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Dokumentenidentifikation DE202005015716U1 16.02.2006
Titel Segelyacht mit Cockpit-Rigg
Anmelder Wieland, Rainer, Dr., 73728 Esslingen, DE
Vertreter Heumann, C., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 70195 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202005015716
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 16.02.2006
Registration date 12.01.2006
Application date from patent application 06.10.2005
IPC-Hauptklasse B63B 15/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Segelyacht nach dem Oberbegriff des Schutzanspruches 1.

Eine derartige Segelyacht mit einem so genannten Cockpit-Rigg ist durch die DE 197 40 872 C2 des Anmelders bekannt. Das bekannte Rigg weist einen Mast auf, welcher im Cockpit angeordnet und über zwei Vorstage, an denen jeweils ein Vorsegel gefahren wird, abgestagt ist. Der Mast ist auf einer Maststütze bzw. einem Mastfuß im Cockpit befestigt. Vor dem Mast ist ein quer verlaufender Travellerbaum mit Traveller angeordnet, über welchen die Schot des achterlichen Vorsegels (eine Selbstwendefock) gefahren wird. Durch diese Anordnung ergeben sich Nachteile bei der Zugänglichkeit zum Niedergang.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei einer Segelyacht der eingangs genannten Art das Rigg und die Zugänglichkeit zur Kajüte zu verbessern.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Schutzanspruches 1 gelöst. Erfindungsgemäß weist die Kajüte eine Rückwand auf, die soweit nach achtern gezogen ist, dass sie im vorderen Bereich des Cockpits angeordnet und dass der Mastfuß in die Rückwand integriert ist. Damit wird der Vorteil erreicht, dass die Kajüte vergrößert, der Decksaufbau geradliniger und flacher wird und die Maststütze besser befestigt und zumindest teilweise verkleidet ist.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Einstiegsöffnung seitlich neben dem Mastfuß angeordnet, d. h. entweder auf Backbord- oder Steuerbordseite (außermittig). Damit wird der Vorteil eines verbesserten Zugangs zu Kajüte erreicht, da der Niedergang nunmehr frei zugänglich ist.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist in Fahrtrichtung vor dem Mastfuß eine nach vorn gebogene Travellerschiene angeordnet, über welche die Holepunkte des Vorsegels verstellbar sind. Vorteilhafterweise ist die Travellerschiene seitlich über die Bordwand des Rumpfes hinaus verlängerbar, so dass auch die Holepunkte nach außen verlagerbar sind. Daraus ergibt sich der Vorteil verbesserter Segeleigenschaften bei raumen, d. h. achterlichen Winden.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist der Mast über Vorstage abgestagt, welche als Profilrollstage mit einem strömungsgünstigen Querschnitt ausgebildet sind. Dadurch werden die Am-Windsegeleigenschaften verbessert – die Yacht läuft größere Höhe.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen

1 eine Segelyacht in einer Ansicht von der Seite,

2 die Segelyacht gemäß 1 in einer Ansicht von oben,

3 eine Ansicht der Kajütrückwand mit Mastfuß und

4 einen Querschnitt durch ein Vorstag.

1 zeigt eine Segelyacht 1 mit einem so genannten Cockpit-Rigg, wie es in dem eingangs genannten deutschen Patent 197 40 872 des Anmelders beschrieben ist. Die Segelyacht 1 weist einen Rumpf 2 mit einem achtern angeordneten Cockpit 3 auf, in welchem ein Mast 4 aufgestellt ist. Das Rigg der Segelyacht 1 weist ferner zwei Vorstage 5, 6 auf, an welchen jeweils Vorsegel angeschlagen sind, nämlich eine Genua 7 und eine Selbstwendefock 8. An Deck des Rumpfes 2 befindet sich ein Kajütaufbau 9, welcher nach achtern bis zum Mast 4 reicht.

2 zeigt die Segelyacht 1 in einer Ansicht von oben mit Genua 7 und Selbstwendefock 8. Auf dem Vorschiff sind zwei schematisch angedeutete Genuaschienen 10a, 10b für die Holepunkte der Genuaschoten angeordnet. Im vorderen Bereich des Cockpits 3 ist ein Mastfuß 11 angeordnet, welcher in die Rückwand der Kajüte 9 integriert ist. Auf dem Mastfuß 11 ist der Mast 4 befestigt. Unmittelbar vor dem Mastfuß 11 (in Richtung Vorschiff) ist eine kreisbogenförmig ausgebildete Travellerschiene 12 angeordnet, welche quer über den Schiffsrumpf 2 und den Kajütaufbau verläuft und – was nicht dargestellt ist – über die jeweilige Bordwand hinaus verlängert werden kann. Auf der Travellerschiene 12 ist ein nicht dargestellter Traveller angeordnet, über welchen die Schot der Selbstwendefock 8 gefahren wird. Die Fockschot muss daher bei einer Wende nicht von Hand bedient werden, da der Traveller automatisch von Luv nach Lee rutscht.

3 zeigt eine Ansicht von achtern nach vorn im Bereich des Cockpits auf die Rückwand 13 des Kajütaufbaues 9. Der Mastfuß 11 ist in die Rückwand 13 integriert, d. h. mit oder an ihr befestigt. Seitlich des Mastfußes 11, d. h., hier auf Steuerbordseite ist eine Einstiegsöffnung 14 zum Niedergang, d. h. zur Kajüte bzw. zum Schiffsinneren angeordnet. Oberhalb des Kajütaufbaues 9 ist die Travellerschiene 12 angeordnet, welche hier mit der Bordwand an Backbord- und Steuerbordseite abschließt. Wie bereits erwähnt, ist eine Verlängerung der Travellerschiene 12 über die jeweilige Bordwand hinaus möglich, um den Holepunkt – insbesondere auf Raumschotkursen – weiter nach außen zu verlagern (Wirkung wie bei einem Spinakerbaum).

4 zeigt einen Querschnitt durch eines der beiden Vorstage 5, 6, welche jeweils als Profilrollvorstag 15 mit einem Drehpunkt 15' ausgebildet sind. In einer achtern zum Drehpunkt 15' angeordneten Längsnut 16 ist ein verdicktes Vorliek 17 eines Vorsegels 18 geführt. Durch die Profilierung des Vorstages wird der Windwiderstand minimiert, und die Am-Windsegeleigenschaften werden verbessert.


Anspruch[de]
  1. Segelyacht (1) mit einem Rumpf (2) , einem Cockpit (3) im hinteren Rumpfbereich, einem im Cockpit (3) auf einer Maststütze (11) angeordneten Mast (4), einem Kajütaufbau (9) und einer Einstiegsöffnung vom Cockpit (3) zur Kajüte, dadurch gekennzeichnet, dass die Kajüte (9) eine Rückwand (13) aufweist, welche im vorderen Bereich des Cockpits (3) angeordnet ist, und dass der Mastfuß (11) in die Rückwand (13) integriert ist.
  2. Segelyacht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mastfuß (11) auf der dem Cockpit (3) zugewandten Seite der Rückwand (13) angeordnet ist.
  3. Segelyacht nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstiegsöffnung (14) seitlich neben dem Mastfuß (11) (quer zur Mitschiffsrichtung) in der Rückwand (13) angeordnet ist.
  4. Segelyacht nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kajüte ein Kajütdach (9) aufweist, welches achtern an die Rückwand (3) angrenzt, und dass in Fahrtrichtung vor dem Mastfuß (11) eine bugwärts gebogene Travellerschiene (12) angeordnet ist.
  5. Segelyacht nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Travellerschiene (12) seitlich über die Bordwand des Rumpfes (2) hinaus verlängerbar ist.
  6. Segelyacht nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Mast (4) über mindestens ein Vorstag (5, 6) abstagbar ist, welches als Profilrollstag (15, 15') mit einem strömungsgünstigen Querschnitt (15) ausgebildet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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