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Dokumentenidentifikation DE102004038056B3 09.03.2006
Titel Heißkanaldüse
Anmelder Otto Männer Innovation GmbH, 79353 Bahlingen, DE
Erfinder Selak, Vincenc, Rhinau, FR
Vertreter Dimmerling, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 76185 Karlsruhe
DE-Anmeldedatum 05.08.2004
DE-Aktenzeichen 102004038056
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.03.2006
IPC-Hauptklasse B29C 45/30(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
Zusammenfassung Eine Heißkanaldüse 1 für Spritzgießformen, mit einem Düsenkörper 2, welcher einen mit einer Düsenaustrittsöffnung 10 verbundenen Durchtrittskanal 11 hat und an welchem ein Thermoelement 3 befestigbar ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Düsenkörper 2 eine Klemmhülse 4 angeordnet ist, welche an ihrer Innenseite eine Ausnehmung 5 aufweist, die durch einen Durchbruch 6 von außen zugänglich ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Heißkanaldüse nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, für Spritzgießformen, mit einem Düsenkörper, welcher einen mit einer Düsenaustrittsöffnung verbundenen Durchtrittskanal hat, und an welchem ein Thermoelement befestigbar ist.

Eine derartige Heißkanaldüse wird von der Anmelderin bereits seit längerem Hergestellt und ist beispielsweise aus einer „Montageanleitung – geklemmtes Düsenheizband" der Otto Männer Vertriebs GmbH, 79353 Bahlingen a.K. (01/2004) bekannt.

Bei der bekannten Spritzgießdüse wird ein Thermofühler, welcher zur Messung der Temperatur des Düsenkörpers im Bereich der Düsenaustrittsöffnung vorgesehen ist, in eine im Bereich der Düsenaustrittsöffnung ausgebildete sich in das Innere des Düsenkörpers erstreckende Ausnehmung gesteckt.

Der Thermofühler ist regelmäßig in einem Röhrchen angeordnet, durch welches sich auch die Zuleitung des Thermofühlers erstreckt. Da auf dem Düsenkörper eine Heizwicklung angeordnet wird, darf der Thermofühler beziehungsweise das Röhrchen, in dem der Thermofühler angeordnet ist und durch das sich die Zuleitung des Thermofühlers erstreckt, nicht aus dem Düsenkörper hervorstehen. Deshalb weist der Düsenkörper ausgehend von der Ausnehmung eine sich in axialer Richtung erstreckende Nut auf, in welcher die Zuleitung des Thermofühlers beziehungsweise das Röhrchen angeordnet ist.

Da sich die Ausnehmung in das Innere des Düsenkörpers erstreckt, die Nut jedoch in axialer Richtung des Düsenkörpers verläuft, ist es erforderlich, das vordere Ende des Röhrchens an dem der Thermofühler angeordnet ist, abzuwinkeln. Da der Thermofühler aus Gründen einer möglichst guten Wärmeleitung im Grund der Ausnehmung mit dem Düsenkörper Kontakt haben soll, muß die Abwinklung sehr präzise erfolgen. Dies ist sehr aufwendig.

Des weiteren wirken sich Unebenheiten der Heizwicklung nachteilig auf die Kraft aus, mit der der Thermofühler auf den Grund der Ausnehmungen gepreßt wird. Die Kraft ist nicht immer gleich groß. Dies resultiert in einen von Heißkanaldüse zu Heißkanaldüse unterschiedlichen Wärmeübergangswiderstand zwischen dem Thermoelement und dem Düsenkörper.

Ein unterschiedlicher Wärmeübergangswiderstand zwischen dem Thermofühler und dem Düsenkörper wirkt sich jedoch nachteilig auf die Meßgenauigkeit aus. Dies hat zur Folge, daß die mittels des Thermoelements gemessene Temperatur des Düsenkörpers im Bereich der Düsenaustrittsöffnung nicht bei jeder Düse denselben Wert hat. Dies ist insbesondere bei Spritzgießformen mit mehreren Heißkanaldüsen sehr nachteilig, da unterschiedliche Temperaturen eine unterschiedliche Fließfähigkeit des Kunststoffs bewirken, was eine unterschiedliche Konstitution des herzustellenden Produkts und damit einen Qualitätsverlust zur Folge haben kann.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine eingangs genannte Heißkanaldüse derart auszubilden, daß an ihrem Düsenkörper ein Thermoelement auf einfache Weise zuverlässig und mit einem geringen Wärmeübergangswiderstand anordenbar ist.

Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Gemäß der Erfindung ist eine Heißkanaldüse für Spritzgießformen, mit einem Düsenkörper, welcher einen mit einer Düsenaustrittsöffnung verbundenen Durchtrittskanal hat, und an welchem ein Thermoelement befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Düsenkörper eine Klemmhülse angeordnet ist, welche an ihrer Innenseite eine Ausnehmung aufweist, die durch einen Durchbruch von außen zugänglich ist.

Dadurch, daß die Ausnehmung an der Innenseite der Klemmhülse ausgebildet ist, bildet die Ausnehmung mit dem Düsenkörper einen Hohlraum, in dem das Thermoelement mit direktem Kontakt zu dem Düsenkörper anordenbar ist. Da die Ausnehmung durch einen Durchbruch von außen zugänglich ist, läßt sich ein Thermoelement, welches in der Regel zwar ein Thermofühler ist, jedoch auch ein Heizelement sein kann, auf einfache Weise von außen in die Ausnehmung einbringen.

Das Thermoelement und die Ausnehmung können so ausgebildet sein, daß das Thermoelement unter einem Druck mit dem Düsenkörper in Kontakt steht, wenn es in der Ausnehmung angeordnet ist.

Als sehr vorteilhaft hat sich eine Ausführungsform der Erfindung herausgestellt, bei der die Klemmhülse verdrehbar auf dem Düsenkörper angeordnet ist. Hierdurch läßt sich das Thermoelement auf einfache Weise in der Ausnehmung der Klemmhülse anordnen. Es braucht lediglich durch den Durchbruch gesteckt zu werden und die Klemmhülse nach dem Einstecken des Thermoelements verdreht zu werden. Hierdurch befindet sich das Thermoelement in dem durch die Ausnehmung und den Düsenkörper gebildeten Hohlraum.

Bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß sich die Ausnehmung und der Durchbruch in axialer Richtung der Klemmhülse bis an das untere Ende der Klemmhülse erstrecken. Dies hat den Vorteil, daß sich ein Thermoelement, welches sich über die Klemmhülse hinaus erstreckt, in dem von der Ausnehmung und dem Düsenkörper gebildeten Raum anordnen läßt. Insbesondere läßt sich hierdurch ein Thermoelement, welches auf herkömmliche Art und Weise in einem Röhrchen angeordnet ist, in dem durch die Ausnehmung und den Düsenkörper gebildeten Raum anordnen. In vorteilhafter Weise ist es hierbei nicht mehr erforderlich, das Ende des Röhrchens, in dem sich das Thermoelement befindet, abzuwinkeln.

Als besonders vorteilhaft hat sich eine Ausführungsform der Erfindung herausgestellt, bei der sich die Tiefe der Ausnehmung in Richtung des Hülsenumfangs verringert. Hierdurch wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß das Thermoelement beim Verdrehen der Klemmhülse zwischen die Wandung der Ausnehmung und dem Düsenkörper geklemmt wird. Es ist somit gewährleistet, daß das Thermoelement mit dem Düsenkörper in Kontakt steht, wodurch sich ein geringer Wärmeübergangswiderstand ergibt.

Sehr vorteilhaft bei der letztgenannten Ausführungsform ist es, wenn die Verringerung der Tiefe nach einer Kurve erfolgt. Hierdurch kann erreicht werden, daß einerseits eine zuverlässige Klemmung des Thermoelements erfolgt und andererseits die Wandung des Thermoelements mit der Wandung der Ausnehmung über einen größeren Bereich in Kontakt steht. Entspricht der Kurvenverlauf beispielsweise an der dem Durchbruch abgewandten Seite der Ausnehmung dem Radius des Thermoelements, steht das Thermoelement mit einem Vierteil seiner Mantelfläche mit der Klemmhülse in Kontakt.

Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß auf dem Düsenkörper eine Wärmeleithülse fest angeordnet ist. Durch die Wärmeleithülse wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß der Düsenkörper nicht als Stufenzylinder ausgebildet werden muß. Weist die Wärmeleithülse denselben Innendurchmesser und Außendurchmesser wie die Klemmhülse auf, so kann der Düsenkörper zylinderförmig ausgebildet sein, ohne daß sich der Außendurchmesser des aus Düsenkörper und Hülsen bestehenden Elements am unteren Ende der Klemmhülse ändert.

In vorteilhafter Weise weist die Wärmeleithülse einen sich in axialer Richtung der Wärmeleithülse erstreckenden Schlitz auf. In den Schlitz kann die Zuleitung des Thermoelements beziehungsweise ein sich über die Länge der Klemmhülse hinaus erstreckender Teil des Röhrchens gelegt werden. Die Wärmeleithülse ist so ausgebildet, daß die Wärmeleithülse klemmend auf dem Düsenkörper angeordnet werden kann.

In vorteilhafter Weise besteht die Wärmeleithülse und/oder die Klemmhülse aus einem Material mit einem Wärmeleitwert von wenigstens 100 Watt pro Meter Kelvin. Als sehr gut hat sich hierfür eine Kupferlegierung herausgestellt.

Dadurch, daß die Hülsen einen geringen Wärmewiderstand aufweisen und der Düsenkörper einen um die Dicke der Hülsen verringerten Radius hat, ist in vorteilhafter Weise der Wärmewiderstand zwischen der Heizwicklung, die nun auf den Hülsen angeordnet ist, und dem Durchtrittskanal sehr gering. Des weiteren wird durch die Hülsen erreicht, daß sich die von der Heizwicklung erzeugte Wärme sehr gut verteilt.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines besonderen Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung.

Es zeigt

1 eine erfindungsgemäß ausgebildete Heißkanaldüse in Explosionsdarstellung,

2 die in 1 dargestellte Heißkanaldüse im Zusammenbau mit einem Thermofühler in einer Stellung, in der der Durchbruch der Klemmhülse mit dem Schlitz der Wärmeleithülse fluchtet,

3 einen Querschnitt entlang der Schnittlinie A-A der in 2 dargestellten Heißkanaldüse,

4 die in 1 dargestellte Heißkanaldüse im Zusammenbau mit einem Thermofühler in einer Stellung, in der der Durchbruch der Klemmhülse mit dem Schlitz der Wärmeleithülse nicht fluchtet, und

5 einen Querschnitt entlang der Schnittlinie A-A der in 4 dargestellten Heißkanaldüse.

Wie 1 entnommen werden kann, erstreckt sich durch einen Düsenkörper 2 einer Heißkanaldüse 1 ein Durchtrittskanal 11 für Schmelze, welcher in eine Düsenaustrittsöffnung 10 mündet. Der Düsenkörper 2 ist zylinderförmig ausgebildet. Der Einfachheit halber ist der der Düsenaustrittsöffnung 10 abgewandte Teil des Düsenkörpers 2 nicht vollständig dargestellt, da dieser Teil in herkömmlicher Weise ausgebildet ist.

Auf den Düsenkörper 2 wird eine Wärmeleithülse 8 aus einer Kupferlegierung aufgeschoben, welche einen sich in axialer Richtung erstreckenden Schlitz 9 aufweist. Die Wärmeleithülse 8 ist so ausgebildet, daß sie klemmend auf dem Düsenkörper 2 sitzt. Der Schlitz 9 der Wärmeleithülse 8 ist so breit, daß in ihn ein Röhrchen 3, in welchem am vorderen Ende ein Thermofühler angeordnet ist, vollständig eingebracht werden kann.

Oberhalb der Wärmeleithülse 8 ist eine Klemmhülse 4 angeordnet. Die Klemmhülse 4 besteht aus einer Kupferlegierung. Sie ist so ausgebildet, daß sie verdrehbar auf dem Hülsenkörper 2 angeordnet ist.

Wie insbesondere den 3 und 5 entnommen werden kann, weist die Klemmhülse 4 an ihrer Innenseite eine Ausnehmung 5 auf, welche durch einen Durchbruch 6 von außen zugänglich ist. Die Ausnehmung 5 sowie der Durchbruch 6 erstrecken sich bis an das untere Ende der Klemmhülse 4. Die Klemmhülse 4 weist eine Öffnung 7 auf, in welche eine Nase eines Werkzeugs zum Verdrehen der Klemmhülse 4 einsteckbar ist.

Oberhalb der Klemmhülse 4 wird ein Isolierring 13 angeordnet, mittels dem die Klemmhülse 4 auf dem Düsenkörper 2 gesichert wird.

Die Breite des Durchbruchs 6 ist so bemessen, daß das Röhrchen 3, in dem der Thermofühler angeordnet ist, durch den Durchbruch 6 hindurchtreten kann.

Wie insbesondere den 3 und 5 entnommen werden kann, verringert sich die Tiefe der Ausnehmung 5 in Richtung des Hülsenumfangs. An ihrer dem Durchbruch 6 abgewandten Seite verläuft die Tiefe der Ausnehmung 5 nach einem Radius, der in etwa dem Radius des Röhrchens 3 entspricht.

Bei den in den 2 und 3 gewählten Darstellungen ist die Klemmhülse 4 so auf dem Düsenkörper 2 angeordnet, daß der Durchbruch 6 mit dem Schlitz 9 der Wärmeleithülse 8 fluchtet. Hierdurch läßt sich das gerade verlaufende Röhrchen 3 in den Durchbruch 6 und in den Schlitz 9 einbringen. Hierbei kommt es mit dem Düsenkörper 2 in Kontakt.

Nachdem das Röhrchen 3 in den Durchbruch 6 und in den Schlitz 9 eingebracht wurde, wird die Klemmhülse 4 auf dem Düsenkörper 2 verdreht. Die in den 4 und 5 gewählte Darstellung zeigt die Klemmhülse 4 nach ihrer Verdrehung. Die Richtung der Verdrehung ist in 5 durch einen Pfeil 12 dargestellt.

Wie insbesondere 5 entnommen werden kann, befindet sich das Röhrchen 3 nach der Verdrehung der Klemmhülse in einem durch die Wandung der Ausnehmung 5 und den Düsenkörper 2 gebildeten Hohlraum. Dadurch, daß sich die Tiefe der Ausnehmung 5 in Richtung des Hülsenumfangs verringert, wird das Röhrchen 3 durch die Verdrehung der Klemmhülse 5 in Richtung des Pfeils 12 auf den Düsenkörper 2 aufgepreßt. Hierdurch entsteht ein guter mechanischer Kontakt, wodurch der Wärmeübergangswiderstand zwischen dem Röhrchen 3 und dem Düsenkörper 2 sehr gering und im wesentlichen bei allen Heißkanaldüsen gleich ist.


Anspruch[de]
  1. Heißkanaldüse (1) für Spritzgießformen, mit einem Düsenkörper (2), welcher einen mit einer Düsenaustrittsöffnung (10) verbundenen Durchtrittskanal (11) hat, und an welchem ein Thermoelement (3) befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Düsenkörper (2) eine Klemmhülse (4) angeordnet ist, welche an ihrer Innenseite eine Ausnehmung (5) aufweist, die durch einen Durchbruch (6) von außen zugänglich ist.
  2. Heißkanaldüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmhülse (4) verdrehbar auf dem Düsenkörper angeordnet ist.
  3. Heißkanaldüse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Ausnehmung (5) und der Durchbruch (6) in axialer Richtung der Klemmhülse (4) bis an das untere Ende der Klemmhülse (4) erstrecken.
  4. Heißkanaldüse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Tiefe der Ausnehmung (5) in Richtung des Hülsenumfangs verringert.
  5. Heißkanaldüse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verringerung der Tiefe nach einer Kurve erfolgt.
  6. Heißkanaldüse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Düsenkörper (2) eine Wärmeleithülse (8) fest angeordnet ist.
  7. Heißkanaldüse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeleithülse (8) einen sich in axialer Richtung der Wärmeleithülse (8) erstreckenden Schlitz (9) aufweist.
  8. Heißkanaldüse nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeleithülse (8) und/oder die Klemmhülse (4) aus einem Material mit einem Wärmeleitwert von wenigstens 100 Watt pro Meter Kelvin bestehen beziehungsweise besteht.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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