PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202005018200U1 30.03.2006
Titel Fenster
Anmelder CR-Design GmbH, Bern, CH
Vertreter Patentanwälte Eisele, Dr. Otten, Dr. Roth & Dr. Dobler, 88212 Ravensburg
DE-Aktenzeichen 202005018200
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 30.03.2006
Registration date 23.02.2006
Application date from patent application 18.11.2005
IPC-Hauptklasse E06B 3/02(2006.01)A, F, I, 20051118, B, H, DE

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft ein Fenster, umfassend mindestens einen öffenbaren Fensterflügel, insbesondere einen Drehflügel, mit einem Flügelrahmen und einer daran angeordneten Verglasung, wobei der Flügelrahmen in geschlossenem Zustand des Fensterflügels dichtend mit einem Fensterrahmen zusammenwirkt. Die Erfindung betrifft ferner ein Stufenglas für ein Fenster sowie eine Fassade mit einer Mehrzahl von Fenstern.

Stand der Technik

Fenster mit öffenbaren Fensterflügeln sind seit langem bekannt. Die Flügel umfassen üblicherweise einen Flügelrahmen, z. B. aus Holz, Kunststoff oder Metall, in welchen eine Verglasung, z. B. ein Mehrscheiben-Isolierglas, aufgenommen ist. Der Flügelrahmen ist an einem fest in der Fensteröffnung angebrachten Fensterrahmen (Blendrahmen, Fensterzarge) öffenbar angebracht. Üblicherweise wird der Randbereich der Verglasung beidseitig vom Flügelrahmen umschlossen, d. h. die Randbereiche beider Hauptflächen der Verglasung verschwinden hinter den inneren und äusseren Rahmenteilen.

Entlang seiner Aussenkanten weist der Flügelrahmen Dichtmittel auf, z. B. ein stufenförmiges Rahmenprofil sowie flexible Dichtungen, welche mit Dichtmitteln am fest in der Fensteröffnung angebrachten Fensterrahmen zusammenwirken, so dass bei geschlossenem Fensterflügel eine thermische Abdichtung und eine Abdichtung gegen Nässe und Feuchtigkeit gewährleistet ist.

Üblich sind neben einflügeligen Fenstern auch Fenster mit einem öffenbaren Fensterflügel und einem oder mehreren weiteren Fensterelementen, welche ebenfalls als öffenbare Flügel oder als feststehende Verglasungselemente vorgesehen sein können. Zwischen den Fensterelementen ist üblicherweise entweder ein fest am Fensterrahmen angeordneter, feststehender Mittelpfosten (Setzholz) vorgesehen, oder eines der angrenzenden Elemente ist auf seiner Aussenseite mit einer aufgesetzten Schlagleiste versehen.

Die verwendeten Fenster bestimmen massgeblich das Erscheinungsbild einer Hausfassade. Bei herkömmlichen Fenstern ist konstruktionsbedingt zwischen zwei benachbarten Elementen ein vertikales, von der Fensterfläche abgesetztes Element von aussen deutlich sichtbar, nämlich die Schlagleiste als Teil des Flügelrahmens oder das fest (aussen) angeordnete Setzholz. Bei einem Fenster mit drei Elementen sind dies beispielsweise zwei vertikale optische Unterteilungen der Fensterfläche. Konstruktionsbedingt werden also in einem Fensterband neben den Zwischenräumen zwischen den benachbarten Fensterflächen eine Reihe von weiteren vertikalen optischen Teilungen geschaffen unabhängig davon, ob diese architektonisch gewünscht sind oder nicht.

Herkömmliche, über die Glasflächen vorstehende Flügelrahmen erschweren zudem die Fensterreinigung, insbesondere auf der Gebäudeaussenseite, wo oft Maschinen eingesetzt werden. Zusätzlich wird die Lebensdauer von Fenstern massgeblich durch die Lebensdauer derjenigen Teile der Flügelrahmen bestimmt, welche der Witterung ausgesetzt sind.

Moderne Bauten weisen oft grossflächige, durchgehende Glasfassaden auf mit einer geringen Zahl von vertikalen (und horizontalen) Teilungen. Dies wird erreicht, indem die Verglasung beispielsweise mit einem Punkthaltesystem an innenseitigen Trägem gehalten ist oder indem Glaselemente auf einen Hilfsrahmen geklebt werden, welcher an einer Tragekonstruktion befestigt wird (structural glazing). Derartige Fassaden weisen aber üblicherweise keine öffenbaren Fenster auf oder diese sind nur in gewissen Bereichen vorgesehen, wo eine optische Teilung nicht störend ist oder gar gewünscht wird. Die Tragekonstruktion hinter der Glasfassade vermindert den nutzbaren Rauminhalt des Gebäudes und verlangt eine angepasste Innenraumgestaltung.

Soll an einem bestehenden Gebäude eine Fassade geschaffen werden, welche mit einer geringeren Zahl vertikaler Teilungen auskommt, sind aufwändige Umbauten notwendig (z. B. das Vorhängen einer neuen Fassade). Allenfalls können mehrflügelige Fenster durch entsprechend grössere einteilige Fensterelemente ersetzt werden. Diese können dann aber üblicherweise nicht mehr ohne weiteres geöffnet werden, und das hohe Gewicht der Scheiben führt zu einer überproportionalen Belastung der Flügelrahmen und der Lager der Fensterflügel. Zudem wirken überdimensionierte Flügelformate im Innenraum oft störend.

Darstellung der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es, ein dem eingangs genannten technischen Gebiet zugehörendes Fenster zu schaffen, welches auf einfache Weise und ohne Komfortverlust erweiterte Fassadengestaltungen erlaubt und welches einfach zu reinigen und dauerhaft ist.

Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 definiert. Gemäss der Erfindung ist eine Hauptfläche des Fensterflügels ganz durch die Verglasung gebildet, und der Flügelrahmen steht bezüglich dieser Hauptfläche nicht vor.

Somit tritt auf derjenigen Seite, deren Hauptfläche von der Verglasung gebildet wird, der Flügelrahmen optisch in den Hintergrund, er ist allenfalls aus der Nähe noch durch die Verglasung hindurch erkennbar. Die Glasfläche erscheint auf dieser Seite grösser als bei herkömmlichen Fenstern mit beidseitigen Flügelrahmen. Weil kein vorstehender Flügelrahmen vorhanden ist, vereinfacht sich zudem die Reinigung auf der durch die Verglasung gebildeten Seite. Dies ist besonders dann vorteilhaft, wenn die Hauptfläche auf der Aussenseite ganz durch die Verglasung gebildet ist. In diesem Fall ist ausserdem der Flügelrahmen kaum oder gar nicht mehr der Witterung, also z. B. Nässe, Kälte oder direkter Sonneneinstrahlung, ausgesetzt, wodurch die Lebensdauer des Fensterflügels erheblich gesteigert werden kann.

Trotzdem kann der Fensterflügel genau wie herkömmliche öffenbare Fensterflügel geöffnet werden, indem beispielsweise manuell ein Fenstergriff betätigt wird, welcher mit einem Verschlussmechanismus zusammenwirkt. Dieser Mechanismus kann – wie auch andere Fensterbeschläge – weiterhin auf an sich bekannte Weise im Flügelrahmen angeordnet werden. In geschlossenem Zustand dichtet der Flügelrahmen gegenüber dem Fensterrahmen, welcher fest in der Fensteröffnung angeordnet ist, wetterdicht ab. Die erfindungsgemässe Lösung ermöglicht eine einfache Nachrüstung bestehender Gebäude, indem es ausreichen kann, lediglich die Fensterflügel auszutauschen.

Neben Drehflügelfenstern ist die Erfindung auch bei anderen Fenstertypen wie Wende-, Schwing- und Kippfenstern oder bei Fenstertüren realisierbar.

Bevorzugt weist das Fenster ein weiteres Fensterelement mit einer weiteren Verglasung auf wobei wiederum eine Hauptfläche des Fensterelements ganz durch die Verglasung gebildet ist. In geschlossenem Zustand des Fensterflügels ist die Hauptfläche des Fensterflügels flächenbündig mit der Hauptfläche des Fensterelements. Dies bedeutet, dass die Hauptflächen des Fensterflügels und des weiteren Fensterelements in derselben geometrischen Ebene liegen; zwischen den Hauptflächen kann aber durchaus eine Lücke (z. B. in der Art einer Schattennut) gebildet sein. Weil sowohl der Fensterflügel als auch das weitere Fensterelement keine über die zueinander flächenbündigen Hauptflächen vorstehenden Elemente aufweisen, entsteht optisch – besonders aus einer gewissen Distanz – der Eindruck einer durchgehenden Fensterfläche, zumal dann, wenn die gebildete Lücke verhältnismässig schmal ist. Durch den Einsatz der erfindungsgemässen Fenster lassen sich somit auf einfache Weise Fassaden mit öffenbaren Fenstern realisieren, die gegenüber herkömmlichen Lösungen deutlich weniger vertikale Unterteilungen aufweisen. Weil keine vorstehenden Elemente vorhanden sind, kann die Reinigung des Fensterflügels und des weiteren Fensterelements im Wesentlichen gleich erfolgen wie die Reinigung einer einzigen, durchgehenden Fensterfläche der entsprechenden Grösse.

Beim weiteren Fensterelement kann es sich um einen zweiten öffenbaren Fensterflügel handeln, insbesondere um einen Drehflügel, wobei dieser in geschlossenem Zustand mit dem Fensterrahmen sowie mit dem ersten Fensterflügel dichtend zusammenwirkt. Es kann auch ein nicht-öffenbares weiteres Element vorgesehen werden, bzw. eines, welches nur zu Unterhalts- und Reinigungszwecken geöffnet werden soll (wobei beispielsweise Schrauben gelöst werden müssen).

Bevorzugt ist die Verglasung durch ein Stufenglas gebildet. Dieses bildet mit seiner grösseren Glasaussenfläche ganz die genannte Hauptfläche des Fensterflügels. Auf der entgegengesetzten Seite ist das Stufenglas umlaufend entlang seines Randbereichs auf dem Flügelrahmen angeordnet. Stufengläser, also Gläser mit unterschiedlich grossen, parallel angeordneten Scheiben sind an sich bekannt. Sie können wirtschaftlich hergestellt werden und erfüllen mittlerweile sämtliche an sie gestellten Anforderungen, beispielsweise bezüglich Isolation oder Stabilität. Im Rahmen der Erfindung wird das Stufenglas so auf dem Rahmen angeordnet, dass die flächenmässig kleinere Scheibe bzw. die kleineren Scheiben vom Flügelrahmen allseitig umschlossen werden, während die grössere Scheibe bzw. die grösseren Scheiben den Flügelrahmen auf der entsprechenden Seite zumindest teilweise überdecken.

Durch die Verwendung von Stufenglas kann der Fensterflügel mechanisch stabil ausgebildet werden, indem ein Teil des Stufenglases wie das Glaselement von herkömmlichen Fensterflügeln im Rahmen gehalten und von diesem allseitig gestützt ist. Zusätzlich kann ein Fensterflügel mit einer geringeren Gesamtdicke realisiert werden, als wenn beispielsweise die gesamte Verglasung einseitig aussen auf dem Rahmen angeordnet ist. Im Weiteren ergibt sich durch die genannte Lösung von der "Rahmenseite" des Fensterflügels her eine Optik wie bei einem herkömmlichen Fensterflügel mit einem Flügelrahmen und einer davon umschlossenen Scheibe. Wird die Aussenfläche von der Verglasung gebildet, erscheinen also die Fenster vom Innenraum her wie herkömmliche Fenster, übergrosse Flügelformate werden vermieden.

Das verwendete Stufenglas weist bevorzugt eine umlaufende Kontaktfläche auf, welche derart ausgebildet ist, dass sich das Stufenglas einfach auf bestehenden Rahmen für Fensterflügel anbringen lässt. Dies erlaubt einerseits den Einsatz von in Grossserie gefertigten und entsprechend kostengünstigen herkömmlichen Flügelrahmen (mit oder ohne Nachbearbeitung zur Anpassung an das verwendete Stufenglas) oder die Weiterverwendung von vorhandenen Flügelrahmen nach einem Umbau, im Zuge dessen die herkömmlichen Fenster durch erfindungsgemässe Fenster ersetzt werden.

Mit Vorteil ist das Stufenglas auf den Flügelrahmen aufgeklebt. Dadurch wird eine einfache Fertigung des Fensterflügels ermöglicht und mechanische Halterungen erübrigen sich. Geeignete Klebstoffe, z. B. auf der Basis von Silikon, sind kommerziell verfügbar. Die im Randbereich des Stufenglases ausgebildete Stufe ermöglicht mehrere Klebungen mit dem Flügelrahmen, wodurch auch bei grossen Fensterflächen ein sicherer Halt des Glases ermöglicht ist.

Anstelle einer direkten Klebung zwischen dem Stufenglas und dem Flügelrahmen kann auf der Rückseite des Stufenglases ein Hohlprofil aufgeklebt sein, welches mittels Befestigungselementen lösbar am Flügelrahmen befestigt werden kann. Das Hohlprofil weist beispielsweise eine Nut auf, und am Flügelrahmen werden an sich bekannte, um eine exzentrische Achse drehbare Befestigungselemente angeordnet. Diese greifen in die Nut ein und halten das Hohlprofil und das damit verklebte Stufenglas durch eine Klemmwirkung fest. Bei einer Beschädigung des Stufenglases können die Befestigungselemente um ihre Achse gedreht werden, so dass das Hohlprofil freigegeben und das Stufenglas inklusive Hohlprofil einfach ausgewechselt werden kann.

Vorzugsweise tritt der Flügelrahmen im Bereich der grösseren Glasaussenfläche des Stufenglases nicht seitlich über die grössere Glasaussenfläche hinaus. Dadurch ergibt sich eine optimale Ästhetik und der Flügelrahmen ist durch die vorgelagerte Glasaussenfläche vor Witterungseinflüssen geschützt. Im Bereich der kleineren Scheiben oder des Scheibenzwischenraums kann der Flügelrahmen seitlich über die grössere Glasaussenfläche hinaustreten, z. B. damit er mit einem zweiten Flügelrahmen zusammenwirken kann. Dieser Abschnitt des Flügelrahmens ist von aussen kaum sichtbar und Witterungseinflüsse auf diesen Teil können durch entsprechend vorgelagerte Dichtungen vermieden werden.

Mit Vorteil ist der Flügelrahmen ein Holzrahmen. Ein solcher ist einfach und wirtschaftlich in der Herstellung, ist dauerhaft, lässt sich der Verglasung in weiten Grenzen anpassen und gewährleistet eine gute Isolation, indem durch den Rahmen führende Wärmebrücken schon durch das Rahmenmaterial vermieden werden. Wenn die aussenliegende Hauptfläche des Fensterflügels durch die Verglasung gebildet ist, wird der Flügelrahmen durch die davorliegende Verglasung vor Witterungseinflüssen geschützt, so dass gegenüber üblichen Flügelrahmen aus Holz geringere Anforderungen an die Witterungsbeständigkeit gestellt werden können.

Alternativ ist die Erfindung auch mit anderen Flügelrahmen, insbesondere aus Kunststoff oder Metall, realisierbar.

Mit Vorteil ist am Flügelrahmen eine nutartige, umlaufende Wassernase, insbesondere aus einem Kunststoffmaterial, angeordnet. Diese verhindert, dass Wasser entlang des Flügelrahmens ins Innere des Gebäudes dringt.

Bevorzugt weist die ganz durch die Verglasung gebildete Hauptfläche des Fensterflügels eine schmutzabweisende Beschichtung auf. Durch derartige Beschichtungen wird verhindert, dass sich Schmutz auf der Verglasung ablagern kann ("Lotos-Effekt"), die Verglasung bleibt deshalb sauber und der Reinigungsaufwand reduziert sich prinzipiell. Bei herkömmlichen Fenstern ist jedoch auch der Flügelrahmen der Witterung ausgesetzt und wird dementsprechend verschmutzt. Falls nicht auch der Rahmen mit einer schmutzabweisenden Beschichtung versehen wird (was je nach Material problematisch sein kann oder die Optik nachteilig beeinflusst), wird die Häufigkeit der Aussenreinigung von der Verschmutzung des Rahmens bestimmt. Beim erfindungsgemässen Fenster ist der Rahmen weniger oder gar nicht der Witterung ausgesetzt und erfährt deshalb auch eine weit geringere Verschmutzung, so dass erst die Kombination der schmutzabweisend beschichteten Verglasung mit dem erfindungsgemässen Fenster einen deutlich verringerten Reinigungsaufwand bedeutet.

Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Schutzansprüche ergeben sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten Zeichnungen zeigen:

1 Eine Aussenansicht eines Fensters gemäss einer ersten Ausführungsform der Erfindung;

2 einen horizontalen Querschnitt durch die beiden Fensterflügel;

3 eine vergrösserte Darstellung des Querschnitts aus der 2, welche den Kontaktbereich der beiden Fensterflügel zeigt;

4 einen horizontalen Querschnitt durch einen äusseren Abschnitt des Fensterflügels und den Blendrahmen;

5 eine schematische Schrägansicht einer Eckverbindung der Wassernase;

6 einen horizontalen Querschnitt durch den Kontaktbereich der beiden Fensterflügel einer zweiten Ausführungsform der Erfindung; und

7 einen horizontalen Querschnitt durch den äusseren Abschnitt des Fensterflügels und den Blendrahmen.

Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Wege zur Ausführung der Erfindung

Die 1 zeigt eine Aussenansicht eines Fensters gemäss einer ersten Ausführungsform der Erfindung. Dargestellt ist ein zweiflügeliges Fenster 1 mit einem Blendrahmen 2 und zwei nach innen öffenbaren Fensterflügeln 100, 200. Von diesen Fensterflügeln 100, 200 sind von der Aussenseite her lediglich die Aussenflächen der äusseren Scheiben 111, 211 der jeweiligen Verglasung 110, 210 sichtbar. Diese überdecken die (mit gestrichelten Linien angedeuteten) im Randbereich der Fensterflügel 100, 200 umlaufenden, im Wesentlichen rechteckigen Flügelrahmen 120, 220 aus Holz vollständig. Die Aussenflächen der Scheiben 111, 211 sind im geschlossenen Zustand der Fensterflügel 100, 200 flächenbündig zueinander, wobei im Kontaktbereich der beiden Fensterflügel 100, 200 zwischen den äussersten Scheiben 111, 211 ein Abstand von einigen Millimetern besteht, so dass zwischen den Scheiben 111, 211 eine Schattennut 3 gebildet ist.

Die 2 zeigt einen horizontalen Querschnitt durch die beiden Fensterflügel. Beide Fensterflügel 100, 200 weisen eine Verglasung 110, 210 auf, welche am jeweiligen Flügelrahmen 120, 220 gehalten ist. Die Verglasungen 110, 210 sind durch Dreischeiben-Stufengläser gebildet, wobei die aussenliegenden Scheiben 111, 211 allseitig über die dazu parallelen innenliegenden Scheiben 112, 113 bzw. 212, 213 vorstehen. Die Flügelrahmen 120, 220 weisen auf ihren der Verglasung 110, 210 zugewandten Flächen ein Profil auf, welches dem Stufenglas der Verglasung 110, 210 angepasst ist. Im Kontaktbereich zum jeweils anderen Fensterflügel 100, 200 und zum Blendrahmen 2 sind Stufenprofile vorgesehen, welche eine wetterdichte Abdichtung zwischen den Fensterflügeln 100, 200 untereinander und zum Blendrahmen 2 ermöglichen. Die Fensterflügel 100, 200 sind mittels Fensterbändern 4.1, 4.2 am Blendrahmen 2 drehbar befestigt.

Der in der 2 durch einen Kreis hervorgehobene Kontaktbereich der beiden Fensterflügel 100, 200 ist in der 3 vergrössert dargestellt. Die Verglasungen 110, 210 sind Stufenglas-Isolierverglasungen, welche durch je zwei innere Scheiben 112, 113 bzw. 212, 213 und je eine äussere Scheibe 111 bzw. 211 gebildet sind, welche in ihren Randbereichen auf an sich bekannte Weise durch einen Randverbund aneinander gehalten sind: Zwischen den inneren Scheiben 112, 113 bzw. 212, 213 und der äusseren Schreibe 111 bzw. 211 ist ein Abstandhalterrahmen 114 bzw. 214 angeordnet, welcher ein hygroskopisches Entfeuchtungsmittel enthält. Zur Rahmenaussenseite hin anschliessend an den Abstandhalterrahmen 114 bzw. 214 ist eine umlaufende Dichtung 115 bzw. 215 vorgesehen, welche das Eindringen von Staub und Wasserdampf in den Scheibenzwischenraum verhindert.

Die der Verglasung zugewandeten Seiten der Flügelrahmen 120, 220 weisen an der Aussenseite einen Ausschnitt 121, 221 mit rechteckigem Querschnitt auf, so dass ein stufiges Profil gebildet wird. Die Breite der Stufe ist dabei der Dicke des Stufenglaselements angepasst, die Tiefe ist so gewählt, dass eine stabile Befestigung der Verglasung 110, 210 an den Flügelrahmen 120, 220 und eine gute Abdichtung gewährleistet sind. Zwischen dem innenliegenden Absatz des Ausschnitts 121, 221 und der innersten Scheibe 112, 212 der Verglasung 110, 210 ist verglasungsseitig zunächst jeweils eine Dichtung 131, 231, z. B. auf der Basis von Silikon oder Acryl, angeordnet, dahinter ist eine erste Klebung 132, 232 zwischen der innersten Scheibe 112, 212 und dem Flügelrahmen 120, 220 vorgesehen. Die Klebung 132, 232 wird mit an sich bekannten Klebstoffen, z. B. auf Silikonbasis, ausgeführt. Im Zwischenraum zwischen der Verglasung 110, 210 und dem Grund des Ausschnitts 121, 221, welcher gleichsam den Falzgrund des Flügelrahmens 120, 220 bildet, erfolgt die Verklotzung der Verglasung 110, 210 auf an sich bekannte Weise mit Trag- und Distanzklötzen.

Zwischen den äusseren Scheiben 111, 211 und den äusseren Seiten der Flügelrahmen 120, 220 sind angrenzend an die Abstandhalterrahmen 114, 214 und die entsprechenden Dichtungen 115, 215 weitere Klebungen 133, 233 vorgesehen, welche wie die hinteren Klebungen 132, 232 ausgeführt sind. Anschliessend, zum Rahmenrand hin, folgt eine weitere Dichtung 134, 234.

Im Kontaktbereich der beiden Fensterflügel 100, 200 ist der horizontale Überstand der äusseren Scheibe 111 des linken Fensterflügels 100 grösser als der Überstand der damit flächenbündigen äusseren Schreibe 211 des rechten Fensterflügels 200. Die Schattennut 3 liegt somit im Bereich des Flügelrahmens 220 des rechten Fensterflügels 200. Aufgrund dieser Anordnung kann der rechte Fensterflügel 200 (welcher mit dem Fenstergriff versehen ist und eine Verschlussvorrichtung mit dem Blendrahmen aufweist) ungehindert geöffnet werden, wenn der linke Fensterflügel 100 noch in seiner geschlossenen Position am Blendrahmen anliegt. Weil die Verglasungen 110, 210 mit den Flügelrahmen 120, 220 verklebt sind, müssen die äusseren Scheiben 111, 211 nicht von Haltevorrichtungen umgriffen werden, es greifen somit keine Elemente der Flügelrahmen 120, 220 in den Zwischenraum zwischen den äusseren Scheiben 111, 211 ein.

Auf den einander zugewandten Flächen bilden die beiden Flügelrahmen 120, 220 aneinander angepasste Stufenprofile. In das Profil des linken Fensterflügels 100 ist ein flexibles Dichtungsprofil 122 eingearbeitet, welches die Abdichtung zwischen den beiden Fensterflügeln 100, 200 gewährleistet. An diesem Fensterflügel 100, welcher keine Verschlussvorrichtung zum Blendrahmen aufweist, dessen Flügelrahmen 120 also in geschlossener Stellung beider Flügelrahmen 120, 220 durch den anderen Flügelrahmen 220 an den Blendrahmen gedrückt wird, ist im vordersten Abschnitt auch eine Anschlagleiste 123 für den anderen Flügelrahmen 220 vorgesehen. Die Anschlagleiste 123 weist einen hakenförmigen Querschnitt auf, wobei der umgeschlagene freie Abschnitt von einer Stufe des anderen Flügelrahmens 220 kontaktiert wird. Dies gewährleistet eine gewisse Flexibilität der Anschlagleiste und damit ein sicheres und dichtes Verschliessen der Fensterflügel 100, 200.

Der Anschlagleiste 123 gegenüberliegend ist am anderen Flügelrahmen 220 eine Wassernase 224.1 angeordnet mit einer durchlaufenden vertikalen Nut 224.1a, welche der Fensteraussenseite zugewandt ist und ungefähr mit der im Abstand der beiden vorderen Scheiben 111, 211 gebildeten Schattennut 3 fluchtet. Die Wassernase 224.1 führt von aussen in den Zwischenraum zwischen den Flügeln 100, 200 eindringendes Wasser zur Fensterunterkante ab, wo es abtropfen kann.

Die 4 zeigt einen horizontalen Querschnitt durch einen äusseren Abschnitt des rechten Fensterflügels 200 und den Blendrahmen 2. Der Blendrahmen 2 ist in der Umrandung 5 der Fensteröffnung in an sich bekannter Weise befestigt. Der Fensterflügel 200 ist mittels eines Fensterbandes 4.2 am Blendrahmen 2 drehbar angebracht. Die Anschlussgeometrie der Verglasung 210 entspricht derjenigen an der Innenseite des Fensterflügels 200, wie sie im Zusammenhang mit der 3 im Detail beschrieben worden ist. Entsprechend ist auch der Querschnitt des am Flügelrahmen 220 vorgesehenen Ausschnitts 221 für die Verglasung 210 gleich wie an der gegenüberliegenden Seite des Fensterflügels 200. Im Blendrahmen 2 ist eine vertikale Nut 6 ausgespart, in welcher passend ein flexibles Dichtungsprofil 7 eingearbeitet ist. Dieses wirkt bei geschlossenem Fensterflügel 200 mit einer Stufe an der gegenüberliegenden Seite des Flügelrahmens 220 dichtend zusammen.

Auf der vorderen Seite des Blendrahmens 2 ist eine weitere Dichtung 8 befestigt, welche mit einer weiteren Stufe des Flügelrahmens 220 dichtend zusammenwirkt. Die Dichtung 8 ist als Hohlprofil aus einem flexiblen Material ausgebildet und wird beim vollständigen Schliessen des Fensterflügels 200 geringfügig zusammengedrückt, so dass eine sichere Abdichtung gewährleistet ist. Vor der Dichtung 8 ist eine Blende 9 angeordnet, welche parallel zu den Hauptflächen der Verglasung 210 verläuft und optisch neben der Dichtung 8 auch das Stufenprofil an der Aussenseite des Flügelrahmens 220 verbirgt. Vor dem Anschlag der Dichtung 8 ist am Flügelrahmen 220 die Wassernase 224.2 angeordnet, deren Nut 224.2a zur Aussenseite des Flügelrahmens 220 hin gerichtet ist. Die Tiefe der Wassernase 224 entspricht ungefähr dem Überstand der äusseren Scheibe 211 der Verglasung 210 über den Flügelrahmen 220, so dass die Wassernase 224.2 hinter dem Überstand verborgen ist.

Die Kontaktfläche des Blendrahmens 2 zu den Fensterflügeln 100, 200 ist an der gegenüberliegenden Fensterseite sowie entlang dem Unter- und dem Oberrand des Fensters analog ausgebildet wie im Bereich, welcher in der 4 dargestellt ist. Entsprechend sind auch die Kontaktflächen der Fensterflügel 100, 200 zum Blendrahmen 2 an den Aussenseiten sowie unten und oben gleichartig.

Die 5 zeigt eine schematische Schrägansicht einer Eckverbindung der um den gesamten Fensterflügel umlaufenden Wassernase 224. Die Wassernase 224 besteht aus vier Profilen, welche an den vier umlaufenden Seiten der Fensterflügel angeordnet sind. Das Profil im Kontaktbereich zum benachbarten Fensterelement ist bereits im Zusammenhang mit der 3 beschrieben worden, dasjenige am seitlichen Profil des Fensterflügels im Zusammenhang mit der 4. Die Wassernase im unterliegenden horizontalen Flügelprofil ist ähnlich ausgebildet wie die erwähnten Profile, ihre Nut weist nach unten.

In der 5 sichtbar ist das Profil 224.1, welches am inneren vertikalen Profil des Fensterflügels angeordnet ist und dessen Nut nach vorne zur Fensteraussenfläche zeigt, sowie das Profi 224.3, welches am oberen horizontalen Profil des Fensterflügels angebracht ist und dessen Nut nach oben gerichtet ist. Beide Profile 224.1, 224.3 sind im Wesentlichen U-förmig. Das Profil 224.1 weist an seinem oberen Ende im Basisabschnitt eine kubische Ausnehmung auf, deren Tiefe der kombinierten Tiefen der Basis und des hinteren Schenkels des horizontalen Profils 224.3 entspricht. Beim horizontalen Profil 224.3 ist an seinem Ende ein Abschnitt des vorderen Schenkels weggelassen, dessen Breite der Breite des vertikalen Profils 224.1 entspricht.

Ähnliche Eckverbindungen sind auch an den anderen drei Ecken des Fensterflügels vorgesehen. Die vier Profile 224.1, 224.3,... passen somit an ihren Enden derart ineinander, dass eine umlaufende Wassernase 224 mit durchwegs rechteckigem Gesamtprofil gebildet wird.

Die 6 zeigt einen horizontalen Querschnitt durch den Kontaktbereich der beiden Fensterflügel einer zweiten Ausführungsform der Erfindung. Die Optik der zweiten Ausführungsform entspricht derjenigen der ersten Ausführungsform (vgl. 1); die konkrete Realisierung weist aber verschiedene konstruktive Unterschiede auf.

Beide Fensterflügel 300, 400 weisen eine Verglasung 310, 410 auf, welche am jeweiligen Flügelrahmen 320, 420 gehalten ist. Die Verglasungen 310, 410 sind Stufenglas-Isolierverglasungen, welche durch je eine innere Scheibe 312 bzw. 412 und je eine äussere Scheibe 311 bzw. 411 gebildet sind, welche in ihren Randbereichen auf an sich bekannte Weise durch einen Randverbund aneinander gehalten sind: Zwischen der inneren Scheibe 312 bzw. 412 und der äusseren Schreibe 311 bzw. 411 ist ein Abstandhalterrahmen 314 bzw. 414 angeordnet, welcher ein hygroskopisches Entfeuchtungsmittel enthält. Zur Rahmenaussenseite hin anschliessend an den Abstandhalterrahmen 314 bzw. 414 ist eine umlaufende Dichtung 315 bzw. 415 vorgesehen, welche das Eindringen von Staub und Wasserdampf in den Scheibenzwischenraum verhindert. Die aussenliegenden Scheiben 311, 411 der Verglasungen 310, 410 stehen allseitig über die dazu parallelen innenliegenden Scheiben 312 bzw. 412 vor. Im Bereich des Überstands der aussenliegenden Scheiben 311, 411 ist auf deren Rückseite je ein Hohlprofil 316, 416 aus Aluminium aufgeklebt. Diese erstrecken sich im Wesentlichen umlaufend entlang der Flügelrahmen 320 bzw. 420. Der Querschnitt der Hohlprofile 316, 416 ist im Wesentlichen rechteckig, wobei an der der aussenliegenden Scheibe 311, 411 abgewandten Seite ein dem Profil entlang laufender Schlitz 316a, 416a ausgespart ist.

Die der Verglasung 310, 410 zugewandeten Seiten der Flügelrahmen 320, 420 weisen an der Aussenseite einen Ausschnitt 321, 421 mit rechteckigem Querschnitt auf, so dass ein stufiges Profil gebildet wird. Die Breite der Stufe ist dabei der Dicke des Stufenglaselements abzüglich der Tiefe des Hohlprofils 316, 416 angepasst, die Tiefe ist so gewählt, dass eine stabile Befestigung der Verglasung 310, 410 an den Flügelrahmen 320, 420 gewährleistet ist. Zwischen dem innenliegenden Absatz des Ausschnitts 321, 421 und der inneren Scheibe 312, 412 der Verglasung 310, 410 ist verglasungsseitig jeweils eine Dichtung 331, 431, z. B. auf der Basis von Silikon oder Acryl, angeordnet.

Die Befestigung der Verglasung 310, 410 an den Flügelrahmen 320, 420 erfolgt mittels an sich bekannter Befestigungselemente 325, 425, welche um eine exzentrische Achse drehbar an den Flügelrahmen 320, 420 befestigt sind. Die Befestigungselemente 325, 425 weisen eine umlaufende Rille auf, deren Breite der Profilstärke der an der Verglasung 310, 410 angebrachten Hohlprofile 316, 416 entspricht. Zur Befestigung der Verglasung 310, 410 werden die Befestigungselemente 325, 425 zunächst in eine Drehposition gebracht, in welcher die Hohlprofile 316, 416 direkt, d. h. im Wesentlichen senkrecht zur Hauptfläche der Flügelrahmen 320, 420 auf die Befestigungselemente 325, 425 aufgeschoben werden können. Anschliessend werden die Befestigungselemente 325, 425 um ihre exzentrische Achse gedreht, so dass die nach innen ragenden, den Schlitz 316a, 416a der Hohlprofile 316, 416 begrenzenden Abschnitte in den Rillen der Befestigungselemente 325, 425 aufgenommen werden und die Hohlprofile 316a, 416a an den Befestigungselementen 325, 425 festgeklemmt sind. Auf diese Weise lässt sich die Verglasung 310, 410 auf einfache Weise und lösbar an den Flügelrahmen 320, 420 anbringen. Die Anzahl der entlang der Flügelrahmen 320, 420 angeordneten Befestigungselemente 325, 425 kann abhängig von den Fensterdimensionen und dem Fenstergewicht gewählt werden.

Im Kontaktbereich der beiden Fensterflügel 300, 400 ist der horizontale Überstand der äusseren Scheibe 411 des rechten Fensterflügels 400 grösser als der Überstand der damit flächenbündigen äusseren Schreibe 311 des linken Fensterflügels 300. Aufgrund dieser Anordnung kann der linke Fensterflügel 300 (welcher mit dem Fenstergriff versehen ist und eine Verschlussvorrichtung mit dem Blendrahmen aufweist) ungehindert geöffnet werden, wenn der rechte Fensterflügel 400 noch in seiner geschlossenen Position am Blendrahmen anliegt.

Weil die Befestigung der Verglasung 310, 410 an den Flügelrahmen 320, 420 ausschliesslich auf der hinteren Seite der äusseren Scheiben 311, 411 erfolgt, greifen keine Elemente der Flügelrahmen 320, 420 in den Zwischenraum zwischen den äusseren Scheiben 311, 411 ein.

Auf den einander zugewandten Flächen bilden die beiden Flügelrahmen 320, 420 aneinander angepasste Stufenprofile. Das Hohlprofil 416 des rechten Fensterflügels 400, mittels welchem die Verglasung 410 am Flügelrahmen 420 befestigt ist, weist eine Nase 416b auf, an welcher eine Lippendichtung 422 befestigt ist. Diese wird bei geschlossenem Fenster durch den anderen Flügelrahmen 320 mit einem gewissen Anpressdruck beaufschlagt und gewährleistet so die Abdichtung zwischen den beiden Fensterflügeln 300, 400.

Die 7 zeigt einen horizontalen Querschnitt durch den äusseren Abschnitt des rechten Fensterflügels 400 und den Blendrahmen 502. Der Fensterflügel 400 ist mittels eines Fensterbandes 504.2 am Blendrahmen 502 drehbar angebracht. Die Anschlussgeometrie der Verglasung 410 entspricht derjenigen an der Innenseite des Fensterflügels 400, wie sie im Zusammenhang mit der 6 im Detail beschrieben worden ist. Entsprechend ist auch der Querschnitt des am Flügelrahmen 420 vorgesehenen Ausschnitts 421 für die Verglasung 410 gleich wie an der gegenüberliegenden Seite des Fensterflügels 400. Im Blendrahmen 502 ist eine vertikale Nut 506 ausgespart, in welcher passend ein flexibles Dichtungsprofil 507 eingearbeitet ist. Dieses wirkt bei geschlossenem Fensterflügel 400 mit einer Stufe an der gegenüberliegenden Seite des Flügelrahmens 420 dichtend zusammen.

Auf der vorderen Seite des Blendrahmens 502 ist eine Aufdopplung 510 mit einer Aluminiumabdeckung 511 angebracht. Deren Tiefe ist in Abhängigkeit der Geometrie des Blend- sowie des Flügelrahmens 502, 400 sowie der Dicke der Verglasung 410 gewählt. In Richtung der Fensterfläche daneben ist eine als Aluminiumprofil ausgebildete Blende 520 befestigt. Zu diesem Zweck ist an der Rückseite der Blende 520 ein Hohlprofil 521 befestigt, dessen Querschnitt den Hohlprofilen an der Rückseite der Verglasung 410 entspricht. Das Hohlprofil 521 ist wiederum mittels exzentrisch gelagerter Befestigungselemente 522 lösbar am Blendrahmen 502 befestigt. Die Blende 520 weist eine ebene Frontfläche 520a auf, welche in derselben Ebene verläuft wie die Frontfläche der Aufdopplung 510. Die Frontfläche 520a erstreckt sich bis über die äussere Scheibe 411 des Fensterflügels 400 hinaus und ist an ihrem äusseren Ende auf der Rückseite mit einer Nut 520b versehen, in welcher eine Lippendichtung 523 befestigt ist, welche bei geschlossenem Fensterflügel 400 an die Frontfläche der äusseren Scheibe 411 angepresst wird und somit auch bei Schlagwasser das Eindringen von Nässe in den Raum hinter der Blende 520 verhindert.

Am Hohlprofil 521, mittels welchem die Blende 520 am Blendrahmen 502 befestigt ist, ist an der der Verglasung des Fensterflügels 400 zugewandten Seite wiederum eine Nase 521b ausgebildet, an welcher eine weitere Lippendichtung 508 befestigt ist. Diese wird bei geschlossenem Fensterflügel 400 an eine weitere Stufe des Flügelrahmens 420 angedrückt, so dass eine sichere Abdichtung gewährleistet ist.

Die Kontaktfläche des Blendrahmens 502 zu den Fensterflügeln 300, 400 ist an der gegenüberliegenden Fensterseite sowie entlang des Unter- und des Oberrands des Fensters analog ausgebildet wie im Bereich, welcher in der 7 dargestellt ist. Entsprechend sind auch die Kontaktflächen der Fensterflügel 300, 400 zum Blendrahmen 502 an den Aussenseiten sowie unten und oben gleichartig.

Durch die beschriebene Geometrie und die vorhandenen Dichtmittel erfüllt das Fenster die gängige Norm EN ISO 12567-1 hinsichtlich des Wärmedurchgangs.

Der Anwendungsbereich der Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Die dargestellten Anordnungen der Verglasung lassen sich anstelle eines Holzrahmens auch auf einem Metallrahmen anbringen, wobei unter Umständen eine zusätzliche Isolation vorzusehen ist, um die gegenüber einem Holzrahmen verminderte Wärmeabdichtung des Metallrahmens zu kompensieren. Die Erfindung kann auch bei anderen Fensterkonfigurationen ausgeführt werden, z. B. bei drei- oder mehrflügeligen Fenstern oder wenn nur ein einzelner drehbarer Flügel vorgesehen ist. Das Profil des Flügelrahmens muss nicht den dargestellten entsprechen, das Stufenglaselement kann vielmehr auf einer Vielzahl von unterschiedlichen Rahmenprofilen angeordnet werden. Entsprechend kann auch die Abdichtung zwischen dem Flügelrahmen und dem Blendrahmen bzw. zwischen den Flügelrahmen von benachbarten Fensterflügeln auf eine andere Weise erfolgen: Die Dichtungen können anders ausgebildet und angeordnet sein, und es können gegebenenfalls Dichtungen weggelassen oder weitere Dichtungen vorgesehen werden.

Das Verglasungselement kann am Flügelrahmen statt durch die dargestellte Klebung oder die dargestellten Befestigungselemente auch auf eine andere Weise befestigt werden, z. B. mechanisch mit Klemmen, welche das Stufenglas umgreifen. Schliesslich können auch anders ausgebildete Verglasungselemente eingesetzt werden mit einer anderen Geometrie und/oder einer anderen Anzahl und Anordnung der Scheiben.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch die Erfindung ein Fenster mit einem öffenbaren Fensterflügel geschaffen wird, welches auf einfache Weise und ohne Komfortverlust erweiterte Fassadengestaltungen erlaubt und welches einfach zu reinigen und dauerhaft ist.

Bezugszeichenliste

Anspruch[de]
  1. Fenster umfassend mindestens einen öffenbaren Fensterflügel (100; 300), insbesondere einen Drehflügel, mit einem Flügelrahmen (120; 320) und einer daran angeordneten Verglasung (110; 310), wobei der Flügelrahmen (120; 320) in geschlossenem Zustand des Fensterflügels (100; 300) dichtend mit einem Fensterrahmen (2; 502) zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hauptfläche (111; 311) des Fensterflügels ganz durch die Verglasung (110; 310) gebildet ist und der Flügelrahmen (120; 320) bezüglich dieser Hauptfläche (111; 311) nicht vorsteht.
  2. Fenster nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Fensterelement (200; 400) mit einer weiteren Verglasung (210; 410), wobei eine Hauptfläche (211; 411) des Fensterelements (200; 400) ganz durch die Verglasung (210; 410) gebildet ist und wobei in geschlossenem Zustand des Fensterflügels (100; 300) die Hauptfläche (111; 311) des Fensterflügels (100; 300) flächenbündig ist mit der Hauptfläche (211; 411) des Fensterelements (200; 400).
  3. Fenster nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fensterelement (200; 400) ein zweiter öffenbarer Fensterflügel, insbesondere ein Drehflügel, ist und in geschlossenem Zustand mit dem ersten Fensterflügel (100; 300) und dem Fensterrahmen (2; 502) dichtend zusammenwirkt.
  4. Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verglasung (110, 210; 310, 410) durch ein Stufenglas gebildet ist, welches mit seiner grösseren Glasaussenfläche (111, 211; 311, 411) die genannte Hauptfläche des Fensterflügels (100, 200; 300, 400) bildet und umlaufend entlang seines Randbereichs auf seiner dieser Hauptfläche (111, 211; 311, 411) entgegengesetzten Seite auf dem Flügelrahmen (120, 220; 320, 420) angeordnet ist.
  5. Fenster nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Stufenglas (110, 210) auf den Flügelrahmen (120, 220) aufgeklebt ist.
  6. Fenster nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Stufenglas (310, 410) mit einem Hohlprofil (316, 416) verklebt ist und dass das Hohlprofil (316, 416) mittels Befestigungselementen (325, 425) lösbar am Flügelrahmen (320, 420) befestigt ist.
  7. Fenster nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Flügelrahmen (120, 220; 320, 420) im Bereich der grösseren Glasaussenfläche (111, 211; 311, 411) des Stufenglases (110, 210; 310, 410) nicht seitlich über die grössere Glasaussenfläche (111, 211; 311, 411) hinaustritt.
  8. Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Flügelrahmen (120, 220; 320, 420) ein Holzrahmen ist.
  9. Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass am Flügelrahmen (120, 220) eine nutartige, umlaufende Wassernase (224), insbesondere aus einem Kunststoffmaterial, angeordnet ist.
  10. Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine schmutzabweisende Beschichtung auf der genannten Hauptfläche (111, 211) des Fensterflügels (100, 200).
  11. Stufenglas für ein Fenster nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine umlaufende Kontaktfläche, welche derart ausgebildet ist, dass sich das Stufenglas (110, 210; 310, 410) einfach auf bestehenden Rahmen für Fensterflügel anbringen lässt.
  12. Stufenglas für ein Fenster nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass entlang seines Randbereichs auf einer der grösseren Glasaussenfläche (311, 411) entgegengesetzten Seite ein Hohlprofil (316, 416) aufgeklebt ist, welches zur Befestigung des Stufenglases an einem bestehenden Rahmen für Fensterflügel mit am bestehenden Rahmen zu befestigenden Befestigungselementen (325, 425) zusammenwirken kann.
  13. Fassade mit einer Mehrzahl von Fenstern nach einem der Ansprüche 1 bis 10.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com