PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005033790A1 02.03.2006
Titel Druckmaschine
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Luckhardt, Ulrich, 69115 Heidelberg, DE;
Zuber, Mathias, 74921 Helmstadt-Bargen, DE
DE-Anmeldedatum 20.07.2005
DE-Aktenzeichen 102005033790
Offenlegungstag 02.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.03.2006
IPC-Hauptklasse B41F 31/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B41F 7/26(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Eine Druckmaschine (24) umfasst einen Druckformzylinder (22), eine erste Walze (1), eine zweite Walze (2), eine dritte Walze (3), eine vierte Walze (4), eine Feuchtauftragwalze (16) und eine Walzenschaltstellung, in der die erste Walze (1) an der Feuchtauftragwalze (16) der dritten Walze (3) und der vierten Walze (4) anliegt, die zweite Walze (2) an der Feuchtauftragwalze (16) anliegt und die Feuchtauftragwalze (16) an dem Druckformzylinder (22) anliegt.
In dieser Walzenschaltstellung liegt auch die zweite Walze (2) an der dritten Walze (3) an.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Druckmaschine, mit einem Druckformzylinder, einer ersten Walze, einer zweiten Walze, einer dritten Walze, einer vierten Walze, einer Feuchtauftragwalze und einer Walzenschaltstellung, in der die erste Walze an der Feuchtauftragwalze, der dritten Walze und der vierten Walze anliegt, die zweite Walze an der Feuchtauftragwalze anliegt und die Feuchtauftragwalze an dem Druckformzylinder anliegt, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

In DE 199 11 568 A1, welche den nächstliegenden Stand der Technik bildet, liegt die zweite Walze ausschließlich an der Feuchtauftragwalze an. Es hat sich aber im nachhinein herausgestellt, dass eine solche Walzenkonfiguration einerseits hinsichtlich eines Ausgleichs unterschiedlicher Emulsionskonzentrationen auf der Feuchtauftragwalze und andererseits hinsichtlich einer schnellen Einstellung eines stabilen Gleichgewichts zwischen dem Feuchtmittel und der Druckfarbe im Farbwerk noch verbesserungsbedürftig ist.

In DE 195 01 146 C1, welche ferneren Stand der Technik bildet, liegt die erste Walze nur an der Feuchtauftragwalze und der dritten Walzen an.

Noch ferneren Stand der Technik bilden die DE 34 34 647 C2, DE 37 06 602 A1 und DE 87 16 847 U1.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine der eingangs genannten Gattung entsprechende Druckmaschine mit gründlicherem Ausgleich der Emulsionskonzentration auf der Feuchtauftragwalze zu schaffen. Diese Aufgabe wird durch eine Druckmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die erfindungsgemäße Druckmaschine umfasst einen Druckformzylinder, eine erste Walze, eine zweite Walze, eine dritte Walze, eine vierte Walze und eine Feuchtauftragwalze. Außerdem sind die genannten Walzen der erfindungsgemäßen Druckmaschine derart gelagert, dass eine Walzenschaltstellung einstellbar ist, in der die erste Walze an der Feuchtauftragwalze, der dritten Walze und der vierten Walze anliegt und somit gleichzeitig an den drei verschiedenen Walzen anliegt. Besagter Walzenschaltstellung der Druckmaschine ist es weiterhin eigen, dass in dieser Walzenschaltstellung die zweite Walze an der Feuchtauftragwalze anliegt und die Feuchtauftragwalze an dem Druckformzylinder anliegt. Das Besondere an der Walzenschaltstellung ist, dass in dieser Walzenschaltstellung außer der ersten Walze auch die zweite Walze an der dritten Walze anliegt. In besagter Walzenschaltstellung liegen also beide Walzen – die erste Walze und die zweite Walze – sowohl an der Feuchtauftragwalze als auch gleichzeitig an der dritten Walze an.

Zur Einstellung besagter Walzenschaltstellung ist es nicht zwingend erforderlich, eine jede der zuvor genannten Walzen zu verstellen, beispielsweise kann die erste Walze ortsfest gelagert sein, so dass die erste Walze beim Einstellen der Walzenschaltstellung nicht mit verstellt wird. Beispielsweise kann die Feuchtauftragwalze an den und von dem Druckzylinder an- und abstellbar gelagert sein, wobei zum Einstellen der Walzenschaltstellung die Feuchtauftragwalze an den Druckformzylinder angestellt wird. Falls zum Einstellen der Walzenschaltstellung mehrerer der genannten Walzen verstellt werden, können diese Walzenverstellungen gleichzeitig oder nacheinander erfolgen.

Ein Zusatzvorteil der erfindungsgemäßen Druckmaschine ist in der besonders schnellen Einstellung des stabilen Druckfarbe-Feuchtmittel-Gleichgewichts im Farbwerk zu sehen.

In den Unteransprüchen sind Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Druckmaschine genannt, die nachfolgend im Einzelnen kurz erläutert werden.

Bei einer Weiterbildung liegt in der Walzenschaltstellung die dritte Walze an keiner anderen Walze außer der ersten Walze und der zweiten Walze an.

Bei einer anderen Weiterbildung liegt in der Walzenschaltstellung die dritte Walze nicht nur an der ersten Walze und der zweiten Walze, sondern darüber hinaus gleichzeitig an einer fünften Walze an.

Diese fünfte Walze kann gemäß einer weiteren Weiterbildung eine sich axial hin- und herbewegende Farbreibwalze sein.

Eine weitere Weiterbildung hat zum Inhalt, dass besagte fünfte Walze und ein Zahnrad miteinander koaxial angeordnet sind, so dass die Rotation der fünften Walze über das Zahnrad angetrieben werden kann. Die fünfte Walze wird somit formschlüssig rotativ angetrieben.

Bei einer weiteren Weiterbildung ist die erste Walze eine sich axial hin- und herbewegende Farbreibwalze.

Gemäß einer weiteren Weiterbildung ist koaxial mit der ersten Walze ein Zahnrad angeordnet, über welches die erste Walze rotativ angetrieben ist. Demgemäß ermöglicht das Zahnrad einen formschlüssigen Antrieb der Rotation der ersten Walze.

Bei einer weiteren Weiterbildung ist die vierte Walze eine Farbauftragwalze und liegt die vierte Walze in besagter Walzenschaltstellung an dem Druckformzylinder an.

Weitere funktionelle und konstruktiv vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele und der dazugehörenden Zeichnung.

In dieser zeigen:

14: ein erstes Ausführungsbeispiel, bei dem in der erfindungsgemäßen Walzenschaltstellung die dritte Walze an der fünften Walze anliegt,

5: ein zweites Ausführungsbeispiel, bei dem in der erfindungsgemäßen Walzenschaltstellung die dritte Walze ausschließlich an der ersten Walze und der zweiten Walze anliegt, und

6: ein drittes Ausführungsbeispiel, welches eine Modifikation des zweiten Ausführungsbeispiels ist.

Einander entsprechende Bauteile sind in den 1 bis 6 mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.

1 zeigt eine Druckmaschine 24 mit einem Offset- Druckwerk 23, das einen Druckformzylinder 22, ein Farbwerk 20 und ein Feuchtwerk 21 umfasst.

Das Farbwerk 20 und das Feuchtwerk 21 sind in einer ersten Walzenschaltstellung für den Druckbetrieb, die in 1 gezeigt ist, miteinander über eine erste Walze 1 und eine zweite Walze 2 verbunden. Die erste Walze 1 ist eine erste Farbreibwalze und die zweite Walze 2 ist eine erste Übertragwalze. Das Farbwerk 20 umfasst weiterhin eine dritte Walze 3 und eine vierte Walze 4. Die dritte Walze 3 ist eine zweite Übertragwalze und die vierte Walze 4 ist eine erste Farbauftragswalze. Außerdem umfasst das Farbwerk 20 eine fünfte Walze 5 als zweite Farbreibwalze, eine dritte Farbreibwalze 6 und eine vierte Farbreibwalze 7.

Die Rotation jeder Farbreibwalze 1, 5, 6, 7 ist formschlüssig angetrieben, wie dies am Beispiel eines mit der ersten Walze 1 drehfest verbundenen Zahnrades 6 und eines mit der zweiten Farbreibwalze 5 drehfest verbundenen Zahnrades 25 dargestellt ist. Auch die axiale Rangierbewegung jeder Farbreibwalze 1, 5, 6 und 7 ist formschlüssig und nicht frikativ angetrieben.

Das Farbwerk 20 umfasst eine dritte Übertragwalze 10, eine vierte Übertragwalze 11 und eine fünfte Übertragwalze 12. Jede Übertragwalze 2, 3, 10, 11 und 12 liegt in der ersten Walzenschaltstellung, welche in 1 dargestellt ist, an mindestens zwei benachbarten Walzen gleichzeitig an. Letztlich umfasst das Farbwerk 20 eine Farbkastenwalze 15, eine Heberwalze 9, eine zweite Farbauftragwalze 13 und eine dritte Farbauftragwalze 14.

Das Feuchtwerk 21 umfasst eine Feuchtauftragwalze 16, eine Tauchwalze 19, eine Dosierwalze 18, welche in der ersten Walzenschaltstellung als Ubertragwalze an der Feuchtauftragwalze 16 und der Tauchwalze 19 gleichzeitig anliegt, und eine Feuchtreibwalze 17, welche permanent – d. h. in jeder Walzenschaltstellung – und ausschließlich an der Feuchtauftragwalze 16 anliegt. Sowohl die Rotation der Feuchtreibwalze 17 als auch deren Changierbewegung ist formschlüssig angetrieben. Die Auftragwalzen 4, 13, 14 und 16, welche in der ersten Walzenschaltstellung am Druckformzylinder 22 anliegen, und die Übertragwalzen 2, 3, 10, 11 und 12 weisen jeweils eine gummi-elastische Umfangsoberfläche auf und sind jeweils ausschließlich über Umfangsoberflächen-Frikation rotativ angetrieben. Die erste Walze 1 liegt permanent an zwei benachbarten Walzen gleichzeitig an, nämlich an der Feuchtauftragwalze 16 und an der dritten Walze 3. Die zweite Walze 2 liegt permanent an der Feuchtauftragwalze 16 an.

In der ersten Walzschaltstellung und in einer zweiten Walzenschaltstellung für den Druckbetrieb, die in 2 gezeigt ist, liegt die zweite Walze 2 nicht nur an der Feuchtauftragwalze 16, sondern gleichzeitig auch an der dritten Walze 3 an. In der ersten Walzenschaltstellung und in einer dritten Walzenschaltstellung für den Druckbetrieb, die in 3 gezeigt ist, liegt die erste Walze 1 an drei benachbarten Walzen gleichzeitig an, nämlich an der Feuchtauftragwalze 16, an der dritten Walze 3 und außerdem an der vierten Walze 4.

Die Besonderheit der in 1 gezeigten ersten Walzenschaltstellung besteht darin, dass die dritte Walze 3 und somit das Farbwerk 20 über zwei parallel-geschaltete Walzen, nämlich die erste Walze 1 und die zweite Walze 2, mit der Feuchtauftragwalze 16 und somit mit dem Feuchtwerk 21 zur Bildung eines sogenannten Farb- und Feuchtwerkes gekoppelt ist. Dabei sind die erste Walze 1 und die zweite Walze 2 als sogenannte Bypass-Walzen zwischen der dritten Walze 3, welche eine Farbwerkswalze ist, und der Feuchtauftragwalze 16, welche eine Feuchtwerkwalze ist angeordnet.

Das Feuchtwerk 21 lässt sich aus der ersten (vgl. 1) in die zweite (vgl. 2) Walzenschaltstellung umschalten, indem die Feuchtauftragwalze 16 von der ersten Walze 1 abgestellt wird, und lässt sich aus der ersten (vgl. 1) in die dritte (vgl. 3) Walzenschaltstellung umschalten, indem die zweite Walze 2 von der dritten Walze 3 abgestellt wird.

4 zeigt eine ebenso wie die anderen Walzenschaltstellungen in Abhängigkeit von den Erfordernissen des jeweiligen Druckauftrags wahlweise einstellbare, vierte Walzenschaltstellung für den Druckbetrieb, in welcher das Feuchtwerk 21 von dem Farbwerk 20 abgekoppelt ist. In der vierten Walzenschaltstellung ist die Feuchtauftragwalze 16 von der ersten Walze 1 abgestellt und ist die zweite Walze 2 von der dritten Walze 3 abgestellt.

5 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Druckmaschine 24, das bis auf die nachfolgend erläuterten Unterschiede mit dem ersten Ausführungsbeispiel identisch ist. Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel hat die Druckmaschine 24 nur eine einzige Walzenschaltstellung für den Druckbetrieb, die in 5 zeichnerisch dargestellt ist, und eine oder mehrere anderen Walzenschaltstellungen für vom Druckbetrieb verschiedene Betriebsmodi, wie z. B. für die Druckunterbrechung und für das sogenannte Vorfeuchten. Beim zweiten Ausführungsbeispiel liegt die dritte Walze 3 zwar an der ersten Walze 1 und an der zweiten Walze 2 an, wie dies auch beim ersten Ausführungsbeispiel der Fall ist, jedoch nicht an der fünften Walze 5. An der fünften Walze 5 liegt eine sechste Übertragwalze 27 an, welche auch an der ersten Walze 1 und an der vierten Übertragwalze 11 anliegt. Die sechste Übertragwalze 27 liegt also an drei benachbarten Walzen gleichzeitig an, nämlich an der ersten Walze 1, an der fünften Walze 5 und an der vierten Übertragwalze 11.

6 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der Druckmaschine 24, welches sich vom zweiten Ausführungsbeispiel (vgl. 5) nur dadurch unterscheidet, dass die sechste Übertragungswalze 27 nicht mehr an der ersten Walze 1 anliegt. Beim dritten Ausführungsbeispiel liegt die sechste Übertragwalze 27 jedoch nach wie vor an der fünften Walze 5 und gleichzeitig an der vierten Übertragwalze 11 an.

1erste Walze (erste Farbreibwalze) 2zweite Walze (erste Übertragwalze) 3dritte Walze (zweite Übertragwalze) 4vierte Walze (erste Farbauftragwalze) 5fünfte Walze (zweite Farbreibwalze) 6dritte Farbreibwalze 7vierte Farbreibwalze 8 9Heberwalze 10dritte Übertragwalze 11vierte Übertragwalze 12fünfte Übertragwalze 13zweite Farbauftragwalze 14dritte Farbauftragwalze 15Farbkastenwalze 16Feuchtauftragwalze 17Feuchtreibwalze 18Dosierwalze 19Tauchwalze 20Farbwerk 21Feuchtwerk 22Druckformzylinder 23Offset-Druckwerk 24Druckmaschine 25Zahnrad 26Zahnrad 27sechste Übertragwalze

Anspruch[de]
  1. Druckmaschine (24), mit einem Druckformzylinder (22), einer ersten Walze (1), einer zweiten Walze (2), einer dritten Walze (3), einer vierten Walze (4), einer Feuchtauftragwalze (16) und einer Walzenschaltstellung, in der die erste Walze (1) an der Feuchtauftragwalze (16), der dritten Walze (3) und der vierten Walze (4) anliegt, die zweite Walze (2) an der Feuchtauftragwalze (16) anliegt und die Feuchtauftragwalze (16) an dem Druckformzylinder (22) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass in der Walzenschaltstellung auch die zweite Walze (2) an der dritten Walze (3) anliegt.
  2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Walzenschaltstellung die dritte Walze (3) ausschließlich an der ersten Walze (1) und der zweiten Walze (2) anliegt.
  3. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Walzenschaltstellung die dritte Walze (3) an einer fünften Walze (5) anliegt.
  4. Druckmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die fünfte Walze (5) eine changierende Farbreibwalze ist.
  5. Druckmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass koaxial mit der fünften Walze (5) ein Zahnrad (25) angeordnet ist, über welches die fünfte Walze (5) rotativ angetrieben ist.
  6. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Walze (1) eine changierende Farbreibwalze ist.
  7. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass koaxial mit der ersten Walze (1) ein Zahnrad (26) angeordnet ist, über welches die erste Walze (1) rotativ angetrieben ist.
  8. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die vierte Walze (4) eine Farbauftragwalze (13, 14) ist und in der Walzenschaltstellung an dem Druckformzylinder (22) anliegt.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com