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Dokumentenidentifikation DE102004035124A1 16.02.2006
Titel Überwachungseinrichtung für ein analoges Telekommunikations-Endgerät, Telefonbuchse sowie Rufanlage zur Betreuung von Patienten
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Agricola, Manfred, 35096 Weimar, DE;
Kuntz, Helmut, 90766 Fürth, DE
DE-Anmeldedatum 20.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004035124
Offenlegungstag 16.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.02.2006
IPC-Hauptklasse H04M 11/04(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse G08B 1/08(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      G08B 5/22(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Überwachungseinrichtung (U1, U2) zur Rufauslösung durch eine Telekommunikationsanlage (TK), die Mittel zur Erkennung der Dauer (T) einer anstehenden Wählbereitschaft eines an ihr angeschlossenen analogen Endgeräts (EG, EG2, MOD) aufweist. Eine Überwachungseinrichtung (U1) ist hierzu zwischen einem jeweiligen Teilnehmeranschluss (T1-Tn) der Telekommunikationsanlage und dem zumindest einen Endgerät zur Erfassung eines Schleifenstroms (I) durch das Endgerät geschaltet. Ein Schaltmittel (S, k) belastet den jeweiligen Teilnehmeranschluss bei Abriss (F) des Schleifenstroms elektrisch. Damit ist vorteilhaft jegliche Unterbrechung eines der beiden a/b-Leiter (a', b') zwischen der Überwachungseinrichtung und dem Endgerät sowie ein versehentlich ausgestecktes Telefon in einer Rufzentrale erkennbar. In der Folge wird bedingt durch die erhöhte Stromaufnahme (IB) eine "Röchelschaltung" in der Telekommunikationsanlage ausgelöst. Die Überwachungseinrichtung ist vorteilhaft in der Telefonanschlussbuchse (B1, B2) integrierbar.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Überwachungseinrichtung zur Rufauslösung durch eine Telekommunikationsanlage, die Mittel zur Erkennung der Dauer einer anstehenden Wählbereitschaft eines an ihr angeschlossenen analogen Endgeräts aufweist. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Telefonbuchse zum Anschluss analoger Endgeräte, ein überwachbares analoges Endgerät sowie eine Rufanlage, insbesondere zur Patientenbetreuung in einem Pflegeheim, Altersheim oder in einem Krankenhaus.

Im Bereich der Pflege, wie z.B. in einem Pflegeheim, Altersheim oder in einem Krankenhaus, gelten spezielle Sicherheitsanforderungen, die in der Norm DIN VDE 0834 festgelegt sind. Dort ist insbesondere die laufende Überwachung des gesamten Nachrichtenpfads von einer Überwachungszentrale bzw. der Zentrale einer Rufanlage zum Patienten gefordert.

Häufig werden Rufanlagen auf Basis analoger Endgeräte, wie z.B. analoger Telefone, realisiert, da diese i.Vgl. zu ISDN-Anlagen einen einfacher und kostengünstigeren Aufbau aufweisen. Eine fortlaufende Überwachung analoger Endgeräte ist auf Basis herkömmlicher Telekommunikationsanlagen jedoch oft nicht möglich.

Viele Telekommunikationsanlagen verfügen bereits über eine Möglichkeit, eine in der Telekommunikationsanlage hinterlegte Nummer, wie z.B. die Telefonnummer der Pflegezentrale, anzuwählen, falls vom Patienten nach Abheben des Hörers für eine bestimmte Zeit, wie z.B. 30 Sekunden, keine Nummer gewählt wurde. Dies kann z.B. dann der Fall sein, wenn der Patient einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erleidet, er selbst nach Abnahme des Hörers nicht mehr in der Lage ist, eine Notrufnummer zu wählen. In Fachkreisen wird eine derartige Rufschaltung in bezeichnender Weise auch „Röchelschaltung" genannt.

Dabei besteht das Problem, dass ein z.B. ausgestecktes Telefon, ein sich von der Telefonanschlussbuchse losgelöster Anschlussstecker oder auch ein Kabelbruch in der Telefonleitung nicht erkannt werden können. In derartigen Fällen ist eine zuverlässige Überwachung der pflege- oder überwachungsbedürftiger Personen oder Patienten nicht mehr möglich. Der Betrieb einer Rufanlage in Anlehnung der o.g. Norm DIN VDE 0834 wäre folglich nicht zulässig.

Ein weiteres Problem ist es, wenn parallel zum analogen Telefon ein weiteres analoges Endgerät, wie z.B. ein Fax oder ein Modem, geschaltet ist. Im Notfall wird dann während des Betriebs eines derartigen Geräts das Abnehmen des Telefonhörers nicht erkannt. Da im zunehmenden Maße auch Senioren das Internet nutzen, wäre auch dieser Personenkreis während einer anstehenden Datenverbindung über das Modem nicht überwachbar.

Es ist somit eine Aufgabe der Erfindung, eine Überwachungseinrichtung anzugeben, welche eine Überwachung des o.g. Personenkreises auch bei nicht ordnungsgemäß angeschlossenem analogen Endgerät ermöglicht.

Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine Überwachungseinrichtung anzugeben, welche eine Rufauslösung ermöglicht, falls ein zum analogen Telefon parallel geschaltetes weiteres analoges Endgerät in Betrieb ist.

Schließlich ist es eine Aufgabe der Erfindung, hierzu eine geeignete Telefonbuchse für analoge Endgeräte, ein überwachbares analoges Endgerät sowie eine Rufanlage anzugeben.

Die Aufgabe wird gelöst mit einer Überwachungseinrichtung zur Rufauslösung durch eine Telekommunikationsanlage, die Mittel zur Erkennung der Dauer einer anstehenden Wählbereitschaft eines an ihr angeschlossenen analogen Endgeräts aufweist. Die Überwachungseinrichtung ist hierzu zwischen einem jeweiligen Teilnehmeranschluss der Telekommunikationsanlage und dem zumindest einem Endgerät zur Erfassung eines Schleifenstroms durch das Endgerät geschaltet. Zudem weist die Überwachungseinrichtung ein Schaltmittel auf, welches den jeweiligen Teilnehmeranschluss bei Abriss des Schleifenstroms zur Rufauslösung elektrisch belastet.

Damit ist der große Vorteil verbunden, dass jegliche Unterbrechung des Schleifenstroms, d.h. eine Unterbrechung eines der beiden a/b-Leiter zwischen der Überwachungseinrichtung und dem nachfolgenden analogen Endgerät erkannt wird. Nach Erkennung des Stromabrisses „simuliert" sozusagen die Überwachungseinrichtung ein Abheben eines Telefonhörers. Die dadurch bedingte erhöhte Stromaufnahme ist über die „Röchelschaltung" in der Telekommunikationsanlage wiederum feststellbar. Eine u.U. lebensrettende Rufauslösung kann folgen.

Die Mittel zur Erkennung der Dauer einer anstehenden Wählbereitschaft kann z.B. in der Telekommunikationsanlage mittels eines Stromschwellenmessers und mittels eines durch diesen getriggerten Zeitglieds erfolgen. Bei modernen Telekommunikationsanlagen kann die Erkennung auch auf digitaler Basis erfolgen, z.B. über eine Stromerfassung mittels eines A/D-Umsetzers und einer computergestützten Zeiterfassung.

Die Überwachungseinheit weist gemäß einer Ausführungsform eine Strommesseinheit und einen nachgeschalteten Komparator zum Vergleich des erfassten Schleifenstroms, d.h. des Stroms durch den a- oder b-Leiter der Telefonleitung, mit einem vorgebbaren Mindeststromwert auf. Der Mindeststromwert kann z.B. in der Weise festgelegt werden, dass der hälftige Wert eines typischen Ruhestroms des analogen Telefons herangezogen wird. Ein typischer Ruhestrom eines analogen Endgeräts zur Versorgung der internen Elektronik oder Leuchtanzeigen des Telefons beträgt ca. 4 mA, so dass sich folglich ein Mindeststromwert von ca. 2 mA ergibt. Ein typischer Stromwert, welcher der gleichen Telekommunikationsanlage eine Wählbereitschaft signalisieren würde, läge bei ca. 10 mA. Dies entspricht dem Stromwert, der sich bei Abheben des Hörers einstellt.

Erfindungsgemäß wird der Teilnehmeranschluss bei Abriss des Schleifenstroms derart belastet, dass für die Telekommunikationsanlage eine Wählbereitschaft erkennbar ist. Hierzu schließt das Schaltmittel der Überwachungseinrichtung im einfachsten Fall die a- und b-Leitung kurz.

Um eine unnötige Belastung der Telekomanschlüsse der Telekommunikationsanlage zu vermeiden, wird gemäß einer weiteren Ausführungsform bei Erkennen des Stromabrisses, d.h. bei dem o.g. typischen Mindeststrom von weniger als 2 mA, ein Widerstand in Reihe zum Schaltmittel geschaltet. Der Widerstandswert wird dabei so gewählt, dass zur Signalisierung einer Wählbereitschaft ein Stromwert von mindestens 10 mA resultiert.

Einer weiteren Ausführungsform zufolge ist das Schaltmittel ein elektronischer Halbleiterschalter, wie z.B. ein bipolarer Transistor oder ein MOSFET-Transistor.

In einer besonderen Ausführungsform ist das Schaltmittel ein Öffner eines Relais, wobei das Relais durch den Schleifenstrom selbst über die Erregerspule erregbar ist. Das Relais ist dabei vorteilhaft Strommesseinheit, Komparator und Schaltmittel in einem. Auf diese Weise ist eine Überwachungseinrichtung ohne ein einziges elektronisches Bauteil realisierbar.

Wie eingangs beschrieben ist mittels der erfindungsgemäßen Überwachungseinrichtung ein parallel zum weiteren analogen Endgerät geschaltetes analoges Endgerät, insbesondere ein Telefon, überwachbar. Unter der Annahme, dass die Strecke zwischen einem an der Telekommunikationsanlage befindlichen Teilnehmeranschluss und der eigentlichen Telefonanschlussbuchse geschützt verlegt ist, ist es als ausreichend anzusehen, dass lediglich die Strecke zwischen der Telefonanschlussbuchse und dem analogen Endgerät überwacht wird.

Die Aufgabe wird weiterhin gelöst mit einer Überwachungseinrichtung zur Rufauslösung durch eine Telekommunikationsanlage, die Mittel zur Erkennung der Dauer einer anstehenden Wählbereitschaft eines an ihr angeschlossenen analogen Endgeräts aufweist, wobei die Überwachungseinrichtung eine Strommesseinheit zur Erfassung eines Schleifenstroms und einen nachgeschalteten Komparator sowie ein Schaltmittel aufweist.

Die Strommesseinheit und der Komparator sind dabei im zu überwachenden Endgerät und das Schaltmittel in einer Telefonanschlussbuchse des zugehörigen Teilnehmeranschlusses untergebracht. Bei Abriss des Schleifenstroms belastet das Schaltmittel den jeweiligen Teilnehmeranschluss zur Rufauslösung elektrisch, wobei das Schaltmittel über eine weitere Verbindungsleitung über den Komparator zum Vergleich des erfassten Schleifenstroms mit einem vorgebbaren Mindeststromwert ansteuerbar ist. Dies kann z.B. dadurch erfolgen, dass über die zusätzliche Leitung und über eine der beiden a/b-Leitungen eine Erregerspule eines in der Telefonanschlussbuchse untergebrachten Relais angesteuert wird, dessen Schließer den Teilnehmeranschluss z.B. über einen Widerstand belasten. Die Funktionalität der Strommesseinheit und des Komparators im analogen Endgerät können dabei auch mittels einer elektronischen Steuereinheit, wie z.B. durch einen Mikrocontroller, bewerkstelligt werden.

Damit ist der Vorteil verbunden, dass zusätzlich ein schwerwiegender Fehler im analogen Endgerät selbst, wie z.B. der Ausfall der Wähleinrichtung, über die Ansteuerung des Schaltmittels in der Telefonanschlussbuchse ausgegeben werden kann. Auch in diesem Fall greift die „Röchelschaltung", so dass in der Folge das nicht mehr wählfähige Telefon ausgetauscht oder repariert werden kann. Zur Überwachung des analogen Telefons kann z.B. ein Mikrocontroller verwendet werden, welcher ausgewiesene Signale im Telefon erfassen und überwachen kann.

In einer weiteren Ausführungsform weist die Überwachungseinrichtung ein weiteres Schaltmittel auf, welches in der Telefonanschlussbuchse untergebracht ist und derart verschaltet ist, so dass bei Ansteuerung durch den Komparator der Schleifenstrom unterbrechbar ist.

Häufig weist ein Relais neben einem Schließer auch einen Öffner auf, so dass – wie zuvor beschrieben – nur ein Relais benötigt wird, um eine Auftrennung der Leitung und zugleich eine elektrische Belastung des Teilnehmeranschlusses zu bewirken.

Hiermit ist der Vorteil verbunden, dass ein defektes analoges Endgerät, welches fortlaufend den Teilnehmeranschluss belegt, nach Erkennen des Fehlers vom Teilnehmeranschluss mittels der Steuereinheit getrennt werden kann.

In einer Ausführungsform weist die Steuereinheit der Überwachungseinrichtung einen Schalteingang zur Ansteuerung des weiteren Schaltmittels unabhängig vom Ausgangssignal des Komparators auf. Dieser Schalteingang kann z.B. mit einem am analogen Endgerät angebrachten Notruftaster verbunden sein.

Dadurch ist es vorteilhaft möglich, dass ein dem analogen Endgerät parallel geschaltetes weiteres Endgerät, wie z.B. ein Faxgerät oder ein Modem, bei Tastendruck gemeinsam vom Teilnehmeranschluss getrennt werden kann, so dass wiederum die „Röchelschaltung" greifen kann.

In einer weiteren Ausführungsform weist die Überwachungseinrichtung Mittel zur zyklischen Ansteuerung des Schaltmittels bei Abriss des Schleifenstroms auf. Dies kann z.B. über einen Multivibrator erfolgen, welcher das Schaltmittel zyklisch ansteuert, wie z.B. mit einer Periodendauer von wenigen Sekunden.

Damit wird die Sicherheit der Rufauslösung erhöht, falls ein bei der Telekommunikationsanlage eingegangener Ruf über die Röchelschaltung nicht registriert worden sein sollte. Wird das Schaltmittel wiederholt und nur für einen sehr kurzen Zeitraum angesteuert, d.h. weist das Ansteuersignal ein geringes Ein-/Ausschaltverhältnis auf, so können die beiden a/b-Leitungen des Teilnehmeranschlusses auch ohne einen Widerstand kurzgeschlossen werden, ohne dass der Teilnehmeranschluss der Telekommunikationsanlage zu sehr belastet werden würde.

Die Erfindung wird weiterhin gelöst mit einem überwachbaren analogen Endgerät, welches die zuvor beschriebene Strommesseinheit und den nachgeschalteten Komparator einer Überwachungseinrichtung aufweist. Da üblicherweise in einer Telefonleitung von den vier verfügbaren nur zwei Leitungen benötigt werden, kann zumindest eine der freien Leitungen in vorteilhafter Weise für die zusätzliche benötigte Leitung herangezogen werden.

Schließlich wird die Erfindung durch eine Rufanlage zur Patientenbetreuung in einem Pflegeheim, Altersheim oder einem Krankenhaus gelöst, welche eine Telekommunikationsanlage mit Mitteln zur Erkennung der Dauer einer anstehenden Wählbereitschaft zumindest eines an der Telekommunikationsanlage angeschlossenen analogen Endgeräts aufweist. Zudem umfasst die Rufanlage eine Mehrzahl von Telefonanschlussbuchsen und eine Mehrzahl von daran anschließbaren analogen Endgeräten sowie ggf. überwachbarer analoger Endgeräte.

Die Erfindung wird anhand von Figuren näher erläutert. Dabei zeigt

1 eine beispielhafte Telekommunikationsanlage mit zwei analogen Endgeräten, welche parallel an eine Telefonanschlussbuchse geschaltet sind,

2 eine Prinzipschaltung einer bereits in einer Telefonanschlussbuchse integrierten Überwachungseinrichtung gemäß der Erfindung,

3 eine beispielhafte Realisierung der Prinzipschaltung gemäß 2 mit einem Relais,

4 eine beispielhafte Überwachungseinrichtung, welche zum Teil im analogen Endgerät und in einer Telefonanschlussbuchse untergebracht ist, und

5 eine weitere beispielhafte Überwachungseinrichtung, welche über einen Schalteingang für einen Notruftaster am Telefon verfügt.

1 zeigt eine beispielhafte Telekommunikationsanlage TK mit zwei analogen Endgeräten EG, MOD nach dem Stand der Technik, wobei die beiden analogen Endgeräte EG, MOD parallel an eine Telefonanschlussbuchse B geschaltet sind. Die Telefonanschlussbuchse B ist weiterhin mit einem korrespondierenden Teilnehmeranschluss T1 der Telekommunikationsanlage TK verbunden. Die Telekommunikationsanlage TK selbst weist eine Mehrzahl von weiteren Teilnehmeranschlüssen T1-Tn auf.

Bei den zwei beispielhaft parallel geschalteten analogen Endgeräten handelt es sich um analoges Telefon EG und um ein Modem MOD zum Anschluss an einen Computer. Die beiden Endgeräte EG, MOD sind über eine Zuleitung mit der Telefonanschlussbuchse B verbunden, wobei insbesondere die sog. a- und b-Leitung für die Telefonie bzw. Datenübertragung benötigt werden. In der vorliegenden Figur ist auch ein möglicher Fehlerfall F in Form eines Blitzes dargestellt, der zu einer Unterbrechung der Kommunikation zwischen dem Telefon EG und der Telefonanschlussbuchse B führt. Mit SBE ist der Teil der Telefonleitung bezeichnet, der in Anlehnung der eingangs genannten Norm DIN VDE 0834 noch zu überwachen wäre.

2 zeigt eine Prinzipschaltung einer bereits in einer Telefonanschlussbuchse B1 integrierten Überwachungseinrichtung U1 gemäß der Erfindung. Im linken Teil von 2 ist der Teilnehmeranschluss T1 der Telekommunikationsanlage TK dargestellt. Dieser Anschluss T1 weist bereits die Mittel SENS zur Erkennung der Dauer T einer Wählbereitschaft, d.h. die Funktionalität einer „Röchelschaltung" auf. Mit dem Bezugszeichen # ist die Rufauslösung mit einer in der Telekommunikationsanlage hinterlegten Nummer # bezeichnet.

Im rechten Teil der Figur ist in vereinfachter Form der schaltungstechnische Aufbau des Telefons EG dargestellt. IA ist ein durch die eingezeichnete Impedanz Z, stellvertretend für die elektrischen Verbraucher des Telefons EG, fließende Strom, wenn der Telefonhörer zum Wählen und Telefonieren abgenommen wird. In diesem Fall wird ein Hörergabelkontakt GAB geschlossen, um alle für den Wählvorgang und für die Telefonie benötigten schaltungstechnischen Komponenten des Telefons EG einzuschalten. IB ist der im Ruhe- bzw. Standby-Zustand fließende Strom.

Im fehlerfreien Betrieb entspricht der Summenstrom aus IA und IB dem Schleifenstrom I. Die Telekommunikationsanlage TK erkennt mittels der Stromerfassung SENS eine anliegende Wählbereitschaft aufgrund der erhöhten Stromaufnahme bei Abnahme des Hörers.

Dagegen reißt, wie z.B. bei einem Leiterbruch eines der zwischen der Telefonbuchse B1 und dem Telefon EG verlaufenden Leitungen a', b', der Schleifenstrom I ab, unabhängig davon, ob der Hörer am Telefon EG abgenommen ist oder nicht.

Gemäß der Erfindung ist die Überwachungseinrichtung U1 bereits in der Telefonanschlussbuchse B1 integriert. Die Überwachungseinrichtung U1 weist zur Erfassung eines Schleifenstroms I durch das nachfolgende Telefon EG eine Strommesseinheit SM auf. Als Folge des Abrisses F des Schleifenstroms I wird ein Schaltmittel S angesteuert, welches den Teilnehmeranschluss T1 so elektrisch IB belastet, dass eine Rufauslösung in der Telekommunikationsanlage TK bewirkt wird. Der Wert des Stromes IB sollte dabei zumindest im groben Bereich des Summenstroms aus IR und IA liegen.

Die Erkennung des Schleifenstromabrisses erfolgt im Beispiel der Figur in der Weise, dass der gemessene Schleifenstrom I mittel eines Komparators KOM mit einem Mindeststromwert IM verglichen wird. Der Komparator KOM steuert dann das Schaltmittel S, wie z.B. einen Transistor an. Um den Teilnehmeranschluss T1 elektrisch nicht zu sehr zu belasten ist in der 2 bereits ein Strombegrenzungswiderstand R1 dem Schaltmittel S nachgeschaltet.

3 zeigt eine beispielhafte Realisierung der Prinzipschaltung gemäß 2 mit einem Relais REL. Die Erregerspule des Relais REL ist dabei so bemessen, dass bei einem Ruhestrom IR bereits der dargestellte Öffner k geöffnet ist, so dass der Teilnehmeranschluss T1 elektrisch nicht belastet wird. Erst mit Abriss des Schleifenstroms I im Fehlerfall F fällt der Öffnerkontakt k sicher ab, so dass die a- und b-Leitungen a, b über den Widerstand R1 elektrisch geschlossen werden können.

4 zeigt eine beispielhafte Überwachungseinrichtung U2, welche zum Teil im analogen Endgerät EG2 und in einer Telefonanschlussbuchse B2 untergebracht sind. Die verteilt angeordnete Überwachungseinrichtung U2 ist dabei gestrichelt eingezeichnet. Eine weitere Verbindungsleitung c ist zwischen einer Steuereinheit SE im analogen Endgerät EG und dem Schaltmittel k1 in der Telefonanschlussbuchse B2 geschaltet.

Gemäß der Erfindung ist es dadurch möglich, dass zusätzlich zur Erkennung des Schleifenstromabrisses F auch durch die Steuereinheit SE festgestellte interne Fehler im analogen Endgerät EG, wie z.B. ein Ausfall der Wählfunktion, an die Telekommunikationsanlage TK gemeldet werden können. Das beispielhaft dargestellt Endgerät EG2 ist mittels der Erfindung somit überwachbar.

5 zeigt eine weitere beispielhafte Überwachungseinrichtung U2, welche über einen Schalteingang für einen Notruftaster NOT am überwachbaren Telefon, bzw. am Endgerät EG2 gemäß 4 verfügt. Entsprechend der Erfindung ist z.B. über die gleiche zusätzliche Leitung c ein weiteres Schaltmittel k2 ansteuerbar, welches in den Schleifenstrom I geschaltet ist und im Normalbetrieb geschlossen ist. Erfindungsgemäß kann ein nicht weiter dargestelltes und zum Telefon EG2 parallel geschaltetes weiteres analoges Endgerät MOD, wie z.B. ein Modem während der Datenübertragung gemeinsam mit dem Endgerät EG2, vom Teilnehmeranschluss T1 getrennt werden, um im Notfall durch Drücken der Notruftaste NOT die Röchelschaltung in der Telekommunikationsanlage TK zu aktivieren. Hierzu wird das weitere Schaltelement k2 so angesteuert, dass der Schleifenstrom I zum analogen Endgerät MOD, EG2 unterbrochen wird. Zugleich wird das erste Schaltelement k1 so angesteuert, dass wiederum zur Auslösung der Röchelschaltung der Teilnehmeranschluss T1 elektrisch belastet wird.


Anspruch[de]
  1. Überwachungseinrichtung (U1) zur Rufauslösung durch eine Telekommunikationsanlage (TK), die Mittel zur Erkennung der Dauer (T) einer anstehenden Wählbereitschaft eines an ihr angeschlossenen analogen Endgeräts (EG, MOD) aufweist, wobei die Überwachungseinrichtung (U1) zwischen einem jeweiligen Teilnehmeranschluss (T1-Tn) der Telekommunikationsanlage (TK) und dem zumindest einem Endgerät (EG, MOD) zur Erfassung eines Schleifenstroms (I) durch das Endgerät (EG, MOD) geschaltet ist, und wobei die Überwachungseinrichtung (U1) ein Schaltmittel (S, k) aufweist, welches den jeweiligen Teilnehmeranschluss (T1-Tn) bei Abriss (F) des Schleifenstroms (I) zur Rufauslösung elektrisch belastet (IB).
  2. Überwachungseinrichtung (U1) nach Anspruch 1, mit einer Strommesseinheit (SM) und einem nachgeschalteten Komparator (KOM) zum Vergleich des erfassten Schleifenstroms (I) mit einem vorgebbaren Mindeststromwert (IM).
  3. Überwachungseinrichtung (U1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Schaltmittel ein Öffner (k) eines Relais (REL) ist und wobei das Relais (REL) selbst durch den Schleifenstrom (I) erregbar ist.
  4. Überwachungseinrichtung (U2) zur Rufauslösung durch eine Telekommunikationsanlage (TK), die Mittel zur Erkennung der Dauer (T) einer anstehenden Wählbereitschaft eines an ihr angeschlossenen analogen Endgeräts aufweist, wobei die Überwachungseinrichtung (U2) eine Strommesseinheit (SM) zur Erfassung eines Schleifenstroms (I) und einen nachgeschalteten Komparator (KOM) sowie ein Schaltmittel (k, k1) aufweist, wobei die Strommesseinheit (SM) und der Komparator (KOM) im zu überwachenden Endgerät (EG2) und das Schaltmittel (k, k1) in einer Telefonanschlussbuchse (B2) des zugehörigen Teilnehmeranschlusses (T1-Tn) untergebracht sind, und wobei bei Abriss (F) des Schleifenstroms (I) das Schaltmittel (k, k1) den jeweiligen Teilnehmeranschluss (T1-Tn) zur Rufauslösung elektrisch belastet (IB), wobei das Schaltmittel (k, k1) über eine weitere Verbindungsleitung (c) über den Komparator (KOM) zum Vergleich des erfassten Schleifenstroms (I) mit einem vorgebbaren Mindeststromwert (IM) ansteuerbar ist.
  5. Überwachungseinrichtung (U2) nach Anspruch 4, mit einem weiteren Schaltmittel (k2), welches in der Telefonanschlussbuchse (B2) untergebracht ist und derart verschaltet ist, so dass bei Ansteuerung durch den Komparator (KOM) der Schleifenstrom (I) unterbrechbar ist.
  6. Überwachungseinrichtung (U2) nach Anspruch 5, mit einer Steuereinheit (SE), welches den Komparator (KOM) und einen Schalteingang zur Ansteuerung des weiteren Schaltmittels (k2) unabhängig vom Ausgangssignal des Komparators (KOM) aufweist.
  7. Überwachungseinrichtung (U1, U2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Teilnehmeranschluss (T1-Tn) bei Abriss (F) des Schleifenstroms (I) derart belastbar ist, dass für die Telekommunikationsanlage (TK) eine Wählbereitschaft erkennbar ist.
  8. Überwachungseinrichtung (U1, U2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei ein Widerstand (R1) in Reihe zum Schaltmittel (S, k, k1) geschaltet ist.
  9. Überwachungseinrichtung (U1, U2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Schaltmittel (S) ein elektronischer Halbleiterschalter ist.
  10. Überwachungseinrichtung (U1, U2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, mit Mitteln zur zyklischen Ansteuerung des Schaltmittels (S, k, k1) bei Abriss (F) des Schleifenstroms (I).
  11. Telefonanschlussbuchse (B1), insbesondere zum Anschluss analoger Endgeräte (EG1, MOD), mit einer Überwachungseinrichtung (U1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 3 oder 7 bis 10.
  12. Telefonanschlussbuchse (B2), insbesondere zum Anschluss analoger Endgeräte (EG2, MOD), mit einer Überwachungseinrichtung (U2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche 4 bis 10.
  13. Überwachbares analoges Endgerät (EG2) mit der Strommesseinheit (SM) und dem nachgeschalteten Komparator (KOM) einer Überwachungseinrichtung (U2) nach einem der Ansprüche 4 bis 10.
  14. Überwachbares analoges Endgerät (EG2) nach Anspruch 13, welches einen Notruftaster (NOT) zur Ansteuerung des Schalteingangs der Überwachungseinrichtung (U2) nach Anspruch 6 aufweist.
  15. Rufanlage zur Patientenbetreuung in einem Pflegeheim, Altersheim oder einem Krankenhaus, mit einer Telekommunikationsanlage (TK), die Mittel zur Erkennung der Dauer (T) einer anstehenden Wählbereitschaft zumindest eines an der Telekommunikationsanlage (TK) angeschlossenen analogen Endgeräts (EG, EG2, MOD) aufweist, und mit einer Mehrzahl von Telefonanschlussbuchsen (B, B1, B2) nach Anspruch 11 oder 12 und einer Mehrzahl von daran anschließbaren analogen Endgeräten (EG, MOD) sowie ggf. überwachbarer analoger Endgeräte (EG2).
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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