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Dokumentenidentifikation DE10134950B4 13.04.2006
Titel Schraubenwinde
Anmelder Kawasaki Industrial Co., Ltd., Shimada, Shizuoka, JP
Erfinder Kawasaki, Yasuji, Fujieda, Shizuoka, JP
Vertreter Sobisch & Callies, 37581 Bad Gandersheim
DE-Anmeldedatum 23.07.2001
DE-Aktenzeichen 10134950
Offenlegungstag 20.02.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse B66F 3/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schraubenwinde nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei einer bekannten Schraubenwinde dieser Art (DE 196 09 905 C2 der Anmelderin) ist gemäß 6 der vorliegenden Anmeldung die Hauptgewindespindel D drehfest mit dem Zahnrad verbunden. Das Zahnrad ist über ein axiales Wälzlager C an der Bodenplatte B des Gehäuses A abgestützt. Es handelt sich um eine dreistufige Schraubenwinde, bei der durch Drehung des Zahnrades und der Hauptgewindespindel D in bekannter Weise aus dem Gehäuse A eine äußere Gewindehülse E und eine Gewindezwischenhülse F ausgefahren werden. Bei dieser bekannten Schraubenwinde ist es von Nachteil, dass die Höhe des axialen Wälzlagers C die maximale Höhe verringert, um die mit der Schraubenwinde eine Last angehoben werden kann.

Die Druckschrift FR 544 886 und GB 307 869 offenbaren ähnliche, durch axiale Wälzlager gekennzeichnete Lagerungen für die Hauptgewindespindel dieser Schraubenwinden.

Die Druckschrift DE 85 15 755 U1 offenbart eine Schraubenwinde, deren Hauptgewindespindel an ihrem unteren Ende mit einem Zahnrad in drehfester Verbindung steht, welches seinerseits über eine Lagereinheit auf einer Bodenplatte gelagert ist. Die Lagereinheit ist ausweislich der Zeichnung als Wälzlager konzipiert.

Auch bei diesen beiden letztgenannten Schraubenwinden ergibt sich durch die axiale Erstreckung des jeweiligen Wälzlagers eine Verminderung der verfügbaren Ausfahrhöhe.

Schließlich ist aus dem FR 524 700 eine weitere Schraubenwinde bekannt, deren Hauptgewindespindel an ihrem unteren Ende mit einem Zahnrad in drehfester Verbindung steht, welches ausweislich der Zeichnung über einen, an seinem freien Ende sphärisch ausgebildeten Nabenkörper axial in einer zu diesem komplementär ausgebildeten Lagerpfanne aufgenommen ist. Die Betätigung dieser Schraubenwinde wird unter Umständen durch die Reibungsverhältnisse der axialen Lagerung der Hauptgewindespindel beeinträchtigt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei reibungsarmer und sicherer Lagerung der Hauptgewindespindel die Ausfahrhöhe der Schraubenwinde zu vergrößern.

Diese Aufgabe ist bei einer gattungsgemäßen Schraubenwinde durch die Merkmale des Kennzeichnungsteils des Anspruchs 1 gelöst. Durch die Anordnung einer Lagerscheibe kann ein vergleichsweise dünnes, in axialer Richtung weniger Raum beanspruchendes Lager gebildet werden, so dass die maximale Ausfahrhöhe der Schraubenwinde gegenüber dem eingangs dargelegten Stand der Technik gesteigert werden kann. In jedem Fall ist das Zahnrad über die Lagerscheibe sicher und reibungsarm gegenüber der Grundplatte gelagert, obwohl sich eine vergrößerte Ausfahrhöhe der Schraubenwinde ergibt.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:

1 einen senkrechten Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Schraubenwinde,

2 eine Seitenansicht der Schraubenwinde gemäß 1 bei maximaler Ausfahrhöhe,

3a die Draufsicht auf eine Ausführungsform einer Lagerscheibe,

3b einen Längsschnitt durch den Bodenbereich einer Schraubenwinde und die Lagerscheibe gemäß 3a,

3c die Ansicht von unten auf die Lagerscheibe gemäß 3a und 3b,

4a die Draufsicht auf die Lagerscheibe gemäß 1 in vergrößerter Darstellung,

4b einen Längsschnitt durch den Bodenbereich der Schraubenwinde gemäß 1 in vergrößerter Darstellung,

5a die Draufsicht auf eine wiederum andere Lagerscheibe,

5b einen Längsschnitt durch den Bodenbereich einer Schraubenwinde und die Lagerscheibe gemäß 5a und

6 eine Seitenansicht einer vollständig ausgefahrenen Schraubenwinde nach dem Stand der Technik.

Gemäß 1 weist eine Schraubenwinde 1 ein Gehäuse 6 mit einer Grundplatte 2 auf. Im Zentrum der Grundplatte 2 ist, z.B. durch Klebung oder Verschweißung, eine nach oben hin offene Tasse 5 befestigt, in die eine, ein Axiallager bildende Lagerscheibe lose eingelegt ist.

Diese, ein dünnes Metallager bildende Lagerscheibe 3 weist eine mittige Bohrung 8 auf, in die ein axialer Fortsatz 9 einer Hauptgewindespindel 4 hineinragt. Dadurch ist die Lagerscheibe in radialer Richtung relativ zu der Tasse 5 zentriert. Die Lagerscheibe liegt mit ihrer gesamten unteren axialen Ringfläche 30 auf dem Boden der Tasse 5 auf. Andererseits ist eine obere axiale Ringfläche 32 der Lagerscheibe 3 so gestuft, dass die Lagerscheibe 3 nur mit einem radial inneren Ring 31 an einer Unterseite 10 eines Zahnrads 11 anliegt. Das Zahnrad 11 weist eine mittige Durchbrechung auf, durch die hindurch sich der Fortsatz 9 erstreckt. Vorzugsweise ist der Fortsatz 9 als Vierkant ausgebildet und unterhalb des Zahnrads 11 in der dargestellten Weise vernietet, wobei der Nietkopf sich in die mittige Bohrung 8 der Lagerscheibe 3 erstreckt. Auf diese Weise ist das Zahnrad 11 drehfest mit der Hauptgewindespindel 4 verbunden. Mit dem Zahnrad 11 kämmt ein Ritzel 12, das in einer Lagerbuchse 13 des Gehäuses 6 gelagert und in bekannter Weise von außen drehend antreibbar ist. Durch eine solche Drehung des Ritzels 12 wird auch das Zahnrad 11 mit der Hauptgewindespindel 4 gedreht. Dabei gleitet das Zahnrad 11 auf dem radial inneren Ring 31, weil die Fläche dieses radial inneren Rings 31 kleiner als die untere axiale Ringfläche 30 der Lagerscheibe 3 ist.

Mit der Hauptgewindespindel 4 steht eine Gewindezwischenhülse 7 und mit dieser außen eine äußere Gewindehülse 14 im Eingriff. Die äußere Gewindehülse 14 ist in einer Außenhülse 15 und diese in einem oberen Stutzen 16 des Gehäuses 6 angeordnet. Die Wirkungsweise der zuletzt genannten Teile der Schraubenwinde 1 ist an sich bekannt.

Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Lagerscheibe 3 ist, dass diese einen großen Außendurchmesser an der unteren axialen Ringfläche 30 und einen reduzierten Durchmesser an dem radial inneren Ring aufweist. Dadurch lässt sich das Zahnrad 11 verhältnismäßig leicht gegenüber der Lagerscheibe 3 drehen und wird dennoch sicher gegenüber der Grundplatte 2 abgestützt. Das zum Drehen des Zahnrads 11 erforderliche Drehmoment ist deshalb äußerst gering.

Vorteilhaft ist ferner, dass die Höhe der Lagerscheibe 3 wesentlich geringer als die Höhe des bekannten axialen Wälzlagers C gemäß 6 ist. Dadurch lässt sich eine größere maximale Auszugshöhe der Schraubenwinde 1 im Vergleich zum Stand der Technik erzielen.

Dies wurde durch die Gegenüberstellung der 2 und 6 verdeutlicht.

Bei dem Ausführungsbeispiel der Lagerscheibe 3 gemäß den 3a bis 3c ist sowohl die untere axiale Ringfläche 30 als auch die obere axiale Ringfläche 32 gestuft. Dadurch liegt die Lagerscheibe 3 am Boden der Tasse 5 mit dem radial inneren Ring 31 von verhältnismäßig kleinem mittleren Durchmesser an, während die Lagerscheibe 3 an der Unterseite 10 des Zahnrads 11 mit einem radial äußeren Ring 33 von verhältnismäßig großem mittleren Durchmesser anliegt.

Aus 3b ist auch ersichtlich, dass ein oberer freier Rand 17 der Tasse 5 in einem Abstand 18 von der Unterseite 10 des Zahnrads 11 angeordnet ist.

Die 4a und 4b zeigen weitere Einzelheiten des Lagerbereichs aus 1.

Die Lagerscheibe 3 gemäß den 5a und 5b ähnelt der Lagerscheibe 3 gemäß den 1, 4a und 4b. Der Unterschied liegt darin, dass bei 5a und 5b die Stufung der oberen axialen Ringfläche 32 abrupter ausgebildet ist als bei dem flacheren Verlauf in 1, 4a und 4b.


Anspruch[de]
  1. Schraubenwinde (1), mit einem eine Grundplatte (2) aufweisenden Gehäuse (6), einem in dem Gehäuse (6) oberhalb und parallel zu der Bodenplatte (2) angeordnet, drehend antreibbaren Zahnrad (11), wobei mit dem Zahnrad (11) eine Hauptgewindespindel (4) drehfest verbunden ist und einem zwischen der Bodenplatte (2) und dem Zahnrad (11) angeordneten Axiallager (3), dadurch gekennzeichnet, dass das Axiallager (3) eine zu dem Zahnrad (11) und der Hauptgewindespindel (4) koaxiale, mit einer Unterseite (10) des Zahnrades (11) in Berührung stehende Lagerscheibe (3) aufweist, dass wenigstens eine axiale Fläche (30, 32) der Lagerscheibe (3) gestuft ist und dass die Lagerscheibe (3) nur mit einem radial äußeren Ring (33) oder einem radial inneren Ring (31) ihrer axialen Flächen (30, 32) in Berührung einerseits mit der Unterseite (10) des Zahnrads (11) und/oder andererseits mit der Grundplatte (2) steht.
  2. Schraubenwinde (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerscheibe (3) in einer auf der Bodenplatte (2) abgestützten Tasse (5) angeordnet ist und mit dem radial äußeren Ring (33) oder dem radial inneren Ring (31) der axialen Flächen (30, 32) mit der Tasse (5) in Berührung steht.
  3. Schraubenwinde (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasse (5) auf der Bodenplatte (2) befestigt ist.
  4. Schraubenwinde (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerscheibe (3) eine mittige Bohrung (8) aufweist und dass in die Bohrung (8) ein axialer Fortsatz (9) der Hauptgewindespindel (4) zur radialen Zentrierung der Lagerscheibe (3) eingreift.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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