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Dokumentenidentifikation DE102004053190B3 16.02.2006
Titel Befestigungsvorrichtung
Anmelder A. Raymond & Cie, Grenoble, FR
Erfinder Boubtane, Mohieddine, Grenoble, FR
Vertreter Rüttgers, J., Dipl.-Phys. (Univ.) Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 79098 Freiburg
DE-Anmeldedatum 04.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004053190
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.02.2006
IPC-Hauptklasse F16B 19/02(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse F16B 19/00(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Eine Befestigungsvorrichtung verfügt über einen Fußschaft (5) mit angeformten, seitlich abstehenden Lamellenflügeln (6, 7) und angesetzten sowie in Längsrichtung des Fußschaftes (5) verlaufenden, vorstehenden Längsrippen (8, 9). Die Längsrippen (8, 9) erstrecken sich in die gleiche Richtung wie die Lamellenflügel (6, 7) und treten hinter sich in der gleichen Richtung erstreckende Lamellenflügel (6, 7) zurück. Jeweils zwei an gegenüberliegenden Seiten des Fußschaftes (5) angesetzte Längsrippen (8, 9) sind seitlich zueinander versetzt angeordnet. Dadurch ist eine betriebssichere Verankerung auch in nicht ideal an die Befestigungsvorrichtung angepassten Ausnehmungen sowie eine einfache Montage erzielt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Eine derartige Befestigungsvorrichtung ist aus US-A-5,468,108 bekannt. Bei der vorbekannten Befestigungsvorrichtung sind an einem Fußschaft seitlich abstehende Lamellenflügel angeformt. An dem Fußschaft sind Längsrippen angesetzt, die in Längsrichtung des Fußschaftes verlaufen und vorstehen. Die Längsrippen erstrecken sich in die gleiche Richtung wie die Lamellenflügel und treten hinter sich in der gleichen Richtung erstreckende Lamellenflügel zurück, wobei jeweils zwei an gegenüberliegenden Seiten des Fußschaftes angesetzte Längsrippen seitlich zueinander versetzt angeordnet sind. Der Fußschaft hat in Querrichtung zwischen einander gegenüberliegenden Randbereichen eine Breite, die im wesentlichen im Durchmesser einer Ausnehmung entspricht, in die die Befestigungsvorrichtung eingefügt wird. Die Längsrippen weisen sich verjüngende Endbereiche auf, die voneinander in einem dem Durchmesser der Ausnehmung entsprechenden Abstand voneinander angeordnet sind. Dadurch ergibt sich eine gute Zentrierung innerhalb der Ausnehmung. Die vorbekannte Befestigungsvorrichtung ist mit ausreichender Auszugsfestigkeit jedoch nur in Ausnehmungen einfügbar, die mit ihrem Durchmesser dem Durchmesser der Befestigungsvorrichtung entsprechen.

Aus US-A-4,427,328 ist eine Befestigungsvorrichtung bekannt, bei der an einem länglichen Fußschaft mit einem rundlichen Querschnitt zwei Längsrippen angesetzt sind, die an einander gegenüberliegenden Seiten des Fußschaftes und miteinander fluchtend angeordnet sind. Zwischen den Längsrippen sind biegsame Lamellenflügel angeformt, die sich quer zu der Vorsprungsrichtung der Längsrippen erstrecken. Dadurch ist eine zuverlässige Verankerung der Befestigungsvorrichtung in Ausnehmungen sichergestellt, deren Dimension in einer Richtung dem Abstand zwischen den Längsrippen entsprechen. Bei dieser Befestigungsvorrichtung hat sich jedoch in gewisser Weise als nachteilig herausgestellt, dass bei nicht genau zu dem Abstand der Längsrippen dimensionierten Ausnehmungen ein gewisses Spiet auftritt, das unter Umständen zu unzureichenden Auszugkräften führen kann. Weiterhin ist die vorbekannte Befestigungsvorrichtung durch das Erfordernis der Passgenauigkeit zu der Ausnehmung, in die sie eingefügt werden soll, nicht immer einfach zu montieren.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsvorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, die sich durch eine betriebssichere Verankerung auch in nicht ideal an die Befestigungsvorrichtung angepassten Ausnehmungen sowie durch eine einfache Montage auszeichnet.

Diese Aufgabe wird bei einer Befestigungsvorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.

Dadurch, dass sich bei der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung die Längsrippen in vier gleiche Richtungen wie die Lamellenflügel erstrecken und zueinander versetzt sind, verleihen sie der Befestigungsvorrichtung ein hohes Maß an Stabilität auch bei Montage in nicht ideal angepassten Ausnehmungen und sind auf Grund des durch die Lamellenflügel bewerkstelligten Toleranzausgleiches sowie der Führung durch die Längsrippen bei moderaten Einfügekräften verhältnismäßig einfach zu montieren.

Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezug auf die Figuren der Zeichnung ergeben sich weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile. Es zeigen:

1 in einer perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung, die zum Einfügen in längliche Ausnehmungen eingerichtet ist, und

2 das Ausführungsbeispiel gemäß 1 in einem Querschnitt.

1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel einer aus Kunststoff gefertigten erfindungsgemäßen Vorrichtung, die einen Kopfabschnitt 1 und einen Fußabschnitt 2 aufweist. Bei bestimmungsgemäßer Anordnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in eine Ausnehmung eines in 1 nicht dargestellten Trägerteiles steht der Kopfabschnitt 1 über das Trägerteil vor, während der Fußabschnitt 2 wenigstens abschnittsweise innerhalb der Ausnehmung des Trägerteiles angeordnet ist.

Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 1 ist der Kopfabschnitt 1 in an sich bekannter Art und Weise mit einer Flanschanordnung 3 sowie einem trichterförmigen, in Richtung des Fußabschnittes 2 geöffneten Abdeckschirm 4 ausgebildet, der bei bestimmungsgemäßer Anordnung der Befestigungsvorrichtung an einer Seite des Trägerteiles anliegt und die Ausnehmung abdeckt, in die der Fußabschnitt 2 eingefügt ist.

Der Fußabschnitt 2 verfügt über einen länglichen Fußschaft 5 mit einem im wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt. An dem Fußschaft 5 sind zum einen in vier Richtungen seitlich abstehende und in Richtung des Kopfabschnittes 1 angestellte, biegsame längere Lamellenflügel 6 und kürzere Lamellenflügel 7 angeformt. Zum anderen sind an dem Fußschaft 5 zwei in durchgehenden Übergangsbereichen von längeren Lamellenflügeln 6 zu kürzeren Lamellenflügel 7 eingeformte Längsrippen 8 und zwei freistehende Längsrippen 9 angesetzt, die in jeweils einem zwischen längeren Lamellenflügeln 6 sowie kürzeren Lamellenflügeln 7 ausgebildeten Freibereich angeordnet sind. Die Längsrippen 8, 9 verlaufen in Längsrichtung des Fußschaftes 5 im wesentlichen über den gesamten Fußabschnitt 2 und erstrecken sich in die gleiche Richtung wie die Lamellenflügel 6, 7 von dem Fußschaft 5 weg.

2 zeigt das Ausführungsbeispiel gemäß 1 in einem Querschnitt im Bereich des Randes des Abdeckschirmes 4 mit Blick in Richtung des freien Endes des Fußabschnittes 2. Aus 2 ist ersichtlich, dass die beiden eingeformten Längsrippen 8 sowohl mit den ihnen benachbarten längeren Lamellenflügeln 6 als auch den ihnen benachbarten kürzeren Lamellenflügeln 7 direkt verbunden sind, während die freistehenden Längsrippen 9 in etwa mittig zwischen aufeinander zu weisenden Randseiten von längeren Lamellenflügeln 6 und kürzeren Lamellenflügeln 7 angeordnet sind.

Weiterhin ist 2 zu entnehmen, dass sowohl die eingeformten Längsrippen 8 als auch die freistehenden Längsrippen 9 in Bezug auf die Mittellinien des Fußabschnittes 2 seitlich zueinander versetzt und jeweils in Randbereichen der kürzeren sowie der längeren Randseiten des Fußschaftes 5 angeordnet sind. Die Längsrippen 8, 9 stehen jeweils in einer Vorsprungsrichtung über den Fußschaft 5 vor, treten jedoch hinter die sich in gleicher Richtung erstreckenden Lamellenflügeln 6, 7 zurück.

Dadurch ist zum einen eine gewisse Stabilisierung insbesondere der kürzeren Lamellenflügel 7, zum anderen jedoch unter Toleranzausgleich durch die Lamellenflügel 6, 7 eine gewisse Führung durch die Längsrippen 8, 9 beim Einfügen des Fußabschnittes 2 in die Ausnehmung des Trägerteiles erzielt.

Weiterhin ist als Vorteil der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung zu vermerken, dass sie in kostengünstiger Weise in einer einfachen Form frei von Schlitten zur Entformung herstellbar ist.


Anspruch[de]
  1. Befestigungsvorrichtung mit an einem Fußschaft (5) angeformten, seitlich abstehenden Lamellenflügeln (6, 7) und an dem Fußschaft (5) angesetzten sowie in Längsrichtung des Fußschaftes (5) verlaufenden, vorstehenden Längsrippen (8, 9), wobei die Längsrippen (8, 9) sich in die gleiche Richtung wie die Lamellenflügel (6, 7) erstrecken sowie hinter sich in der gleichen Richtung erstreckende Lamellenflügel (6, 7) zurücktreten und wobei jeweils zwei an gegenüberliegenden Seiten des Fußschaftes (5) angesetzte Längsrippen (8, 9) seitlich zueinander versetzt angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Fußschaft (5) in vier Richtungen seitlich abstehende Lamellenflügel (6, 7) angeformt sind.
  2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl von Längsrippen (8) mit mit ihnen benachbarten Lamellenflügeln (6, 7) in direkter Verbindung sind.
  3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl von Längsrippen (9) in einem Freibereich zwischen Lamellenflügeln (6, 7) angeordnet sind.
  4. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fußschaft (5) einen rechteckförmigen Querschnitt aufweist und dass die Längsrippen (8, 9) in Randbereichen der längeren und kürzeren Randseiten des Fußschaftes (5) angeordnet sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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