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Dokumentenidentifikation DE202005015420U1 09.03.2006
Titel Heizrohrleitung
Anmelder Pollmeier, Thomas, 33758 Schloß Holte-Stukenbrock, DE
Vertreter Habbel & Habbel, 48151 Münster
DE-Aktenzeichen 202005015420
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 09.03.2006
Registration date 02.02.2006
Application date from patent application 30.09.2005
IPC-Hauptklasse F16L 9/02(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse F24D 3/10(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft eine Heizrohrleitung gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruches.

Derartige Heizrohrleitungen sind bereits aus der Praxis bekannt und dienen der Erwärmung von Gebäuden, in denen es z. B. darauf ankommt, möglichst effektiv und kostengünstig eine Erwärmung eines großen Raumes zu bewirken, wobei derartige Heizrohrleitungen beispielsweise in dem Innenraum von Stallungen verwendet werden, um das Stallinnere zu erwärmen.

Diese Heizrohrleitungen werden beispielsweise von erwärmtem Wasser durchströmt und geben die Wärme des Heizmediums über die Wärmeleitfähigkeit des Materials dieser Leitungen an die Abstrahlkörper ab, die von der eigentlichen Leitung abstehend ausgebildet sind. Über die Abstrahlkörper wird die Wärme des Heizmediums großflächig an die Umgebung der Heizrohrleitung abgegeben.

Bei den bekannten Heizrohrleitungen wird für die vom Heizmedium durchflossene Leitung üblicherweise ein Durchmesser von einem halben Zoll verwandt und die Heizleistung dieser bekannten Heizrohrleitungen kann daher insbesondere bei erhöhtem Wärmeabgabebedarf der Heizrohrleitung als unzureichend empfunden werden. Insbesondere kann der Fall eintreten, daß bei einer entsprechenden großen Länge der Heizrohrleitung es zu einem verfrühten Abkühlen des Heizmediums kommen kann oder aber das Heizmedium muß eine sehr hohe Eingangstemperatur in die Heizrohrleitung aufweisen, um auch bis zum Ende der Heizrohrleitungsstrecke einen gewissen erforderlichen Wärmegehalt aufweisen, um zu einer gleichmäßigen Erwärmung z. B. eines Gebäudeinneren beizutragen.

Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Heizrohrleitung derart auszubilden, daß sie bei günstiger Herstellbarkeit eine im Vergleich zu den bekannten Heizrohrleitungen erhöhte Heizleistung und eine erhöhte Rentabilität aufweist, um die Kosten bei der Erwärmung von z. B. Gebäudeinnenräumen bei gleichzeitiger einfacher Bedienbarkeit zu senken.

Diese der Neuerung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die Lehre des kennzeichnenden Teiles des Hauptanspruches gelöst.

Mit anderen Worten ausgedrückt wird eine Heizrohrleitung vorgeschlagen, die anstatt des üblichen ½ Leitungsdurchmesser einen höheren Durchmesser aufweist, um bei einer gleichen Länge der Heizrohrleitung im Vergleich zu den bekannten eine höhere Wärmeabgabe zu ermöglichen. Während die bekannten ½ zölligen Heizrohrleitungen bereits seit langem in der Praxis bekannt sind, ist es eine überraschende Lösung, allein durch eine Vergrößerung des Leitungsdurchmessers zu einer deutlich spürbaren erhöhten Wärmeabgabeleistung der Heizrohrleitung zu gelangen, indem der Leitungsdurchmesser erhöht wird.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Neuerung sind in den Unteransprüchen erläutert.

Zum Beispiel hat es sich in Versuchen als vorteilhaft herausgestellt, Durchmesser der Leitung als ½ Zoll auszubilden, so daß bei beispielsweise einem laufenden Meter der neuerungsgemäßen Heizrohrleitung eine höhere Energie bzw. Wärmeabgabe möglich ist als bei den aus der Praxis bekannten. Hierdurch ist es möglich, entweder die Heizrohrleitung gemäß der Neuerung kürzer auszubilden, um hierdurch Anschaffungskosten einzusparen bzw. ist es möglich, die neuerungsgemäßen Heizrohrleitungen mit einer geringeren Vorlauftemperatur des Heizmediums zu betreiben, wodurch wiederum Energiekosten für die Erwärmung des Heizmediums eingespart werden.

In vorteilhafter Weise weist die Leitung einen wesentlichen runden Querschnitt auf, um einen möglichst strömungsgünstigen Querschnitt aufzuweisen.

In vorteilhafter Weise kann die Heizrohrleitung mit mindestens zwei Abstrahlkörpern ausgebildet sein, die sich z. B. gleichmäßig am Außenumfang der Leitung befinden können, um eine effektive, gleichmäßige Wärmeabgabeleistung zu ermöglichen.

In vorteilhafter Ausgestaltung kann der bzw. können die Abstrahlkörper ungerade ausgebildet sein, insbesondere wellenartig, um bei einer relativ kurzen Gesamtlänge eine besonders große Abstrahlfläche für die Wärmeenergie des durch die Leitung fließenden Heizmediums zu ermöglichen.

Eine besonders gute Wärmeabstrahlung der Heizrohrleitung ist dann gegeben, wenn die Abstrahlkörper oder die Leitung oder beide dieser Elemente eine dunkle, insbesondere schwarze Oberfläche aufweisen. Hierzu können sie z. B. schwarz eloxiert sein.

Ausführungsbeispiele der Neuerung sind in den Zeichnungen dargestellt, wobei

1 ein Ausführungsbeispiel einer Heizrohrleitung in einer Schnittdarstellung darstellt,

2 zeigt das gleiche Ausführungsbeispiel in einer perspektivischen Ansicht,

3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Heizrohrleitung im Schnitt und

4 zeigt das gleiche Ausführungsbeispiel entsprechend 3 in einer perspektivischen Darstellung.

Bezugnehmend auf die 1 und 2 besteht eine Heizrohrleitung 1 im wesentlichen aus einer Leitung 2, die rohrförmig ausgebildet ist und die der Aufnahme und Weiterleitung von Heizmedium dient, z. B. Wasser. Die Leitung 2 ist umgeben von einer Rohrwandung 3, die in diesem Ausführungsbeispiel rund ausgebildet ist, um eine besonders effektive Leitung des Heizmediums innerhalb der Leitung zu ermöglichen.

Am Außenumfang der Leitung 2 sind Abstrahlkörper 4, 5 und 6 ausgebildet, die mit der Rohrwandung 3 verbunden sind, und in diesem Ausführungsbeispiel sind sowohl die Rohrwandung 3 als auch die Abstrahlkörper 4, 5 und 6 einteilig ausgebildet und aus Metall, z. B. Kupfer, hergestellt. Die Abstrahlkörper 4, 5 und 6 dienen der Wärmeabgabe und sie werden aufgrund der Wärmeleitfähigkeit über die Rohrwandungen 3, die von dem Heizmedium erhitzt werden, erwärmt. Im Ausführungsbeispiel entsprechend 1 und 2 sind die Abstrahlkörper 5, 6 an ihrem der Leitung abgewandten Ende abgewinkelt, um hierdurch die Abstrahlfläche zu erhöhen. Auch sind die Abstrahlkörper 5, 6 und die Rohrwandungen 3 in vorteilhafter Weise dunkel oder sogar schwarz, um die Wärmeabstrahlung zu erhöhen, z. B. durch eine entsprechende Eloxierung dieser Bauteile.

Die Leitung 2 selbst ist in diesem Ausführungsbeispiel mit einem Innendurchmesser von ¾ Zoll ausgebildet, so daß im Vergleich zu den bekannten 0,5 Zoll-Leitungen ein erheblich größeres Volumen an Heizmedium durch die Leitung 2 gefördert werden kann, so daß bei im Vergleich zu den bekannten Heizrohrleitungen gleicher Länge der neuerungsgemäßen Heizrohrleitungen eine stärkere Erwärmung der Umgebung der Heizrohrleitung 1 erreicht werden kann bzw. es können bei gleichbleibender Wärmeabgabe im Vergleich zu den bekannten Heizrohrleitungen die neuerungsgemäßen Leitungen kürzer ausgebildet sein.

Bezugnehmend auf die 3 und 4 ist wiederum eine Heizrohrleitung 1 dargestellt mitsamt einer auch in diesem Ausführungsbeispiel rund ausgebildeten Leitung 2, wobei in diesem Ausführungsbeispiel lediglich zwei Abstrahlkörper 7, 8 verwendet werden, die wiederum mit der Rohrwandung 3 der Leitung 2 verbunden sind. Die Abstrahlkörper 7, 8 sind wiederum gleichmäßig über den Außenumfang der Leitung 2 verteilt, d. h. sie liegen sich in diesem Ausführungsbeispiel gegenüber.

Die Abstrahlkörper 7, 8 sind in diesem Ausführungsbeispiel ungerade ausgebildet und weisen eine wellenartige Struktur mit Erhebungen 9 und Tälern 10 auf, um bei einem relativ geringen Abstand zwischen dem Fuß 11 zu der Leitung 2 abgewandten Ende 12 eine möglichst großflächige Abstrahlfläche auszubilden. Wie aus 4 ersichtlich wird, sind die Abstrahlkörper 7, 8 flächig ausgebildet und weisen im wesentlichen die gleiche Länge auf wie die Rohrleitung 2 selbst.

Selbstverständlich können die Abstrahlkörper in ihrer Anzahl bzw. in ihrem äußeren Erscheinungsbild gegenüber den dargestellten Ausführungsbeispielen abgewandelt werden und z. B. eine andere Profilierung erhalten als die in den 3 oder 4 dargestellte wellenartige Ausbildung.

Mehrere Heizrohrleitungen 1 können hintereinander angeordnet werden, so daß durch sie über eine weite Strecke durch die Leitungen 2 das Heizmedium fließen kann.


Anspruch[de]
  1. Heizrohrleitung mit einer vom Heizmedium durchflossenen Leitung (2) und mit mindestens einem von der Leitung (2) abstehenden Abstrahlkörper (4, 5, 6, 7, 8), der mit der Leitung (2) verbunden ist und an der Außenseite der Leitung (2) ausgebildet ist, gekennzeichnet durch die Leitung (2), die einen Durchmesser von über 0,5 Zoll aufweist.
  2. Heizrohrleitung gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Leitung (2), die einen Durchmesser von 0,75 Zoll aufweist.
  3. Heizrohrleitung gemäß Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch die mit im wesentlichen rundem Querschnitt ausgebildete Leitung (2).
  4. Heizrohrleitung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens zwei mit der Leitung (2) verbundene Abstrahlkörper (4, 5, 6, 7, 8).
  5. Heizrohrleitung gemäß Anspruch 4, gekennzeichnet durch die gleichmäßig am Außenumfang der Leitung (2) angeordneten Abstrahlkörper (4, 5, 6, 7, 8).
  6. Heizrohrleitung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die ungerade ausgebildeten Abstrahlkörper (5, 6, 7, 8).
  7. Heizrohrleitung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Abstrahlkörper (7, 8), die eine sich mehrfach wiederholende Profilierung aufweisen.
  8. Heizrohrleitung gemäß Anspruch 7, gekennzeichnet durch die wellenartig ausgebildeten Abstrahlkörper (7, 8).
  9. Heizrohrleitung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die schwarz ausgebildete Oberfläche, zumindest der Abstrahlkörper (4, 5, 6, 7, 8).
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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