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Dokumentenidentifikation DE102004040529A1 23.02.2006
Titel Flurförderzeug mit Gabeldämpfer
Anmelder Jungheinrich AG, 22047 Hamburg, DE
Erfinder Schönauer, Michael, Dipl.-Ing., 85368 Moosburg, DE
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Anmeldedatum 20.08.2004
DE-Aktenzeichen 102004040529
Offenlegungstag 23.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.02.2006
IPC-Hauptklasse B66F 9/16(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
Zusammenfassung Ein Flurförderzeug mit wenigstens einem länglichen Laufaufnahmemittel (10) und einer das Lastaufnahmemittel (10) stützenden Tragstruktur (16), wobei das Lastaufnahmemittel (10) mit der Tragstruktur (16) verbunden ist und um eine Schwenkachse (SA) relativ zur Tragstruktur (16) zwischen einer Gebrauchsstellung und Nicht-Gebrauchsstellung verschwenkbar ist und wobei sich das Lastaufnahmemittel (10) in der Gebrauchsstellung an der Tragstruktur (16) abstützt, ist dadurch gekennzeichnet, dass am Lastaufnahmemittel (10) oder/und an der Tragstruktur (16) eine Dämpfungsanordnung vorgesehen ist, die wenigstens ein elastisches Dämpferelement aufweist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Flurförderzeug mit wenigstens einem länglichen Lastaufnahmemittel und einer das Lastaufnahmemittel stützenden Tragstruktur, wobei das Lastaufnahmemittel mit der Tragstruktur verbunden ist und um eine Schwenkachse relativ zur Tragstruktur zwischen einer Gebrauchsstellung und Nicht-Gebrauchsstellung verschwenkbar ist, wobei sich das Lastaufnahmemittel in der Gebrauchsstellung an der Tragstruktur abstützt.

Bei solchen Flurförderzeugen ist die Schwenkachse in der Regel derart angeordnet bezogen auf das wenigstens eine Lastaufnahmemittel, dass das Lastaufnahmemittel sich aufgrund seines Eigengewichts in einer Gebrauchsstellung hält. Dabei ist die Schwenkachse des Lastaufnahmemittels versetzt von dessen Längsmitte angeordnet, so dass ein vorderer Teil des Lastaufnahmemittels, welcher vor der Schwenkachse liegt, länger ist als ein hinterer Teil, welcher sich an der Tragstruktur des Flurförderzeugs abstützt. Durch den längeren Vorderteil wird ein Auflagermoment um die Schwenkachse erzeugt, so dass sich der hintere Teil des Lastaufnahmemittels an einem Auflager an der Tragstruktur abstützen kann, und das Lastaufnahmemittel in dieser Stellung gehalten wird.

Da sich das Lastaufnahmemittel nur an der Tragstruktur abstützt, kann es beispielsweise beim Überfahren von Bodenunebenheiten mit dem Flurförderzeug kurzzeitig aus der abgestützten Gebrauchsstellung ausgelenkt werden. Nach dieser Auslenkung bewegt sich das Lastaufnahmemittel aufgrund des oben beschrieben Auflagermoments wieder in die Gebrauchsstellung, wobei der hintere Teil des Lastaufnahmemittels gegen das Auflager der Tragstruktur schlägt. Dabei entsteht einerseits Lärm, und andererseits wird der Schlag bzw. werden die Schläge auf die Tragstruktur übertragen, was über längere Zeit und bei wiederholten Schlägen die Stabilität der Tragstruktur beeinträchtigen kann.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Lärmentwicklung und den Stoß beim Anschlagen des Lastaufnahmemittels an der Tragstruktur des Förderzeugs abzuschwächen.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein gattungsgemäßes Flurförderzeug gelöst, bei welchem am Lastaufnahmemittel oder/und an der Tragstruktur eine Dämpfungsanordnung vorgesehen ist, die wenigstens ein elastisches Dämpferelement aufweist. Durch die Elastizität des Dämpferelements verformt sich dieses beim Anschlagen des Lastaufnahmemittels, wodurch dieses über eine kurze Zeitdauer, aber nicht stoßartig, abgebremst wird. Dies führt zu geringeren Kraftspitzen in der Tragstruktur und auch zu einem weicheren Anschlagen mit reduzierter Lärmentwicklung.

Grundsätzlich ist es möglich, dass eine solche Dämpfungsanordnung nur durch ein oder mehrere elastische Dämpferelemente gebildet ist. Vorzugsweise umfasst die Dämpfungsanordnung wenigstens ein im Wesentlichen starres Element, vorzugsweise ein Stahlelement, mit welchem das Dämpferelement fest verbunden ist, etwa durch Verkleben oder Vulkanisieren, und welches an der Tragstruktur oder/und dem Lastaufnahmemittel anordenbar oder angeordnet ist. Das starre Element, welches auch als Trägerelement des Dämpferelements bezeichnet werden kann, weist im Vergleich mit dem Dämpferelement eine derart hohe Verformungssteifigkeit auf, dass sich bei einem Aufschlagen des Lastaufnahmemittels an der Dämpfungsanordnung das starre Element im Vergleich mit dem elastischen Dämpferelement in vernachlässigbarem Ausmaß verformt.

Um die Dämpfungsanordnung optimal an einen zwischen dem Lastaufnahmemittel und der Tragstruktur gewünschten Abstand anpassen zu können, umfasst die Dämpfungsanordnung vorzugsweise wenigstens ein Abstandselement, welches zwischen dem Dämpferelement und dem dieses tragenden Untergrund, vorzugsweise zwischen dem starren Element und dem die Dämpfungsanordnung tragenden Untergrund anordenbar oder angeordnet ist. Hierbei ist es denkbar, dass die Abstandselemente besonders bei einer Nachrüstung eines Flurförderzeugs mit einer erfindungsgemäßen Dämpfungsanordnung vorteilhaft verwendet werden können, wenn beispielsweise das elastische Dämpferelement ggf. mit dem starren Trägerelement als ein Standardbauteil vorgesehen ist.

Um die Dämpfungsanordnung am Lastaufnahmemittel oder/und der Tragstruktur zu befestigen, kann die Dämpfungsanordnung wenigstens eine Befestigungsgeometrie aufweisen. Beispielsweise kann die Dämpfungsanordnung mit ihren Seitenrändern in eine entsprechende Halterung am Untergrund einschiebbar oder einschnappbar sein.

Die wenigstens eine Befestigungsanordnung kann sich als eine Ausnehmung beispielsweise in U-Form von einem Seitenrand der Dämpfungsanordnung zu deren Inneren erstrecken, was es ermöglicht, dass die Dämpfungsanordnung durch die seitliche Öffnung der Ausnehmung an entsprechenden Formteilen, welche an der Tragstruktur und/oder am Lastaufnahmemittel angeordnet sind, eingeführt und angebracht werden kann. Eine die Dämpfungsanordnung haltende Schraube braucht dabei nur geringfügig Iosgedreht zu werden. Die Ausnehmung kann etwa einen Schraubenschaft im montierten Zustand der Dämpfungsanordnung zumindest abschnittsweise umgeben, so dass die Dämpfungsanordnung durch die Klemmkraft einer Schraube sicher am Untergrund gehalten werden kann.

Vorzugsweise ist die Befestigungsgeometrie ein Durchgang, welcher von einem Befestigungsmittel, etwa einer Schraube, durchsetzt werden kann, so dass die Dämpfungsanordnung unverlierbar am sie tragenden Untergrund festgelegt werden kann. Der Durchgang kann beispielsweise als Langloch ausgebildet sein. Eine solche Ausführung weist den Vorteil auf, dass die Dämpfungsanordnung bezogen auf entsprechende Befestigungspunkte am Untergrund bezüglich der Längsachse des Langlochs um ein gewisses Ausmaß verschiebbar ist.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei der Befestigungsgeometrie um eine Bohrung, welche sich durch die Dämpfungsanordnung hindurch erstreckt. Hierdurch ist gegenüber der Ausnehmung bzw. dem Langloch die Dämpfungsanordnung an einer definierten Stelle anbringbar.

Die Befestigungsausnehmung kann in Richtung zu einem die Dämpfungsanordnung tragenden Untergrund hin wenigstens zwei aufeinander folgende Ausnehmungsabschnitte umfassen, von welchen der untergrundfernere Ausnehmungsabschnitt eine größere lichte Weite aufweist als der untergrundnähere Ausnehmungsabschnitt. Dabei stellt die lichte Weite den Abstand zwischen zwei den Ausnehmungsabschnitt begrenzenden gegenüberliegenden Wandungen dar, wobei die lichte Weite beispielsweise bei einer Bohrung dem Durchmesser dieser Bohrung entspricht.

In dem untergrundferneren Ausnehmungsabschnitt kann so ein Festlegeabschnitt eines Befestigungsmittels, etwa der Kopf einer Schraube, aufgenommen sein, so dass der Festlegeabschnitt im montierten Zustand der Dämpfungsanordnung sicher näher am Untergrund als eine Auflagerfläche des Dämpferelements liegt, auf welcher das Lastaufnahmemittel oder die Tragstruktur im Betrieb aufliegt. Der Festlegeabschnitt kann dann eine Haltekraft auf den untergrundnäheren Ausnehmungsabschnitt ausüben und so die Dämpfungsanordnung kraft- oder sogar formschlüssig am Untergrund halten.

Vorzugsweise liegen sowohl der bezeichnete untergrundnähere Ausnehmungsabschnitt als auch der bezeichnete untergrundfernere Ausnehmungsabschnitt im starren Trägerelement, da dieses aufgrund seiner Starrheit besser als das Dämpferelement geeignet ist, Befestigungskräfte aufzunehmen. Dies soll jedoch nicht ausschließen, dass sich zumindest der untergrundfernere Ausnehmungsabschnitt in das Dämpferelement hinein erstrecken kann.

Besonders bevorzugt sind der untergrundnähere und der untergrundfernere Ausnehmungsabschnitt mit den bezeichneten unterschiedlichen lichten Weiten als Senkung ausgebildet, so dass der untergrundnähere Ausnehmungsabschnitt von einem Schraubenschaft durchsetzt ist, während der untergrundfernere Ausnehmungsabschnitt einen Schraubenkopf aufnimmt. Dabei kann weiter vorteilhaft eine Kegelsenkung ausgeführt sein, da dies die Verwendung von Schrauben mit flachen Köpfen ermöglicht, so dass der Schraubenkopf bei Anlage an der Kegelsenkung im Trägerelement kaum oder gar nicht in den Bereich des Dämpferelements hineinragt, so dass dem Dämpferelement zur Aufnahme von Stoßkräften ein möglichst großer Verformungsweg zur Verfügung steht.

Die oben beschriebenen Ausnehmungsabschnitte sollen auch den Fall umfassen, dass im Trägerelement ausschließlich eine Kegelsenkung, d. h. ohne einen daran anschließenden zylindrischen Abschnitt, ausgebildet ist. In diesem Falle ist die größere Öffnung der Kegelsenkung als der Ausnehmungsabschnitt mit der größeren lichten Weite und die kleinere Kegelsenkungsöffnung als der Ausnehmungsabschnitt mit der kleineren lichten Weite im Sinne der vorliegenden Anmeldung zu verstehen. Dann geht der untergrundfernere Ausnehmungsabschnitt stufenlos in den untergrundnäheren Ausnehmungsabschnitt mit kleinerer lichten Weite über.

Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass neben dem untergrundferneren Ausnehmungsabschnitt und dem untergrundnäheren Ausnehmungsabschnitt, welche oben bezeichnet sind, weitere Ausnehmungsabschnitte vorgesehen sein können, welche sowohl noch untergrundferner als auch noch untergrundnäher gelegen sein können. In der Regel ist bei Ausbildung des untergrundnäheren und des untergrundferneren Ausnehmungsabschnitts im Trägerelement, wie sie oben beschrieben sind, ein noch untergrundfernerer Ausnehmungsabschnitt mit großer lichter Weite im Dämpferelement vorgesehen, so dass der Festlegeabschnitt des verwendeten Befestigungsmittels durch das Dämpferelement hindurch zum oben bezeichneten untergrundferneren Ausnehmungsabschnitt durchgeschoben werden kann.

Um die Zugänglichkeit zu den Befestigungsausnehmungen in der Gebrauchsstellung des Lastaufnahmemittels zu ermöglichen, ist die Dämpfungsanordnung vorzugsweise an der Tragstruktur angebracht. Zur noch weiteren Verbesserung der Zugänglichkeit der Befestigungsausnehmungen ist der Abstand zwischen nächstliegenden Rändern von Befestigungsausnehmungen bevorzugt derart festgelegt, dass er größer ist als die Breite des Lastaufnahmemittels. Bei einer solchen Anordnung sind die Befestigungsausnehmungen auch dann frei zugänglich, wenn sich das Lastaufnahmemittel in der Gebrauchsstellung an der Tragstruktur abstützt. Ferner weist eine solche Anordnung den Vorteil auf, dass in der Gebrauchsstellung, in welcher sich das Lastaufnahmemittel durch sein Eigengewicht normalerweise an der Tragstruktur abstützt, die in den Befestigungsausnehmungen vorhandenen Befestigungsmittel, beispielsweise Schrauben, gelöst werden können, wobei die Dämpfungsanordnung weiterhin durch das Lastaufnahmemittel an ihrer Position gehalten wird.

Um eine optimale Dämpfungswirkung zu erreichen, ist das Dämpferelement aus Kunststoff, vorzugsweise aus einem Elastomer, wie etwa Gummi, hergestellt. Je nach Dimension des Lastaufnahmemittels und dem maximalen Gewicht der vom Flurförderzeug mittels des Lastaufnahmemittels zu befördernden Lasten, kann das Material des Dämpferelements stärker oder weniger stark elastisch sein, d. h. einen größeren oder kleineren Elastizitätsmodul aufweisen. Hierbei ist es gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung auch denkbar, dass die Dämpfungsanordnung mehrere Dämpferelemente mit unterschiedlichen elastischen Materialeigenschaften aufweist. So kann bei Hintereinanderanordnung mehrerer Dämpferelemente in Stoßwirkungsrichtung bei einem Stoß im Wesentlichen zunächst eine Schicht mit niedrigerem Elastizitätsmodul verformt werden und den Stoß dämpfen. Bei Aufnahme einer Maximallast auf dem Lastaufnahmemittel erfolgt eine Kompression aller vorhandenen Dämpferelemente, wobei dann etwa ein Dämpferelement mit höherem Elastizitätsmodul eine Dämpfungswirkung im Falle eines Stoßes ausübt, da das oben erwähnte Dämpferelement mit geringerer Verformungssteifigkeit unter Maximallast nahezu vollständig komprimiert sein kann.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung bzw. einem weiteren Aspekt der Erfindung ist es bevorzugt, dass sich ein Abstand zwischen einer Aufstandsfläche des Flurförderzeugs und einer zur Aufstandsfläche hinweisenden Unterseite des Lastaufnahmemittels wenigstens abschnittsweise zu wenigstens einem Längsende, vorzugsweise zu beiden Längsenden, des Lastaufnahmemittels hin vergrößert. Vorzugsweise enthält der Abschnitt mit der Abstandsänderung ein Längsende, besonders bevorzugt beide Längsenden, des Lastaufnahmemittels.

Die Vergrößerung des Abstands zwischen der Aufstandsfläche des Flurförderfahrzeugs und der zur Aufstandsfläche hin weisenden Unterseite des Lastaufnahmemittels ist besonders in einem hinteren Bereich des Lastaufnahmemittels sinnvoll, in welchem das Lastaufnahmemittel wie bereits oben beschrieben an der Tragstruktur aufliegt, da beim Überfahren von Bodenunebenheiten mit dem Flurförderzeug eine kleine Auslenkung des Lastaufnahmemittels erfolgen kann. Durch die Vergrößerung des Abstandes zur Aufstandsfläche wird verhindert, dass die Unterseite des hinteren Bereichs des Lastaufnahmemittels bei einer Auslenkung aus der Gebrauchsstellung am Boden aufschlägt, so dass sowohl Beschädigungen am Lastaufnahmeelement als auch am Boden, bzw. der Aufstandsfläche, verhindert werden können. Wenn der Abstand zwischen der Aufstandsfläche und dem vorderen Abschnitt des Lastaufnahmemittels vergrößert wird, bildet sich im vorderen Bereich des Lastaufnahmemittels eine Art Keil aus, welcher das Einführen des Lastaufnahmemittels, bzw. der Gabel des Flurförderzeugs in entsprechende Öffnungen der zu transportierenden Lasten, beispielsweise Paletten, vereinfacht.

Nachfolgend wird eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben, wobei die Figuren darstellen:

1 eine schematische Ansicht eines Lastaufnahmemittels in einer Gebrauchsstellung, einer kurzzeitigen Auslenkstellung und einer Nicht-Gebrauchsstellung;

2 eine vereinfachte perspektivische Darstellung des Abstützpunkts des Lastaufnahmemittels an einer Tragstruktur eines Förderzeugs;

3a-3c eine Dämpfungsanordnung, wobei 3b ein Querschnitt entlang der Linie III-III darstellt und 3c ein Querschnitt entsprechend der Linie IV-IV.

Ein Lastaufnahmemittel 10 ist in 1 in einer durchgezogenen Linie in seiner Gebrauchsstellung dargestellt. In der Gebrauchsstellung stützt sich eine Oberseite 12 an einem Auflagepunkt 14 einer nur schematisch angedeuteten Tragstruktur 16 ab, wobei das Lastaufnahmemittel 10 mittels eines drehbaren Gelenks 18, welches beispielsweise eine an einem Verbindungsstück 20 angeordnete Hülse 22 und einen darin liegenden, an einem nicht weiter dargestellten Bereich der Tragstruktur 16 befestigten Gelenkbolzen 24 umfasst. Das Lastaufnahmemittel 10 kann um die durch den Bolzen 24 im Wesentlichen orthogonal zur Längsrichtung L des Lastaufnahmemittels 10 und orthogonal zur Zeichenebene der 1 erstreckenden Schwenkachse SA verschwenkt werden.

In einer Nicht-Gebrauchsstellung des Lastaufnahmemittels 10, welche als gestrichelte Linie dargestellt ist, ist das Lastaufnahmemittel 10 derart verschwenkt, dass es zur Gebrauchsstellung im Wesentlichen orthogonal steht. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass aufgrund des bezogen auf die Längsachse des Lastaufnahmemittels 10 nicht mittig angeordneten Gelenks 18 ein Drehmoment M wirkt, welches normalerweise eine Schwenkbewegung des Lastaufnahmemittels 10 in die Gebrauchsstellung verursacht. Folglich muss das Lastaufnahmemittel 10 in der Nicht-Gebrauchsstellung mittels nicht dargestellter Festhaltevorrichtungen gesichert werden.

Beim Gebrauch des Förderzeugs wird das Lastaufnahmemittel 10 beispielsweise beim Überfahren von Bodenunebenheiten kurzzeitig aus der Gebrauchsstellung in eine strichpunktiert dargestellte Auslenkstellung bewegt. Dabei schwenkt das Lastaufnahmemittel 10 in Richtung des Pfeils S, wodurch ein vorderer Abschnitt 26 des Lastaufnahmemittels angehoben und ein hinterer Abschnitt 28 des Lastaufnahmemittels 10 abgesenkt wird. Da die Auslenkung in die Auslenkstellung aufgrund der Rückstellwirkung des Drehmoments M nur kurzzeitig stattfindet, schlägt das Lastaufnahmemittel 10 in seinem hinteren Abschnitt 28 mit der Oberseite 12 gegen den Auflagepunkt 14 der Tragstruktur 16.

In 1 ist auch ersichtlich, dass sich sowohl im vorderen Abschnitt 26 als auch im hinteren Abschnitt 28 des Lastaufnahmemittels 10 ein Abstand a zwischen einer Unterseite 30 des Lastaufnahmemittels 10 und der Aufstandsfläche AF des Flurförderzeugs zu den jeweils zugeordneten Längsenden hin vergrößert, was durch eine keilförmige Ausbildung der Abschnitte 26 und 28 erreicht wird.

2 ist eine vereinfachte perspektivische Darstellung des in 1 schematisch dargestellten Auflagepunkts 14, wobei die Blickrichtung von schräg unten gewählt ist.

Die Tragstruktur 16 zeigt in dieser Darstellung einen beweglichen Hubrahmen 32, welcher entlang einem festen Hubständer 34 verfahrbar ist. Ein am beweglichen Hubrahmen 32 verfahrbar gelagerter Gabelträger 36 ist zusammen mit dem Lastaufnahmemittel 10 und einer am Gabelträger 36 angebrachten Dämpfungsanordnung 38 längs des Hubrahmens 32 verschiebbar.

Die Dämpfungsanordnung 38 umfasst ein dem Gabelträger 36 zugewandtes und an diesem anliegendes im Wesentlichen starres Element bzw. Trägerelement 40, mit welchem ein elastisches Dämpfungselement 42 fest verbunden ist. Ein Endabschnitt der Oberseite 12 des Lastaufnahmemittels 10 stützt sich am elastischen Dämpferelement 42 ab, was der in 1 beschriebenen Gebrauchsstellung entspricht.

Die Dämpfungsanordnung 40 ist am Gabelträger 36 mittels zweier Schraubverbindungen befestigt, wobei nur eine Öffnung bzw. Bohrung 44 einer ersten Schraubverbindung dargestellt ist. Bewegt sich das Flurförderzeug über eine Bodenunebenheit, wird durch die Auslenkung des Lastaufnahmemittels 10 zwischen dem Dämpferelement 42 und der Oberseite 12 des Lastaufnahmemittels 10 kurzzeitig ein kleiner Abstand entstehen. Beim Zurückkehren des Lastaufnahmemittels 10 in die Gebrauchsstellung schlägt die Oberseite 12 des Lastaufnahmeelements 10 erneut am elastischen Dämpferelement 42 an, wobei das Dämpferelement 42 einerseits den Stoß auf den Gabelträger 36 und hiermit auf die gesamte Tragstruktur 16 dämpft und die Lärmentwicklung stark vermindert.

3a zeigt eine Dämpfungsanordnung 38 mit dem starren Element bzw. Trägerelement 40 und dem damit verbundenen elastischen Dämpferelement 42. Das elastische Dämpferelement 42 kann aus Kunststoff, beispielsweise Gummi, Polyurethan, Kunststoff auf Silikonbasis oder dergleichen gebildet sein, wobei sich das Dämpferelement 42 im Vergleich zum Trägerelement 40 durch einen niedrigeren Elastizitätsmodul auszeichnet, beispielsweise um einen Faktor 15-25 niedrigeren Elastizitätsmodul, wodurch bei einem Aufschlagen der Oberseite 12 des Lastaufnahmemittels 10 an der Dämfpungsanordnung 38 im Wesentlichen das Dämpferelement 42 verformt wird und das Trägerelement 40 nur in vernachlässigbarem Ausmaß verformt wird. Der zwischen nächstliegenden Innenrändern der Bohrungen 44 gemessene Abstand c zwischen den beiden Bohrungen 44 ist derart gewählt, dass er größer ist als die Breite b des Lastaufnahmemittels 10. Wie bereits erwähnt und wie unter erneutem Bezug auf 2 ersichtlich, sind in einer solchen Ausführung die Bohrungen 44 und somit auch die darin befindlichen Verbindungsschrauben auch in der Gebrauchsstellung des Lastaufnahmemittels 10 gut zugänglich. Jede Bohrung 44 ist im Wesentlichen im gleichen Abstand d zum Rand des Lastaufnahmemittels 10 angeordnet.

Der in 3b dargestellte Querschnitt entlang der Linie III-III der 3a weist auf seiner bezogen auf die Figurenausrichtung unteren Seite das elastische Dämpferelement 42 auf, welches mit dem darüber liegenden starren Element 40 verbunden ist. Die beiden Öffnungen 44 zeigen im Querschnitt, dass sie im Bereich des Dämpferelements 42 als zylindrische Bohrung 46 und im Bereich des starren Elements 40 als Kegelsenkung 48 ausgebildet sind. Ferner ist in 3b zusätzlich ein Abstandselement 43 dargestellt, welches auf dem Trägerelement 40 angeordnet ist. Das Abstandselement weist Bohrungen 45 auf, in welchen ein nicht dargestellter Schraubenschaft aufgenommen werden kann. Die Ausbildung der Bohrung 44 ist in 3c in einem vergrößerten Querschnitt noch deutlicher dargestellt, wobei die horizontal verlaufende gestrichelte Linie einen in der Bohrung 44 versenkten Schraubenkopf 50 darstellt. Wie bereits erwähnt, wird durch die Ausbildung einer Öffnung bzw. Bohrung 44 in der dargestellten Art und Weise verhindert, dass Befestigungskräfte auf das elastische Dämpferelement 42 wirken und dass dessen elastische Verformung durch darin befindliche Schrauben behindert bzw. begrenzt wird.


Anspruch[de]
  1. Flurförderzeug mit wenigstens einem länglichen Lastaufnahmemittel (10) und einer das Lastaufnahmemittel (10) stützenden Tragstruktur (16), wobei das Lastaufnahmemittel (10) mit der Tragstruktur (16) verbunden ist und um eine Schwenkachse (SA) relativ zur Tragstruktur (16) zwischen einer Gebrauchsstellung und Nicht-Gebrauchsstellung verschwenkbar ist, wobei sich das Lastaufnahmemittel (10) in der Gebrauchsstellung an der Tragstruktur (16) abstützt dadurch gekennzeichnet, dass am Lastaufnahmemittel (10) oder/und an der Tragstruktur (16) eine Dämpfungsanordnung (38) vorgesehen ist, die wenigstens ein elastisches Dämpferelement (42) aufweist.
  2. Flurförderzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsanordnung (38) wenigstens ein im Wesentlichen starres Element (40), vorzugsweise ein Stahlelement, umfasst, mit welchem das Dämpferelement (42) fest verbunden ist und welches an der Tragstruktur (16) oder/und dem Lastaufnahmemittel (10) anordenbar oder angeordnet ist.
  3. Flurförderzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsanordnung (38) ferner wenigstens ein Abstandselement (43) umfasst, welches zwischen dem Dämpferelement (42), vorzugsweise zwischen dem starren Element (40) und dem die Dämpfungsanordnung (38) tragenden Untergrund (10) anordenbar oder angeordnet ist.
  4. Flurförderzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsanordnung (38) wenigstens eine Befestigungsgeometrie (44), insbesondere eine Befestigungsausnehmung, vorzugsweise einen Befestigungsdurchgang, besonders bevorzugt eine Befestigungsbohrung (44) aufweist.
  5. Flurförderzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsgeometrie (44) eine Befestigungsausnehmung ist, welche in Richtung zu einem die Dämpfungsanordnung (38) tragenden Untergrund hin wenigstens zwei aufeinander folgende Ausnehmungsabschnitte (46, 48) umfasst, von welchen der untergrundfernere Ausnehmungsabschnitt (46) eine größere lichte Weite aufweist als der untergrundnähere Ausnehmungsabschnitt (48).
  6. Flurtörderzeug nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (c) zwischen Befestigungsausnehmungen (44) größer ist als die Breite (b) des Lastaufnahmemittels (10).
  7. Flurtörderzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsanordnung (38) an der Tragstruktur (16) angebracht ist.
  8. Flurförderzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpferelement (42) aus Kunststoff, vorzugsweise aus einem Elastomer, wie etwa Gummi, hergestellt ist.
  9. Flurtörderzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich ein Abstand (a) zwischen einer Aufstandsfläche (AF) des Flurtörderzeugs und einer zur Aufstandsfläche (AF) hin weisenden Unterseite (30) des Lastaufnahmemittels (10) wenigstens abschnittsweise zu wenigstens einem Längsende (38) des Lastaufnahmemitels (10) hin vergrößert.
  10. Flurförderzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Abstand (a) zwischen der Aufstandsfläche (AF) des Flurförderzeugs und der Unterseite (30) des Lastaufnahmemittels (10) zu beiden Längsenden (26, 28) des Lastaufnahmemittels (10) hin vergrößert.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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