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Dokumentenidentifikation DE102004014522B4 09.03.2006
Titel Vorrichtung zum Transport von Bogen
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Zimmermann, Hans, 01855 Sebnitz, DE;
Hefftler, Victor, Dr.-Ing., 01640 Coswig, DE;
Großmann, Karsten, 01689 Weinböhla, DE
DE-Anmeldedatum 23.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004014522
Offenlegungstag 20.10.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.03.2006
IPC-Hauptklasse B65H 29/04(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B65H 29/02(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      B41F 21/08(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      B65H 5/14(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport von Bogen von den Druckwerken zum Bogenablagestapel einer Druckmaschine, bestehend aus mindestens einem auf Kettenbahnen geführten Greiferwagen mit Greifersystemen zum Erfassen und Führen der Bogen und bestehend weiterhin aus Vorderkantengreifern zum Erfassen der Vorderkanten der Bogen und Ablegen der Bogen auf den Bogenstapel.

Bei der Gestaltung von Greiferwagen der oben beschriebenen Art wird eine flache Form angestrebt, um aerodynamischen Anforderungen und den Einbaubedingungen zu genügen. Dieser Leichtbau führt aber dazu, dass sich die Greiferwagen bei Belastungen jeder Art verformen, was zur ungenauen Übergabe/Übernahme der Bogen führt.

Aus der US 2,198,385 ist ein Greiferwagen bekannt, der sich im Übergabebereich vom letzten Bogenführungszylinder zum Greiferwagen mittig über eine Kurvenrolle auf einer Kurvenscheibe abstützt. Damit soll der Fliehkraft bei der Umlenkung des Greiferwagens entgegen gewirkt werden.

Mit DE 21 57 993 B der soll dem oben genannten Problem begegnet werden, indem über die Breite des Greiferwagens die Höhen der Greiferauflagen jeweils von außen zur Mitte hin entsprechend der Biegelinie des Greiferwagens bei Belastung abnehmen. Dadurch soll der durch die Fliehkräfte erzeugten Durchbiegung begegnet werden.

Nachteilig an beiden Lösungen ist, dass bei der Übergabe des Bogens an die Vorderkantengreifer die Vorderkante der Bogen keine gerade Linie bildet. Das heißt, die Greifer des Greifersystems sind nicht auf einer Höhe. Die Ursache dafür ist, dass sich der Greiferwagen im Bereich der Bogenübergabe infolge seines Eigengewichts durchbiegt. Auch durch die Lösung nach DE 21 57 993 B der kann eine Kompensation der Durchbiegung nicht erreicht werden. Das führt zum Verformen des Bogens bis hin zum Einreißen an kritischen Stellen.

Aus der DE 34 32 036 A1 ist eine Vorrichtung zum Transport von Bogen auf einen Bogenstapel bekannt, die einen Vorderkantengreifer verwendet, um antransportierte Bogen auf dem Stapel kantengenau abzulegen.

Die DE 43 30 393 A1 verwendet zur Ablage von Bogen zweiteilige Greiferwagen, die in der Mitte der Greiferwagen abgestützt werden.

Die Aufgabe der Erfindung liegt daher in der Entwicklung einer Einrichtung, durch die alle Greifer des Greifersystem eines einteiligen Greiferwagens im Bereich der Übergabe der Bogen vom Greiferwagen an die Vorderkantengreifer auf gleiche Höhe gebracht werden.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des 1. Anspruchs gelöst. Diese Lösung ermöglicht eine funktionssichere Übergabe der Bogen.

Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die dazugehörigen Zeichnungen haben folgende Bedeutung:

1 Schematische Darstellung der Bogenauslage einer Bogenoffset-Rotationsdruckmaschine mit Bogenstapel und Greiferwagen-Führungsbahn.

2 Darstellung der Abstützung des Greiferwagens

3 Darstellung der Abstützung des Greiferwagens in einer vereinfachten Schnittdarstellung, Blick in Richtung der Anlage der Druckmaschine

Wie aus der 1 ersichtlich, weist die dargestellte Bogenauslage einer Bogenoffset-Rotationsdruckmaschine ein unteres Kettenumlenkrad 2 auf, dem der letzte bogenführende Zylinder 1 der Druckmaschine zugeordnet ist. Über eine auf einer Kettenbahn 8 geführten Kette steht das untere Kettenumlenkrad 2 mit einem oberen Kettenumlenkrad 3 in Wirkverbindung. Die Kette führt mindestens einen Greiferwagen 4, der mit Greifersystemen 41 zum Erfassen und Transportieren der Bogen 72 versehen ist. In 1 wird zur Vereinfachung der Darstellung nur ein Greiferwagen 4 gezeigt.

Im waagerechten Teil der Kettenbahn 8, im Bereich unterhalb des oberen Kettenumlenkrads 3, befindet sich der Bogenablagestapel 7, auf dem die durch die Greifersysteme 41 des Greiferwagen 4 geführten Bogen 72 abgelegt werden.

Für die sichere und exakte Ablage der Bogen 72 auf dem Bogenablagestapel 7 werden Vorderkantengreifer 5 eingesetzt. Diese werden durch ein hier nicht näher dargestelltes Vorderkantengreifergetriebe 51 so bewegt, dass sie von den Greifersystemen 41 des Greiferwagens 4 die Bogen 72 übernehmen, verlangsamen, in den Bereich des Bogenablagestapel-Anschlags 71 führen und auf dem Bogenablagestapel 7 ablegen.

Aus der 2 ist die Bogenübergabe/Bogenübernahme im Moment der Übernahme des Bogens 72 durch die Vorderkantengreifer 5 dargestellt. Die Richtung der Bewegung des Vorderkantengreifers 5 ist durch einen Pfeil symbolisiert, die Endlage des Vorderkantengreifers 5 ist durch unterbrochene Körperkanten angedeutet.

In der 2 ist weiterhin die erfindungsgemäße Greiferwagen-Abstützung 6 dargestellt. Diese ist im Gestell der Druckmaschine gelagert und weist eine Nutkurve 61 auf, in der eine mit dem Greiferwagen 4 verbundene Kurvenrolle 42 läuft. Die Nutkurve 61 ist in Richtung ihrer Längsachse durch einen Stellschlitz 614 auf einen Teil in einen Nutkurvenoberteil 613 und einem Nutkurvenunterteil 615 getrennt. Das Nutkurvenunterteil 615 weist eine Rollenlauffläche 611 mit einem Einlaufbereich 612 auf und ist in seiner Lage zu Nutkurvenoberteil 613 einstellbar. Das erfolgt durch die Kombination einer Hohldruckschraube 62 mit einer Zugschraube 63. Dabei wird durch die Hohldruckschraube 62 die Lage eingestellt und durch die Zugschraube 63 das Nutkurvenunterteil 615 gegen die Hohldruckschraube 62 gezogen und damit die Lage des Nutkurvenunterteils 615 fixiert. Die Schraubengewinde der Hohldruckschraube 62 und der Zugschraube 63 sind so gewählt, das eine exakte Justierung ermöglicht wird.

Die 3 zeigt die mittige Lage der erfindungsgemäßen Greiferwagen-Abstützung 6 mit der Kurvenrolle 42, den Greiferwagen 4 und die Kettenbahn 8. Dabei ist erkennbar, dass die gestellseitige Lagerung der Greiferwagen-Abstützung 6 über ein Traverse 617 erfolgt.

Zur Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung:

Der durch die Greifersysteme 41 des Greiferwagens 4 vom bogenführenden Zylinder 1 übernommene Bogen 72 wird in Richtung des Bogenablagestapels 7 gefördert. Oberhalb des Bogenstapels läuft die Kurvenrolle 42 über den Einlaufbereich 612 in die Nutkurve 61 ein. Die Rollenlauffläche 611 ist durch die oben dargestellten Mittel so eingestellt, dass der Greiferwagen 4 derartig verformt wird, dass alle Greifersysteme 41 auf horizontal gleiches oder weitgehend horizontal gleiches Niveau gebracht werden.

In dieser Phase kann dann die Übergabe des Bogens an die Vorderkantengreifer 5 erfolgen.

1bogenführender Zylinder 2unteres Kettenumlenkrad 3oberes Kettenumlenkrad 4Greiferwagen 41Greifersysteme 42Kurvenrolle 5Vorderkantengreifer 51Vorderkantengreifergetriebe 6Greiferwagen-Abstützung 61Nutkurve 611Rollenlauffläche 612Einlaufbereich 613Nutkurvenoberteil 614Stellschlitz 615Nutkurvenunterteil 617Traverse 62Hohldruckschraube 63Zugschraube 7Bogenablagestapel 71Bogenablagestapel-Anschlag 72Bogen 8Kettenbahn

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Transport von Bogen in Druckmaschinen von den Druckwerken zum Bogenablagestapel, bestehend aus mindestens einem auf Kettenbahnen (8) geführten, einteiligen Greiferwagen (4) mit Greifersystemen (41) zum Erfassen und Führen der Bogen (72) und bestehend weiterhin aus Vorderkantengreifen (5) zum Erfassen der Vorderkanten der Bogen (72) und Ablegen der Bogen (72) auf dem Bogenablagestapel (7), dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung (6) zum Abstützen des Greiferwagens (4) im Übergabe/Übernahmebereich zwischen den Greifersystemen (41) und den Vorderkantengreifern (5) vorgesehen ist.
  2. Vorrichtung zum Transport von Bogen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Greiferwagen-Abstützung (6) der Mitte des Greiferwagens (4) zugeordnet ist.
  3. Vorrichtung zum Transport von Bogen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Greiferwagen-Abstützung (6) eine Nutkurve (61) aufweist, die mit einer dem Greiferwagen (4) zugeordneten Kurvenrolle (42) korrespondiert.
  4. Vorrichtung zum Transport von Bogen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage der Nutkurve (61) stellbar ist.
  5. Vorrichtung zum Transport von Bogen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutkurve (61) eine feinjustierbare Stelleinrichtung (62; 63) zugeordnet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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