PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004038653A1 23.02.2006
Titel Gerüst zum Halten von Geräten
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Tuma, Claus, 90491 Nürnberg, DE
DE-Anmeldedatum 09.08.2004
DE-Aktenzeichen 102004038653
Offenlegungstag 23.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.02.2006
IPC-Hauptklasse B61D 37/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse F16B 7/00(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Gerüst zum Halten von Geräten, insbesondere in einem Eisenbahnfahrzeug, wobei Holme (2 bis 4) die Kanten eines Quaders bilden und jeweils drei Holme (2 bis 4) an einer Ecke (1) des Quaders aneinander gefügt sind. Es ist vorgesehen, dass die Holme (2 bis 4) über Eckverbindundungsteile (5) miteinander verbunden sind. Diese Eckverbindungsteile (5) sind beispielsweise mit den Holmen (2 bis 4) über Nieten (6) verbunden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Gerüst zum Halten von Geräten, das insbesondere für ein Eisenbahnfahrzeug bestimmt ist, wobei Holme die Kanten eines Quaders bilden und jeweils drei Holme an einer Ecke des Quaders aneinander gefügt sind.

Ein solches Gerüst bildet zusammen mit den Geräten einen Geräteschrank. Damit ein solches Gerüst oder ein solcher Schrank die mechanischen Anforderungen für den Einsatz in einem Eisenbahnfahrzeug erfüllt, war es bisher erforderlich, dass die Einzelteile des Gerüstes miteinander verschweißt sind. Ein besonders stabiler Aufbau des Gerüstes ist nämlich notwendig, weil das Gerüst im fahrenden Eisenbahnfahrzeug ständig Erschütterungen ausgesetzt ist.

Die bisher üblichen Schweißverbindungen sind sehr aufwändig. Nach dem Schweißvorgang hat sich nämlich das Gerüst in der Regel verzogen und muss wieder gerichtet werden. Das erfordert einen zusätzlichen Arbeitsschritt. Außerdem sind die Fertigungstoleranzen beim Schweißverfahren so groß, dass die Toleranzen in den Abmessungen des Gerüstes am Aufstellungsort berücksichtigt werden müssen. Bei dem begrenzten Raum in einem Eisenbahnfahrzeug ist das besonders nachteilig.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerüst zum Halten von Geräten anzugeben, das, insbesondere für den Einsatz in einem Eisenbahnfahrzeug, besser geeignet ist als ein geschweißtes Gerüst. Insbesondere soll das Gerüst einfacher und schneller herzustellen sein.

Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass die Holme über Eckverbindungsteile miteinander verbunden sind.

Durch den Einsatz solcher neuartiger Eckverbindungsteile erübrigen sich die aufwändigen Schweißnähte. Folglich braucht das fertige Gerüst nicht mit großem Zeitaufwand gerichtet zu werden. Schließlich sind die Fertigungstoleranzen, also die Toleranzen der Abmessungen des Gerüstes deutlich kleiner als bei einem geschweißten Gerüst, so dass für das Gerüst weniger Platz benötigt wird. Das ist besonders vorteilhaft beim Einsatz in einem Eisenbahnfahrzeug. Obwohl das Gerüst und damit der fertige Geräteschrank weniger Platz braucht, ist es bei gleicher Stabilität schneller und kostengünstiger herzustellen.

Beispielsweise sind die Eckverbindungsteile mit den Holmen über Nieten verbunden. Eine solche Verbindung ist stabil und führt nicht zum Verziehen des Gerüstes, so dass ein aufwändiges Richten des Gerüstes nicht erforderlich ist. Darüber hinaus wird der Vorteil erzielt, dass die Nietverbindung weniger korrosionsanfällig ist als eine Schweißverbindung. Das ist insbesondere dann gegeben, wenn das fertige Gerüst mit einem Korrosionsschutzüberzug versehen ist. Ein solcher Überzug ist nämlich auf Schweißnähten nicht möglich. Außerdem sind Schweißnähte korrosionsanfällig.

Die Nieten sind beispielsweise Blindnieten. Solche Nieten sind besonders fest und zuverlässig.

Mit dem Gerüst nach der Erfindung wird insbesondere der Vorteil erzielt, dass seine Herstellung gegenüber einem geschweißten Gerüst deutlich vereinfacht ist. Das ist schon dadurch gegeben, dass der Fertigungsbetrieb keine Schweißzulassung benötigt, so dass eine größere Anzahl von Fertigungsbetrieben in Frage kommt. Auch hat das Gerüst nach der Erfindung kaum fertigungsbedingte Toleranzen hinsichtlich seiner Abmessungen, was besonders beim Einsatz in einem Eisenbahnfahrzeug vorteilhaft ist. Beim Herstellen erübrigt sich das Richten des Gerüstes nach dem Zusammenfügen der Holme.

Ein Ausführungsbeispiel des Gerüstes nach der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert.

1 zeigt ein fertiges Gerüst ohne eingebaute Geräte,

2 zeigt drei Holme, die an einer Ecke des Gerüstes über ein Eckverbindungsteil miteinander verbunden sind,

3 zeigt die gleiche Ecke des Gerüstes von außen.

Das Gerüst nach 1 besteht aus zwölf Holmen, die die Kanten eines Quaders bilden. Jeweils drei Holme sind an acht Ecken in gleicher Weise miteinander verbunden. An der Ecke 1 treffen die Holme 2, 3 und 4 aufeinander.

In 2 ist diese Ecke 1 im Detail vom Innenraum des Gerüstes aus gesehen, dargestellt. Ein einstückiges Eckverbindungsteil 5 weist drei Laschen auf, die alle senkrecht aufeinander stehen. Das Eckverbindungsteil 5 ist dadurch in der Ecke 1 jeweils über eine Lasche an die von der Ecke 1 ausgehenden Holme 2 bis 4 angepasst. Zur Befestigung des Eckverbindungsteiles 5 an den Holmen 2 bis 4 dienen Nieten 6, die hochfeste Blindnieten sein können.

Dadurch, dass die Holme 2 bis 4 über ein angenietetes Eckverbindungsteil 5 miteinander verbunden sind, kommt man ohne aufwändige Schweißverfahren aus, die außerdem eine schlechtere Fertigungstoleranz hätten.

3 zeigt die Ecke 1 aus 1 im Detail mit den in 2 gezeigten Nieten 6.


Anspruch[de]
  1. Gerüst zum Halten von Geräten, das insbesondere für ein Eisenbahnfahrzeug bestimmt ist, wobei Holme (2 bis 4) die Kanten eines Quaders bilden und jeweils drei Holme (2 bis 4) an einer Ecke (1) des Quaders aneinander gefügt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Holme (2 bis 4) über Eckverbindungsteile (5) miteinander verbunden sind.
  2. Gerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Eckverbindungsteile (5) mit den Holmen (2 bis 4) über Nieten (6) verbunden sind.
  3. Gerüst nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nieten (6) Blindnieten sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com