PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10101125B4 09.03.2006
Titel Bogenanleger
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Hefftler, Victor, Dr.-Ing., 01640 Coswig, DE;
Diem, Guntram, Dipl.-Ing., Wien, AT;
Sommer, Norbert, Kaltenleutgeben, AT
DE-Anmeldedatum 12.01.2001
DE-Aktenzeichen 10101125
Offenlegungstag 18.07.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.03.2006
IPC-Hauptklasse B65H 11/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B65H 3/08(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      B65H 5/20(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      B65H 9/14(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      B65H 9/06(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Bogenanleger mit einem Bogentrenner zum taktweisen Vereinzeln der Bogen von einem Bogenstapel und Transportieren zu einem Bändertisch, der zwei mindestens von einem Transportband umschlungene Bänderwalzen und die Bogen einer bogenverarbeitenden Maschine zuführt, wobei einer der Bänderwalzen ein Antrieb zugeordnet ist, der das Transportband mit einer Geschwindigkeit antreibt, die während eines Taktes erhöht und zum Taktende hin verringert wird, mit einer periodisch aus einer senkrecht nach oben gerichteten, mit ihrem freien Ende über das Niveau des obersten Bogens des Bogenstapels herausragenden Ausgangslage in eine in Transportrichtung weisende Transportlage verbringbaren Bogenklappe sowie mit einer periodisch an die dem Bogenstapel zugewandte Bänderwalze anstellbaren, den vereinzelten Bogen in Wirkverbindung mit dem Transportband bringende Taktwalze.

Bei derartigen Bogenanlegern ist es bekannt, die Arbeitsorgane direkt im Arbeitstakt der bogenverarbeitenden Maschine mittels Kurvenmechanismen anzutreiben, wobei jeder Kurvenmechanismus stetig angetrieben wird.

Um zu vermeiden, dass der jeweils vorderste Bogen des von dem Bändertisch geförderten Bogenstroms beim Ausrichten nach der Vorderkante von den dazu verwendeten Vordermarken zurückspringt, wird die Transportgeschwindigkeit des Bändertisches durch ein Übertragungsgetriebe während eines Arbeitstaktes erhöht und zum Ende des Arbeitstaktes hin verringert (DE 35 44 359 C1).

Es ist auch aus der DE 31 38 540 A1 bekannt, einer Bogenzuführeinrichtung einen separaten Antrieb zuzuordnen und diesen mittels einer Steuerelektronik dem Antrieb der Druckmaschine nachzuführen. Weiterhin ist es bekannt, einzelnen Arbeitsorganen oder in Baugruppen zusammengefassten Arbeitsorganen eines Bogenanlegers jeweils einen Antrieb zuzuordnen und diese Antriebe mittels einer Steuerelektronik zu steuern, wobei der den Bändertisch treibender Antrieb so angesteuert wird, dass die Transportbänder zu Beginn eines Arbeitstaktes beschleunigt und am Ende verzögert werden.

Nachteilig ist der zur Realisierung erforderliche hohe Aufwand.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen weiteren gattungsgemäßen Bogenanleger zu schaffen, der mit einfachen Mitteln zu realisieren ist.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des einzigen Anspruchs gelöst. Durch die erfindungsgemäße Lösung ist es möglich, den Bogenanleger antriebsseitig zu vereinfachen.

An einem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen

1: eine schematische Seitenansicht eines Bogenanlegers mit einem Bändertisch

2: ein Kurvengetriebe.

In 1 ist ein Bogenanleger 1 mit einem aus Bogen 2 bestehenden Bogenstapel 3 dargestellt. Im Bogenanleger 1 ist ein Bogentrenner 4 mit einem Tasterfuß 5 sowie mit Trennsaugern 6 und Transportsaugern 7 vorgesehen. An der in einer Transportrichtung 8 gesehenen vorderen Seite des Bogenstapels 3 ist eine Bogenklappe 9 angeordnet. Dem Bogenanleger 1 ist ein Bändertisch 10 nachgeordnet, der aus einer dem Bogenstapel 3 zugewandten Bänderwalze 11 und einer abgewandten Bänderwalze 12 besteht, die von mindestens einem Transportband 13 umschlungen werden. Mit der dem Bogenstapel 3 zugewandten Bänderwalze 11 korrespondiert eine Taktwalze 14, welche periodisch im Arbeitstakt gegen die Bänderwalze 11 gesteuert wird. Der Bogenanleger 1 wird durch einen Antrieb 15 angetrieben. Der Antrieb 15 kann z.B. als eine direkte Kopplung mit der nachgeordneten bogenverarbeitenden Maschine oder als ein Elektromotor, der mit der nachgeordneten Maschine verknüpft ist, ausgebildet sein.

Dem Antrieb 15 ist ein Übertragungsgetriebe 16 nachgeordnet, welches die gleichförmige Bewegung des Antriebs 15 in eine ungleichförmige Bewegung derart umwandelt, dass zu Beginn des Arbeitstaktes eine Geschwindigkeitserhöhung erfolgt, während die Geschwindigkeit zum Arbeitstaktende hin wieder verringert wird. Das Übertragungsgetriebe 16 ist direkt mit einer der Bänderwalzen 11, 12, im Ausführungsbeispiel mit der dem Bogenstapel 3 zugewandten Bänderwalze 11 verbunden. Damit werden die Transportbänder 13 entsprechend einem Geschwindigkeitsverlauf folgend angetrieben, so dass zum Arbeitstaktbeginn bei einer geringen Geschwindigkeit die Übergabe der Bogen 2 an das Transportband erfolgt und dieses jeweils mit einer geringen Geschwindigkeit an nicht dargestellten Vordermarken mit der Vorderkante angelegt werden.

Die mit der Bänderwalze 11 korrespondierende Taktwalze 14 wird im Arbeitstakt gegen die Bänderwalze 11 gesteuert wird und so den von den Trennsaugern 6 vereinzelten und durch die Transportsauger 7 zum Bändertisch 10 transportierten Bogen 2 gegen das Transportband 13 geführt. Die zwischen der dem Bogenstapel 3 zugewandten Bänderwalze 11 und dem Bogenstapel 3 vorgesehene Bogenklappe 9 ist im Arbeitstakt aus einer senkrecht nach oben gerichteten, am Bogenstapel 3 anliegenden und mit dem freien Ende über das Niveau des obersten Bogen 2 des Bogenstapels 3 herausragenden Ausgangslage in eine in Transportrichtung 8 weisende, den Zwischenraum zwischen dem Bogenstapel 3 und der Bänderwalze 11 überbrückenden Transportlage verbringbar ausgeführt.

Die Taktwalze 14 wird von einem Taktwalzengetriebe 17, das mit einer Kurvenscheibe 17.1 versehen ist und die Bogenklappe 9 von einem Klappenwellengetriebe 18, das eine Kurvenscheibe 18.1 aufweist, angetrieben. Das Taktwalzengetriebe 17 und das Klappenwellengetriebe 18 sind mit dem Übertragungsgetriebe 16 verbunden. Ebenfalls mit dem Übertragungsgetriebe 16 ist ein den Tasterfuß 5 treibendes Tasterfußgetriebe 19, ein die Trennsauger 6 treibendes Trennsaugergetriebe 20 und ein die Transportsauger 7 treibendes Transportsaugergetriebe 21 verbunden. Das Tasterfußgetriebe ist mit einer Kurvenscheibe 19.1, das Trennsaugergetriebe 20 mit einer Kurvenscheibe 20.1 und das Transportsaugergetriebe 21 mit einer Kurvenscheibe 21.1 versehen. Da der Antrieb des Taktwalzengetriebes 17, des Klappenwellengetriebes 18, des Tasterfußgetriebes 19, des Trennsaugergetriebes 20 und des Transportsaugergetriebes 21 mit einer ungleichförmigen Bewegung pro Arbeitstakt erfolgt, ist es erforderlich, um eine Zuordnung bzw. Abstimmung der einzelnen Arbeitsorgane realisieren zu können, die den Kurvenscheiben 17.1, 18.1, 19.1, 20.1 und 21.1 aufgeprägten Gesamtübertragungsfunktionen unter Zugrundelegung des ungleichförmigen Antriebs auszubilden.

Allgemein gilt bei einer mit einer konstanten Geschwindigkeit und einem Antriebswinkel &phgr; umlaufenden sowie mit einer Gesamtübertragungsfunktion fL versehenen Kurvenscheibe, dass ein Rollenhebel mit einem Abtriebswinkel &PSgr;L folgt, wobei &PSgr;L = fL(&phgr;) ist. Bei einem Gestellabstand G, einer Rollenhebellänge L, einem Rollendurchmesser DR und einem Grundkreisradius RG ergeben sich in bekannter Weise die Rollenmittelpunktkoordinaten RM, PM und die Kurvenkoordinaten RK, PK wie folgt:

Da aber der Antrieb des Bogenanlegers 1 mit einer ungleichförmigen Geschwindigkeit erfolgt, gilt &PSgr;A = fA(&phgr;).

Für eine Kurvenscheibe mit einer Gesamtübertragungsfunktion fL mit einem Rollenhebel mit der Rollenhebellänge L ergibt sich ein Abtriebswinkel &PSgr;L = fL (&PSgr;A).

Bei einem Gestellabstand G, einem Rollendurchmesser DR und einem Grundkreisradius RG ergeben sich die Mittelpunktkoordinaten RK, PK wie folgt:

1Bogenanleger 2Bogen 3Bogenstapel 4Bogentrenner 5Tasterfuß 6Trennsauger 7Transportsauger 8Transportrichtung 9Bogenklappe 10Bändertisch 11zugewandte Bänderwalze 12abgewandte Bänderwalze 13Transportband 14Taktwalze 15Antrieb 16Übertragungsgetriebe 17Taktwalzengetriebe 17.1Kurvenscheibe 18Klappenwellengetriebe 18.1Kurvenscheibe 19Tasterfußgetriebe 19.1Kurvenscheibe 20Trennsaugergetriebe 20.1Kurvenscheibe 21Transportsaugergetriebe 21.1Kurvenscheibe &phgr;Antriebswinkel fLGesamtübertragungsfunktion &PSgr;LAbtriebswinkel für Rollenhebel GGestellabstand LRollenhebellänge RGGrundkreisradius DRRollendurchmesser

Anspruch[de]
  1. Bogenanleger mit einem Bogentrenner zum taktweisen Vereinzeln der Bogen von einem Bogenstapel und Transportieren zu einem Bändertisch, der zwei mindestens von einem Transportband umschlungene Bänderwalzen aufweist und die Bogen einer bogenverarbeitenden Maschine zuführt, wobei einer der Bänderwalzen ein Antrieb zugeordnet ist, der das Transportband mit einer Geschwindigkeit antreibt, die während eines Taktes erhöht und zum Taktende hin verringert wird, mit einer periodisch aus einer senkrecht nach oben gerichteten, mit ihrem freien Ende über das Niveau des obersten Bogen des Bogenstapels herausragenden Ausgangslage in eine in Transportrichtung weisende Transportlage verbringbare Bogenklappe sowie mit einer periodisch an die dem Bogenstapel zugewandte Bänderwalze anstellbaren, die vereinzelten Bogen in Wirkverbindung mit dem Transportband bringende Taktwalze, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb des Bogenanlegers (1) innerhalb eines Taktes mit einer ungleichförmigen Geschwindigkeit mittels eines Antriebes (15) und eines diesem nachgeordneten Übertragungsgetriebes (16) erfolgt und der Antrieb

    – der Bogenklappe (9) durch ein eine Kurvenscheibe (18.1) enthaltendes Klappenwellengetriebe (18),

    – der Taktwalze (14) durch ein eine Kurvenscheibe (17.1) enthaltendes Taktwalzengetriebe (17),

    – des Tasterfußes (5) durch ein eine Kurvenscheibe (19.1) enthaltendes Tasterfußgetriebe (19),

    – der Trennsauger (6) durch ein eine Kurvenscheibe (20.1) enthaltendes Trennsaugergetriebe (20) und

    – der Transportsauger (7) durch ein eine Kurvenscheibe (21.1) enthaltendes Transportsaugergetriebe (21) erfolgt, wobei die Getriebe (17, 18, 19, 20, 21) jeweils mit dem Übertragungsgetriebe (16) verbunden sind und den Kurvenscheiben (17.1, 18.1, 19.1, 20.1, 21.1) jeweils eine Gesamtübertragungsfunktion aufgeprägt ist, die die erforderlichen Bewegungsaufgaben bei einem ungleichförmigen Antrieb realisieren.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com