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Dokumentenidentifikation DE102004035370A1 16.03.2006
Titel Herstellung einer Papiermaschinen-Bespannung
Anmelder Voith Fabrics Patent GmbH, 89522 Heidenheim, DE
Erfinder Sayers, Ian, Lancs, GB
DE-Anmeldedatum 21.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004035370
Offenlegungstag 16.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.03.2006
IPC-Hauptklasse D21F 7/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Papiermaschinen-Bespannung, umfassend die folgenden Schritte:
- elektrostatisches Aufladen ausgewählter Flächen einer elektrostatisch aufladbaren Oberfläche,
- Auftragen eines trockenen Materials auf die Oberfläche, wobei das trockene Material veranlasst wird, an den ausgewählten Flächen zu haften,
- Entfernen von nicht haftendem Material,
- Schmelzen des trockenen Materials, das an den ausgewählten Flächen haftet, und gleichzeitig
- Aufbringen des geschmolzenen trockenen Materials auf einer ausgedehnten Oberfläche, wodurch ein ausgedehnter, planarer Artikel gebildet wird.
Des weiteren betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft die Herstellung einer Papiermaschinen-Bespannung und von anderen industriellen Stoffen, wie Formungsstoffen, Pressfilzen, Trocknerstoffen, Durchströmtrocknerstoffen ("through-air dryer fabrics" – TAD-Stoffen), hydrodynamische Verwirbelungssieben und Übertragungsstoffen zur Verwendung in einer Papiermaschine. Die Stoffe der Erfindung finden auch als Übertragungs-/Förderstoffe in anderen Maschinen als Papiermaschinen Anwendung und können zum Beispiel als Förderstoffe oder als Siebe für eine Lateximprägnierung herkömmlicher luftabgelegter Materialien, zur Stützung von Formungssieben, die beim Schmelzblasen oder in der Herstellung eines spinngebundenen Vliesstoffs verwendet werden, benutzt werden.

Papier wird üblicherweise hergestellt, indem ein Papierfaserstoff, der für gewöhnlich aus einer Ausgangsaufschlämmung von Zellulosefasern, auf einen Formungsstoff oder zwischen zwei Formungsstoffen in einem Formungsabschnitt befördert wird, wobei die naszierende Schicht dann durch einen Pressabschnitt und schließlich durch einen Trocknungsabschnitt einer Papiermaschine geleitet wird. Im Falle von standardmäßigen Tissue-Papiermaschinen wird die Papierbahn von dem Pressstoff auf einen Yankee-Trocknungszylinder übertragen und dann gekreppt, oder aber, die Bahn wird auf moderneren Maschinen mit Hilfe eines Monofilamentgewebegitter-Trocknerstoffes vom Formungsstoff zu einem Durchströmtrockner befördert, wonach ein Yankee-Zylinder folgt.

Papiermaschinen-Bespannung wird im Wesentlichen dazu verwendet, die Papierbahn durch diese verschiedenen Stufen der Papierherstellungsmaschine zu befördern und die kontrollierte Entfernung von Wasser aus der Bahn zu erleichtern. Im Formungsabschnitt wird der Faserstoff nass auf einen sich bewegenden Formungsdraht abgelegt und Wasser wird mit Hilfe von Saugkästen und Folien abgeleitet. Dann wird die Papierbahn auf einen Pressstoff übertragen, der sie durch den Pressabschnitt befördert, wo sie für gewöhnlich durch eine Reihe von Druckwalzenspalten läuft, die durch drehende, zylindrische Druckwalzen gebildet werden. Wasser wird aus der Papierbahn und in den Pressstoff gequetscht, während die Bahn und der Stoff gemeinsam durch den Walzenspalt laufen. In der Endstufe wird die Papierbahn entweder auf einen Yankee-Trockner übertragen, wenn es sich um eine Tissue-Papierherstellung handelt, oder auf einen Satz von Trocknungszylindern, auf welchen mit Unterstützung der Klemmwirkung des Trocknerstoffes der Großteil des verbleibenden Wassers verdampft wird.

Papiermaschinenstoffe bestehen traditionell aus einem Gewebe. Wenn Kett- und Schussgarne verwoben werden, bildet sich ein sogenannter "Höcker" an ihrem Kreuzungspunkt. Diese Höcker neigen dazu, die Papierschicht, die auf dem Stoff gebildet wird, zu prägen. Dieses Problem ist besonders am nassen Ende der Papiermaschine zu erkennen, wo die Bahn noch sehr plastisch ist. In den letzten Jahren wurden verschiedene Verfahren vorgeschlagen, um Papiermaschinenvliesstoffe herzustellen, um das Problem, das mit der Höckerprägung verbunden ist, zu lösen, insbesondere für Anwendungen im Press- und Trocknerabschnitt. Für viele von diesen war eine kommerzielle Herstellung nicht möglich.

GB 1,053,954 beschreibt einen Vliespapierstoff, der zwei Lagen aus parallelen polymeren Filamenten umfasst, wobei die Lagen derart aneinander befestigt sind, dass die Filamente einer Lage in einem Winkel in Bezug auf die Filamente in einer anderen Lage angeordnet sind. Eine solche Anordnung ist nicht dauerhaft und folglich ist dieser Stoff kommerziell nicht brauchbar.

US 3,617,442 beschreibt einen Formungsstoff, der eine Bahn aus synthetischem, offenzelligem, flexiblem Schaum, wie Polyurethan, umfasst. Dieser wird durch eine Reihe von Polyesterkabeln, ein grobes Drahtgitter oder eine dünne, flexible Metall- oder Kunststoffschicht verstärkt. Eine solche Anordnung würde bei einer etwaigen Kommerzialisierung eine schlechte Abriebbeständigkeit aufweisen.

GB 2,051,154 betrifft ein sogenanntes "Verbindungsband" in dem ein Basisstoff aus einer Reihe ineinander übergreifender Spiralen gebildet wird, die durch Steckdrähte miteinander verbunden sind. Verbindungsbänder sind wegen der Einschränkungen hinsichtlich Dicke und Material nur für bestimmte Anwendungen geeignet.

US 4,541,895 beschreibt einen Papierstoff, der aus mehreren Vliesschichten besteht, die zur Bildung eines Stoffes oder Bandes aneinander laminiert sind. Die Vliesschichten werden durch Laserbohrung perforiert. Solche Schichten bestehen aus einem nicht orientierten Polymermaterial, und wenn sie in der Feinheit erzeugt werden, die für Papierherstellungsanwendungen erforderlich ist, würde es ihnen an einer ausreichenden dimensionalen Stabilität mangeln, um als Endlosbänder auf Papiermaschinen verwendet werden zu können.

Als Gegenstand der Erfindung von GB 2,235,705 wird ein Basisstoff für Pressfilze beschrieben. Hier wird eine Anordnung von Hülle-Kern-Garnen, von welchen der Kern einen höheren Schmelzpunkt aufweist als die Hülle, in einer beabstandeten, parallelen Anordnung zu Umfangsnuten einer Druckrolle geleitet, die in einem spaltbildenden Verhältnis zu einer Presswalze angeordnet ist. Das Material der Hülle wird geschmolzen, während sich die Garne in und durch den Walzenspalt bewegen, und überschüssiges, geschmolzenes Hüllenmaterial wird in seitliche und leere Umfangsnuten in der Rolle gepresst, um Strukturelemente zwischen benachbarten Garnen zu bilden. Durch Verbindung gleicher Streifen kann ein breites Band gebildet werden. Anschließend wird eine Fasermatte mit Nadeln an den Basisstoff geheftet, um einen Pressfilz zu bilden. Perforierungen durch den gitterförmigen Basisstoff verlaufen gerade durch den Stoff. Dies ist für eine Adaptierung an eine Papierschichtbildung unerwünscht, wo eine kontrollierte Entwässerung erforderlich ist, insbesondere während der heiklen Bahnbildungsphase.

GB 2,241,915 betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Papierstoffes, in dem eine Lage aus photopolymerem Harz auf ein sich bewegendes Band aufgebracht wird. Eine sich bewegende, selektiv transparente Maske ist über dem Harz positioniert und das Harz wird durch die Maske hindurch bestrahlt, um wenigstens eine teilweise Härtung der Teile der Harzlage zu bewirken, die mit den transparenten Bereichen der Maske ausgerichtet sind. Nach der Bestrahlung werden ungehärtete Bereiche des Harzes durch Druckflüssigkeitsströme entfernt, und eine Endhärtung des Harzes wird entweder thermisch oder mittels aktinischer Bestrahlung erreicht. Die so gebildete löchrige Schicht kann mit Garnen oder Fasern verstärkt werden. Auch hier verlaufen Löcher gerade durch den Stoff. Dies ist für die Papierbahnbildung unerwünscht und ermöglicht zusätzlich das Auftreten einer schädlichen "Rückextraktion", die durch hydraulische Impulse entsteht, die von der Maschinenseite durch den Stoff gehen. Der direkte Durchgang dieser Impulse stört das fragile Zellulosefasernetz.

GB 2,283,991 betrifft eine Papiermaschinen-Bespannung, die aus teilweise geschmolzenen Partikeln hergestellt wird. Eine Verstärkungsstruktur ist in der Struktur eingebettet. Diese Papiermaschinen-Bespannung ist für Pressanwendung und möglicherweise spezielle Formungsanwendungen geeignet.

Eine Reihe von Verfahren für eine dreidimensionale Modellierung von Prototypen wurde vorgeschlagen und vor kurzem entwickelt.

Insbesondere hat sich gezeigt, dass die Xerographie in diesem Bereich anwendbar ist, und ein Verfahren und eine Vorrichtung für diesen Zweck wurden in US 5,593,531 beschrieben, in dem ein dreidimensionales Prototypobjekt durch Übereinanderlegen von Lagen aus geschmolzenem, trockenem Material gebildet wird. Die Lagen können hergestellt werden, indem Lagen aus dem geschmolzenen Trockenpulver-Aufbaumaterial geformt werden, und falls notwendig, von einem zweiten Material, das als Trägermatrix dient, begleitet werden. Dieses letztgenannte Material ist nach Fertigstellung des Objekts entfernbar. Dies wird durchgeführt, indem das gewünschte Bild auf eine geladene Trommel oder ein geladenes Band projiziert wird, so dass Flächen, in welchen das geometrische Muster entwickelt werden soll, sich in einem geladenen Zustand, bereit für eine Pulveraufnahme befinden. Nicht anhaftendes Pulver wird entfernt und jenes, das an den ausgewählten Flächen haftet, wird dann anschließend am Auftragspunkt an den zuvor hergestellten Stapel von Laminaten geschmolzen. Zur Einbringung von Trägerpulver in die Struktur werden die Flächen wieder geladen, die zuvor durch den Durchgang von Licht durch einen Photoleiter auf der Trommeloberfläche neutralisiert wurden. Auch hier wird nicht anhaftendes Pulver entfernt, jenes, das verbleibt, durch Wärme geschmolzen. Die derart gebildete Lage wird auf einem Förderer transportiert und mit Hilfe von Wärme auf einen Stapel vorheriger Lagen aufgebracht, wobei der Prozess wiederholt wird, bis das Objekt und seine umgebende Trägerstruktur fertig ist. Das Trägermaterial wird dann entfernt. Im Prinzip ist der Prozess einer Xerographie ähnlich, die zum Beispiel in Photokopiergeräten verwendet wird, mit der Ausnahme, dass beim Photokopieren keine weiteren Tonerschichten auf der Seite aufgetragen werden, auf der die Kopie gemacht wird.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung einer Papiermaschinen-Bespannung unter Verwendung einer Adaption von Xerographieprozessen, wie zuvor beschrieben, bereitzustellen.

Die Erfindung stellt daher ein Verfahren zur Herstellung einer Papiermaschinen-Bespannung bereit, umfassend das Veranlassen, dass ausgewählte Flächen einer elektrostatisch aufladbaren Oberfläche geladen werden, das Auftragen eines trockenen Materials auf die Oberfläche, wobei das trockene Material veranlasst wird, an den ausgewählten Flächen zu haften, das Entfernen von nicht haftendem Material, das Schmelzen des trockenen Materials, das an den ausgewählten Flächen haftet, und gleichzeitig das Aufbringen des geschmolzenen trockenen Materials auf einer ausgedehnten Oberfläche, wodurch ein ausgedehnter, planarer Artikel gebildet wird.

Die Erfindung stellt auch eine Vorrichtung zur Herstellung einer Papiermaschinen-Bespannung bereit, umfassend eine elektrostatisch aufladbare Oberfläche, Mittel zum Laden der Oberfläche und Veranlassen, dass ausgewählte Flächen der geladenen Oberfläche elektrostatisch entladen werden, Mittel zum Auftragen eines trockenen Materials auf die Oberfläche und zum Entfernen nicht haftenden Materials, Mittel zum Schmelzen des trockenen Materials, das an den verbleibenden geladenen Flächen haftet, und Mittel zum Aufbringen des geschmolzenen trockenen Materials auf einer ausgedehnten Oberfläche.

Das Verfahren und die Vorrichtung können das Aufbringen und Schmelzen eines zweiten trockenen Materials in den nicht ausgewählten Flächen der aufladbaren Oberfläche ermöglichen, so dass diese als Trägermatrix für das erste trockene Material dienen, wobei das zweite trockene Material ein lösliches oder andersartig entfernbares Material ist.

Die ausgedehnte Oberfläche zum Aufbringen des geschmolzenen trockenen Materials kann ein Förderband mit einer nicht haftenden Beschichtung umfassen, wie zum Beispiel einem Fluoropolymer, und das Mittel zum Aufbringen des geschmolzenen trockenen Materials kann so angeordnet sein, dass es sich wenigstens in die Richtung quer zur Maschine bewegt, um aufeinanderfolgende Platten des geschmolzenen trockenen Materials von Kante zu Kante über die Breite des Förderbandes aufzubringen, und dann in eine Ausgangsposition zurückkehrt, um eine folgende Lage abzulegen, wobei der Prozess wiederholt wird, bis eine gewünschte Anzahl von Lagen zusammengesetzt ist.

Als Alternative können mehrere Aufbringungsmittel nebeneinander über die Breite des aufnehmenden Förderbandes bereitgestellt sein, um ihre entsprechenden Platten aus geschmolzenem trockenem Material nebeneinander und Kante an Kante abzulegen, um eine Anordnung von Platten über die Breite des Bandes bereitzustellen. Das Förderband kann schrittweise um die Länge der Platten in Maschinenrichtung des Förderbandes vorwärts bewegt werden.

Die Vorrichtung enthält vorzugsweise Mittel zur Steuerung der Auswahl und elektrostatischen Entladung der ausgewählten Flächen der geladenen Oberfläche. Dieses Mittel kann einen Computer oder eine äquivalente Vorrichtung umfassen, die so programmiert ist, dass sie die Abtastung und den Ein-/Aus-Betrieb eines Emitters entionisierender Strahlung steuert, die präzise gerichtet werden kann, um eine Punktauflösung der erforderlichen Feinheit zu erhalten. Dies kann eine geeignete Laservorrichtung sein, die so angeordnet ist, dass sie ein zweckdienlich schmales Strahlungsbündel aussendet, um eine geladene Beschichtung auf der Oberfläche selektiv zu entladen.

Dasselbe Vorlagemuster oder dieselben Programme können für anschließende Belichtungen wieder verwendet werden, um Platten aus geschmolzenem trockenem Material zu erzeugen, die schichtenförmig gelegt sind, um wenigstens eine Reihe von Platten über die Breite eines Förderbandes fertig zu stellen, die eine Lage aus geschmolzenem Material bilden, und dann für die nächste abzulegende Lage durch eine andere Vorlage ersetzt werden, falls erforderlich, und so weiter.

Einige mögliche Ausführungsformen der Vorrichtung gemäß der Erfindung und der Verfahren gemäß der Erfindung werden nun als Beispiel unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, von welchen:

1 eine schematische Ansicht einer ersten Vorrichtung zur Herstellung einer Papiermaschinen-Bespannung gemäß der Erfindung ist;

2 eine schematische Ansicht einer zweiten Vorrichtung zur Herstellung einer Papiermaschinen-Bespannung gemäß der Erfindung ist;

3 eine schematische Ansicht einer dritten Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist;

4 eine ähnliche Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist;

5 ein fragmentarischer Querschnitt einer einfachen Struktur ist, die einen Teil einer Papiermaschinen-Bespannung gemäß der Erfindung umfasst oder bildet; und

6 eine Darstellung einer einfachen Form von Maske zur Verwendung in 3 oder eines abgebildeten Vorlagenblattes zur Verwendung in 4 ist, um zum Beispiel die Struktur gemäß 5 herzustellen.

Die in 1 dargestellte Vorrichtung umfasst ein Trägerband 10, das zunächst von einer Korona-Entladevorrichtung 9 elektrostatisch geladen wird. Eine Strahlungsenergiequelle 12, wie ein computergesteuerter Laser, wird dazu verwendet, die entionisierende Strahlung auf ausgewählte Flächen der Platte 11 zu lenken, um die ausgewählten Flächen zu entladen, wodurch ein Muster aus geladenen und ungeladenen Zonen auf der Platte gebildet wird. Ein Tonermaterial in Form eines fein verteilten, trockenen, thermoplastischen Materials wird dann von einer Abgabevorrichtung 13 auf der Platte 11 verteilt. Der Toner haftet an den verbleibenden, elektrostatisch geladenen Flächen des Bandes, während loser Toner von einer Saugvorrichtung 14 entfernt wird. Der Prozess wird dann bei den Flächen wiederholt, die nicht mit dem ersten Tonermaterial beschichtet wurden, indem sie von einer zweiten Korona-Entladevorrichtung 9a wieder aufgeladen werden und ein zweites, anderes Tonermaterial von einer Abgabevorrichtung 16 auf der Platte verteilt wird, das an diesen weiteren geladenen Flächen haftet. Nicht haftender Toner wird wieder von einer zweiten Saugvorrichtung 14a entfernt. Die Toner bilden eine Fläche 11 von auf dem Band aufgebrachtem Toner.

Die Fläche 11, die die zwei verschiedenen Toner trägt, wird dann unter eine Heizvorrichtung 17 geleitet, die beide Toner schmilzt. Das erste Tonermaterial stellt die geplante Lage des Papiermaschinenstoffs bereit und besteht aus einem ersten Material, während der zweite Toner aus einem Material besteht, das später – z.B. durch Auflösen in Wasser oder einem anderen Lösemittel – entfernt werden kann. Das zweite Tonermaterial wird als Trägermatrix für den ersten Toner bereitgestellt, das z.B. ein Zusammenfallen von Überhängen in nachfolgenden Lagen verhindert.

Nach dem Schmelzen bilden die Flächen 11 Platten, die ihrerseits auf eine Struktur, wie einen Papiermaschinenstoff 20, aufgetragen werden, der auf einem Endlosförderer 22 aufgebaut ist. Die Platten 11 werden unter der Heizvorrichtung 17 freigegeben, nachdem sie unter einer Führungswalze 19 durchgelaufen sind, und das Förderband 22 wird um eine Plattenlänge zwischen der Ablage aufeinanderfolgender Platten vorwärts bewegt.

Als Alternative können die Platten 11 getrennt von Trägerplatten gebildet werden, wobei jeweils ein Einstufenprozess verwendet wird und die Platten 11 zwischen der Bildung und Ablage auf dem Band 22 zusammengebracht werden.

Das Band 10 wird dann unter einer kalten Walze 18 durchgeleitet, um das Band 10 wieder auf seine neutrale Temperatur zu bringen.

Die dargestellte Vorrichtung kann eine von mehreren solcher Vorrichtungen sein, die Platten über die Breite des Bandes 22 ablegen, oder kann seitlich über das Band geführt werden, um die Platten 11 Seite an Seite, vielleicht in einem überlappenden Verhältnis, abzulegen, bevor das Band 22 eine angemessene Distanz vorwärts bewegt wird, so dass die nächste Reihe von Platten, vielleicht mit einem Maß an Überlappung zur Verbesserung der strukturellen Festigkeit, abgelegt werden kann.

Die Platten werden vorzugsweise überlappt – z.B. um die Hälfte einer Plattenbreite/-länge in beide Bewegungsrichtungen des Bandes, um die notwendige strukturelle Festigkeit und Stärke für die fertige Struktur zu erhalten.

In 2 ist schematisch eine zweite Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt. Hier bewegt ein Förderband 50 einen Stoff 51 während des Herstellungsverfahrens nach rechts, während jede Lage des Stoffes der Reihe nach aufgebaut wird, während das Band, das bereits von einer Korona-Entladungsvorrichtung 59 geladen wurde, vorgeschoben wird, indem jede Fläche einer ersten Abbildungsvorrichtung 52 ausgesetzt wird, die die Flächen des Bandes selektiv entlädt, und dann ein erstes, trockenes Pulvermaterial von einer Abgabevorrichtung 53 auf die obere Oberfläche 54 der vorangehenden Lage aufgetragen wird, um an elektrostatisch geladenen Flächen der Oberfläche 54 zu haften, die nach der Belichtung durch die Abbildungsvorrichtung 52 verbleiben, überschüssiges, nicht haftendes Material entfernt wird, das Band unter Verwendung einer zweiten Korona-Entladevorrichtung 9a erneut geladen wird, unter einer. zweiten Abbildungsvorrichtung 55 durchgeleitet wird, um verschiedene Fläche zu entladen, ein zweites trockenes Pulvermaterial von einer Abgabevorrichtung 56 aufgetragen wird, wieder überschüssiges, nicht haftendes Pulver entfernt wird, und die Lage unter eine Heizvorrichtung 57 geleitet wird, um die trockenen Pulvermaterialien zu schmelzen. Das zweite Material wird später entfernt, um die beabsichtigte Struktur des Papiermaschinenstoffes 51 zu erhalten.

Die Abbildungsvorrichtungen 52, 55 und Abgabevorrichtungen 53, 56 werden von einem Kopf 57 getragen, der seinerseits an einer Trägerstruktur 58 befestigt ist, die nicht nur quer zum Förderband 50 und in die Längsrichtung des Förderbandes bewegbar ist, sondern auch nach oben und nach unten in Bezug auf das Förderband in die Richtung der Pfeile x, y bzw. z. Diese Bewegungen und der Betrieb der Abbildungsvorrichtungen werden unter der Steuerung eines Computers ausgeführt, der ein CAD-Programm ausführen kann.

3 ist eine fragmentarische Darstellung der Vorrichtung unter Verwendung eines Lichtprojektionsapparates 60, der das erforderliche Muster aus geladenen und ungeladenen Flächen auf einer Platte 61, die zuvor von einer Korona-Entladevorrichtung 68 geladen wurde mit Hilfe einer Maske 62 erzeugt, die lichtdurchlässige und lichtundurchlässige Flächen aufweist, um die Platten 61 selektiv zu belichten und zu entladen. Ein Verschlussklappenmechanismus 63 wird zur Regulierung der Belichtungsdauer verwendet. Eine Abgabevorrichtung für trockenes Pulvermaterial 64 verteilt Material auf der belichteten Platte 61 und überschüssiges, nicht haftendes Pulver kann entfernt werden. Das Pulver wird geschmolzen, indem es einer Wärmequelle, wie einer Heizvorrichtung 65, ausgesetzt wird, während die Platten auf einen Stoff 66 aufgebracht werden, während dieser auf einem Förderband 67 auf ähnliche Weise aufgebaut wird, wie zuvor in Bezug auf 1 beschrieben wurde.

4 zeigt eine Variante, wobei ein Tiegel 70, der eine gedruckte Vorlage 71 trägt, von einer Lampe 72 beleuchtet wird, und das reflektierte Bild durch ein Kollimatorlinsensystem 73 auf einer Platte 74 fokussiert wird, die von einer Korona-Entladevorrichtung 9a im Voraus geladen wurde. Die Vorlage 71 zeigt ein schwarzes und weißes gedrucktes Bild der Konfiguration der Lage und kann auf einem Papier- oder Acetat-Transparentblatt bereitgestellt sein. Nach der Belichtung wird die Platte 71 auf dieselbe Weise wie in 3 behandelt, d.h., mit einer Trockenpulverabgabevorrichtung 76, einer Heizvorrichtung 77 zum Schmelzen, und zu einem Stoff 78 abgelegt, vorzugsweise in einem überlappenden Muster, wie in Bezug auf 1 beschrieben wurde.

5 zeigt mit Hilfe eines Beispiels für den einfachsten Fall einen Querschnitt durch einen Papiermaschinenstoff oder einen Teil desselben 80 in Form einer perforierten Membran oder eines Gitters, die/das Stege 81 und Öffnungen 82 umfasst. Die Stege werden aus mehreren Lagen 83 gebildet. Verstärkungsgarne in Maschinenrichtung oder Querrichtung können in der Struktur in den Stegen 81 eingefügt sein.

6 zeigt, wieder als ein Beispiel für den einfachsten Fall, ein Fragment einer Maske 62 (von 3) oder einer gedruckten Vorlage 71 (von 4) zur Verwendung in der Herstellung eines Gitters oder einer Membran gemäß 5. Dieses bzw. diese umfasst Stege 90 und Öffnungen 91 (im Falle einer Maske) oder Tintenflächen 90 und leere Räume 91, die vollständig lichtundurchlässig sein müssen, so dass absolut kein Licht hindurchgehen kann, im Falle einer gedruckten Vorlage. Auch hier können Verstärkungsgarne in den Stegen 90 eingefügt sein.

Es ist offensichtlich, dass die Strukturen, die mit Hilfe der Erfindung erzeugt werden können, möglicherweise weitaus komplexer sind, und Stoffe geschaffen werden können, die mehrere verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Eigenschaften umfassen, die in einer Einheitsstruktur übereinander gelegt sind. Zum Beispiel können in der Membran von 5 die Öffnungen 82 konisch zulaufen, indem ihre Größe in jeder folgenden Schicht 83 verringert wird.

Es versteht sich natürlich, dass die Erfindung nicht auf die Einzelheiten der oben genannten Ausführungsformen beschränkt sein soll, die nur als Beispiel beschrieben sind.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung einer Papiermaschinen-Bespannung umfassend die folgenden Schritte:

    – elektrostatisches Aufladen ausgewählter Flächen einer elektrostatisch aufladbaren Oberfläche,

    – Auftragen eines trockenen Materials auf die Oberfläche, wobei das trockene Material veranlasst wird, an den ausgewählten Flächen zu haften,

    – Entfernen von nicht haftendem Material,

    – Schmelzen des trockenen Materials, das an den ausgewählten Flächen haftet und gleichzeitig

    – Aufbringen des geschmolzenen trockenen Materials auf einer ausgedehnten Oberfläche, wodurch ein ausgedehnter, planarer Artikel gebildet wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites trockenes Material in den nicht ausgewählten Flächen der aufladbaren Oberfläche aufgebracht wird, das als Trägermatrix für das erste trockene Material dient.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite trockene Material ein lösliches oder andersartig entfernbares Material ist.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ausgedehnte Oberfläche zum Aufbringen des geschmolzenen trockenen Materials ein Förderband mit einer nicht haftenden Beschichtung umfasst.
  5. Vorrichtung zur Herstellung einer Papiermaschinen-Bespannung, umfassend:

    – eine elektrostatisch aufladbare Oberfläche,

    – Mittel zum Laden der Oberfläche und Veranlassen, dass ausgewählte Flächen der geladenen Oberfläche elektrostatisch geladen werden,

    – Mittel zum Auftragen eines trockenen Materials auf die Oberfläche,

    – Mittel zum Entfernen nicht haftenden Materials,

    – Mittel zum Schmelzen des trockenen Materials, das an den verbleibenden geladenen Flächen haftet und

    – Mittel zum Aufbringen des geschmolzenen trockenen Materials auf einer ausgedehnten Oberfläche.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die ausgedehnte Oberfläche zum Aufbringen des geschmolzenen trockenen Materials ein Förderband mit einer nicht haftenden Beschichtung umfasst.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht haftende Beschichtung ein Fluoropolymer umfasst.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüch 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum Aufbringen des geschmolzenen trockenen Materials so angeordnet ist, dass es sich wenigstens in die Richtung quer zur Maschine bewegt, um aufeinanderfolgende Platten des geschmolzenen trockenen Materials von Kante zu Kante über die Breite des Förderbandes aufzubringen, und dann in eine Ausgangsposition zurückkehrt, um eine folgende Lage abzulegen.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüch 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung Mittel zur Steuerung der Auswahl und elektrostatischen Entladung der ausgewählten Flächen der geladenen Oberfläche enthält.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel einen Computer umfassen, der so programmiert ist, dass dieser die Abtastung und den Ein-/Aus-Betrieb eines Emitters entionisierender Strahlung steuert.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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