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Dokumentenidentifikation DE102004039125A1 23.02.2006
Titel Extrakt und Verfahren zum Herstellen von einem Extrakt
Anmelder Fabou, Gervais, 22043 Hamburg, DE
Erfinder Fabou, Gervais, 22043 Hamburg, DE;
James, Claudia, 22043 Hamburg, DE
Vertreter Heldt, G., Dipl.-Ing. Dr.jur., Pat.- u. Rechtsanw., 20355 Hamburg
DE-Anmeldedatum 11.08.2004
DE-Aktenzeichen 102004039125
Offenlegungstag 23.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.02.2006
IPC-Hauptklasse A23L 1/221(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A23L 2/385(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Extrakt aus einem geschmacksintensiven Naturprodukt, auf das mit mechanischen Kräften zum Auspressen des Extraktes eingewirkt wird.

Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines Extraktes aus Zitronengras.

Als besondere Delikatesse wird zunehmend ein Extrakt angesehen, der durch Einwirkung von Kräften unmittelbar auf ein Naturprodukt, beispielsweise aus Obst oder Gemüse hergestellt wird. So können in Delikatessgeschäften an Ort und Stelle aus Obst oder Gemüse ausgepreßte Säfte gekauft werden, die entweder in Flaschen gefüllt werden oder einem Kunden zum sofortigen Verzehr präsentiert werden. Derartige Säfte sind erheblich teurer als übliche in Flaschen abgefüllte Getränke, die entweder unter Verwendung von großindustriellen Methoden aus Früchten oder Gemüsen gewonnen werden oder als Limonaden oder Fruchtgetränke häufig künstliche Geschmackskomponenten besitzen. Soweit jedoch natürliche Geschmacksbildner beispielsweise in Form von Extrakten zur Herstellung derartiger Getränke verwendet werden, werden diese im Regelfall unter Anwendung von Lösungsmitteln gewonnen, mit deren Hilfe die Gewinnung eines Extraktes begünstigt wird. Darüber hinaus werden die Früchte jedoch auch anderen Lösungsmitteln ausgesetzt, um eine Extraktgewinnung zu ermöglichen oder mindestens zu beschleunigen. Die dabei verwendeten Lösungsmittel können nach der Extraktgewinnung im Regelfall nicht vollkommen von dem Extrakt getrennt werden, so dass zumindest eine Geschmacksbeeinträchtigung des Extraktes hingenommen werden muß. Darüber hinaus stößt die Extraktgewinnung mit Hilfe von Lösungsmitteln schon deswegen häufig auf nicht zu überwindende Schwierigkeiten, weil der auf diese Weise gewonnene Extrakt für eine Reihe von Weiterverarbeitungsmaßnahmen ungeeignet ist, beispielsweise im Fall chemischer Lösungsmittel, die eine Vermischung des gewonnenen Extraktes mit Wasser ausschließen.

Im Hinblick auf diese Schwierigkeiten konnten bisher Säfte aus einer Vielzahl von Pflanzen für eine Verwendung im Lebensmittelbereich nicht nutzbar gemacht werden, obgleich sie Geschmackskomponenten aufzuweisen hatten, aufgrund derer sie sich dazu eigneten, für besondere Spezialitäten verwendet zu werden. Bestimmte reizvolle Geschmacksvariationen konnten nicht genutzt werden, da der gewonnene Extrakt bei seiner Gewinnung in seinen herausragenden Geschmackskomponenten erheblich beeinträchtigt war bzw. sich für die Herstellung bestimmter Lebensmittel nicht eignete.

So konnten beispielsweise bisher der ungewöhnliche und sehr anregende Geschmack von Zitronengras für die Herstellung von Lebensmitteln nicht eingesetzt werden, da das Zitronengras als eine besonders holzige und faserige Grasart sich der Gewinnung seines Extraktes insofern widersetzte, als dieser Extrakt nur unter Zuhilfenahme chemischer bzw. chemisch-physialischer Verfahren gewonnen werden konnte. Dabei wurde Lösungsmittel eingesetzt, das den frisch-herben Geschmack des unmittelbar aus der Pflanze austretenden Extraktes erheblich beeinträchtigte. Ähnliche Geschmackseinbußen entstanden auch, wenn Zitronengras verwendet wurde, um nach seiner entsprechenden Behandlung als Teekraut zu dienen, auf dem Tee aufgegossen werden konnte. Auch dabei ging ein erheblicher Anteil des frisch-herben Geschmacks verloren, wenn das Teekraut mit dem heißen Wasser zur Herstellung von Tee überbrüht wurde.

Schließlich wurde auch frisches Zitronengras in seiner geernteten Ausführungsform oder in Stücken als Zutat zu gewissen Speisen verwendet, beispielsweise zur Herstellung von Soßen. Dabei ging auch nur ein Teil der im Zitronengras gebundenen Geschmacksstoffe an die entsprechend herzustellende Soße über, der Rest verblieb im holzigen Teil des Zitronengrases und konnte geschmacklich nicht aktiviert werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, den Extrakt der einleitend genannten Art unmittelbar aus dem Zitronengras zu gewinnen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zur Herstellung eines natürlichen Extraktes als Naturprodukt Zitronengras vorgesehen ist.

Durch die Einwirkung auf das extrakthaltige Zitronengras mit mechanischen Kräften wird erreicht, dass aus dem Zitronengras der in ihm enthaltene Extrakt unmittelbar gewonnen und anschließend zur Herstellung oder Würzung anderer Speisen verwendet wird. Dabei müssen in vielen Fällen erhebliche Kräfte auf das Zitronengras einwirken, damit dieses trotz seiner verholzten Grundkonzeption in die Lage versetzt wird, den in ihm enthaltenen zitronengrastypischen Extrakt abzugeben.

Gemäß einer weiteren Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen von Extrakt aus Zitronengras dadurch gekennzeichnet, dass Zitronengras in einen Behälter eingefüllt und auf das Zitronengras mit mechanischen Kräften eingewirkt wird und der aus dem Zitronengras austretende Extrakt abgefüllt wird.

Durch diese Verfahrensschritte ist es möglich, aus Zitronengras den in ihm gebundenen Extrakt zu gewinnen, und zwar auch aus seinem holzigen Teil. Bisher wurde zur Gewinnung des Extraktes aus Zitronengras immer der Weg beschritten, den Extrakt aus Zitronengras entweder durch Aufwendung von hoch erhitzten Flüssigkeiten, beispielsweise Wasser herauszulösen oder bestimmte Lösungsmittel zur Gewinnung dieses Saftes einzusetzen.

Diese Lösungsmittel hatten den Nachteil, den speziellen frisch-herben Geschmack des aus Zitronengras gewonnenen Extraktes zu beeinträchtigen.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht mithin darin, ein Verfahren anzugeben, das geeignet ist, den Extrakt des Zitronengrases zu gewinnen, ohne dass dieser durch Lösungsmittel oder Destillation aus dem Zitronengras herausgelöst werden muß.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Zitronengras in einen Behälter eingefüllt, auf das Zitronengras mit mechanischen Kräften eingewirkt und der aus dem Zitronengras austretende Extrakt abgefüllt wird.

Dadurch wird der Extrakt durch eine direkte Extraktion aus dem Zitronengras gewonnen, so dass Geschmackseinbußen nicht entstehen können.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine Presse zum Auspressen des Zitronengrases vorgesehen. In diese Presse wird das Zitronengras in gestückelter Form von einem in der Presse beweglichen Preßstempel beaufschlagt. Dabei werden auf das Zitronengras Kräfte aufgebracht, die ausreichen, um den Extrakt aus dem holzigen Teil des Zitronengrases auszupressen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird während der Einwirkung von Druck auf das Zitronengras von diesem Teile abgeraspelt. Auf diese Weise entsteht aus dem Zitronengras eine Maische, aus der sodann der Extrakt herausgepreßt wird.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Maische außer aus gestückeltem und geraspeltem Zitronengras auch aus weiteren Geschacksstoffen, die möglicherweise den Extrakt des Zitronengrases in besonderer Weise so beeinflussen, dass er für bestimmte Anwendungszwecke besonders gut geeignet ist, beispielsweise zur Herstellung von Erfrischungsgetränken, Überzugmassen zum Überziehen von Gebäck oder Beigaben für eine spezielle Bonbonmasse zur Hertellung von besonders frisch-herben Bonbons.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird von Anbeginn bis zur Beendigung der Druckeinwirkung der Druck mit mäßiger Tendenz ansteigend auf das Zitronengras aufgebracht. Auf diese Weise wird eine möglichst komplette Gewinnung des Zitronengrasextraktes ermöglicht.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird auf eine auf das Zitronengras eingesteuerte Druckphase mit einer Druckentlastungsphase auf das Zitronengras eingewirkt. Durch die intermittierende Aufbringung von Druck einerseits und Druckentlastung andererseits wird eine zusätzliche Pumpwirkung innerhalb des Zitronengrases erzeugt, die dazu führt, dass der Extrakt des in der Presse dem Druck ausgesetzten Zitronengrases vollständig gewonnen werden kann.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird auf die aus dem Zitronengras gewonnene Maische mit Druck eingewirkt. Diese Maische ist nicht mit Lösungsmitteln durchsetzt, so dass nach der Druckbehandlung der Maische der auf diese Weise gewonnene Extrakt abfließt, ohne dass dieser in seinem frisch-herben Geschmack beeinträchtigt wäre.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden der Maische Zusätze hinzugefügt. Diese sind in der Lage, die Geschmackstendenz des Extraktes in einer jeweils gewünschten Weise hervorzuheben bzw. zu dämpfen. So werden beispielsweise für die Herstellung eines Erfrischungsgetränkes andere Geschmackskombinationen der frisch-herben Art benötigt als zur Herstellung von Geschmacksmitteln für spezielle Yoghurt-Speisen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Maische in einer Schneckenpresse ausgepreßt. In dieser kann auf einfache Weise das Extrakt von einer ausgepreßten trockenen Substanz getrennt werden. Dadurch wird aus der Maische der in ihr enthaltene Extrakt des Zitronengrases sehr weitgehend gewonnen, so dass eine Trockenmasse entsteht, die einer Endverwertung zugeführt werden kann.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Zitronengras einem Feuchtigkeitseinfluß ausgesetzt und anschließend gepreßt. Dieser Feuchtigkeitseinfluß wird so gering dosiert, dass eine Geschmacksbeeinflussung des Extraktes ausgeschlossen ist. Durch den Feuchtigkeitseinfluß wird lediglich die Elastizität des Zitronengrases erhöht, so dass bei seiner Beaufschlagung durch Druck ein unerwünschtes Zersplittern der holzigen Teile ausgeschlossen ist.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird in einer feuchten Atmospäre auf das Zitronengras mit Druck eingewirkt. Durch diese Druckeinwirkung in feuchter Atmospäre kann die Feuchtigkeit der Atmospäre auch in die gepreßten Teile des Zitronengrases eindringen und dabei deren Elastizität erhöhen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird dem getrockneten Zitronengras 2 % seines Gewichts an Feuchtigkeit zugesetzt. Innerhalb dieser Grenzen kann der Feuchtigkeitseinfluß den Geschmack des Extraktes nicht verändern. Andererseits reicht der Feuchtigkeitseinfluß in dieser Größenordnung aus, um die Gewinnung des Extraktes aus dem Zitronengras zu begünstigen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird dem getrockneten Zitronengras die Feuchtigkeit über einen vorbestimmten Zeitraum tröpfchenweise zugeführt. Durch diese zeitlich gestreckte Zuführung der Feuchtigkeit ist gewährleistet, dass die Feuchtigkeit wesentliche Teile des zu pressenden Zitronengrases beeinflußt, ohne dass einzelne Teile eine unerwünscht hohe Feuchtigkeit aufweisen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das mit Druck beaufschlagte Zitronengras auf einer Feuchtigkeit von 1 % gehalten, dadurch werden konstante Verhältnisse geschaffen, so dass mit gleichbleibenden Druck auf das Zitronengras eingewirkt werden kann.

Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen, in denen eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung beispielsweise veranschaulicht wird.

In den Zeichnungen zeigen:

1: Eine schematische Darstellung eines Vorrates von Zitronengras mit einem zum Zerkleinern angesetzten Schneidegerät,

2: eine Draufsicht auf einen Behälter, der mit zerkleinertem Zitronengras gefüllt ist und einer Kanne, gefüllt mit einem Zusatzmittel und

3: einen Längsschnitt durch eine Presse zum Gewinnen von Zitronengrasextrakt.

Eine Apparatur 1 zur Herstellung von Extrakt 2 aus Zitronengras 3 besteht im Wesentlichen aus einem Behälter 4 zur Aufnahme des zerkleinerten Zitronengrases 5, einem Druckstempel 6 und einem Extraktauffangbehälter 7. Der Extraktauffangbehälter 7 ist unterhalb eines Auslaufes 8 vorgesehen, der in einem Boden 9 einer Schneckenpresse 10 angeordnet ist. In dieser Schneckenpresse 10 ist eine Schnecke 31 mit ausreichendem Spiel 11 angeordnet, damit die Schnecke 31 gedreht und dabei gegebenenfalls von Resten des zerkleinerten Zitronengrases 5 gereinigt werden kann. Der Behälter 4 besitzt einen der Schneckenpresse 10 zugewandten Abflußboden 32, über den eine Maische 23 in Richtung auf einen Austritt 33 fließen kann, dem eine Eintrittsöffnung 34 gegenüber angeordnet ist, durch die die abfließende Maische 23 in die Schneckenpresse 10 gelangen kann.

Maische 23 entsteht unter dem Einfluß eines Druckes 35 des sich in den Behälter 4 absenkenden Druckstempels 6. Dadurch gerät das im Behälter 4 eingefüllte zerkleinerte Zitronengras 5 unter den Einfluß der vom Stempel 6 ausgeübten Druckkraft. Darüber hinaus ist in dem Behälter 4 oberhalb des Abflußbodens 32 eine Raspelscheibe 36 angeordnet, die mit scharfen Zinken 37 in das zerkleinerte Zitronengras 5 hineinragt. Diese Raspelscheibe 36 wird von einer im Abflußboden 32 drehbar gelagerten Welle 38 angetrieben, so dass die scharfen Zinken das zerkleinerte Zitronengras 5 in die Maische 23 verwandelt, die durch in der Raspelscheibe 36 vorgesehene Löcher 39 unter der Einwirkung des Druckes 35 in Richtung auf den Abflußboden 32 austritt. Dabei werden feste Substanzen des Zitronengrases 5 mit dem im Zitronengras (3) enthaltenen Extrak zu einer breiigen Masse, die über den Abflußboden 32 in Richtung auf den Austritt 33 abfließt.

Die aus dem Austritt 33 austretende Maische 23 fließt durch die Eintrittsöffnung 34 in die Schneckenpresse 10. Sie wird von der Schnecke 31 erfaßt, die um ihre Antriebswelle 40 drehbar gelagert ist. Dabei wird die Maische 23 an den Windungen 41 der Schnecke 31 in Richtung auf den Auslauf 8 der Schneckenpresse 10 gefördert und mit hohem Druck gegen eine der Antriebswelle 40 gegenüberliegende Stirnwandung 42 gedrückt. In dieser Stirnwandung sind kleine Öffnungen 43 vorgesehen, aus denen die ausgepreßte Maische 23 in ein Abflußrohr 44 gedrückt wird. Aus diesem tritt trockengepreßte Maische 45 in einen Entsorgungsbehälter 46 ein, aus dem sie einer Entsorgung zugeführt wird.

Der aus der Maische 23 ausgedrückte Extrak 2 fließt aus dem Auslauf 8 in den Extraktauffangbehälter 7. Dieser wird nach seiner Befüllung verschlossen und entweder in kleine Gebinde abgefüllt oder an Großverbraucher versandt.

Das Zitronengras 3 wird aus seinen Erzeugerländern, Asien, Afrika, in relativ großen Stapeln 19 gebündelt angeliefert. Es besteht aus langen, teilweise verholzten Halmen 20. Diese können nur mit relativ robusten Schneidwerkzeugen 21 zerkleinert werden, die beispielsweise in Form von Schneidbewegungen über den Stapel 19 gezogen werden und dabei Teile von den Halmen 20 in Form des zerkleinerten Zitronengrases 5 abtrennen. Je kleiner die Abmessung der Teile des jeweils zerkleinerten Zitronengrases 5 ist, um so größer ist die Menge des Extraktes, der aus dem Zitronengras 5 unter der Einwirkung eines Druckes herausgedrückt werden kann. Dabei bildet sich in dem Behälter 4 unter dem Einfluß der sich drehenden Raspelscheibe 36 eine Maische 23 aus zerkleinertem Zitronengras 5 und aus diesem bereits ausgetretenen Extrakt 2. Darüber hinaus kann die Maische 23 auch noch mit weiteren Ingredienzen angereichert werden, beispielsweise zusätzlichen Geschmacksstoffen 24, die unter Beachtung der Eigenart, die die Geschmacksnote des Zitronengrases 3 mit sich bringt, in kleinen Mengen in den Behälter 4 eingegeben werden, beispielsweise aus einem Handbehälter 25, der eine vorsichtige Dosierung je nach dem jeweils beabsichtigten Verwendungszweck des Extraktes 2 ermöglicht.

In besonderen Fällen, insbesondere abhängig vom Trocknungsgrad und von der Verholzung des Zitronengrases 5 wird die Verarbeitung des Zitronengrases unter einem Feuchtigkeitseinfluß vorgenommen. Dieser kann dadurch erzeugt werden, dass das Zitronengras 5 einer feuchtwarmen Atmosphäre ausgesetzt wird, aus der das sehr trockene Zitronengras 5 Feuchtigkeit aufnimmt. Dieses wird durch die Feuchtigkeitsaufnahme elastischer als das trockene Zitronengras 5, so dass bei einer Zerkleinerung des Zitronengrases das Zerschneiden erleichtert wird. Außerdem kann auf das unter dem Feuchtigkeitseinfluß stehende Zitronengras ein Druck ausgeübt werden, ohne dass die sehr trockenen und zum Teil verholzten Teile des Zitronengrases 5 brechen.

Darüber hinaus kann auch mit geringen Mengen an Flüssigkeit die Möglichkeit verbessert werden, das Zitronengras 5 einer Bearbeitung zu unterziehen mit dem Ziel, aus dem Zitronengras das Extrakt 2 zu gewinnen. Dazu wird die genaue Menge der dem Zitronengras 3 zuzuführenden Flüssigkeitsmenge festgelegt. Diese soll 2 % des getrockneten Zitronengrases nicht überschreiten. Darüber hinaus wird auch der Zeitraum festgelegt, während dessen die Zufuhr der Feuchtigkeit erfolgt. Auf diese Weise wird erreicht, dass das Zitronengras eine gleichmäßige Feuchte besitzt, bevor das Auspressen des Extraktes erfolgt. Eine durchschnittliche Feuchte von 1 % erleichtert das Auspressen des Extraktes 2 aus dem zerkleinerten Zitronengras 5, dabei kann die Feuchtigkeit tropfenweise dem zu bearbeitenden Zitronengras zugeführt werden, wobei sowohl die Tropfenfolge als auch die gesamte Flüssigkeitsmenge genau festgelegt ist.


Anspruch[de]
  1. Extrakt aus einem geschmacksintensiven Naturprodukt, auf das mit mechanischen Kräften zum Auspressen eingewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Naturprodukt Zitronengras (3, 5) vorgesehen ist.
  2. Extrakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Presse zum Auspressen des Zitronengrases (3, 5) vorgesehen ist.
  3. Extrakt nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zitronengras (5) in gestückelter Form von einem in einem Behälter (4) beweglichen Druckstempel (6) beaufschlagt ist.
  4. Extrakt nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zerkleinerte Zitronengras (5) als Maische (23) im Behälter (4) vorgesehen ist.
  5. Extrakt nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Maische (23) ausschließlich aus zerkleinertem Zitronengras (5) besteht.
  6. Extrakt nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Maische (23) aus einem unter Flüssigkeitseinfluß stehenden Zitronengras (5) besteht.
  7. Extrakt nach Anspruch 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Maische (23) aus zerkleinertem Zitronengras (5) und Geschmacksstoffen (24) besteht.
  8. Extrakt nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Maische (23) aus zerkleinertem Zitronengras (5) und Konservierungsstoffen besteht.
  9. Verfahren zum Herstellen von einem Extrakt aus Zitronengras, dadurch gekennzeichnet, dass Zitronengras (3) in einen Behälter (4) eingefüllt und auf das Zitronengras (3) mit mechanischen Kräften eingewirkt wird und der aus dem Zitronengras (3) austretende Extrakt (2) abgefüllt wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mit Druck auf das Zitronengras (3) eingewirkt wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10 dadurch gekennzeichnet, dass während der Einwirkung von Druck auf das Zitronengras (3) von diesem Teile abgeraspelt werden.
  12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass mit einem Druckstempel (6) auf das Zitronengras (3) eingewirkt wird.
  13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer Raspelscheibe (36) auf das Zitronengras (5) eingewirkt wird.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass von Anbeginn bis zu Beendigung der Druckeinwirkung der Druck mit steigender Tendenz aufgebracht wird.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck intermittierend aufgebracht wird.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass auf eine Druckphase eine Druckentlastungsphase eingesteuert wird.
  17. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass nach jeder Druckphase das ausgepreßte Extrakt (2) abgesaugt wird.
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Zitronengras (3) zerkleinert und im zerkleinerten Zustand geraspelt und einem Druck ausgesetzt wird.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem zerkleinerten Zitronengras (3) eine Maische (23) gebildet wird, auf die mit Druck eingewirkt wird.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Maische (23) Zusätze hinzugefügt werden.
  21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Maische (23) Konservierungsmittel hinzugesetzt werden, die den Geschmack des Extraktes (2) nicht beeinflussen.
  22. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Zitronengras (3) einem Feuchtigkeitseinfluß ausgesetzt und anschließend gepreßt wird.
  23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass in einer feuchten Atmosphäre auf das Zitronengras (3) mit Druck eingewirkt wird.
  24. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass dem getrockneten Zitronengras (3) 2 % seines Gewichtes an Feuchigkeit zugesetzt wird.
  25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass dem Zitronengras (3) die Feuchtigkeit über einen vorbestimmten Zeitraum tröpfchenweise zugeführt wird.
  26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass das mit Druck beaufschlagte Zitronengras (3) auf einer Feuchte von 1 % seines Gesamtgewichtes gehalten wird.
  27. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Maische (23) in einer Schneckenpresse (10) ausgepreßt wird.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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