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Dokumentenidentifikation DE10011650B4 13.04.2006
Titel Kran
Anmelder Schuster, Alexander, 30629 Hannover, DE
Erfinder Schuster, Alexander, 30629 Hannover, DE
Vertreter Jabbusch, Arendt & Siekman, 30161 Hannover
DE-Anmeldedatum 10.03.2000
DE-Aktenzeichen 10011650
Offenlegungstag 20.09.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse B66C 23/32(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B66C 23/62(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Kran, mit einem selbstaufstellenden Kranturm gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wie er aus der DE- GM 1 938 832 bekannt ist.

Aus der DE-OS 2 229 317 ist ebenfalls ein Turmdrehkran mit einem aus mehreren koaxial miteinander lösbar verbundenen Schüssen bestehenden Turm bekannt. Weiter ist aus der DE 2 748 340 C2 ein Kletterkran bekannt, dessen Turm aus einigen Teilen besteht und der mit einem eigenen Seilhebemechanismus montiert werden kann. Aus der DE-OS 2 206 984 ist noch ein Turmdrehkran bekannt, dessen Turm aus einzelnen Schüssen zusammensetzbar sind.

Diese bekannten Kräne mit Türmen aus einzelnen Schüssen sind Seilkräne und können nicht ohne Handarbeit montiert werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen mobilen Vielzweck-Selbstaufstellkran auszubilden.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Der Unteranspruch zeigt eine vorteilhafte Möglichkeit auf, einen montierten erfindungsgemäßen Kran in sich zu stabilisieren.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Isometriesicht eines Krans im Arbeitszustand;

2 eine Frontansicht des Krans während des Krantransportierens;

3 eine Draufsicht des Krans während des Krantransportierens;

4 einen Axialschnitt eines tragfähigen Turmes;

5 einen Schnitt nach der Linie A-A in 4 und

6 einen Schnitt nach der Linie B-B in 4.

Die Zeichnungen zeigen einen Kran mit einem Turm 1, 15, welcher aus einigen aufeinandergestellten Elementen 11 besteht. Das unterste Element 13 ist ständig auf einer Platte 14 befestigt. Jedes Element 11 hat eine Zahnleiste parallel zu seiner Längsachse. Die Elemente 11 befinden sich während des Krantransportierens auf Stützen 6.

Weiterhin ist eine Plattform 4 mit einer Traverse 3, einer Laufkatze 10 und einem Laufwagen 9 vorgesehen (2). Die Plattform 4 kann sich mit Hilfe eines Zahnrades des Hebemechanismus 5 heben und senken, wobei sich das Zahnradgetriebe des Drehmechanismus 12 in beide Richtungen drehen kann. Ein Elektroantrieb 8 bewegt die Laufkatze 10 und den Laufwagen 9 die Plattform 4 entlang. Dieser Antrieb kann eine Zahnkette oder eine Zahnleiste umfassen.

Weil alle Bewegungen mit Hilfe von Zahnelektrogetrieben verwirklicht werden, ist eine exakte Ladungspositionierung möglich.

Für das Turmaufstellen klemmt die Klemmeinrichtung 7 ein Element 11 (2); der Hebemechanismus 5 hebt die Plattform 4 mit der Traverse 3, der Laufkatze 10 und der Klemmeinrichtung 7 mit dem Element 11 nach oben an (mit Punktierlinien gezeichnet). Der Elektroantrieb 8 schiebt die Laufkatze 10 die Plattform 4 entlang, bis die Achse von Element 11 und Turm 1 zusammenfallen und der Hebemechanismus 5 das Element 11 auf den Turm 1 absenkt. Lage und Anordnung der Zahnleiste muß auf den Elementen 11 so exakt erfüllt sein, daß die Zahnleiste sich den ganzen Turm 1 entlang erstreckt. Das Kranabmontieren erfolgt auf entgegengesetzte Weise.

Die 4, 5 und 6 zeigen ein Beispiel eines hochtragfähigen Turmes 15. Die Elemente 11 bestehen aus dünnwandigen Rohren größeren Durchmessers, in den jeweils ein Rohrabschnitt 16 befestigt ist. Jedes Element 11 ist mit einer drehbaren Stange 17 ausgerüstet, welche an ihrem unteren Ende eine Nocke 19 und an ihrem oberen Ende einen Greifer 18 aufweist. Das untere Ende der Stange 17 des untersten Elementes 11 und das obere Ende des unteren Elementes 13 bilden ein Schraubgetriebe 22 aus. Dem oberen Element 11 ist ein Drehzylinder 21 mit einem Nocken 19 zugeordnet.

Mit Hilfe der Klemmeinrichtung 7 und des Drehmechanismus ist der Zylinder 21 drehbar, so daß alle drehbaren Stangen 17 ein gemeinsames Seil ausbilden, welches die Elemente 11 des Turmes 15 zusammenzieht.

Der Turm 15 kann zwei Zahnleisten 2 aufweisen.

Der vorgeschlagene Kran ist schnell selbstmontierbar, sowie abmontierbar. Er kann zu verschiedenen Zwecken benutzt werden, z. B. bei verschiedenen Bauarbeiten auch ohne Gerüst, bei Dachbelegungen, als Stapler und als Aufzug, um Möbel bei einem Umzug durch Fenster oder über Balkone ab- und aufzuladen.

Durch die Möglichkeit, exakte Ladungspositionierungen durchzuführen, können verschiedene Ladearbeiten programmiert und automatisiert werden.


Anspruch[de]
  1. Kran, mit einem selbstaufstellenden Kranturm (1), der aus einzelnen Elementen (11) mit Hilfe einer an den Elementen (11) verschiebbaren Plattform (4), die eine Traverse (3) mit einem Dreh- (12) und Hebemechanismus (5) und eine Laufkatze (10) aufweist, zusammensetzbar ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Elemente (11) jeweils eine Zahnleiste (2) aufweisen,

    die Plattform (4) eine Laufkatze (10) mit einer Klemmeinrichtung (7) und einen Laufwagen (9) trägt, wobei die einzelnen Elemente (11) zwischen den Schienen der Fahrbahn der Laufkatze (10) hindurchführbar sind, mit der Klemmeinrichtung (7) ergreifbar sind, mittels des Hebemechanismus (5) der Plattform (4) nach oben anhebbar bzw. absetzbar sind und mit der Laufkatze (10) axial auf den Turm stellbar sind, so dass die Zahnleisten der Elemente (11) über die Erstreckung des Turms (1) eine gesamte Zahnleiste ausbilden.
  2. Kran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Element (11) eine drehbare Stange (17) zugeordnet ist, welche an ihrem unteren Ende einen Nocken (19) und an ihrem oberen Ende einen Greifer (18) aufweist, wobei dem unteren Ende der drehbaren Stange (17) des unteren Elementes (11) ein Schraubengetriebe (22) zugeordnet ist und wobei dem oberen Ende der drehbaren Stange (17) des obersten Elementes (11) ein drehbarer Zylinder (21) mit einer Nocke (19) zugeordnet ist, und wobei bei einer Drehung des drehbaren Zylinders (21) mit Hilfe der Klemmeinrichtung (7) alle drehbaren Stangen (17) ein gemeinsames Seil ausbilden, welches alle Elemente (11) des Turms (15) zusammenzieht.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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