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Dokumentenidentifikation DE102005039322A1 30.03.2006
Titel Schaltmodul zum Herstellen selektiver elektrischer Verbindungen zwischen einer Reihe von Leitern
Anmelder Souriau, Versailles, FR
Erfinder Leroyer, Serge, Le Mans, FR;
Ribeau, Pascal, Le Mans, FR
Vertreter Hammonds Rechtsanwälte Patentanwälte, 80539 München
DE-Anmeldedatum 19.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005039322
Offenlegungstag 30.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.2006
IPC-Hauptklasse H01R 31/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Schaltmodul (100), das elektrische Verbindungen zweier einer Reihe von Leitern herstellen kann, Folgendes umfassend:
- ein Gehäuse (102), das mit einer Vielzahl von Kanälen (105) versehen ist, die das Gehäuse durchqueren,
- einen Sockel (101), der fest mit dem Gehäuse verbunden werden kann, wobei der Sockel mit einer Vielzahl von Sacklöchern (110) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Kanäle mit Kontaktbuchsen (107) versehen sind, wobei ein oberes Ende (108) der Kontaktbuchsen dazu bestimmt ist, mit Leitern verbunden zu werden, wobei ein unteres Ende (109) der Kontaktbuchsen dazu bestimmt ist, mit Kontaktstiften (111) verbunden zu werden,
- die Sacklöcher des Sockels mit Kontaktstiften (111) versehen sind, wobei auf jeden Kontaktstift das untere Ende einer Kontakthülse aufgesetzt werden kann,
- mindestens zwei Kontaktstifte elektrisch miteinander durch Nebenschlüsse (120) verbunden sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schaltmodul, das es erlaubt, eine selektive Verbindung zwischen einer Reihe von Leitern herzustellen. Genauer genommen betrifft die Erfindung eine besondere Anordnung von Kontaktstiften und Kontaktbuchsen in dem Schaltmodul.

Die Erfindung wird insbesondere in dem Bereich der Luftfahrttechnik angewandt. Solche Schaltmodule, bei welchen eine Vielzahl von Kontakten montiert ist, erlauben es nämlich, einen elektrischen Strom in mehreren Kontakten gleichzeitig laufen zu lassen. Es ist daher möglich, mehrere Leiter auf das gleiche Potenzial zu legen. Es ist zum Beispiel bekannt, an der Stelle eines Steuerpostens eines Luftfahrzeugs ein solches Schaltmodul zu verwenden, um eine Verteilung des Signals zu erlauben. Sehr schwache Ströme in der Größenordnung des Mikroampere können von diesen Modulen übertragen werden.

Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Übertragung und eine Verteilung des Signals gemäß der erwarteten Übertragung und Verteilung ungeachtet der Einsatzbedingungen des Schaltmoduls zu garantieren. Insbesondere besteht eine Aufgabe der Erfindung darin, ein Schaltmodul herzustellen, bei dem die Verbindung zwischen einem Kontaktstift und einer Kontaktbuchse nicht durch äußere Elemente gestört wird. Unter äußeren Elementen versteht man Feststoffverschmutzungen, wie zum Beispiel Sand, Staub usw., flüssige Elemente, wie zum Beispiel Wasser, Öl usw., aber auch Schwingungen und Stöße, welchen das Modul ausgesetzt sein kann.

Man kennt derzeit als Schaltmodul, das es erlaubt, einen Strom gleichzeitig durch mehrere Kontakte laufen zu lassen, das Schaltmodul 1, wie es in 1 dargestellt ist. Ein solches Schaltmodul 1 umfasst einen Sockel 2 und ein Gehäuse 3. Der Sockel 2 ist zum Beispiel fest mit einer Schalttafel eines Steuerpostens eines Luftfahrzeugs verbunden. Der Sockel 2 und das Gehäuse 3 sind zum Beispiel aus isolierenden Werkstoffen, zum Beispiel durch Formen hergestellt, um eine sichere Handhabung des Schaltmoduls 1 zu erlauben.

Der Sockel 2 trägt Kontaktbuchsen 4. Genauer genommen sind auf einer äußeren Fläche 8 des Sockels 2 Zellen eingerichtet. Unter äußerer Seite 8 versteht man die Seite des Sockels 2, die zu dem Gehäuse 3 gerichtet ist. Die Zellen 5 münden nach außen. Leitende Stäbe sind in die Zellen 5 eingefügt. Die Stäbe sind mit Zungen, die nach innen gebogen sind, wobei sie die Kontaktbuchsen 4 bilden, und mit Verbindungszungen 6, die nach außen gebogen sind, versehen. Die Verbindungszungen 6 bilden Nebenschlüsse zwischen zwei benachbarten Kontaktbuchsen 4. Ein elektrischer Strom, der eine erste Kontaktbuchse 4 durchquert, kann daher zu mindestens einer zweiten benachbarten Kontaktbuchse 4 übertragen werden, die mit der ersten Kontaktbuchse 4 durch eine Verbindungszunge 6 verbunden ist.

In 1 sind drei Kontaktbuchsen 4 dargestellt, wobei die zwei Kontaktbuchsen 4, die in 1 am weitesten rechts liegen, elektrisch miteinander durch eine Verbindungszunge 6 verbunden sind. Die dritte Kontaktbuchse 4 ist elektrisch von den anderen Kontaktbuchsen 4 durch eine Querwand 7 des Sockels 2, die zwei benachbarte Hohlräume 5 trennt, getrennt. Die Querwand 7 besteht aus isolierendem Werkstoff.

Das Gehäuse 3 ist mit Kontaktstiften 14 versehen. Das Gehäuse 3 ist abnehmbar, das heißt, dass man das Gehäuse 3 vom Sockel 2 trennen kann.

Die Kontaktstifte 14 sind Stifte, die in Kanälen 9 angeordnet sind, die das Gehäuse 3 durchqueren. Die Kanäle 9 durchqueren das Gehäuse 3 von einer Seite zur anderen. Unter von einer Seite zur anderen versteht man, dass die Kanäle 9 aus dem Gehäuse 3 an zwei entgegen gesetzten Enden austreten, jeweils am oberen Ende 10 und am unteren Ende 11. Das untere Ende 11 befindet sich an der Stelle einer Kontaktseite 13 des Gehäuses 3, die dazu bestimmt ist, mit der äußeren Seite 8 des Sockels 2 in Berührung zu kommen.

Die Kontaktstifte 14 sind mit einem Verbindungsende 12 versehen, welches außerhalb des Gehäuses 3 an der Stelle des unteren Endes 11 der Kanäle 9 mündet. Jedes Verbindungsende 12 des Kontaktstifts 14 kann daher in eine Kontaktbuchse 4 eingefügt werden.

Um jeden Stift 14 in einem Kanal 9 zu halten, sind die Kanäle 9 mit Rückhaltepratzen 15 versehen, die fest mit einer Innenwand 16 der Kanäle 9 verbunden sein können. Die Stifte 14 sind mit einem Ring 18 verbunden, der einen Ansatz bildet, gegen welchen die Pratzen 15 anschlagen, sobald die Stifte 14 in die Kanäle 9 eingefügt werden. Man begrenzt daher ein eventuelles Zurückfahren der Stifte 14 in die Kanäle 9. Genauer genommen sind die Pratzen 15 in einer Stärke der Innenwand 16 der Kanäle 9 eingerichtet. Die Pratzen 15 erstrecken sich entlang der Innenwand 16 der Kanäle 9 zum unteren Ende 11 der Kanäle. Die Pratzen 15 haben einen natürlichen, im Vergleich zu der Innenwand 16 ins Innere des Kanals 9 gerichteten Ausschlag. Unter natürlichem Ausschlag versteht man eine Ausrichtung der Pratzen 15, wenn sie in keine Richtung gezwungen werden. Wenn man einen Stift 14 in einen Kanal 9 einfügt, lässt man das Verbindungsende 12 des Stifts 14 durch das obere Ende 10 des Kanals 9 eindringen. Die Pratzen 15 werden daher in Richtung der Innenwand 16 des Kanals 9 gespreizt, so dass sie den Stift 14 durchlassen. Sobald der Ring 18 eingeführt wurde, kehren die Pratzen 15 zu ihrem natürlichen Ausschlag zurück und kommen gegen den Ring 18 zum Anschlag. Der Stift 14 wird daher in dem Kanal 9 gehalten und kann nicht zufällig herausgezogen werden.

Diese Haltemittel, die aus dem Ring 18 und den Rückhaltepratzen 15 bestehen, sind jedoch nicht ganz zufrieden stellend. Obwohl der Kontaktstift 14 nämlich in dem Kanal 9 gehalten wird, kann der Kontaktstift 14 im Inneren des Kanals leicht verschoben werden. Wenn das Schaltmodul 1 daher Stößen oder Schwingungen ausgesetzt ist, können sich die Kontaktstifte 14 in ihrem jeweiligen Kanal 9 bewegen, was einen Zustand des Anschlusses stören kann, insbesondere wenn die Ströme, die durch die Kontakte laufen, sehr schwach sind.

Ferner können Feststoffverschmutzungen und flüssige Elemente in das Schaltmodul 1 an der Stelle des oberen Endes 10 der Kanäle 9 eindringen. Diese festen und flüssigen Verschmutzungen fließen daher entlang der Innenwand 16 der Kanäle 9 und der Außenwand der Kontakte bis zu einer elektrischen Kontaktzone zwischen den Kontaktstiften 14 und den Kontaktbuchsen 4. Die elektrische Kontaktzone besteht nun aber aus der äußeren Wand der Kontaktstifte 14 und der Innenwand der Kontaktbuchsen 4. Die Verschmutzungen sammeln sich daher genau an der Stelle der elektrischen Kontaktzone an. Diese Verschmutzungen stören daher das Durchgehen des Stroms und verursachen Mikrounterbrechungen.

Erfindungsgemäß wird danach gestrebt, ein Schaltmodul herzustellen, das die oben genannten Nachteile nicht aufweist.

Dazu haben die Kontaktstifte und Kontaktbuchsen des erfindungsgemäßen Schaltmoduls in dem Modul in Bezug auf die Positionen der Kontaktstifte und Kontaktbuchsen im Schaltmodul des beschriebenen Stands der Technik eine umgekehrte Stellung. Die Verschmutzungen fließen daher entlang einer Außenwand der Kontaktbuchsen und nicht entlang der Außenwand der Kontaktstifte. Da die Kontaktstifte in die Kontaktbuchsen eingelassen sind, ist eine elektrische Kontaktzone zwischen den Kontaktstiften und den Kontaktbuchsen vor Verschmutzungen geschützt. Die Kontaktbuchsen können von Rückhaltepratzen, die in die Innenwände der Kanäle eingebaut werden können, in den Kanälen des Hauptkörpers des Schaltmoduls zurückgehalten werden. Man kann das Schaltmodul ferner mit einer Schnittstellenmatte aus weichem Werkstoff versehen, wobei die Kontaktbuchsen die Matte durchqueren. Die Stöße und Schwingungen, welchen das Schaltmodul ausgesetzt ist, werden daher von der Schnittstellenmatte absorbiert und werden nicht an die Kontakte weiter gegeben.

Die Erfindung hat daher ein Schaltmodul zur Aufgabe, das elektrische Verbindungen zwischen einer Reihe von Leitern herstellen kann, wobei das Modul Folgendes umfasst

  • – ein Gehäuse, das mit einer Vielzahl von Kanälen versehen ist, die das Gehäuse durchqueren,
  • – einen Sockel, der mit dem Gehäuse fest verbunden werden kann, wobei der Sockel mit einer Vielzahl von Sacklöchern versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass
  • – die Kanäle mit Kontaktbuchsen versehen sind, wobei ein oberes Ende der Kontaktbuchsen dazu bestimmt ist, mit Leitern verbunden zu werden, wobei ein unteres Ende der Kontaktbuchsen dazu bestimmt ist, mit Kontaktstiften verbunden zu werden,
  • – die Sacklöcher des Sockels mit Kontaktstiften versehen sind, wobei auf jeden Kontaktstift über das untere Ende eine Kontaktbuchse aufgesetzt werden kann,
  • – mindestens zwei Kontaktstifte elektrisch durch Nebenschlüsse miteinander verbunden sind.

Gemäß Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Schaltmoduls kann das Modul alle oder einen Teil der folgenden zusätzlichen Merkmale aufweisen:

  • – mindestens zwei Kontaktstifte sind voneinander elektrisch isoliert.
  • – eine elektrische Kontaktzone zwischen einer Kontaktbuchse und einem Kontaktstift befindet sich in einem Kanal.
  • – mindestens ein Kanal ist mit Mitteln zum Zurückhalten einer Kontaktbuchse in dem Kanal versehen.
  • – die Haltemittel umfassen Pratzen, die auf eine Innenwand des Kanals abgeformt sind.
  • – das Gehäuse ist mit einem Innenhohlraum versehen, wobei ein Zwischeneinsatz und ein Führungseinsatz in dem Hohlraum untergebracht sind, wobei die Kanäle den Zwischeneinsatz und den Führungseinsatz durchqueren.
  • – der Zwischeneinsatz ist zwischen einem oberen Ende des Gehäuses und dem Führungseinsatz angeordnet, wobei eine Verbindung zwischen einer Kontaktbuchse und einem Kontaktstift in einem Kanal auf der Ebene der Führungseinsatz eintritt.
  • – der Zwischeneinsatz besteht aus einem verformbaren Werkstoff.
  • – die Nebenschlüsse bestehen aus einer Metallplatte.
  • – der Sockel ist mit mindestens zwei elektrisch isolierten Fächern ver sehen, wobei jedes der Fächer mit einer Vielzahl von Sacklöchern versehen ist, wobei mindestens zwei Sacklöcher jedes der Fächer elektrisch durch Nebenschlüsse verbunden sind.

Die Erfindung wird bei der Lektüre der folgenden Beschreibung und bei der Prüfung der sie begleitenden Figuren besser verstanden. Die Figuren sind beispielhaft präsentiert und schränken die Erfindung in keiner Weise ein.

Die Figuren zeigen:

1: Ein Schaltmodul des Stands der Technik, wie bereits beschrieben,

2: Ein Schaltmodul gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,

3: Eine auseinander gezogene Ansicht des Schaltmoduls der 2.

In 2 ist ein erfindungsgemäßes Schaltmodul 100 dargestellt. Das Schaltmodul 100 ist mit einem Sockel 101 und einem Gehäuse 102 versehen. Der Sockel 101 und das Gehäuse 102 werden zum Beispiel aus einem isolierenden Werkstoff hergestellt, um eine Handhabung des Moduls 100 ohne Elektroschockgefahr zu erlauben. Eine äußere Seite 103 des Sockels 101 kann mit einem unteren Ende 104 des Gehäuses 102 zusammen arbeiten. Unter äußerer Seite 103 des Sockels 101 versteht man die Seite des Sockels, die zu dem Gehäuse 102 gewandt ist, und unter unterem Ende 104 des Gehäuses 102 versteht man das Ende des Gehäuses 102, das zu dem Sockel 101 gerichtet ist. Die äußere Seite 103 des Sockels 101 ist zum Beispiel mit Vorsprüngen versehen, die in spezifische Aufnahmen eingreifen können, die auf dem unteren Ende 104 des Gehäuses 102 eingerichtet sind.

Das Gehäuse 102 ist mit einer Vielzahl von Kanälen 105 versehen. Die Kanäle 105 durchqueren das Gehäuse 102 von einer Seite zur anderen. Unter von einer Seite zur anderen versteht man, dass die Kanäle 105 auf einem ersten Ende an der Stelle eines oberen Endes 106 des Gehäuses 102 und an einem zweiten Ende an der Stelle des unteren Endes 104 des Gehäuses 102 münden.

In den Kanälen 105 sind Kontaktbuchsen 107 aufgenommen. Die Kontaktbuchsen 107 bestehen aus Hülsen. Ein oberes Ende 108 der Kontaktbuchsen 107 befindet sich an der Stelle des oberen Endes 106 des Gehäuses 102 und kann zum Beispiel eine Verbindung mit einem Leiter herstellen. Ein unteres Ende 109 der Kontaktbuchsen 107 befindet sich an der Stelle des unteren Endes 104 des Gehäuses 102. Das untere Ende 109 der Kontaktbuchsen 107 ist dazu bestimmt, eine Verbindung mit den Kontaktstiften herzustellen.

Der Sockel 101 ist mit einer Vielzahl von Sacklöchern 110 versehen, die auf dem Sockel 101 so verteilt sind, dass mindestens ein Sackloch 110 mit dem unteren Ende 122 eines Kanal 105 zusammen fällt, wenn das Gehäuse 102 auf den Sockel 101 montiert ist. In dem dargestellten Beispiel fällt jedes Sackloch 110 mit dem unteren Ende 122 eines Kanals 105 zusammen. Es ist jedoch möglich, dass die Anzahl der Sacklöcher 110 größer oder kleiner ist als die Anzahl der Kanäle 105, insbesondere in dem Fall, in dem ein gleicher Sockel 101 hergestellt wird, um nach Bedarf mit unterschiedlichen Gehäusen 102 zusammengebaut werden zu können oder umgekehrt.

Die Sacklöcher 110 sind mit Kontaktstiften 111 versehen. Die Kontaktstifte 111 bestehen zum Beispiel aus Zapfen. Ein unteres Ende 112 der Kontaktstifte 111 ist im Inneren der Sacklöcher 110 aufgenommen, während ein oberes Ende 113 außerhalb des Sockels 101 mündet.

Das obere Ende 113 der Kontaktstifte 111 wird vom unteren Ende 109 der Kontaktbuchsen 107 verkapselt. Die Verbindung zwischen einer Kontaktbuchse 107 und einem Kontaktstift 111 erfolgt über eine Innenwand 116 der Hülse, welche die Kontaktbuchse 107 bildet, und über eine Außenwand 129 des Zapfens, der den Kontaktstift 111 bildet. Wenn daher Verunreinigungen, seien sie fest oder flüssig, in die Kanäle 105 gelangen können, fließen sie in den Kanälen 115 zwischen einer Innenwand 114 der Kanäle 105 und einer Außenwand 115 der Kontaktbuchsen 7. Die flüssigen und festen Verunreinigungen können daher die Verbindung zwischen einem Kontaktstift 111 und einer Kontaktbuchse 107 des erfindungsgemäßen Schaltmoduls 100 nicht stören.

In dem in 2 dargestellten Beispiel mündet das untere Ende 109 der Kontaktbuchsen 107 nicht außerhalb des Gehäuses 102. Eine elektrische Kontaktzone 130 zwischen einer Kontaktbuchse 107 und einem Kontaktstift 111 befindet sich daher in einem Kanal 105. Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist es möglich, die Kanäle 105 und die Kontaktbuchsen 107 so auszuführen, dass das untere Ende 109 der Kontaktbuchsen 107 außerhalb des Gehäuses 102 mündet. In diesem Fall befindet sich die elektrische Kontaktzone 130 zwischen den Kontaktbuchsen 107 und den Kontaktstiften 111 außerhalb des Gehäuses 102, zum Beispiel in dem Sockel 101 oder außerhalb, zwischen dem Gehäuse 102 und dem Sockel 101. Auf jeden Fall ist die elektrische Kontaktzone 130 zwischen den Kontaktstiften 111 und den Kontaktbuchsen 107 vor den Verunreinigungen geschützt.

In 3 ist ein Schaltmodul 100 im nicht montierten Zustand dargestellt. Man sieht daher die Ausführungsdetails des Moduls 100.

Der Sockel 101 ist an der Stelle der Außenseite 103 mit Wänden 117 aus isolierendem Werkstoff versehen. Die Wände 117 erlauben es, auf der äußeren Seite 103 Fächer 118, 119 einzurichten, die untereinander elektrisch isoliert sind. Der Sockel 101, der mit den Fächern 118, 119, 120 versehen ist, kann durch Formen hergestellt werden.

Ein erstes Fach 118 ist zum Beispiel von einem zweiten Fach 119 durch eine Wand 117 isoliert, so dass die zwei Sacklöcher 110, die sich in dem ersten Fach 118 befinden, von den vier Sacklöchern 110, die sich in dem zweiten Fach 119 befinden, isoliert sind. Wenn daher die Kontaktstifte 111 und die Kontaktbuchsen 107 in dem Schaltmodul 100 verbunden werden, kann ein Strom, der in den Kontaktstiften 111 fließt, die in den Sacklöchern 110 des ersten Fachs 118 angeordnet sind, nicht auf einen oder mehrere Kontaktstifte 111 übertragen werden, die in den Sacklöchern 110 des zweiten Fachs 119 angeordnet sind.

Mehrere Sacklöcher 110 eines gleichen Fachs 118, 119 können miteinander über einen leitenden Werkstoff verbunden werden, um Nebenschlüsse 120 zu bilden. Die Nebenschlüsse 120 werden zum Beispiel durch elektrisch leitende Metallschweißungen hergestellt. Die Nebenschlüsse 120 können auch aus einer elektrisch leitenden Metallplatte gebildet werden, gemäß der Anzahl und der Anordnung der Sacklöcher 110, die elektrisch miteinander zu verbinden sind, die auf die entsprechenden Maße zugeschnitten wird. Die Nebenschlüsse 120 erlauben es, mindestens zwei Sacklöcher 110 zu verbinden, so dass, wenn die Kontaktstifte 111 in den Sacklöchern 110 angeordnet werden, der Strom, der in einem ersten Kontaktstift 111 läuft, auf die benachbarten Kontaktstifte über Nebenschlüsse 120 übertragen wird, welche die jeweiligen Sacklöcher 110 der Kontaktstifte 111 verbinden.

Das Gehäuse 102 ist mit einem Führungseinsatz 121 versehen, der zum Beispiel durch Formen aus einem isolierenden Werkstoff hergestellt wird. Der Führungseinsatz 121 wird von den Kanälen 105 durchquert. In 3 sieht man klar ein Ausführungsbeispiel der Kanäle 105. Das untere Ende 122 der Kanäle 105, das sich an der Stelle des unteren Endes des Führungseinsatzes 121 befindet, bildet eine Drosselrinne in dem Kanal 105. Das bedeutet, dass der Kanal 105 an der Stelle des unteren Endes 122 mit einem kleineren Durchmesser versehen ist.

Das untere Ende 109 der Kontaktbuchsen 107 befindet sich an der Stelle einer Übergangszone 123 zwischen dem größeren und dem kleineren Durchmesser der Kanäle 105. Das obere Ende 113 der Kontaktstifte dringt in die Kanäle 105 durch das untere Ende 122 der Kanäle 105 ein. Ein Durchmesser der Zapfen, welche die Kontaktstifte 111 bilden, entspricht zum Beispiel im Wesentlichen dem Durchmesser der Kanäle 105 an der Stelle ihres unteren Endes 122.

Der Führungseinsatz 121 ist in einem Innenhohlraum 124 aufgenommen, der in einem Körper des Gehäuses 102 eingerichtet ist. Der Innenhohlraum 124 mündet außerhalb an der Stelle des unteren Endes 104 des Gehäuses 102. Der Führungseinsatz 121 bildet daher an der Stelle eines unteren Endes 125 einen Gehäusegrund 102, der dazu bestimmt ist, mit der äußeren Seite 103 des Sockels 101 in Berührung zu kommen.

Der Innenhohlraum 124 des Gehäuses 102 umfasst auch einen Zwischeneinsatz 126. Der Zwischeneinsatz 126 ist zwischen dem oberen Ende 106 des Gehäuses 102 und dem Führungseinsatz 121 angeordnet. Die Kanäle 105 durchqueren auch den Zwischeneinsatz 126. Der Zwischeneinsatz 126 kann vorteilhafterweise aus einem verformbaren Werkstoff oder aus einem weichen Werkstoff hergestellt werden, um insbesondere Stöße und Schwingungen aufnehmen zu können, welchen das Schaltmodul 100 ausgesetzt sein kann.

Die Kontaktbuchsen 107 werden in die Kanäle 105 über deren untere Enden 109 eingeführt. Die Kontaktbuchsen dringen in das Gehäuse 102 durch das obere Ende 106 des Gehäuses 102 in Richtung des unteren Endes 104 des Gehäuses 102 ein. Die Kontaktbuchsen 107 durchqueren daher das obere Ende 106 des Gehäuses 102, den Zwischeneinsatz 126 und den Führungseinsatz 121, um an der Stelle des Ansatzes 123 anzukommen, wobei sich der Ansatz 123 in dem Führungseinsatz 121 befindet.

Der größere Durchmesser des Kanals 105 kann zum Beispiel im Wesentlichen dem Durchmesser der Hülsen entsprechen, welche die Kontaktbuchsen 107 bilden. Die Kontaktbuchsen 107 werden daher in den Kanälen 105 von einer engen Berührung mit der Innenwand 114 der Kanäle 105 gegen die Außenwand 115 der Kontaktbuchsen 107 gehalten.

Bei einer besonderen Ausführungsform des Schaltmoduls 100, und um ein Halten der Kontaktbuchsen 107 in den Kanälen 105 zu steigern und daher jede Verschiebung der Kontaktbuchsen 107 in den Kanälen 105 zu unterbinden, kann man das Gehäuse 102 mit Haltemitteln für Kontaktbuchsen 107 in den Kanälen 105 versehen.

Bei dem in 3 dargestellten Beispiel bestehen die Haltemittel aus Rückhaltepratzen 127, die auf der Innenwand 114 der Kanäle 105 angeordnet sind. Diese Pratzen 127 oder Zungen werden zum Beispiel beim Formen des Gehäuses 102 hergestellt. Jeder Kanal 105 ist zum Beispiel mit vier Pratzen 127 versehen. Die Pratzen 127 sind auf einem Umkreis des Kanals 105 verteilt. Die Pratzen 127 haben ein freies Ende 128, das zu einer Mitte des Kanals 105 gerichtet ist. Unter freiem Ende 128 versteht man das Ende der Zungen 127, das nicht mit der Innenwand 114 der Kanäle 105 fest verbunden ist. Wenn man eine Kontaktbuchse 107 in einen Kanal 105 einführt, schiebt die Kontaktbuchse 107 daher die Pratzen 127 nach außen zurück, um entlang des Kanals 105 eingeführt werden zu können. Die Pratzen liegen daher in engem Kontakt gegen die Außenwand 115 der Kontaktbuchsen 107, was es erlaubt, sie in den Kanälen 105 in Position zu halten. Die Kontaktbuchsen 107 können sich daher in den Kanälen 105 nicht mehr bewegen, was eine Anschlussqualität zwischen den Kontaktstiften 111 und den Kontaktbuchsen 107 steigert.


Anspruch[de]
  1. Schaltmodul (100), das elektrische Verbindungen zwischen einer Reihe von Leitern herstellen kann, wobei das Modul Folgendes umfasst:

    – ein Gehäuse (102), das mit einer Vielzahl von Kanälen (105) versehen ist, die das Gehäuse (102) durchqueren,

    – einen Sockel (101), der fest mit dem Gehäuse (102) verbunden werden kann, wobei der Sockel (101) mit einer Vielzahl von Sacklöchern (110) versehen ist,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    – die Kanäle (105) mit Kontaktbuchsen (107) versehen sind, wobei ein oberes Ende (108) der Kontaktbuchsen (107) dazu bestimmt ist, mit Leitern verbunden zu werden, wobei ein unteres Ende (109) der Kontaktbuchsen dazu bestimmt ist, mit Kontaktstiften (111) verbunden zu werden,

    – die Sacklöcher (110) des Sockels (101) mit Kontaktstiften (111) verbunden sind, wobei auf jeden Kontaktstift (111) das untere Ende (109) einer Kontaktbuchse (107) aufgesetzt werden kann,

    – mindestens zwei Kontaktstifte (111) elektrisch miteinander durch Nebenschlüsse (120) verbunden sind.
  2. Schaltmodul (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Kontaktstifte (111) elektrisch voneinander isoliert sind.
  3. Schaltmodul (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektrische Kontaktzone (130) zwischen einer Kontaktbuchse (107) und einem Kontaktstift (111) in einem Kanal (105) liegt.
  4. Schaltmodul (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kanal (105) mit Haltemitteln (127, 128) für eine Kontaktbuchse (107) in dem Kanal versehen ist.
  5. Schaltmodul (100) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel (127, 128) Pratzen (127) umfassen, die auf einer Innenwand (114) des Kanals (105) abgeformt sind.
  6. Schaltmodul (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (102) mit einem Innenhohlraum (124) versehen ist, wobei ein Zwischeneinsatz (126) und ein Führungseinsatz (121) in dem Innenhohlraum (124) untergebracht sind, wobei die Kanäle (105) den Zwischeneinsatz (126) und den Führungseinsatz (121) durchqueren.
  7. Schaltmodul (100) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischeneinsatz (126) zwischen einem oberen Ende (106) des Gehäuses (102) und dem Führungseinsatz (121) angeordnet ist, wobei eine Verbindung zwischen einer Kontaktbuchse (107) und einem Kontaktstift (111) in einem Kanal (105) auf der Ebene des Führungseinsatzes (121) erfolgt.
  8. Schaltmodul (100) nach einem der Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischeneinsatz (126) aus einem verformbaren Werkstoff hergestellt ist.
  9. Schaltmodul (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Nebenschlüsse (120) aus einer elektrisch leitenden Metallplatte bestehen.
  10. Schaltmodul (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Sockel (101) mit mindestens zwei elektrisch isolierten Fächern (118, 119) versehen ist, wobei jedes Fach mit einer Vielzahl von Sacklöchern (110) versehen ist, wobei mindestens zwei Sacklöcher (110) jedes Fachs (118, 119) durch Nebenschlüsse (120) elektrisch verbunden sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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