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Dokumentenidentifikation DE102004046374A1 06.04.2006
Titel Verfahren zum Betreiben eines Unterhaltungsautomaten mit einer Steuereinheit zur Ablaufsteuerung
Anmelder adp Gauselmann GmbH, 32339 Espelkamp, DE
DE-Anmeldedatum 24.09.2004
DE-Aktenzeichen 102004046374
Offenlegungstag 06.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.04.2006
IPC-Hauptklasse G07F 17/34(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Ein münzbetätigter Unterhaltungsautomat umfaßt eine Symbolspieleinrichtung. Den mit der Symbolspieleinrichtung angezeigten Symbolkombinationen sind Gewinnwerte zugeordnet. Wird eine Symbolkombination erzielt, der kein Gewinn zugeordnet ist, wird eine Spielausgangsanzeige aktualisiert, mit der Verlustspiele registriert werden. Für eine vorgegebene Anzahl von Verlustspielen wird ein Sondergewinn gewährt. Ein derartiger gattungsbildender Unterhaltungsautomat soll daraufhin weiterentwickelt werden, daß unermeßlich hohe Verluste vermieden werden.
Zu diesem Zweck wird bei einer dargestellten Symbolkombination, der kein Gewinn zugeordnet ist, mittels eines Pseudo-Zufallsgenerator der Steuereinheit ermittelt, um welchen Wert eine Spielausgangsanzeige verändert wird. Beim Erreichen oder Überschreiten eines Grenzwertes in der Spielausgangsanzeige wird ein Zusatzgewinn gewährt und die Spielausgangsanzeige wird auf einen zufallsmäßig von der Steuereinheit ermittelten Wert zurückgesetzt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betreiben eines Unterhaltungsautomaten mit einer Steuereinheit zur Ablaufsteuerung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Aus der DE 31 39 587.A1 ist ein Geldspielautomat mit einer Symbolspieleinrichtung und Zählschaltung zur Erfassung von nicht gewinnbringenden Spielen bekannt. Der Geldspielautomat umfaßt eine Symbolspieleinrichtung. Ein damit angezeigtes Spielergebnis wird von einer Steuereinheit auf einen Gewinnwert geprüft. Beim Vorliegen eines Nichtgewinns werden die Verlustspiele registriert. Beim Erreichen einer vorgegebenen Anzahl von Verlustspielen wird ein Zusatzgewinn gewährt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsbildenden Unterhaltungsautomaten derart weiterzubilden, daß gewährleistet ist, daß der Spieler keinen unermeßlich hohen Verlust erfährt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Weitergehende Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben eines Unterhaltungsautomaten weist den Vorteil auf, daß sichergestellt werden kann, daß unabhängig von der Spielstrategie des Spielers ein vorgegebener Stundenverlust nicht überschritten wird. Durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Aufgabe wird gewährleistet, daß auch ein ungeübter Benutzer des Unterhaltungsautomaten keine unübersehbaren Verluste erfährt. Dem Spielgerät ist bei Spielaufnahme bekannt, wie groß der maximale Verlust pro Stunde sein kann.

In der Zeichnung wird die Erfindung beispielhaft an einem münzbetätigten frontseitig stilisiert dargestellten Unterhaltungsautomaten mit Anzeigeelementen für Gewinnwerte erläutert.

Ein münzbetätigter Unterhaltungsautomat 1 umfaßt eine zufallsgesteuerte Spieleinrichtung 2 bestehend aus drei nebeneinander angeordneten mit Symbolen versehenen Umlaufkörpern 3. Oberhalb der Umlaufkörper 3 sind mehrstellige 7-Segment-Anzeigen 4, 5 vorgesehen. Jede 7-Segment-Anzeige 4, 5 ist einem Zwei-Richtungszähler einer nicht näher dargestellten Steuereinheit mit einem Mikro-Computer des Unterhaltungsautomaten 1 zugeordnet. Mit der fünfstelligen 7-Segment-Anzeige 4 wird der Zählerstand eines Geldguthabenzählers angezeigt und in einer dreistelligen 7-Segment-Anzeige 5 wird der Zählerstand eines Sonderspielezählers angezeigt. Seitlich der Spieleinrichtung 2 sind vertikal verlaufende Gewinnanzeigeleitern 6, bestehend aus gewinnindividuellen Anzeigeelementen 7 mit Gewinnwerten in streng monotoner Gewinnfolge vorgesehen. Die Gewinnanzeigeleitern 6 sind in einen Geldgewinnbereich 8 und in einen Sonderspielgewinnbereich 9 unterteilt. Unterhalb der Symbolspieleinrichtung 2 ist eine Spielausgangsanzeige 11 bestehend aus 40 Leuchtmitteln 10, die in Form eines Rechteckes angeordnet sind, vorgesehen. Die Leuchtmittel 10 sind mit der Steuereinheit verbunden und 15 Leuchtmittel 10 sind zu Beginn aktiviert.

Bei einem Spieleinsatz aufweisenden Guthabenstand im Geldguthabenzähler werden von der Steuereinheit pseudozufallsmäßig die Rastpositionen bestimmt, in denen die Umlaufkörper 3 stillgesetzt werden. Ist der angezeigten Symbolkombination kein Gewinn zugeordnet, so wird mittels eines Pseudozufallsgenerators der Steuereinheit ermittelt, um welchen Wert die Spielausgangsanzeige 11 verändert wird. Der ermittelte Wert entspricht der Anzahl von Leuchtmitteln 10, die in der Spielausgangsanzeige 11 zusätzlich aktiviert werden. Wird eine vorgegebene Anzahl von bestromten Leuchtmitteln 10 erreicht oder überschritten, wird ein Zusatzgewinn gewährt. Gleichzeitig wird von der Spielausgangsanzeige 11 eine Anzahl von Leuchtmitteln 10 deaktiviert. Die Anzahl der zu deaktivierenden Leuchtmittel 10 wird zufallsmäßig von der Steuereinheit ermittelt.

Bevorzugt wird die Anzahl der zu deaktivierenden Leuchtmittel 10 in der Spielausgangsanzeige 11 nach einer Gewährung eines Zusatzgewinns von der Steuereinheit in Abhängigkeit eines aus der Summe der Spieleinsätze minus der Summe der erzielten Gewinne bestimmten Bilanzwert der vorangegangenen Stunde ermittelt, wieviele Leuchtmittel 10 der Spielausgangsanzeige 11 deaktiviert werden.

Als Zusatzgewinn beim Erreichen oder Überschreiten des Grenzwerts in der Spielausgangsanzeige 11 wird von der Steuereinheit eine vorgegebene oder pseudo-zufallsmäßig bestimmte Anzahl von Sonderspielen auf den Zählerstand des Sonderspielezählers addiert oder der Zählerstand des Geldguthabenzählers wird um einen vorbestimmten Betrag bzw. in Abhängigkeit des Bilanzwertes verändert.

In einer weitergehenden Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß bei der Gewährung eines Zusatzgewinns von der Steuereinheit der Spiel- und Gewinnplan für eine vorbestimmte Anzahl nachfolgender Spiele verändert wird. Durch den Wechsel des Spiel- und Gewinnplans wird einer von den stillgesetzten Umlaufkörpern 3 angezeigten Symbolkombination ein gegenüber dem normalen Spiel- und Gewinnplan veränderter z.B. erhöhter oder verminderter Gewinnwert gewährt und/oder der Spieleinsatz bzw. Spielpreis und/oder die Spielzeit verändert.

Eine weitere Ausgestaltung zur Gewährung eines Zusatzgewinns sieht vor, daß von dem Spieleinsatz anteilig ein Betrag zur Auffüllung eines Jackpots abgeführt wird. Bei einer Gewährung eines Zusatzgewinns wird der Jackpot ganz oder teilweise zur Auszahlung gebracht.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Betreiben eines Unterhaltungsautomaten mit einer Steuereinheit zur Ablaufsteuerung, von der anzuzeigende Symbolkombinationen ermittelt werden, die von Umlaufkörpern mit Gewinnsymbolen in Sichtfenstern angezeigt werden und bei einem Nichtgewinn wird eine Spielausgangsanzeige von der Steuereinheit aktiviert und beim Erreichen einer vorgegebenen Anzahl von Verlustspielen wird von der Steuereinheit ein Zusatzgewinn gewährt und die Spielausgangsanzeige wird um einen vorgegebenen Wert zurückgesetzt, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer von den stillgesetzten Umlaufkörpern (3) angezeigten Symbolkombination, der kein Gewinn zugeordnet ist, mittels eines Pseudo-Zufallsgenerators der Steuereinheit ermittelt wird, um welchen Wert die Spielausgangsanzeige (11) verändert wird, und daß beim Erreichen oder Überschreiten eines Grenzwertes ein Zusatzgewinn gewährt und die Spielausgangsanzeige (11) um einen Wert reduziert wird, der zufallsmäßig von der Steuereinheit ermittelt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß nach einer Gewährung eines Zusatzgewinns von der Steuereinheit in Abhängigkeit eines aus der Summe der Spieleinsätze minus der Summe der erzielten Gewinne bestimmter Bilanzwert für ein vorgegebenes Zeitintervall ermittelt wird, um welchen Wert die Spielausgangsanzeige (11) zurückgesetzt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Gewährung des Zusatzgewinns von der Steuereinheit der Zählerstand einen Sonderspielezählers und/oder der Zählerstand eines Geldguthabenzählers verändert wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Gewährung des Zusatzgewinns von der Steuereinheit der Spiel- und Gewinnplan für eine vorbestimmte Anzahl nachfolgender Spiele verändert wird und erhöhte Gewinnwerte gewährt werden.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Auslösung eines Zusatzgewinns von der Steuereinheit ein Jackpot ganz oder teilweise zur Auszahlung gebracht wird.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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