Erfindung angewendet werden kann.
Ausführliche Beschreibung
Im Allgemeinen weist die Erfindung die Verwendung eines mehrkomponentigen
Kältemittels zur Erzeugung von Kälte bei einer kryogenen Temperatur, d.h. einer
Temperatur von weniger als 220 K, und die Verwendung eines Kompressors zum Verdichten
dieses Kältemittels auf, der mit einem Öl auf Polyalphaolefin-Basis geschmiert wird.
Dieses Öl verfügt über eine sehr geringe Mischbarkeit mit dem Kältemittel, sodass
im wesentlichen das gesamte Schmieröl, das mit dem komprimierten Kältemittel aus
dem Kompressor austritt, relativ einfach von dem Kältemittel getrennt werden kann,
bevor das Kältemittel in den kryogenen Temperaturabschnitt des Kühlzyklus eintritt.
Auf diese Weise wird ein Gefrieren des Schmieröls innerhalb des Kühlzyklus vermieden,
was andernfalls aufträte, wenn das Schmieröl mit dem Kältemittel vermischt werden
würde. Das Schmieröl, das von dem mehrkomponentigen Kältemittel stromauf von dem
kryogenen Temperaturabschnitt abgetrennt wird, wird getrennt von dem Kältemittel
zu dem Kompressor zurückgeführt.
Die begrenzte Mischbarkeit des Kältemittels (eine geringe Mischbarkeit
der Flüssigphase entspricht üblicherweise einer geringen Löslichkeit zwischen Dampf
und Flüssigkeit) mit dem Schmiermittel fördert weiterhin eine höhere Wirksamkeit
von Schraubenkompressoren, da es die begrenzte Löslichkeit des Kältemittels in Öl
verhindert, dass das Kältemittel von dem Auslass vorbei- und zu der Ansaugung geleitet
wird. Zusätzlich wird ein Vorbeileiten von Kältemittel durch eine Zirkulation mit
Öl verringert bzw. beseitigt. Ebenfalls ist es erwünscht, dass in den Wärmetauschern
kein Öl vorliegt, damit sich die Wirksamkeit des Wärmeaustausches nicht über die
Zeit hinweg verschlechtert. Im Wesentlichen existieren zwei Mechanismen, durch die
Öl transportiert werden könnte: (1) als kleine Aerosoltröpfchen und (2) als Dampf
aufgrund seines Dampfdrucks. Das bevorzugte Schmiermittel verfügt über nahezu keinen
Dampfdruck, sodass in dem Kältemitteldampf keine signifikante Menge an Schmiermittel
vorliegt. Das bevorzugte Schmiermittel weist eine sehr hohe Reinheit auf, d.h. es
verfügt nur über sehr wenige Verunreinigungen in kleinen Mengen.
Die Erfindung wird nun ausführlicher mit Bezug auf die Zeichnung beschrieben
werden. Nun auf die Figur Bezug nehmend wird ein mehrkomponentiges Kältemittelfluid
1 zu einem Kompressor 10 geleitet, wo es auf einen Druck komprimiert
wird, der im Allgemeinen in dem Bereich von 3,45·105 bis 68,94·105
Pa (50 bis 1000 pound pro Quadratinch absolut (psia)) liegt. Das mehrkomponentige
Kältemittel 1 weist vorzugsweise mindestens zwei Komponenten aus der aus
Fluorkohlenstoffen, Fluorkohlenwasserstoffen, Chlorfluorkohlenwasserstoffen, Fluorethern,
Hydrofluorethern, atmosphärischen Gasen und Kohlenwasserstoffen bestehenden Gruppe
auf. Vorzugsweise ist das in der Praxis dieser Erfindung nützliche mehrkomponentige
Kältemittel ein Kältemittel mit variabler Last.
Das in der Praxis dieser Erfindung nützliche mehrkomponentige Kältemittel
weist vorzugsweise mindestens eine Komponente aus der aus Fluorkohlenstoffen, Fluorkohlenwasserstoffen,
Fluorethern und Hydrofluorethern bestehenden Gruppe sowie mindestens eine Komponente
aus der aus Fluorkohlenstoffen, Fluorkohlenwasserstoffen, Chlorfluorkohlenwasserstoffen,
Fluorethern, Hydrofluorethern, atmosphärischen Gasen und Kohlenwasserstoffen bestehenden
Gruppe auf.
Ein weiteres bevorzugtes und in dieser Erfindung nützliches mehrkomponentiges
Kältemittel weist mindestens zwei Komponenten aus der aus Fluorkohlenstoffen, Fluorkohlenwasserstoffen,
Fluorethern und Hydrofluorethern bestehenden Gruppe und mindestens eine Komponente
aus der aus Fluorkohlenstoffen, Fluorkohlenwasserstoffen, Chlorfluorkohlenwasserstoffen,
Fluorethern, Hydrofluorethern, atmosphärischen Gasen und Kohlenwasserstoffen bestehenden
Gruppe auf.
Ein weiteres bevorzugtes und in dieser Erfindung nützliches mehrkomponentiges
Kältemittel weist mindestens einen Fluorkohlenstoff und mindestens eine Komponente
aus der aus Fluorkohlenwasserstoffen und atmosphärischen Gasen bestehenden Gruppe
auf.
Ein weiteres bevorzugtes und in dieser Erfindung nützliches mehrkomponentiges
Kältemittel weist mindestens einen Fluorkohlenwasserstoff und mindestens ein atmosphärisches
Gas auf.
Ein weiteres bevorzugtes und in dieser Erfindung nützliches mehrkomponentiges
Kältemittel weist mindestens drei Komponenten aus der aus Fluorkohlenstoffen, Fluorkohlenwasserstoffen,
Fluorethern und Hydrofluorethern bestehenden Gruppe und mindestens eine Komponente
aus der aus Fluorkohlenstoffen, Fluorkohlenwasserstoffen, Chlorfluorkohlenwasserstoffen;
Fluorethern, Hydrofluorethern, Kohlenwasserstoffen und atmosphärischen Gasen bestehenden
Gruppe auf.
Ein weiteres bevorzugtes und in dieser Erfindung nützliches mehrkomponentiges
Kältemittel weist mindestens zwei Komponenten aus der aus Fluorkohlenstoffen, Fluorkohlenwasserstoffen,
Fluorethern und Hydrofluorethern bestehenden Gruppe und mindestens ein atmosphärisches
Gas auf.
Ein weiteres bevorzugtes und in dieser Erfindung nützliches mehrkomponentiges
Kältemittel weist mindestens zwei Komponenten aus der aus Fluorkohlenstoffen, Fluorkohlenwasserstoffen,
Fluorethern und Hydrofluorethern bestehenden Gruppe auf, sowie mindestens ein atmosphärisches
Gas und mindestens eine Komponente aus der aus Fluorkohlenstoffen, Fluorkohlenwasserstoffen,
Chlorfluorkohlenwasserstoffen, Fluorethern, Hydrofluorethern, Kohlenwasserstoffen
und atmosphärischen Gasen bestehenden Gruppe auf.
Ein weiteres bevorzugtes und in dieser Erfindung nützliches mehrkomponentiges
Kältemittel weist mindestens zwei Komponenten aus der aus Fluorkohlenstoffen, Fluorkohlenwasserstoffen,
Fluorethern und Hydrofluorethern bestehenden Gruppe und mindestens zwei atmosphärische
Gase auf.
Ein weiteres bevorzugtes und in dieser Erfindung nützliches mehrkomponentiges
Kältemittel beinhaltet mindestens ein Fluorether, d.h. es weist mindestens einen
Fluorether und mindestens eine Komponente aus der aus Fluorkohlenstoffen, Fluorkohlenwasserstoffen,
Fluorethern, Hydrofluorethern, Chlorfluorkohlenwasserstoffen, Kohlenwasserstoffen
und atmosphärischen Gasen bestehenden Gruppe auf.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht das mehrkomponentige
Kältemittel ausschließlich aus Fluorkohlenstoffen. In einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung besteht das mehrkomponentige Kältemittel ausschließlich
aus Fluorkohlenstoffen und Fluorkohlenwasserstoffen. In einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung besteht das mehrkomponentige Kältemittel ausschließlich
aus Fluorethern. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht
das mehrkomponentige Kältemittel ausschließlich aus Fluorethern und Hydrofluorethern.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht das mehrkomponentige
Kältemittel ausschließlich aus Fluorkohlenstoffen, Fluorkohlenwasserstoffen, Fluorethern
und Hydrofluorethern. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
besteht das mehrkomponentige Kältemittel ausschließlich aus Fluorkohlenstoffen,
Fluorethern und atmosphärischen Gasen. Am bevorzugtesten ist jede Komponente des
mehrkomponentigen Kältemittels entweder ein Fluorkohlenstoff ein Fluorkohlenwasserstoff
ein Fluorether, ein Hydrofluorether oder ein atmosphärisches Gas.
Ein zur Verwendung in der Praxis dieser Erfindung besonders bevorzugtes
mehrkomponentiges Kältemittel weist etwa 12 Molprozent Dichlortrifluorethan, etwa
36 Molprozent Pentafluorethan, etwa 39 Molprozent Tetrafluormethan und etwa 13 Molprozent
Stickstoff auf.
Im Allgemeinen ist es bevorzugt, dass das in der Praxis dieser Erfindung
nützliche mehrkomponentige Kältemittel eine oder mehrere Komponenten aus der aus
Dichlortrifluorethan, Pentafluorethan, Tetrafluormethan, Stickstoff, Perfluorbutoxy-methan,
Decafluorpentan, Dichlorpentafluorpropan, Perfluorpropoxymethan, Dichlorfluorethan,
Pentafluorpropan, Hexafluorpropan, Hexafluorbutan, Pentafluorbutan, Tetrafluorethan,
Ammoniak, Pentafluorethan, Perfluorpropan, Perfluorbutan, Perfluorpentan, Perfluorhexan,
Difluormethan, Perfluorethan, Trifluormethan, Tetrafluormethan, Chlortetrafluorethan,
Argon, Neon, Helium, Kohlendioxid und Distickstoffoxid bestehenden Gruppe aufweist.
Der Kompressor 10 wird mit einem Öl auf Polyalphaolefin-Basis
geschmiert. Bevorzugte Polyolefine, die in der Praxis dieser Erfindung verwendet
werden können, weisen die Formel CnH2n+2 auf, wobei n zwischen
10 und 120 sein kann. Beispiele beinhalten C20H42, C30H62,
C4H82, C50H102, C60H122,
und C70H142.
Die Löslichkeit eines Gases ist eine Funktion der Temperatur, des
Drucks, des Dipolmoments und der Natur der Wechselwirkung zwischen dem Lösungsmittel
und dem Lösungsprodukt. Die Löslichkeit eines Gases kann gesteigert werden, wenn
eine Lewis-Säure-Base-Interaktion, eine spezifische chemische Interaktion zwischen
Quadrupolmomenten, oder eine Wasserstoffbindung vorliegt. Ebenso nimmt die Löslichkeit
mit der Mischbarkeit der Flüssigphase zu. Ein Polyalphaolefin ist ein geradkettiger
gesättigter Kohlenwasserstoff, der nichtpolar ist und im Allgemeinen einen neutralen
Säuregrad aufweist. Ebenfalls sind die Komponenten der bevorzugten Kältemittelgemische
nichtpolar oder verfügen über eine nur geringe Polarität. Ihre Löslichkeit wird
durch Interaktionen zwischen dem Lösungsprodukt und dem Lösungsmittel nicht erhöht
werden und infolgedessen wird die Konzentration dieser Komponenten in
der Ölphase sehr gering ausfallen, d.h. typischerweise weniger als ein 1% betragen,
wobei sie auch weniger als 300 ppm betragen kann. Eine nur geringe oder gar keine
Konzentration von Kältemitteln in dem Öl (1) minimiert die Ölnebelausbildung des
Kompressorauslasses, (2) ermöglicht die Ausbildung größerer Öltröpfchen an dem Kompressorauslass,
(3) ermöglicht eine bessere mechanische Abtrennung aufgrund der höheren Aerosolgrößen,
und (4) erhöht die Koaleszenzrate der Tröpfchen, da die Tröpfchen nicht aufbrechen.
Die Komponenten des mehrkomponentigen Kältemittels und des/der jeweiligen
Polyalphaolefins(e), die in dem Schmieröl verwendet werden, werden derart ausgewählt,
dass die Mischbarkeit des Öls in dem Kältemittel 500 ppm nicht überschreitet.
Das mehrkomponentige Kältemittel und das Schmieröl werden zusammen
in dem ölgefluteten Kompressor 10 komprimiert und treten aus dem Kompressor
10 als ein komprimiertes Kältemittel-Öl-Fluid 2 aus, das im Allgemeinen
von etwa 10 bis 20 Gew.-% Öl aufweist. Das Kältemittel-Öl-Fluid 2 wird
in einen Rohölseparator 20 eingeleitet, der ein Schwerkraft-Absetztank
oder ein Zyklon-Separator ist. In dem Separator 20 wird aufgrund der sehr
niedrigen Mischbarkeit des Öls in dem Kältemittel der größte Anteil des Öls in dem
Kältemittel-Öl-Fluid 2 von dem Fluid abgetrennt, in einem Strom
3 aus dem Separator 20 herausgeleitet, und in einem Schmierölumwälzstrom
4 zurück zu dem Kompressor 10 geführt.
Ein an Öl abgereicherter Kältemittelfluidstrom 5, der im
Allgemeinen etwa 0,01 bis 5 Gew.-% und typischerweise etwa 1 Gew.-% Schmieröl aufweist,
wird von dem Separator 20 zu einem Grobkoaleszenzfilter 25 geführt,
wo der Ölgehalt auf einen Bereich von 50 bis 100.000 Teilen pro Milliarde (ppb)
verringert wird, wobei der Bereich im Allgemeinen etwa 7500 ppb beträgt, und anschließend
wird dieser Strom in einem Strom 6 zu einem Feinkoaleszenzfilter
26 geleitet, wo der Ölgehalt auf weniger als 5 ppb verringert wird; und
wobei die mechanischen Koaleszenzfilter 25 und 26 arbeiten, indem
sie die Aerosolölteilchen aufnehmen und zur Ausbildung größerer Öltröpfchen innerhalb
eines Filterelements niederschlagen. Da das Öl über eine höhere Dichte als diejenige
des mehrkomponentigen Kältemittels verfügt, das in dieser Stufe in der Dampfphase
vorliegt, sinkt das Öl per Gravitation nach unten, wenn die Öltröpfchen größer werden.
Die Öltröpfchen werden von dem mehrkomponentigen Kältemitteldampf abgetrennt und
zu dem Kompressor zurückgeführt. In der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform
der Erfindung wird Schmieröl von dem Koaleszenzfiltersystem 25 in einem
Strom 7 und von dem Koaleszenzfiltersystem 26 in einem Strom
8 abgezogen und miteinander kombiniert, um einen Strom 9 auszubilden,
der in einem Umwälzstrom 4 zwecks Rückführung zu dem Kompressor
10 geleitet wird. Das Schmieröl kann zu dem Kompressor durch eine interne
Schwimmerventilbaugruppe zurückgeführt werden. Andere Verfahren zum Rückführen des
Öls beinhalten die Verwendung einer festen Öffnung oder Einfangvorrichtung zwischen
der Ölauslassverbindung und dem Kurbelgehäuse des Kompressors. Die Ölrückführung
kann mit einem Magnetventil und einem Zeitgeber oder mit einem Magnetventil und
einem Niveauschalter elektronisch gesteuert werden. Auf Wunsch kann/können einer
oder mehrere zusätzliche Koaleszenzfilter benutzt werden, um den Ölgehalt des mehrkomponentigen
Kältemittelfluids weiter zu verringern, obgleich jeder zusätzlich verwendete Filter
den Druckabfall des Systems erhöht.
Der mehrkomponentige Kältemitteldampf, der im wesentlichen kein Öl
enthält, wird in einem Strom 11 zu einem Nachkühler 30 geführt,
wo die Kompressionswärme durch indirekten Wärmeaustausch mit Kühlfluid abgeführt
wird, um einen komprimierten mehrkomponentigen Kältemittelstrom 12 auszubilden.
Wenn in dem Strom 12 ein gewisses Maß an Kompensation auftritt, wird er
zu einem Dampf-Flüssigkeits-Separator 40 geführt. Der zweiphasige Strom
12 wird in Flüssigkeits- und Dampfteile getrennt, die zu dem Wärmetauscher
üblicherweise unter Verwendung von getrennten Sammelrohren eingeleitet werden, um
für eine gleichförmige Verteilung über den unterschiedlichen Rohren oder Durchlässen
zu sorgen. In einigen Wärmetauscherkonfigurationen und Betriebsbedingungen muss
der Separator 40 nicht erforderlich sein und der Strom 12 kann
direkt in den Wärmetauscher 50 eingeleitet werden.
Mehrkomponentiges Kältemittel wird dem Wärmetauscher 50 zugeführt
und dort mittels indirektem Wärmeaustausch mit sich erwärmendem mehrkomponentigem
Kältemittel gekühlt, was nachstehend erläutert werden wird, um gekühltes mehrkomponentiges
Kältemittel in einem Strom 31 auszubilden, der im Allgemeinen eine Temperatur
in dem Bereich von 250 K bis 80 K aufweist. Anschließend wird das mehrkomponentige
Kältemittel 31 zu einer Expansionsvorrichtung wie z.B. zu einem Joule-Thomson-Expansionsventil
45 geleitet, wo es zur Erzeugung von Kälte expandiert wird, was zu einem
Kälte führenden mehrkomponentigen Kältemittelstrom 32 mit einem im Allgemeinen
in dem Bereich von 10 bis 200 psia liegenden Druck und einer Temperatur von weniger
als 220 K führt, die im Allgemeinen jedoch in dem Bereich von 80 bis etwa 220 K
liegt. Sollte die Expansion des Stroms 31 zu einer Kondensation eines Teils
dieses Stroms führen, kann der Strom 32 in dem Dampf-Flüssigkeits-Separator
41 wie in der Zeichnung dargestellt verarbeitet werden.
Das Kälte führende mehrkomponentige Kältemittel, das bei einer kryogenen
Temperatur vorliegt, wird zu dem Wärmetauscher 50 geleitet,
wo es erwärmt wird, um die Kühlung des mehrkomponentigen Kältemittels zu bewerkstelligen,
wie zuvor beschrieben, und ebenfalls, um einem Kälte aufnehmenden Objekt Kälte bereitzustellen.
In der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist das Kälte
aufnehmende Objekt Fluid in einem Strom 51, der mittels indirektem Wärmeaustausch
mit dem sich erwärmenden mehrkomponentigen Kältemittel gekühlt, verflüssigt und/oder
unterkühlt wird. Die Bereitstellung der Kälte von dem mehrkomponentigen Kältemittel
zu dem Kälte aufnehmenden Objekt könnte durch die Verwendung des gleichen Wärmetauschers,
der zur Abkühlung des mehrkomponentigen Kältemittels vor seiner Expansion benutzt
wird, erfolgen, was in der Zeichnung dargestellt ist, oder sie könnte durch die
Verwendung einer unterschiedlichen Wärmetauscheranordnung erfolgen. Andere Kälte
aufnehmende Objekte, die Kälte von dem sich erwärmenden mehrkomponentigen Kältemittel
aufnehmen könnten, beinhalten die Atmosphäre eines Kühl- oder Gefriersystems, sowie
feste Strukturen wie z.B. Wände oder Gestelle.
Das aus dem Wärmetauscher 50 austretende resultierende erwärmte
mehrkomponentige Kältemittel wird in einem Strom 52 zu einem Druckausgleichbehälter
46 geführt, der sicherstellt, dass keine Flüssigkeit in den Kompressor
eintritt, und von dem Druckausgleichbehälter 46 wird der Strom als Strom
1 in den Kompressor 10 geleitet, womit der Kühlzyklus von neuem
beginnt.