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Dokumentenidentifikation DE60110217T2 30.03.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001267648
Titel VORRICHTUNG ZUM EXTRUDIEREN VON WASSER-ENTHALTENDEN PRODUKTEN
Anmelder Sprout-Matador A/S, Esbjerg, DK
Erfinder FLARUP-KNUDSEN, Anders, DK-6710 Esbjerg, DK
Vertreter HOFFMANN & EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 60110217
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.03.2001
EP-Aktenzeichen 019169408
WO-Anmeldetag 23.03.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/DK01/00200
WO-Veröffentlichungsnummer 0001072153
WO-Veröffentlichungsdatum 04.10.2001
EP-Offenlegungsdatum 02.01.2003
EP date of grant 20.04.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.2006
IPC-Hauptklasse A23P 1/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A23P 1/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A23N 17/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A23K 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung der in dem Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art.

Eine Vorrichtung dieser Art ist zum Beispiel aus der WO 99/62361 der gegenwärtigen Anmelder bekannt. Eine derartige Vorrichtung ist zum Extrudieren von sich ausdehnenden, wasserhaltigen Produkten geeignet, wie beispielsweise Nahrungsmittelartikel oder Futtermittelpellets verschiedener Arten. Um in der Lage zu sein, die Ausdehnung des Produkts steuern zu können, wenn es die Extrudierdüsen in der Düsenplatte verlässt, weist die Vorrichtung eine Druckbegrenzungskammer auf. Durch Steuern des Drucks in dieser Kammer, kann die Ausdehnung des Produkts gemäß den gewünschten Parametern angepasst werden. Um den Druck in der Druckbegrenzungskammer steuern zu können, muss das Produkt diese Kammer durch eine Schleuse verlassen, die stromab der Kammer angebracht ist. An der Auslass-Seite der Schleuse wird der Druck ein atmosphärischer Druck oder möglicherweise ein leichtes Vakuum sein, der/das zum Transport des hergestellten Produkts verwendet wird. Es wurde festgestellt, dass wenn eine derartige Vorrichtung verwendet wird, das Produkt insbesondere während des Anfahrens instabil und möglicherweise relativ feucht sein kann, wodurch das während des Anfahrens produzierte Produkt weich ist und die Tendenz aufweist, die Schleuse zu blockieren, wobei das Abmontieren mehrerer Komponenten erforderlich wird, um die Schleuse zu reinigen.

Offenbarung der Erfindung

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung nach der Art zu schaffen, auf die oben Bezug genommen wurde, mit der es möglich ist, diese Probleme abzuschwächen und mit der weitere Verbesserungen möglich sind; und diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung dieser Art erzielt, die gemäß der vorliegenden Erfindung auch die in dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale aufweist. Mit dieser Anordnung wird es möglich gemacht, die Maschinenanlage anzufahren, ohne die Schleuse zu verbinden, und die Schleuse leicht zu verbinden, wenn das Produkt ausreichend stabil für die fehlerfreie Funktion der Schleuse ist. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen offenbart, und ihre Vorteile werden aus der folgenden, ausführlichen Beschreibung offensichtlich. Diese Vorteile umfassen unter anderem einen einfachen, schnellen Wechsel zwischen unterschiedlichen Arbeitsbedingungen, leichtes Abbauen zum Reinigen, z.B. wenn das Produkt geändert wird, und leichte Steuerung der Produktstabilität während des Anfahrens, vor dem Verbinden der Schleuse.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

In dem folgenden, ausführlichen Teil der vorliegenden Beschreibung, wird die Erfindung ausführlicher mit Bezug auf beispielhafte Ausführungsformen einer Extrudiervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung beschrieben, die in den Zeichnungen gezeigt wird, in denen

1 schematisch einen Querschnitt der Teile einer Extrudiervorrichtung zeigt, die für die vorliegende Erfindung wichtig sind,

2 und 3 Perspektivansichten der in 1 gezeigten Teile zeigen, aus unterschiedlichen Richtungen gesehen, und

4 schematisch die in 1 gezeigte Ausführungsform, mit einem Teil eines Extruders, zeigt.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Die in 1 und 4 gezeigte Extrudiervorrichtung ist von der einem Fachmann bekannten Art, und die Einzelheiten des Extrusionsverfahrens werden hier nicht behandelt, da sie zum Beispiel aus der WO 99/62361 bekannt sind.

Die gezeigte Vorrichtung weist einen Extruder 15 auf, der ein Produkt 17 einem hohen Extrudierdruck und einer entsprechend hohen Temperatur aussetzt, von dem das Produkt 17, durch eine Düsenplatte 14, in die Druckbegrenzungskammer 1 abgelassen wird. Das die Düsen der Düsenplatte 14 verlassende Produkt 17 wird durch ein Abtrennsystem mit einem Drehmesser 2 abgetrennt, wodurch die Größe der produzierten Pellets gesteuert werden kann, durch Steuern der Geschwindigkeit des Drehmessers in Übereinstimmung mit der Geschwindigkeit der Extrusion des Produkts, das durch die Düsenplatte 14 rauskommt. Für bestimmte Produkte wird das Abtrennsystem, wegen der Eigenschaften der extrudierten Produkte von selber zu zerfallen, nicht benötigt.

Die Druckbegrenzungskammer 1 ist mit dem Extruder 15 und der Düsenplatte 14 auf druckdichte Art verbunden, und diese Verbindung ist auf eine lösbare Art vorgesehen, so dass die Druckbegrenzungskammer 1 aus dem Weg des Extruders 15 und der Düsenplatte 14 bewegt werden kann, um das Reinigen und möglicherweise das Anfahren zu erleichtern, ohne die Druckbegrenzungskammer 1 zu verbinden. In der in 1 und 4 gezeigten Ausführungsform, ist die Druckbegrenzungskammer 1 schwingbar an einer Achse 4 angebracht, so dass die Kammer von der Düsenplatte 14 weg geschwungen werden kann.

Stromab der Druckbegrenzungskammer 1 weist die Vorrichtung eine Schleuse 3 einer bekannten Art auf, mit mehreren Schleusenkammern, die durch ein Drehen sukzessiv verbunden werden, zuerst, um ein Produkt aus der Druckbegrenzungskammer 1 aufzunehmen, und später, um ein Produkt zur weiteren Beförderung auszustoßen. Die Schleuse 3 in der gezeigten Ausführungsform ist auch um die gleiche Achse 4, wie die Druckbegrenzungskammer 1, schwingbar angebracht, und diese sind somit zusammen in ihrem gegenseitig verbundenem Zustand bewegbar. Als eine Alternative hierzu, kann die Schleuse 3 von der Druckbegrenzungskammer 1 getrennt werden, wobei die Verbindung zwischen der Kammer und der Schleuse dadurch vorgesehen wird, dass ein Rohr 11 ins Innere eines anderen 12 gleitet, und mit einer O-Ring-Dichtung 13 versehen ist, und wobei die mechanische Verbindung mittels einer Bajonettverbindung 7 oder einer ähnlichen, manuell lösbaren Verbindung vorgesehen ist. Zum Lösen der Schleuse 3 von der Kammer 1 wird die Schleuse 3 nach unten bewegt, möglicherweise an der Schwingachse 4 gleitend, wonach die Schleuse aus dem Weg geschwungen werden kann. In der in 1 und 4 gezeigten Ausführungsform wird das Wegschwingen der Schleuse 3 das Reinschwingen in den Verfahrensfluss einer Bypass-Rohrleitung 10 schaffen, die das Produkt 17 von der Druckbegrenzungskammer 1 weiter voran in dem Produktfluss führen wird. Wenn das Produkt durch die Bypass-Rohrleitung 10 transportiert wird, sind keine Möglichkeiten zum Kontrollieren des Drucks in der Druckbegrenzungskammer 1 vorhanden, da diese Bypass-Rohrleitung 10 keine Einrichtung zum Einschränken eines Gasflusses enthält. In dieser Situation wird die Extrudiervorrichtung mit einer Ausdehnung in atmosphärischen Druck, oder möglicherweise ein leichtes Vakuum, betrieben, vorhanden in dem Transportsystem nach der Bypass-Rohrleitung 10.

Um die Bewegung der Schleuse 3 nach oben und nach unten zu erleichtern, wenn sie mit der Druckbegrenzungskammer 1 verbunden und von ihr getrennt wird, weist die in 1 und 4 gezeigte Ausführungsform ein Federsystem 5 auf, das die Schleuse 3 und die Bypass-Rohrleitung 10 stützt, so dass die manuelle Verbindung/Trennung der Schleusenkammer 3 das Heben des gesamten Gewichts der Schleuse 3 und der Bypass-Rohrleitung 10 nicht erforderlich machen wird, wobei diese auf diese Art sozusagen gewichtslos durch das Federsystem 5 gestützt werden. Das Federsystem 5 kann in der Form einer Gasfeder oder einer gewöhnlichen Schraubenfeder vorgesehen sein.

In der in 1 und 4 gezeigten Ausführungsform wird ein weiteres Merkmal gezeigt, nämlich die Anpassung des Abtrennsystems mit dem Drehmesser 2, welche mittels von Anpassungsschrauben 16 vorgesehen ist, die den Motor und das Drehmesser in eine axiale Richtung bewegen, wobei die Schrauben 16 an der Außenseite der Druckbegrenzungskammer 1 vorgesehen sind. Mittels dieser Anpassungsschrauben 16 kann der Abstand zwischen dem Messer 2 und der Düsenplatte 14 angepasst werden, um die Schneidfunktion des Messers 2 zu optimieren.

Des Weiteren weist die in 1 und 4 gezeigte Ausführungsform einen Druckentlastungskanal 8 auf, der an der Schleuse 3 angebracht ist, wobei der Kanal 8 eine Kammer in der Schleuse, die sich aus dem kontrollierten Druckbereich herausbewegt, mit einer Kammer verbindet, die sich in den kontrollierten Druckbereich hineinbewegt, wodurch ein teilweise kontrollierter Druck an die letztere übertragen wird, wodurch ein vermindertes Lecken durch die Schleuse, mit den zugehörigen Vorteilen, erhalten werden kann. Diese Vorteile sind unter anderem, dass in der Druckbegrenzungskammer ein höherer Druck erzielt werden kann, ob Dampf von dem Extrusionsverfahren oder Druckluft verwendet wird, die der Druckbegrenzungskammer 1 zugeführt wird. Natürlich werden entsprechende Vorteile auch erzielt, wenn ein Vakuum in der Druckbegrenzungskammer verwendet wird.

In 4 wird des Weiteren schematisch der Extruder 15 vor der Düsenplatte 14 gezeigt. Der erfindungsgemäß genutzte Extruder 15 kann von jeder bekannten Extruderart sein, wie beispielsweise Einschnecken-, Doppelschnecken-, Trockenextruder, Kochextruder mit/ohne Vorkonditioniern, usw.

Obwohl die Erfindung in Verbindung mit einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beschrieben wurde, wird es für einen Fachmann offensichtlich sein, dass verschiedene Modifikationen vorstellbar sind, ohne von der Erfindung, wie durch die folgenden Ansprüche definiert, abzuweichen. Derartige Modifikationen umfassen zum Beispiel eine Bewegung der Druckbegrenzungskammer und/oder der Schleuse auf Schienen in einer Gleitbewegung, mögliche Verwendung von pneumatisch, hydraulisch oder motorangetriebenen Stellgliedern zur Bewegung und/oder Verriegelung von den verschiedenen Komponenten.


Anspruch[de]
  1. Extrudiervorrichtung, die für wasserhaltige Produkte geeignet ist, die sich bei Wärme durch inneres Sieden von Wasser durch Druckentlastung ausdehnen, nachdem sie durch Extrudierdüsen treten, mit

    a) einem Extruder (15), der an seinem Auslassende eine Düsenplatte (14) aufweist,

    b) einer Druckbegrenzungskammer (1) zum Steuern des Drucks an der Auslass-Seite der Düsenplatte (14), wobei die Druckbegrenzungskammer (1) möglicherweise eine Abtrenneinheit (2) aufweist, und

    c) einer Schleuseneinheit (3) stromab der Druckbegrenzungskammer (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbegrenzungskammer (1) und die Schleuseneinheit (3) lösbar miteinander verbunden sind, und zumindest die Schleuseneinheit (3) in den Produktfluss hinein und aus ihm heraus bewegbar angebracht ist.
  2. Extrudiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die lösbare Verbindung ohne die Verwendung von Werkzeugen lösbar ist.
  3. Extrudiervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner eine lösbare Verbindung zwischen der Druckkammer (1) und der Extrudereinheit (15) aufweist, wodurch diese getrennt und unabhängig voneinander bewegt werden können.
  4. Extrudiervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Bypass-System (10) aufweist, wobei das Bypass-System (10) anstelle der Schleusenanordnung (3) eingeführt wird, wenn die Schleusenanordnung (3) von dem Auslass von der Druckbegrenzungskammer (1) entfernt ist, wodurch der Produktfluss in dem System auf eine kontrollierte Art weitergeleitet werden kann.
  5. Extrudiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Einrichtung (5) zum Ausgleichen des Gewichts der Schleuse (3) aufweist, wodurch das Lösen und die Verbindung der Schleuse (3) an der Druckbegrenzungskammer (1) erleichtert wird.
  6. Extrudiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Verriegelungsanordnung zwischen der Druckbegrenzungskammer (1) und der Schleuse (3) aufweist, wobei die Verriegelungsanordnung eine druckdichte Verbindung zwischen den zwei Komponenten sichert, und die Verriegelungsanordnung ohne die Verwendung von Werkzeugen lösbar ist.
  7. Extrudiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Druckbegrenzungskammer (1) ein Abtrennsystem (2) enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das Abtrennsystem (2) von außerhalb der Druckbegrenzungskammer (1) einstellbar ist.
  8. Extrudiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleuse (3) einen Druckabgleichkanal (8) aufweist, zum Überführen eines Teils des Drucks in Schleusenkammern, die ein Produkt enthalten und einen Druck aufweisen, der dem Druck in der Druckbegrenzungskammer (1) entspricht, an Schleusenkammern bei atmosphärischem Druck, die sich zu der Druckbegrenzungskammer vorwärts bewegen, um ein Produkt aufzunehmnen.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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