PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004044571A1 30.03.2006
Titel Papiermaschinenbespannung
Anmelder Voith Fabrics Patent GmbH, 89522 Heidenheim, DE
Erfinder Westerkamp, Arved H., 72581 Dettingen, DE;
Schmitt, Matthias, Dr., 81476 München, DE
DE-Anmeldedatum 15.09.2004
DE-Aktenzeichen 102004044571
Offenlegungstag 30.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.2006
IPC-Hauptklasse D21F 1/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D21F 1/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn mit einer Papiermaschinenbespannung auf der eine Faserstoffbahn führbar ist, wobei die der Faserstoffbahn abgewandte Seite der Papiermaschinenbespannung zumindest abschnittsweise mit einem Impulssieb derart in Kontakt bringbar ist, dass hierdurch auf die Papiermaschinenbespannung Impulse ausgeübt werden, die senkrecht zur Maschinenrichtung und zur Maschinenquerrichtung gerichtet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung und/oder Veredlung einer Faserstoffbahn, insbesondere von Papier nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie ein Impulssieb.

Holzhaltige und holzfreie Faserstoffe, insbesondere Papiere, werden heute zunehmend mit steigenden Bahngeschwindigkeiten gefertigt. Hierdurch wird die Menge des pro Zeiteinheit aus der Faserstoffbahn zu entfernenden Wassers immer größer.

Um die erhöhte Wassermenge wegzuführen, kommen heute hauptsächlich längere Entwässerungsstrecken, zusätzliche Entwässerungselemente und höhere Entwässerungsvakua zum Einsatz.

Die o.g. Lösungen sind zum Teil konstruktiv sehr aufwendig, platzraubend und teuer. Zusätzliche Entwässerungselemente sind nur lokal angeordnet und tragen nicht zu einer kontinuierlichen Entwässerung bei.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine einfache und kostengünstige Lösung für eine Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn vorzuschlagen, bei der eine kontinuierliche Entwässerung gewährleistet wird.

Die Aufgabe wird durch eine Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn gelöst, wobei die Maschine eine umlaufende Papiermaschinenbespannung aufweist, auf der eine Faserstoffbahn führbar ist und wobei ein der Maschinenseite der Papiermaschinenbespannung gegenüberliegend angeordnetes Impulssieb vorgesehen ist, welches zumindest abschnittweise mit der Papiermaschinenbespannung in Kontakt bringbar ist, wodurch auf die Papiermaschinenbespannung Impulse ausgeübt werden.

Die Papiermaschinenbespannung hat hierbei die Funktion der Entwässerung der Faserstoffbahn, das Impulssieb ersetzt teilweise oder ganz Entwässerungselemente wie bspw. Foils oder Saugeinrichtungen oder dgl.

Die Bereitstellung eines Impulssiebes ist darüber hinaus bedeutend kostengünstiger als herkömmliche Lösungen, die bspw. durch Foils und/oder Saugeinrichtungen realisiert werden. So ist bspw. durch die Reduzierung der notwendigen Vakua die Energiebilanz beim Betrieb im Vergleich zu Saugeinrichtungen positiv.

Herkömmliche Entwässerungselemente wirken nur lokal, wodurch jeweils nur eine lokale Entwässerung erreicht wird. Die Schaffung ausgedehnter konventioneller Entwässerungselemente ist dagegen aufwendig, teuer und somit oft nicht realisierbar. Die Ausdehnung eines Impulssiebs kann kostengünstig an die jeweiligen Anforderungen bzgl. geforderter Entwässerungsleistung angepasst werden. Wird bspw. eine hohe Entwässerungsleistung benötigt, so wird die Ausdehnung des Impulssiebs derart gewählt, sich dass dieses über einen großen Bereich der Entwässerungsstrecke mit der Papiermaschinenbespannung in Kontakt bringbar ist, sodass ein großer Kontaktbereich und damit ein großer Impulsbereich zwischen Papiermaschinenbespannung und Impulssieb geschaffen wird. Das Impulssieb wirkt hierbei durch Impulse, sog. „Mikroimpulse", auf die eine Faserstoffbahn führende Papiermaschinenbespannung entlang einer Entwässerungsstrecke derart ein, dass entlang dieses Kontaktbereichs eine homogene und kontinuierliche Entwässerung mit maximaler Entwässerungsleistung gegeben ist.

Um eine besonders effiziente Entwässerung der Faserstoffbahn und eine besonders isotrope Verteilung der Fasern in der Faserstoffbahn zu erreichen, sieht eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor, dass die Impulse senkrecht zur Maschinenrichtung und senkrecht zur Quermaschinenrichtung gerichtet sind.

Besonders vorteilhaft wird die Erfindung in der Formierpartie eingesetzt. Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht demzufolge vor, dass die Papiermaschinenbespannung ein Formiersieb ist und dass das Impulssieb in der Entwässerungsstrecke der Formierpartie auf das Formiersieb einwirkt. Da die Impulse gleichförmig und kontinuierlich während der Entwässerung und der Formation auf die Faserstoffbahn entlang zumindest eines Abschnitts der Entwässerungsstrecke einwirken, wird eine besonders homogene Formation des Papiers mit verbesserter Oberfläche erreicht. Die Einwirkung des Impulssiebs auf die Faserstoffbahn kann hierbei bspw. nur während der initialen Entwässerung oder auf einem längeren Abschnitt oder auf der Gesamtentwässerungsstrecke erfolgen.

Um eine kontinuierliche und homogene Entwässerung im wesentlichen entlang der gesamten Entwässerungsstrecke in der Formierpartie zu gewährleisten ist es sinnvoll, wenn das Impulssieb im wesentlichen entlang der gesamten Entwässerungsstrecke auf das Formiersieb einwirkt.

Das Impulssieb ist selbstverständlich in allen bekannten Formern wie bspw. Gapformern oder Langsiebformern usw. einsetzbar.

Es sind unterschiedliche Möglichkeiten denkbar, wie das Impulssieb auf die Papiermaschinenbespannung bspw. das Formiersieb einwirken kann. Nach einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass sich das Impulssieb mit einer Geschwindigkeit bewegt, die unterschiedlich zur Geschwindigkeit der Papiermaschinenbespannung ist. Demzufolge bewegen sich Impulssieb und Papiermaschinenbespannung mit einer Differenzgeschwindigkeit zueinander. Zum Einen kann durch die Differenzgeschwindigkeit zwischen Papiermaschinenbespannung überhaupt ein Impuls erzeugt werden, zum Anderen kann durch die Differenzgeschwindigkeit ein Unterdruck entstehen, der zusätzlich zu den Impulsen zur kontinuierlichen Entwässerung der Faserstoffbahn beiträgt.

Um die durch das Impulssieb bewirkbare Entwässerungsleistung den spezifischen Anforderungen anpassen zu können, sieht eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor, dass die Geschwindigkeit des Impulssiebs variabel einstellbar ist. Vorzugsweise wird hierbei die Geschwindigkeit des Impulssiebs über eine Steuereinheit der Maschine zur Herstellung der Faserstoffbahn geregelt, und zwar bspw. auf Basis der Auswertung von Maschinenparametern und/oder Produktionsdaten der Faserstoffbahn.

Die Kombination der Materialien für die Papiermaschinenbespannung und Impulssieb ist so gewählt, dass ein minimaler Verschleiß entsteht. Das aus der Faserstoffbahn entwässerte Wasser wirkt hierbei als Schmierstoff und dient zur Kühlung.

Hierbei ist es sowohl möglich, dass die Papiermaschinenbespannung und das Impulssieb gegenläufige Geschwindigkeiten haben oder dass die Papiermaschinenbespannung und das Impulssieb gleichläufige Geschwindigkeiten mit unterschiedlichem Betrag haben.

Des weiteren ist sowohl möglich, dass die Geschwindigkeit des Impulssiebs einen höheren Betrag oder einen niederen Betrag hat.

Besonders bei Konfigurationen mit einem Impulssieb mit einer großen Längserstreckung tritt das Problem des Durchhangs auf, was eine ungleichmäßige Impulswirkung bedingt durch ungleichmäßigen Kontakt zwischen Impulssieb und Papiermaschinenbespannung zur Folge haben kann. Damit das Impulssieb möglichst entlang seiner ganzen Längserstreckung auf die Papiermaschinenbespannung einwirken kann, sieht eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor, dass auf der der Papiermaschinenbespannung abgewandten Seite des Impulssiebes unmittelbar benachbart eine Stützstruktur angeordnet ist.

Vorteilhafterweise bewegt sich die Stützstruktur relativ zum Impulssieb nicht.

Um die Entwässerung weiter zu erhöhen, sieht eine bevorzugte Weiterentwicklung der Erfindung vor, dass die dem Impulssieb abgewandte Seite der Stützstruktur zur Erzeugung eines Unterdrucks besaugbar ist.

Für eine effiziente Entwässerung ist es des weiteren notwendig, dass keine „bottle necks" beim Entwässern entstehen, durch welche bereits von der Faserstoffbahn weggeführtes Wasser nicht weiter transportiert werden kann, weil ein nachfolgendes Element eine geringe Leistung beim Wegtransport des Wassers hat. Eine bevorzugte Ausführungsvariante der Erfindung sieht deshalb vor, dass die Permeabilität des Impulssiebes größer als die Permeabilität der die Faserstoffbahn tragenden Papiermaschinenbespannung ist. Dies bedeutet, dass Wasser welches von der Faserstoffbahn durch die entwässernde Papiermaschinenbespannung geleitet wird ohne Stau, d.h. effektiv, durch das Impulssieb weggeführt werden kann.

Ebenfalls zum effizienten Wegführen des aus der Faserstoffbahn entwässerten Wassers d.h. zur Vermeidung eines „bottle necks" ist es sinnvoll, wenn die Permeabilität der Stützstruktur größer als die Permeabilität des Impulssiebes ist.

Besonders vorteilhaft ist die Konfiguration, wenn die Permeabilität des Impulssiebes größer als die Permeabilität der die Faserstoffbahn tragenden Papiermaschinenbespannung ist und wenn die Permeabilität der Stützstruktur größer als die Permeabilität des Impulssiebes ist. Hier kann das aus der Faserstoffbahn entwässerte Wasser besonders effektiv weggeleitet werden.

Ebenfalls zur Steigerung der Entwässerungseffizienz ist es sinnvoll, wenn die Porenstruktur des Impulssiebes und die Porenstruktur der die Faserstoffbahn tragenden Papiermaschinenbespannung derart aufeinander abgestimmt sind, dass beim Betrieb ein Entwässerungsdruck entsteht.

Vorteilhafterweise ist die erfindungsgemäße Maschine eine Tissuemaschine, auf welcher eine 3-dimensionale strukturierte Faserstoffbahn läuft und welche mittels der erfindungsgemäßen Konfiguration einen hohen Entwässerungsgrad ohne Verwendung einer Pressenpartie oder unter Verwendung einer reduzierten Pressenpartie erreicht. Hierdurch kann eine immense Erhöhung der Blattvolumens erreicht werden.

Die Erfindung betrifft auch ein Impulssieb für eine Maschine zur Herstellung von Faserstoffbahnen. Das erfindungsgemäße Impulssieb ist dadurch gekennzeichnet, dass das Impulssieb auf seiner Außenseite Erhebungen hat, die in eingebautem Zustand des Impulssiebs in Richtung zur Maschinenseite einer eine Faserstoffbahn tragenden Papiermaschinenbespannung weisen.

Es sind unterschiedliche Möglichkeiten denkbar, die Erhebungen auszubilden. So ist es bspw. möglich, die Erhebungen in Form von auf der Außenseite des Impulssiebs frei verteilten Höckern auszubilden. Eine andere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Erhebungen in Form von Leisten ausgebildet sind, die quer oder schräg zur Laufrichtung des Impulssiebs verlaufen. Die Ausgestaltung der Erhebungen als Leisten ist besonders verschleißbeständig. Des weiteren ist diese Ausgestaltung einfach und kostengünstig herzustellen.

Um einen ruhigen Lauf der Papiermaschinenbespannung über das Impulssieb zu gewährleisten ist es sinnvoll, wenn das freie Ende der Erhebungen im Querschnitt angeschrägt ist.

Um den ruhigen Lauf zwischen Papiermaschinenbespannung und Impulssieb weiter zu verbessern ist es weiter sinnvoll, wenn das freie Ende jeder Erhebung im Querschnitt eine ansteigende Rampe bildet, entlang der bei Relativbewegung zwischen Papiermaschinenbespannung und Impulssieb die Papiermaschinenbespannung geführt wird. Hierdurch wird bspw. ein Verhaken und Verkanten zwischen Erhebungen des Impulssiebs und der Maschinenseite der Papiermaschinenbespannung verhindert.

Eine mögliche Ausgestaltung der o.g. Ausführungsform besteht darin, dass in Laufrichtung hintereinander angeordnete Erhebungen im Querschnitt ein Sägezahnprofil oder Rechteckprofil oder ein Trapezprofil oder ein Sinusprofil oder ein Rampenprofil bilden.

Abhängig von den Impulsbedingungen und/oder abhängig von der erwünschten Entwässerung, die jeweils an spezifischen Papiermaschinenbespannungen erzeugt werden sollen, kann es sinnvoll sein, die Erhebungen sowohl in Laufrichtung als auch quer zur Laufrichtung des Impulssiebes zueinander unterschiedlich beabstandet anzuordnen. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht deshalb vor, dass die Erhebungen in Laufrichtung und/oder quer zur Laufrichtung des Impulssiebs unterschiedlich zueinander beabstandet sind.

Um den lateralen Fluss von Luft zu verringern und um somit den Unterdruck zwischen der Maschinenseite der Papiermaschinenbespannung und der Außenseite des Impulssiebs kontinuierlich zu halten ist es sinnvoll, wenn an der Außenseite des Impulssiebs im Randbereich Dichtstreifen vorgesehen sind, die sich in Laufrichtung erstrecken.

Im folgenden soll die Erfindung anhand von schematischen nicht maßstabsgetreuen Zeichnungen weiter erläutert werden. Es zeigen

1 zwei verschiedene Ausführungsformen einer Formierpartie einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn mit einem Impulssieb und mit zwei Impulssieben in Seitenansicht,

2 eine Detailansicht der erfindungsgemäßen Anordnung aus 1, im Längsschnitt entlang der Mitte des Impulssiebs,

3 ein erfindungsgemäßes Impulssieb in Draufsicht,

4 das Impulssieb der 3 im Randbereich in Seitenansicht,

5 verschiedene Ausführungsformen von permeablen Stützstrukturen in Draufsicht.

Die 1a zeigt einen Ausschnitt der Formierpartie 3 einer erfindungsgemäßen Maschine 1 zur Herstellung einer Faserstoffbahn 2 in Seitenansicht. Die vorliegende Ausführungsform zeigt die Formierpartie 3 als Gapformer ausgebildet, mit einem oberen Formiersieb 4 sog. Obersieb 4 und einem unteren Formiersieb 5 sog. Untersieb 5. Die Formierpartie 3 weist eine obere Brustwalze 6 und eine untere Brustwalze 7 auf, die einen Stoffeinlaufspalt 8 bilden in den mittels eines Stoffauflaufs 9 eine Fasersuspension 10 zwischen das Obersieb 4 und das Untersieb 5 eingetragen wird, die die Faserstoffbahn 2 bildet.

Die Faserstoffbahn 2 wird im Sandwich zwischen dem Obersieb 4 und dem Untersieb 5 geführt. Die Faserstoffbahn 2 wird auf der einen Seite über das Obersieb 4 und auf der anderen Seite über das Untersieb 5 entwässert. Demzufolge findet eine beidseitige Entwässerung der Faserstoffbahn 2 statt. Eine Entwässerungsstrecke 11 wird im Bereich des Obersiebs 4 auf der Strecke zwischen den Walzen 6 und 12 und im Bereich des Untersiebs 5 auf der Strecke zwischen den Walzen 7 und 13 gebildet.

Als Entwässerungselement welches auf das Obersieb 4 einwirkt ist ein Saugkasten 21 vorgesehen. Die Maschine 1 weist eine Impulssiebeinrichtung 14 auf, die auf das Untersieb 5 einwirkt. Die Impulseinrichtung 14 ersetzt demzufolge Entwässerungselemente wie ein oder mehrere Foils oder eine oder mehrere Saugeinrichtungen.

Die Impulssiebeinrichtung 14 weist ein Impulssieb 15 auf, welches mit der Maschinenseite 16, d.h. der der Faserstoffbahn 2 abgewandten Seite, des Untersiebs 5 im wesentlichen entlang der gesamten Entwässerungsstrecke 11 derart in Kontakt bringbar ist, dass hierdurch auf das Untersieb 5 Impulse ausgeübt werden, die senkrecht zur Laufrichtung und quer zur Laufrichtung der Faserstoffbahn 2 gerichtet sind.

Das Untersieb 5 bewegt sich im Bereich der Entwässerungsstrecke 11 mit der Geschwindigkeit 18. Das Impulssieb 15 bewegt sich im Bereich der Entwässerungsstrecke 11 mit der Geschwindigkeit 19.

Wie zu erkennen ist, ist die Geschwindigkeit 18 des Untersiebs 4 gleichläufig mit der Geschwindigkeit 19 des Impulssiebs 15. Die Geschwindigkeiten 18 und 19 haben aber einen unterschiedlichen Betrag, wobei der Betrag der Geschwindigkeit 19 größer ist als der Betrag der Geschwindigkeit 18, sodass sich das Untersieb 5 in Bezug zum Impulssieb 15 mit einer Differenzgeschwindigkeit bewegt.

Das Impulssieb 15 weist Erhebungen 22 (2) mit freien Enden 24 auf, die sich in Richtung der Maschinenseite 16 des Untersiebs 5 erstrecken. Die Erhebungen 22 sind an der Außenseite 23 des Impulssiebs 15 angeordnet. Bei der Bewegung des Impulssiebs 15 kommen die freien Enden 24 der Erhebungen 22 des Impulssiebs 15 mit der Maschinenseite 16 des Untersiebs 5 in Kontakt und üben auf das Untersieb 5 im wesentlichen auf der gesamten Entwässerungsstrecke 11 Impulse 25 aus, die senkrecht zur Laufrichtung und senkrecht zur Quererstreckung der Faserstoffbahn 2 gerichtet sind. Hierdurch wird auf der gesamten Entwässerungsstrecke 11 eine kontinuierliche homogene Entwässerung der Faserstoffbahn 2 auf der Seite des Untersiebs 5 gewährleistet.

Durch die Differenzgeschwindigkeit zwischen dem Untersieb 5 und dem Impulssieb 15 wird des weiteren ein Unterdruck erzeugt, der zusätzlich zu den Impulsen 25 zur kontinuierlichen Entwässerung der Faserstoffbahn 2 beiträgt.

Um die durch das Impulssieb 15 bewirkbare Entwässerungsleistung den spezifischen Anforderungen anpassen zu können, sieht die vorliegende Ausführungsform der Erfindung des weiteren vor, dass die Geschwindigkeit 19 des Impulssiebs 15 variabel einstellbar ist. Vorzugsweise wird hierbei die Geschwindigkeit des Impulssiebs 15 über eine Steuereinheit der Maschine 1 zur Herstellung der Faserstoffbahn 2 geregelt, und zwar bspw. auf Basis der Auswertung von Maschinenparametern und/oder Produktionsdaten der Faserstoffbahn 2.

Jedes freie Ende 24 jeder Erhebung 22 bildet im Querschnitt eine ansteigende Rampe, entlang welcher bei Relativbewegung zwischen dem Untersieb 5 und dem Impulssieb 15 das Untersieb 5 geführt wird.

Die Impulssiebeinrichtung 14 weist des weiteren eine Stützstruktur 20 auf, die der dem Untersieb 5 abgewandten Seite des Impulssiebs 15 unmittelbar benachbart angeordnet ist. Hierdurch wird insbesondere bei einer großen Längserstreckung des Impulssiebs 15 das Problem des Durchhangs unterbunden, was eine ungleichmäßige Impulswirkung, bedingt durch ungleichmäßigen Kontakt zwischen Impulssieb 15 und Untersieb 5, zur Folge haben kann. Durch Veränderung der Position der Stützstruktur 20 relativ zum Impulssieb 15 kann des weiteren der auf das Untersieb 4 ausgeübte Druck geändert, d.h. je nachdem vergrößert oder verkleinert, werden und somit die Formation der Faserstoffbahn 2 gesteuert werden.

Um eine effiziente Entwässerung zu gewährleisten, ist die Permeabilität des Impulssiebes 15 größer als die Permeabilität des Untersiebs 5 und die Permeabilität der Stützstruktur 20 größer als die Permeabilität des Impulssiebs 15.

Des weiteren sind zur effizienten Entwässerung der Faserstoffbahn 2 die Porenstruktur des Impulssiebes 15 und die Porenstruktur des Untersiebs 5 derart aufeinander abgestimmt sind, dass beim Betrieb ein Entwässerungsdruck entsteht.

Die 1b zeigt eine zweite Ausführungsform, welche bis auf die Verwendung einer zweiten Impulssiebeinrichtung 35 identisch zu der In 1a besprochenen Ausführungsform ist. Aus diesem Grund sollen auch nur die Unterschiede zu 1a besprochen werden.

Als Entwässerungselemente welche auf das Obersieb 4 einwirken ist ein Saugkasten 33 in Kombination mit der Impulssiebeinrichtung 35 vorgesehen.

Die Impulssiebeinrichtung 35 weist ein Impulssieb 32 auf, welches mit der Maschinenseite 36, d.h. der der Faserstoffbahn 2 abgewandten Seite, des Obersiebs 4 im wesentlichen entlang der gesamten Entwässerungsstrecke 11 derart in Kontakt bringbar ist, dass hierdurch auf das Obersieb 4, Impulse ausgeübt werden, die senkrecht zur Laufrichtung und quer zur Laufrichtung der Faserstoffbahn 2 gerichtet sind.

Das Obersieb 5 bewegt sich im Bereich der Entwässerungsstrecke 11 mit der Geschwindigkeit 18. Das Impulssieb 35 bewegt sich im Bereich der Entwässerungsstrecke 11 mit der Geschwindigkeit 34.

Wie zu erkennen ist, ist die Geschwindigkeit 18 des Obersiebs 4 gleichläufig mit der Geschwindigkeit 34 des Impulssiebs 35. Die Geschwindigkeiten 18 und 34 haben aber einen unterschiedlichen Betrag, wobei der Betrag der Geschwindigkeit 34 größer ist als der Betrag der Geschwindigkeit 18, sodass sich das Obersieb 4 in Bezug zum Impulssieb 35 mit einer Differenzgeschwindigkeit bewegt.

Des weiteren ist die Geschwindigkeit 34 des Impulssiebs 32 unterschiedlich zur Geschwindigkeit 19 des Impulssiebs 15. Hier nicht dargestellt aber auch denkbar wäre, dass die Geschwindigkeiten 34 und 19 gegenläufig sind.

Die 3 zeigt das erfindungsgemäße Impulssieb 15 in Draufsicht.

Die auf der Außenseite 23 des Impulssiebs 15 angeordneten Erhebungen 22 sind als Leisten 26 ausgebildet, welche sich im wesentlichen quer zur Laufrichtung des Impulssiebs 15 im wesentlichen über dessen gesamte Breite erstrecken.

Wie aus der 3 zu erkennen ist, sind die Leisten 26 in Laufrichtung des Impulssiebs 15 zueinander gleich beabstandet.

Um den lateralen Fluss von Luft zu verringern und um somit den Unterdruck zwischen der Maschinenseite 16 des Untersiebs 5 und der Außenseite 23 des Impulssiebs 15 kontinuierlich zu halten, sind an der Außenseite 23 des Impulssiebes 15 im Randbereich 27 sich in Laufrichtung erstreckende Dichtstreifen 28 vorgesehen.

Die 4 zeigt das Impulssieb 15 der 3 im Randbereich 27 in Seitenansicht. Man erkennt, dass die Erhebungen 22 geringfügig höher sind als die Dichtstreifen 28. Deshalb sind nur die freien Enden 24 der Erhebungen 22 zu erkennen.

Die 5 zeigt verschiedene Ausführungsformen der permeablen Stützstruktur 20 in Draufsicht. Die Stützstruktur 20 kann in Form von sich in Laufrichtung des Impulssiebs 15 erstreckenden schlagenförmigen Stützrippen 29 (5a) oder in Form von geraden und parallelen, sich diagonal zur Laufrichtung des Impulssiebs 15 erstreckenden Stützrippen 30 (5b) oder in Form von geraden und parallelen, sich in Laufrichtung des Impulssiebs 15 erstreckenden Rippen 31 (5c) ausgebildet sein. Als Materialien für die Stützrippen 29, 30, 31 kommen Metalle oder Keramiken oder Polymere oder Kombinationen aus diesen Materialien in Betracht.


Anspruch[de]
  1. Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, mit einer umlaufenden Papiermaschinenbespannung auf der die Faserstoffbahn führbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein der Maschinenseite der Papiermaschinenbespannung gegenüber liegend angeordnetes Impulssieb vorgesehen ist, welches zumindest abschnittweise mit der Papiermaschinenbespannung in Kontakt bringbar ist, wodurch auf die Papiermaschinenbespannung Impulse ausgeübt werden.
  2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Impulse im Wesentlichen senkrecht zur Maschinenrichtung und senkrecht zur Maschinenquerrichtung gerichtet sind.
  3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Papiermaschinenbespannung ein Formiersieb ist und das Impulssieb in der Entwässerungsstrecke der Formierpartie auf das Formiersieb einwirkt.
  4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Impulssieb im wesentlichen entlang der gesamten Entwässerungsstrecke auf das Formiersieb einwirkt.
  5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Impulssieb mit einer Geschwindigkeit umläuft, die unterschiedlich zur Geschwindigkeit der Papiermaschinenbespannung ist.
  6. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit des Impulssiebs variabel einstellbar ist, vorzugsweise auf Basis der Auswertung von Maschinenparametern und/oder Produktionsdaten der Faserstoffbahn.
  7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Papiermaschinenbespannung und das Impulssieb mit gegenläufigen Geschwindigkeiten bewegbar sind.
  8. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Papiermaschinenbespannung und das Impulssieb mit gleichläufigen Geschwindigkeiten bewegbar sind, die unterschiedliche Beträge haben.
  9. Maschine nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit des Impulssiebs einen höheren oder niederen Betrag hat.
  10. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf der der Papiermaschinenbespannung abgewandten Seite des Impulssiebes unmittelbar benachbart eine Stützstruktur angeordnet ist.
  11. Maschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Stützstruktur relativ zum Impulssieb nicht bewegt.
  12. Maschine nach Anspruche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Impulssieb abgewandte Seite der Stützstruktur besaugbar ist.
  13. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Permeabilität des Impulssiebes größer als die Permeabilität der die Faserstoffbahn tragenden Papiermaschinenbespannung ist.
  14. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Porenstruktur des Impulssiebes und die Porenstruktur der die Faserstoffbahn tragenden Papiermaschinenbespannung derart aufeinander abgestimmt sind, dass beim Betrieb ein Entwässerungsdruck entsteht.
  15. Maschine nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Permeabilität der Stützstruktur größer als die Permeabilität des Impulssiebes ist.
  16. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine eine Tissuemaschine ist.
  17. Impulssieb für eine Maschine zur Herstellung von Faserstoffbahnen, dadurch gekennzeichnet, dass das Impulssieb auf seiner Außenseite Erhebungen hat, die in eingebautem Zustand des Impulssiebs in Richtung der Maschinenseite einer eine Faserstoffbahn tragenden Papiermaschinenbespannung weisen.
  18. Impulssieb nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebungen in Form von Leisten ausgebildet sind, die quer oder schräg zur Laufrichtung des Impulssiebs verlaufen.
  19. Impulssieb nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende der Erhebungen im Querschnitt angeschrägt ist.
  20. Impulssieb nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende zumindest einer Erhebung im Querschnitt eine ansteigende Rampe bildet, entlang der bei Relativbewegung zwischen Papiermaschinenbespannung und Impulssieb die Papiermaschinenbespannung geführt wird.
  21. Impulssieb nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass in Laufrichtung hintereinander angeordnete Erhebungen im Querschnitt ein Sägezahnprofil oder Rechteckprofil oder ein Trapezprofil oder ein Sinusprofil oder ein Rampenprofil bilden.
  22. Impulssieb nach einem der Ansprüche 17 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebungen in Laufrichtung und/oder quer zur Laufrichtung des Impulssiebs unterschiedlich zueinander beabstandet sind.
  23. Impulssieb nach einem der Ansprüche 17 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite im Randbereich des Impulssiebs sich in Laufrichtung erstreckende Dichtstreifen vorgesehen sind.
  24. Verwendung eines Impulssiebs nach einem der Ansprüche 17 bis 23 in der Formierpartie einer Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 16 zur Gewährleistung einer kontinuierlichen Entwässerung im wesentlichen entlang der gesamten Entwässerungsstrecke.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com