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Dokumentenidentifikation DE202005013139U1 23.03.2006
Titel Vorrichtung zur Abwehr unberechtigten Zugriffs auf RFID-Dokumente
Anmelder Horvath, Stefan, 81377 München, DE
DE-Aktenzeichen 202005013139
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 23.03.2006
Registration date 16.02.2006
Application date from patent application 19.08.2005
IPC-Hauptklasse B42D 15/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04B 1/59(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   A45C 11/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   A45C 11/24(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H05K 9/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Ab dem Jahr 2006 werden Reisepässe der Bundesrepublik Deutschland mit einem sogenannten RFID-Chip versehen, der wesentliche Daten des Inhabers gespeichert hat und einen drahtlosen Zugriff mit entsprechenden Transpondern ermöglicht. Trotz angeblicher Datensicherheit durch Verschlüsselung ist ein Missbrauch durch Dritte mit geeigneter Soft- und Hardware nie ganz auszuschließen. Neben amtlichen Dokumenten werden zukünftig immer mehr andere Unterlagen wie Werksausweise, Krankenkassenkarten, Kundenkarten etc. mit diesem Chip ausgestattet, sodass sich die Gefahr des Missbrauchs durch unbefugten Zugriff zunehmend erhöht.

Zudem kann aufgrund der teilweise sehr langen Gültigkeit der Dokumente keine ständige Aktualisierung der RFID-Chips nach dem neuesten Stand der Technik stattfinden.

Der wirksamste Schutz besteht darin, dass der drahtlose Zugriff auf die Dokumente mit RFID-Chips von vorneherein durch Abschirmung des Chips mittels einer geeigneten Vorrichtung unterbunden wird. Dies geschieht in der Praxis durch Einschließung des RFID-Trägers mit tauglichen Metallgehäusen aus Kupfer, Aluminium, Zink oder Legierungen aus diesen Metallen.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Tatsache zugrunde, dass geeignete Abschirmungen aus Metall zu großformatig, zu starr und zu schwer für ein Mitführen sind.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass die Abschirmung lediglich minimal größere Abmessungen als das zu schützende Dokument besitzt, über ein sehr geringes Eigengewicht verfügt, zudem flexibel ist und einen Schutz gegen Verschmutzungen gewährleistet. Somit kann diese Vorrichtung ohne weiteres und sehr bequem mit dem entsprechenden Dokument mitgeführt werden.

Der Schutzanspruch 1 besteht darin, die zu schützenden Dokumente in eine Kunststoffhülle mit entsprechender metallischen Beschichtung unterzubringen, sie dadurch gegen unbefugten elektronischen Zugriff zu schützen und dabei die Mobilität zu gewährleisten.

Dabei handelt es sich um Kunststofffolien, vorzugsweise auch aus Weichplastik (Polyethylen), die mit metallischen Schichten ausgestattet sind. Diese Metallschichten sind entweder aufgedampft oder in Form einer Metallfolie zwischen den Plastikschichten verklebt.

Diese metallisch beschichteten Folien werden unter anderem von der Firma 3M (www.mmm.com) hergestellt, die eine Metallschicht entweder mit oder ohne Polyesterfilm als Substrat sowie ein klebende Schicht zur Montage besitzen. Diese Folien können mit Folien aus Weichplastik kombiniert werden, um eine höhere mechanische Stabilität der Dokumentenschutzhülle zu gewährleisten. Die Hüllen selbst sind dreiseitig verschweißt und lediglich an einer Schmalseite geöffnet, um das Einführen und die Entnahme des Dokumentes zu ermöglichen. Eine Muldenförmige Aussparung (3-5) an einer oder beiden Flächen im Bereich der offenen Schmalseite kann die Entnahme des Dokuments erleichtern, ist jedoch nicht unbedingt notwendig.

Obwohl somit keine 100%ige Verschließung der Hülle erfolgt, reicht die Form der Hülle, bedingt durch die Lage des RFID-Chips auf dem Dokument, zur nahezu kompletten Abschirmung der Funksignale bei vollständig eingeschobenem Dokument aus.

Mit einer Dicke von rund 0,08 mm ist die Metallschicht zwar unter ungünstigsten Umständen für die elektromagnetische Strahlung eines sehr starken Senders in unmittelbarer Nähe durchlässig, jedoch wird eine Antwort des RFID-Chips in Form von elektromagnetischen Wellen aufgrund der geringen Sendeleistung des RFID-Chips komplett unterbunden. Die Vorrichtung besitzt hauptsächlich den Zweck, die vom RFID-Chip zurückgesandten Information abzublocken.


Anspruch[de]
  1. Dokumentenschutzhülle zur Aufnahme von Dokumenten mit RFID-Chip, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Schutzhülle eine vollflächige metallische Beschichtung besitzt oder mit einer Metallschicht bedeckt ist, geeignet zur breitbandigen Abschirmung elektromagnetischer Wellen.
  2. Dokumentenschutzhülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Einführen sowie die Entnahme des Dokuments durch eine unverschweißte Kurzseite der Hülle gewährleistet ist.
  3. Dokumentenschutzhülle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die anderen dreiseitig verschweißten Rändern eine Abschirmung der Strahlung durch Überlappung respektive Falzung der Metallschichten gewährleistet
  4. Dokumentenschutzhülle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Deckschicht aus Kunststoff einen mechanischen Schutz der Metallschicht gegen Abrieb gewährleistet
  5. Dokumentenschutzhülle nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass gegen unbefugten Zugriff mittels elektromagnetischer Strahlung Dokumente geschützt sind, zu denen Reisepässe, Personalausweise, Krankenkassenkarten, Scheckkarten, Bankkarten, Kundenkarten und Werksausweise gehören.
  6. Dokumentenschutzhülle nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das abschirmende Material, also die metallisch beschichtete Folie oder die Metallfolie in Format und Form in andere zum Transport von Dokumenten geeigneten Produkten eingearbeitet wird wie Brieftaschen, Geldbörsen, Aktentaschen und -koffer.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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