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Dokumentenidentifikation DE102004032789A1 16.02.2006
Titel Handwerkzeugmaschine, insbesondere Akku-Schlagschrauber
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Kageler, Sven, 70771 Leinfelden-Echterdingen, DE;
Wan, Mohsein, Bukit Mertajam Penang, MY;
Leong, Chi Hoe, Bayan Lepas, Penang, MY;
Seow, Bak Chai, Bayan Lepas, Penang, MY;
Chew, Thiam Hock, Penang, MY
DE-Anmeldedatum 06.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004032789
Offenlegungstag 16.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.02.2006
IPC-Hauptklasse B25B 21/02(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
Zusammenfassung Ein Akku-Schlagschrauber mit von seiner Arbeitsachse (17) pistolenartig abstehendem oder abwinkelbarem Handgriff (14) mit einem freien Ende sowie mit einer Schalttaste (16) zum Ein- und Ausschalten eines Motors (15) sowie mit einem Getriebe (38), wird dadurch unempfindlicher gegen Schwingungen seines Schlagsystems, dass der Motor (15) und das Getriebe (38) gegenüber dem Gehäuse (12) über Dämpfer (30, 49) elastisch abgestützt sind.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung geht aus von einer als Akku-Schlagschrauber nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ausgestalteten Handwerkzeugmaschine.

Es sind Handwerkzeugmaschinen, bekannt, deren Motor mittels elastischer Dämpfungsmittel gegenüber dem Außengehäuse abgestützt ist, damit die Motorvibrationen gedämpft, nicht auf den Bedienenden übertragen werden, womit der Bedienungskomfort steigt.

Diese Art der Dämpfung ist nicht ausreichend effektiv, um die starken Torsionsschwingungen an Schlagschraubern bei deren Betrieb zu tilgen und die zerstörende Wirkung auf Motor und Getriebe zu mindern.

Vorteile der Erfindung

Die Erfindung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, dass damit ein Akku-Schlagschrauber geschaffen ist, bei dem Motor und Getriebe sowohl relativ zueinander als auch gegenüber dem Gehäuse durch Dämpfungsmittel so abgestützt sind, dass die Torsionsschwingungen auf ein Minimalmaß getilgt sind. Dadurch ist die Lebensdauer des Akku-Schlagschraubers durch Abschirmung des Motors, des Getriebes und des Gehäuses relativ zueinander sowie Abkopplung von den schädlichen Schwingungen und der Bedienungskomfort verbessert. Außerdem ist der Akku-Schlagschrauber unempfindlicher gegen ungewolltes Herabfallen aus größerer Höhe.

Benen Zeichnung

Nachstehend ist die vorliegende Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels mit zugehöriger Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen

1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Akku-Schlagschraubers

2 eine räumliche Frontansicht des Motors mit seinen Dämpfungsmitteln

3 eine Explosionszeichnung des Motors mit Dämpfungsmitteln

4 eine Explosionszeichnung der Getriebeteile mit Dämpfungsmitteln und

5 einen Längsschnitt des Akku-Schlagschraubers von oben

Ausführungsbeispiel

1 zeigt die teilweise als Längsschnitt ausgeführte Ansicht des erfindungsgemäßen Akku-Schlagschraubers 10 mit einem pistolenförmigen Gehäuse 12, dessen Handgriff 14 sich in Betrachtungsrichtung links nach unten erstreckt in Betrachtungsrichtung rechts eine Schalttaste 16 trägt. Die Schalttaste 16 dient zum Ein- und Ausschalten eines im Gehäuse 12 angeordneten Motors 15. Der Motor 15 ist ein gekapselter, akkubetriebener Gleichstrommotor, dessen Drehung auf eine Antriebswelle 18 übertragen wird, so dass diese sich um eine Arbeitsachse 17 dreht.

Die Antriebswelle 18 hat an ihrem Vorderende eine nicht näher bezeichnete Sechskantöffnung zum Einstecken eines Schraub-Bits 19. Der Motor 15 ist über seitliche, als elastisches Kissen ausgestaltete Dämpfer 30 elastisch gegenüber dem Gehäuse 12 abgestützt und hinten, stirnseitig mittels eines elastischen O-Rings 35 gegenüber dem hinteren Bereich des Gehäuses 12 abgestützt und gegen axiale Schwingungen gesichert.

In Betrachtungsrichtung rechts schließt sich an den Motor 15 koaxial zur dessen Motorwelle 150 ein scheibenförmiges, als Planetengetriebe ausgestaltetes Getriebe 13 an. Auf dieses folgt – in axialer Richtung nach rechts gesehen – eine Schlagerzeugungseinheit 130, die dazu dient, die sich drehende Antriebswelle 18 schlagartig abzustoppen und wieder zu beschleunigen und eine typische Impuls-Schrauber-Bewegung zu erzeugen. Die damit verbundenen, wechselnden Beschleunigungen führen zu einer nicht unerheblichen mechanischen Belastung von Motor 15, Getriebe 13, Schlagerzeugungseinheit 130 und auf das Gehäuse 12, die mittels der Dämpfungsmittel 30, 35 ausgeglichen werden.

Am unteren Ende des Handgriffs 14 ist ein Akku 20 arretierbar einsteckbar und mittels einer Schiebetaste 22 lösbar gehalten. Zur Aufnahme des Akkus 20 ist der Handgriff 14 mit einem sich nach vorn erweiternden Fußbereich 24 versehen. Dieser trägt ein drehbares, mittiges Stellrad 26, das eine Beleuchtungseinheit zum Beleuchten des mit dem Akku-Schlagschrauber 10 zu bearbeitenden Werkstück aufnimmt.

Auf der linken Seite des Fußbereiches 24 ist ein nach oben ragender, U-förmiger Haken 28 angeordnet, der ringförmig schließbar ist und zum sicheren Befestigen bzw. Einhängen des Akku-Schlagschraubers 10 an einem Gürtel, einer Gürtelschlaufe oder dergleichen an der Kleidung des Bedienenden bzw. an einem Wandhaken dient.

In Betrachtungsrichtung links unten trägt das Gehäuse 12 einen nach hinten weisenden, zungenartigen Vorsprung 32, an dem eine Sicherungsschlaufe 34 befestigt ist, mit der nach Durchstecken der Bedienhand der Akkuschrauber 10 am Arm des Bedienenden gegen Verlieren gesichert ist.

2 zeigt die räumliche Darstellung des gekapselten, im eigenen nicht näher bezeichneten Blechgehäuse sitzenden Motors 15, der auf seiner zylindrischen Außenseite auf einander gegenüberliegenden Seiten als quaderförmige, elastische Kissen ausgestaltete radiale Dämpfer 30 trägt, mit denen sich der Motor 15 nach außen radial elastisch am Gehäuse 12 abstützt. An seiner Stirnseite trägt der Motor 15 eine scheibenartige Klammer 32, befestigt mit Schrauben 33. Diese dient als Dämpfer und hält den Motor 15 im Gehäuse 12 in axialer Richtung elastisch vorgespannt lagesicher fest, wobei sie dessen Motorwelle 150 konzentrisch umgreift. Außerdem hält sich die Klammer 32 mit ihren axial herausgebogenen Zungen 34 verdrehsicher formschlüssig an entsprechenden Gegenflächen des Gehäuses 12 bzw. der Halbschalen 120, 121 (5) großflächig fest, so dass die Kunststoffflächen des Gehäuses 12 nur einem minimalen Verschleiß durch die Drehschwingungen unterliegen.

3 zeigt die Explosionsdarstellung des Motors 15 gemäß 2, wobei über diese hinausgehend die quaderförmigen Dämpfer 30 als Einzelteile und der hintere Bereich des Motors 15 mit einem bundartigen Tragabsatz 36, der als hinterer Lagersitz der Motorwelle 150 dient – deutlich erkennbar ist. Über den Tragabsatz 36 ist ein O-Ring 35 setzbar, über den sich der Motor 15 axial nach hinten in einer napfartigen Aussparung 37 der Halbschalen 120, 121 elastisch abstützt (5). Der O-Ring 35 dient nicht nur als Schwingungsisolation sondern verhindert den direkten Wärmeübergang vom Tragabsatz 36 auf das Gehäuse 12, so dass dieses thermisch entkoppelt ist und die Gefahr von Verformungen infolge Wärmewirkung ausgeschlossen ist.

Außerdem ist die Ausgestaltung der Klammer 32 als Blattfeder erkennbar. Deren größter Durchmesser ist größer als der größter Durchmesser des gekapselten Motors 15, so dass sie ein besonders großes Drehmoment aufnehmen kann. Die Klammer 32 ist in entsprechende Aussparungen des Gehäuses 12 einschiebbar. Sie kann sich darin mit ihren axial abgewickelten Zungen 34 formschlüssig als Verdrehsicherung und elastisch als Axialverschiebungssicherung festhalten und den Motor auf diese Weise axial federnd lagesicher und über entsprechenden Formschluss gegen Drehung im Gehäuse 12 sichert. Durch die axial hervorstehenden Zungen 34, die sich relativ großflächig am Gehäuse 12 abstützen können wird zugleich dem Verschleiß des Gehäuses 12 infolge von Drehschwingungen infolge der Schlagimpulse beim Betreiben des Akku-Schlagschraubers begegnet.

4 zeigt im Einzelnen die Ausgestaltung des gekapselten Getriebes 38, das in einem axial kurz bauenden, schalenförmigen Blechgehäuse 39 sitzt, wobei dessen als Hohlrad 40 ausgestaltetes Sonnenrad mit einer Innenverzahnung 41 versehen ist und auf seinem Außenumfang 42 – auf einander gegenüberliegenden Seiten – Längsrippen 43 trägt, über die je ein Hohlraddämpfer 45 mit Aussparungen 44 steckbar ist. Über diese Hohlraddämpfer 45 stützt sich das Hohlrad 40 radial im Blechgehäuse 39 ab, indem die schulterartigen Längsrippen 43 mit den darübergesteckten Hohlraddämpfern 45 in einander gegenüberliegenden Einlegeräumen 46 des Blechgehäuses 39 sitzen. Dadurch ist das gekapselte Getriebegehäuse 38 radial elastisch in sich verspannt. Außerdem ist über axial wirkende Lagerdämpfer 49 ein Kugellager 48 des Getriebes 38 im napfartigen Blechgehäuse 39 abgestützt, so dass nicht nur die zyklischen Drehschwingungen sondern auch zyklische axiale Schläge durch die Wirkung der Schlageinheit 130 im vorderen Bereich des Gehäuses 12 erheblich gedämpft nach hinten zum Motor 15 und zum Gehäuses 12 weitergegeben werden. Der Lagerdämpfer 49 besteht aus zwei Halbringen 50, 51 und ist dadurch einfach zu montieren. Außerdem wird durch diese Bauweise die axiale Länge des Akku-Schlagschraubers erheblich reduziert

5 zeigt in der Draufsicht den Längsschnitt des Akku-Schlagschraubers 10 wobei über die vorhergehenden Figuren hinausgehend erkennbar ist, dass das Gehäuse 12 in Schalenbauweise ausgeführt ist und aus zwei längsgeteilten Halbschalen 120, 121 besteht, die an einer Mittenfuge 122 abgedichtet aneinanderstoßen, wobei die Schlagerzeugungseinheit 130 und die Abtriebswelle 18 axial mit Spiel, radial ineinandergreifend ineinander gesteckt und über weitere, nicht näher bezeichnete Schwingungsdämpfungsmittel gegenüber dem Gehäuse 12 bzw. relativ zueinander elastisch abgestützt gelagert sind. Insgesamt ist erkennbar, dass die axial Aufnahme folgenden ineinander greifenden Bewegung übertragenden Teile mit axialem Spiel zueinander angeordnet sind, sodass nach Art einer einer Eier-Verpackung eine direkte axiale Stoßübertragung vom freien Ende der Abtriebswelle 18 bis zum Motor 15 bzw. bis zur napfartigen Aussparung 37 ausgeschlossen ist und dadurch die negativen Auswirkungen der Impuls-Bewegungen des Akku-Schlagschrauber beim Arbeiten auf die Komponenten der Handwerkzeugmaschine erheblich verringert werden. Die Kraftübertragung zwischen den axial aneinandergereihten Komponenten erfolgt im wesentlichen durch radialen Formschluss.


Anspruch[de]
  1. Akku-Schlagschrauber mit von seiner Arbeitsachse (17) pistolenartig abstehendem oder abwinkelbarem Handgriff (14) mit einem freien Ende sowie mit einer Schalttaste (16) zum Ein- und Ausschalten eines Motors (15) sowie mit einem Getriebe (38), dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (15) und das Getriebe (38) gegenüber dem Gehäuse (12) über Dämpfer (30, 49) elastisch abgestützt sind.
  2. Akku-Schlagschrauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (15) gekapselt ist und gegenüber dem Gehäuse (12) axial und radial gedämpft gelagert ist.
  3. Akku-Schlagschrauber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (38) gekapselt ist und in sich axial und radial dämpfende Abstützmittel aufweist.
  4. Akku-Schlagschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (15) und das Getriebe (38), insbesondere axial zueinander, schwingungsgedämpft angeordnet sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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